Was ist eine Steriotypie?
Ständig wiederholte, gleiche Verhaltensweisen ohne Zweck oder Nutzen.
Sie entstehen oft über längere Zeit von Stress, Langweile, Frustration oder nicht Artgerechte Haltung.
Bär, Löwe, Tiger : Hin und herlaufen entlang des Gehegerandes
Elefant: Hin und her schaukeln mit kopf und körper
Papagei: Federrupfen und wippen
Pferd: Weben und Koppen
Schwein: Stangenbeissen oder leerkauen
Nagetier: Kreislaufen oder Gitterbeißen
Was ist die größte problematik im Verständniss und der Kommunikation mit Tieren?
Wir können oft nicht auf der selben ebene und mit den selben Mitteln kommunizieren.
– Anatomisch
– Gehör
– Geruch
– Sicht
ist oft weniger gut bei uns ausgeprägt als bei den Tieren
Welche Arten von geruchs kommunikatoren gibt es?
Mikrosmarten – wenig ausgeprägter geruch
( zb primaten, Vögel, Menschenaffen )
Anosmarten – Sehr schlecht bzw nicht ausgeprägter geruchsinn – ( Delfine, Bartenwale, Zahnwale ) Oft meeressäuger da geruch unter wasser reduziert ist
Makrosmart – Sehr gut ausgeprägter Geruchssinn
( zb. jakopsches organ bei schlangen ) ( Hunde, Wölfe, Füchse, Bären, Elfeanten, Ratten, Schweine etc. )
Was ist Paarungsverhalten?
Das veränderte Verhalten in der Paarungszeit
– Nest, höhlen bau etc.
– Rosse, stierigkeit, rolligkeit etc.
– Balzverhalten der Männlichen Tiere ( tanzen, präsentieren, singen, nestbau, schau kämpfe etc)
– Ganzjährig, saisonal, Tages
Was ist das Appetenzverhalten bei Raubtieren?
Um den Hunger reitz zu erfüllen ist eine gewisse reihenfolge notwendig.
– Hunger
– Futtersuche
– Tötung und verzehrung
Oft bei Wölfen die zb in einen Hühnerstall kommen ist dieses verhalten gestört da der reiz bei jedem Tier sofort wieder ausgelöst wird und dadurch tötet er im stress alle hühner, statt nur die die er wirklich verzehren würde.
Welche sozialtypen gibt es?
Einzegänger: Männliche Tiere und weibchen ohne jungtiere Leben alleine und treffen sich nur zur paarungszeit für den deckakt und seperieren sich dann wieder
( weibchen mit jungtier ist kein einzelgänger )
zb. männliche Hamster, Bären, Tiger, fast alle Katzen ausser Löwen, igel
Saisonale partner: Einzelgänger bis auf 1 oder jede saison
Monogame paare: Leben in einer monogamen partnerschaft zur brutzeit oder langfristig ( siamang, schwäne, tauben) oft kümmern sich beide eltern um den nachwuchs
Polygame paare: Leben in einer polygamen partnerschaft zur brutzeit oder langfristig ( bonobo)
Familien: Besteht hauptsächlich aus elterntieren und ihren Nachkommen zb. Elefentenherde, Löwenrudel, Wolfsrudel, Gorilla gruppen
Die jungtiere werden oft von der gruppe geschützt und betreut
Harem: Ein männchen lebt mit mehreren weibchen und deren jungtiere zusammen
( Dscheladas, Pferde, Seehunde und Seelöwen, Löwen )
Herden und schwärme: Viele Tiere leben in großen Gruppen zusammen ohne das sie verwandt sein müssen
Vorteil - shutz vor feinden, gemeinsame nahrungssuche und bessere orientierung
( zb. Fischschwärme, Starenschwärme, Büffelherden, Hirschrudel, Orca ohne kind )
Kongressionsherde: zusammenschließen für große migrationen über einen bestimmten zeitraum
Staat / eusoziales sozialsystem:
Hoch entwickelte lebensform wo arbeitsteilung, fortpflanzung nur mit gewissen tieren, gemeinsame aufzucht und das zusammenleben mehrere generationen besteht.
