PTBS Definition
es muss ein traumatische Ereignis als Auslöser vorliegen (Diagnosekriterium)
entsteht nach einem Ereignis, das mit tatsächlichem oder drohendem Tod, schwerer Verletzung oder sexueller Gewalt verbunden ist
=> nicht jeder belastende Lebensabschnitt ist automatisch ein Trauma
Beispiele:
Verkersunfall, körperliche / sexuelle Gewalt, Krieg, Naturkatastrophen, schwere Unfälle
Diagnostik PTBS
Es muss ein traumatisches Ereignis als Auslöser vorliegen
Zeit: min. 1 Monat
3 Kernsymptomgruppen (ICD-11 & DSM-5)
Intrusionen
Belastende Erinnerungen/ Flashbacks, Albträume
Treten ungewollt & plötzlich auf
Vermeidung
Vermeidung von Erinnerung an Trauma
Gedanken, Gespräche, Ortr, Menschen, Situationen
Anhaltendes Bedrohungsgefühl (Hyperarousal)
Schreckhftigkeit, erhöhte Wachsamkeit(Hypervigilanz), Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit
Differentialdiagnose PTBS
Akute Belastungsreaktion / aktive Belastungsstörung
=> direkt nach einem Trauma sind starke Reaktionen normal
PTBS dann erst nach einem Monat
Ätiologie PTBS
=> Trauma ist notwendig, aber reicht zur Erklärung nicht aus
Biologische Faktoren:
Gene
Unterschiedlich Stressverarbeitung
Veränderung der Stresshormonregulation
Psychologische Faktoren:
Art der Verarbeitung Trauma
Negative Bewertung des Ereignis
Schuld- / Scharmgefühl
Soziale Faktoren:
mangelnde soziale Unterstützung
Wiederholte Traumatisierung
Anhaltender Stress nach Trauma
Therapie PTBS
Traumafokosierte Psychotherapie
= Behandlung 1. Wahl
Ziel:
Trauma verarbeiten
Belastende Erinnerungen neu einordnen
Vermeidung abbauen
KVT
dysfunktionale Gedanken
Vermeidungsverhalten
Übermäßiges Bedrohungsgefühl
EMDR: Eye Movement Desensitation & Reprocessing
bessere Verarbeiting traumatischer Erinnerungen
Medikamente : unterstützend
EMDR
= Eye Movement Desensizitation and Reprocessing
P. Erinnert sich an das Trauma
Gleichzeitig: bilaterale Reize (z.B.: Augenbewegungen)
=> bessere Verarbeitung der traumatischen Erinnerung
evidenzbasiertes Verfahren
Speziell bei PTBS eingesetzt
Zuletzt geändertvor 10 Tagen