Nennen Sie fünf Materialien zur Atemwegssicherung.
Guedel-Tubus
Wendl-Tubus
Larynxmaske
Endotrachealtubus
Videolaryngoskop
Weitere:
Bougie
Absaugkatheter
Beatmungsbeutel
Welche Formen des Atemwegsmanagements gibt es?
Basismaßnahmen
Esmarch-Handgriff
Supraglottische Verfahren
Larynxtubus
Infraglottische Verfahren
Tracheotomie
Koniotomie
Warum sollte man bei Remifentanil keinen Bolus verabreichen?
Remifentanil wirkt extrem schnell.
Ein Bolus kann verursachen:
Thoraxrigidität
schwere Atemdepression
Bradykardie
Hypotonie
Deshalb meist kontinuierliche Perfusorgabe.
Definieren Sie den Begriff Kapnometrie.
Kapnometrie ist die Messung des CO₂-Gehalts der Ausatemluft.
Gemessen wird der:
endexspiratorische CO₂-Wert (EtCO₂)
Nutzen:
Kontrolle der Beatmung
Tubuslagekontrolle
frühe Erkennung von Atemproblemen
Erläutern Sie die Notwendigkeit der intraoperativen Überwachung der Körpertemperatur.
Anästhetika stören die Thermoregulation.
Folgen einer Hypothermie:
Gerinnungsstörungen
Wundheilungsstörungen
Shivering
erhöhter Sauerstoffverbrauch
verlängerte Medikamentenwirkung
Deshalb kontinuierliche Temperaturüberwachung und aktives Wärmemanagement.
Erläutern Sie die ASA-Klassifikationen.
ASA I
Gesunder Patient.
ASA II
Leichte Allgemeinerkrankung.
ASA III
Schwere Allgemeinerkrankung.
ASA IV
Schwere Erkrankung mit ständiger Lebensbedrohung.
ASA V
Moribunder Patient.
ASA VI
Hirntoter Organspender.
Wichtig: ASA beschreibt den Allgemeinzustand, nicht die Operation.
Nennen Sie die Ziele der präoperativen Visite.
Informationsgewinnung
Risikoeinschätzung
Planung des Anästhesieverfahrens
Aufklärung des Patienten
Vertrauensaufbau
Reduktion von Ängsten
Erläutern Sie das Hauptziel der Prämedikation.
Hauptziel:
Angst- und Stressreduktion
Zusätzlich:
bessere Kooperation
Senkung vegetativer Reaktionen
angenehme Einleitung
Reduktion von Komplikationen
Beschreiben Sie, wann ein Guedel-Tubus indiziert ist.
Indiziert bei bewusstlosen Patienten ohne Schutzreflexe.
Ziele:
Offenhalten der Atemwege
Verhindern des Zurückfallens der Zunge
Erleichterung der Maskenbeatmung
Kontraindikation: wacher Patient mit vorhandenem Würgereflex.
Nennen Sie fünf Kriterien für die Verlegung vom AWR auf Normalstation.
Erläutern Sie physiologische und psychologische Besonderheiten von Kindern im Aufwachraum.
Physiologisch
geringe Sauerstoffreserven
schnelle Auskühlung
erhöhte Atemwegsreaktivität
Psychologisch
Trennungsangst
Fremdeln
eingeschränktes Krankheitsverständnis
Pflegerische Konsequenzen
Eltern einbeziehen
kindgerechte Kommunikation
Wärmeerhalt
engmaschige Überwachung
Analysieren Sie Ursachen von Unruhe bei Kindern im Aufwachraum.
Mögliche Ursachen:
Schmerzen
Angst
Trennung von Eltern
Hypoxie
Harnverhalt
Emergence Delirium
Hunger/Durst
Maßnahmen
Eltern hinzuziehen
Schmerztherapie
Sauerstoffsättigung kontrollieren
ruhige Umgebung schaffen
Reorientierung
Vergleichen Sie PONV und Emergence Delirium.
PONV
Symptome
Übelkeit
Erbrechen
Blässe
Ursachen
Anästhetika
Opioide
Risikofaktoren nach Apfel
Pflege
Antiemetika
Flüssigkeit
Überwachung
Verwirrtheit
Weinen
Unruhe
Desorientierung
rasches Erwachen
Alter 3–7 Jahre
Sevofluran
Schutz vor Selbstverletzung
Elternkontakt
Nennen Sie zwei Möglichkeiten, dem PONV vorzubeugen.
prophylaktische Antiemetika
Reduktion des Opioidverbrauchs
TIVA mit Propofol
ausreichende Flüssigkeitstherapie
Beschreiben Sie die Sorgen eines 3-jährigen Kindes und seiner Eltern.
Kind
Angst vor Schmerzen
Angst vor fremden Personen
Eltern
Angst vor Komplikationen
Kontrollverlust
Sorge um das Kind
Warum muss die Kommunikation mit einem 3-jährigen Kind angepasst werden?
Kinder verstehen abstrakte Erklärungen nicht.
Geeignet:
kurze Sätze
einfache Worte
spielerische Erklärungen
positive Formulierungen
Beispiel:
Nicht: „Das tut jetzt nicht weh.“
Besser: „Du bekommst jetzt Schlafluft.“
Definieren Sie Closed-Loop-Communication.
Kommunikationsmethode zur Fehlervermeidung.
Ablauf:
Anweisung geben
Empfänger wiederholt Anweisung
Durchführung bestätigen
Arzt: „Bitte 5 mg Ephedrin.“
Pflege: „5 mg Ephedrin?“
Arzt: „Ja.“
Pflege: „5 mg Ephedrin verabreicht.“
Nennen Sie drei positive Auswirkungen einer präoperativen Pflegevisite.
Angstabbau
bessere Information
höheres Sicherheitsgefühl
bessere Pflegeplanung
Nennen Sie drei Risikogruppen für intraoperativen Wärmeverlust.
Neugeborene/Säuglinge
ältere Patienten (>60 Jahre)
Patienten bei großen Operationen
Kachexie
Diabetes
Kombination aus Allgemein- und Regionalanästhesie
Nennen Sie drei negative Folgen einer intraoperativen Hypothermie.
Herzrhythmusstörungen
verzögerter Medikamentenabbau
längere AWR-Zeit
Beschreiben Sie das empfohlene Vorgehen bei unerwünschter intraoperativer Wachheit (Awareness).
Sofortmaßnahmen
Narkosetiefe erhöhen
Analgesie überprüfen
Vitalparameter kontrollieren
BIS-Monitoring nutzen (falls vorhanden)
Postoperativ
Gespräch mit dem Patienten
Ereignis ernst nehmen
Dokumentation
psychologische Unterstützung anbieten
Wichtig: Awareness kann zu Angststörungen und PTBS führen.
Zuletzt geändertvor 19 Tagen