Welche 2 Typen an Arzneistoffen gibt es zur Therapie?
Antiresorptiva: hemmen Osteoklastenaktivität
Knochenanabolika: fördern Knochenaufbau (Osteoanabolik)
Nenne 3 Beispiele an Arzneistoffen für Antiresorptiva
Bisphosphonate
Bsp. Alendronat, Risedronat, Zoledronat
Wirkung: Einbau in Knochen, Osteoklasten sterben ab
-> weniger Knochenabbau
Denosumab
Monoklonaler AB gegen RANKL
Wirkt wie „künstliches“ OPG
Denosumab blockiert RANKL —> keine Osteoklastenaktivierung —> weniger Knochenabbau
SERMs
Bsp. Raloxifen
Wirken am Knochen ähnlich zu Östrogen
—> weniger Knochenresorption
Nenne zwei Beispiele an Arzneistoffen für Knochenanabolika
Teriparatid/Abaloparatid
= PTH Fragment (paradox!)
Dauerhaft erhöhtes PTH —> Knochenabbau
Intermittierende Gabe —> stärkere Osteoblasten Stimulation—> Knochenaufbau
Romosozumab
AB gegen Sclerostin
Sclerostin hemmt normalerweise Osteoblasten
Romosozumab blockiert Sclerostin —> Ostoblasten sind aktiver —> mehr Knochenaufbau
Beschreibe die pharmakologischen Aspekte von Bisphosphonaten
Heute nur noch Amino-Bisphosphonate relevant
Therapieerfolg: konstante oder zunehmende Knochendichte bei Gabe
Verminderung vertebraler, extravertebraler Frakturen und Oberschenkelhalsfrakturen (Alendronat, Risedronat, Zoledronat)
Nutzen bei Langzeittherapie (10 Jahre) erhalten, gute Langzeitverträglichkeit (Alendronat)
Langsame Abnahme der erhöhten BMD nach Absetzen einer 5-Jahrestherapie in ersten 5 therapiefreien Jahren (Alendronat) aber Frakturrate bleibt niedrig
—> Therapiedauer: 3 (Zoledronat iv.) -5 (po.) Jahre ausreichend (außer bei hohem Risiko: Verdopplung der Behandlungsdauer)
Beschreibe den WIrkungsmechanismus von Bisphosphonaten
Hemmung von Knochenturnover (Knochenresorption und -neubildung)
Binden wie Pyrophosphat an Hydroxylapatit (spezifische Bindung im Knochen)
Hauptsächlich an der Grenzfläche und an Knochen umspülender Gewebsflüssigkeit
(Wirkung hauptsächlich wo Knochenturnover)
Hemmung der OC Funktion/ Knochenresorption
Inhibition des Mevalonsäuresynthesewegs im OC
Hemmung der OC Aktivität
Verminderung der OC Zahl (Apoptose, Precursorhemmung)
Welche pharmakokinetischen Aspekte sind bei Bisphosphonaten zu beachten?
Lange Verweildauer im Knochen
Lange Wirkdauer
Nicht metabolisiert
Nicht membrangängig
Aufnahme in OC bei Knochenresorption
Schlechte Bioverfügbarkeit (oral <1-6%)
Renal unverändert eliminiert
Wie müssen Bisphosphonate angewendet werden? Warum so speziell?
(= so speziell, weil katastrophale F)
Oral: einmal wöchentlich bevorzungen
Auf nüchternen Magen
Morgens, mind. 0,5-2h vor Nahrungsaufnahme, nicht wieder hinlegen!!
Mit viel Wasser (nur Wasser, nichts anderes!!)
Abstand zur Einnahme anderer Arzneimittel und Nahrungsaufnahme
Problem: gleichzeitige Gabe mit bsp. Levothyroxin (senkt die Resorption von Bisphosphonat und Levothyroxin! Auch für Calciumprärate, Eisenpräparate, magnesiumhaltige Antazida)
Nenne 5 Präparate der Bisphosphonate
Alendronsäure
Risedronat
Ibandronat
Zoledronat
Pamidronat
Was sind die Indikationen für Alendronat und wie muss es dosiert werden?
postmenopausale Osteoporose
Osteoporose beim Mann
Corticosteroid induzierte Osteoporose
—> 1x70mg p.o./Woche
Was sind die Indikationen für Risedronat und wie muss es dosiert werden?
