Unternehmensgründung
Die Unternehmensgründung umfasst alle grundlegenden Entscheidungen, die getroffen werden müssen, bevor ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit aufnimmt.
Diese Entscheidungen bestimmen den langfristigen Aufbau des Unternehmens.
Konstitutive Entscheidungen
Konstitutive Entscheidungen sind langfristige Grundsatzentscheidungen.
Sie prägen das Unternehmen dauerhaft und können später nur schwer geändert werden.
Wahl der Rechtsform
Wahl des Unternehmensnamens
Wahl des Unternehmenssitzes
Unternehmensgegenstand
Konstitutive Entscheidungen bilden das Fundament eines Unternehmens.
Welche der folgenden Entscheidungen gehört nicht zu den konstitutiven Entscheidungen bei der Unternehmensgründung?
a) Wahl der Rechtsform
b) Wahl des Unternehmenssitzes
c) Wahl der Marketingstrategie
d) Wahl der Firma des Unternehmens
Marketingstrategien können jederzeit geändert werden.
Die übrigen Entscheidungen bestimmen den langfristigen Aufbau des Unternehmens. Diese Frage stammt aus der offiziellen Prüfung.
Welche Eigenschaft besitzen konstitutive Entscheidungen?
a) Kurzfristige Wirkung
b) Operative Bedeutung
c) Langfristige Wirkung
d) Können jederzeit problemlos geändert werden
Konstitutive Entscheidungen wirken langfristig und prägen die Unternehmensstruktur.
GmbH bedeutet
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Die Haftung beschränkt sich grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen.
Wann erhält eine GmbH ihre volle Rechtsfähigkeit?
a) Nach der notariellen Beurkundung
b) Nach Einzahlung des Stammkapitals
c) Mit der Eintragung ins Handelsregister
d) Mit der steuerlichen Anmeldung
Die notarielle Beurkundung ist Voraussetzung für die Gründung, rechtlich entsteht die GmbH jedoch erst mit der Eintragung ins Handelsregister.
GmbH i.G.
i.G. = in Gründung
Welchen Zusatz trägt eine GmbH vor der Eintragung ins Handelsregister?
Der Zusatz „i.G.“ kennzeichnet eine Gesellschaft, die sich noch im Gründungsprozess befindet.
Stammkapital
Gesetzliches Stammkapital: 25.000 €
Vor der Eintragung müssen mindestens: 12.500 € eingezahlt werden.
Das entspricht 50 %.
Wie viel des Stammkapitals muss vor der Eintragung mindestens eingezahlt sein?
a) 25 %
b) 40 %
c) 50 %
d) 100 %
Das Mindeststammkapital beträgt 25.000 €. Vor der Eintragung müssen mindestens 12.500 € eingezahlt sein.
Liquidation
Liquidation bedeutet die geordnete Auflösung eines Unternehmens.
Dabei werden
Vermögensgegenstände verkauft.
Schulden beglichen.
Verbleibendes Vermögen an die Eigentümer verteilt.
Erst Gläubiger – dann Aktionäre
Die Veräußerung des Anlagevermögens bringt 15 Mio. €, die Veräußerung des Umlaufvermögens 5 Mio. €. Das Unternehmen hat 30 Mio. € Verbindlichkeiten und 1 Mio. ausgegebene Aktien.
Wie viel erhält ein Aktionär pro Aktie?
a) −10 €
b) 0 €
c) 10 €
d) 20 €
Anlagevermögen: 15 Mio. € + Umlaufvermögen: 5 Mio. € = 20 Mio. €
Verbindlichkeiten: 30 Mio. €
Es fehlen 10 Mio. €, um alle Schulden zu begleichen.
Deshalb bleibt für die Aktionäre kein Vermögen.
Auszahlung: 0 € pro Aktie.
Reihenfolge bei der Liquidation
Gläubiger
Staat (soweit relevant, z. B. offene Steuern)
Aktionäre/Gesellschafter mit dem verbleibenden Rest
Die GmbH entsteht
mit der Eintragung ins Handelsregister.
Aktionäre erhalten bei jeder Liquidation Geld
Nur wenn nach Begleichung aller Verbindlichkeiten Vermögen übrig bleibt.
