Was ist das ökonomische Prinzip?
Auch Wirtschaftlichkeits- oder Rationalprinzip genannt. Man folgt ihm, wenn man rational handelt. Es gibt zwei Ausprägungen: Maximal- und Minimalprinzip.
Was besagt das Maximalprinzip?
Mit gegebenen Mitteln soll ein maximales Ziel erreicht werden.
Was besagt das Minimalprinzip?
Ein gegebenes Ziel soll mit minimalen Mitteln erreicht werden.
Was sind freie Güter?
Unbegrenzt verfügbare Güter ohne Preis. Beispiel: Wüstensand in der Wüste, Meerwasser auf See.
Was sind knappe Güter?
Güter, die nicht unbeschränkt verfügbar sind. Beispiel: Gold, oder Meerwasser beim Bau eines Meeresaquariums (hat dort einen Preis).
Was ist der Unterschied zwischen Produktions- und Konsumgütern?
Produktionsgüter sind Güter im Produktionsbereich (in Betrieben). Konsumgüter sind Güter, die dem Konsumenten zugeflossen sind. Beispiel: Eine Salami im Fleischerladen ist ein Produktionsgut, nach dem Kauf durch den Kunden ein Konsumgut.
Was ist ein Verbrauchsgut?
Ein Gut, das nur einmal verwendet werden kann. Beispiel: Lebensmittel, Schreibpapier.
Was ist ein Gebrauchsgut?
Ein Gut zur mehrmaligen Verwendung. Beispiel: Möbel, Auto.
Was regelt das öffentliche Recht?
Die Beziehungen zwischen Behörden sowie zwischen Behörden und Privatpersonen (z.B. Völkerrecht, Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Sozialrecht, Strafrecht, Verfahrensrecht).
Was regelt das Privatrecht?
Die Beziehungen zwischen Privatpersonen. Verankert im BGB, HGB, den Gesetzen über Handelsgesellschaften, im Urheberrecht und Arbeitsrecht.
Was sagt §17 HGB über die Firma aus?
(1) Die Firma eines Kaufmanns ist der Name, unter dem er seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt. (2) Ein Kaufmann kann unter seiner Firma klagen und verklagt werden.
Was betrifft die Geschäftsführung eines Unternehmens?
Das Innenverhältnis. Sie ist nötig für eine ordnungsgemäße Geschäftsabwicklung und ist weisungsbefugt gegenüber den Beschäftigten.
Was betrifft die Vertretung eines Unternehmens?
Das Außenverhältnis – Handlungsbefugnis gegenüber Kunden, Lieferanten und Behörden.
Was bedeutet gesamtschuldnerische Haftung?
Man haftet gemeinsam mit anderen für Schulden. Jeder Schuldner muss für den gesamten Betrag einstehen, bis er beglichen ist. Im Innenverhältnis kann der Zahler die Schuldanteile von Mitschuldnern zurückverlangen (§426 BGB).
Was ist eine natürliche Person?
Jeder Mensch – entsteht durch Geburt und Eintrag ins Personenstandregister.
Was ist eine juristische Person?
Eine durch Gesellschaften juristisch erschaffene Einrichtung/Institution/Betrieb (nicht von Natur aus). Muss notariell beurkundet und ins entsprechende Register eingetragen werden.
Nenne ein Beispiel für eine juristische Person des öffentlichen Rechts.
Die IHK
Welche Register gibt es je nach Rechtsform?
Handelsregister (Handelsgesellschaften), Genossenschaftsregister (Genossenschaften), Vereinsregister (Vereine).
Wer wird ins Handelsregister eingetragen?
Alle Firmen mit Sitz im Zuständigkeitsbereich, die ein Handelsgewerbe nach §1 HGB darstellen, sowie Kapitalgesellschaften (Eintragungspflicht kraft Gesetz).
Wer hat keine Eintragungspflicht ins Handelsregister?
Land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie Kleingewerbebetriebe (dürfen sich aber freiwillig eintragen).
Wer ist Inhaber bei einem Einzelunternehmen und wie haftet er?
Eine Person ist alleiniger Inhaber. Er haftet allein, unbeschränkt (Privat- und Geschäftsvermögen) und unmittelbar.
Was ist eine stille Gesellschaft?
Eine oder mehrere Personen beteiligen sich mit einer Einlage an der Unternehmung eines Dritten. Reine Innengesellschaft – der stille Gesellschafter erscheint nicht im Firmennamen oder HR.
Wie haftet der stille Gesellschafter?
Nur mit seiner Einlage.
Welche Rechte hat der stille Gesellschafter bei der Geschäftsführung?
Recht auf Einsicht in die Bilanz (Kontrollrecht), aber kein Widerspruchsrecht.
Wie viele Personen braucht eine OHG mindestens?
Mindestens zwei Personen
Wie haften die Gesellschafter einer OHG?
Unbeschränkt, unmittelbar und solidarisch (gesamtschuldnerisch).
Wie wird der Gewinn in der OHG verteilt?
Jeder Gesellschafter erhält 4 % Verzinsung auf seinen Kapitalanteil, der Restgewinn wird nach Köpfen verteilt. Der Verlust wird zu gleichen Teilen aufgeteilt.
Wer haftet in der KG unbeschränkt, wer beschränkt?
Der Komplementär (Vollhafter) haftet unbeschränkt, unmittelbar, gesamtschuldnerisch. Der Kommanditist (Teilhafter) haftet nur beschränkt mit seiner Kapitaleinlage.
Ab wann gilt die beschränkte Haftung des Kommanditisten?
Erst nach dem HR-Eintrag der Kapitaleinlage-Höhe.
Was ist eine GmbH & Co. KG?
Eine KG, deren persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär) eine GmbH ist.
Wie haftet die GmbH als Komplementär in der GmbH & Co. KG?
Mit ihrem gesamten (GmbH-)Vermögen – de facto also beschränkt, da die GmbH selbst nur beschränkt haftet.
Wie haften die Gesellschafter einer GmbH?
Keine persönliche Haftung – nur beschränkt mit ihrer Stammeinlage, ab HR-Eintrag.
Nenne die drei Organe der GmbH.
Geschäftsführer (ausführendes Organ), Gesellschafterversammlung (beschließendes Organ), Aufsichtsrat (kontrollierendes Organ, nur bei mehr als 500 Arbeitnehmern Pflicht).
Was ist die UG (haftungsbeschränkt)?
Eine Einstiegsmöglichkeit in eine GmbH ("Mini-GmbH"), keine eigene Rechtsform. Ermöglicht Gründung mit minimalem Stammkapital.
Nenne die drei Organe der AG.
Vorstand (ausführendes Organ, Bestellung durch Aufsichtsrat für 5 Jahre), Hauptversammlung (beschließendes Organ), Aufsichtsrat (kontrollierendes Organ, Wahl auf 4 Jahre).
Was ist ein Vergleich (im rechtlichen Sinne)?
Ein Vertrag zwischen Schuldner und Gläubiger über einen Teilerlass der Schulden, meist unter Bedingung der bevorzugten Sicherung/Tilgung der herabgesetzten Schuld.
Nenne zwei normale Gründe für die Auflösung eines Unternehmens.
Die Zeit, für die es gegründet wurde, ist abgelaufen; der Zweck ist erreicht; die Gesellschafter beschließen es (z.B. Altersgründe).
Nenne zwei unerfreuliche Gründe für die Auflösung eines Unternehmens (§131 HGB).
