5 Arten der Sehschädigung
Arten der Sehschädigung
(n. Krister Inder)
1. Ausfall / Beeinträchtigungen der Stelle des
schärfsten Sehens
2. Einschränkungen im peripheren Gesichtsfeld
3. Unwillkürliche Augenbewegungen - Nystagmus
4. Andere Formen, die mit einer Herabsetzung der
Sehschärfe einhergehen
5. [Zerebral bedingte Sehschädigungen]
Was ist das Funktionale Sehvermögen?
Umgang mit dem vorhandenen
Sehvermögen in alltäglichen Situationen
unter den dort vorhandenen
Sehbedingungen
(im Haus, beim Spielen, im Unterricht, in
bekannten und fremden Umgebungen, bei
Freizeitaktivitäten etc.)
Die 4 Auswirkungen von Sehschädigungen im Alltag? ( Degenhart)
• Kommunikation (von Person zu Person /
Gruppe)
• Orientierung & Bewegung
• Aktivitäten des täglichen Lebens (LPF)
• länger andauernde Aufgaben, die ein Sehen
in der Nähe erfordern (Lesen, Schreiben,
Spielen ...)
Was war der Braille-Skandal? (1910)
Braille-Skandal ~1910
• England (Harman)
• USA (Irwin)
• Österreich (Bürklen)
• Sehschwache Schüler/innen lesen die Punktschrift mit den Augen anstatt zu tasten, täuschen ihre Lehrer
Braille-Skandal
• Dieser „selbstmörderische Gebrauch“ des defekten Auges
veranlasst Karl Bürklen dazu in Purkersdorf bei Wien
1910 den ersten Schreib-Lesekurs für Sehschwache in Schwarzschrift anzubieten (vgl. Mersi 1985)
Was ist die Klein (1819): „usus-abusus-Hypothese“?
Klein (1819): „usus-abusus-Hypothese“:
Bei Gebrauch des schlechten Sehens, wird dieses noch
schlechter → Abnutzung → Sehschonungstheorie
Was bedeutet die Subsumierung der Sehbheinderten?
Beginn des 18 Jhd.Subsumierung (Unterordnen) der Sehbehinderten unter die Blinden
(J.W. Klein)
• Die Erziehungsbedürfnisse Sehbehinderter wurden
gleichgesetzt mit denen blinder Menschen
• „Halbblindheit“ – nicht richtig blind – nicht richtig sehend
Was ist die Ophtalmologie
Die Lehre vom Auge/ Sehen
• Levinsohn
• Bartels
• Herzog
• Redslob
Dies waren alles Augenärzte, die u.a. die
Gründung von eigenständigen „Unterrichts-
angeboten“ (Spezialklassen an v.a. Hilfs-
schulen oder eigenständigen Sehbehinderten-
schulen unterstützt haben (z.B. Martin Bartels
in Dortmund).
Diskussion auf Blindenlehrerkongress
1907 in HH
• Vortrag des Augenarztes Dr. Levinsohn
„Gehören Schwachsichtige in die
Blindenanstalt?
Sehbehindertenpädagogik = Heilpädagogik??
• Hilfschulwesen war heilpäd. orientiert
• Blinden- und Gehörlosenschulen galten
als Schulen eigener Tradition
• Dies schlug sich z.B. im Gehalt nieder
(Blindenoberlehrer)
• Gründung erster Sehbehindertenschulen
geschah auf Anregung von Augenärzten
durch Hilfsschullehrer (Niepel, Herzog)
Das Schwarzschriftlesen wurde erlaubt – die Sehschonung
war immer noch Prinzip
• Brailleförderung mit „Lesetüten“
Was hat Simon Heller bewirkt?
• Simon Heller, Direktor des israelitischen Blindeninstituts
„Auf der Hohen Warte“, Wien berichtet 1901 über gezielte
„Sehübungen“
• Ein als blind geltender Junge wurde durch gezielte
Übungen zum Lesen von Schwarzschrift gebracht →
Heftige Diskussionen
Heller bot außerdem Fingerübungen an
Wann begang der Wendepunkt von Sehschonung zur Seherziehung?
Wendepunkt: Von der Sehschonung zur
Seherziehung
• 1966 Beermann, HH
• 1964 Barraga, USA
• Beide wiesen in 2 Studien unabhängig von
einander nach, dass sich das Sehvermögen
durch gezielte Sehförderung verbessern lässt
• Studien: als blind geltende Kinder durch
gezieltes Programm zum Lesen der
Schwarzschrift gebracht
→ Forderung nach
Seherziehung als Unterrichtsprinzip
(Beermann 1966)
Was sind Aktuelle Herausforderungen in der Pädagogik Sehen/Blindheit?
• Weiterentwicklung der Einrichtungen → Förder- bzw.
Kompetenzzentren für die inklusive Beratung und
Unterstützung
• Blinde Schüler/innen als „Minderheit“ → Gefahr der
„Subsumierung“ unter die SB
• Kinder & Jugendliche mit komplexen Beeinträchtigungen
• Fachkräftemangel
Wer förderte die Low Vision Bewegung?