Welche Finanzierungsform kombiniert Eigenschaften von Eigen- und Fremdkapital?
a) Eigenfinanzierung
b) Fremdfinanzierung
c) Innenfinanzierung
d) Mezzanine-Finanzierung
Mezzanine-Kapital weist Merkmale beider Finanzierungsformen auf und wird deshalb als Mischform bezeichnet.
Welche Finanzierungsquelle gehört zur Innenfinanzierung?
a) Bankdarlehen
b) Ausgabe neuer Aktien
c) Gewinnrücklagen (Retained Earnings)
d) Unternehmensanleihe
Gewinnrücklagen (Retained Earnings)
Gewinne werden im Unternehmen einbehalten und stehen dadurch als Finanzierungsmittel zur Verfügung.
Welche der folgenden Finanzierungsformen gehört zur Fremdfinanzierung?
a) Kapitalerhöhung
b) Gewinnrücklagen
c) Bankdarlehen
d) Einlage der Gesellschafter
Ein Bankdarlehen wird von einem externen Kreditgeber gewährt und muss einschließlich Zinsen zurückgezahlt werden.
Kapitalwertmethode (NPV)
Kapitalwert > 0 → Investition durchführen
Kapitalwert = 0 → wirtschaftlich neutral
Kapitalwert < 0 → Investition ablehnen
Eine Investition kostet 1.000.000 €.
Sie erwirtschaftet vier Jahre lang jeweils 300.000 €.
Der erste Zahlungseingang erfolgt nach einem Jahr.
Der Kalkulationszinssatz beträgt 5 %.
Welche Aussage ist richtig?
a) Der Kapitalwert beträgt 63.785,15 €.
b) Der Kapitalwert beträgt 140.000,00 €.
c) Der Kapitalwert beträgt 200.000,00 €.
d) Der Kapitalwert beträgt -46.863,19 €.
Jahr 1
300.000 € / 1,05
= 285.714,29 €
Jahr 2
300.000 € / 1,05²
= 272.108,84 €
Jahr 3
300.000 € / 1,05³
= 259.151,28 €
Jahr 4
300.000 € / 1,05⁴
= 246.810,74 €
Barwerte addieren – Investition abziehen.
1.063.785,15 € − 1.000.000 € = 63.785,15 €
EBT bedeutet
Earnings Before Taxes = Gewinn vor Steuern.
EBT bezeichnet den Gewinn eines Unternehmens vor Abzug der Ertragsteuern. Diese Kennzahl wird häufig zur Beurteilung der operativen Ertragskraft verwendet.
Ein Euro heute ist mehr wert als ein Euro in der Zukunft.
• Inflation
• Risiko
• Möglichkeit, das Geld anzulegen und Rendite zu erzielen
Externes Rechnungswesen
Das externe Rechnungswesen informiert Personen außerhalb des Unternehmens über die wirtschaftliche Lage.
Adressaten sind beispielsweise
Banken
Aktionäre
Investoren
Finanzamt
Behörden
Lieferanten
Handelsgesetzbuch (HGB)
Bestandteile
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Anhang
Lagebericht (bei größeren Unternehmen)
Welche Art des Rechnungswesens richtet sich hauptsächlich an Banken, Aktionäre und staatliche Behörden?
a) Internes Rechnungswesen
b) Kostenrechnung
c) Externes Rechnungswesen
d) Management-Controlling
Das externe Rechnungswesen richtet sich immer an Personen außerhalb des Unternehmens.
Welche Aussage beschreibt das externe Rechnungswesen am besten?
a) Es dient ausschließlich internen Entscheidungen.
b) Es dient ausschließlich der Kostenrechnung.
c) Es liefert Informationen für externe Anspruchsgruppen.
d) Es dient der Produktionsplanung.
Das externe Rechnungswesen soll Dritten ein realistisches Bild über Vermögen, Schulden und Gewinn des Unternehmens vermitteln.
Wer ist nach § 238 HGB verpflichtet, ordnungsgemäße Bücher zu führen?
a) Nur Banken
b) Nur Aktiengesellschaften
c) Jeder Kaufmann
d) Nur Kapitalgesellschaften
Nach § 238 HGB ist grundsätzlich jeder Kaufmann buchführungspflichtig.
§238 HGB = Buchführungspflicht
Wofür wurde das Geld verwendet?
Woher stammt das Geld?
