Was ist eine KHK
"Manifestation der Arteriosklerose an den Koronararterien (Herzkranzgefäße) —> Folge einer Verengung der Herzkranzgefäße
Es kommt zum Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und -bedarf —> das Myokard wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt
Risikofaktoren 1&2 Ordnung
1.Ordnung
Hyperlipidämie
Arterielle Hypertonie
Diabetes mellitus
Nikotinabusus
Erhöhte Plasmafibrinogen
2. Ordnung:
Adipositas
Bewegungsmangel
Stress
Hyperuricämie (zu viel Harnstoff im Blut)
—> 1. Ordnung deutlich gefährlich als die 2. Ordnung
Ziele und Maßnahmen bei KHK
Ziele:
Selbsteinschätzung Physischer & Psychischer Belastung
Verbesserung bei kardialer und pulmonaler Arbeitsökonomie
Verbesserung der Entspannungsfähigkeit & Körperwahrnehmung
Ökonomisierung des Bewegungsverhaltens
Vermeidung orthostatischer Dysregulation
Sukzessive Belastungssteigerung
Langsamer Steigerung der Muskeldurchblutung
Angstabbau
Maßnahmen:
Alle Prophylaxen: TP, KP, DP, PP
Entspannungsmaßnahmen
Leichte Hockergymnastik
Gespräch zum Angstabbau
Phantasiereisen
Transfer
Hauptsymptome KHK
"Angina pectoris (Brustenge)
Es treten beklemmende, anfallsartige Brustschmerzen oder retrosternale Druckschmerzen auf, welche evtl. in den linken Arm und die linke Thoraxhälfte ausstrahlen können
Jeder AP-Anfall gilt als Vorbote eines drohenden HI und sollte so schnell wie möglich ärztlich abgeklärt werden
Was ist ein Herzinfarkt
plötzliche Unterbrechung der Blutversorgung in einem umschriebenen Bereich des Myokards.
—> irreversibler Gewebsuntergang (Nekrose).
plötzlich ohne oder mit Vorankündigung durch
ein oder mehrere AP-Anfälle auf.
Man unterscheidet zwischen:
Vorderwand-,
Seitenwand-,
Hinterwand-,
transmuralem
intramuralem Infarkt.
Welche Phasen gibt es nach einem Herzinfarkt?
Akutphase:
—> zunächst Intensivstation & dann Verlegung auf „normal Station“ (8-10 Tage)
Konvaleszensphase/Rehabilitationsphase:
-> Anschlussheilbehandlung in Rehabilitationsklinik (3.-12. Woche post Infark)
Postkonvaleszensphase: zeitlich unbegrenzt, lebenslange sekundäre
Prävention durch ambulante Herzgruppen
Objektive und Subjektive Belastungskriterien
objektive
Atmung
Puls
RR
subjektive
Schwindel
Schmerz
Hautfarbe
Zittern
Wohlbefinden
Dyspnoe
Kontraindikationen bei einem Akuten Herzpatient
Isometrische Übungen
Bewegungen über Herzniveau
Wiederstände an der obere Extremität
Pressatmung bei Lagewechsel (bsp. über die Seite aufstehen)
Bauchlage
Hochlagerung der Beine
Subfebrile Temperatur, Hypotonie, Blässe, Schwitzen
Herzschmerzen
Prinzipien nach einem Herzinfarkt
Behandlung eines akuten HI-Pat.