Eröffnung des Insolvenzverfahrens; Tod des Einzelunternehmers/Gesellschafters; Kündigung eines Gesellschafters; Auflösung durch Gerichtsentscheid.
Was ist Liquidation?
Die Auflösung des Unternehmens – das gesamte Unternehmen wird in liquide Mittel umgewandelt (Verkauf aller Vermögensteile), Schulden werden aus dem Erlös bezahlt, der Überschuss steht dem Unternehmer zu.
Was sind Kartelle?
Zusammenarbeit von Unternehmen auf vertraglicher Grundlage. Preisabstimmung, Marktaufteilung und künstliche Verknappung sind verboten.
Was ist eine Arbeitsgemeinschaft?
Unternehmen werden zeitlich befristet zur Realisierung eines Auftrags tätig; endet mit Fertigstellung des Auftrags.
Was ist eine Interessengemeinschaft?
Unternehmen arbeiten zusammen, um einen gemeinsamen wirtschaftlichen Zweck dauerhaft zu verfolgen (z.B. gemeinsame Forschung).
Wofür wird ein Konsortium häufig genutzt?
Für Kreditinstitute, wenn das Volumen eines Auftrags und das Risiko zu hoch sind.
Nenne zwei Vorteile von Konzentrationsprozessen.
Nutzung des technischen Fortschritts (größere Anlagen, Senkung Stückkosten), Verbesserung der Finanzierung.
Nenne zwei Nachteile von Konzentrationsprozessen.
Ausschaltung des Wettbewerbs, willkürliche Festlegung überhöhter Preise, Missbrauch wirtschaftlicher Macht.
Was ist Internationalisierung?
Eine Strategie zur Erschließung neuer Märkte über nationale Grenzen hinaus, geht von Unternehmen aus.
Was ist Globalisierung?
Die weltweite Vernetzung aller Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche; Unternehmen müssen sich am Weltmarkt orientieren.
Nenne zwei Risiken der Globalisierung.
Job- und Wohlstandsverlust, Umweltbelastung durch mehr Warentransporte, Risiko weltweiter Finanz-/Wirtschaftskrisen.
Welche drei Kernfunktionen hat ein Unternehmen?
Beschaffung, Produktion, Absatz.
Was gehört zur Beschaffung?
Internes/externes Bestellwesen, Ware annehmen/prüfen/einlagern, Lagerbestände bereithalten.
Was ist Massenfertigung? Vor-/Nachteil?
Absatz großer Mengen gleichartiger Erzeugnisse (z.B. Fließbandfertigung). Vorteil: sehr rationaler Fertigungsprozess. Nachteil: unelastischer Produktionsapparat.
Was ist Sorten- und Reihenfertigung?
Ähnlich Massenfertigung, aber artverwandte Produkte, die sich im Typ unterscheiden (z.B. Biersorten, Textilien).
In welche zwei Faktoren wird der Produktionsfaktor Arbeit unterteilt?
Elementare und dispositive Produktionsfaktoren.
Was umfassen elementare Produktionsfaktoren?
Arbeitskräfte (manuelle, unselbstständige Tätigkeiten), Betriebsmittel (Maschinen, Anlagen), Werkstoffe (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe).
Was umfasst der dispositive Produktionsfaktor?
Führungsarbeit, Planung, Entscheidungen, Organisation, Umsetzung, Überwachung/Kontrolle – geistige, kreative, selbstständige Arbeit.
Was bedeutet Minimalkostenkombination?
Die Kombination der Produktionsfaktoren so, dass Gewinnmaximierung bei geringsten Gesamtkosten erreicht wird.
Welche zwei Formen der menschlichen Arbeit gibt es?
Dispositive Arbeit (gedanklich, einflussnehmend) und objektbezogene Arbeit (manuell).
Nenne die sieben Systemelemente eines Arbeitssystems.
1. Arbeitsaufgabe, 2. Arbeitsablauf, 3. Eingabe (Ressourcen), 4. Ausgabe (Arbeitsergebnis), 5. Mensch, 6. Betriebsmittel/Arbeitsmittel, 7. Umgebungseinflüsse.
Was beeinflusst die Leistungsbereitschaft eines Mitarbeiters?
Technische Bedingungen, organisatorische Bedingungen (Arbeitsabläufe, Unternehmenskultur, Kommunikationswege, Arbeitszeitgestaltung, physikalische/soziale Bedingungen).
Was bestimmt die Leistungsfähigkeit?
Eigenschaften (Geschlecht, Alter, Gesundheit, Konstitution), Grundfertigkeiten sowie Aus-/Weiterbildung.
Wie berechnet sich der Leistungsgrad?
Leistungsgrad in % = (beobachtete Ist-Leistung / Normal-Leistung) x 100
Was zählt zu den Betriebsmitteln?
Werkzeuge, Maschinen, Fuhrpark, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Gebäude und Grundstücke.
Was ist eine Investition?
Die Verwendung finanzieller Mittel zur Beschaffung von Sach- oder immateriellem Vermögen.
Nenne die vier Investitionsgründe.
Erstinvestition (Gründungsinvestition), Ersatzinvestition (Erhaltungsinvestition), Erweiterungsinvestition (Neuinvestition), Rationalisierungsinvestition (Modernisierungsinvestition).
Was ist eine Sachinvestition?
Investition in Anlagevermögen (z.B. Maschinen) oder Umlaufvermögen (z.B. Rohstoffe).
Was ist eine Finanzinvestition?
Beteiligung an anderen Unternehmen (z.B. Aktien, Darlehen).
Was ist eine immaterielle Investition?
Investition in Forschung/Entwicklung sowie Aus-/Weiterbildung.
Wie berechnet sich der Hauptnutzungsgrad?
Hauptnutzungsgrad in % = (Hauptnutzungszeit / theoretische Einsatzzeit) x 100
Was bezeichnet man als Kapazität?
Das Leistungsvermögen in quantitativer und qualitativer Hinsicht.
Nenne die drei Ausprägungen der qualitativen Kapazität.
Dimensionale (Ausmaße), Präzisionale (Genauigkeitstoleranz), Variationale (Wechselpotential).
Wie lautet die Formel für den Kapazitätsbedarf (Mensch)?
T = tr + x · te (T = Auftragszeit, tr = Rüstzeit, x = Menge, te = Zeit je Einheit)
Was ist ein Kapazitätsengpass?
A: Wenn der Kapazitätsbedarf den Kapazitätsbestand übersteigt.
Wenn der Kapazitätsbedarf den Kapazitätsbestand übersteigt.
Was ist Überkapazität?
Wenn der Kapazitätsbestand höher ist als der Bedarf.
Was sind Leerkosten?
Kosten für ungenutzte Kapazität – wirken sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit aus.
Was bedeutet Substitution menschlicher Arbeit durch Betriebsmittel?
Die gleiche Leistung wird mit weniger Beschäftigten erreicht, weil leistungsfähigere Betriebsmittel die Pro-Kopf-Leistung steigern.
Was sind Rohstoffe?
Hauptbestandteil der Fertigungserzeugnisse (z.B. Holz bei Möbelproduktion).
Was sind Hilfsstoffe?
Nebenbestandteile der Fertigungserzeugnisse, wert-/mengenmäßig unbedeutend (z.B. Leim).
Was sind Betriebsstoffe?
