Alan Turing (1912-1954)
Alan Turing entwickelte in „Computing Machinery and Intelligence“ (1950) den Turing-Test, um zu prüfen, ob eine Maschine intelligentes Verhalten überzeugend nachahmen kann.
Er argumentierte, dass Intelligenz nicht an biologische Systeme gebunden ist und auch ohne Bewusstsein als „denkfähig“ gelten könnte.
John Searle (geb. 1932)
John Searles Gedankenexperiment des Chinesischen Zimmers zeigt, dass KI Symbole manipulieren, aber kein echtes Bewusstsein entwickeln kann.
Er argumentiert, dass Computer nur Syntax, aber keine Semantik verstehen, weshalb Bewusstsein nicht allein durch Rechenprozesse entsteht.
David Chalmers (geb. 1966)
David Chalmers’ Hard Problem fragt, wie subjektives Erleben (Qualia) aus physikalischen Prozessen entsteht, während das Easy Problem kognitive Funktionen erklärt.
Da Bewusstsein nicht rein physikalisch erfasst werden kann, bleibt das Hard Problem ungelöst.
Der monistisch-materialistische Ansatz dominiert die Neurowissenschaften, doch quantenphysikalische Modelle könnten das Leib-Seele-Problem neu definieren und einen Paradigmenwechsel einleiten, der interdisziplinäre Forschung erfordert.
Thomas Metzinger (geb. 1958) & AutorInnen
Das „Psychische Manifest“ (2004) betont die Integration von Bewusstseinsphänomenen in die Wissenschaft.
Mentale Zustände sind keine Illusionen, sondern zentral für das Gehirnverständnis.
Es plädiert für interdisziplinäre Forschung zwischen Philosophie, Psychologie und Neurowissenschaften.
Kuno Kirschfeld (geb. 1968)
Kirschfeld analysierte den Einfluss des „Psychischen Manifests“ (2004) und betont seine Rolle in der öffentlichen Debatte.
Er hebt hervor, dass es die Möglichkeiten und Grenzen der Hirnforschung verdeutlicht, ohne eine abschließende Erklärung für die Beziehung zwischen Gehirn und Geist zu liefern.
Hans Küng (1928-2021)
Der Theologe Küng sieht im „Psychischen Manifest“ potenzielle dualistische Ansätze.
Er kritisiert unklare Formulierungen, etwa zur subjektiven Innenperspektive, die laut den Autoren jedoch biologisch erklärbar bleibt und nicht unabhängig vom Gehirn existiert.
Emil du Bois-Reymond (1818-1896)
Bereits im 19. Jahrhundert thematisierte du Bois-Reymond die Grenzen der Hirnforschung.
Das „Psychische Manifest“ greift seine Ignorabimus-These auf, wonach selbst vollständige Kenntnis neuronaler Prozesse nicht direkt das Bewusstsein erklärt.
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