Natalie Barraga
Beermann & Barraga rüttelten die
Blindenschulen langsam „wach“
• Low Vision-Bewegung (Anne L. Corn,
USA; W. Rath, BRD) → bis heute
• 1970er Jahre Entwicklung des
„Fernsehlesegerätes“: Hohe Vergrößerung
möglich → mehr hochgradig
Sehbehinderte erhielten Zugang zur
Schwarzschrift
1971: Bernd Reinecker baute sein erstes
Bildschirmlesegerät
Was sidn die Wurzelen der Sehbehindertenpädagogik?
– Blindenpädagogik
– Ophthalmologie
– Heilpädagogik
Wie ist das Sytem der Blinden und Sehbehinderten Pädagogik aufgebaut?
Wer hat alles Einfluss auf das System der Sehbehinderten?
Einflüsse auf das System:
Selbsthilfeverbände
Internationale Entwicklungen
Hochschulen/Forschung
Berufsverbände
gesetzliche Vorgaben
Was sidn Beispiel für Selbsthilfeverbände?
• DBSV
• Bund zur Förderung Sehbehinderter
• DVBS
• Pro Retina
Was sind Berufsverbände?
• Verband für Blinden- und
Sehbehindertenpädagogik (VBS)
• International Council for Education of People
with Visual Impairment (ICEVI)
• Berufsverband der Reha-Lehrer/innen
Was sind die vier grundprinzipien der Frühförderung? (Heute)
• Ganzheitlichkeit
• Familienorientierung
• Interaktions- und Beziehungsorientierung
• Interdisziplinäre Kooperation und Teamorientierung
Erste Ansätze einer institutionalisierten
Frühförderung 50er Jahre?
• Im Bereich Hörschädigung :
Armin Löwe, Heidelberg
• Im Bereich Sehschädigung:
(50er Jahre des letzten Jhdts)
Theodor Düren, Hugo Schauerte, Wolfgang
Strehle, Düren / Soest
(Anfangs standen Familien mit einem blinden Kind im Fokus)
Beginn der „heutigen FF“ in den
1950er Jahren
• Anfängliches Ziel:
Schulfähigkeit des blinden Kindes „herzustellen“
• Fokus lag v.a. auf lebenspraktischen
Fertigkeiten (z.B. Jacke an- und
ausziehen etc.)
• Aber auch auf Spielanregungen etc.
Was hat die Etablierung der FF sehgeschädigert Kinder begünstigt?
• Anfänge an der Blindenschule
Düren und Verbreitung dieser
Idee auf Kongressen und
Tagungen
• 1965 Gründung der AG
Früherziehung im VBS
Empfehlungen des Deutschen
Bildungsrates „Zur
pädagogischen Förderung
behinderter und von
Behinderung bedrohter Kinder
und Jugendlicher (1973)
-> Aufbau vom flächendeckenden System
Was waren die Folgen der Bildungsratsempfehlung?
Folgen der Bildungsratsempfehlung:
• Auf- und Ausbaus des Systems Frühförderung
• Allgemeine FF:
• Interdisziplinäre FF-Stellen
• Sozialpädiatrische Zentren (meist an Kliniken)
Sinnesspezifische FF:
• Blinden- und sehbehindertenspez. FF-Stellen – meist an den Schulen
FF Hören
Spezifische Frühförderung im Förderscherpunkt
Schwerpunkt Sehen?
• Organisation
• Inhalte
• Personen
Welche Orgnisationsformen gibt es bei FF Sehen?
• Angebot von Schulen mit dem FSP Sehen
• In vielen Bundesländern kostenloses Angebot (Ausnahmen:
Bayern, Thüringen, Brandenburg, Hessen …)
• i.d.R. 1-2 wöchentliche Besuche (zu Hause / Kindergarten)
• Eltern-Kind-Kurse
• Oft als Ergänzung zur allgemeinen FF (Ausnahmen Hessen)
In einigen Bundesländern ist die spezifische FF ein kostenloses Angebot des Schulministeriums
• In anderen Bundeländern Finanzierung über KK und SGB
(→ teilweise Rahmenvereinbarungen) → unterschiedliche
Anbieter: Schulen (private Träger), andere Anbiete
Was sind Folgen der FF orgnaisation?
• Wenn FF ein zusätzliches kostenfreies Angebot über die Schulen (Schulministerien) ist, kann auch noch die allgemeine FF tätig werden
• Wenn Finanzierungsmodelle wie bei allgemeiner FF sind, dann ist häufig Konkurrenz die Folge
→ Nicht hilfreich für die Familien
Was sind inhaltliche Aufgaben der FF Sehen/Blindheit?
• Beratung der Familien (z.B. Interaktion, Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten)
• Entwicklungsdiagnostik bei Blindheit/ Sehbehinderung
• Diagnostik des funktionalen Sehvermögens
• Förderung / Unterstützung des Kindes:
– alle Entwicklungsbereiche;
– ein Schwerpunkt ist die Unterstützung und Förderung des
Sehvermögens
– Raumerfahrung (Lilli Nielsen – Little Room)
– Spez. Angebote bei komplexen Beeinträchtigungen
– u.v.m.
