Buffl

Mais/ Vorlesung 20

GJ
von Gerke J.

Angenommen, auf Ihrem Betrieb wird eine Maissorte mit der Reifezahl S 190 angebaut. Was sagt diese Angabe über die Sorte aus? Welche Faktoren beeinflussen die Wahl der Reifezahl? Nennen Sie mindestens drei und erläutern Sie diese.

-          Das „S“ steht für Silomais.

-          Die Zahl 190 gibt die frühe Reifegruppe an.

-          Eine Sorte mit S 190 benötigt im Vergleich zu Sorten mit höheren Reifezahlen weniger Wärme und Vegetationszeit bis zur Silierreife.

-          Faktoren, die die Wahl der Reifezahl beeinflussen

1        Klimatische Bedingungen des Standorts

-          In kühleren Regionen oder Höhenlagen werden frühreife Sorten (niedrige Reifezahl) bevorzugt.

-          In wärmeren Regionen können spätere Sorten angebaut werden, die oft höhere Erträge erzielen.

2        Länge der Vegetationsperiode

-          In Gebieten mit kurzer Vegetationszeit muss die Sorte rechtzeitig abreifen können.

-          Eine zu späte Sorte erreicht möglicherweise nicht die gewünschte Ernte- bzw. Silierreife.

3        Nutzungsrichtung

-          Für Silomais können etwas spätere Sorten gewählt werden als für Körnermais.

-          Bei Körnermais muss das Korn ausreichend abreifen und eine niedrige Kornfeuchte erreichen.

4        Bodenverhältnisse und Wasserverfügbarkeit

-          Leichte, trockene Standorte begünstigen eher frühreife Sorten.

-          Auf guten, wasserversorgten Böden können spätere, ertragsstärkere Sorten genutzt werden.

5        Geplanter Erntezeitpunkt bzw. Fruchtfolge

-          Soll nach dem Mais noch eine Zwischenfrucht etabliert werden, sind frühreife Sorten oft vorteilhaft.

-          Sie ermöglichen eine frühere Ernte und mehr Zeit für Folgekulturen.

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Gerke J.

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