Was ist Verhaltensmedizin?
Krankheiten = nicht ausschließlich biologisch
Psyche & Köper beeinflussen sich gegenseitig
interdisziplinäres Arbeitsfeld, das psychosoziale, verhaltensbezogene und biomedizinische Erkenntnisse verbindet, um Gesundheit und Krankheit zu erforschen sowie diese Erkenntnisse in Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation anzuwenden
Abgrenzung der Verhaltensmedizin
Medizinische Psychologie -> psychologische Aspekte medizinischer Erkrankungen
Gesundheitspsychologie -> Gesundheitsverhalten
Verhaltensmedizin -> arbeitet Interdisziplinär & verbindet beides
zentrale theoretische Konzepte der Verhaltensmedizin
Stress & Coping
Risiko- & Schutzfakktoren
Konditionierung physiologischer Prozesse
Stress
= wenn eine Situation als belastend oder bedrohlich wahrgenommen wird und glaubt, dass die Bewältigungsmöglichkeiten nicht ausreichen
Transaktionales Stressmodell - Lazarus
Coping
= Bewältigungsstrategien, mit denen eine Person versucht, Belastungen zu reduzieren
Transaktionales Stressmodell
Stress = Person + Umwelt
Primäre Bewertung / Appraisal (Situation)
Wichtig / unwichtig
Positiv / negativ
Gefährlich / belastend
Sekundäre Bewertung / Appraisal (Bewertungdmöglichkeiten)
Genügend Wissen ?
Unterstützung ?
Bewältigung ?
Coping-> bewältigung
Arten von Coping
Problemorientiertes Coping
Ursache des Problems wird verändert
Emotionsorientiertes Coping
Gefühle werden reguliert
Vulnerabilität
(=Anfälligkeit)
jeder Mensch hat eine andere Belastungsgrenze (Vulnerabilitätsschwelle)
Risiko- & Schutzfaktoren
Risikofaktoren
erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen
Schutzfaktoren
senken das Erkrankungsrisiko oder fördern die Gesundheit
=> Zusammenspiel vieler Faktoren
= wichtiges Konzept der Verhaltensmedizin ist, dass körperliche Reaktionen erlernt werden können
Nicht nur Verhalten, sondern auch physiologische Prozesse können durch Lernmechanismen beeinflusst werden
Herzfrequenz, Blutdruck, Muskelspannung, Immunreaktionen
Wo wird Verhaltenstherapie angewendet ?
Beratungsstelle( Prävention)
Ambulante Behandlung
Stationäre Akutversorgung
Rehabilitationskliniken
Palliativversorgung
Konsiliar- & Liaisonpsychologie
Konsiliar
bei Bedarf hinzugezogen
Liaison
Psychologe gehört fest zum Behandungsteam
=> Zusammenarbeit sollte transparent & interdisziplinär sein
Präventionsarten
Primärprävention:
=> Krankheiten verhindern/ vorbeugen
Sekundärprävention
=> Krankheiten möglichst früh erkennen / folgen verhindern
Nach der Krankheit => Rehabilitation
Interventionen (Bereiche)
2 Hauptbereiche
Mitbehandlung körperlicher Erkrankungen
Behandlung funktioneller körperlicher Beschwerden
-> kognitive & verhaltenstherapeutische Methoden
Z.B.: Psychoedukation, Entspannung, Stressmanagement, Biofeedback, Verhaltensänderung, Förderung der Adhärenz (Therapietreue)
Zuletzt geändertvor 16 Tagen