Was sind diagnostische ExpertInnenurteile
Aussagen, die auf Basis vorliegender diagnostischer Daten über eine Person, eine Gruppe oder einen Sachverhalt getroffen werden
Was meint man mit Güte diagnostischer ExpertInnenurteile
wie genau sind die Urteile der ExpertInnen
Voraussetzung um die Güte diagnostischer ExpertInnenurteile zu determinieren
Vorliegen eines Kriteriums (wahrer Wert)
Trennung von Datenkombination und Datenerhebung
-> (Die Trennung ist nötig, weil Datenerhebung und Datenkombination unterschiedliche Fehlerquellen haben und man sonst nicht weiß, woher die Güte oder Ungüte eines Expertenurteils kommt)
Erkläre die Statistische Urteilsbildung+ Vor-und Nachteile
Basis der statistischen Urteilsbildung sind empirisch gesicherte Zusammenhänge zwischen Prädiktor und Kriterium
-> Urteilsbildung erfolgt mit Hilfe statistischer Modelle
Vorteile:
Explizite Regel für die Urteilsbildung(man weiss wie Urteil zustande gekommen ist)
Keine Beteiligung menschlicher Beurteilungsprozesse (nicht subjektiv)
Nachteile
Eigenheiten konkrete Fälle können nur schwer berücksichtig werden (geringere Flexibilität)
WICHTIG IST KREUZVALIDIERUNG
-> Aufgestelltes Modell basiert auf Stichprobe
-> Modell sollt es dann bei ähnlicher, unabhängiger SP geprüft werden
=statistischer Urteilsbildung sollte kein (oder möglichst wenig) Overfitting vorliegen, weil das Modell generalisierbar sein soll.
Was ist die klinische Urteilsbildung+ Kritik
Beurteilung durch Experten oder Gremien
Orientieurng an besonderen Fällen
Meist individuumezntrierte Datenerhebung wie z.B. Gespräche oder Interviews
Diagnose ist erfahrungs- und z.T. intuitionsgesteuert
-> Kausaistische Abwägung (aktuellen Fall mit neuem Fall vergleichen um Urteil abzuleiten)
Die Intuitiven Regeln können nicht explizit angegeben werden (sind teils unterbewusst)
-> Nicht nur im klinsichen Bereich sondern auf AOW etc
KRITIK
fehlende Explizität (wie ist man auf Urteil gekommen)
Foku auf Intuition
Erkläre die Studie von Sarbin
Wie genau sind klinische Urteile vs. Statistische
Klinische: professionelle Studienberater, diverste Tests, biographische Angaben, eigenes Interview, Abschlussnote Schule etc für Urteil nutzen
Statistische: Regressionsmodell mit Eignungstest und Schulabschlussnote als Prädiktoren
Urteil sollte über Studienerfolg getätigt werden
Kriterium: Note im 1. Studienabschnitt
Ergebnisse:
Klinische waren weniger genau
Kritik an Studie:
Valides und relevantes Kriterium?
-> determiniere Noten in den ersten Semestern den Erfolg?
-> Müssen Studienberate den Erfolg vorhersgen können?
Gibt es individuelle Genauigkeitsunterschiede zwischen den BEratern?
ZENTRAL: Konfundierung von Datenerhebug un Kombi
Studie von Goldberg
Genauigkeit des klinischen vs. statistischen Urteils bei Vorerhsage klinsicher DIagnosen -> Psychose vs Neurose
Klinsiche Urteile: erfahrene Psychologen
Statistische Urteile: Regressionsmodell mit 5 Dimensione als Prädiktore
Kriterium: klinische Diagnosen
Ergebnisse
Klinische Urteile waren Statistischen Urteilen unterlegen
Erkläre die psychometrische vs die nicht-psychometrische Datenerhebung
Psychometrisch:
Daten werden anhand von Verfahren wie Tests erfasst
-> standardisiert , einheitliche Klassifikation und Verrechnung (z.B. IQ Test)
Nicht psychometrisch:
Keine standardisierte Vorgabe und Regeln hinsichtlich Durchführung, Reaktion, AUswertung z.b. unstrukturiertes Interviews
—> Ermessensentscheidungen der Beurteiler
Erkläre die informelle vs formelle Datenkombination
formell:
Urteil entsteht durch vorgegebene und explizite Regeln
informell:
Urteil entsteht intuitiv, holistisch (Gesamtbild, intuitiv, flexibel)
Was für eine Datenerhebung bzw Kombination:
Risikoeinschätzung für Alkoholauffälligen Verkehrteilnehmers durch unstrukturiertes Interview + intuitive Beurteiung
Datenerhebung: nicht-psychometrisch