Stoffe, die nicht ins Produkt eingehen, sondern bei der Produktion verbraucht werden (z.B. Energie).
Nenne die vier Formen des Recyclings.
Wiederverwendung (unverändert, gleicher Zweck), Weiterwendung (unverändert, anderer Zweck), Wiederverwertung (verarbeitet, gleicher Zweck), Weiterverwertung (verarbeitet, anderer Zweck).
Was regelt die Aufbauorganisation?
Die Strukturierung des Unternehmens in Stellen, Abteilungen, Bereiche sowie die Entscheidungs- und Weisungsbefugnisse. Sie legt die Hierarchie fest.
Was regelt die Ablauforganisation?
Welche Arbeitsschritte in welcher Reihenfolge, durch wen und in welcher Form bei wiederkehrenden Prozessen (z.B. Produktion, Verkauf) durchgeführt werden.
Was sind Kernprozesse?
Funktionsübergreifende, wiederkehrende Prozesse von erheblicher Bedeutung für den Unternehmenserfolg (z.B. Kundenbestellung über Vertrieb–Produktion–Logistik–Rechnungswesen).
Was sind Detailprozesse?
Genaue Abläufe von geringerer grundsätzlicher Bedeutung (z.B. Reisekostenabrechnung, Maschinenwartung) – werden den Funktionsbereichen übertragen.
Nenne fünf Gründe für Stellenbildung.
1. Zusammenfassung von Teilaufgaben (Aufgabenanalyse), 2. individuelle Aufgabenkombination (Motivation/Identifikation), 3. Unabhängigkeit der Aufgabenerfüllung, 4. gesetzliche Vorschriften, 5. Spezialisierung der Mitarbeiter.
Was bedeutet Zentralisierung?
Konzentration gleichartiger Aufgaben auf einer Stelle.
Nenne zwei Vorteile der Zentralisierung.
Verselbstständigung gegenüber anderen Einheiten, "Entscheidungsferne", Überlastung des Mitarbeiters.
Was bedeutet Dezentralisierung?
Verteilung gleichartiger Aufgaben auf mehrere Stellen – erfordert höheren Personalaufwand, Vorteil bei mehreren Standorten (standortbezogene Entscheidungen).
Nenne die vier Merkmale von Stellen.
Dauerhafte Übertragung von Teilaufgaben, Anpassung an Leistungsvermögen des Inhabers, Übertragung formaler Rechte/Befugnisse, Verantwortungszuteilung.
Was sind Leistungsstellen?
Instanzen mit Weisungs- und Entscheidungsbefugnis gegenüber nachgeordneten Stellen.
Was sind Ausführungsstellen?
Den Instanzen nachgeordnete Stellen ohne Weisungsbefugnis, die auf Basis von Weisungen arbeiten.
Was sind Stabstellen?
Stellen, die Instanzen entlasten/unterstützen (beratend), direkt zugeordnet, nicht in die Leitungslinie einbezogen, keine Weisungsbefugnis gegenüber Ausführungsstellen.
Was sind Dienstleistungsstellen?
Wie Stabstellen unterstützend, können aber von mehreren Instanzen genutzt werden.
Was beinhaltet der horizontale Aufbau?
Die Festlegung von Stellen und ihre Zusammenfassung in übergeordneten Organisationseinheiten (Gruppen/Abteilungen).
Aus welchen zwei Richtungen besteht der vertikale Aufbau?
Festlegung der Leitungsspanne, Festlegung der Leitungstiefe (Zahl der Hierarchieebenen).
Was ist die Leitungsspanne?
Die Zahl der einer Instanz unterstellten Stellen/Mitarbeiter (auch Kontrollspanne oder Subordinationsquote genannt).
Welche drei Organisationssysteme gibt es?
Liniensystem (Ein-/Mehrliniensystem), Funktionssystem, Stabliniensystem.
Nenne drei Vorteile des Einliniensystems.
Keine Kompetenzprobleme, klare Unterstellungsverhältnisse, eindeutige Kommunikationswege, gute Kontrollmöglichkeiten, straffe Gliederung/Disziplin.
Nenne drei Nachteile des Einliniensystems.
Kurze Dienstwege, Entlastung der Geschäftsführung, Spezialisierung der Instanzen, hohe Flexibilität/Dynamik.
Nenne drei Nachteile des Mehrliniensystems.
Keine eindeutige Kompetenzabgrenzung, Koordinationsprobleme, Gefahr von Weisungskonflikten, unübersichtliche Organisation.
Was ist der Vorteil des Stabliniensystems?
Optimales System, da die Vorteile des Liniensystems erhalten bleiben, Entlastung der Geschäftsführung, Verbesserung der Entscheidungsqualität.
Was ist ein Nachteil des Stabliniensystems?
Gefahr der Blockade von Stabstellen-Vorschlägen durch Linienstellen, zusätzliche Kosten, Demotivation des Stabes durch fehlende Kompetenzen.
Können Stäbe kurzfristig oder langfristig wirken? Beispiele?
Ja, beides. Kurzfristig z.B. bei Einführung neuer Software, langfristig z.B. im Controlling.
Was bedeutet "Organigramm"?
Zusammensetzung aus Organisation und Diagramm – veranschaulicht die Struktur der Aufbauorganisation.
In welche zwei Haupttypen unterscheidet man Organigramme?
Funktionalorganisation und Sektoralorganisation.
Wie wird bei der Funktionalorganisation die zweite Hierarchieebene gegliedert?
Nach betrieblichen Funktionen bzw. Verrichtungen (auch Verrichtungs-/Funktionsorganisation genannt).
Nenne einen Vorteil und Nachteil der Funktionalorganisation.
Vorteil: Nutzung des Liniensystems, Prozessverantwortung der 2. Führungsebene. Nachteil: Abteilungsegoismus, negativ für Gesamtaufgabe.
Wie ist die Sektorenorganisation auf der 2. Hierarchieebene aufgeteilt?
Zweiteilung in technischen und kaufmännischen Sektor (Liniensystem als Grundlage).
Was ist die Spartenorganisation (Divisionalorganisation)?
Die 2. Hierarchieebene wird nach Objekten (Produktgruppen) gegliedert; benötigt eine zusätzliche Führungsebene (Produktmanager).
Nenne einen Vorteil der Spartenorganisation.
Fachkundige Beherrschung der Entscheidungsprozesse je Erzeugnisgruppe, Leistungsmotivation durch Spartenautonomie, Gewinnverantwortung.
Nenne einen Nachteil der Spartenorganisation.
Kosten für zusätzliche Führungsebene, evtl. Doppelarbeit, Gefahr des Spartenegoismus.
Was verbindet die Matrixorganisation?
Auf der 2. Hierarchieebene gleichberechtigt die Funktionalorganisation mit der Spartenorganisation.
Nenne einen Vorteil der Matrixorganisation.
Einsparung einer dritten Führungsebene, fachkundige Führung der Sparten, gute Eignung bei heterogenem Produktionsprogramm.
Nenne einen Nachteil der Matrixorganisation.
Gefahr von Konflikten durch Mehrfachunterstellung, Kompetenzüberschneidungen, hoher Koordinationsaufwand.
Was enthält die Tätigkeitsbeschreibung (Stellenbeschreibung)?
Alle Zielsetzungen, Aufgaben und Kompetenzen, die einer Stelle zugeordnet werden.
Nenne die drei Gliederungspunkte der Tätigkeitsbeschreibung.