Welcher Personen sind bei FF tätig?
• Sonderpädagog*innen
• Psycholog*innen
• O&M/LPF-Fachleute
• Orthoptistin
• Frühförder*innen (BA – allg. FF)
• Erzieher*inne
• Heilpädagog*innen etc.
• Sozialpädagog*innen
Allgemeine vs. spezifische Frühförderung?
Was sind Eckpunkte der neuorientierung im Sonderpädagogischen Förderungsbereich?
International /national
Internationale Ebene:
➢ UNESCO: Salamanca-Erklärung (1994)
➢ WHO: ICF (2001)
➢ UN Behindertenrechtskonvention (seit März 2009
in Kraft)
Nationale Ebene:
➢ KMK-Empfehlungen zur sonderpädagogischen
Förderung in der BRD (1994)
➢ Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Sehen
(1998)
➢ Umsetzung der UN-BRK in den Bundesländern
Welche Prozesse umfasst die Inklusion ?
• Verbesserung der Teilhabe von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen an Lehrplänen, Inhalten und der Gemeinschaft der örtlichen Schulen
• Umstrukturierung von Schulkultur, Methodik und Praxis, so dass die Heterogenität der Bedürfnisse aller Schülerinnen und Schüler Beachtung findet
• Akzeptanz von Verschiedenheit als etwas normales und als reichhaltigen Schatz für alle Schülerinnen und Schüler.
• Akzeptanz der Tatsache, dass Inklusion in der Erziehung ein Aspekt von Inklusion in der Gesellschaft ist.
Welche besondern Sturkturen sind für die Inklusion von Blidnheit/SB nötig?
Durch das „seltenere“ Auftreten von
Blindheit/Sehbehinderung im Schulalter sind besondere Strukturen für die Inklusion notwendig
• Überregionales spezifisches Unterstützungs- und Beratungsangebot
– Mobiler Dienst / sonderpäd. Dienst
– Lehrkräfte „fahren“ zu den Schüler*innen an die örtlichen Schulen
• Unterstützung & Beratung der Lehrkräfte
• Unterstützung des Umfeldes
• Arbeit mit dem/der Schüler*in
• Kooperation mit Partner*innen vor Ort
-> Veränderte Lehrperson Rolle
Was fordert die UN-BRk und die FSP-Sehen?
• Erwerb von Fähigkeiten im Bereich O&M und LPF → Teilhabe an der Gesellschaft
• Erlernen von Brailleschrift & Bereitstellung von Lehrkräften, die diese vermitteln können
• Förderung der sozialen Kompetenzen
• Bereitstellung von Mitteln / Materialien etc.
• Vermittlung von alternativen Sprach- bzw. Kommunikationsformen → Taubblindheit wird explizit benannt
• Allgemein: Barrierefreier Zugang zu Bildung / Bildungssystemen
Was ist bezogen auf unseren Bereich nun
gefordert?
• Beratungskompetenz bei den Lehrer/innen im FSP Sehen
• Entwicklung didaktischer Lernarrangements, die das
gemeinsame Lernen von sehenden, anders sehenden und nicht sehenden Schüler/innen unterstützen
• Weiterentwicklung der Schulen für Blinde und Sehbehinderte zu Beratungs-, Förder- und Kompetenzzentren
• Adapatierte Lernmedien (Schulbücher, Arbeitsblätter), die dann vorliegen, wenn die sehenden Mitschüler/innne diese auch benötigen
• Abbau von Barrieren für Lernen und Teilhabe (Umgebungsgestaltung)
• Im besten Fall Umsetzung des Ansatzes „Universal Design for Learning“
Wa sist das ISaR-Projekt?
• Eine virtuelle Plattform, die der Weiterentwicklung inklusiver
Bildung von Kindern und Jugendlichen im FSP Sehen anbietet
• U.a. finden Sie dort einen Didaktikpool mit Ideen, die von Kolleg/innen entwickelt wurden
Beratung & Unterstützung von Schüler/innen mit einer Sehschädigung an allgemeinen Schulen?
• mobile Beratung und Unterstützung durch Blinden- /Sehbehindertenpädagog/innen
• Begleitende Dienste
• Kurse / Wochenenden für Schüler/innen
• Medienzentren (Punktschriftumsetzung, taktile Grafiken)
• ISaR
Mobile Beratung & Unterstützung durch Blinden- /
Sehebhindertenpädagog/innen?
Stundenzahl ist abhängig vom sonderp. Förderbedarf
• Bei Sehbehinderung i.d.R.: 2 – 4 Std. / Woche
• Bei Blindheit: 4 – 11 Std. / Woche
• Bundesweit große Unterschiede
Schwerpunkte:
– Didaktisch-Methodische Hinweise zur Unterrichtsgestaltung
– Spezifische Förderangebote für das Kind
– Beratung aller beteiligten Personen bzgl. der Sehschädigung
– Einarbeitung d. Integrationshelfers
– „Anwalt“ des Kindes
Für was sind Medienzentren gut?
