Bedeutung (früher) sozialer Beziehungen
Eltern - Kind - Interaktion
Bindung Definition
besondere Form der Beziehung
geprägt durch emotionale Qualität,
durch das Bedürfnis nach
räumlicher Nähe und
zeitlicher Überdauerung.
Bindungstheoretische Annahmen nach Bowlby
angeborene Disposition
eigenständiges Motivationssystem
bei Verunsicherung/Angst
mit starker innerer Erregung verbunden
Bindung und Emotionsregulation
Phasen der Bindungsentwicklung nach Bowlby
Frühe Wege zum sozialen Austausch
Erstes soziales Wiederlächeln
mit offenem Mund und leuchtenden Augen
etwa 5-8 Wochen nach erwarteten Geburtstermin
Höhepunkt bei 3-4 Monaten
auslösende Stimuli:
1. menschliche Stimme
2. menschliches Gesicht
Social referencing /Soziale Rückversicherung
Rasches Hinblicken zur Bezugsperson bei Auftauchen von etwas Neuem.
Erklärung/Funktion
Übernahme der Einstellung der Bezugsperson durch Gefühlsansteckung
bei Verunsicherung
Joint attention - geteilte/gemeinsame Aufmerksamkeit
Blick oder Zeigegeste folgen
selbst zeigen und dann zur Bezugsperson blicken
Entwicklung gemeinsamer Intentionalität mit Hilfe geteilter Aufmerksamkeit - Michael Tomasello
Triadische Interaktion
gemeinsames Spiel/Handeln
kooperatives Problemlösen
➩ ab dem 2. Lebensjahr
Wege zum besseren rationalen Verständnis anderer
Kognitive Perspektivenübernahme
sich in die Sichtweise einer anderen Person „eindenken“
Fähigkeit, die Perspektive des Anderen in
ihrer individuellen Eigenqualität zu erfassen,
also neben der Annahme, wie man selbst die
Situation des Anderen erfahren würde, auch
die Möglichkeit einzubeziehen, dass er selbst
diese Situation anders erlebt, und sich vorzustellen, worin dieser Unterschied besteht.
Entwicklung der Fähigkeit
zur sozialen Perspektivenübernahme nach Selman
Pädagogische Prinzipien für die Förderung
zum Erreichen der Stufe 4
Theory of Mind
Fähigkeit, anderen und sich selbst mentale Zustände, wie Wünsche, Absichten und Überzeugungen, zuzuschreiben
Mentalistische Alltagstheorie zur:
Erklärung menschlichen Verhaltens,
Verhaltensvorhersage
Abstimmung des eigenen Verhaltens mit der sozialen Umgebung
Vorhersage-Modell
Wege zum besseren emotionalen Verständnis anderer
Gefühlsansteckung
Emotionales Mitempfinden ohne Einsicht, dass das Gefühl sich von einem anderen überträgt.
Funktion: Synchronisation von Motivlagen
Alter: bereits bei Neugeborenen
Erklärung: Effekt von Spiegelneuronen (?)
Entwicklung der Empathie
Von Emotionaler Ansteckung zum Mitgefühl
Wege zur Entwicklungsförderung sozialer Kompetenzen
Umfassende Definition von sozialer Kompetenz
Ebenen zum Aufbau sozial-emotionaler Kompetenzen
Familie
Peers
Schule
Offene Jugendarbeit
Bereiche sozialer Fertigkeiten - nach Caldarella und Merrell 1997
Fertigkeiten zur Bildung positiver Sozialbeziehungen zu Gleichaltrigen,
v.a. prosoziale Verhaltensweisen, Übernahme sozialer Verantwortlichkeit, Fähigkeit zur Empathie und Perspektivenübernahme, Gespräche initiieren, Freundschaften schließen, soziale Sensibilität
Selbstmanagementfertigkeiten
(z.B. Kontrolle negativer Emotionen, Frustrationstoleranz, Befolgen von sozialen Regeln und Akzeptanz von Grenzen)
Fertigkeiten im Kontext schulischen Lernens
(z.B. gut zuhören, Anweisungen folgen und um Hilfe bitten können)
Kooperative Kompetenzen
(z.B. Anerkennen von sozialen Regeln in der Gruppe, angemessene Reaktion auf Kritik, Toleranz und Rücksichtnahme)
Soziale Durchsetzungsfähigkeit im Sinne von Selbstsicherheit
(z.B. angemessenes Äußern eigener Bedürfnisse)
Modell kumulierter Risiken in der Entwicklung
längerfristig antisozialen Verhaltens
Zentrale Handlungsfelder zur Prävention kumulierter Risiken
Frühe sozial-emotionale Entwicklung im Überblick
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