( Ameisen, Bienen, Hummeln, Termiten, manche garnelen )
Colonie: Eine große gruppe die sich nicht individuell kennen aber erkennen. ( fledermäuse, krähen)
Was versteht man unter Rangordnung
Innerhalb einer Gruppe gibt es eine soziale Hirachie. Manche Tiere haben höheren Rang als andere.
Rangordnung regelt den zugang zu:
– Futter
– Wasser
– Schlafplätzen
– Paarungspartnern
Bsp. – Hühner ( hackordnung )
– Wölfe
– Primaten
– Pferde
Welche Paarungs und fortpflanzungssysteme gibt es?
Polgynie: 1 männchen + mehrere weibchen ( Löwe, Gorilla )
Polyandrie: 1 weibchen + mehrere männchen ( Jacana, manche schnepfenvögel )
Promiskuität: Männchen und weibchen haben mehrere partner ( schimpansen, wildschweine, Nager)
Was ist ein sympathisches und parasympathisches Verhaltenssystem?
Sympathisches: – Flucht, Verteidihgung, Angst, Stress
Parasympathisches: Ruhephasen, Verdauung, Immunsystem
Was ist der Unterschied zwischen Angeborenen und Erlernten Verhaltensweisen?
Angeboren: Angeborenes verhalten das von geburt an vorhanden ist.
Unbedingte Reflexe, Sie sind durch sogenannte reflexbögen gekennzeichnet.
Es sind angeborene reflexe wie Puppilenreflexe, speichelreflexe, Klammerreflex, Saugreflex, etc.
Erlerntes Verhalten: Bedingte Reflexe: Durch erfahrungen entstandene Reaktionen auf Reize ( durch konditionierung )
zb. Nahrungssuche, Nestbauverhalten, Schutz und Jagdt verhalten
aber auch in Tierversuchen gelernte verhalten.
Was versteht man unter Instinkt?
Instinkt ist sehr ähnlich dem Angeborenen verhalten - Im erbgut festgelegte verhaltensmuster.
Ausgelöst durch einen Schlüsselreiz folgt eine festgelegte Handlung - das Tier denkt nicht aktiv nach.
Was versteht man unter Fehlprägung und welche Probleme bringt diese ?
Eine Falsche oder Unnatürliche Prägung die während einer sensiblen entwicklungsphase eines jungtieres entsteht.
Das Tier prägt sich auf einen falschen reiz (zb mensch) oder objekt und kann diese prägung später nicht mehr ändern.
zb. Küken folgen einem menschen statt der Mutter, Papagei betrachtet Mensch als Partner, Greifvögel erkennen mensch als Sozialpartner
Probleme:
Partnersuche und Fortpflanzung, unnatürliches sozial verhalten, keine auswilderung möglich, abhängigkeit und keine scheu vor menschen
Welche beweise für Intelligenz gibt es im Tierreich?
Subjektive bewertung von intelligenz durch den Mensch
– Erlernen neuer fähigkeiten
– Werkzeuggebrauch ( Vögel, Primaten aber auch fische ( zb: gelbkopflippenfisch - schlägt muscheln auf steine ) )
Was versteht man unter Fluchtverhalten?
– Angeborenes und oder gelerntes Verhalten bei dem ein Tier vor Gefahr oder Bedrohung weg läuft, fliegt, schwimmt oder sich versteckt.
Ziel ist das eigene überleben
Adaptionen in Menschlicher Haltung: Gewöhnungsprozess
zb. Gazellen sind sehr schreckhaft können sich aber an die neuen Umstände des Kontaktes mit pflegern, gerätschaften etc. gewöhnen.
( Unbekannte personen - flucht instinkt aktiv )
Was versteht man und Angriffs und Droh verhalten?
Droh verhalten ist die vorstufe des Angriffes - Es wird mit gestiken, lauten oder mimiken gedroht um den angreifer oder rivalen ein zu schüchtern und zum rücktritt zu anmieren
Wird das drohverhalten nicht akzeptiert kommt es oft zum Angriff - Angriff durch körperliche verteidigung eines selbst, territorium oder familienverbandes.
Es kann auch zum fluchtverhalten kommen.
Was versteht man unter Totstellrefle bei manchen tierarten?