• Umsetzung von Schulbüchern
• Bereitstellung von PDF-Dateien für Schüler/innen mit
Sehbehinderung
• Taktile Grafiken / Modellen
→Bundesweiter Austausch
Voraussetzungen / Gelingensbedingungen für
Inklusion im FSP Sehen?
• Allgemeine Schule übernimmt die
Verantwortung (es ist IHR/E Schüler/in)
• Klare Rollenverteilung (Lehrkräfte, B&U,
Schulhelfer…)
• Verlässliche Beratung & Unterstützung
(Ziel → es muss auch laufen, wenn die
Beratungslehrkraft nicht da ist)
• Fortbildung der Lehrkräfte
• Angemessene Hilfsmittel- und Medienversorgung
• Schülerkurse (Austausch, Aufgreifen von Themen, die vertieft werden müssen)
Landesförderzentrum Sehen, Schleswig
Integration / Inklusion seit 1983
Entwicklung
• 1983 Gründung als Schule ohne Schüler, 40 SuS, 7
Lehrer/innen → Zielgruppe Schüler/innen mit Sehbehinderung
(inkl. Frühförderung)
• 1986 Start des Modellversuchs zur Gestaltung des Übergangs
von der Schule ins Arbeitsleben
• 1987 Erweiterung der Zielgruppe auf blinde Kinder &
Jugendliche
Heute
• Über 1.000 SuS (inkl. Frühförderung)
• 80 Kolleg*innen – multiprofessionelles Team
• 20 Plätze (Internat) an der Schule für Bl/Sb in HH
Sonderpädagogsicher Dienst
Was sind die Zielfragen von O&M?
Wie gelingt räumliche Bewegung und Aneignung des Raumes unter nicht-visuellen Bedingungen?
Einbettung der Thematik in ein umfassenderes Verständnis
von Wahrnehmung & Bewegung (Walthes 2022, 177)
Welche Besonderen Aspekte beachtet O&M?
Übertragung auf Geburtsblinde Menschen
Begriffsbildung
Umweltmuster
Besondere Bedürfnisse von Kindern
Besonderheiten bei Sehbehinderung
Besonderheiten bei Komplexer Beeinträchtigung
Wie wird O&M finaziert?
Krankenkasse finanziert „Einübung in den Gebrauch des
Hilfsmittels“ → Langstock
Wird vermittelt durch speziell ausgebildetet Reha-Lehrer
(Ausbildung in Marburg und HH möglich)
Auf was wird beim O&M Training im vorschulischen Bereich fokussiert?
Vermittlung von Bewegungsfreude
Orientierungsstartegien
Schutztechniken
Sehende-Begleiter-Techniken
Echolokalisation
Was sind die Inhalte einer klassichen O&M Schulung?
• Gehen mit sehender Begleitung, Begleittechniken
• Körperschutztechniken
• Orientierung in bekannten Innenräumen
• Langstocktechniken (Pendeltechniken, Diagonaltechniken,
Techniken für Treppen)
• Orientierung in bekannten Räumen, häuslicher Umgebung,
in ruhigen Wohngebieten, dann kleineren Einkaufsgebiete,
ampelgeregelte Kreuzungen, dann belebte Gebeite usw.
• Orientierung in unbekannten Räumen
• Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel
Was sind Aspekte von O&M mit Low Vision?
• Nutzung des vorhandenen Sehvermögens, so weit es möglich ist
→ Einsatz eines Monokulars im Alltag
→ Einsatz von iPhone & Apps zur Navigation
Bei Problemen mit dem Dämmerungssehen oder
entsprechenden Gesichtsfeldausfällen auch Langstockeinsatz
Wie sieht die Ausbildung zum Rehalehrer aus?
• IRIS-Institut, Hamburg (O&M, LPF getrennt –
jeweils 9 Monate oder kombiniert 16 Monate)
• RES, Marburg (nur kombiniert – Fachschule -
16 Monate)
• Schweiz – Weiterbildung mit Diplom:
Rehafachperson im
Sehebehindertenbildungswesen
– Schwerpunkt O&M
– Schwerpunkt LPF
– Schwerpunkt Low Vision
• USA: Hochschulstudium
(meist in Kombination mit TVI – Teacher for the Visually Impaired)
Wie entwicklete sich die berufliche Bildung blinder und
sehbehinderter Menschen?
Bereich Blindheit
• Historisch: Nachweis der Bildungsfähigkeit
• Vom Bettler zum Ernährer
• Blindenhandwerk
Im Bereich Sehbehinderung
• Waren anfangs nicht sichtbar
• Es gab früher viele Arbeiten bei denen ein genaues
Detailsehen nicht notwendig war
• Heute immer höhere Sehanforderungen
Blindheit / Sehbehinderung
• Hilfsmittel erschließen neue Arbeitsfelder für blinde und
sehbehinderte Menschen
• Dennoch ist die Berufspalette im nicht-akademischen
Bereich sehr eingeschränkt
Was sind die drei Sektoren der Beruflichen Bildung in D?