Erfolgt nach dem Heidelberger-Modell
Belastbarkeit muss Rücksprache mit dem Arzt halten
Während PT-Behandlung Vitalfunktionen kontrollieren
RR immer am gleichen Arm
erst Puls dann Blutdruck
Cave:
RR & den Puls in Ruhe messen
Nach. Belastungsphasen Parameter erneut kontrollieren
Die Herzfrequenz darf bei der Belastung steigen:
im liegen bis zu 12 Schläge/Min (stufe 1)
im Sitzen 20 Schläge/Min (Stufe 2)
im Stehen und Gehen max. 30 Schläge/Min (stufe 3)
Erläutere bei der Postkonvaleszenzphase die Dauer, PT-Ziele & PT-Maßnahmen
Dauer: zeitlich unbegrenzt -> lebenslanger Prozess
Verbesserung der Ausdauer und Koordination
Verbesserung der Flexibilität
Verbesserung der peripheren Kreislaufregulation
Verbesserung der Körperwahrnehmung
Verbesserung der Entspannungsfähigkeit
Ergometertraining, Laufbandtraining
Dehnen
Gehstreckenerweiterung, Übungen mit Eigengewicht
Pilates
Yoga
Was ist der Unterschied zwischen Übungsgruppe und Trainingsgruppe
Übungsgruppe:
Belastungsfähigkeit: 1/2 - 3/4 Watt/kg des Körpergewicht
Bis max 75Watt
Verbesserung der
Kondition
Flexibilität
peripheren Kreislaufregulation
Bsp:
60 Kg -> 30-45 Watt
80 Kg -> 40-60 Watt
120 Kg -> 60-75 Watt
130 Kg -> 65-75 Watt
Trainingsgruppe:
Belastungsfähigkeit 1 Watt/kg Körpergewicht
d.h. 75 Watt aufwärts
Verbesserung
aneroben Ausdauer
allgemeinen Trainingszustands
80 Kg -> 80 Watt
100 Kg -> 100 Watt
Was ist eine Herzinsuffizienz?
Das Herz ist zu schwach, um genug Blut durch den Körper zu pumpen. Dadurch bekommen Organe und Gewebe nicht ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe.
Die Herzinsuffizienz ist ein Symptom, welches als Folge anderer Herzerkrankungen, zum Beispiel Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Herzklappenfehler.
Welche Lokalisationen unterscheidet man bei einer Herzinsuffizienz?
Linksherzinsuffizienz:
Linke Herzkammer pumpt nicht mehr ausreichend Blut in den Körper
Es kommt zu einer verminderten Versorgung mit arteriellen Blut
Das Blut staut sich vor dem linken Herz in der Lunge
Rechtsherzinsuffizienz:
Rechte Herzkammer kann das Blut nicht mehr ausreichend in die Lunge transportieren
Es staut sich vor dem rechten Herzen in den Körper zurück
Globale Insuffizienz:
Linke & rechte Herzkammern sind betroffen
Eine Linksherzinsuffizienz zieht oftmals eine Rechtsherzinsuffizienz nach sich
Akute Herzinsuffizienz
z.B. durch Herzinfarkt, entsteht plötzlich
Chronische Herzinsuffizienz
z.B. durch Klappenfehler, entwickelt sich mit der Zeit
Unterscheide die Ursachen zwischen einer Linksherzinsuffizenz & Rechtsherzinsuffizienz
Linkesherzinsuffizienz „pink puffer“
Hypertonie
KHK
Herzinfarkt
Angina pectoris
Klappenfehler links
Rechtsherzinsuffizienz „Blue bloater“
Linksherzinsuffizienz
Lungenerkrankungen
Klappenfehler rechts
Nenne Symptome der Links- und Rechtsherzinsuffizienz
-> Lungensymptome
Schwäche und Ermüdbarkeit
Atemnot bei Belastung
Rasselgeräusche ü.d. Lunge
Lungenödem
Zyanose
Benutzt die Atemhilfsmuskulatur
Blaue Lippen
Rechtsherzinsuffizizenz
Gestaute, erweiterte Hohlvene
Ödeme (Bauch, Füße)
Gewichtszunahme
Leberschwellung
Gemeinsame Symptome
Nykturie (nächtlicher Harndrang)
Spätstadium: Hypotonie
Herzvolumenvergrößerung
Tachykardie
Evtl. Herzrhythmusstörungen
Was ist die globale Herzinsuffizienz. Nenne die Symptome!