Therapie der Osteoporose beim Mann
—> 1x 35mg p.o./Woche
Was sind die Indikationen für ibandronat und wie muss es dosiert werden?
postmenopausale Osteo
nur Risiko für vertebrale Frakturen nachgewiesen
tumor-induzierte skelettbezogene Ereignisse und Hypercalcämie
BONVIVA: 3mg i.v./alle 3 Monate
BONDRONAT: 2-6mg i.v./ alle 4 Wochen oder 50mg/Tag
Was sind die Indikationen für Zoledronat und wie muss es dosiert werden?
ZOMETA
tumor-induzierte, skelettbezogene Ereignisse und Hypercalcämie
4mg i.v./alle 4 Wochen
ACLASTA
postmenopausale Osteroporose (Ind. wie Alendronat)
Mb. Paget, Corticosteroid-induzierte Osteoporose
5mg i.v. / Jahr
Was sind die Indikationen für Pamidronat und wie muss es dosiert werden?
tumor-induzierte Hypercalcämie/Osteolyse
Morbus Paget
Dosierung indikationsabhängig
—> 30-90mg i.v./Zyklus (zB. 4 wochen)
Was sind die UAWs von Bisphosphonaten?
GIT- Störungen (Gabe nüchtern, dosisabhängig), Ösophagusulzerationen, Ösophagitis, Diarrhoe (Aledronat)
KI: orale Gabe: Entzündungen im Bereich des (oberen) Verdauungstraktes, Ösophaguserkrankungen, sehr selten bei wöchentlicher Gabe
Rasche iv. Gabe: Knochenschmerzen, Grippe-ähnliche Symptomatik
Kiefernekrosen (Osteonekrosen)
KI: va bei iv. Gabe zur Tu-Therapie (Inzidenz 1-7%)
Bedeutung von Mundhygiene, zahnärztliche Kontrolle
selten bei oraler Therapie (Osteoporose): 1/100.000 PatientInnenjahre
Hypocalcämie (va bei Vitamin D/Calciummangel)
—> Gabe von Bisphosphonaten immer gemeinsam mit Vitamin D und Ca-Basistherapie
Nierenfunktionsstörungen (bis zu akutem Nierenversagen, va. iv. Gabe)
KI: vorbestehende Nierenfunktionsstörug (KI Kreatinin-Cl <35 ml/min)
Erhöhtes Risiko für atypische Knochenfrakturen
—> sehr selten, nicht bei Therapie bis zu 5 Jahren, üblicherweise keine KI falls Nutzen zu erwarten
Welche Arzneimittelinteraktionen zeigen Bisphosphonate?
Ca-, Fe-, Mg-Salze und Nahrung (!) vermindern über Komplexbildung die orale Bioverfügbarkeit damatisch
Wie haben die WW zwischen Arzt und Apotheker bei der Gabe von Bisphosphonaten auszusehen?
Verlangt nach Mittel gegen Sodbrennen:
Hinweise auf nicht sachgemäße Einnahme der Bisphosphonate
Schluckbeschwerden, Schluckschmerzen, restrosternale Schmerzen, Sodbrennen
Gleichzeitige Gabe von Calcium, Vitamin D?
Arzneimittelinteraktionen
In welcher Dosierung wird Denosozumab gegeben? Was sind Indikationen?
60mg s.c. alle 6 Monate
Indikationen
Corticosteroid-induzierte Osteoporose
Prävention von skelettbezogenen Komplikationen bei Tumorerkrankungen
welche pharmakologischen Eigenschaften besitzt Denosozumab?
Humanisierter monoklonaler Antikörper gegen RANKL
Erhöht BMD in postmenopausalen Frauen (ähnlich oder höher als BP): rasch reversibel
Reduziert Frakturrisiko vertebral, extravertebral und Oberschenkelhals
Welche UAWs sind bei Denosozumab zu beobachten?