Duales Studium
Schulberufssystem: Ausbildung erfolgt nur in der Berufsschule
Übergangssystem
– Für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz im dualen oder schulischen
System
– Teilnahme an berufsvorbereitenden Bildungsgängen möglich
– Ziel: Verbesserung beruflicher und persönlicher Kompetenzen
Wei sieht das System der beruflichen Bildung bei Blindheit udn Sehbehinderung aus?
Mit Schulabschluss
Berufsgrundschuljahr ( m. Haupt/ Realschulabschluss)
Berufserprobung
Ausbildung auf dem 1 Arbeitsmarkt
Spez. Ausbildung im Berufsbildungswerk für Jgdl: mit annerkannter Schwerbehidnerung
Studium (Abi)
Ohne Schulabschluss:
Berufsvorbereitungsjahr -> Hauptschulabschluss
Übergangssystem schulische bzw. berufsvorbereitende Qualifizierungs maßnahmen
Welche exklusiven Einrichtungen gibt es im System Bl/ Sehbehindertenpäd.?
• Spezifische Berufsbildungswerke (mit spezfisch.
berufsbildender Schule)
– Chemnitz, Soest, Stuttgart
• Spezifische Berufsförderungswerke
– Düren, Halle, Mainz, Würzburg
• Weiterführende Schulen
– Marburg, Königs-Wusterhausen, Soest …
• Begleitete betriebliche Ausbildung vor Ort
– Schleswig, Soest, Stuttgart …
Welche Zugänge gibt es für Jugendliche mit BL/Sb zum 1 Arbeitsmarkt?
Was sind BerufsbilungsWerke? (BBWS´s)
• Erstausbildung für Jugendliche mit Blindheit /
• Berufsvorbereitende Maßnahmen
• Arbeitserprobung
• Blindentechnische Grundausbildung
Was sind Berufsförderungswerke (BFWs)
BerufsförderungsWerke (BFWs)
• Umschulung bei im Lebenslauf erworbener
Sehschädigung
• Reha-Maßnahmen, die der beruflichen
Wiedereingliederung dienen
• Hilfsmittelerprobungen
Wie sieht die Ausbildung vor Ort auf dem 1 Arbeitsmarkt Inklusiv aus?
• Beratung & Unterstützung durch Blinden- und
Sehbehindertenpädagog/innen
• BBW Soest Mobilis
• Landesförderzentrum Sehen, Schleswig
• Integrationsfachdienste unterstützen Betriebe und
Menschen mit Behinderungen bei der Eingliederung auf
dem 1. Arbeitsmarkt
Welche Ausbildungsbereiche gibt es an BBWs?
•Informationstechnik (IT)
•Ernährung und Hauswirtschaft
•Gartenbau
•Gewerblich-technischer Bereich (v.a. Metall)
•Handwerk
•Wirtschaft und Verwaltung
•Soziales (Sozialassistenzkraft)
Im dualen System stehen den Jugendlichen
ca. 330 Ausbildungsberufe zur Verfügung!
Warum sind indviduelle Lösungen der Weg?
Individuelle Lösungen sind der Weg:
„Aufgrund der relativ geringen Zahl von blinden und hochgradig
sehbehinderten Menschen in qualifizierten Berufen dürfte ihre
berufliche Teilhabe durch individuelle Inklusion oft vorteilhafter sein als
durch größere Gruppenmaßnahmen“ (Bach 2018, 270).
Welches Ziel verfolgen die Werkstätten für behinderte Menschen
(WfbM)
• Einrichtung zur Teilhabe behinderter Menschen am
Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben
(SGB IX, § 136)
• Berufliche Rehabilitationseinrichtung
Aufnahme: … wenn erwartet werden kann, dass ein Mensch mit
Behinderung eine „Mindestmaß an wirtschaftlich
verwertbarer Arbeitsleistung erbringen wird“ (ABC 2011,
266)
Welche drei bereiche gibt es in der (WfbM)
Eingangsverfahren
– Ermittlung für welche Tätigkeiten der Mensch
in Frage kommt, bzw. ob er in der WfbM tätig
sein kann
Berufsbildungsbereich
– Förderung, dass eine Tätigkeit in der WfbM
oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
möglich ist
Arbeitsbereich
– Unterschiedliche Arbeitsplätze in der
Produktion
Wie sieht die Entlohnung aus an einem WfbM bzw. im Arbeitsbereich?
• Im Arbeitsbereich Entlohnung durch die Werkstatt
verpflichtend vorgeschrieben, wobei in der Regel
mindestens 70 % des Arbeitsergebnisses ausgeschüttet
werden müssen
• Mind. 133 EUR / Monat (§125, SGB III)
→ Je nach Träger kann es auch mehr sein
• Durchschnitt (2022/23): 230 EUR
Welche Alternative gibt es zur Werkstatt?
Tagesförderstätte bzw. Förder- und Betreuungsbereich
– für Menschen mit komplexem Hilfebedarf, der in der Werkstatt
nicht berücksichtigt werden kann
Welche Werkstätten gibt es für Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen?
