Grundlage und Ziele
Ziel: Entwicklung Energieeffizienter Gebüude, unter berücksichtigung von komfort, ressourcenschonung und Klimaschutz .
gebäude sollen schützen und möglichst wenig energie verbrauchen- im idealfall sogar Energie erzeugen —> Plusenergie haus
gebäudetechnik = integralen bestandteil der architekut
Klima + Energie
Ziel moderner Gebäudetechnik ist es, den energieverbauch und die CO2 emmissionen von Geböuden zu reduzieren und gleichzeitug den Komfort der Nutzer sicherzustellen.
Bedeutung und schlussvolgerung
immer mehr heiße/ wüstentage
—> Klimawandel ist auch in deutschalnd messbar!
mehr Hitze bedeutet:
Gebädue überhitzt shcneller
Klimaanlagen werden häufiger benötigt
bauschäden enstehen
Energiebedarf für kühlung steigt
stromverbrauch steigt
thermischer Komfort verschlechtert sich
schlussvolgerung: andere planung:
verschattung, nachtlüftung , begrünugn, gute dämmung, sonnenschutz, natürliche lüftung, speichermasse
RCP—> Representative Concentration Pathway
verschiedene Szenarien des Klimawandels
-_> wie entwickelt sich das KLima abhängig davon , wie viele Treibhausgas ewir ausstoßen.
RCP 8.5
pessimistischste Szenario
wir machen fast so weiter wie bisher
hoher CO₂-Ausstoß
wenig Klimaschutz
starke Erwärmung
wenn nichts passiert, steigt die globale Temperatur deutlich an
—> Zunahme an EXtremereignissen
was ist Primärernergie
sie ist die Energie, wie sie in der natur vorkommt, bevor sie umgewandelt wird
beispiel: Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran, Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse
das gegenteil ist Endenergie, die beim Verbraucher ankommt, zb STrom aus der Steckdose
—> Primärenergievrbrauch ist gesunken
—> Erneuerbare energie hat zugenommen
—> 2004 bei 6%
—> 2014 bei 22% zunahme
—> bis 2030 40%
Bruttoendenergie
umfasst die gesamte Energie, die von den Verrauchern genutzt wird :
Haushalte , industrie , gewerbe, verkehr
—> also die gesamte Energie, die tatsächlich verbraucht wird
Warum steigt der Anteil erneuerbarer Energien?
Um den Verbrauch fossiler Energieträger zu reduzieren, CO₂-Emissionen zu senken und die Klimaziele zu erreichen.
Welche Energiequellen machen den Primärenergieverbrauch aus ?
ERNEUERBARE ENERGIE:
windenergie : wind treibt Rotoren an—> Stromerzeugung —> IN DT DEN GRÖßTEN ANTEIL DES ENEURBAREN STROMS
Solarenegrie —> Phtotvoltaik erzeugt Strom, SOlarthermie erzeugt wärme
Wasserkraft: fließendes Wassr trebt turbinen an
Bioenergie: als strm und als Wärme
Geothermie: nutzung der Erdwärme —> vA für Wärmepumpe
elektrische Last
warum unterscheiden sich länder ?
Beschreibt die momentan benötigte elektrische Leisung bzw den Strombedarf
zb norwegen e´mehr als 100% -> erzeugt mehr erneuerbaren strom durch wasserkraft als benötigt wird —> überschüssiger strom wird exportiert
—>hängt von natürlichen vroraussetzungen und Energiepolitik ab
viele Windparks
viel Photovoltaik
trotzdem noch Kohle- und Gaskraftwerke
↓
mittlerer Anteil
Was bedeutet "Energy Mix"?
beschreibt die Zusammensetzung aller Energiequellen.
Also:
Öl, Gas, Kohle, erneuerbare Energien, Kernenergie
STEPS Stated Policies Scenario
→ Es werden nur die bereits beschlossenen Maßnahmen umgesetzt.
Die Staaten halten ihre angekündigten Klimaversprechen ein.
→ mehr erneuerbare Energien
→ weniger fossile Energieträger
Das ehrgeizigste Szenario.
Bis 2050 sollen netto keine CO₂-Emissionen mehr entstehen.
Welche Energieträger werden Gebäude in Zukunft nutzen?
Gebäude werden zunehmend elektrifiziert.
Weil immer mehr Gebäude
Wärmepumpen,
elektrische Heizsysteme,
Elektroautos,
Photovoltaik
und Batteriespeicher
nutzen
mehr elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen.
Solarenergie
“Solar is now the cheapest electricity in history.”—> IEA
—> Massenproduktion
—> technischer Vortschritt—> es wird immer effizienter
—> längere lebensdauer
—> keine Brennstoffkosten
con:
liefert nciht ontinuierlich Strom, sondern nur bei Sonneneinstrahlung
für sichere Stromversorgung: Speicher (Batterien),Netzausbau, Reservekraftwerke oder andere flexible Energiequellen.
MOF
—> Metal Organic Framework
Sie bestehen aus Metallionen, organischen Molekülen,
die zusammen eine Art dreidimensionales Schwammgerüst bilden.
—> extrem große innere Oberfläche
Zum Beispiel:
für Brennstoffzellen.
als Energieträger.
Sie können Kohlendioxid aus der Luft oder aus Abgasen adsorbieren (an ihrer Oberfläche festhalten).
Schadstoffe können aus der Luft entfernt werden.
Es wird erforscht, ob MOFs Wärme speichern oder Wärmepumpen effizienter machen können.
Behaglichkeit
Wohlbefinden im Innenraum
mehrere Faktoren, die entscheiden, ob wir einen Raum als angenehm empfinden
🌡️ Thermische Behaglichkeit (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung, Strahlungstemperatur)
💡 Visuelle Behaglichkeit (ausreichendes und blendfreies Licht)
🔊 Akustische Behaglichkeit (wenig störender Lärm)
🌬️ Lufthygienische Behaglichkeit (gute Luftqualität, ausreichend Frischluft, wenig Schadstoffe)
—> Behaglichkeit beschreibt den Zustand, in dem sich ein Mensch in seiner Umgebung wohlfühlt und weder den Wunsch hat, dass es wärmer noch kälter, heller, dunkler oder leiser sein soll.
Warum beeinflusst die Tätigkeit die Behaglichkeit?
subjaktiv
-Die Antwort liegt im menschlichen Körper.
Unser Körper produziert ständig Wärme.
Je aktiver wir sind, ➡ desto mehr Wärme entsteht.
Das nennt man den Stoffwechsel oder die metabolische Leistung.
wärmeproduktion des Körpers: Met-Rate , Metabolismus
personenabhänig , jung /alt
muss für alle Nutzergruppen angenehm sein
Kleidung : Wärmedämmwirkung in clo : mehr kleidung , höherer clo - wert —> besserre wärmedämmung, weniger wärmeverlust
welche faktoren beeinflusen die behaglichekit
Dazu gehören:
Raumlufttemperatur
Oberflächentemperatur der Wände
Temperaturunterschiede im Raum
Hierzu zählen:
Luftfeuchtigkeit %
Luftgeschwindigkeit m/s
Luftqualität
Schadstoffe
Nicht nur die Luft erwärmt uns.
Auch Wärmestrahlung.
Zum Beispiel
warme Fußbodenheizung
Sonne durchs Fenster
warmer Kamin
warme Wand
fühlen sich angenehm an. Umgekehrt strahlen kalte Fenster oder Außenwände weniger Wärme ab und können dem Körper Wärme entziehen.
Dazu gehören
Tageslicht
künstliches Licht
Helligkeit
Blendung
Lichtverteilung
Ein Raum mit schlechter Beleuchtung wirkt oft ungemütlich, selbst wenn Temperatur und Luftqualität stimmen.
Was gehört zur Gebäudetechnik ?
Gebäudetechnik umfasst alle technischen Systeme, die ein Gebäude funktionsfähig, sicher, energieeffizient und komfortabel machen.
🔥 Heizungsanlagen
❄️ Kühlanlagen
🌬️ Lüftungsanlagen
🚰 Trinkwasserinstallation
🚽 Abwasserinstallation
⚡ Elektroinstallation
💡 Beleuchtung
☀️ Photovoltaik
🌡️ Gebäudeautomation (Smart Building)
—> Ein Gebäude soll
ein komfortables und sicheres Innenraumklima bei möglichst geringem Energie- und Ressourcenverbrauch schaffen.
technik als mittel dass sich der Mensch wohlfühlt
Vorgehensweise
Erläutern Sie die vier Schritte eines energieeffizienten Gebäudekonzepts.
Energiebedarf reduzeiren —> Die Energie, die man gar nicht erst benötigt, muss später auch nicht erzeugt werden. —> passive planung
gute Dämmung, kompakte Gebäudeform, verschattung
effiziente Systeme einsetzen ,Zum Beispiel:
Wärmepumpe
Lüftung mit Wärmerückgewinnung
effiziente Beleuchtung
moderne Heizsysteme
Nicht irgendeine Technik, sondern möglichst effizient.
erneuerbare Energie nutzen —> verbleiebenden Energiebedarf decken
Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie, Biomasse, Windenergie, Fernwärme aus erneuerbaren Quelle
Smart Building —> Intelligente regelug —>Zum Beispiel:
Sensoren, automatische Verschattung, intelligente Lüftung, Lastmanagement, Batteriespeicher, Gebäudeautomation
Dadurch wird noch einmal Energie eingespart.
—> Zuerst den Energiebedarf minimieren, danach die Technik optimieren.
Warum reduziert man zuerst den Energiebedarf und setzt erst danach technische Anlagen ein?
Weil ein geringer Energiebedarf kleinere und effizientere technische Anlagen ermöglicht. Dadurch sinken Investitionskosten, Betriebskosten und CO₂-Emissionen.
Wärmetechnik Grundlagen
Bedarf vs Verbrauch
1. Der Bedarf ist die theoretisch benötigte Energiemenge, um ein Gebäude unter bestimmten Bedingungen zu beheizen oder zu versorgen.
Der Bedarf wird berechnet und hängt von der Qualität des Gebäudes ab:
Dämmung,Fenster, Dach, Wärmebrücken, Gebäudeform, Ausrichtung, Lüftungsverluste
Er beschreibt also das Gebäude selbst, nicht das Verhalten der Bewohner.
—> theorethisch berechnet
2. Der Verbrauch ist die Energie, die tatsächlich genutzt wurde.
Er wird gemessen. Zum Beispiel: Stromzähler, Gaszähler, Wärmezähler
Der Verbrauch hängt stark vom Nutzerverhalten ab.