Keine schwerwiegenden bisher beobachtet
Vermehrt hospitalisierungsbedürftige Infektionen (Pneumonie, Darminfektionen): RANKL Funktion auch im Immunsystem !
Kiefernekrosen
Hypokalzämie
Rasch reversible Wirkung —> Rebound: erhöhte Knochenresorption/Frakturrisiko nach Absetzen
welche Wirkungen zeigen Östrogene?
Kombination mit Progestin bei intaktem Uterus
Nur zur Prävention ! der Osteoporose zugelassen
Wirkung auf Knochendichte vergleichbar mit Bisphosphonaten
Reduktion des Frakturrisikos (mäßig gut gesichert)
WHI Studie: 30% weniger Wirbel-/OH-Frakturen
Dosen höher als für Kontrolle menopausaler Beschwerden
Wirkung nach Absetzen rasch reversibel
Beschreibe den Wirkungsmechanismus von SERM
Gewebeselektive Rezeptorwirkungen
Östrogen-agonistische Wirkungen um Knochen, Herzkreislaufsystem und Lipidstoffwechsel
Östrogen-antagonistische Wirkungen in Brustdrüse und Uterus
Beschreibe die Wirkungen von Raloxifen (SERM)
Knochenwirkungen: weniger stark antiresorptiv als BP oder Östrogene
Erhöht BMD in Postmenopause
Vertebrale Frakturen: ähnlich wirksam wie BP
Kein Einfluss auf nicht-vertebrale Frakturen
Reduziertes Brustkrebsrisiko (Tamoxifen-ähnlich Wirkung)
Keine Wirkung auf Endometrium/Endometriumkarzinomrisiko
Abnahme von Tot-C, LDL-C Aber: unverändertes KHK Risiko
Keine Besserung menopausaler Beschwerden
Kann vasomotorische Beschwerden (Flushes) sogar verschlechtern
Erhöhtes venöses Thromboserisiko
Schlaganfallrisiko unverändert aber mehr tödliche Verläufe
Nenne neben Raloxifen weitere SERMS
neuer: Lasofoxifen , Bazedoxifen
Tibolon: nur second-line für die Osteoporoseprävention zugelassen
Was gilt es allgemein zu der Arzneitherpie mit Calcium und Vitamin D zu beachten?
Vitamin D Mangelsymptome: Osteomalazie, Rachitis (mit Knochendeformationen)
Derzeit empfohlene tägliche Aufnahme: 600-800 IE Vitamin D3 (15-20µg Colecalciferol/d)
Bei älteren Menschen oder Osteoporose: 800-1000/2000 IE Vitamin D3 + 1-1,5g Calcium/d
Durchschnittliche Aufnahme in Österreich: 100 IE +0,55g Calcium/d (bei jungen Frauen)
Empfohlene maximale Zufuhr: umstritten: vermutlich höher als >2000 IE/d
Speicherform: 25-OH-Vitamin D3, lange Halbwertszeit
Wie funktioniert die Aufnahme/Metabolismus von Vitamin D?
Nahrung —> Cholecalciferol (= Calciol)
7- Dehydrocholesterin über Haut in Prävitamin D3 und dann —> Cholecalciferol
Cholecalciferol in Leber—> 25-Hydroxycholecalciferol (Calcidiol)
In Niere —> 1,25 Dihydroxycholecalciferol (D-Hormon, Calcitriol)
Nenne Gründe für einen Vitamin D Mangel
falsche Ernährung
Malabsorption
zu geringe Vitamin D-Ca- Zufuhr (UV)
im Alter verminderte: Aufnahme, Wirkung im Darm, Aktivierung (UV-Mangel)
Was ist der Nutzen von Calcium und Vitamin D Substitution?
Zu geringe Zufuhr mit Nahrung (subklinischer Mangel mgl)
Screening auf Vitamin D NUR bei gesunden Personen mit Hinweis auf Risikofaktoren mit Vitamin D Mangel!