• Tagesförderstätten
• oft in Verbindung mit Wohnangeboten
• z.B. Südbayrische Wohn- und Werkstätten für Blinde und
Sehbehinderte in München
• Spezifisches Angebot für Menschen mit Hör-
Sehschädigungen in Fischbeck (Deutsches
Taubblindenwerk)
Ziel aller Maßnahmen (inklusive und exklusive) ist
Teilhabe am 1. Arbeitsmarkt
1. Arbeitsmarkt (Allgemeiner Arbeitsmarkt)
– reguläre Beschäftigung
– tarifliche oder arbeitsvertragliche Bezahlung
– sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse
– Beschäftigung bei privaten und öffentlichen Arbeitgebern
2. Arbeitsmarkt
– geförderte Beschäftigungsformen
– z. B. Werkstätten für behinderte Menschen und Inklusionsbetriebe
– zusätzliche Anleitung und Begleitung
– Einsatz des Budgets für Arbeit mit Lohnkostenzuschüssen
– Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt möglich
Wie ist die Ausbildungssituation für Menschen mit B?
Ausbildungssituation
• Ausbildungsplätze sind vorhandenn
• Qualifikationen reichen oft nicht aus
Behauptung gegen nicht behinderte Mitbewerber/innen
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
• Stellenabbau trifft auch MmB
• Wenn MmB arbeitslos werden, haben sie es deutlich
schwerer wieder eine Arbeit zu finden → Faktor Alter
• Viele Schwerbehinderte sind lanzeitarbeitslos
Wie sieht die Fördeurng im Arbeitsleben nach dem SGB aus?
Maßnahmen für MmB:
– Finanzielle Hilfen, Beratung etc.
– Arbeitsassistenz
– Betreuung und begleitende Hilfe im Arbeitsleben durch
Integrationsfachdienste
- Sog. begleitende Hilfen im Arbeitsleben → durch
Integrationsämter
-MmB haben einen besonderen Kündigungsschutz → nur
nach Rücksprache und Zustimmung des
Integrationsamtes möglich → Suche nach neuen
Lösungen bevor Arbeitsplatz aufgegeben wird
Maßnahmen für Arbeitgeber
mit dem Ziel; Betriebe in
Lage zu versetzen chancengleiche Bedingungen für MmB
zú schaffen (wird finanziert aus Ausgleichsabgabe)
– Z.B. behinderungsspezifische Ausstattung des Arbeitsplatzes:
Braillezeile, BLGs, Adaptionen von Maschinen etc.
Was ist “Unterstützte Beschäftigung”?
individuelle betriebliche Qualifizierung, Einarbeitung und
Begleitung behinderter Menschen mit besonderem
Unterstützungsbedarf in Betrieben des allgemeinen
Arbeitsmarktes.
• Ziel dieser Unterstützung ist ein sozialversicherungs-pflichtiges
Beschäftigungsverhältnis.
• Wesentlich bei der Unterstützten Beschäftigung ist der Grundsatz
‚Erst platzieren, dann qualifizieren‘“ (ABC Behinderung & Beruf).
Wie läuft eine Qualifizierung für eine Unterstzütze Beschäftigung ab?
Qualifizierungsphase: Durchführung von einem Träger
der Unterstützten Beschäftigung, den der
Rehabilitationsträger beauftragt (z.B.
Integrationsfachdienst, oder anderer Träger)
Qualifizierungsphase dauert bis zu 2 Jahre, in
Ausnahmefällen bis zu 3 Jahre.
In der Zeit der Qualifizierung sind die Teilnehmer
sozialversichert.
• Falls nach der Qualifizierungsphase weitere
Unterstützung notwendig ist
→ Berufsbegleitung möglich → Finanzierung dann über
das Integrationsamt
Was für einen Wandel gibt es in der Arbeitswelt?
Wandel der Arbeitswelt
• Flexibilisierung & Prekarisierung
• Widersprüchliches Arbeitsethos
• Zerstörung der Lebensgrundlagen durch Arbeit
Wie siehtd er Übergang von Schule ins Arbeitsleben bei LSF SL aus?
Beratung der Jugendlcihen im Hinblick auf ihre Sehschädigung z.B Überprüfung, Ausstattung mit Hilfsmittel, Einschätzung des Sehvermögens
Unterstützung bei der Erweiterung eigener Handlungsmöglichkeiten Z.B O&M, LPF, Soziales Verhalten, kreative Lebensgestaltung
Berufswahlvorbereitung während der Schulzeit z.B Praktika, Betriebs udn Arbeitsplatzerkundung Informationen zum SGB, Suche nach Ausbildungsplätzen
Unterstüzung während der Ausbildungz.B Arbeitsplatzgestaltung, Konzepte zur Fortbildung, Informationen für Berufsschullehrer,
3 Phasen der Berufsorientierung / -vorbereitung
• Orientierungsphase (früher ab Kl. 8 – heute schon eher
Kl. 6/7)
• Entscheidungsphase
• Realisierungsphase
Welche Bereiche umfasst LPF?