—> tatsächlich gemessen
Erklären Sie den Unterschied zwischen Energiebedarf und Energieverbrauch.
Der Energiebedarf beschreibt die theoretisch erforderliche Energiemenge eines Gebäudes unter genormten Bedingungen. Der Energieverbrauch ist die tatsächlich verbrauchte Energiemenge und hängt zusätzlich vom Nutzerverhalten und den Betriebsbedingungen ab.
Weg der Energie
Windrad
Stromnetz
Steckdose
Heizkörper
warmer Raum
Auf diesem Weg entstehen immer Verluste.
1. Primärenergie
Energie, wie sie ursprünglich in der Natur vorhanden ist.
Beispiele:
Erdgas
Erdöl
Kohle
Sonne
Wind
Wasserkraft
Biomasse
Diese Energie muss erst umgewandelt werden.
Umwandlungsverluste
Bevor die Energie beim Gebäude ankommt,
gehen bereits Verluste verloren.
Generator
Transformator
Stromleitung
Jeder Schritt kostet etwas Energie.
2. Endenergie
Die Energie, die beim Verbraucher ankommt.
Strom aus der Steckdose
Erdgas aus der Gasleitung
Fernwärme am Hausanschluss
Diese Energie bezahlt man normalerweise
—> Aber auch jetzt entstehen noch Verluste. Nicht jede Kilowattstunde wird zu nutzbarer Wärme.
3. Nutzenergie
Die Energie, die tatsächlich ihren Zweck erfüllt.
warme Raumluft
warmes Duschwasser
Licht einer Lampe
gekühlter Raum
Das ist die Energie, die der Mensch letztendlich nutzt.
Ein Alltagsbeispiel weg der energie
Wasserhahn
Der Stausee.
Dort ist das Wasser gespeichert.
Das Wasser kommt bei dir aus dem Wasserhahn.
Du duschst tatsächlich mit dem Wasser.
Warum gehen Verluste verloren?
Bei jeder Umwandlung entsteht unter anderem:
Wärme
Reibung
elektrische Verluste
Leitungsverluste
Deshalb gilt:
Primärenergie > Endenergie > Nutzenergie
Die Energiemenge wird entlang der Kette immer kleiner.
Primärenergiefaktor (PEF)
Er beschreibt: Wie viel Primärenergie benötigt wird, um 1 kWh Endenergie bereitzustellen.
Du nutzt
1 kWh Strom
Um diese bereitzustellen,
mussten vielleicht
1,8 kWh Primärenergie
eingesetzt werden.
Dann beträgt der
Primärenergiefaktor
1,8.
Je kleiner der Faktor,
desto nachhaltiger ist der Energieträger.
Warum ist der Primärenergiefaktor wichtig?
Gebäude werden im GEG nicht nur nach ihrem Energieverbrauch, sondern auch nach ihrer Umweltwirkung bewertet.
Ein Gebäude mit niedrigem Primärenergiebedarf verursacht in der Regel weniger CO₂-Emissionen.
Endenergieebene vs. Nutzenergieebene
Wie viel Brennstoff muss ich kaufen?
Wie viele Liter Heizöl?
Wie viele Kubikmeter Erdgas?
Wie viele Kilogramm Holz?
Wie viele kWh Strom?
Das ist die Eingangsenergie, die in das Heizsystem hineingeht. Deshalb heißt sie Heizenergie.
Der Gaszähler zeigt: 1.500 m³ Erdgas
Das ist Endenergie. Du hast also 1.500 m³ Brennstoff gekauft.
Davon gehen verloren:
Abgasverluste
Verluste im Heizkessel
Am Ende kommen vielleicht 1400 m^3 raus
Heizenergie
=
die Energie,
die in die Heizung hineingeht.
Jetzt interessiert uns nicht mehr der Brennstoff.
Wie viel Wärme kommt tatsächlich im Raum an?
Das kann man angeben in:
kWh oder MJ
Das ist die Heizwärme.
Du verbrennst Erdgas.
Das Wasser im Heizkessel wird warm.
Der Heizkörper gibt Wärme an den Raum ab.
Der Raum erreicht 21 °C.
👉 Diese tatsächlich nutzbare Wärme nach den Verlusten nennt man Heizwärme.
Heizwärme
die Wärme,
die den Raum tatsächlich erwärmt.
Was ist der Brennwert?
Der Brennwert beschreibt,
wie viel Energie in einem Brennstoff steckt.
Oder einfacher: Wie viel Wärme kann ich aus einem Brennstoff gewinnen?
Beispiel: du verbrennst 1 kg Holz.
Dadurch entstehen ungefähr 4–5 kWh Wärmeenergie.
Das nennt man den Brennwert.
untersch. Einheiten: Je nachdem, wie der Brennstoff verkauft wird.
Feste Brennstoffe werden nach Gewicht verkauft.
Zum Beispiel: Holz, Kohle in kWh/kg
Flüssige Brennstoffe werden nach Litern verkauft.
Zum Beispiel: Heizöl-> kWh/l
Gas wird nach Volumen verkauft. -> kWh/m³
—> Aus derselben Menge verschiedener Brennstoffe erhält man unterschiedlich viel Wärme.
Brennwert vs. Heizwert
berücksichtigt nicht die Kondensationswärme des Wasserdampfs im Abgas.
berücksichtigt zusätzlich diese Kondensationswärme. —> effizienter
Deshalb gilt immer:
Brennwert > Heizwert
Wofür wird diese Nutzenergie eigentlich verwendet?
—> Es gibt hauptsächlich zwei Zwecke.
Nutzwärmebedarf
1.Heizwärmebedarf HWB
Das ist die Wärme, die benötigt wird, um die Räume warm zu halten.
2.Warmwasserwärmebedarf (WWWB)
Das ist die Wärme, die benötigt wird, um Wasser zu erwärmen.
Eine Familie fährt im Sommer in Urlaub. Dann braucht das Haus
praktisch keine Heizwärme mehr.
Aber: Geduscht wird trotzdem.
Warmwasserbedarf bleibt bestehen.
Das zeigt schön, dass beide Bedarfe unabhängig voneinander sind.
Heizwärmebedarf (HWB)
Wärmemenge,die den Räumen zugeführt werden muss,damit die gewünschte Raumtemperatur eingehalten wird.
Einheit kWh/m²a
—> Wie viel Heizenergie braucht 1 m² Gebäudefläche innerhalb eines Jahres?
Je kleiner dieser Wert, desto besser das Gebäude.
Warmwasserwärmebedarf (WWWB)
Wärmemenge, die benötigt wird, damit die hygienischen Anforderungen erfüllt werden.
Das heißt: Es muss genügend warmes Wasser vorhanden sein
zum Duschen, Waschen, Putzen
Vor allem von
Anzahl der Personen
Duschverhalten
Badewanne oder Dusche
Warmwasserverbrauch
Nicht so sehr von der Dämmung.
NWB = HWB + WWWB
Die gesamte benötigte Nutzwärme setzt sich zusammen aus:
Raumheizung
Warmwasser
—> sagt , wie viel wärme der Mensch braucht
Die Heizung arbeitet nicht verlustfrei. Deshalb muss mehr Energie eingesetzt werden.
Heizenergiebedarf.
HEB = e_awz × NWB
Was ist e_awz
Energieaufwandszahl
Wie viel Energie muss ich einsetzen, damit 1 kWh Nutzwärme entsteht?
Sehr gute Wärmepumpe
100 kWh Nutzwärme
110 kWh Energieeinsatz
e_awz = 1,1
Niedrige e_awz = wenig Verluste = effizientes System
Sie berücksichtigt:
✔ Brennstoff
✔ Verluste
✔ Hilfsenergie: nicht die eigentliche Heizenergie sondern Strom, der benötigt wird, damit die Anlage funktioniert.
✔ erneuerbare Energien
Bewertung:
Woher weiß man eigentlich, ob ein Gebäude energetisch gut oder schlecht ist?
versch berechnungsverfahren
Stationäre (statische) Berechnungen
Dynamische Berechnungen (Simulationen)
Stationäres Bilanzverfahren vs. Dynamische Simulation
Gebäude wird vereinfacht betrachtet
stationär = unveränderlich
Hier betrachtet man das Gebäude vereinfacht.
Man nimmt an:
konstante Temperaturen
durchschnittliches Wetter
durchschnittliche Nutzung
Das Gebäude wird also so behandelt, als würde sich nichts verändern.
Zum Beispiel für
Energieausweis
Heizwärmebedarf
U-Wert-Berechnungen
GEG-Nachweise
Es ist relativ einfach und schnell.
stationäres Bilanzverfahren vs. Dynamische Simulation
Hier wird jede Stunde (oder sogar jede Minute) berechnet.
Es verändert sich ständig:
Außentemperatur
Sonneneinstrahlung
Personen im Raum
Beleuchtung
Lüftung
Nutzung
Deshalb entstehen die Kurven :Dynamisch —> Zeitlicher Verlauf.
Dynamische Berechnungen
Hier untersucht man
Temperaturen
Überhitzung
Heizbedarf
Kühlbedarf
über einen längeren Zeitraum.
CFD=Computational Fluid Dynamics berechnetwie Luft strömt.
Lichtsimulation: Tageslicht, Blendung, Beleuchtungsstärke
Wärmebrückensimulation : Wärmeverluste , Tauwasser, Schimmelrisiko
zeigt, wie sich die Innentemperatur im Laufe des Sommers verändert.
Was ist eine stationäre Bilanz?
Bilanz bedeutet: Eingänge = Ausgänge
Ein Gebäude gewinnt Wärme.
Zum Beispiel durch: Sonne, Menschen, Geräte, Heizung
Gleichzeitig verliert es Wärme durch: Fenster, Dach , Außenwände, Lüftung
—> betrachtet das Gleichgewicht zwischen Gewinnen und Verlusten.
—> Unter Wärme- oder Energiebilanz versteht man
das Gleichgewicht aller Wärme- oder Energieströme die während einer Referenzperiode in das Gebäude hinein oder aus dem Gebäude hinaus transportiert werden.
Räumlich begrenzt
Zeitlich begrenzt
Einheitliche Nutzungszonen
Einheitliche Temperaturzonen
Statische Berechnungen für stationäre verfahren
Wo werden sie eingesetzt?
Man überprüft,ob Anforderungen eingehalten werden.
Zum Beispiel: Komfort, Energieverbrauch
bewertet, wie energieeffizient ein Gebäude ist. zum Beispiel den Heizenergiebedarf.
beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht.
Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Dämmung.
Hier prüft man, ob Tauwasser oder Schimmel entstehen können.