Stellenaufgabe (Tätigkeit, Rechte, Pflichten, Verantwortung), Stellenanforderungen (Vorbildung, Kenntnisse, Eignung), Stellengliederung (Position in der Gesamtorganisation).
Nenne drei Zwecke der Tätigkeitsbeschreibung.
Entwicklung Anforderungsprofil, Vorauswahl von Bewerbern, Bewertung/Eingruppierung von Stellen, Gestaltung von Arbeitsverträgen, Vermeidung von Überschneidungen.
Was umfasst die fachliche Kompetenz? Beispiele?
Spezifische und fachübergreifende Kenntnisse – z.B. fachliche Qualifikation, Berufserfahrung.
Was umfasst die Methodenkompetenz? Beispiele?
Analyse von Problemen und Entwicklung von Lösungen – z.B. Analysefähigkeit, selbstständige Lösungserarbeitung.
Was umfasst die Führungskompetenz?
Befähigung zur Teamführung und Lösung komplexer Aufgaben – z.B. Entscheidungsfreude, Motivationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen.
In welchen zwei Stufen erfolgt die Stellenplanung/-bildung?
Aufgabenanalyse (welche Tätigkeiten sind nötig) und Aufgabensynthese (Elementaraufgaben werden zu Stellen zusammengefasst).
Welche Angaben muss der Stellenplan enthalten?
Anzahl der Planstellen, Bezeichnung, Qualifikationsanforderungen, Vergütungsgruppe, alle Stellen (besetzt oder nicht).
Welche drei Fragen müssen für die Unternehmensplanung beantwortet werden?
1. Welche Anforderungen stellen Kunden künftig? (→ Produktionsprogramm) 2. Welches Marktvolumen/Marktanteil? (→ Produktionsvolumen) 3. Kann auf veränderte Nachfrage schnell reagiert werden? (→ Aufnahme neuer Produkte)
Was wird durch die strategische Programmplanung festgelegt?
Langfristige Orientierung (3+ Jahre) – Einschätzung von Entwicklungstrends/Kundenwünschen als Basis für Investitionsentscheidungen.
Was macht die taktische Programmplanung?
Untersetzt Produktionsfelder durch Umfang, Breite und Tiefe des Programms, ausgehend von der gegenwärtigen Kapazität.
Was wird in der operativen Programmplanung festgelegt?
Produktionsvolumen und Termin; sichert den maximalen Deckungsbeitrag.
Was ist Artenteilung?
Jedes Betriebsmittel/jeder Mitarbeiter führt nur einen Teil des Arbeitsablaufs der Gesamtmenge durch.
Was ist Mengenteilung?
Jedes Betriebsmittel/jeder Mitarbeiter führt den gesamten Arbeitsablauf an einer Teilmenge durch.
Was ist ein Auftragsarbeitsplan?
Bezieht sich auf einen vorliegenden Auftrag, berücksichtigt Basisarbeitsplan-Daten plus auftragsbezogene Daten (Auftragsnummer, -menge, Termine, Kapazitäten).
Nenne drei interne Einflussfaktoren der Ablaufplanung.
Fertigungstechnische Faktoren (Fertigungsarten), persönliche Faktoren (Qualifikation/Erfahrung), Unternehmenskultur.
Nenne zwei externe Einflussfaktoren der Ablaufplanung.
Veränderte sicherheits-/arbeitstechnische Vorschriften, neue technologische Erkenntnisse.
Nenne fünf Elemente, die im Arbeitsplan enthalten sind.
Benötigte Materialien/Materialqualität, benötigte Ressourcen, Arbeitsvorgänge und Reihenfolge, Zeitdaten, optimale Losgröße.
Nenne die drei Zielstellungen für die Gestaltung von Arbeitsvorgängen.
Effektive Nutzung betrieblicher Ressourcen, Beherrschung der Schnittstellen zwischen Arbeitsvorgängen, Leistungsmotivation der Mitarbeiter.
Auf welche zwei Zeithorizonte bezieht sich die Bedarfsplanung?
Planung für ein Geschäftsjahr (Mitarbeiterzahl = Stellenzahl) und kurzfristige Planung (Monats-/Quartalsplanung, Schicht-/Maschinenbesetzungspläne).
Was bedeutet Unterdeckung?
Nicht alle Stellen sind besetzt.
Was bedeutet Überdeckung?
Mehr Personal vorhanden als Stellen zu besetzen sind.
Nenne zwei Lösungen für Unterdeckung.
Überstunden (Mehrarbeit), Zeitarbeiter.
Nenne drei Lösungen für Überdeckung.
Abbau von Überstunden, flexiblere Arbeitszeitmodelle, Personalumsetzung, Lagerproduktion, Vorziehen von Fertigungen, Kurzarbeit.
Was bestimmt die Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters?
Qualifikation, Erfahrung, persönliche Kompetenzen.
Nenne drei Grundlagen der Anlagenplanung.
Produktionsprogramm, Fertigungstiefe, vorhandene Flächen/Gebäude.
Was ist Materialdisposition?
Der Abgleich des errechneten Bruttobedarfs an Material mit dem verfügbaren Materialbestand. Ergebnis = Nettobedarf.
Was ist auftragsgesteuerte Disposition?
Weitgehender Verzicht auf Lagerhaltung; Bestellung erfolgt nach Auftragseingang.
Was ist fertigungssynchrone, plangesteuerte Disposition (Just-in-Time)?
Bedarf ist auf Menge und Zeit gerichtet, reduziert Lagerbestände/-kosten. Nachteil: erhöhte Abhängigkeit vom Zulieferer, mehr Anliefertransporte.
Was ist verbrauchsgesteuerte Disposition?
Lagerbestände werden aufgebaut, Materialbedarf wird anhand Vergangenheitswerten geschätzt.
Nenne die vier Verlaufsformen der verbrauchsgesteuerten Disposition.
Arithmetischer Mittelwert (kontinuierlich), exponentielle Glättung (trendmäßig), Bedarfsprognosen mit saisonalen Schwankungen, Schätzung (unregelmäßig).
Was ist die Durchlaufzeit?
Die Zeitspanne von Beginn der Bearbeitung bis zur Fertigstellung des Erzeugnisses.
Wie setzt sich die Durchlaufzeit zusammen (Formel)?
Summe Durchführungszeit + Summe Zwischenzeit + Summe Zusatzzeit = Durchlaufzeit
Was sind PPS-Systeme?
Computergestützte Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme zur Beherrschung komplexer Prozesse; realisieren eine Durchlaufterminierung auf Basis von Vorgabezeiten.
Welche zwei Informationen werden für die Bedarfsbestimmung benötigt?
Produktionsprogramm (auf Basis von Absatzprognosen) und die im Einzelnen zu produzierenden Erzeugnisse.
Wovon gehen die Impulse zur Organisationsentwicklung aus?
Von der Ablauforganisation – dies erfordert häufig eine Anpassung der Aufbauorganisation.
Nenne vier Ursachen für Organisationsentwicklungsprozesse.
Veränderung der Nachfrage, technologische Veränderung, Globalisierung (Filialen im Ausland/Vernetzung), Zusammenschlüsse von Unternehmen, neue gesetzliche Anforderungen, Erhöhung der Mitarbeiterqualifikationen.
Was bedeutet Organisationsentwicklung?
Geplanter und systematischer Wandel der Organisationsstruktur, Potenzialentfaltung der Mitarbeiter, Verbesserung der Unternehmensstruktur.