( Thanatose oder schreckstarre )
Abwehrverhalten bei dem Das Tier regungslos liegen bleibt um nicht entdeckt zu werden oder für tot gehalten zu werden damit der angreifer es für ungenießbar hält.
Totstellen - Meist angeboren und eine gezielte überlebensstrategie
Schreckstarre - duch starken Stress ausgelöst.
Die meisten Räuber bevorzugen lebende und flüchtende beute - bei tot stellen befürchten sie krankheit oder tot, auserdem ist es schwerer zu entdecken und oft weniger interessant.
zb. Oppossum ( kann sogar übel riechenden speichel aus dem maul laufen lassen )
Reptilien: Ringelnatter Legt sich auf den rücken und lässt zunge raushängen
Marienkäfer lässt sich fallen und bleibt reglos liegen
Küken verharren regungslos im Nest
Was versteht man unter Flehmen?
Flehmen ist eine bessondere art des Riechens mittels dem hochziehen der Oberlippe und das leichte öffnen des Mundes - dadurch gelangen duftstoffe zum jacobschen organ das spezielle gerüche und pheromone wahrnehmen kann.
– Überprüfung des geruchs der eigenen und fremden Ausscheidungen
– Paarungsbereitschaft
– Vorallem - Pferde, Wiederkäuer, Katzen, Großkatzen und Hirsche
Welche Komfortverhalten gibt es bei Tieren?
Autogrooming oder Autopreening - Köerperpflege handlungen die das tier selbst durchführt
– Kratzen, Lecken, nibbeln, knabbern , sandwerfen, wälzen, kratzen an gegenständen, hornreiben, sandbaden, suhlen, wasserbaden
– regelmäßige ohrenschlagen, schwanzwedeln,
Allogrooming: Körperpflege durch andere Individuen an körperstellen die oft selbst nicht erreichbar sind
Oft als Mutterkindbeziehung, Paartner beziehung aber auch gruppenbildent
– Lausen, kratzen, Benibbeln
Was ist eine symbiose?
= Beide profitieren
Mutualismus: Beide tiere haben einen Vorteil können aber ohne einander auch leben
– zb. Putzerfisch und Hai, clownfisch und annemone
Obligate symbiose: Beide partner sind aufeinander angewiesen, ohne den anderen können sie nicht gut überleben
zb. Termiten und ihre darmmikroorganismen
Kommensalismus: Einer hat einen profit aber der andere wird nicht geschädigt.
zb. schiffshalter am Hai
Parasitismus: Einer hat einen vorteil, der andere wird geschädigt
Zb. Zecke am Hund
Was versteht man unter territorial Verhalten?
Das raumbezogene abgrenzen / markieren und verteidgen eines Gebietes.
Territorien werden oft aufgeteilt in verschiedene aktivitätszentren - so gibt es schlaf und ruhe plätze, plätze für komfohandlungen und seperate kot plätze.
Territorien können saisonal, dauerhaft oder sogar nur auf stunden oder tage abgesteckt sein. zb. fortpflanzungs territorien.
Der wechsel von stationen im Territorium kann im 24 std zyklus oder im jahreszyklus stattfinen.
= Migrationen
Was versteht man unter Markierungsverhalten?
3 Arten von Markierungsverhalten oft in kombination zu finden
Olfaktorisches = Markierung mittels Pheromone oder epagene = Harn und Kot
Akustische und optische Markierung = zb. reviergesang, primaten, löwen, seelöwen, schauflüge, verharren auf erhöhten ebenen , signalfarben bei fischen, weben bei horntieren
Duftmarkieren = Durch drüßen an verschiedensten stellen am körper
Was sind demuts und beschwichtigungsgebärden?
Oft Nach Kämpfen wenn der verliere seine niederlage annimmt und der gewinner ihn beschwichtigt.
zb. mufflons gehen in die knie und machen sich klein - der gewinner belckt dann den hals des unterwerfenden.
Was versteht man unter infantizid, kronismus und kannibalismus?
Infantizid– tötung des nachwuchs
Kronismus - Verschlingung der eigenen jungtiere oft bei primaten aber auch anderen taxa
Kannibalismus – Bei vielen Arten ( oft durch knappe nahrungs rescourcen) oder bei falcher haltung ( ratten, mäuse)
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