Hier prüft man, ob das Gebäude im Sommer zu heiß wird.
Welche Informationen braucht man, um einen Energieausweis zu erstellen?
1. Objektdaten: allgemeinen Informationen über das Gebäude. Baujahr, Gebäudetyp (Wohnhaus, Büro...) , Wohnfläche, Anzahl der Geschosse, Geometrie (Grundfläche, Dachform usw.)
2. Transmissionsverluste: Wärmeübertragung durch Bauteile.—> wärme die da durch verloren geht
Draußen: 0 °C ; Innen: 21 °C
Die Wärme möchte immer zur kälteren Seite.—>Sie wandert durch die Wand nach draußen. Das nennt man Transmissionswärmeverlust.
—> hänt von : dämmung , U-wert, Gräße der Außenfläche , temp unterschied innnen außen
3. Lüftungsverluste—> im winter kostet wieder heizenergie fpr wärmen—> deshalb heute Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
4. Solare Gewinne—> sonne scheit druch ein Südfenster und raum wird kostenlos erwärmt
5. Interne Gewinne—> Auch Menschen und Geräte erzeugen Wärme.
Menschen, Computer, Fernseher, Kühlschrank, Beleuchtung, Backofen
6. Haustechnik—> Zb photovoltaik , kühlung, heizungsanlage
7. Sommerlicher Wärmeschutz—> Verschattung, speichermasse, nachtlüftung
—> Der Energieausweis berücksichtigt Verluste und Gewinne.
Energieeffizienzklassen
bewertet wie viel Energie ein Gebäude jählich benötigt in kWh/m²a
A+ sehr energieeffizient zB: Passivhaus, Plusenergiehaus, Neubauten mit sehr guter Dämmung
bis
H —>250 Sehr hoher Energieverbrauch. Oft ältere, unsanierte Gebäude.
Referenzgebäude Energieeinsparungsverordnung EnEV
Woher weiß man, ob ein Gebäude die gesetzlichen Anforderungen erfüllt?
Vergleich mit einem Referenzgebäude
—> virtuelles Vergleichsgebäude, das nach festen gesetzlichen Vorgaben erstellt wird. Die Bauteile und die Gebäudetechnik entsprechen den im Gesetz festgelegten Referenzwerten.
Was wird verglichen beim Referenzgebäude
Das geplante Gebäude darf nicht schlechter sein als das Referenzgebäude.
heute GEG!!
Ausnahmen / Befreiungen
für welche gesetzliche Anforderung gilt überhaupt das Gebäude
—> Gebäude mithöchstens 50 m² Nutzfläche fallen nicht unter diese Regelung.
berechnung nutzfläche untersch. zw.
WOhngebäude : Die Gebäudenutzfläche ANAN kann näherungsweise aus dem beheizten Gebäudevolumen VeVe berechnet werden.
und Nochtwohngebäude: mit Norm, die regelt, wie Flächen und Rauminhalte von Gebäuden berechnet werden. zb Bruttogrundfläche
Die Wärmebilanz eines Gebäudes
als grafik
alles was die grenze überschreitet wird Bilaziert
wenn gewinne nicht ausreichen—> Qh
INfiltration: unkontrollierte Luftströme durch Fugen , undichte Fenster, Türen
Distribution: Verteilverluste zb warm eHeizrohre im Keller
storage verluste—> wasser verliert langsam die Wärme
Wärmegewinne und Wärmeverluste
WÄRMEGEWINNE :drei Hauptquellen.
Heizung —> künstlich erzeugte Wärme.
Interne Gewinne:Menschen, Geräte, Beleuchtung.
Solare Gewinne: Sonne durch Fenster.
Wärmeverluste: drei Hauptarten.
Transmission: durch Bauteile.
Lüftung: kontrollierter Luftaustausch.
Infiltration: unkontrollierter Luftaustausch.
Was ist der Unterschied zwischen Lüftung und Infiltration?
Lüftung ist der kontrollierte Luftaustausch, beispielsweise über Fenster oder Lüftungsanlagen. Infiltration ist der unkontrollierte Luftaustausch durch Undichtigkeiten der Gebäudehülle.
Wärmebilanzgleichung
Erläutern Sie die Wärmebilanzgleichung.
Der Heizwärmebedarf entspricht den Wärmeverlusten minus den nutzbaren Wärmegewinnen.
Qh—> Wie viel Wärme muss ich erzeugen, damit es im Gebäude warm bleibt?
Verluste−Gewinne
Stell dir vor: Ein Raum verliert 100 kWh Wärme.
Gleichzeitig liefert die Sonne 20 kWh.
Dann muss die Heizung nicht mehr 100 kWh liefern, sondern nur noch 80 kWh.
Der Heizwärmebedarf ergibt sich aus den Transmissionswärmeverlusten und den Lüftungswärmeverlusten abzüglich der nutzbaren solaren und internen Wärmegewinne. Da nicht alle Wärmegewinne vollständig genutzt werden können, werden sie mit dem Ausnutzungsgrad η multipliziert.
η (Eta)
Ausnutzungsgrad der Wärmegewinne
Im Winter scheint mittags die Sonne. Der Raum wird angenehm warm.
Fast die gesamte Sonnenenergie hilft beim Heizen.
Hier ist η hoch.
Jetzt Sommer. Die Sonne scheint genauso stark.
Der Raum hat aber bereits 27 °C.
Die zusätzliche Sonnenwärme hilft überhaupt nicht.
Im Gegenteil, sie führt zur Überhitzung.
Hier ist η klein.
η beschreibt,
wie viel Prozent der vorhandenen Wärmegewinne tatsächlich den Heizwärmebedarf verringern.
Die Nutzenergieebene
Wie kommt die Wärme eigentlich vom Brennstoff bis in den Raum?
durchläuft vier stufen : Primärenergie :
—> Raum wird Warm
Auf jeder Stufe entstehen Verluste!
Wärmebereitstellung ist die Erzeugung der Wärme—> Energie wird in Wärme umgewandelt . Bereitstellungsverluste (Qg).
Wärmespeicherung—> Wärme wird nciht sofort benötigt , deswegen Speicher: Warmwasserspeicher, Pufferspeicher ,Speicherverluste (Qs).
Wärmeverteilung: Transport durch gebäude über Heizungsrohre, Fußbodenheizung, Steigleitungen, unterwegs Verteilverluste (Qd).
Wärmeabgabe: gelangt endlich in den Raum : Das passiert über
Heizkörper, Fußbodenheizung, Wandheizung, Deckenheizung
—> hier ensteht die eigentliche nutzeneergie
Das ist die letzte Stufe.
Also der Heizkörper oder die Fußbodenheizung gibt Wärme an den Raum ab.
Das sind die Heizungsrohre.
Das ist der Warmwasserspeicher oder Pufferspeicher.
Also die Wärmeerzeugung.
Zum Beispiel die Wärmepumpe, Gasheizung, Pelletheizung.
Was bedeutet Distribution?
Distribution ist die Verteilung der Wärme vom Wärmeerzeuger zu den Heizflächen, beispielsweise über Heizungsrohre.
Was versteht man unter Emission?
Emission bezeichnet die Wärmeabgabe an den Raum, z. B. durch Heizkörper oder eine Fußbodenheizung.
Klimafreundliches Heizen
In Neubauten innerhalb von Neubaugebieten müssen Heizungen mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen.
—> Heizung muss überwiegendmit erneurbaren Energie arbeiten
Bestehende Gebäude: Nicht jedes alte Haus muss sofort umgebaut werden.
Für Bestandsgebäude gibt es Übergangsfristen und Ausnahmen. Das GEG unterscheidet also zwischen Neubauten und bestehenden Gebäuden.
Wärmebereitstellung
Wie wird die Wärme im Gebäude organisiert?
Zentral oder dezentral
Eine Heizungsanlage versorgt das ganze Gebäude.
Beispiele: Mehrfamilienhaus.
Ein Heizkessel im Keller, Eine Wärmepumpe für das ganze Haus, Fernwärmeanschluss
Von dort wird die Wärme über Rohre verteilt.
Jede Wohnung besitzt ihre eigene Anlage.
Zum Beispiel: Mehrfamilienhaus
eigene Gastherme, eigener Durchlauferhitzer
Es gibt also keinen gemeinsamen Heizraum.
Raumheizung und Warmwasser
Die Heizung erwärmt die Räume.
Beispiel: Heizkörper, Fußbodenheizung
Hier wird Trinkwasser erwärmt.
Zum Beispiel für: Duschen, Baden, Küche
Kombinationen
Eine Anlage macht beides.
Heizung
Das ist heute bei Einfamilienhäusern sehr häufig.
Heizung getrennt
Warmwasser getrennt
Beispiel:
Fernwärme für Heizung
elektrischer Durchlauferhitzer für Warmwasser.
Wärmebereitstellung mit Luft
Das bedeutet, dass Luft als Wärmequelle dient.
Typisches Beispiel:
Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie entzieht der Außenluft Wärme.
Hier stammt die Wärme aus Wasser.
Grundwasser
See
Fluss
Das sind
Wasser-Wasser-Wärmepumpen.
Wärmeerzeugungsanlagen
Das sind klassische Heizungen.
Ältere Technik. Hohe Verluste. Heute kaum noch eingebaut.
Arbeitet mit niedrigeren Temperaturen. Etwas effizienter.
Er nutzt zusätzlich die Wärme aus den Abgasen. Dadurch erreicht er einen höheren Wirkungsgrad als ältere Heizkessel.
Hier wird Warmwasser erst dann erwärmt,
wenn jemand den Wasserhahn öffnet.
Es gibt also keinen Warmwasserspeicher.
Vorteil: keine Speicherverluste
Nachteil: Hohe leistung beim Zapfen notwendig
Hier wird Warmwasser in einem Speicher bereitgehalten.
—> Wasser ist bereits warm gespeichert
Hier besitzt das Gebäude keine eigene Heizung.
Die Wärme kommt über ein Fernwärmenetz von einem Heizkraftwerk.
Im Gebäude befindet sich nur die Hausübergabestation.
Sie nutzt Umweltwärme. Je nach Quelle unterscheidet man: Luft, Wasser, Erde
Hier werden gleichzeitig erzeugt: Strom, Wärme
Das erhöht den Gesamtwirkungsgrad.
Überträgt Wärme von einem Medium auf ein anderes, ohne dass sich die Medien vermischen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Durchlauferhitzer und einem Elektroboiler?
Ein Durchlauferhitzer erwärmt Wasser erst beim Öffnen des Wasserhahns und benötigt keinen Speicher. Ein Elektroboiler hält bereits erwärmtes Wasser in einem Speicher bereit.
