Allgemeine Einführung
Allgemeine Einführung - Gesetze
Hochwasser (§72 WHG):
Hochwasser ist eine zeitlich beschränkte Überschwemmung von normalerweise
nicht mit Wasser bedecktem Land, insbesondere durch oberirdische Gewässer
oder durch in Küstengebiete eindringendes Meerwasser. Davon ausgenommen
sind Überschwemmungen aus Abwasseranlagen.
Hochwasserrisiko (Art. 1 HWRM-RL):
Kombination der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Hochwasserereignisses
und der hochwasserbedingten potenziellen nachteiligen Folgen
Kategorisierung von Hochwasserschäden
Tangibel = anpassbar
Hochwasserrisiko
Hochwasserrisikomanagement (nach LAWA)
Ein nachhaltiges Hochwasserrisikomanagement umfasst den gesamten Vorsorge-,
Gefahrenabwehr- und Nachsorgezyklus und bezieht somit alle Phasen vor,
während und nach einem Hochwasser ein.
Generelle Ziele:
Vermeidung neuer Risiken im Hochwasserrisikogebiet
Reduktion bestehender Risiken im Hochwasserrisikogebiet
Reduktion nachteiliger Folgen während des Hochwassers
Reduktion nachteiliger Folgen nach einem Hochwasser
Kreislauf des Hochwasserrisikomanagements (verändert nach LAWA 2019)
Bauvorsorge umfasst:
• Maßnahmen des hochwasserangepassten Planens und Bauens
• hochwasserangepasste Lagerung wassergefährdender Stoffe
• hochwasserangepasste Ausführung von Architekten-, Ingenieur- und
Handwerksleistungen
Hauptziel:
• Verringerung der Schadenspotenziale durch hochwasserangepasste Bauweisen
und Nutzungen
• für Betroffene (Schutz der Betroffenen vor dem Wasser)
• für Unterlieger/Umwelt (Schutz des Wassers vor Kontamination)
Schwerpunkt:
• Vermeidung, Schutz, Vorsorge
DWA-M 552 und DWA-M 553
§ 72 WHG:
„Hochwasser ist eine zeitlich beschränkte Überschwemmung von normalerweise
sind Überschwemmungen aus Abwasseranlagen.“
DWA-Regelwerk M552: Stochastische und deterministische Wege zur Ermittlung
von Hochwasserwahrscheinlichkeiten
DWA-Regelwerk M553: Hochwasserangepasstes Planen und Bauen (November
Überflutungstypen (nach Ursprung) – M 553
• Hochwasser bzw. Überflutungen haben verschiedene Ursachen und
Erscheinungsformen
• Es ist nicht immer möglich die Ursachen klar voneinander abzugrenzen, da die
steuernden Prozesse ineinander übergehen
• Interaktionen zwischen verschiedenen Hochwassertypen möglich
Ursachen von Hochwasser
Auslösende Ereignisse für ein Hochwasser:
• Extreme Niederschläge (Intensität, Dauer)
• Starke Schneeschmelze
Wichtige Faktoren für die Ereignisschwere:
• Topographie
• Vorfeuchte der Böden
• Vegetation
• Landwirtschaftliche Nutzung
• Mobilisierbare Geschiebemenge
• Schneeverteilung
• Technische Eingriffe an den Gewässern
Fluviale
• Fluviale Hochwasser, die von natürlichen sowie anthropogen veränderten oder
künstlichen oberirdischen Gewässern ausgehen und die umgebenden
Landflächen überfluten. Die Gewässer beinhalten Flüsse, Bäche, Wildwasser,
Seen und Kanäle. Ebenso sind nicht ständig wasserführende Gewässer
einzubeziehen. Neben erhöhter Wasserführung sind hierbei auch Effekte durch
Eisstau zu berücksichtigen.
Pluviale Überflutung
• Pluviale Überflutungen (teilweise auch unter den Begriffen
Starkregenhochwasser, Sturzfluten, Hangwasser oder wild abfließendes Wasser
geführt) bezeichnen den vor Ort nicht versickernden und/oder oberirdisch
abfließenden Niederschlag. Dies umfasst Überflutungen durch
Oberflächenabfluss im bebauten (=Niederschlagswasser als Teil des Abwassers)
wie auch im unbebauten Bereich (wild abfließendes Wasser nach § 37 WHG).