Aktiva = Mittelverwendung
Passiva = Mittelherkunft
Welche Aussage über die Bilanz ist richtig?
a) Die Aktivseite zeigt die Herkunft des Kapitals.
b) Die Passivseite zeigt die Verwendung des Kapitals.
c) Die Aktivseite zeigt die Mittelverwendung und die Passivseite die Mittelherkunft.
d) Aktiva und Passiva haben unterschiedliche Summen.
Die Bilanz ist immer ausgeglichen.
Summe Aktiva = Summe Passiva
20 Mio € - Schulden 5 Mio € → Eigenkapital 15 Mio €
Welche Aussage war richtig?
a) Die Fremdkapitalquote ist kleiner als die Eigenkapitalquote.
b) Der Liquiditätsgrad I ist größer als der Liquiditätsgrad III.
c) Das Eigenkapital beträgt 14.718.606 €.
d) Die Goldene Bilanzregel ist nicht erfüllt.
Passiva = Aktiva
Aktiva = Eigenkapital + Fremdkapital
Eigenkapital = Summe Aktiva − Fremdkapital
Zum Fremdkapital gehören hier:
Verbindlichkeiten: 108.921.928 €
Rückstellungen: 37.345.518 €
Passiver RAP: 178.446 €
Jetzt addieren wir: 108.921.928+37.345.518+178.446=146.445.892 €
Fremdkapital = 146.445.892 €
161.164.498−146.445.892 = 𝟏𝟒.𝟕𝟏𝟖.𝟔𝟎𝟔 €
Aktiva
Maschinen
Gebäude
Fahrzeuge
Vorräte
Bank
Kasse
Passiva
Eigenkapital
Darlehen
Verbindlichkeiten
Rückstellungen
Eigenkapital = Vermögen − Schulden
Vermögen: 20 Mio € - Schulden 5 Mio € → Eigenkapital 15 Mio €
Eigenkapitalquote:
14.718.606 / 161.164.498≈9,1%
Fremdkapitalquote:
146.445.892 / 161.164.498≈90,9%
Also: Fremdkapitalquote ist größer, nicht kleiner.
Liquiditätsgrad I:
Liquide Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten = 5.220.01621.905.218 ≈ 23,8%
Liquiditätsgrad III:
Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten = 33.910.04421.905.218 ≈ 154,8%
Also: 23,8 % < 154,8 %
Aussage b) ist falsch.
Die Goldene Bilanzregel prüft, ob das langfristig gebundene Vermögen durch langfristiges Kapital finanziert ist.
Anlagevermögen: 126.879.181 €
Langfristiges Kapital:
Eigenkapital: 14.718.606 €
langfristige Verbindlichkeiten: 87.016.710 €
langfristige Rückstellungen: 31.438.819 €
➔ 14.718.606+87.016.710+31.438.819 = 133.174.135 €
𝐀𝐥𝐬𝐨: 𝟏𝟑𝟑.𝟏𝟕𝟒.𝟏𝟑𝟓>𝟏𝟐𝟔.𝟖𝟕𝟗.𝟏𝟖𝟏
Daher ist das Anlagevermögen vollständig durch langfristiges Kapital gedeckt.
Die Goldene Bilanzregel ist erfüllt. Also ist auch d) falsch.
Buchungssätze
Ein Buchungssatz beschreibt einen Geschäftsvorfall in der Finanzbuchhaltung.
Jeder Geschäftsvorfall verändert mindestens zwei Konten.
Die Summe im Soll ist immer genauso groß wie die Summe im Haben.
Deshalb spricht man von der doppelten Buchführung.
Buchungssätze dienen dazu,
alle Geschäftsvorfälle vollständig zu dokumentieren,
die Bilanz korrekt fortzuschreiben,
den Jahresabschluss vorzubereiten.
Die vier Kontoarten
"Soll" und "Haben" bezeichnen nur die linke und rechte Seite eines Kontos und sagen nichts darüber aus, ob Geld ein- oder ausgezahlt wird.
Die vier Arten von Buchungssätzen
Aktivtausch
Passivtausch
Bilanzverlängerung (Aktiv-Passiv-Mehrung)
Bilanzverkürzung (Aktiv-Passiv-Minderung)
Aktivkonto → Aktivkonto
Beispiel: Das Unternehmen kauft Material und bezahlt sofort per Bank.
Buchungssatz: Vorräte an Bank
Aktiva verändern sich nur untereinander. Die Bilanzsumme bleibt gleich.
Passivkonto → Passivkonto
Beispiel: Ein kurzfristiger Kredit wird in einen langfristigen Kredit umgewandelt.