Enenergieträger
Womit kann überhaupt Wärme erzeugt werden?
Diese Stoffe nennt man Energieträger.
Ein Energieträger ist also:
Ein Stoff oder Medium, das Energie enthält und zur Wärmeerzeugung genutzt werden kann.
Energieträger sagt woher die Energie kommt
zb kohle, Gas, Öl , Biomassse, Strom
Was sind Emissionsfaktoren?
Er beschreibt, wie viel CO₂ bei der Bereitstellung von 1 kWh Energie entsteht.
Die Einheit ist: g CO₂/kWh
hilft, verschiedene Energieträger miteinander zu vergleichen.
Nicht jede Kilowattstunde verursacht gleich viele Emissionen.
Von den klassischen fossilen Energieträgern verursacht Kohle die höchsten Emissionen, Öl und Erdgas liegen darunter. Erneuerbare Energieträger wie Biomasse oder Umweltwärme (z. B. über Wärmepumpen) haben deutlich geringere Emissionen – wobei die tatsächlichen Emissionen einer Wärmepumpe auch vom verwendeten Strommix abhängen.
Was passiert, wenn die Wärme nicht sofort gebraucht wird?
Arten der Wärmespeicherung
Hier wird Wärme sofort genutzt. Beispiel: Durchlauferhitzer. Er speichert nichts.
Hier wird das eigentliche Heizmedium gespeichert. Zum Beispiel heißes Wasser.
Hier wird Wärme über einen Wärmetauscher an einen Speicher übertragen.
Diese Art findet man häufig bei Solaranlagen oder Wärmepumpen.
ungedämmte Anschlüsse könnnen wärme verlieren
—> deswegen besser gedämmt
Lage des Speichers: kann stehen
Zum Beispiel im Hauswirtschaftsraum.
Hier gehen Verluste nicht vollständig verloren, weil sie das Gebäude mit erwärmen.
zB. Garage, Keller, Außenraum. Dort gehen Speicherverluste wirklich verloren.
E-Patrone
Das ist ein elektrischer Heizstab. Er kann den Speicher zusätzlich aufheizen.
Zum Beispiel, wenn die Wärmepumpe nicht genügend Leistung bringt.
Medien
Was speichert eigentlich die Wärme
meistens Wasser
spezielle Salze
Phasenwechselmaterialien PCM, die bes viel Wärme aufnehmen können
Wasserspeicher und schichtspeicher
Das ist der klassische Warmwasserspeicher. Das gesamte Wasser befindet sich
im gleichen Behälter. Die Temperatur ist relativ gleichmäßig verteilt.
Dieser Speicher nutzt ein physikalisches Prinzip. Warmes Wasser ist leichter
als kaltes Wasser. Deshalb steigt es nach oben. Kaltes Wasser bleibt unten.
Es entstehen verschiedene Temperaturschichten.
besser: Man kann bereits heißes Wasser entnehmen, obwohl der Speicher noch nicht vollständig aufgeheizt ist. Dadurch arbeitet das Heizsystem effizienter.
Warum wird Wärme gespeichert?
Wärme wird gespeichert, damit sie auch dann zur Verfügung steht, wenn sie nicht genau zum Zeitpunkt der Erzeugung benötigt wird. Dadurch kann die Heizungsanlage effizienter arbeiten.
Was ist der Vorteil eines Schichtspeichers?
Ein Schichtspeicher nutzt die natürliche Temperaturschichtung des Wassers. Dadurch steht heißes Wasser bereits im oberen Bereich zur Verfügung, obwohl der gesamte Speicher noch nicht vollständig aufgeheizt ist. Das verbessert die Effizienz des Heizsystems.
Was beschreibt der Emissionsfaktor?
Der Emissionsfaktor gibt an, wie viel CO₂-Äquivalent pro erzeugter Kilowattstunde Energie entsteht. Er dient zum Vergleich der Klimawirkung verschiedener Energieträger.
Wärmeverteilung Leitungen
dem Transport der Wärme.
zentral und dezentral
Das ist die Hauptleitung. Sie transportiert die Wärme durch das Gebäude.
Das sind die senkrechten Leitungen. Sie verbinden zum Beispiel Keller
OG
Das ist die letzte Leitung zum Heizkörper. Also vom Hauptrohr zum einzelnen Heizkörper.
│
Verteilleitung
Steigleitung
Stichleitung
Wärmeverteilung Lunftgeführets system
Hier wird nicht Wasser, sondern warme Luft transportiert.
Zum Beispiel: Lüftungsheizung oder Fan-Coil-Systeme.
Wärmeverteilung Wassergeführtes System
Das ist das klassische Heizsystem. Hier transportiert heißes Wasser die Wärme.
Zum Beispiel bei
Heizkörpern
Fußbodenheizung
Wärmeverteilung die Faktoren, die die Wärmeverluste beeinflussen.
die die Wärmeverluste beeinflussen.
Je länger die Rohre, desto mehr Wärme geht unterwegs verloren.
Große Rohre haben mehr Oberfläche. Dadurch können mehr Wärmeverluste entstehen. Die Dimension muss deshalb passend gewählt werden.
Gedämmte Rohre verlieren viel weniger Wärme.
Deshalb werden Heizungsrohre fast immer gedämmt.
Nicht nur die Rohre, sondern auch
Ventile
Pumpen
Armaturen
werden häufig gedämmt. Sonst entstehen dort unnötige Wärmeverluste.
Je größer der Temperaturunterschied zwischen Rohr und Umgebung,
desto größer der Wärmeverlust.
Wärmeabgabe
Arten
Das sind die klassischen Heizkörper. Sie erwärmen die Raumluft.
Hier wird eine große Fläche leicht erwärmt.
Wandheizung
Deckenheizung
Gleichmäßige Wärme. Niedrige Vorlauftemperaturen. Sehr gut für Wärmepumpen.
Jeder Raum kann separat geregelt werden. Zum Beispiel über Thermostate.
Das ist ein Heizregister mit Ventilator. Der Ventilator bläst Luft über den Wärmetauscher. Dadurch wird der Raum schnell erwärmt. Fan-Coils können oft auch zum Kühlen genutzt werden.
Das heiße Wasser,das zur Heizung fließt.
Das abgekühlte Wasser, das zur Heizungsanlage zurückkehrt.
Die Heizung läuft nicht ständig mit voller Leistung. Sie wird geregelt.
Zum Beispiel durch
Thermostatventile
Raumthermostate
Außentemperaturfühler
Zeitschaltprogramme
Dadurch wird Energie gespart.
Abrechnung durch Wärmemengenzähler, Heizkostenverteiler
Welche personenbezogenen Faktoren beeinflussen die thermische Behaglichkeit?
Aktivität
Alter bzw. Personengruppe
Kleidung
Temperatur
Strahlung
Licht
Messbar – Analysierbar – Vergleichbar
Größe
Messgerät
Thermometer
Luftfeuchtigkeit
Hygrometer
Luftgeschwindigkeit
Anemometer
Beleuchtungsstärke
Luxmeter
Dadurch kann man Gebäude objektiv vergleichen.
Welche Faktoren beeinflussen die thermische Behaglichkeit?
Die thermische Behaglichkeit wird sowohl von personenbezogenen Faktoren (Aktivität, Alter, Kleidung) als auch von raumbezogenen Faktoren beeinflusst. Zu den raumbezogenen Faktoren gehören Raum- und Oberflächentemperatur, Luftqualität (Feuchte, Schadstoffe, Luftbewegung), Wärmestrahlung sowie die Beleuchtung.
Kriterien für Behaglichkeit im Winter
Wann empfinden wir einen Raum im Winter als angenehm?
Raumtemperaturen durch innere Wärmequellen nicht zu weit nach oben gleiten lassen (<23 °C)—> interne Wärmequellen auch vorhandne
Oberflächentemperaturen der Umgebungsflächen—> Wämde Decke Boden Fenster solle auch warm sein—> sonst wander Körperwärme zur kalten Oberfläche obwohl raum warm ist —> WÄRMEDÄMMUNG
niedrige Luftgeschwindigkeit < 0,15 m/s—> je geringer desto angenehmer
40–60 % relative Luftfeuchte
welche Heizsysteme in Deutschland in Neubauten eingebaut werden.
Früher
war Gas die häufigste Heizung.
Heute
werden überwiegend Wärmepumpen eingebaut.
Warum?
Klimaschutz
GEG
weniger CO₂
steigende Gaspreise
Förderung
Der Anteil der erneuerbaren Energien steigt.
Der Anteil der fossilen Energieträger nimmt ab.
Heizlast
kW
Die Heizlast ist die Leistung, die benötigt wird, um die Wärmeverluste eines Gebäudes auszugleichen und die gewünschte Innentemperatur aufrechtzuerhalten.
Heizlast = Leistung nicht energie
kWh
Energie
Heizleistung × Zeit
Heizung:
5 kW läuft 10 Stunden.
5 × 10=50 kWh Heizwärme.
—> abgegebene Wärmeenergie
Heizwärme + Transportenergie + Verluste
Heizenergie > Heizwärme
Damit am Heizkörper z. B. 100 kWh ankommen, muss der Wärmeerzeuger mehr Energie bereitstellen, weil unterwegs Verluste entstehen (z. B. in Leitungen oder im Speicher).
Wärmeverbrauch
die tatsächlich benötigte Wärmemenge.
Sie hängt von vielen Faktoren ab:
Wetter
Lüften
Verhalten der Bewohner
Deshalb ist der Wärmeverbrauch
nicht jedes Jahr gleich.
Jahresheizwärmeverbrauch
tatsächlich benötigte wärmemenge über einem jahr
Energie = Leistung × Zeit
Unterschied zwischen kW und kWh
Wie stark arbeitet die Heizung gerade?
Wie viel Wärme wurde insgesamt erzeugt oder verbraucht?
Hohe vs. niedrige Vorlauftemperatur
Was ist die Vorlauftemperatur?
Vorlauf → heißes Wasser fließt vom Wärmeerzeuger zum Heizkörper
Rücklauf → abgekühltes Wasser fließt vom Heizkörper zurück zum Wärmeerzeuger
Die Vorlauftemperatur ist also die Temperatur des Wassers, wenn es die Heizung verlässt.
hohe Vorlauftemperatur : ca. 70 °C—>Dadurch reicht bereits ein kleiner Heizkörper, um den Raum zu erwärmen.
niedrige Vorlauftemperatur: 25–45 °C.—> andere Lösung—> wärmepumpe, Solarthermie
Kleine oder große Heizflächen?