Wovon geht die Organisationsentwicklung ganzheitlich aus?
Von der Wechselwirkung zwischen Mitarbeitern, Gruppen, der gesamten Organisation, technologischen Entwicklungen und Veränderungen im Unternehmensumfeld.
Nenne die zwei Ziele der Organisationsentwicklung.
Verbesserung der Qualität des Arbeitslebens, Verbesserung der Leistungsfähigkeit.
Was ist der Unterschied zwischen Prozesserneuerung und Prozessverbesserung kurz gefasst?
Prozesserneuerung = kurzfristige umfassende Neugestaltung. Prozessverbesserung = kontinuierliche Anpassung in kleinen Schritten.
Was bedeutet "Lernendes Unternehmen"?
Den Prozess der ständigen aktiven Auseinandersetzung mit dem Umfeld des Unternehmens – betriebsspezifisch und bewusst gestaltet.
Was ist Business Process Reengineering (BPR)?
Ein grundlegendes Überdenken und Umgestalten der Organisationsstruktur des Unternehmens, basierend auf Geschäftsprozessen. Erfolge stellen sich i.d.R. mittelfristig ein.
Nenne die vier Prämissen des BPR
Orientierung auf entscheidende Geschäftsprozesse, Ausrichtung an Kundenanforderungen, Konzentration auf Kernkompetenzen, Nutzung der Informationstechnologien zur Prozessunterstützung.
Nenne die vier Phasen des BPR
1. Revitalisierung (Prozessneugestaltung), 2. Restrukturierung (Neugestaltung der Aufgabenteilung),
3. Erneuerung (Schulung/organisatorische Einbindung der Mitarbeiter),
4. Einstellungsänderung (Überwindung alter Denkmuster).
Welche drei Methoden der Prozessverbesserung sind am häufigsten?
Kaizen, Total Cycle Time (TCT), Six Sigma.
Was bedeutet Kaizen wörtlich und inhaltlich?
Kai = Wandel, Zen = zum Besseren. Ständige, systematische Verbesserung von Prozessen in kleinen Schritten, basierend auf dem Mitarbeiterpotenzial.
Nenne die drei Handlungsfelder von Kaizen.
Standardisierung von Abläufen, Verbesserung von Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz, Vermeidung von Verschwendung.
Wie wird "Verschwendung" im Kaizen-Kontext definiert?
Alle Aktivitäten, die nicht der direkten Wertschöpfung dienen (z.B. mangelnde Koordination, unklare Zielvorgaben, Stillstand-/Wartezeiten, unzureichende Informationen, entbehrliche Arbeitsprozesse).
Nenne drei der zehn Kaizen-Regeln.
Infragestellung des Ist-Zustandes, Lösungswege finden (statt Begründung suchen), unverzügliche Korrektur von Fehlern, keine Kosten für Veränderungen, kein Ausweichen vor Problemen, Teambesprechungen über Lösungen.
Worauf fokussiert Total Cycle Time (TCT)?
Leistungssteigerung durch Verkürzung der Durchlaufzeiten, um Prozesskosten zu senken, Prozessqualität zu erhöhen und Kundenzufriedenheit zu verbessern.
Nenne die drei Barrieren-Typen bei TCT.
Prozessbarrieren (Stillstand-/Wartezeiten), Sachbarrieren (fehlende Informationen), Kulturbarrieren (unexakte Zielvorgaben).
Wofür steht Six Sigma?
Ein ganzheitlicher Qualitätsansatz, Synonym für Null-Fehler-Qualität, entspricht dem Total-Quality-Management-Konzept (TQM); stellt den Kunden in den Mittelpunkt.
Wofür stehen die Buchstaben im DMAIC-Zyklus?
D = Define (Problemdefinition), M = Measure (Messung der Leistung), A = Analyze (Analyse der Fehlerursachen), I = Improve (Lösungsentwicklung), C = Control (Kontrolle der Nachhaltigkeit).
Was passiert in der Phase "Define" (D)?
Problemidentifizierung, Definition der Prozessanforderung, Zielfestlegung.
Was ist der Bottom-up-Ansatz?
Organisatorische Veränderungen ergeben sich aus Vorschlägen der Mitarbeiter; diese werden bewertet, zusammengefasst und der obersten Führungsebene vorgelegt.
Was ist der Top-down-Ansatz?
Organisatorische Veränderungen werden auf oberster Führungsebene entschieden und durch Weisungen umgesetzt.
Was ist das Gegenstromverfahren?
Entscheidungen der Geschäftsführung zu organisatorischen Veränderungen sind das Ergebnis vieler Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern – Verbindung von Bottom-up und Top-down.
Nenne einen Vorteil und einen Nachteil des Bottom-up-Ansatzes.
Vorteil: Einbeziehung von Erfahrung, Motivation und Identifikation der Mitarbeiter. Nachteil: Vorschläge spiegeln begrenzten Überblick wider; Demotivation bei Ablehnung.
Nenne einen Vorteil und einen Nachteil des Top-down-Ansatzes.
Vorteil: Veränderungen werden aus der Unternehmensstrategie abgeleitet, kurzfristige Umsetzung. Nachteil: Verständnis für die Veränderungen kann fehlen, geringe Akzeptanz möglich.
Nenne einen Vorteil und einen Nachteil des Gegenstromverfahrens.
Vorteil: Nutzung der Mitarbeiterideen plus Entscheidung durch die Geschäftsführung. Nachteil: Längere Zeitdauer der Entscheidungsprozesse durch Einbeziehung der Mitarbeiteranregungen.
Nenne die drei grundlegenden Wirkungsrichtungen des organisatorischen Wandels.
1. Organisationsgestaltung (betriebliche Prozesse/Strukturen verbessern), 2. Organisationsentwicklung (Führungsprozesse/Betriebsklima verbessern), 3. Veränderungsmanagement (Unternehmen als Ganzes verbessern).
Von wem stammt das bekannte Drei-Phasen-Modell zur Organisationsentwicklung?
Von Kurt Lewin (Soziologe).
Wie heißt die 1. Phase nach Lewin und was beinhaltet sie?
Unfreezing (Auftauen der Organisation) – Mitarbeiter informieren, Aktivitäten einbringen, Ängste abbauen, Widerstände gegen den Wandel abbauen.
Wie heißt die 2. Phase nach Lewin und was beinhaltet sie?
Moving (Organisationsveränderung) – neue Verhaltensweisen erproben, Mitarbeiter einbringen, sich mit dem Wandel identifizieren.
Wie heißt die 3. Phase nach Lewin und was beinhaltet sie?
Refreezing (Neuerungen einfrieren) – Erneuerungen stabilisieren, Erfahrungen auswerten, neue Anpassung und Verbesserungen.
Wofür hat sich die Fünf-Phasen-Methode bewährt?
Für die Reorganisation von Arbeitsabläufen.
Was passiert in Phase 1 der Fünf-Phasen-Methode?
IST-Aufnahme des bisherigen Arbeitsablaufs (Situationsanalyse) – betriebliche Ziele vergleichen, Kriterien präzisieren, Informationen sammeln.
Was passiert in Phase 2 der Fünf-Phasen-Methode?
Analyse und Kritik des IST-Zustands (Zielformulierung) – Informationen untersuchen/ordnen, vorhandene Lösungen kritisch würdigen.
Was passiert in Phase 3 der Fünf-Phasen-Methode?