Buchungssatz: Kurzfristige Verbindlichkeiten an langfristige Verbindlichkeiten
Nur die Passivseite verändert sich.
Beispiel: Ein Unternehmen kauft eine Maschine auf Kredit.
Buchungssatz: Maschinen an Verbindlichkeiten
Aktiva ↑
Passiva ↑
Bilanzsumme steigt.
Beispiel: Ein Bankkredit wird zurückgezahlt.
Buchungssatz: Verbindlichkeiten an Bank
Aktiva ↓
Passiva ↓
Bilanzsumme sinkt.
Ein Unternehmen kauft Vorräte im Wert von 20.000 € und bezahlt sofort per Bank. Wie lautet der Buchungssatz?
Konto Vorräte: Soll 20.000 €
Konto Bank: Haben 20.000 €
Buchungssatz:
Vorräte an Bank 20.000 €
Welche Buchungsart?
Vorräte steigen.
Bankguthaben sinkt.
Nur Aktivkonten ändern sich.
Ein Unternehmen kauft eine Maschine für 500.000 € auf Kredit.
Welche Buchungsart ?
Maschinen an Verbindlichkeiten 500.000 €
Bilanzverlängerung
Ein Unternehmen zahlt einen Bankkredit über 100.000 € zurück.
Welche Buchunsart?
Verbindlichkeiten an Bank 100.000 €
Bilanzverkürzung
Abschreibungen
Abschreibungen erfassen den Wertverlust von Anlagevermögen über dessen Nutzungsdauer.
Maschine: 100.000 €
Nutzungsdauer: 10 Jahre
→ jährliche Abschreibung: 10.000 €
Formel: Abschreibung pro Periode = Anschaffungskosten / Nutzungsdauer
Warum werden Abschreibungen in der Buchhaltung erfasst?
a) Um den Wert des Anlagevermögens zu erhöhen.
b) Um den Wertverlust des Anlagevermögens zu erfassen.
c) Um die Liquidität zu erhöhen.
d) Um Verbindlichkeiten zu reduzieren.
Anlagen verlieren im Laufe der Zeit an Wert.
Dieser Wertverlust wird jährlich als Aufwand verbucht.
Kostenrechnung
Die Kostenrechnung dient der internen Unternehmenssteuerung.
Sie beantwortet Fragen wie:
Welche Kosten entstehen?
Wo entstehen sie?
Wofür entstehen sie?
Die drei Stufen der Kostenrechnung
Kostenartenrechnung
Kostenstellenrechnung
Kostenträgerrechnung
Materialkosten
Personalkosten
Energiekosten
Wo entstehen die Kosten?
Produktion
Lager
Verwaltung
Vertrieb
Wofür entstehen die Kosten?
Produkt A
Produkt B
Dienstleistung X
Was ist der zweite Teilschritt der Kostenrechnung?
a) Kostenstellenrechnung
b) Kostentransferrechnung
c) Kostenträgerrechnung
d) Kostenartenrechnung
Bilanzkennzahlen
Bilanzkennzahlen helfen dabei, die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens zu beurteilen.
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Liquiditätsgrade
Je höher, desto besser.
Eine hohe Eigenkapitalquote bedeutet:
• hohe Stabilität
• geringere Abhängigkeit von Banken
Beispiel
Eigenkapital: 300.000 €
Gesamtkapital: 1.000.000 €
→ Eigenkapitalquote = 30 %
Je niedriger, desto besser.
Liquidität bedeutet: Kann das Unternehmen seine kurzfristigen Rechnungen bezahlen?
Liquiditätsgrad I → Nur liquide Mittel & Wertpapiere (Kasse, Bank)
Liquiditätsgrad II → Liquide Mittel, Wertpapiere + kurzfristige Forderungen
Liquiditätsgrad III → Gesamtes Umlaufvermögen (alle kurzfristigen Vermögenswerte)
Liquiditätsgrad I
Nur
•Kasse
•Bank
•Wertpapiere
werden berücksichtigt. Sehr streng.
Liquiditätsgrad II
•Forderungen
werden berücksichtigt.
Liquiditätsgrad III
•Vorräte
„Der Liquiditätsgrad I ist größer als der Liquiditätsgrad III.“
Diese Aussage ist in der Regel falsch.