Dazu zählen auch die Überflutungen der Landoberfläche durch
Schneeschmelze. Neben der direkten Betroffenheit entlang des Fließwegs
unterliegen vor allem Muldenlage und Rückstaubereiche einer erhöhten
Überflutungsgefährdung.
Überflutungstypen (nach Ursprung) – M 553 - Qulamhochwasser
Qualmhochwasser beinhalten Überflutungen außerhalb der
Überschwemmungsgebiete durch ansteigendes Grundwasser hinter den
Schutzanlagen infolge hoher Fließgewässerstände (= Hochwasser). Sie
bezeichnen den von Durchsickerung überfluteten Bereich. Ihr Vorkommen hängt
stark von der Durchlässigkeit des Untergrunds ab. Qualmwasserflächen sind
insbesondere bei der Deichverteidigung zu berücksichtigen. Im Zusammenhang
mit schnell ablaufendem Hochwasser ist insbesondere bei Linienbauwerken (z.
B. Ufermauern) zu beachten, dass der Grundwasserstand noch eine Zeit lang
durch das Hochwasser erhöht ist und es infolgedessen zu Problemen durch die
auftretenden Druckdifferenzen oder Wasseraustritte kommen kann.
Überflutungstypen
Hochwasser von Meeren, Ästuaren und Küstengewässern
• Überflutungen durch Hochwasser von Meeren, Ästuaren (Flutausgesetzter Flussmündung) und
Küstengewässern umfassen Überschwemmungen durch Gezeiten, Sturmfluten
oder Flutwellen inklusive Tsunamis.
• Infrastrukturbedingte Überflutungen sind entweder durch Infrastruktur-
einrichtungen wie Schifffahrtskanäle verursacht oder durch das Versagen von
Hochwasserschutzeinrichtungen, insbesondere Rückhaltebecken oder Deichen.
Hochwassertypisierung – M 552
Niederschlagsbedingte Hochwasser haben sehr unterschiedliche
meteorologische Ursachen:
• kurzzeitige konvektive Starkregen
• großräumige Dauerregen
• abtauender Schnee
• Durch konvektive Starkregen ausgelöste Hochwasser sind für gewöhnlich von
kürzerer Dauer und geringerem Volumen als Hochwasserereignisse, die durch
Dauerregen ausgelöst werden.
Hochwassertypisierung um Abhängigkeit der Ereignismerkmale von den
Entstehungsursachen zu berücksichtigen
Hochwassertypisierung – M 552 - Klassifizierung
• Meteorologische Klassifizierung
räumliche und zeitliche Niederschlagsverteilung
Temperatur
Wetterlage
Schneemenge
• Hydrologische Klassifizierung
Zustand des Einzugsgebiets (Vorfeuchte, geodätische Höhe etc.)
• Ganglinienbasierte Klassifizierung
Form der Hochwasserwelle
Hochwassertypen
Hochwassertypisierung
Hochwasserstatistik
• Hochwasser sind natürliche Zustände in einem Gewässer, bei denen der
Wasserstand aufgrund erhöhter Abflüsse einen bestimmten Schwellenwert
überschreitet.
• Überflutungen aufgrund von Hochwassern sind weder ein neues Phänomen,
noch grundsätzlich negativ zu beurteilen; sie haben das Aussehen unserer
Flusslandschaften zu allen Zeiten geprägt und sind notwendige
Voraussetzungen für eine intakte Entwicklung von Flora und Fauna. Als
Bestandteil des natürlichen Wasserkreislaufs sind Hochwasser nicht zu
vermeiden.
• Je nach Ausprägung unterscheidet man zwischen Hochwassern, die jährlich
auftreten und großen Hochwassern mit kleinen Eintrittswahrscheinlichkeiten.