Vitamin D Defizit/Mangel: 25-30nmol/L (<10-12ng/ml): NUR bei RISIKOpersonen Substitution für Knochengesundheit
Hinweise für 800 IE Vitamin D3 als Mindestdosis, Compliance entscheidet über Therapieerfolg
Derzeit keine Hinweise für Prävention anderer chronischer Erkrankungen oder Infektionen! (Hinweise auf Ausnahme: Prädiabetes mit hohem DM-Risiko)
Unklarer Nutzen von Vitamin D ohne gleichzeitige adäquate Calciumversorgung
Bei Gesunden Gabe von Calcium über normalen Bedarf hinaus nicht nützlich/nötig
Erhöhtes Risiko für Nierensteine bei langfristiger Substitution beider (+17% WHI)
Beide als wichtige Basis jeder Osteoporosetherapie
Vitamin D Tropfen für Kinder (Rachitisprophylaxe): 400 IE Vitamin D3/d
Nenne verschiedene Ca/Vitamin D Präparate und deren Indikation
Maxi KALZ
Calcium-Carbonat + 400-800 IE Colecalciferol
—> Osteoporose
CAL-D-VITA
Calcium Carbonat und 400 IE Colecalciferol
—> erhöhter Ca/Vit D Bedarf, Osteoporosebehandlung
Calcium Vit Hermes
Calcium Carbonat und 2000 IE Colecalciferol
—> kombinierte Calcium- und Vitamin D Mangelzustände
OLEOVIT D3 Vitavan
kein Calcium, 400 IE/Tropfen Colecalciferol
—> Vitamin D Mangel, Osteoporose, Hyperparathyreoidismus, Rachitis
ETALPHA kps, ROCALTROL
Vit D Analoga, keine renale Aktivierung notwendig
—> u.a. Osteoporose, Hyperparathyreoidismus, bei chronischer Niereninsuffizienz, Hämodialyse
Was gilt bei der Vitamin D /Calcium Substitution grundsärzlich noch zu beachten?
Cholecalciferol in zusätzlich genommenen OTV Multivitaminpräparaten (Information!, Nachfragen !)
bei gegebener Indikation ausreichende Dosis beachten:
Calciumpräparate unter 0,5 g/d nicht sinnvoll
Colecalciferol unter 800 IE/d bei Osteoporose nicht sinnvoll
Interaktionen (Calcium) möglich
oft schlechte Compliance bei Calcium
Nenne UAWs von Vitamin D/Calcium
Hypercalcurie, Hypercalcämie
KI: Hypercalcurie, Hypercalcämie, Nierenkalksteine, Nierenfunktionsstörungen, Hyperparathyroidismus, bestimmte Tumoren, Knochenmetastasen
Obstipation, Blähungen, Übelkeit, Magenschmerzen, Diarrhoe
THERAPIERELEVANT!
Welche Arzneimittelinteraktinen sind bei Calcium/Vitamin D zu beobachten?
Mit Thiaziddiuretika durch Hemmung der Ca Exkretion führen zu Hypercalcämie
Bisphosphonate, Tetrazyklin Antibiotika haben eine verminderte Resorption durch Ca (Pharmakokinetisch, siehe oben BP)
Nenne zwei beispiele für rekombinantes humanes Parathormon und dessen Dosierung
= Osteoanabolikum
Teriparatid (rhPTH 1-34)
Abaloparatid (rhPTH 1-34 ähnlich)
—> 1x tgl. s.c., sehr kurze HWZ
Nenne die Phamakodynamischen Wirkungen von rekombinantem humanem Parathormon
Paradoxe Wirkung, wenn geringe Dosen, intermittierend gegeben
Erhöhung der BMD (vertebral, extravertebral) durch netto Erhöhung der Knochenbildung in Frühphase der Therapie (anaboles Fenster)
Stimulation der OB Aktivität (aktiviert ruhende OB)
Welche Wirkungen zeigt rekombinantes humanes Parathormon?
Verminderung des Frakturrisikos (nachgewiesen für vertebrale F, nicht Hüftfrakturen)
Verminderung Osteoporose-bedingter Rückenschmerzen
Wirkung auf Therapiedauer beschränkt (derzeit Zulassung max. 2 Jahre, nicht wdh)
Was sind die Indikationen des rekombinanten humanen Parathormons?