Da Liquiditätsgrad III zusätzlich Forderungen und Vorräte einbezieht, ist er normalerweise größer oder mindestens gleich dem Liquiditätsgrad I.
Goldene Bilanzregel
Langfristig gebundenes Vermögen muss langfristig finanziert werden.
Welche Aussage trifft auf das interne Rechnungswesen zu?
a) Es richtet sich an das Finanzamt.
b) Es richtet sich an Banken.
c) Es unterstützt interne Entscheidungen des Managements.
d) Es dient ausschließlich der Bilanzierung.
Das interne Rechnungswesen liefert Informationen für Planung, Kontrolle und Unternehmenssteuerung.
Was ist Marketing?
Marketing umfasst alle Maßnahmen eines Unternehmens, um Kundenbedürfnisse zu erkennen und Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich am Markt anzubieten.
:
Produktpolitik
Preispolitik
Kommunikationspolitik
Distributionspolitik
BCG-Portfolioanalyse
Stars verdienen später Geld.
Cash Cows bringen heute Geld.
Question Marks sind unsicher.
Poor Dogs lohnen sich meist nicht mehr.
Wie werden Produkte im Feld unten links der BCG-Portfolioanalyse genannt?
a) Cash Cows
b) Question Marks
c) Stars
d) Poor Dogs
Poor Dogs
Die Ansoff-Matrix
Die Ansoff-Matrix zeigt vier Wachstumsstrategien
Welche Strategie empfiehlt sich laut Ansoff-Matrix für neue Produkte auf bestehenden Märkten?
a) Marktdurchdringungsstrategie
b) Marktentwicklungsstrategie
c) Produktentwicklungsstrategie
d) Diversifikation
Produktentwicklungsstrategie
Es werden neue Produkte entwickelt, aber auf einem bereits bestehenden Markt angeboten
Die Marke
Eine Marke ist ein rechtlich geschütztes Kennzeichen, das Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denen anderer Unternehmen unterscheidet.
Welche der folgenden Aussagen ist nicht wahr?
a) Eine Marke ist juristisch gesehen ein Warenzeichen.
b) Die Garantieübernahme gehört zu den Nebenleistungen des Kundendienstes.
c) Bei Giffen-Gütern gilt: Je höher der Preis eines Produktes, desto höher die Nachfrage.
d) Die perfekte Preisdifferenzierung verfolgt das Ziel, dass jeder Kunde seinen Reservationspreis bezahlt.
c) und d) sind falsch
Produktlebenszyklus
Einführungsphase
Wachstumsphase
Reifephase
Sättigungsphase
Degenerationsphase
Einführung → Wachstum → Reife → Sättigung → Degeneration
Welche Phase befindet sich im Produktlebenszyklus nach der Wachstumsphase?
a) Reifephase
b) Degenerationsphase
c) Sättigungsphase
d) Einführungsphase
Nach einer Phase starken Wachstums stabilisiert sich der Markt. Das Produkt erreicht die Reifephase.
Vertriebskanäle
Ein Vertriebskanal beschreibt den Weg eines Produkts vom Hersteller bis zum Endkunden.
Zero-Level Vertriebskanal Weg
Produzent → Kunde
One-Level Vertriebskanal Weg
Produzent → Einzelhändler → Kunde
Two-Level Vertriebskanal Weg
Produzent → Großhändler → Einzelhändler → Kunde
Three-Level Vertriebskanal Weg
Produzent → Großhändler → Zwischenhändler → Einzelhändler → Kunde
Um welche Art Vertriebskanal handelt es sich, wenn Sie beim Einzelhändler kaufen, welcher das Produkt vom Großhändler bezogen hat, welcher es direkt vom Produzenten erwarb?
a) Zero-Level-Channel
b) One-Level-Channel
c) Two-Level-Channel
d) Three-Level-Channel
Zwischen Produzent und Kunde befinden sich zwei Handelsstufen (Großhändler und Einzelhändler). Deshalb handelt es sich um einen Two-Level-Channel.
Produktion ist der Prozess, bei dem Produktionsfaktoren in Güter oder Dienstleistungen umgewandelt werden.
Produktionsfaktoren sind beispielsweise:
Arbeit
Betriebsmittel (Maschinen)
Werkstoffe
Informationen
ERP-Systeme
ERP steht für Enterprise Resource Planning.