Erarbeitung des Vorschlags zur Organisationsveränderung (Soll-Zustand) – Alternativen entwickeln/analysieren/bewerten, optimale Variante auswählen.
Was passiert in Phase 4 der Fünf-Phasen-Methode?
Einführung der neuen Organisation – Entscheidung der Unternehmensleitung, Mitarbeiterinformation.
Was passiert in Phase 5 der Fünf-Phasen-Methode?
Kontrolle der neuen Organisation – Zielerreichungsüberprüfung, Entscheidung für weiteres Vorgehen.
Nenne drei Anforderungen an neue Prozessstrukturen.
Rasche/kontinuierliche Marktorientierung durch Anpassung innerer Strukturen, Entwicklung der Mitarbeiterpotenziale durch Verantwortungsübertragung, neue Gestaltung der Zusammenarbeit durch Kooperationen.
Nenne drei Schritte des Prozessstrukturenwandels (Gestaltung der Kernprozesse).
Analyse der Prozessschritte bis zu Einzelaktivitäten, Festlegung der optimalen Reihenfolge, Zeitbedarfsermittlung (zeitliche/räumliche Abläufe).
Was ist ein Schwerpunkt bei der Optimierung von Prozessstrukturen?
Die Optimierung der Schnittstellen (Übergang von einem Arbeitsgang zum anderen) – Senkung der Gesamtfertigungszeit durch Reduzierung von Warte-, Transport- und Übermittelungszeiten.
Was versteht man unter Modularisierung?
Eine Strukturänderung der Unternehmensorganisation im Interesse kundenorientierter Abläufe, wobei kleine, überschaubare Einheiten (Module) gebildet werden.
Nenne die Modularisierungsformen auf Ebene des Gesamtunternehmens.
Profitcenter, Spartenorganisation nach Erzeugnissen oder Regionen.
Nenne die Modularisierungsformen auf Ebene der Prozessketten.
Produktinseln, Fertigungssegmente.
Nenne die Modularisierungsformen auf Ebene der Arbeitsorganisation.
Teilautonome Arbeitsgruppen, vollintegrierte Stellen.
Nenne die vier Merkmale der Modularisierung.
Kundenorientierung, Prozessorientierung, Gruppenorientierung, Ergebnisorientierung.
Was umfasst die Kundenorientierung als Merkmal der Modularisierung?
Definition der Leistungsanforderungen aus Kundenperspektive, Übertragung des Kundenbegriffs auch auf interne Abnehmer.
Was umfasst die Prozessorientierung als Merkmal der Modularisierung
Ausrichtung der Organisationseinheiten an Prozessen, Schnittstellenreduzierung, Zusammenfassung zusammengehörender Aktivitäten in einem Modul.
Was ist die Prozesskostenrechnung?
Ein wichtiges Steuerungsinstrument aus prozessorientierter Sicht; wirksam, wenn Prozesse und Kostenzusammenhänge (z.B. Kostentreiber) exakt bestimmbar sind.
Nenne die drei Verbesserungsansatzpunkte des Kostenmanagements.
1. Festlegung von Prozessen als Zurechnungsbasis für Kosten, 2. direkte Erfassung von Einzelkosten (Reduzierung der Gemeinkosten), 3. verursachergerechte Zurechnung der Gemeinkosten nach Aktivitäten.
Welche vier Kommunikationsstrukturen werden unterschieden?
Kreisstruktur, Kettenstruktur, Sternstruktur, Netzstruktur (Vollstruktur)
Was kennzeichnet die Kreisstruktur?
Kommunikationswege sind auf Kontakte zum unmittelbaren Kommunikationspartner eingeschränkt; intensive Kommunikation mit wenigen Partnern.
Was kennzeichnet die Kettenstruktur?
Vom Entscheidungsträger ausgehende Informationen gehen von einem zum anderen Teammitglied weiter.
Was kennzeichnet die Sternstruktur?
Kommunikation läuft nur über wenige Instanzen – vom Mitarbeiter zur Führungskraft und weiter zum nächsten Mitarbeiter. Klassischer, hierarchischer Informationsweg in der Linienorganisation.
Was kennzeichnet die Netzstruktur (Vollstruktur)?
Kommunikation von jedem Mitarbeiter zu jedem Mitarbeiter – hohe Flexibilität; typisch für die Matrixorganisation.
Nenne drei mögliche Ursachen für Kommunikationsstörungen.
Verletzung von Wertvorstellungen/Gefühlen, Vorurteile (Missverständnisse), voreingenommene Aufnahme durch gestörte Beziehung, Widerspruch zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation, Aneinandervorbeireden durch unterschiedliche Wissensstände.
Nenne drei Möglichkeiten zur Vermeidung von Kommunikationsstörungen.
Richtige Dosierung der Informationsmenge, empfängerorientierte Information, Wiederholung wichtiger Aspekte, Feedback/Kommentierung des Kommunikationsvorgangs.
Was ist der Unterschied zwischen Lohn, Gehalt, Bezüge/Besoldung und Entgelt?
Lohn = gewerbliche Arbeitnehmer. Gehalt = Angestellte. Bezüge/Besoldung = Beamte. Entgelt = allgemeiner Begriff für alle.
Was sind die 4 Bestimmungsgrößen der Entgeltpolitik?
Anforderungsgerecht, leistungsgerecht, verhaltensgerecht, sozialgerecht.
Was bedeutet „anforderungsgerechte" Entlohnung?
Nicht die Leistung, sondern die Anforderungen des Arbeitsplatzes entscheiden — z.B. Qualifikation, Lärm, Hitze, körperliche Tätigkeit.
Was bedeutet „leistungsgerechte" Entlohnung?
Die Leistung wird durch Messungen oder Bewertungen ermittelt und entsprechend entlohnt.
Was bedeutet „verhaltensgerechte" Entlohnung?
Die Art der Leistungserbringung steht im Vordergrund — z.B. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Unfallfreiheit. Meist durch Prämien.
Was bedeutet „sozialgerechte" Entlohnung?
Berücksichtigt die Lebensumstände des Mitarbeiters — Alter, Familienstand, Kinder, Betriebszugehörigkeit.
Wonach werden Tätigkeiten bei der anforderungsgerechten Entlohnung differenziert?
Vorausgesetzte Fachkenntnisse, geistige Anstrengung, körperliche Anstrengung, Verantwortung, Umwelteinflüsse (Lärm, Schmutz, Hitze).
Was sind die 2 qualitativen Methoden der Arbeitsbewertung?
Summarische Methode (Bewertung des Arbeitssystems als Ganzes) und analytische Methode (einzelne Anforderungen werden gegliedert und einzeln bewertet).
Was sind die 2 quantitativen Methoden der Arbeitsbewertung?
Reihung (Verrichtungen nach Schwierigkeitsgrad in Reihenfolge ordnen) und Stufung (Verrichtungen werden vorhandenen Anforderungsstufen zugeordnet).
Was sind die 3 Arten des Zeitlohns?
Zeitlohn ohne Leistungsbewertung, Zeitlohn mit Leistungsbewertung, Pensumlohn.
Was ist der Pensumlohn?
Eine Sonderform. Für die nächste Periode wird ein Arbeitspensum mit Leistungszulage vereinbart. Bessere Leistung wird nicht extra belohnt, schlechtere Leistung kann die Prämie kürzen. Vorteil: Lohn ist vorhersehbar. (Vertragslohn, Programmlohn, Measured-day-Work)
Was ist der Stückakkord?