(schwere) Osteoporose (F/M) oder
Bei (weiteren) Wirbelkörperfrakturen unter Antiresorptiva (va. Bisphosphonate)
Glucocorticoid-induzierte Osteoporose
Was muss in der Kombinationstherpie mit rekombinantem humanen Parathormon beachtet werden?
—> Wirkungsabschwächung bei Kombination mit Bisphosphonaten
Nenne UAWs von rekombinantem humanen Parathormon
Hypercalcämie, Hypercalciurie
Wadenkrämpfe
Rebound- Effekt am Therapieende
Nenne die pharmakodynamischen Aspekte von Romosozumab
mAb gegen Sclerostin (Wnt- Signalweg Inhibition durch Sclerostin wird antagonisiert)
Erhöhung der Knochenmasse (vertebral, extravertebral) durch netto Erhöhung der Knochenbildung
Vermehrte OB-Differenzierung
Transiente Zunahme von P1NP in ersten Monaten, anhaltende Abnahme von Type1 Collagen C-telopeptide bis 12 Monate unter Therapie
Wie wird Romosozumab angewendet?
Behandlung der manifesten Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit deutlich erhöhtem Frakturrisiko
Dosis: s.c. 1x pro Monat (Eliminations-hwz: 2 Wochen)
Maximal 12 Monate (Wirkung langsam reversibel, daher danach antiresorptive Therapie)
welche Wirkungen zeigt Romosozumab im Allgemeinen?
Verminderung des Frakturrisikos vertebraler Frakturen (nicht-vertebrale und Hüftfrakturen, va. bei schwerer Osteoporose)
Bei schwerere Osteoporose wirksamer als Alendronat
Nenne UAWs von Romosozumab
Derzeit Signal für Zunahme von MACE —> KI nach MI oder Schlaganfall
Abwägung Frakturrisiko vs. Kv-Risiko —> derzeit Reservemedikament für sehr schwere Fälle
Hypokalizämie
Beschreie allgemeine Maßnahmen bei ORIsiko bei der Frau
Primär/Sekundärprävention, nicht Evidenz-basiert
Diät: adäquates Körpergewicht
Ca: 1-1,5g
Vit D mind. 800 IE/d (Sonne)
eiweissreich
Bewegung (Förderung von Muskelkraft, Gleichgewichtssinn —> erhöht Knochenmasse, Sturzvorbeugung
Sturzprophylaxe (Schwellen, Sicht, etc.), Sturzanamnese ab 70 Jahren
Rauchstopp
Wie erfolgt die allgemeine Arzneitherpie bei O bei der Frau mit entsprechendem Risiko?
+ Verlaufskontrolle (biochemische Marker, Knochendichtemessung)
Bisphosphonate: oral (oder i.v.)
Alternativ: Denosozumab oder Teriparatid
bei sehr hohem Risiko: anabol wirksame
Teriparatid (2J), alternativ: Romosozumab (1J, noch wenig Erfahrung und kv KI!), gefolgt von antiresorptiver Therapie mit Bisphosphonaten
bei Unverträglichkeit von Bisphosphonaten: bei Frauen auch Raloxifen, Tibolon
Raloxifen: Risiko beachten, keine Beeinflussung von Oberschenkelhalsfrakturen erwiesen, hoches Brustkrebsrisiko als zus. Entscheidungskriterium
Östrogen/Progestin: strenge Indikationsstellung bei Prophylaxe (Therapie): nur wenn zusätzlich Indikation zur Therapie schwerer postmenopausaler Beschweren (und va. bei Patientinnen <10 Jahre nach Menopaise und fehlende KI)
KOmbination: Nutzen nicht belegt
Beschreibe die Arzneitherpaie corticosteroid-induzierter Osteoporose (Mann, Frau)
bei CS Therapie >3 Monate (Prednisolonäquivalent >7,5mg/d) und T-Score von -1,5 oder geringer
allgemeine Maßnahmen
adäquate Ca-VitD-Substi
zusätzlich Bisphosphonate (bsp. 1x/Woche p.o.) oder Teriparatid (s.c.) oder Denosozumab (s.c.)
regelmäßige jährliche Kontrolle der Knochendichte
bei CS-induzierter Hypercalciurie: Thiazide
Zuletzt geändertvor 12 Tagen