Globale Herzinsuffizienz
= ist eine Kombination aus der rechtsherzinsuffizienz und der Linkesherzinsuffizienz
Symptome:
Stark eingeschränkte Belastbarkeit
Nykturie
Schwäche & rasche Ermüdbarkeit
Ödemneigung
Tachykardie & Herzrythmusstörungen
Herzvergrößerung
Pleuraerguss
Wie wird die Herzinsuffizienz eingeteilt
Nach NYHA = New York Heart Association
NYHA 1
-> völlige Beschwerdefreiheit bei normaler körperlichen Belastung
NYHA 2
-> geringe Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei normaler Alltagsbelastung (z.b. nach 5-10 Treppenstufen)
NYHA 3
-> starke Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit bei normaler und geringer Belastung (z.B. An- und Ausziehen, Dyspnoe)
NYHA 4
-> Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit bereits in Ruhe bzw. bei geringer Belastung (Ruhedyspnoe)
Wie wird die NYHA 1 & 2 physiotherapeutisch behandelt
-> wird nicht behandelt, da die Pat. Keine i.d.R. Symptome haben
Förderung der Körperwahrnehmung
Förderung der Entspannungswahrnehmung
Prophylaxen
Erhalt des Status qou
Schulung von ADL`s
Deto Schulter-Nacken-Bereich
Ergometertraining
Treppensteigen
Schwimmen
Gangschule
PMR
Basaltex
Alle passive 6 aktive At
Hockergymnastik
Schnelles Lagern
Handtuchtechnik
Wie wird bei NYHA 3 physiotherapeutisch behandelt
Förderung der Entspannungsfähigkeit
Erleichterung der Atemnot
Erhaltung des Status quo
Basaltext
Alle passive & aktive AT-Techniken
Handtuchtechniken
Wie wird bei NYHA 4 behandelt
Behandlung nach Heidelbergermodell Stufe 1
Schonungsbedürftigkeit: Absolut,
HF Steigerung: 10-12 S/min,
Belastungsform: intermittierend
Ausreichende Pausen
Erkläre folgende Begriffe
PTCA
ACVB
AKE
MKE
Bypass
Thorakotomie
PTCA = percutane. Transluminale Coronarangiographie
ACVB = Aortokoronarvenenbypass
AKE = Aortenklappenersatz
MKE = Mitralklappenersatz
Bypass = Überbrückung des Passagenhindernis
Schrittmacher & Defibrillator
Thorakotomie = Eröffnung des Thorax
Nenne PT Ziele vor Herzoperationen!
Erlernen von Verhaltensregeln
Über die Seite Huste, von RL über SL zum Sitz kommen
ADL`s Schulen & Prophylaxen durchführen
Körperwahrnehmung, Entspannung, Wahrnehmung der Atembewegung
Thoraxbeweglichkeit erarbeiten
Nenne PT Ziele nach einer Herzoperation
Schmerzlinderung
herabsetzten von Gewebswiderständen
Verbesserung der Körperwahrnehmung und Entspannungsfähigkeit
Haltungskorrekturen
Erarbeitung von Lagewechsel
Atemlenkung und -vertiefung
Nenne PT- Maßnahmen nach einer Herzoperation
Alle aktive & passiven AT-Techniken
Hustentechniken
Narbenbehandlung
Lagewechsel
Lösen von Muskulären Verspannungen/Dysbalancen
Abhebübungen der Arme & beine (Schmerzadaptiert)
Was gilt es zu beachten nach einer Herzoperation
Schweres Heben vermeiden (max. 5 Kg auf beiden Händen für 6-8 Wochen)
Unilaterale Schulterbewegungen wie Flex & Abd nur bis 60 Grad
Arbeiten über Kopf nur mit beiden Armen gleichzeitig
Keine Lat-flex und keine Rot. Der WS für 6-12 Wochen
Keine BL und keine SL zur Mobilisation erlaubt
Nenne die Leitsymptome bei Lungenerkrankungen
Dyspnoe (Atemnot)
Orthopnoe: schwere Atemnot
Tachypnoe: beschleunigte Atmung
Bradypnoe: verlangsamte Atmung
Bläuliche Verfärbung von Haut und Schleimhäuten
Husten & Auswurf
Trockener Husten - kein Auswurf
Produktiver Husten - weiß, gelblicher oder blutiger Auswurf
Nenne die Definition einer obstruktiven Ventilationsstörungen!
Obstruktive Ventilationsstörungen
durch eine Einengung der Atemwege, durch erhöhte pathologische Strömungs- und Reibungswiderstände in der Lunge verursacht
—> vermehrte Atemarbeit, welche oftmals als Dyspnoe empfunden wird
Nenne den Lokalität der Einschränkung und die Ursache der Obstruktion der oberen & unteren Atemwege!