Vermittlung von Techniken zu einer
selbstängigen Lebensführung:
– Wohn- und Essenssitutionen
– Haushaltsgestaltung und Reinigung
– Kleidung und Körperpflege
– Kochen
– Kommunikation (Umgang mit Behörden, Zahlungsmittel,
Banken …)
– Medien (spez. Hilfsmittel)
– Gesellschaftliche Organisations- und
Umgangsformen
Worum geht es eigentlcih ebi LPF?
• Motorisches Lernen unter nicht-visuellen Bedingungen (bzw.
beeinträchtigtem Sehen)
• Erarbeitung „nicht-sehendgerechter Methoden
und Strategien“
• Vermittlung motorischer Fähigkeiten ist mit
eines der Hauptthemen
Wie wurde der Begriff Low Vison geprägt?
• Begriff wurde erstmals Ende der 40er Jahre in den USA
geprägt
• Mitte der 80er Jahre Versuch der Etablierung in der BRD
durch RATH
• Hintergrund:
Von der Sehschonung zur Seherziehung
• Low Vision-Bewegung (Anne L. Corn, USA;
W. Rath, BRD) → bis heute
Fernsehlesegerätes: Hohe Vergrößerung
möglich → mehr hochgradig Sehbehinderte
erhielten Zugang zur Schwarzschrift
Warum wurde der Begriff Low Vision gewwählt?
Durch die Anwendung des Begriffs soll vermieden werden, sich ständig auf Defizitbeschreibungen wie (Seh)-,Behinderung’, (Seh)-,Rest’ oder (Seh)- Schwäche’ zu beziehen.
Der Begriff ist bewußt gewählt, weil er im deutschsprachigen Raum bisher nicht mit Grenzwerten oder Zuschreibungen von Blindheits- oder Sehbehinderungs-definitionen belegt ist.
Low Vision heißt: Erziehung zum Sehen und sinnvolle Nutzung auch des geringsten Sehvermögens, unabhängig von gesetzlichen, pädagogischen oder medizinischen Definitionen”
Was wird noch unter dem Begriff Low Vision verstanden?
• bewusster Verzicht auf Festschreibungen
• Low Vision als Haltung
• das Sehvermögen einer Person ist entscheidend nicht der
Seh-Rest oder das Restsehvermögen
• für ein von Geburt an mit einer Sehschädigung
aufgewachsenes Kind ist das vorhandene Sehvermögen alles
– es gibt keinen „Rest“
• Unterschied:
– erworbene Sehschädigungen
– fortschreitende Sehschädigungen
Was sind Teilfunktionen des Sehens?
• Sehschärfe (Ferne / Nähe) → Vergrößerungsbedarf!
• Gesichtsfeld
• Farbensehen
• Kontrastsehen / Kontrastsensibilität
• Beidäugiges Sehen
• Hell-Dunkel-Adaptation
Welche Sezifischen Qualifikationen gibt es im Bereich Low Vision?
Augenoptiker/innen: Weiterbildung zur Fachberater für Sehbehindert (WVAO)
Low Vison Kreis daruaf aufbauend
Pädagog/innen: Zertifikatsstudium Low Vison in päd. Arbeistfeldern
Notwendige Low Vision Kentnisse?
• Verstehen (und Übersetzen) der ophthalmolog. Berichte
• Durchführung der Einschätzung zum Funktionalen Sehvermögen (mit unterschiedlichen Altersgruppen: FF, Schule, Übergang Schule / Beruf; Kinder und Jugendliche mit komplexen Beeinträchtigungen)
• Entscheidung über optische und nicht- optische Hilfen / Hilfsmittel und Gestaltung von Umwelt und Material
• Förderung und Unterstützung des Sehvermögens (Sehstrategien, Hilfsmittelschulung etc.)
Was sind höhere visuelle Wahrnehmungsleitungen?
• Visuelle Aufmerksamkeit
• Bewegungssehen
• Visuell-räumliche Wahrnehmung
• Farbwahrnehmung
• (Wieder-)Erkennen von Linien,
Linienrichtungen, Gesichtern,
Formen, Objekten, Bildern etc.
Nach welchen Aspekten wird bei Low Vision Beratung und Förderung geschaut?
• Ermittlung des Rehabilitationsziels
• Erfassung der Sehschädigung sowie Informationen
über deren Verlauf und Ursache
• Analyse des Funktionsverlustes bzw. der Art und
Weise des funktionalen Sehens
• Anpassung vergrößernder Sehhilfen (optische,
elektronische und ergonomische) oder anderer
Hilfsmittel (bzw. Umweltgestaltung)
• Wiederherstellung der Lesefähigkeit
• Verbesserung im dinglich-räumlichen Umfeld (Licht,
Farbe, Kontrast)
Was ist der Unterschied zwischen Funktionalem und Funktionellem Sehen?
Funktional: Sehen im Alltag
• unter den dort gegebenen Bedingungen
• (Sonder-)Pädagogisches Anliegen
Funktionell: Messung unter klinischen Bedingungen
Wie kann das Funktionale Sehen eines Kinde eingeschätzt werden?
