Ross und Audi gehören welcher “Strömung” an?
Intuitionismus
Sind laut Sidgwick inuitionistische Prinzipien wahr?
Ja, Intuitionistische Prinzipien sind laut Sidgwicks Vier-Kriterien-Test offenkundig wahr, wenn sie präzise formuliert sind. Man kann über sie nachdenken, aber man kann sie nicht herleiten
Laut Sidgwick kann man über intuitionistische Prinzipien nachdenken, aber sie nicht herleiten.
Korrekt
Beim Kategorischen Imperativ zählt die Universalisierbarkeit als reine ——————
Gesetzesförmigkeit
Welche fünf Antworten (Erkenntnisquellen) werden in der Vorlesung unterschieden?
1. Intuitionen, 2. die Vernunft, 3. der Vertrag, 4. der reale Diskurs unter idealen Bedingungen, 5. der moralische Sinn.
Was ist die Grundidee des Intuitionismus (z. B. William David Ross, Apel)?
Rechtfertigungsketten müssen bei ersten normativen Prinzipien enden, die nicht weiter hergeleitet werden können.
Wann sind intuitionistische Prinzipien laut Sidgwicks Vier-Kriterien-Test gültig?
Was bedeutet „offenkundig wahr“ in diesem Kontext für die Prüfungssituation?
Wenn sie präzise formuliert und „offenkundig wahr“ sind.
Es bedeutet, dass man über die Prinzipien nachdenken kann, sie aber nicht aus anderen Prinzipien herleiten kann.
Was ist das Hauptargument gegen den Intuitionismus (Contra)?
Die Kritik, dass es sich dabei um eine „reine Setzung“ handeln könnte.
Worin sind sich Deontologie und Konsequentialismus hinsichtlich der Rechtfertigung einig?
Welche drei Eigenschaften schreibt die Quelle dieser Vernunft zu?
Moralische Prinzipien lassen sich durch die Vernunft, durch rationale Argumente und gute Gründe rechtfertigen.
Sie ist allgemein, abstrakt und universell.
Wie beschreibt Kant die Moral begründende Vernunft?
Als „rein formal“.
Was ist das entscheidende Kriterium beim Kategorischen Imperativ?
Die Universalisierbarkeit als reine Gesetzesförmigkeit.
Wer sind die Hauptvertreter des Projekts der Diskursethik?
Jürgen Habermas und Karl-Otto Apel.
Was ist der Ausgangspunkt der Diskursethik?
Die Normativität einer aufrichtigen Diskussion.
Welche zwei Beispiele für diese Normativität (Regeln) werden genannt? (Diskursethik)
1. Aufrichtigkeit (für das argumentieren, wovon man überzeugt ist) und 2. Offenheit (sich auf Gründe einlassen und deren Stärke abwägen).
Wie lautet das Diskursprinzip D nach Habermas wörtlich?
„Gültig sind genau die Handlungsnormen, denen alle möglicherweise Betroffenen als Teilnehmer an rationalen Diskursen zustimmen können.“
Wie konkretisiert Habermas die Idee der Universalisierbarkeit?
Als Zustimmung aller Betroffenen in faktischen (demokratischen) Diskursen.
Was sind „advokatorische Diskurse“ und für wen sind sie relevant?
Diskurse, in denen jene, die nicht selbst mitdiskutieren können (Kinder, Kranke, Künftige), durch „Anwälte“ vertreten werden.
Unter welchen „idealen Bedingungen“ muss ein rationaler Diskurs stattfinden?
Er muss frei von Beschränkungen (Zeit, Raum, Typ der Aussage) und frei von Hierarchien oder sozialen Gefällen sein; er ist durch Gleichberechtigung und Öffentlichkeit gekennzeichnet.
Muss ein rationaler Diskurs unter Bedingungen stattfinden? Habermas
Ja
Welcher „Zwang“ herrscht allein in einem idealen Diskurs?
Der „zwanglose Zwang des besseren Arguments“.
Welches Problem wird bei der Diskursethik angeführt?
Wie verteidigt Habermas seine Idee gegen diese Kritik?