Es verbindet verschiedene Unternehmensbereiche, zum Beispiel:
Einkauf
Buchhaltung
Personal
Bekannte ERP-Systeme sind z. B. SAP.
a) Ein ERP-System ist Anwendungssoftware zur Unterstützung der Ressourcenplanung des gesamten Unternehmens.
b) Das Ergebnis der Produktion sind die sogenannten Repetierfaktoren.
c) Das taktische Produktionsmanagement beschäftigt sich mit der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und einer leistungsfähigen Produktion.
d) Das Wort „Supply Chain“ bezeichnet die unternehmensinterne Wertschöpfungskette.
ERP-Systeme integrieren Daten und Prozesse verschiedener Unternehmensbereiche und helfen, Ressourcen effizient zu planen.
Supply Chain
Die Supply Chain umfasst die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette – vom Lieferanten über Produktion und Handel bis zum Endkunden.
Produktionsmanagement
Strategisches Produktionsmanagement
langfristige Ausrichtung
Wettbewerbsfähigkeit
Standortentscheidungen
Investitionen
Taktisches Produktionsmanagement
mittelfristige Planung
Kapazitätsplanung
Produktionsprogramme
Operatives Produktionsmanagement
kurzfristige Steuerung
tägliche Produktionsplanung
Personaleinsatz
Strategisch = Jahre
Taktisch = Monate
Operativ = Tage
Leontief-Produktionsfunktion
feste Einsatzverhältnisse
Produktionsfaktoren können sich nicht gegenseitig ersetzen
Für ein Fahrrad benötigt man:
2 Räder
1 Rahmen
1 Lenker
Ein zusätzliches Rad ersetzt keinen fehlenden Rahmen.
Cobb-Douglas-Produktionsfunktion
Produktionsfaktoren können teilweise ersetzt werden
flexible Kombination möglich
Mehr Maschinen können teilweise weniger Arbeitskräfte ersetzen.
Engpass (Bottleneck)
Ein Engpass ist der Produktionsschritt mit der geringsten Kapazität.
Er bestimmt die maximale Produktionsmenge.
Logistik
Logistik umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle von Material- und Warenflüssen.
Beschaffungslogistik
Produktionslogistik
Distributionslogistik
Entsorgungslogistik
Lagerkosten
Miete
Versicherung
Energie
Kapitalbindung
Beschaffungskosten
Transport
Bestellung
Wareneingang
Qualitätskontrolle
Marktformen
Monopol = 1 Anbieter (Stadtwerke)
Oligopol = wenige Anbieter (Autohersteller)
Polypol = viele Anbieter (Bäckerein)
Welche der folgenden Aussagen ist wahr?
a) Mit steigender Anbieterzahl sinkt der Marktpreis und es steigt der Gewinn der Oligopolisten.
b) Im Polypol ist der Marktpreis niedriger als im Monopol.
c) Mit steigender Anbieterzahl im Oligopol sinkt die nachgefragte Menge.
d) Im Monopol entspricht der Marktpreis den Grenzkosten des Anbieters.
b) Im Polypol herrscht starker Wettbewerb → Dadurch sinken die Preise meist stärker als im Monopol.
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Das BIP misst den Wert aller Waren und Dienstleistungen,
die innerhalb eines Landes produziert werden.
Egal, ob deutsche oder ausländische Unternehmen produzieren.
Bruttonationaleinkommen (BNE)
Das BNE berücksichtigt, welche Staatsangehörigkeit der Produzent besitzt.
Nicht, wo produziert wurde.
BIP = Ort der Produktion
BNE = Nationalität des Produzenten
Welches der folgenden Beispiele zählt zum Bruttonationaleinkommen Deutschlands dazu?
a) Ein englischer Gastronom verkauft in Berlin Bier an spanische Touristen.
b) Ein deutscher Gastronom verkauft in Mallorca Bier an englische Touristen.
c) Ein spanischer Gastronom verkauft in London Bier an englische Touristen.
d) Ein englischer Gastronom trinkt in Deutschland sein eigenes selbstgebrautes Bier.
b) Beim Bruttonationaleinkommen zählt die wirtschaftliche Leistung deutscher Inländer – unabhängig davon, ob sie im In- oder Ausland erbracht wird.
