Buffl

Nervensystem und Bewegung

RN
von Robin N.





Welche Phänomene und Strukturen tragen zur Entstehung des Ruhepotentials bei?


Das Ruhepotential entsteht durch die ungleiche Verteilung von Ionen, die hohe Durchlässigkeit der Membran für K⁺ über Kalium-Leckkanäle, den dadurch entstehenden Ladungsunterschied und die Aufrechterhaltung der Ionengradienten durch die Natrium-Kalium-Pumpe. Das Ergebnis ist ein Membranpotential von etwa −70 mV.


a) Ungleiche Ionenverteilung

Zwischen IZF und EZF bestehen Konzentrationsunterschiede für verschiedene Ionen:

  • viel K⁺ innen

  • viel Na⁺ außen

Diese Konzentrationsgradienten sind die Voraussetzung für das Ruhepotential.

b) Selektive Permeabilität der Zellmembran

Die Membran ist im Ruhezustand vor allem für Kaliumionen durchlässig, da viele Kalium-Leckkanäle geöffnet sind.

Dadurch diffundiert K⁺ entlang seines Konzentrationsgefälles nach außen.

c) Entstehung eines elektrischen Gradienten

Wenn K⁺ die Zelle verlässt, bleiben negativ geladene Proteine (A⁻) zurück.

Dadurch wird das Zellinnere zunehmend negativer. Das entstehende elektrische Feld zieht K⁺ wieder zurück.

d) Gleichgewicht von Diffusions- und elektrischer Kraft

Schließlich gleichen sich:

  • die nach außen gerichtete Diffusionskraft und

  • die nach innen gerichtete elektrische Kraft

weitgehend aus. Dadurch stellt sich ein stabiles Membranpotential ein.

e) Natrium-Kalium-Pumpe (Na⁺/K⁺-ATPase)

Die Pumpe erhält die Konzentrationsunterschiede aufrecht:

  • 3 Na⁺ werden nach außen transportiert

  • 2 K⁺ werden nach innen transportiert

  • Verbrauch von ATP


Beschreibe die verschiedenen phasen des Aktionspoteintials

1. Ruhemembranpotential

Das Ruhemembranpotential ist der Ausgangszustand einer lebenden Zelle. Es liegt je nach Zelltyp zwischen –50 und –100 mV, wobei das Zellinnere negativ geladen ist. Diese Ladungsdifferenz entsteht durch eine ungleiche Ionenverteilung zwischen der intrazellulären (IZF) und extrazellulären Flüssigkeit (EZF). Die Membran ist im Ruhezustand für K+-Ionen gut durchlässig (ca. 90 % der Gesamtleitfähigkeit), während sie für Na+-Ionen kaum durchlässig ist.

2. Vordepolarisation und Summation

Ein Aktionspotential beginnt mit einer relativ langsamen Vordepolarisation, bei der das Membranpotential auf weniger negative Werte steigt.

  • Ursache: Neurotransmitter öffnen postsynaptische Kationenkanäle, was zu einer Depolarisation führt (exzitatorisches postsynaptisches Potential, EPSP).

  • Summation: Durch räumliche und zeitliche Summation ankommender Reize entsteht ein Generatorpotential. Nur wenn dieses Potential den spezifischen Schwellenwert erreicht, wird ein Aktionspotential ausgelöst; andernfalls kommt es nur zu einer „lokalen Antwort“.

3. Depolarisationsphase (Aufstieg)

Wird der Schwellenwert überschritten, setzt die „Alles-oder-Nichts-Antwort“ ein.

  • Mechanismus: Schnelle, potenzialgesteuerte Na+-Kanäle öffnen sich, wodurch Na+ massiv in die Zelle einströmt.

  • Folge: Die Depolarisation beschleunigt sich lawinenartig, und das Ruhepotential bricht zusammen.

4. Overshoot (Umpolung)

In dieser Phase erreicht das Membranpotential kurzzeitig positive Werte, die zwischen +20 und +30 mV liegen. Es findet also eine Potenzialumkehr statt.

5. Repolarisationsphase

Nach Erreichen des Spitzenwertes beginnt der Wiederaufbau des Ruhemembranpotentials.

  • Mechanismus: Die Na+-Kanäle schließen sich bzw. werden inaktiviert. Zeitgleich öffnen sich potenzialgesteuerte K+-Kanäle.

  • Folge: Die K+-Leitfähigkeit steigt an, und durch den Ausstrom von positiven Ladungen sinkt das Membranpotential wieder ab.

6. Hyperpolarisation (Nachhyperpolarisation)

Da die K+-Kanäle langsamer schließen, kommt es zu einer Hyperpolarisation, bei der das Membranpotential kurzzeitig noch negativer wird als das ursprüngliche Ruhepotential.

7. Wiederherstellung des Ruhezustands

Nach dem Aktionspotential stellt die Na+-K+-ATPase (Natrium-Kalium-Pumpe) unter Energieverbrauch (ATP) die ursprünglichen Ionenkonzentrationen wieder her

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Robin N.

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