Jährlichkeit/ Wahrscheinlichkeit
Kenngrößen von Hochwasserereignissen
• Hochwasserstatistik wird in der Regel für den Hochwasserscheitelabfluss (die
Hochwasserspitze) durchgeführt (univariate Hochwasserstatistik)
• Neben dem Hochwasserscheitelabfluss sind weitere Kenngrößen wichtig:
Hochwasserstand
Abflussvolumen
Hochwasserdauer
Ganglinie des Hochwasserereignisses
Vorgehen:
1) Datenprüfung (Homogenität, Konsistenz, Unabhängigkeit)
2) Auswahl der Stichprobe (z.B. Jahreshöchstwerte oder partielle Serie)
3) Auswahl der Verteilungsfunktion(en)
4) Schätzen der Parameter
5) Testen der Anpassung, Konfidenzintervalle
6) Anwendung der Bemessung
Ursachen und Entstehung von Hochwasser
Eingriffe des Menschen
In der Vergangenheit haben anthropogene Maßnahmen teilweise zur Erhöhung
der Hochwassergefahr geführt:
• Flussbegradigungen
• Eindeichung
• Versiegelung von Siedlungsgebieten
• Nutzung von Überschwemmungsgebieten
Flussbegradigung und Eindeichung
Retentionsflächen sind ausgewiesene Gebiete (oft Auen oder Wiesen in Gewässernähe), die bei Hochwasser als natürliche oder künstliche Speicher dienen, um Wassermengen aufzunehmen und zeitverzögert abzugeben. Sie schwächen Hochwasserwellen ab, mindern Überflutungsgefahren und dienen der naturnahen Regenwasserbewirtschaftung, besonders in urbanen, versiegelten Räumen. [1, 2, 3, 4]
• Beschleunigung der Hochwasserwelle:
• Die Kanalisierung von Flüssen führt zu einer Beschleunigung der Hochwasserwelle
(kürzere Distanz bis zur nächsten Siedlung) Hochwasser erreicht gefährdete
Gebiete schneller
Geringere Reaktionszeit für Schutzmaßnahmen.
• Verlust von Retentionsflächen:
• Begradigungen und Flussausbau reduzieren Überschwemmungsgebiete.
Weniger Platz für Wasserrückhalt
• Erhöhte Fließgeschwindigkeit:
• Durch Einengung des Flusslaufes steigt die Fließtiefe Höhere
Strömungsgeschwindigkeit Höhere Pegelstände:
Steilere Welle führt zu größerem Scheitelabfluss höhere Pegelstände
• Durch Eindeichung von Flussläufen wird der Hochwasserschutz der hinter den
Deichen lebenden Menschen verbessert
• Als Folge geht jedoch früherer Retentionsraum verloren, was für die Regionen
unterhalb zu einer Verschärfung der Hochwassersituation führen kann
Versiegelung
Niederschlag & Abfluss
Wald als Wasserspeicher
• Niederschlag & Abfluss:
• Auf undurchlässigem Boden: schnelles Abfließen Hochwassergefahr
• In natürlichen Gebieten: Speicherung in Mulden und Senken verzögerter Abfluss
• Wald als Wasserspeicher:
• Interzeption: Blätter fangen Wasser auf, ein Teil verdunstet
• Waldboden: Tropfen versickern langsam, Speicherung im Laub-/Nadelteppich
• Wasser versickert langsam
Grundwasserneubildung
Speist Bäche und Flüsse in trocknen Zeiten mit Basisabfluss
• Effektiver Niederschlag:
Abflussbeiwert
• Effektiver Niederschlag: Regenanteil, der direkt über die Bodenoberfläche den
Gräben und Bächen und später den Flüssen zugeführt wird Direktabfluss
• Abflussbeiwert: Anteil des Niederschlags, der zum Direktabfluss führt
• Einfluss der Versiegelung:
• Im Mittel 3% des Einzugsgebiets versiegelt
• Kleine Einzugsgebiete (< 100 km²): tatsächlicher Anteil an versiegelter
Fläche in bebauten Gebieten meist deutlich höher Versiegelung verstärkt
Hochwasser (großer Abflussbeiwert)
• Große Einzugsgebiete (> 100 km²): Versiegelung weniger relevant bei der
Entstehung von Hochwassern
Nutzung von Überschwemmungsgebieten
• Schäden an Hab und Gut entstehen erst, wenn ein Hochwasser bebaute oder
landwirtschaftlich sensible Flächen erreicht