Wenn das Wasser nur 35 °C warm ist – wie bekomme ich den Raum trotzdem warm?
—>durch größere Heizflächen
fußbodenheizung, Wandheizung, Deckenstrahlungsheizung, BauteilaktivierungHeizrohre direkt in massive Bauteile (meist Betondecken oder -böden) eingebau
—> weil die Wärmeerzeugung effizienter wird
Hohe Vorlauftemperatur = kleine Heizfläche
Gussheizkörper
Plattenheizkörper
Radiatoren
Gebläsekonvektoren
Fußleistenkonvektoren
Weil Wärmepumpen bei niedrigen Vorlauftemperaturen besonders effizient arbeiten.
Fußbodenheizungen besitzen eine sehr große Heizfläche.
Dadurch reichen bereits
30–35 °C Vorlauf,
um den Raum angenehm zu erwärmen.
Wärmeerzeugungsanlage mit Gas / Öl / Biomasse
Was ist eine Wärmeerzeugungsanlage?
—> das gerät das wärme erzeugt
Gasheizung
Ölheizung
Biomasseheizung
—>Ein Brennstoff wird verbrannt und dabei entsteht Wärme.
Welche Heizkessel gibt es?
Das ist die älteste Bauart. Hier wird: Gas, Öl oder Biomasse verbrannt.
Die Wärme wird an das Heizwasser abgegeben.Die heißen Abgase verschwinden anschließend durch den Schornstein.
Problem: Mit den heißen Abgasen geht viel Energie verloren. Der Wirkungsgrad ist deshalb relativ gering.
Hier wird das Heizwasser nicht mehr ständig auf sehr hohe Temperaturen erhitzt.
Die Vorlauftemperatur wird an den tatsächlichen Bedarf angepasst. Dadurch entstehen geringere Verluste. Der Wirkungsgrad ist besser als beim konventionellen Heizkessel.
Das ist heute die modernste Form eines Gas- oder Ölkessels.
Er nutzt auch die Wärme,bdie nochbim Wasserdampf der Abgase steckt.
Dazu werden die Abgase so weit abgekühlt, dass der Wasserdampf kondensiert. Beim Kondensieren wird zusätzliche Wärme frei. Diese Wärme wird ebenfalls an das Heizwasser abgegeben. Dadurch steigt der Wirkungsgrad deutlich.
Wie funktioniert eine Gas- oder Ölheizung?
Bei der Verbrennung von Gas oder Öl entsteht Wärme. Diese erwärmt das Heizwasser im Heizkessel. Das warme Wasser fließt über den Vorlauf zu den Heizflächen und gibt dort Wärme an den Raum ab. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser über den Rücklauf zurück zum Heizkessel und wird erneut erwärmt.
Wo geht bei einer Heizungsanlage Energie verloren?
Beim verbrennen durch abgase über den schornstein
Heizkessel selbst gibt Wärme an seine Umgebung ab.
Rohrleitungen. Während des Weges geht ebenfalls Wärme verloren
Je länger und schlechter gedämmt die Leitungen sind, desto größer sind die Transportverluste.
Wie reduziert man diese Verluste?
gute Wärmedämmung des Kessels
effiziente Technik
kurze Leitungen
gut gedämmte Rohre
Heizraum möglichst nahe an den Heizflächen
Heizkessel
lassischen Ölkessel
Biomasse-/Holzkessel
modernen Gas-Brennwertkessel
kon: arbeitet mit hohen Temperaturen.—> keine kondesation erlaubt
nieder: Hier wird die Kesseltemperatur nicht mehr konstant hoch gehalten.
passt sich dem Heizbedarf an.kondensation möglich
brenn: kondensationswasser nötig —> Kondensationswärme (latente Wärme)
Gastherme
kompakter Heizkessel, der meist direkt in der Wohnung oder im Haus hängt.
Sie übernimmt häufig: Raumheizung und Warmwasserbereitung gleichzeitig.
Sie verbrennt Erdgas. Dabei entsteht Wärme. Diese wird
→ auf Heizwasser übertragen
→ anschließend zu Heizkörpern oder Fußbodenheizung transportiert.
brenner braucht von außen angesautes Sauerstoff
eher fpr einfamilienhäuder und wohnungen geignet
kombiniert Heizung + Warmwasser
erst beim benutzen —> wasser erhitzt—> keinen speicher
Pelletheizkessel
biomasse—> Holzpellets
im gegensatz zu gas muss der brennsoff gelagert werden
✅ erneuerbare Energie
✅ nahezu CO₂-neutral (bei nachhaltiger Forstwirtschaft)
✅ hohe Heizleistung
❌ Lagerraum notwendig
❌ Asche entsteht
❌ regelmäßige Reinigung
❌ Pellets müssen geliefert werden
wo wird die Heizzntrale im gebäude untergebracht
Freistehende Heizzentrale: Heizhaus steht außerhalb des eigentlichen Gebäudes.
typisch: Krankenhäuser, UNiversitäten , Industrien
Vorteile
kein Lärm im Gebäude, mehr Platz, hohe Brandsicherheit
Nachteile
lange Leitungen, höhere Wärmeverluste ,höhere Baukosten
Heizzentrale Im Keller: Von dort aus verlaufen Steigleitungen nach oben.
kurze Leitungen, einfach erreichbar, wenig Platzverlust
Nachteile: Keller notwendig
Dachzentrale
typisch: Hochhäuser, Bürogebäude , Hotels
Vor allem wenn
kein Keller vorhanden ist
Technikflächen auf dem Dach geplant sind
Vorteile: Keller bleibt frei , Technik lässt sich gut bündeln
W
ärme nicht durch Verbrennen (wie ein Gas- oder Ölkessel), sondern transportiert vorhandene Umweltwärme ins Gebäude.
Sie pumpt Wärme von einem kalten Ort zu einem warmen Ort.
Wärmequellen: außenluft , erdreich, Grundwasser
vier schritte :
verdampfen eines Kältemittels
Verdichten —> Kompressor , wird ein Gas zusammengedrückt, steigt seine Temperatur.
Verflüssigen: heiße Gas gibt seine Wärme an Heizungswasser ab, gas kült wieder ab und wird wieder flüssig
entspannen—> druck wird wieder abgesenkt
Die Wärmepumpe
❌ erzeugt keine Wärme.
Sie
✅ transportiert vorhandene Umweltwärme.
Wärmepumpe Planungskriterien
Je wärmer die Umweltquelle ist,
desto weniger Arbeit muss der Kompressor leisten.
Die Heizung sollte
keine extrem heißen Heizkörper benötigen.
zu hohe temp—> steigt Stromverbrauch deutlich.
Woher kommt eigentlich die Energie einer Wärmepumpe?
nutzt Strom,
um Umweltwärme nutzbar zu machen.
größtenteils erneuerbar
strom aber fossil
Fernwärme: Übergabestation
Was macht der Plattenwärmetauscher?
Warum gibt es eine Übergabestation?
Ein Kraftwerk oder Heizwerk erwärmt Wasser. Dieses heiße Wasser fließt durch isolierte Rohrleitungen zu vielen Gebäuden. Das Gebäude muss also keinen eigenen Heizkessel besitzen.
ie Wärme wird bereits außerhalb produziert
Er überträgt Wärme vom Fernwärmenetz auf das Heizsystem des Gebäudes, ohne dass sich die beiden Wasserkreisläufe vermischen.
Sie verbindet das Fernwärmenetz mit dem Heizsystem des Gebäudes und ermöglicht die sichere Wärmeübertragung sowie die Verbrauchserfassung.
Fernwärme
Die Wärme wird zentral in einem Heizwerk oder Kraftwerk erzeugt und über ein Rohrnetz zum Gebäude transportiert.
In der Übergabestation sorgt ein Plattenwärmetauscher dafür, dass die Wärme auf das hausinterne Heizsystem übertragen wird, ohne die Wasserkreisläufe zu vermischen.
Ein Wärmemengenzähler erfasst die gelieferte Wärmemenge für die Abrechnung.
Was ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW)?
eine Anlage, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt.
bei der Stromerzeugung sehr viel Wärme verloren.
BHKW nutzt diese Wärme aber zum Heizen.
Was bedeutet Kraft-Wärme-Kopplung?
"Kraft" bedeutet hier:
➡️ elektrische Energie (Strom)
"Wärme" bedeutet:
➡️ Heizwärme oder Warmwasser
"Kopplung" bedeutet:
➡️ Beides entsteht gleichzeitig aus einem Brennstoff.
heiße Abwärme genutzt.
Auch der Motor selbst
wird heiß.
Normalerweise müsste er gekühlt werden.
Beim BHKW nutzt man
auch diese Wärme. Kühlwasserwärme
Dadurch steigt der Wirkungsgrad nochmals.
2 wärmequellen 1. Abgaswärme 2. Motorwärme
Solaranlage mit Wärmespeicher
Eine Solarthermieanlage nutzt die Sonnenstrahlung zur Wärmeerzeugung.
Raumlufttemperaturprofile
Eigentlich möchte der Mensch:
warme Füße, angenehme Temperatur auf Körperhöhe, etwas kühlere Luft im Kopfbereich.
Warum? Warme Luft steigt nach oben. Wenn oben 26 °C sind und unten 19 °C, fühlt sich der Raum trotzdem unangenehm an.
Der klassische Heizkörper arbeitet überwiegend mit Konvektion. luftzirkulation
ideal—>
2. Fußbodenheizung —>warme Füße, gleichmäßige Temperatur, hoher Komfort
3. Deckenheizung—>Wärme überwiegend als Wärmestrahlung abgegeben. Temperatur ebenfalls relativ gleichmäßig.
Welche Wärmeabgabe führt zum günstigsten Temperaturprofil?
Fußbodenheizung (bzw. Flächenheizung).
Was ist ein Radiator?
E
in Radiator ist ein Heizkörper, der warmes Heizungswasser enthält. Dieses gibt Wärme an den Raum ab.
Viele einzelne Rippen. aus Gusseisen
Flache Stahlplatten.
Ein Radiator gibt Wärme ab durch:
Er erwärmt die Luft. —>warme Luft steigt auf.
Die Oberfläche des Heizkörpers sendet Wärmestrahlung aus.
Dadurch werden
Menschen
Möbel
Wände
direkt erwärmt.
sie arbeiten mit ca. 70 % Konvektion und ca. 30 % Wärmestrahlung.
Freistehende Raumheizkörper
Design-Heizkörper.
