Zwischen was unterscheidet ICD 11
PTBS und komplexe PTBS
-> steht aber stark unter Kritik
-> Kliniker sehen oft kein Unterschied zwischen PTBS und komplexer PTBS denn Zusatzkriterien wie Affektdysregulation, Interpersonelle Schwierigkeiten und Negatives Selbstkonzept würden fast alle Störungen beinhalten
PTBS:
Vermeidung
Hyperarousal
Flashbacks
komplexe PTBS:
Affektdysregulation
Interpersonelle Schwierigkeiten
Negatives Selbstkonzept
Prävalenz PTBS
ca 2 Prozent in Deutschland
Große regionale Unterschiede
-> Länder mit Massengewalt bzw in Nachkriegsgesellschaften
PTBS: 27 Prozent
Depression: 23 Prozent
= 316 Millionen Menschen leiden unter PTBS oder Depression
Hälfte mit PTBS haben Depressionen
Was sind nach DSM5 Trauma- und belastungsbezogene Störungen
Reaktive Bindungsstörung (emotional zurückgezogenes Verhalten ggü Bezugsperson)
Beziehungsstörung mit Enthemmung (Verminderte Zurückhaltung bei Interaktion mit Unbekannten)
-> Folgen der Sozialen Vernachlässigung
PTBS
Akute Belastungsstörung
Anpassungsstörung
Was sind andere folgestörungen
Depressionen
Dissoziative Sötörungen
spezifische Phobien
etc
—> Hohe Komorbidität zwisschen PTBS und anderen -> 60-80 Prozent
Außerdem : HOHE SUIZIDALITÄT
-> Erhöhte Suizidalität wenn man Kombi von PTBS und Major Depression hat
—> höher als wenn man nur eines davon hat
Erkläre die Emotionsverarbeitungstheorie
Theoretischer Hintergrund ist Netzwerkmodell des Gedächtnisses
-> Es entwickelt sich Furchtstruktur im Gedächtnis
Stimuluselemente (z.b. Messer)
Reaktionselemente (z.B. Herzrasen)
Bedeutungselemente (z.B. Gefahr)
Besonderheiten PTBS
große Furchstruktur (grosses Assoziationsnetzwerk)
viele Stimuluselemente
starke Verbindungen
negative Bedeutungen
—> sehr viele Stimuli, werden mit aversiver Bedeutung verknüpft, und lösen traumaassoziierte Reaktion aus
Nicht pathologische Trauma-Erinnerung:
Aversive Reize wie Vergewaltigung oder Waffe mit Gefahr assoziiert
wenig Verbindungen zw. den einzelnen Reizen
Reize wie Mann oder Glatze nicht
—> Reize bleiben auf den ursprüngl. Kontext beschränkt
—> ist auch mit dem Ich Selbst verbuden so dass das Selbstbild dauerhaft negativ beeinflusst wird da wie “Mit mir stimmt etwas nicht” wird mit Schreien assoziiert
Pathologische Trauma Erinnerung:
Überassoziationen
neutrale Reize können das gesamte Angstnetzwerk assoziieren
Alles erinnert an Trauma
Erkläre Expositionsfokussierte Behandlung PTBS
Rahmenbedingungen
-> Aufbaue einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung
Diagnostik Phase vor Therapie Beziehung
ca 12 Sitzungen bei singulärer Traumatisierung
ca 3 Booster Sitzungen für Rückfallprophylaxe
Jede Sitzung aufnehmen und Patient hört es sich zuhause noch einmal an (Expo findet also auch zuhause statt)
Therapeutische Beziehung:
Sicherheit vermitteln
Empathie verbalisieren
Verdeutlichen, dass Therapeut schreckliche Details aushalten kann
Erkläre wie Furchtstruktur Theorie in Expositionstherapie angewendet werden kann
Die Erinnerung an die Angst während der Opfererfahrung muss aktiviert werden
Es gilt, neue Informationen zur Verfügung zu stellen, die mit den bereits in der Struktur enthaltenen pathologischen Elementen nicht vereinbar sind —> NEUE ERINNERUNG BILDEN wie “Jetzt bin ich in Sicherheit” und damit assoziieren
—> Erinnerungslücken schließen
-> Es geht um Verarbeitung -> Informationen sollten Teil des autobiographischen Gedächtnisses werden , so dass Patient zwischen Vergangenheit und Gegenwart differenzieren kann
Was ist die prolongierte Exposition
Behaviorales Konzept —> Emotionsverarbeitungstheorie, da Konditionuerung
Wirksamkeitsfaktoren:
Emotionsverarbeitung und Habituation
Überschreibung der Furchtstruktur
Vorgehen:
Psychoedukation
Atemtechnik zur Selbstberuhigung (wenn Angst nochmal auftritt)
Wiederholte Exposition in vivo
Wiederholt Exposition in sensu
Expositionsfokussierte Behandlung PTBS wie viele Sitzungen
12 Therapiesitzungen bei singulärer Traumatisierung
3 Booster Sitzungen zur Rückfallprophylaxe
Zuletzt geändertvor 17 Stunden