Einschätzung des Funktionalen
Sehens
• Infromationen der Eltern / Personen, die
täglich mit dem Kind umgehen sind von hoher
Bedeutung (→ „Fragenkatalog“)
• Es braucht Ruhe und Zeit
• Die Funktionale Einschätzung reflektiert
Alltagsaktivitäten & Alltagsleben
• Sie ist der Schlüssel um herauszubekommen
welche Lernmöglichkeiten ein Kind hat /
haben wird
• Qualitative & Quantitative Beschreibung
notwendig (verständlich für Nicht-Fachleute)
1. Versuch die visuelle Wahrnehmung einer Person besser
verstehen und nachvollziehen zu können
2. Suche nach Anknüpfungspunkten für die weitere
Unterstützung bzw. Gestaltung des Sehvermögens
Einschätzung nach Möglichkeit in der natürlichen
Umgebung des Kindes
Einsatz von Lieblingsspielzeug / dem Kind bekannte Objekte
• Beobachten der Bewegungen (z.B. Raumwechsel)
• Einbeziehen aller Personen, die im Alltag mit dem Kind zu tun
haben
• Beobachten von alltäglichen Tätigkeiten (Essen, Spielen etc.)
• Einsatz von (kindgerechten) Testverfahren
Welche Informationen sind bei der Einschätzung des Funktionalen Sehens bedeutsam?
Diagnose
• Klinischer / augenärztlicher Befund
(Sehschärfe, Gesichtsfeld, Augenmotorik
etc.)
• evtl. weitere medizinische Informationen bzgl.
des Entwicklungsstandes (Neurologe,
Pädiater ....)
• Refraktion / Gläserkorrektur
• optische Hilfsmittel
Was sind möglcihe Auswirkungen im Alltag bei Erkrankungen wie einer Makuladegeneration/ Linsentrübung/ peripherer Gesichtsfeldeinschränkung
Kommunikationssituationen
Orientierung & Bewegung
Alltagspraktische Fertigkeiten
Länger andauernde Nahaufgaben (z.B. Lesefähigkeit)
Wie wirkt sich Sehbeeinträchtigung auf Soziale Kompetenzen aus?
In sozialen Kontexten schauen wir uns ganz viel über
Nachahmung ab
• Mimik & Gestik werden evtl. erschwert wahrgenommen
• Für andere ist die Sehbehinderung nicht unbedingt
offensichtlich erkennbar
→ Missverständnisse können entstehen
Wie wirkt sich Blindheit auf Soziale Kompetenzen aus?
• Visuelles Nachahmungslernen ist kaum oder gar nicht
möglich
• Das Wissen über die Rolle von Mimik und Gestik in
Kommunikationssituationen muss vermittelt werden
• Blindheit ist evtl. deutlicher erkennbar (z.B. Langstock) –
Sehende sind dann oft unsicher
In welchen Asekten spielt Soziale Kompetenz eine wichtige Rolle
grundfertigekiten des Lebensalltags
Zurchtekommen im öffentlcihen Leben
ÖPNV
Techniken der Selbstbehauptung und Durchsetzung
Angebote zur Unterstützung bei der Entwicklung sozial
kompetenten Verhaltens sind notwendig
• Aber vor allem auch: Sensibilisierung des sozialen Umfeldes!!
• Altersangemessenes individualisiertes Vorgehen notwendig!
Spezifische Inhaltsbereiche im Kontext von
Blindheit & Sehbeeinträchtigung mit sozialer Kompetenz?
• Personal Management / Self Care (z. B. Umgang mit der eigenen Sehbehinderung/Blindheit)
• Lebenspraktische Fähigkeiten und Orientierung & Mobilität
• Auseinandersetzung mit der Berufswelt
• Soziale Interaktion (z. B. nonverbale Kommunikation,) /
Freizeitverhalten.
Wie kann das Behinderungsverstädnis aufgearbeitet werden?
Soziale Kompetenz ist im Bereich der Sonderpädagogik nur definierbar im Zusammenhang mit dem Behinderungsverständnis
Möglichkeiten der Aufarbeitung
• z.B. in Form von Kursangeboten für Schüler/innen –
altersspezifisch:
– Spielen / Spielentwicklung
– Non-verbale Kommunikation
– Aufbau von Freundschaften
– Theaterpädagogische Ansätze
– Rollenspiele
– Reflexion von gesellschaftl. Normen Minderheit / Mehrheit
Unterschied Blindheit & Sehbehinderung (Soziale Kompetenzen)
• Blindheit ist für Umfeld offensichtlich
• Sehbehinderung sieht man den betroffenen Personen nicht
immer an …
Was sind basale visuelle Fähigkeiten?
Visuelle Aufmerksamkeit
• Lokalisieren eines Objekts
• Fixieren eines Objekts
• Visuelles Abtasten eines Objekts
• Visuelles Verfolgen eines Objekts
• Blick zwischen Objekten oder Personen
wechseln (Shift of Gaze)
Zuletzt geändertvor 17 Tagen