✅ frei im Raum platzierbar
✅ schöne Gestaltung
✅ teilweise größere Oberfläche
❌ nehmen Platz weg
❌ können Möbel einschränken
verkleidete Heizkörper
Hier wurden Heizkörper hinter Verkleidungen versteckt.
Die warme Luft kann schlechter aufsteigen.
Die Luftzirkulation wird behindert.
Dadurch sinkt die Heizleistung.
Der Heizkörper muss
heißer werden
länger laufen
damit dieselbe Raumtemperatur erreicht wird.
Je freier ein Heizkörper steht,
desto besser kann er arbeiten.
Arbeitet ausschließlich durch Konvektion = Erwärmung der Luft
Im Inneren befinden sich viele dünne Metalllamellen.
Diese werden vom warmen Heizwasser erhitzt.
Dadurch wird die vorbeiströmende Luft erwärmt.
Die warme Luft steigt nach oben.
Von unten strömt kalte Luft nach.
So entsteht ständig ein Luftkreislauf.
✅ sehr schnelle Aufheizung
✅ hohe Heizleistung trotz kleiner Baugröße
✅ ideal vor großen Glasflächen
✅ verhindert Kaltluftabfall an Fenstern
❌ bewegt viel Luft
→ Staub wird mittransportiert
❌ trocknet die Raumluft etwas stärker aus
❌ weniger Strahlungswärme
→ subjektiv oft weniger angenehm als Flächenheizungen
Unterflurkonvektor
liegen im Boden, meistens direkt vor bodentiefen Fenstern
Große Fenster erzeugen im Winter einen Kaltluftabfall.
Die kalte Luft sinkt an der Scheibe nach unten.
Der Unterflurkonvektor erwärmt diese Luft sofort wieder.
Dadurch entsteht ein Warmluftschleier.
Die Kaltluft gelangt nicht in den Raum
Das sind frei stehende Konvektoren.
Sie sehen moderner aus als klassische Heizkörper.
Sie arbeiten ebenfalls überwiegend mit Konvektion.
Fußleistenkonvektor
Hier befindet sich der Konvektor entlang der Sockelleiste.Er erwärmt die Luft direkt an der Wand.
Die warme Luft steigt an der Wand nach oben.
Dadurch wird gleichzeitig auch die Wand etwas erwärmt.
Unter dem Boden liegen Heizungsrohre.
Durch diese Rohre fließt warmes Wasser. Die wärme steigt langsam nach oben.
Je kleiner der Rohrabstand,
desto gleichmäßiger wird die Oberflächentemperatur.
Fußbodenheizung gibt Wärme hauptsächlich durch:
✅ Wärmestrahlung
und zusätzlich etwas durch
✅ Konvektion
ab.
Sie arbeitet also genau umgekehrt wie ein Konvektor.
Deckenstrahlungsheizung
Hier befinden sich Heizungsrohre in oder direkt unter der Decke.
Durch die Rohre fließt warmes Wasser.
Die Decke erwärmt sich und gibt ihre Wärme als Wärmestrahlung an den Raum ab.
Eine Deckenstrahlungsheizung arbeitet überwiegend mit Wärmestrahlung.—> erwärmt den boden, die möbell, menschen
Metalldecke
Hier sind die Heizrohre hinter Metallpaneelen montiert.
Das Metall verteilt die Wärme sehr gut.
Dadurch wird die ganze Decke gleichmäßig warm.
Büros
Schulen
Flughäfen
Industriehallen
Arztpraxen
Rohre auf Gipskartondecke
Hier werden die Rohre auf einer Unterkonstruktion befestigt.
Danach wird alles mit Gipskarton verkleidet.Von außen sieht man später nichts mehr. sehrr hoher komfort Niedrige Vorlauftemperaturen
Typisch: 30–40 °C
Deshalb ideal für
Wärmepumpen
Solarthermie
3. Keine sichtbaren Heizkörper Mehr Freiheit bei der Möblierung.
4. Gleichmäßige Temperatur
Keine kalten Ecken. Keine starke Luftzirkulation.
Da kaum Luft bewegt wird, wird auch weniger Staub aufgewirbelt. Gut für Allergiker.
jedoch Hohe Investitionskosten Der Einbau ist aufwendiger als ein Heizkörper.
Langsame Reaktion Die ganze Deckenfläche muss sich erst erwärmen. Das dauert länger.
Nachträgliche Änderungen schwierig
Bohrungen in die Decke müssen sorgfältig geplant werden. Man möchte schließlich keine Heizungsrohre treffen.
Unterschied zur Fußbodenheizung
Beide gehören zu den Flächenheizungen.
Wärme kommt vom Boden
Wärme kommt von der Decke
warme Füße
gleichmäßige Strahlungswärme
ideal im Wohnungsbau
oft in Büros und Hallen
überwiegend Strahlung
niedrige Vorlauftemperatur
Bauteilaktivierung in der Betondecke
Was bedeutet Bauteilaktivierung?
bei der Bauteilaktivierung werden die Heizungsrohre direkt in massive Bauteile, meist die Betondecke, einbetoniert.
➡️ Nicht nur die Oberfläche wird warm, sondern die gesamte Betondecke wird zu einem Wärmespeicher.
als Wärmestrahlung an den Raum ab.
beton sehr hohe Wärmespeicherfähigkeit.—> hohen thermischen Masse.
Er braucht lange, bis er warm wird.
Bleibt dafür aber auch lange warm.
Vorlauftemperaturen von etwa 25–35 °C.
Bauteilaktivierung im Putz
Rohre liegen nicht im Beton, sondern im Putz einer Wand oder Decke.Nur die relativ dünne Putzschicht wird erwärmt.
Dadurch reagiert das System deutlich schneller.
bauteilaktivierung kann auch kühlen—> Ja. Im Sommer wird kühles Wasser durch die Rohre geleitet. Der Beton nimmt Wärme aus dem Raum auf und sorgt für eine angenehme Kühlung.
Wärmeabgabe - Wandheizung
Die Heizungsrohre werden
auf die Wand montiert oder
in den Putz eingelegt.
Anschließend werden sie vollständig überputzt.
links: Montage der Rohre an der Wand
rechts: Rohre werden anschließend eingeputzt
Warmes Wasser (ca. 25–40 °C) fließt durch die Rohre.
Die Wand erwärmt sich.
Die warme Wand gibt ihre Wärme überwiegend als Wärmestrahlung an den Raum ab.
➡️ Es wird also nicht hauptsächlich die Luft, sondern die Menschen und Gegenstände im Raum erwärmt.
1. Kaminofen (raumluftabhängig)
2. Ölofen (raumluftabhängig)
1.in form von konvektion und wrmestrahlung: Ein Kaminofen verbrennt
Holz
Holzbriketts
Pellets (je nach Modell)
und beheizt direkt den Raum, in dem er steht. Raumluftabhängig bedeutet:
➡️ Die Verbrennungsluft wird aus dem Aufstellraum entnommen. Dadurch braucht der Raum genügend Frischluft.
2.Ein Ölofen verbrennt Heizöl direkt im Raum.
Auch hier kommt die Verbrennungsluft aus dem Raum.
1.Gasstrahler dunkelstrahler
2.Hellstrahler
1.Gasstrahler erwärmen nicht hauptsächlich die Luft, sondern senden Infrarotstrahlung aus. Ähnlich wie die Sonne: Man fühlt sofort Wärme.
Der Brenner liegt im Inneren. Die Oberfläche wird warm. Sie glüht nicht sichtbar.
➡️ daher der Name Dunkelstrahler—> häufig in hallen
2.Hier glüht der Brenner sichtbar. Man sieht die orange Glut.
Deshalb: ➡️ Hellstrahler
häufig auf Terrassen, in Werkstätten, Industriehallen
Dunkelstrahler
Hellstrahler
Oberfläche glüht nicht sichtbar
Brenner glüht sichtbar
gleichmäßige Wärme
sehr intensive Wärme
Terrassen, Hallen
blendet kaum
kann blenden
Warum verwendet man Gasstrahler in Hallen?
Große Hallen besitzen sehr viel Luftvolumen.
Wenn man die ganze Luft erwärmen müsste, wäre das sehr energieaufwendig.
Gasstrahler erwärmen dagegen direkt Personen und Arbeitsbereiche durch Wärmestrahlung.
➡️ Dadurch wird Energie gespart.
Was bedeutet raumluftabhängig? gasstrahler
Die Verbrennungsluft wird aus dem Aufstellraum entnommen.
Was ist eine Einzelheizung?
➡️ Eine Heizung, die nur einen einzelnen Raum beheizt und nicht das gesamte Gebäude versorgt.
1. Elektro-Rippenrohr
2. Elektro-Strahler
1.Ein elektrischer Heizkörper, der Strom direkt in Wärme umwandelt.
Er besitzt Metallrippen, die die Oberfläche vergrößern.
Die Wärme wird hauptsächlich durch Konvektion abgegeben. durch erhitzen des heizdrahts —> rippen werden warm erwärmen die lust
2.Hier wird Strom ebenfalls direkt in Wärme umgewandelt.
Der Unterschied:➡️ Die Wärme wird als Infrarotstrahlung abgegeben.
nicht die luft erwärmt sich condern menschen , möbel, wände
Infrarotheizung
Beispiel: Heizkörper, Elektro-Rippenrohr . Die Luft wird erwärmt.
Heizkörper ↑ warme Luft ↑ ↑ ↓ kalte Luft Dadurch entsteht eine Luftzirkulation.
Heizkörper ↑ warme Luft ↑ ↑ ↓ kalte Luft
warme Luft sammelt sich oben, kalter Boden, Staub wird aufgewirbelt
Hier wird nicht zuerst die Luft warm. Die Wärmestrahlung trifft direkt auf
Menschen, Möbel, Wände—>Diese geben anschließend Wärme an die Raumluft ab.
angenehme Wärme, keine Zugluft, kaum Staub, gleichmäßiges Wärmegefühl
hoher Stromverbrauch, als Hauptheizung meist unwirtschaftlich, nur sinnvoll bei sehr gut gedämmten Gebäuden oder als Zusatzheizung
Der Fan-Coil ist im Grunde ein Heizkörper mit Ventilator. Er besteht aus
Wärmetauscher, Ventilator, Luftfilter, Regelung
Warmes Wasser fließt durch den Wärmetauscher.
Ein Ventilator saugt Raumluft an.
Die Luft wird erwärmt.
Der Ventilator bläst die warme Luft in den Raum.
Dasselbe funktioniert auch umgekehrt.
Dann fließt kaltes Wasser durch den Wärmetauscher.
Die ausgeblasene Luft wird kühl.
