Der Reihungsstil ist ein zentrales Merkmald er expressionistischen Lyrik. Dabei handelt es sich um eine schnelle Aneinanderreihung von Bildern und Sätzen, die nicht zwangsweise Verknüpft sein müssen. Ein Zusammendrängen wechselnder Bilder. Es wirkt, als würden Wahrnehmungsfetzen hintereinander gereiht und spiegelt zum Beispiel die chaotische Wahrnehmung in einer Großstadt. Es ist keine Ganzheit mehr zu erkennen, äußere und innere Eindrücke wechseln sich schnell ab. Diese schnellen schnell hintereinander Folgenden Bilder die das Auge erfasst, unterscheiden sich grundlegend von denen, die man auf dem Land aufnimmt.
Die kann Durch den Reihungsstil wird der Eindruck erzeugt, dass ganz viele Dinge und Ereignisse aneinandergereiht und gleichzeitig gesehen werden und geschehen —> Effekt von SImultanität.
Beispiel: Van Hoddis “Weltende”
Alfred Lichtenstein “Die Dämmerung”
Ein Kernthema in der expressionistischen Literatur ist der Vater-Sohn-Konflikt. Man spricht auch von der Literatur der Söhne gegen die Väter.
Mit dem Aufbegehren nach Freiheit und Erneuerung der Expressionisten gegen das Bürgertum geht es auch um ein Aufbegehren der Söhne gegen ihre Väter.
Die bestehenden Machtstrukturen und Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den Generationen und Rollenbilder werden genauso in Frage gestellt, wie das Männlichkeitskonstrukt des “familiären Versorgers”.
Der Vater steht hier als Metapher für soziale Machtverhältnisse. Er steht als Autorität, nicht nur im privaten, sondern auch im staatlichen, religiösen, industriellen und militärischen Kontext.
Zuletzt geändertvor 7 Tagen