• Verschlechterung der Situation in den letzten Jahrzehnten, z.B.:
• Bebauung, gewerbliche und landwirtschaftliche Nutzung von ehemaligen
Überschwemmungsflächen ohne Bewusstsein für die Risiken
• Im Bereich des Wohnungsbaus wurden Kellerräume zu Wohnzwecken
eingerichtet und mit teuren Gütern versehen
Enorme Schäden, durch Hochwasser durch geänderte Nutzung ehemaliger
Überschwemmungsflächen
• Um diese Entwicklung zu unterbinden, wurden Gesetze zur Verbesserung des
vorbeugenden Hochwasserschutzes (§ 31b Wasserhaushaltsgesetz, WHG, Mai
2005) geschaffen:
Ausweisung von Überflutungsflächen für ein HQ100
Erhaltung dieser Flächen als natürliche Rückhalteflächen
Schutz und – wenn möglich – Wiederherstellung dieser Flächen
Klimawandel
• Es ist eine deutliche Erhöhung der bodennahen Temperaturen im letzten Jahrhundert festgestellt worden
• Es besteht eine deutliche Tendenz eines weiteren Temperaturanstiegs
Verbunden damit wird eine steigende
Intensität und Häufigkeit von mit
Extremereignissen wie Dürren einerseits
und Hochwassern andererseits
prognostiziert
Klimawandel – Klimamodelle
• Abschätzung der künftigen Entwicklung des
globalen und regionalen Klimas durch
Klimamodelle
Durch zunehmende Instabilität der
Atmosphäre wird eine Häufung extremer
Witterungseinflüsse vorhergesagt
• Grobe räumliche Auflösung der globalen
Klimamodelle sehr begrenzt bezüglich
ihrer Aussagefähigkeit für kleinregionale
Gebiete
Klimawandel – Klimamodelle Teil 1
• In den Jahrzehnten wird die durchschnittliche Temperatur im Winter und im
Sommer deutlich ansteigen
• Es im Winter deutlich mehr Niederschlag geben, der aber aufgrund der
wärmeren Durchschnittstemperaturen hauptsächlich als Regen fällt
• Die Zahl heißer Sommertage mit Temperaturen über 30° Celsius wird sich
deutlich erhöhen
• Häufigere Hochwasser werden eine Folge der Klimaänderung sein
• Die frostsichere Zeit wird sich verlängern, was für die Landwirtschaft künftig
weniger Frostschäden zur Folge hat
Viele Bundesländer tragen dieser Klima-Prognose bereits heute Rechnung:
„Klimaänderungsaufschlag“ von bis zu 15 Prozent versehen, z.B. bei der
Festlegung eines hundertjährlichen Bemessungshochwassers
Klimawandel in Niedersachsen
Klimafolgenforschung Niedersachsen (KliBiW)
• Änderungssignale der verschiedenen Hochwasserkenngrößen unterscheiden
sich für die einzelnen Klimamodelle und Referenzpegel teilweise deutlich
• Bei den meisten Kenngrößen unterscheiden sich die Referenzpegel im Harz
(kleine Einzugsgebiete, hohe Geländeneigung) von den übrigen Referenzpegeln
in Niedersachsen
• Scheitelabflüsse (MHQ, HQ5, und insbesondere HQ20, HQ100) nehmen
deutlich zu
• Hochwasserregime in Niedersachsen verändern sich in der Zukunft
• Häufigeres Auftreten von größeren Hochwasserereignissen
• Zunahme der Hochwasserdauer und der Scheitelabflüsse
Zukünftig verschärften Hochwassersituationen sollten in Planungsprozessen
vorausschauend und vorsorgend berücksichtigen werden
Überschwemmungen
• Eine Überschwemmung oder Überflutung ist
eine vorübergehende Bedeckung einer Landfläche
mit Wasser
• In der Regel wird während Hochwasser das
Gerinne zu klein und Wasser tritt über die Ufer
• Auch Verklausungen an Brücken und
Engstellen, die Wasser temporär zurückstauen,
können Überschwemmungen nach sich ziehen
• Vom Wasser mitgeführte Feststoffe werden
unter Umständen auf der überfluteten Fläche
abgelagert
Verklausung:
• Mitgerissene Bäume und Äste bleiben an Engstellen hängen (z.B.