➡️ Deshalb findet man Fan-Coils oft zusammen mit Wärmepumpen.
Was ist Brauchwasser?
Brauchwasser (in der Gebäudetechnik meist Trinkwarmwasser) ist das Wasser, das wir täglich benutzen:
🚿 Duschen
🛁 Baden
🚰 Hände waschen
🍽️ Spülen
🧺 Waschmaschine
Nicht gemeint ist das Heizungswasser!
alle Möglichkeiten der Warmwasserbereitung
Das Wasser wird erst erwärmt, wenn jemand den Wasserhahn öffnet.
Es gibt vier wichtige Entscheidungen bei der Warmwasserbereitung:
Frage
Möglichkeiten
Wo wird erwärmt?
zentral oder dezentral
Wird gespeichert?
Speicher oder Durchfluss
Wie wird erhitzt?
direkt oder indirekt
Welche Energie?
Gas, Öl, Strom, Wärmepumpe, Solar usw.
Was ist der Unterschied zwischen zentraler und dezentraler Warmwasserbereitung?
Zentral: Eine Anlage versorgt das ganze Gebäude.
Dezentral: Jede Entnahmestelle oder Wohnung hat ihre eigene Warmwasserbereitung.
Was ist der Unterschied zwischen Durchfluss- und Speichersystem?
Durchflusssystem: Wasser wird nur bei Bedarf erwärmt.
Speichersystem: Warmwasser wird in einem Speicher bevorratet.
Warmwasserbedarf
Warmwasserwärmebedarf
Was bedeutet "zentral"?
Zentral= Das Warmwasser wird an einer einzigen Stelle erzeugt und von dort im ganzen Gebäude verteilt.
Alle Wohnungen bzw. Zapfstellen werden von einem Wärmeerzeuger versorgt.
zirkulationsleitung
Wenn das Wasser einfach nur in der Leitung steht, kühlt es ab.
Dann müsste man morgens erst viele Liter kaltes Wasser laufen lassen.
Deshalb gibt es eine Zirkulationsleitung.
Sie führt das warme Wasser ständig im Kreis.
Zirkulationsleitung notwendig bei >10 m Leitungslänge
Die Leitung bleibt ständig warm.
➡️ Dadurch gehen ständig Wärmeverluste verloren.
Deshalb steht auf der Folie:
Zirkulationsverluste bis ca. 8 kWh/m²a
Dezentrale Warmwasserbereitung
Hier wird das Wasser direkt dort erwärmt, wo man es braucht.
Durchlauferhitzer im Bad
kleiner Boiler unter der Spüle
verbrauchsnah Das bedeutet: ➡️ direkt neben Waschbecken oder Dusche.
Durchfluss- und Speichersystem
1. Durchflusssystem
2. Speichersystem
Das Wasser wird erst dann erhitzt, wenn jemand den Hahn öffnet.
Kaltwasser │ Durchlauferhitzer │ Warmwasser
Es gibt keinen Speicher.
Hier wird Warmwasser bevorratet.
Warmwasser ↑ ┌──────────┐ │ Speicher │ └──────────┘ ↑ Kaltwasser
Man hat sofort warmes Wasser.
Wassererwärmer
Gas-Durchlauferhitzer.
Er besitzt: Brenner, Wärmetauscher, Wasseranschlüsse, Gasanschluss
Wasserhahn wird geöffnet.
Wasser fließt durch das Gerät.
Brenner startet automatisch.
Wärmetauscher erwärmt das Wasser.
Warmwasser fließt zum Wasserhahn.
Sobald der Hahn geschlossen wird:
➡️ Brenner aus.
Es wird kein Wasser gespeichert.
Was ist eine Zirkulationsleitung?
➡️ Eine Leitung, die das Warmwasser ständig im Kreis zirkulieren lässt, damit an jeder Zapfstelle sofort warmes Wasser verfügbar ist.
Wann wird eine Zirkulationsleitung benötigt?
untersch durchfluss und speicher ?
In der Regel bei Warmwasserleitungen mit mehr als etwa 10 m Leitungslänge, damit lange Wartezeiten auf Warmwasser vermieden werden.
Durchfluss = Erwärmung nur bei Bedarf.
Speicher = Warmwasser wird auf Vorrat bereitgehalten.
Wärmeverteilung
Verteilleitungen, Steigleitungen und Stichleitungen
Die Hauptleitung, die das warme Wasser im Gebäude verteilt.
Eine senkrechte Leitung.
Sie führt Warmwasser oder Heizwasser nach oben. zw stcokerken
Die kurze Leitung von der Hauptleitung bis zum Verbraucher.
Schema einer Zentralheizung.
Heizkessel erzeugt die wärme
Der Mischer mischt für gewünschte temp.:heißes Vorlaufwasser und kühles Rücklaufwasser
Der Vorlauf transportiert das warme Heizwasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern.
Rücklauf: Nachdem das Wasser Wärme abgegeben hat, fließt es kälter zurück zum Heizkessel
Wärmetauscher + Speicher Hier wird das Trinkwasser erwärmt. Das Heizungswasser fließt durch einen Wärmetauscher. Das Trinkwasser nimmt die Wärme auf. Beide Wasserarten mischen sich nie.
Brauchwasser : Das ist das Warmwasser für: Dusche, Bad , Küche
Was ist eine Steigleitung?
Eine senkrechte Leitung, die Heiz- oder Warmwasser in die oberen Geschosse transportiert.
Was ist eine Verteilleitung?
➡️ Die Hauptleitung, die warmes Wasser im Gebäude verteilt.
Was ist eine Stichleitung?
➡️ Eine kurze Anschlussleitung von der Hauptleitung zum Verbraucher, z. B. zu einem Waschbecken oder Heizkörper.
Sammelheizung (überwiegende Ausführung in Gebäuden)
Zentralheizung—Ein Wärmeerzeuger versorgt mehrere Räume oder das ganze Gebäude.—>Heizkessel im Keller, Wärmepumpe, Fernwärme
Von dort wird die Wärme über Rohre im gesamten Gebäude verteilt.
Wie funktioniert das geschlossene System?
Er erwärmt das Heizwasser.
Die Pumpe drückt das warme Wasser durch das Gebäude.
Das warme Wasser fließt zu den Heizkörpern.- Rot = heiß.
Sie geben Wärme an den Raum ab. Das Wasser wird dabei kühler.
Das Wasser fließt zurück.- Blau = kälter.
Das Wasser wird erneut aufgeheizt. Der Kreislauf beginnt wieder.
rotes gefäß: Ausdehnungsgefäß (Membran-Ausdehnungsgefäß)—> Rohre platzen verhindern
Das Ausdehnungsgefäß nimmt das zusätzliche Wasservolumen auf. Dadurch bleibt der Druck konstant.
Sicherheitsventil—> bei zu hohem druck öffnet es sich—> system expodieren verhindern
Warum wird heute fast immer Warmwasser als Wärmeträger verwendet?
➡️ Weil es sicher, effizient und gut regelbar ist.
Warmwasser(≤ 110 °C)
Warum verwendet man heute Pumpen?
Sie sorgen für einen gleichmäßigen Wasserkreislauf und ermöglichen kleinere Rohrdurchmesser sowie eine bessere Regelung.
Einrohr- und Zweirohrheizung
Hier gibt es nur ein Rohr, durch das das Heizwasser nacheinander an allen Heizkörpern vorbeifließt.—> die lezten heizkörper werden schelchter warm —> jeder heizkörper beeinflusst den nächsten—> ungleichmäßige raumtemp
Hier gibt es zwei Leitungen: 🔴 Vorlauf - 🔵 Rücklauf
Jeder Heizkörper erhält direkt heißes Wasser aus dem Vorlauf. Das abgekühlte Wasser fließt separat über den Rücklauf zurück.—>Jeder Heizkörper kann einzeln geregelt werden.
Was ist ein Stockwerksverteiler?
➡️ Ein Verteilerkasten auf einer Etage, von dem aus jeder Heizkörper über ein eigenes Vorlauf- und Rücklaufrohr angeschlossen wird. Dadurch lässt sich jeder Heizkörper einzeln regeln und warten.
Horizontale Leitungsführung
Wo verlaufen die Heizungsrohre innerhalb eines Stockwerks?
1.im neubau: im estrich
2. Im Doppelboden / Hohlraumboden—> man kann leitungn leicht außtaschen —> büro
3.unter der Decke des darunterliegenden Geschosses befestigt.
Kupferleitungen
Material der Heizungsrohre—> Kupfer
1. Gute Wärmeleitfähigkeit
2. Korrosionsbeständig
3. Langlebig
4. Gut zu bearbeiten
Außendurchmesser = 15 mm
Wanddicke = 1 mm
Je größer der Durchmesser,
➡️ desto mehr Heizwasser kann transportiert werden.
Heizungsleitungen bestehen häufig aus Kupfer (heute auch aus Kunststoff- oder Mehrschichtverbundrohren).
Es gibt genormte Rohrdurchmesser (DIN EN 1057).
Je größer der Rohrdurchmesser, desto mehr Wasser kann transportiert werden.
Warum verwendet man Rohr-im-Rohr-Systeme?
Schutz des Innenrohres
leichter Austausch
Ausgleich der Wärmedehnung
einfache Verlegung
Aufgabe der Technikzentrale
ier wird
Wärme erzeugt,
verteilt,
geregelt,
gespeichert.
Von dort fließt das Heizwasser über den Vorlauf in das Gebäude.
Warum besitzen moderne Mehrschichtverbundrohre eine Aluminiumschicht?
➡️ Sie macht das Rohr formstabil und wirkt als Sauerstoffsperre, wodurch Korrosion im Heizsystem verhindert wird.
Leitungsführung innerhalb des Gebäudes
1. In Wänden
2. Frei vor der Wand / Decke
3. Abhängung—> oberhalb einer abgehängten Decke.
Vergleich
Verlegung
Sichtbar?
Typische Gebäude
In der Wand
Nein
Wohnungen
Vor der Wand
Ja
Keller, Technikräume
Abgehängte Decke
Büros, Hotels, Krankenhäuser
Leitungsführung in Schächten
vertikaler Hohlraum im Gebäude, in dem Leitungen mehrerer Geschosse zusammengeführt werden.
Nicht nur Heizungsleitungen.
Oft auch:
Heizungsrohre
Kaltwasser
Abwasser
Elektroleitungen
Eine waagerechte Leitung auf einer Etag
Warum werden Leitungen in Schächten geführt?
➡️ Um sie geordnet, platzsparend, wartungsfreundlich und brandschutzgerecht zu verlegen.