Obere Atemwege
—> Inspiratorische Atmebehinderung mit evtl. Stridor (pfeifendes Geräusch beim Einatmen)
Ursachen:
Pseudokrupp
Tumore
Narben
Aspiration
Schnupfen
Untere Atemwege
—> Expiratorische Atembehinderung
COPD
Asthma
Lungenemphysem
Bronchiektasen
Erkläre die Herxheimersche Trias
Schwellung der Bronchialschleimhaut
Spasmus der Bronchialmuskulatur
Verlegung der Bronchien durch Sekret
Was ist eine COPD
==> Chronic obstructive pulmonary disease
Laut WHO: „Husten mit Auswurf“ an den meisten Tagen in mind. 3 Monaten zweier aufeinanderfolgender Jahr
Ist die häufigste chronische Lungenerkrankung in den Industrieländern
Nenne mögliche Ursachen für COPD!
Rauchen -> ist die häufigste Ursache
Luftverschmutzung (z.B. Bergarbeiter)
Dispositionen
Rezidivierende Infekte
Was sind Symptome bei COPD
Chronisch produktiver Husten (glasig bis eitrig), v.a. morgens
Zunehmende respiratorische Insuffizienz (Dyspnoe auch schon in Ruhe, hohe Einsatz von der Atemhilfsmuskulatur
Müdigkeit, Ermüdbarkeit
Atemnebengeräusche (Stridor)
Verschlechterung des Allgemeinzustand
Nenne mögliche Befundauffälligkeiten bei COPD
Fassthorax
Rippen stehen in EA-Stellung
stumpfer epigastrischer Winkel
Eingeschränkte Thoraxbeweglichkeit
Paradoxe Atembewegung
= Auffälligkeiten bei chronisch obstruktiven Lungenemphysem
Erläutere die Physiotherapie Ziele & Maßnahmen bei COPD
PT-Hauptziele aus der Aufgabenstellung herauslesen:
zuerst angeben bsp. viel Sekret —> Sekretolyse
schwere Atemtätigkeit —> Atemerleichterung
Ziele
Sekretolyse
Erleichterung des Sekrettransport
Verbesserung der Thoraxbeweglichkeit
Pneumonieprophylaxen
Hustentechniken erlernen
Hustreiz dämpfen
Atemhilfsmuskulatur detonisieren
Entspannung
Verbesserung der Perfusion, Diffusion & Ventilation
PT-Maßnahmen
Alle aktive & passive AT (Klopfungen, Klatschungen, Vibrationen)
Kontaktatmung
Klopfungen
Klatschungen
Vibrationen
Was sind restriktive Ventilationsstörung (Def.)
Verminderung des blähungsfähigen Lungenvolumens
Folge:
Verkleinerung der am Gasaustausch beteiligten Fläche der Lunge
Verlust der Elastizität des Thoraxes und des Lungengewebes
Inspiration wird dadurch erschwert
Nenne Krankheitsbilder bei restriktiver Ventilationsstörung
Lungenfibrose
Pneumonie
Kollagenosen
Diaphragmaspasmen
Lungenstauung
Diaphragmahochstand
Aber auch: starke Adipositas, Querschnittlähmung, starke Kyphose oder Skoliose, Muskeldystrophie
Erkläre die zwei wichtigste Unterscheidung zwischen Obstruktiven und restriktiven Ventilationsstörung
OBSTRUKTIVE VENTILATIONSSTÖRUNGEN
Erhöhte, pathologische Reibungswiderstände innerhalb der Luftwege (obere oder untere oder beide)
EA oder AA betroffen
RESTRIKTIVE VENTIALTIONSSTÖRUNGEN
Verminderte Blähungsfähigkeit des Lungenvolumens (untere Atemwege)
EA betroffen
Nenne Maßnahmen zur Sekretolyse
Klopfungen, Klatschungen, Vibrationen
Heiße Rolle, wenn Ø Fieber
Nenne die Definition der pAVK!