Soziale Marktwirtschaft
Drei Säulen
Freier Wettbewerb
Sozialer Ausgleich
Staatlicher Ordnungsrahmen
Soziale Marktwirtschaft = Wettbewerb + soziale Verantwortung
Wobei handelt es sich um eine der drei Säulen der sozialen Marktwirtschaft?
a) Freier Wettbewerb
b) Unabhängigkeit der Zentralbank
c) Freizügigkeit
d) Gleichheit vor dem Gesetz
a) Freier Wettbewerb ist ein zentrales Element der sozialen Marktwirtschaft.
Giffen-Güter
Ein Giffen-Gut ist ein seltenes Gut, bei dem trotz steigender Preise die Nachfrage steigt. Das widerspricht dem normalen Nachfragegesetz.
a) Sinkt der Preis eines Giffen-Gutes, steigt die Nachfrage immer.
b) Je höher der Preis eines Giffen-Gutes, desto höher kann die Nachfrage sein.
c) Giffen-Güter kommen nur bei Luxusgütern vor.
d) Giffen-Güter verhalten sich wie normale Güter.
b) Giffen-Güter bilden eine Ausnahme von der normalen Nachfragefunktion
BIP pro Kopf
Welche Aussage ist wahr?
a) Das BIP pro Kopf in China ist größer als das BIP pro Kopf in Deutschland.
b) Das BIP pro Kopf der Schweiz ist größer als das BIP pro Kopf Deutschlands.
c) Das BIP pro Kopf der Schweiz ist größer als das BIP pro Kopf Luxemburgs.
d) Kein anderes Land hat ein höheres BIP pro Kopf als die USA.
b) Die Schweiz weist im internationalen Vergleich ein sehr hohes BIP pro Kopf auf. Die anderen Aussagen treffen nicht allgemein zu.
Adam Smith
Adam Smith gilt als Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre.
Er zeigte, dass Arbeitsteilung die Produktivität steigert.
An welchem Beispiel veranschaulichte Adam Smith den Vorteil der Arbeitsteilung?
a) Segelschiffe
b) Roggenmehl
c) Hufeisen
d) Stecknadeln
d) Das berühmte Beispiel der Stecknadelfabrik zeigt, dass Spezialisierung die Produktion deutlich effizienter macht.
Vision
Die Vision beschreibt das langfristige Zukunftsbild eines Unternehmens.
Mission
Die Mission beschreibt den eigentlichen Zweck des Unternehmens.
Unternehmensziele
konkrete Ergebnisse
Umsatz steigern
Marktanteile erhöhen
Kosten senken
Kundenzufriedenheit verbessern
SWOT-Analyse
Die SWOT-Analyse ist ein Instrument der strategischen Unternehmensplanung
Stärken und Schwächen → intern
Chancen und Risiken → extern
Welche Aussage trifft auf die SWOT-Analyse zu?
a) Sie untersucht ausschließlich interne Unternehmensfaktoren.
b) Sie dient ausschließlich der Finanzplanung.
c) Sie analysiert interne und externe Einflussfaktoren.
d) Sie wird nur im Marketing eingesetzt.
c) Die SWOT-Analyse verbindet die interne Unternehmensanalyse mit der Analyse des Unternehmensumfelds.
Wettbewerbsstrategien nach Porter
Kostenführerschaft
günstigste Anbieter
Differenzierung
Qualität, Service, Innovation, Design
Fokussierung
bestimmte Zielgruppe oder Marktnische.
Billiger – Anders – Spezialisiert
Welche Strategie verfolgt ein Unternehmen, das sich durch besonders hohe Produktqualität von seinen Wettbewerbern unterscheiden möchte?
a) Kostenführerschaft
b) Differenzierungsstrategie
c) Fokussierungsstrategie
b) Bei der Differenzierungsstrategie steht nicht der niedrigste Preis im Vordergrund, sondern ein wahrnehmbarer Mehrwert für den Kunden.
Wertschöpfungskette (Value Chain)
Die Wertschöpfungskette beschreibt alle Aktivitäten, die zur Erstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung beitragen.
Beschaffung
Marketing
Kundendienst
Unterstützende Aktivitäten:
Personalmanagement
Technologieentwicklung
Unternehmensinfrastruktur
Mehr Wert für den Kunden schaffen als Kosten entstehen
Welches Ziel verfolgt die Wertschöpfungskette nach Porter?
a) Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhen.
b) Die Steuerlast senken.
c) Wettbewerbsvorteile durch effiziente Unternehmensaktivitäten schaffen.
d) Den Börsenkurs steigern.
c) Die Value Chain analysiert sämtliche Unternehmensaktivitäten darauf, wie sie zur Wertschöpfung und zu Wettbewerbsvorteilen beitragen.