Brückenpfeiler)
• Hindernisbildung aus Treibgut Behinderung des ungehinderten Abflusses
• Rückstau, wenn verbleibender Abflussquerschnitt nicht ausreicht, um
Hochwasser abzuführen
Überströmung von seitlichen Dämmen oder Deichen möglich Überschwemmungen
• Wildbäche: Manchmal vollständiger Verschluss des Abflussquerschnitts
• Lösungen: Treibholzfänge und Treibholznetze
2 Arten von Überschwemmungen
Feststofftransport
• Hochwasser ist gekennzeichnet durch große Wassermassen und hohe
Fließgeschwindigkeiten, die Menschen und Materialien mitreißen und
Bauwerke zerstören können. Ufer- und Tiefenerosion untergraben
Fundamente und das mitgeschleppte Material kann Kulturland und Bauten
beschädigen. Das Erscheinungsbild von Hochwasser variiert je nach Gelände
und Flusscharakter.
• Situationen, in denen Feststofftransport auftritt werden unterschieden in:
Übersarung
Sohlenauflandung
Murgang
Ufererosion
Sohlenerosion
Hochwasserschäden an Gebäuden
• Eindringen von Wasser in Gebäude
• Erosion an Gebäuden und Fundamenten
• Ablagerungen von Sedimenten vor oder im Gebäude
• mechanische Zerstörung infolge Treibgutanprall
• Verunreinigungen (z.B. durch Heizöl)
Hochwasserschutz - Hochwassermeldedienst
• Hochwasserschutz kann umso wirkungsvoller
betrieben werden, je genauer die Kenntnis eines
bevorstehenden Hochwassers und seiner
möglichen Auswirkungen ist
• Die Vorwarnzeit erlaubt, rechtzeitig vor Eintreffen
der Hochwasserwelle Hab und Gut in Sicherheit
zu bringen und geeignete Maßnahmen zum
Schutz gefährdeter Güter zu ergreifen
• Der Hochwassermeldedienst tritt in Aktion,
sobald bestimmte, in den Meldeordnungen
festgelegte Wasserstandsgrenzen erreicht (z.B.
Hochwasservorhersagezentrale für
Niedersachsen)
Hochwasserschutz - Meldestufen
• Als Hochwasser wird der Zustand in einem Gewässer bezeichnet, bei dem der
Wasserstand oder der Abfluss einen bestimmten (Schwellen-)Wert erreicht oder
überschritten hat.
• Ob ein Hochwasser Schäden verursacht, hängt von den regionalen
Randbedingungen ab, überwiegend von der Nutzung der Talauen durch
Landwirtschaft, Besiedelung und verkehrliche Infrastruktur.
• Die Behörden vor Ort definieren Meldestufen nach den Auswirkungen, die ein
Hochwasser mit sich bringt. Im Falle eines drohenden Hochwassers bzw. bei
Erreichen von festgelegten Meldestufen informiert die
Wasserwirtschaftsverwaltung die gefährdeten Gemeinden und Landkreise
Meldestufen Niedersachsen und Bayern
Hochwasserschutz Gefahren- und Risikokarten
Gefahren- und Risikokarten
Hochwassergefahrenkarten berücksichtigen nach § 74 WHG drei Hochwasserszenarien:
• Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit(voraussichtliches
Wiederkehrintervall mindestens 200 Jahre) oder bei Extremereignissen
• Hochwasser mit mittlerer Wahrscheinlichkeit (voraussichtliches
Wiederkehrintervall mindestens 100 Jahre)
• soweit erforderlich, Hochwasser mit hoher Wahrscheinlichkeit
Gefahrenkarten müssen jeweils für die Risikogebiete folgende Angaben enthalten:
• Ausmaß der Überflutung
• Wassertiefe oder, soweit erforderlich, zum Wasserstand
• soweit erforderlich, zur Fließgeschwindigkeit oder zum für die Risikobewertung
bedeutsamen Wasserabfluss
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