Die produzierte Menge in einer vorgegebenen Zeit wird mit der Normalmenge verglichen. Der Faktor (Ist-Menge / Soll-Menge) wird mit dem Akkord-Grundlohn multipliziert. Beispiel: Soll 30 Stück/h, Ist 33 Stück → Faktor 1,1 → Grundlohn × 1,1.
Was ist der Zeitakkord?
Hier ist die Zeitvorgabe für eine bestimmte Menge die Basis. Die tatsächlich benötigte Zeit des Mitarbeiters wird mit der Vorgabezeit verglichen.
Was sind die 2 Voraussetzungen für Akkordlohn?
Akkordfähigkeit (Prozess bekannt, wiederholt sich regelmäßig, läuft immer gleich ab, ist messbar) und Akkordreife (Arbeitsablauf ausgereift und mängelfrei, Mitarbeiter eingearbeitet und beherrscht die Aufgabe).
Nenne 4 Vorteile des Akkordlohns.
Leistungsgerechte Entlohnung / Akzeptanz als gerecht, hohe Produktivität, Leistung einfach zu kontrollieren, Leistungskennzahlen für Kalkulation und Planung nutzbar.
Nenne 4 Nachteile des Akkordlohns.
Nur akkordfähige/-reife Prozesse geeignet, Datenerhebung und Lohnberechnung aufwendig, Betriebsklima kann leiden (einzelne treiben Akkord hoch), Vorgabezeiten müssen ständig aktuell gehalten werden.
Was ist der Unterschied zwischen Akkordlohn und Prämienlohn?
Beim Akkordlohn geht es nur um Mengen- oder Zeitleistung. Beim Prämienlohn gibt es neben dem Grundlohn Zusatzprämien, die sich auch auf Qualität, Ersparnis, Nutzung von Betriebsmitteln oder Sicherheit beziehen können.
Welche 5 möglichen Grundlagen gibt es für Prämienlohn?
Quantität (Menge/Zeit), Qualität (Ausschuss, Bruch), Ersparnis (Material, Energie), Nutzungsprämie (optimale Maschinennutzung), Sicherheit (unfallfreies Arbeiten).
Nenne 4 Vorteile des Prämienlohns.
Leistungsorientierung auch bei nicht-akkordfähigen Prozessen, Prämienauslobung erhöht Motivation, Begrenzung der Löhne nach oben, Leistungskennzahlen für Planung nutzbar.
Nenne 2 Nachteile des Prämienlohns.
Datenerfassung und Lohnberechnung aufwendig, Betriebsklima kann leiden wenn Prämien nicht nachvollziehbar sind.
Welche weiteren Zulagen gibt es neben Prämien?
Nacht-, Sonntags-, Überstundenzuschläge sowie Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Tantiemen.
Was bedeutet KVP und was ist sein Ziel?
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Ziel: ständige Verbesserung im Unternehmen, um mit Veränderungen Schritt zu halten und den Unternehmenserfolg zu sichern.
Was bedeutet „Kaizen"?
Japanischer Begriff, sinngemäß: „Wandel zum Besseren". KVP ist kein einmaliges Projekt, sondern ein niemals endender Prozess (Regelkreis).
Was sind die 4 Schritte des PDCA-Zyklus (Deming-Kreis)?
Plan (Planen — Ist-Zustand, Ziele), Do (Ausführen — Fehler erkennen und beseitigen, Idee umsetzen), Check (Überprüfen — Erfolg der Lösung prüfen), Act (Verbessern — Korrekturen im Nachgang).
Was sind die 6 Schritte des KVP im Detail?
1. Beschreiben (W-Fragen), 2. Istzustand erfassen (Daten, Messungen), 3. Bewerten (Punktebewertung, Diagramme), 4. Erarbeiten (Lösungen erarbeiten und bewerten), 5. Umsetzung planen (Zuständigkeiten, Ablauf), 6. Umsetzung (mit gleichzeitiger Kontrolle).
Was ist der Unterschied zwischen Innovation und KVP?
Innovation = sprunghafte, spontane Veränderung, einmaliges Projekt. KVP = systematische, ständige Verbesserung in kleinen Schritten.
Was bedeutet „Ergonomie" in der Arbeitsplatzgestaltung?
A: Anpassung von Arbeit und
Anpassung von Arbeit und Betriebsmitteln an die psychologischen und körperlichen Eigenschaften des Menschen. Ziele: wirtschaftliche Leistung optimieren UND menschengerechte Gestaltung.
Was ist das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW)?
Prämien für Verbesserungsvorschläge aller Mitarbeiter im Unternehmen. Führungsebene ist meist ausgeschlossen (Verbesserungen sind ohnehin ihre Aufgabe, außerdem Schutz vor „Ideenklau").
Welche 4 Anforderungen muss ein BVW-Vorschlag erfüllen?
Neue Idee enthalten, eine Verbesserung des Ist-Zustandes bewirken, wirtschaftlich sinnvoll sein, eine Verbesserung bringen die nicht ohnehin zwangsläufig eingeführt werden müsste.
In welche 4 Bereiche gliedert sich das kaufmännische Rechnungswesen?
Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung (KLR), Planung, Statistik.
Was ist die Aufgabe der Finanzbuchhaltung?
Dokumentation aller Geschäftsfälle, Jahresabschluss, Erfolgsrechnung und Bilanz. Aufgaben: Dokumentation, Rechenschaftslegung, Kontrolle. Gesetzlich vorgeschrieben.
Was ist die KLR und womit beschäftigt sie sich?
Kosten- und Leistungsrechnung. Bedient sich aus der Finanzbuchhaltung, beschäftigt sich mit Preisen, Wirtschaftlichkeit und Erfolgsermittlung. Gliedert sich in: Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung.
Was dokumentiert die Buchführung?
Alle Vorgänge die Vermögen/Schulden verändern, alle Vorgänge die den Erfolg verändern (Ertrag/Aufwand), alle Geldeinnahmen und -ausgaben. In zeitlicher Ordnung, aufgeteilt in Konten.
Was ist der Unterschied zwischen Finanzbuchhaltung und Betriebsbuchhaltung?
Finanzbuchhaltung = externe, gesetzlich vorgeschriebene Buchführung. Betriebsbuchhaltung = interne KLR, keinen gesetzlichen Normen unterstellt.
Was sind die 2 Arten der Buchführungspflicht nach AO?
Abgeleitete Buchführungspflicht (§140 AO — wer aufgrund anderer Gesetze zur Buchführung verpflichtet ist). Originäre Buchführungspflicht (§141 AO — Umsatz > 500.000 €/Jahr ODER Gewinn > 50.000 €/Jahr ODER land-/forstwirtschaftliche Betriebe mit Fläche > 25.000 €).
Was ist die Inventur und was ist das Inventar?
Inventur = körperliche Bestandsaufnahme (Mengenfeststellung). Inventar = Verzeichnis von Vermögen und Schulden mit Werten. Pflicht nach §240 HGB zu Geschäftsbeginn und spätestens alle 12 Monate.
Was sind die 4 Inventursysteme nach Zeitpunkt?
Stichtagsinventur (zum Bilanzstichtag, für fragile Bestände), Stichprobeninventur (80 % des Wertes bei 20 % der Waren → Rest per Stichprobe, mit Finanzamtgenehmigung), vor-/nachgelagerte Inventur (bis 3 Monate vor oder 2 Monate nach Stichtag), permanente Inventur (ganzjährig per Lagerbuch, einmal jährlich körperlich prüfen).