Datenkombination: informell
Ergebnisse von Konzetrations- und Vigilanztests etc herangezogen und intuitiv für Diagnose genutzt
Datenerhebung: psychometrisch
ein unstrukturiertes Interview wird durchgeführt und die dabei anfallenden Daten werden nach einem fixiertem Regesystem integriert
Datenerhebung: nicht psychometrisch
Datenkombination: formell
Ergebnisse von Konzentrationstests/vigilanzteste werden herangezogen in eine Gleichung zur Bestimmung des Unfallrisikos
Datenerhebung:psychometrisch
Nenne ein Beispiel für psychmetrische Datenerhebung
IQ Test
Was ist die Kausaistische Abwägung
Klinsiche Urteilbsildung
Diagnose ist erfahrungs und z.T. intutionsgesteuert
-> Konkreter Fall wird mit vorherigen Fällen verglichen zur Ableitung von Urteilen
Studie von Yu und Kuncel
Grundlage: Daten einer internationalen Beratungfirma
->Verglichen die klinsichen Urteile mit 10000 zufälligen linearen Modellen
—> Fast jedes statisische Modell besser als klinsiches Urteil
Zähle mögliche Ursachen dafür auf, wass Klinische Urteile ungenauer sind als Statistische
Fehlende Sensitivität für die validesten Informationen
Inkonsistenzen in der Verwendung eigener diagnostischer Entscheidungsregeln bei Beurteilung
Verzerrungs- und Fehlertendenzen menschlicher Beurteilung
Psychologisch- diagnostisches Wissen und Training macht Menschen nicht immung gegen solche Verzerrungs- und Fehlertendenzen
->nur beschränkt möglich aus Diagnoserichtigkeit zu lernen
Diskussion zu klinischen Urteilen:
Man könnte einbringen, dass klinsiche Urteile Einzigartigkeit des Individuums betonen und statistische Modelle nur auf Gruppen bezogen sind
jede Diagnose ist probablistisch
-> Statistische Modelle machen es aber explizit
auch Einzelfälle sind explzit und man kann mathematische Regeln anwenden z.B: Einzelfallanalyse möglich (wenn man vele Daten hätte)
Keine Berücksichtigung zusätzlicher Informationen d.h. einzigartiges Muster fällt weg
können aber in statistischen Modellen berücksichtigt werdne und Validität erhöhen (auch in nicht-psychometrischen Daten)
Diskussion zu klinischen Zrteilen:
Modelle nur eingeschränkt verfügbar und KOntextabhängig ob DE odrer USA
Ja aber Überprüfungen über Gütligkeit von Diagnosen sollten ohnehin eingeholt werden
In welchen Bereichen ist Statistische Urteilsbildung besser
Prädizierbarkeit
Sensitivität
KOnsistenz
Nenne Optimierungsstrategien für klinische Interviews
Diagnostische Situationen schaffen, in denen viele valide Informationen vorliegen-> Prädizierbarkeit
Informationen gemäß ihrer Validität nutzen -> Sensitivität
Verwendung desselben Urteilsmodells über alle Fälle-> Konsistenz
Interindividuelle Differenzen in den Prozessen berücksichtigen
-> Auswahl von guten Diagnositkern
-> von weniger guten Diagnostikern Urteile verbessern
Wie diagnostische Urteilsbildung konkret verbessern
explizite Modelle aufstellen
-> erhöht Transparenz
-> entlastet Diagnostiker
-> Verbessert die Genauigkeit durch Konsistenz (Goldbergs Paradox)
Ursache: fehlende Sensitivität für die validesten Informationen
gewichten Informationen statistisch inkorrekt
z.B. fließt bei Berufserfolg Intelligenz zu wenig ein obwohl es stärkster Prädiktor ist
Ursache: Inkonsistenzen in der Verwendung eigener diagnostischer Entscheidungsregeln bei Beurteilung
von Helversen Studie
-> Einfluss von Gesichts-Ähnlichkeit auf Geeignetheits-Urteile von Bewerbern
Lernphase:
Eignung von Bewerben auf Basis von vier Cues (Arbeitserfahrung, Ausbilung, Motivation, Fähigkeiten) werden präsentiert
Testphase
Neue Bewerber sollen beurteilt werden-> diese sind gesichtsähnlich zu schlechten oder guten Bewerbern aus Lernphase
Ähnlichkeit hat Einfluss auf Urteil
-> Personen, die schlechten aus Lernphase ähnlich sehen, werden negativer beurteilt
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