= Periphere Arterielle Verschlusskrankheit
progressive Stenosierungbzw. Okkludierung von Bein- und/oder Armarterien
durch Durchblutungsstörung (z.B. Arteriosklerose) der betroffene Extremität hervorgerufen werden
wie werden die Stadien der pAVK eingeteilt?
die Einteilung erfolgt nach Fontaine:
Ordne die pAVK in die Stadien nach Fontaine
Stadium 1
Gefäßerweiterung mit Pulsabschwächung oder Pulsausfall
Beschwerdefreiheit
Stadium 2
Claudicatio intermittens = (Schaufensterkrankheit)
Intermittierendes Hinken mit belstungsabhängigem Schmerz
Stadium 2a
Gehstrecke über 200m
Stadium 2b
Gehstrecke unter 200m
Stadium 3
Ruheschmerz in den betroffenen Extremitäten
Unzureichende Durchblutung schon in horizontaler Lage
Stadium 4
Nekrosen/Gangrän
Siehe Stadium 3
Nenne das Hauptsymptom bei pAVK!
Claudicatio intermittens = Schaufensterkrankheiten
Es sind heftige Wadenschmerz, welcher plötzlich beim Gehen auftritt und die betroffene Personen zum Stehenbleiben anhält
In Ruhe klingen die Schmerzen schnell wieder ab
Da der Eindruck erweckt wird, dass der betroffene ein Schaufenster anschaut, wird die pAVK bezeichnet
Kälte, schnelles und Bergauf-gehen begünstigen des Symptome der Claudicatio intermittes bei bestehender pAVK
Ursachen ist ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und -bedarf, wodurch Muskelzellen zugrunde gehen
Was sind die Kontraindikationen bei pAVK
Kein Ratschow-Test bei pAVK lll+lV
Keine passiven Maßnahmen distal des Verschluss
Behandlungen nach dem Intervallprinzip (2*,3*,4* wiederholen lassen & dazwischen Pausen machen (10-20 sec unvollständige Pause, 30-120 sec vollständige Pause)
Beine nicht hochlagern! Extremitäten werden tiefgelagert
Belastung nur 80% des Maximalwerts
Keine lokale Kälte- oder Wärmeanwendungen, da die betroffene Gefäße paradoxe reagieren
Eselsbrücke:
V (Venen)-> hochlagern
A (Arterien) -> runter lagern
Was sind PT Ziele / Maßnahmen bei pAVK
pAVK II Ziele
Durchblutungsförderung
Status quo erhalten
Bildung von Kollateralen
Gehstreckenerweiterung nach dem Intervallprinzip
pAVK II Maßnahmen
Gangschule (von 2b auf 2a kommen)
Treppenübungen (unterfordert mit normaler Hockergymnastik)
Heiße Rolle
BGM
Übungen + Gehstreckenerweiterung nach dem Intervallprinzip
pAVK III & IV Ziele
Aktive Maßnahmen der PT
Entlastungsschuh (Vorfuß oder Ferse fehlt)
Mobilisation
Eher HD Modell 2 (auch 1)
keine systemisch durchblutende Maßnahmen wie Heiße Rolle, Massage, Ratschow-Test
pAVK III & IV Maßnahmen
Ø Gehstreckenerweiterung
Bewegungsübungen im Sitz
Prophylaxen; PP, DP, KP, TP
Atemtherapie
Nenne Verhaltensregeln für pAVK Patienten nach der pAVK-Fibel
Bewegen sie sich viel und regelmäßig!
Halten Sie ihre Füße warm und trocken!
Tragen Sie nicht einengende Schuhe!
Verzichten Sie auf einschnürende Strumpf- und Sockenhalter!
Füße und Zehen sorgfältig pflegen. Vor allem beim Schneiden der Zehennägel vorsichtig sein!
Täglich frische Baumwoll- oder Wollsocken
Schweißfüße, wunde Stellen und Fußpilz vermeiden
Regelmäßige Inspektion der Füße und Zehenzwischenräume
Nicht barfuß gehen. Verletzungsgefahr!
Direkte Hitzeeinwirkungen vermeiden (z.B. Wärmeflasche, Heizkissen oder heiße Fußbäder, Thermalbäder und Schlammpackungen)!
Beine nicht übereinanderschlagen, um die Blutgefäße in der Kniekehle nicht abzudrücken!