Der Diskursgedanke ist sehr anspruchsvoll/idealistisch; faktische Debatten erreichen selten dieses ideale Niveau.
Er sieht die Diskursidee als ein „normatives Ideal“.
Was ist die Leitidee des vertragstheoretischen Ansatzes?
Die (deontologische) Universalisierbarkeit: Gültig sind Normen, die als Inhalt eines Vertrags denkbar sind und von allen relevanten Parteien akzeptiert werden können.
Aus welchen zwei Quellen zieht ein Vertrag seine normative Kraft?
1. Freiwilligkeit und 2. Eigeninteresse (mindestens strategische Vernunft).
Was ist laut Scanlon die „Einheit des Richtigen und des Guten“?
Beide liefern uns Gründe, bestimmte Dinge zu tun (zu handeln, wertzuschätzen etc.).
Erkläre den entscheidenden Detail-Unterschied zwischen Rawls/Kant und Scanlon.
Bei Rawls/Kant müssen alle der Regel begründet zustimmen; bei Scanlon darf keiner die Regel begründet zurückweisen („reasonably reject“).
Wie wird der Sentimentalismus metaethisch eingeordnet?
Klassisch als eine realistische oder objektivistische Position (Urteile sind objektiv gültig oder ungültig)
Was ist das entscheidende Abgrenzungsmerkmal des Sentimentalismus zur Vernunftethik?
Die Gültigkeit eines Urteils wird nicht durch die Vernunft, sondern durch ein „eigenes Vermögen“ (den moralischen Sinn/das Gefühl) erkannt.
Wer sind die zwei Hauptvertreter der schottischen Aufklärung in diesem Bereich? (Sentimentalismus)
David Hume und Adam Smith.
Beschreibe die vier Schritte von Humes Mechanismus der „sympathy“.
Wahrnehmung einer Gefühlsregung (Lachen/Trauer) bei einer anderen Person. 2. Sympathy: Entstehung einer korrespondierenden eigenen Gefühlsregung. 3. Erleben dieser Regung als positiv (lustvoll) oder negativ (schmerzvoll). 4. Entsprechende positive oder negative Beurteilung des Ursprungs.
Was betont Adam Smith im Vergleich zu Hume stärker?
Das aktive Hineinversetzen in die Situation des anderen durch Imagination („into his body“).
Welche zwei Elemente enthält das Hineinversetzen nach Smith?
Kognitive und sinnliche (einfühlende) Elemente.
Welches Problem ergibt sich aus der sozialen Nähe beim Einfühlen?
Wir können uns in vertraute oder kulturell nahestehende Menschen besser hineinversetzen als in Fremde und haben oft zu viel Mitleid mit uns selbst.
Wie löst Adam Smith das Problem der mangelnden Unparteilichkeit?
Durch das Konzept des „impartial spectator“ (unparteiischer Beobachter). Ein gedachter, fairer und unparteiischer Richter, dessen Perspektive wir einnehmen, um unser eigenes Verhalten oder das anderer zu prüfen.
Was ist der Vorteil, Moral als „ganzheitlich“ (durch den moralischen Sinn) zu verstehen? Sentimentalismus
Es bestätigt unsere Alltagserfahrung, in der wir oft unmittelbar mitfühlen (z. B. im Film), ohne erst Vernunftgründe abzuwägen.
Welche drei kritischen Fragen/Probleme nennt die Quelle zur Verlässlichkeit des moralischen Sinns?
1. Führt Einfühlen vorschnell in falsche Richtungen? 2. Wie verlässlich ist er angesichts kultureller/sozialer Vorprägung? 3. Können wir uns wirklich in alle relevanten Kontexte einfühlen?
Warum fordert die Vernunft im Gegensatz zum Gefühl oft eine „kühle Distanz“?
Um faire Urteile jenseits von persönlicher Eingebundenheit oder kulturellen Vorurteilen zu ermöglichen.
Ross & Audi:
Kant:
Deontologie
Sidgwick
Konsequentialismus
Habermas & Apel:
Diskursethik
Rawls & Scanlon:
Kontraktualismus
Hume & Smith:
Sentimentalismus
Zuletzt geändertvor 12 Tagen