Was ist der Unterschied zwischen Gesamtkostenverfahren und Umsatzkostenverfahren?
Gesamtkostenverfahren: Alle anfallenden Kosten werden den Erträgen gegenübergestellt, inkl. Bestandsveränderungen. Umsatzkostenverfahren: Aufwendungen und Erträge werden nur auf die abgesetzte Menge bezogen (nicht auf die produzierte). Beide nach §275 HGB.
Was sind die 4 Abschreibungsverfahren?
Lineare Abschreibung, geometrisch-degressive Abschreibung, Leistungsabschreibung, GWG-Abschreibung.
Wie berechnet sich die lineare Abschreibung?
Jahres-AfA = Anschaffungskosten ÷ betriebliche Nutzungsdauer (in Jahren). Beispiel: 120.000 € ÷ 8 Jahre = 15.000 € / Jahr.
Was ist die geometrisch-degressive Abschreibung?
In den ersten Jahren höhere Abschreibung, danach sinkend. Gleicher Prozentsatz über Jahre, aber sinkende Beträge. Vorteil: Steuerbelastung sinkt in frühen Jahren. Seit 2011 (nach Anschaffungsdatum) wieder abgeschafft.
Was ist die Leistungsabschreibung?
Abschreibung nach tatsächlicher Nutzungsleistung des Gegenstandes (z.B. Kilometer-Pauschale bei Kfz). Voraussetzung: Gesamtleistungsvermögen muss abschätzbar oder messbar sein.
Was ist die GWG-Abschreibung und welche Voraussetzungen gelten?
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis max. 410 € Netto können sofort abgeschrieben werden, wenn sie beweglich und abnutzbar sind, selbständig genutzt werden können und in einem Bestandsverzeichnis geführt werden.
Was sind variable Kosten, was sind Fixkosten?
Variable Kosten = fallen nur bei der Produktion an, hängen direkt von der Produktionsmenge ab. Fixkosten = unabhängig von Produktion und Menge (z.B. Miete, Verwaltung, Büromöbel).
Was sind die 3 Grundbegriffe der KLR: Grundkosten, Zusatzkosten, Anderskosten?
Grundkosten = in Finanzbuchhaltung und KLR der Höhe nach identisch. Zusatzkosten = nur in KLR erfasst (Opportunitätskosten: kalk. Zinsen, kalk. Wagnisse, kalk. Unternehmerlohn, kalk. Eigenmiete). Anderskosten = in beiden erfasst, aber mit unterschiedlichen Beträgen (kalk. Abschreibungen).
Was sind die Grundsätze der Kontierung?
Keine Arbeit ohne Auftrag" und „Keine Buchung ohne Beleg." Ein Materialentnahmeschein muss enthalten: Materialart, Menge, Grund des Verbrauchs, Datum, Kostenstellennummer, Unterschrift.
Was ist der BAB (Betriebsabrechnungsbogen) und welche 2 Stufen hat er?
Instrument der Kostenstellenrechnung. Stufe 1: Primärkostenverrechnung — Einzelkosten direkt den Endkostenstellen zurechnen, Gemeinkosten in Vorkostenstellen erfassen. Stufe 2: Sekundärkostenverrechnung — Gemeinkosten der Vorkostenstellen werden auf Endkostenstellen verteilt.
Was sind Vorkostenstellen und Endkostenstellen?
Vorkostenstellen = nicht direkt zurechenbare Gemeinkosten, werden nach Verteilungsschlüssel verteilt (allgemeine Kostenstellen oder Hilfskostenstellen). Endkostenstellen = Kosten können direkt auf Kostenträger zugerechnet werden.
Was ist das Stufenleiterverfahren im BAB?
Von links nach rechts: Erst AKS1 auf alle folgenden Stellen verteilen, dann AKS2 mit neuem Wert wieder nach rechts verteilen usw. — bis alle Vorkostenstellen auf Endkostenstellen verteilt sind. Kontrolle: vertikale Summe Kostenarten = horizontale Summe Gemeinkosten.
Was ist der Unterschied zwischen Ist-Kosten und Normalkosten?
Ist-Kosten = tatsächlich angefallene Kosten (im Nachhinein ermittelt). Normalkosten = Durchschnittswerte für Planung, um Materialpreiserhöhungen, Lohnerhöhungen, Beschäftigungsschwankungen und Verbrauchsabweichungen zu berücksichtigen.
Was ist die Maschinenstundensatzrechnung und warum braucht man sie?
Gesamtkosten einer Maschine pro Stunde. Ziel: maschinenabhängige Kosten von restlichen Fertigungsgemeinkosten trennen, damit Zuschlagssätze nicht zu hoch werden. Höhe abhängig von Kapazitätsauslastung.
Was sind die 3 Kategorien des Aufbaus der KLR?
Kostenartenrechnung (Welche Kosten? Welche Höhe?), Kostenstellenrechnung (Wo sind die Kosten angefallen?), Kostenträgerrechnung (Wofür sind sie angefallen?).
Wie lautet die Formel für den Gemeinkostenzuschlagssatz?
GKZ (%) = Gemeinkosten ÷ Einzelkosten × 100.
Wie berechnet sich der Maschinenstundensatz?
Maschinenkosten pro Jahr (kalk. Abschreibung + kalk. Zinsen + Platzkosten + Betriebskosten) ÷ Planbeschäftigung (Stunden/Jahr). Alle Ausgangswerte müssen zuerst auf „pro Jahr" umgerechnet werden.
Wie berechnet sich die kalkulatorische Abschreibung beim Maschinenstundensatz?
(Wiederbeschaffungskosten − Restwert) ÷ betriebliche Nutzungsdauer.
Was ist der Break-Even-Point (Gewinnschwelle)?
Der Punkt, ab dem der Gesamterlös sowohl Fixkosten als auch variable Kosten abdeckt. Erlöse = Gesamtkosten. Formel: m = Kf ÷ (E − kv).
Was sind remanente Kosten?
Kosten, die zurückbleiben, obwohl die Leistung nicht mehr gebraucht wird — z.B. laufende Verträge, bereits bestellte Waren. Ursache: Planbeschäftigung zu hoch angesetzt. Lösung: Planbeschäftigung idealerweise zwischen Minimalkostenpunkt und Maximalgewinnpunkt ansetzen.
Was sind die 2 Kategorien des Deckungsbeitrags?
DB I = Erlös − variable Kosten je Stück = Beitrag zur Deckung der Fixkosten. DB II = nach Abzug produktspezifischer Fixkosten verbleibender Beitrag zur Deckung allgemeiner Fixkosten.
Was ist ein Budget im Sinne der Kostenrechnung?
Ein bestimmter Geldbetrag für ein Vorhaben pro Periode. Im Unternehmenskontext = gesamte Finanz- und Kostenplanung. In einzelnen Kostenstellen: eigenverantwortliche Verfügung (Disposition) über bereitgestellte Mittel.
Was sind Maßnahmen zur Budgetkontrolle?
Abteilung prüft selbst (Disposition), nächsthöhere Leitungsebene und Controlling berichten in festgelegten Intervallen (z.B. monatlich) über Abweichungen. Basis für Entscheidungen wie Budgetkürzung/-erhöhung.
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