Viel Flüssigkeit trinken, wenn Herz und Kreislauf es gestatten und das Wichtigste:
Hören Sie definitiv auf zu rauchen
Nenne die Definition von Chronisch venöse Insuffizienz (CVI)
Sammelbergriff für äußerlich erkennbaren Stauungsmerkmale der UE
Nenne Ursachen einer Chronisch venösen Insuffizienz
Primäre Varizen
Folgen eines PTS (Postthrombotisches Syndrom)
Funktionsschwäche des Venensystems
Nenne die Physiotherapie & Maßnahmen bei chronisch venöser Insuffizienz
Entstauung
Resorptionsförderung
Ödemprophylaxe
Verbesserung des venösen Rückstromes
Kontrakturprophylaxen
Krafterhalt zur Vorbeugung von Atrophien
Atemverminderung
Pressatmung vermeiden
BGM im Stammgebiet
Lymphdrainage
Kompressionsbehandlung
Lagerungstherapie
Hilfsmittelanpassung
Manuelle Therapie
Stand-/Spielbeinphase erarbeiten
Spitzfußprophylaxe
Lippenbremse
Hochlagerung der betroffenen Extremität
Was ist eine TBVT
Phlembothrombose oder auch Tiefe Beinvenethrombose
Ist ein akuter oder teilweiser oder vollständiger Verschluss einer tiefen Vene (90% Beinvenen), durch einen Thrombus
-> Lebensgefahr
Thrombus kann als Embolus wandern (in Herz, Gehirn oder Lunge)
Was sind die Ursachen für eine TBVT
Virchowsches Trias - Zirkulatorische Störung - Gefäßwandveränderungen - Veränderte Blutzusammensetzung (Hyperkobilität)
Nenne Risikofaktoren von einer TBVT!
Lange Immobilität/Bettlägrigkeit
Nach OP/Trauma
Antibabypille & Rauchen
Krebserkrankungen
Varikosis/CVI
Herzinsuffizienz
Economy-class-Syndrom (akuter Venenverschluss)
Alter
Was sind die Symptome bei TBVT
Kann ohne Symptome auftreten (50%) —> gefährlich
Bei 30% treten folgende Symptome auf:
Dumpfer, ziehender Schmerz in Wade, Fossa poplitea & Fußsohle
Livide Verfärbung
Positive Thrombosedruckpunkte
Stauungsödem
evtl. Fieber & Überwärmung der betroffenen Extremität
Was sind die Komplikationen bei TBVT
Thrombus wandert und wird zum Embolus und führt zu
HI
Schlaganfall
Lungenembolie
Nenne die Behandlungsprinzipien bei TBVT!
Keine Kräftigung gegen Widerstand
Keine Vibrationen und Klopfungen
Keine Thermische Reize
Keine plötzlichen, großen Gelenkbewegungen
Keine Tiefatmung
Keine schnellen Umlagerungen
Keine Isometrischen Übungen
Keine Lymphdrainage, Massage,…
-> Die meisten Pat. bekommen keine Bettruhe, um Folgen langer Immobilisation zu vermeiden
-> sie werden mit einem Kompressionsverband versorgt & mit Antikoagulantien zur Blutverdünnung, sodass sich der Thrombus schnellstmöglich organisiert
Welche Arten der Bettruhen gibt es bei TBVT und welche Maßnahmen sind jeweils erlaubt
Sollte doch Bettruhe verordnet sein, muss folgendes beachtet werden:
Aktive Bettruhe:
Dynamische Übungen der gesunden UE oder der OE (Ohne Widerstand)
Aktive AT (-> Prinzipien Beachten!!)
Leichte Anregung der Muskelwadenpumpe
Passive Bettruhe:
Hochlagerung der betroffenen Extremität (20°)
Kompressionsverband
Passive AT
Nenne die PT-Ziele bei TVBT, wenn keine Bettruhe verordnet ist!
Aufrechterhaltung der Muskelwadenpumpe
Entlastung der betroffenen Extremität
Verhinderung eines postthrombotischen Syndroms
Krafterhalt & Vermeidung von Atrophien
Dekubitusprophylaxe
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