Sterilisation in der Praxis
In der Praxis wird vollständige Sterilität nicht immer erreicht, sondern eine Reduktion vermehrungsfähiger Mikroorganismen auf ein akzeptables Maß, oft durch Dezimalreduktion.
höchstens ein überlebender Keim in 10^6 sterilisierten Einheiten
Chemische und physikalische Sterilisationsverfahren
Chemische Verfahren: (Gase)
Sterilisation mit chemischen Stoffen
Bei thermolabilen Materialien
Physikalische Verfahren: (Wärme und Strahlen)
Dampfsterilisation - feuchte Hitze (121 °C, 2 bar, 20 min)
Heißluftsterilisation - trockene Hitze (160–180 °C)
Strahlensterilisation (UV-, Gamma- oder Röntgenstrahlen)
Sterilfiltration für Flüssigkeiten.
Dampfsterilisation
Hierbei wird feuchte Hitze (i.d.R. 121 °C, 2 bar, 20 Minuten):
Denaturierung von Proteinen
Temperatur und Dauer hängen mit Resistenz der MO zusammen
Heißluftsterilisation
Verfahren nutzt trockene Hitze (160–180 °C) über einen längeren Zeitraum (30–120 Minuten):
Oxidation intrazellulärer Zellbestandteile
Weniger effizient (geringere Wärmeleitfähigkeit)
Reduktionsstufen bei der Desinfektion: gibt es eine allgemein gültige Regel?
keine allgemein gültige Regelung
erforderliche Reduktionsstufe hängt von Art der Desinfektion, Zielvorgaben und Kontaminationsgrad ab.
Üblicherweise wird eine Reduktion der Keimzahl um mindestens 5 Zehnerpotenzen angestrebt
Chemische Desinfektionsverfahren. Welche zwei grundsätzlichen Verfahrenstypen stehen zur Verfügung? Wo und wann werden chemische Desinfektionsverfahren eingesetzt?
Grundsätzlich werden für die chemische Desinfektion entweder Flüssigkeiten (z.B. Aldehyde, Alkohole) oder Gase (z.B. Ozon, Formaldehyd) eingesetzt.
Verfahren werden für hitzeempfindliche Objekte genutzt (medizinische Instrumente, Textilien, Kulturmedien)
Physikalische Desinfektionsverfahren
Strahlen (UV-Strahlen)
Wärme (Dampf, Verbrennen, Kochen, Pasteurisieren)
Antiseptik
Nassantiseptik:
Abtötungs von Mikroorganismen durch Chemikalien in flüssiger Form
Beispiele: Wasserstoffperoxid, Peressigsäure
Trockenantiseptik:
Abtötung von Mikroorganismen durch Gase
Beispiele: Formaldehyd, Ozon
Zuletzt geändertvor 13 Tagen