Strategische und operative Entscheidungen
Operativ = Tage oder Wochen
Welche Entscheidung ist strategischer Natur?
a) Bestellung von Büromaterial
b) Dienstplan für nächste Woche
c) Schichtplanung
d) Erschließung eines neuen Auslandsmarktes
d) Die Erschließung neuer Märkte beeinflusst die langfristige Entwicklung des Unternehmens und gehört daher zur strategischen Planung.
Just-in-Time (JIT)
Just-in-Time bedeutet, dass Materialien genau zum Zeitpunkt der Produktion geliefert werden.
Vorteile
geringe Lagerkosten
geringere Kapitalbindung
weniger Lagerfläche
effizientere Produktion
Nachteile
hohe Abhängigkeit von Lieferanten
Lieferverzögerungen können die Produktion stoppen
Just-in-Time-Produktion reduziert:
a) Qualität
b) Lagerhaltung (Storage)
c) Output
d) Nachfrage
b) Der Hauptzweck von Just-in-Time ist die Verringerung der Lagerhaltungskosten.
Production Possibilities Curve (Produktionsmöglichkeitenkurve)
Die Produktionsmöglichkeitenkurve zeigt alle maximal erreichbaren Kombinationen zweier Güter, die mit den vorhandenen Ressourcen produziert werden können.
Knappheit
Opportunitätskosten
Produktionsgrenzen
Die Produktionsmöglichkeitenkurve zeigt:
a) Gewinnhöhen
b) Outputkombinationen
c) Preisniveaus
d) Nachfragekurven
b) Die Kurve zeigt, welche Güterkombinationen mit den vorhandenen Produktionsfaktoren möglich sind.
➔ Lagerkosten steigen mit:
größerer Bestellmenge
höheren Lagerbeständen
➔ Indirekte Beschaffungskosten steigen mit:
der Anzahl der Bestellungen
Lagerkosten steigen bei:
a) mehr Bestellungen
b) höherer Bestellmenge
c) niedrigeren Preisen
d) kürzerer Lieferzeit
b)
Economies of Scale
(Skaleneffekte) Mit steigender Produktionsmenge sinken die durchschnittlichen Stückkosten.
Fixkosten verteilen sich auf mehr Produkte.
Spezialisierung.
effizientere Produktion.
Economies of Scale bedeuten:
a) Produktvielfalt
b) Kostenreduktion durch Unternehmensgröße
c) Marktausweitung
d) Risikostreuung
b) Mehr produzieren → geringere Stückkosten.
Indirekte Beschaffungskosten steigen mit:
a) Bestellgröße
b) Anzahl der Bestellungen
c) Lagergröße
Unternehmenskonzentrationen
Horizontale Konzentration
Unternehmen derselben Produktions- oder Handelsstufe schließen sich zusammen.
Beispiel: Zwei Supermarktketten fusionieren.
Vertikale Konzentration
Unternehmen verschiedener Produktionsstufen schließen sich zusammen.
Beispiel: Ein Möbelhersteller kauft ein Sägewerk.
Horizontale Konzentration verbindet Unternehmen:
a) verschiedener Wertschöpfungsstufen
b) derselben Branchen- bzw. Marktstufe
c) verschiedener Branchen
d) verschiedener Länder
Welches Beispiel beschreibt eine vertikale Konzentration?
a) Supermarkt übernimmt Wettbewerber.
b) Ölkonzern kauft Optikerkette.
c) Möbelhersteller kauft Sägewerk.
d) Bank übernimmt Versicherung.
c)
Laterale Konzentration
Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen schließen sich zusammen.
Beispiel: Bank übernimmt Versicherung.
Laterale Konzentration bedeutet:
a) gleiche Branche
b) Integration der Lieferkette
c) Unternehmen verschiedener Branchen
d) Joint Venture
Welche der folgenden Aktivitäten gehört nicht zu den primären Aktivitäten der Wertschöpfungskette?
a) Inbound Logistics
b) Service
c) Marketing & Sales
d) Personalmanagement (Human Resource Management)
d) Das Personalmanagement gehört zu den unterstützenden Aktivitäten und nicht zu den primären Aktivitäten der Value Chain.
Zuletzt geändertvor 17 Tagen