Karl Marx (1818-1883)
Marx postulierte, dass das gesellschaftliche Sein das Bewusstsein bestimmt und Denken, Fühlen sowie Handeln des Individuums wesentlich von den materiellen Lebensbedingungen geprägt sind.
Sergei Rubinstein (1889-1960)
Rubinstein erweiterte die Idee, dass das Bewusstsein aus gesellschaftlicher Tätigkeit entsteht, und betonte, dass der Mensch seine Umwelt durch aktives Handeln mitgestaltet, anstatt nur passiv von ihr beeinflusst zu werden.
Lev Vygotskij (1896-1934)
Vygotskij betonte, dass Denken und Sprache durch soziale Interaktionen geformt werden. Die Zone der nächsten Entwicklung (ZPD) beschreibt den Abstand zwischen aktuellem Entwicklungsstand und Potenzial durch Unterstützung.
Dieses Konzept bildet die Grundlage für das dynamische Testen, das Lernpotenzial, Förderbedarf und Defizite erfasst.
Vygotskijs Ansatz widerspricht behavioristischen Modellen.
Georgi Iwanowitsch Celpanov (1862-1936)
Celpanov gründete 1912 das erste psychologische Institut in Russland und förderte die experimentelle Psychologie nach Wundt.
Nach der Oktoberrevolution geriet er in Konflikt mit der marxistischen Psychologie, die psychische Prozesse in gesellschaftliche Zusammenhänge stellte und den Menschen als aktiven Gestal- ter seiner Umwelt sah.
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