Warmwasserbereitung
Leitungen: Führung horizontal, in Sockelleiste
Leitungen: Führung horizontal über den Fußboden (unterhalb / in Estrich)
stallationsplanung Horizontale Leitungsführung
Außerhalb des Gebäudes Fernwärmeleitungstrassen
Warum müssen Rohre überhaupt gedämmt werden?
—> verlustr: Wenn warmes Wasser durch ein Rohr fließt, gibt das Rohr ständig Wärme an die Umgebung ab.
Die Dämmdicke entspricht dem Rohrdurchmesser.
Rohr durch unbeheizte Räume 100%
Rohr in Kontakt mit Außenluft 200%—> Weil draußen besonders viel Wärme verloren geht.
Rohr in Wand oder Deckendurchbruch—> 50 % Dämmung
Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen, die mit der Außenluft in
Kontakt kommen, müssen mit einer Dämmstärke von 200% gedämmt werden.
Warmwasserspeicher / Durchlaufhitzer
Beim Öffnen der Dusche muss der Durchlauferhitzer das kalte Wasser sofort auf etwa 40–60 °C erwärmen. Dafür braucht er in diesem Moment sehr viel Leistung.
Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat deshalb oft 18–27 kW, während ein Speicher das Wasser langsam über längere Zeit erwärmen kann.
Warmwasserspeicher
Durchlauferhitzer
Wasser wird gespeichert
Wasser wird erst bei Bedarf erhitzt
Warmwasser sofort verfügbar
Warmwasser erst nach dem Einschalten
Wärmeverluste durch Speicherung
Keine Speicherverluste
Braucht mehr Platz
Sehr platzsparend
Gut für mehrere Zapfstellen
-überall dort, wo regelmäßig größere Mengen Warmwasser benötigt werden.
Eher für einzelne Zapfstellen
-wenn nur gelegentlich Warmwasser benötigt wird.
Wärmespeicher
spezielle Art des Trinkwasserspeichers gezeigt.
Wärmequelle direkt im Speicher.
beheizung Direkt im Behälter durch einen elektrischen Heizstab oder einen Gasbrenner.
Fossile Energie: Warmwasserspeicher
Öl oder Gas wird verbrannt.
Der Brenner erzeugt Wärme.
Diese Wärme erhitzt den Speicher.
Der Speicher hält das Trinkwasser warm.
Beim Duschen oder Händewaschen wird das warme Wasser entnommen.
Bei der Verbrennung entstehen heiße Abgase.
Ein Brennwertkessel nutzt diese Wärme zusätzlich aus.
Wärmepufferspeicher
Ein Pufferspeicher speichert Heizungswasser, nicht Trinkwasser.
Er sammelt überschüssige Wärme und gibt sie später wieder an die Heizung ab.
—> weniger takten: an und außschaöten der Wärmepumpe—> da wärme gespeichert wird und dann abgegebn wird langsam
Kombiespeicher mt Frischwasserstation
= Weiterentwicklung des Pufferspeichers
Er speichert weiterhin Heizungswasser, kann aber zusätzlich Trinkwasser erwärmen.
->Trinkwasser wird nicht gespeichert, sondern erst beim Zapfen erwärmt.
Im Speicher befindet sich nur Heizungswasser.
Wenn du den Wasserhahn öffnest:
Das Trinkwasser fließt durch einen Wärmetauscher (Frischwasserstation) und nimmt dabei die Wärme des Heizungswassers auf.
ermischen sich nie.
Hybridspeicher
Der Speicher kann gleichzeitig von mehreren Wärmeerzeugern beheizt werden.
solaranlage mit Wärmespeicher
Die Sonne erwärmt über einen Solarkollektor auf dem Dach eine Flüssigkeit.
Diese heiße Flüssigkeit gibt ihre Wärme im Wärmespeicher an das Wasser ab.
Das gespeicherte warme Wasser wird dann für:
🚿 Warmwasser (Dusche, Waschbecken)
🔥 Heizung
genutzt.
Falls die Sonne nicht reicht, übernimmt der Heizkessel.
Eisspeicher- Heizung
Ein Eisspeicher ist ein großer, im Erdreich eingebauter Wassertank.
als Wärmespeicher.
Die Anlage arbeitet zusammen mit einer Wärmepumpe.
Man gewinnt Wärme sogar dann, wenn das Wasser zu Eis gefriert.
beim einfrieren Kristallisationsenergie (latente Wärme) frei.
Diese Energie nutzt die Wärmepumpe.
Solarkollektoren
oder Luftabsorber.
Diese liefern kostenlose Umweltwärme.
Diese Energie lädt den Eisspeicher wieder auf.
Die Wärmepumpe nimmt dem Wasser Wärme weg.
Eisspeciher mittels eisberg
Die Anlage entzieht einem Fluss oder Meer mit etwa 0 °C noch etwas Wärme.#
Im Behälter bilden sich kleine Eiskristalle.
Es entsteht: ice slurry
Beim Gefrieren wird wieder latente Wärme frei.diese Energie nutzt das System.
beim eisbrei—> wärme kann viel schneller übertragen werden, als beim kompletten zufrieren
latentwärmespeicher
Das ist ein Material, das beim Schmelzen oder Erstarren große Mengen Wärme aufnehmen oder wieder abgeben kann.
s speichert also Wärme nicht durch eine hohe Temperatur, sondern durch den Phasenwechsel.
latent= Die Energie steckt im Material, obwohl sich die Temperatur kaum verändert.
Das Material besteht häufig aus Paraffin (Wachs)
schmilzt bei einer definierten Temperatur,
ist ungiftig,
altert kaum,
speichert viel Energie.
Mehrere Röhren.
In den Röhren befindet sich das PCM (Paraffin)/—> kunststoffkugeln.
Durch die Kupferrohre fließt warmes Wasser.
—> temp bleibt ahezu gleich aber trotzdem hoher wärmespeicher
Aquifer- Wärmespeicher
Ein Aquifer ist eine wasserführende Gesteinsschicht unter der Erde.
wie rieseiger natürlicher schwamm
grundwasser kann wörme aufnhemen und lange speichern
idee im sommer überschüsige wärme über wärmetauscher im grundwasser speichern
—> Winter wird diese Wärme wieder herausgeholt aus aquifer und gelangt zur wärmepumpe zum heizen.—> saisonaler wärmespeicher
Warum wird beim Aquifer eine Wärmepumpe benötigt?
➡️ Weil die Temperatur des Grundwassers meist zu niedrig ist und auf ein für die Heizung nutzbares Temperaturniveau angehoben werden muss.
VL 5 Elektrotechnik Grundlagen
Tageslastverlauf im Winter
Warum stehen dort 110 kV und 0,4 kV?—> Spannungsebenen
-110 kV Hochspannungsnetz. —> Für große Entfernungen.
-20 kV Mittelspannung.—>Versorgt größere Stadtteile.
-0,4 kV (= 400 V) Niederspannung. Das ist das Netz vor deinem Haus. Daraus entstehen die 230 V an deiner Steckdose.
Früher erzeugten wenige große Kraftwerke genau so viel Strom, wie gebraucht wurde. Heute speisen viele erneuerbare Energiequellen unregelmäßig Strom ein, deshalb muss sich der Verbrauch teilweise an die Erzeugung anpassen.
Was bedeutet „Erzeugung folgt Last“?
➡️ Kraftwerke passen ihre Stromproduktion dem Verbrauch an (klassisches Energiesystem).
Was bedeutet „Last folgt Erzeugung“?
➡️ Verbraucher passen ihren Stromverbrauch an die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien an.
Wozu dient das Energielabel?
Das Energielabel zeigt auf einen Blick:
✅ wie energieeffizient ein Gerät ist,
✅ wie viel Strom es verbraucht,
✅ weitere wichtige Eigenschaften (Wasserverbrauch, Lautstärke usw.).
So kann man Geräte leicht miteinander vergleichen.
kleiner EEI → höhere Effizienz,
größer EEI → geringere Effizienz.
50 kWh / 100 Dann bedeutet das: Für 100 Waschgänge werden insgesamt 50 kWh Strom verbraucht.—> pro Waschgang 0,5 kWh—> stromverbrauch
50 kWh / 100
Was beschreibt die elektrische Leistung?
Was ist Spannung?
Was ist Strom?
Formelzeichen
Einheit
Leistung
P
Watt (W)
Spannung
U
Volt (V)
Strom
I
Ampere (A)
Die elektrische Leistung gibt an, wie viel elektrische Energie pro Zeit umgesetzt wird.
Je größer die Leistung, desto mehr Energie wird in einer bestimmten Zeit verbraucht oder abgegeben.
➡️ Die Spannung ist der elektrische Antrieb, der den Stromfluss ermöglicht.
➡️ Strom ist der Fluss elektrischer Ladungen durch einen Leiter.
PS= Motorleistungen
Nutzleistung und Verlustleistung
Wirkungsgrad
N: Elektrische Leistung, die ein Verbraucher effektiv nutzt. Das ist die Leistung, die den eigentlichen Zweck erfüllt.
zB 💡 Lampe: gewünschte Leistung = Licht → Licht = Nutzleistung
V: Leistung, welche nicht direkt genutzt werden kann.
Das ist Energie, die zwar aufgenommen wird, aber nicht für den eigentlichen Zweck verwendet wird. Sie geht meistens verloren als Wärme, Reibung, Schall, elektrische Verluste
Eine Glühlampe nimmt z.B. 100 W auf.
Davon werden vielleicht: 10 W Licht ✅, 90 W Wärme ❌
Dann gilt Nutzleistung = 10 W, Verlustleistung = 90 W
Die aufgenommene Leistung setzt sich immer zusammen aus
Gesamtleistung=Nutzleistung+Verlustleistung
Der Wirkungsgrad η (Eta) in % sagt:
Wie viel der aufgenommenen Leistung tatsächlich nutzbar ist.
Je größer der Wirkungsgrad, desto kleiner die Verlustleistung.
Was ist die Verlustleistung?
➡️ Die Verlustleistung ist der Teil der Leistung, der nicht genutzt werden kann und z. B. als Wärme oder Schall verloren geht.
Was beschreibt der Wirkungsgrad?
➡️ Der Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der aufgenommenen Leistung als Nutzleistung zur Verfügung steht.
elektrische Arbeit
Elektrische Arbeit = die verbrauchte elektrische Energie.
Leistung (P) = Wie schnell Energie umgesetzt wird.= Geschwindigkeit
Arbeit (W) = Wie viel Energie insgesamt umgesetzt wurde.= Gesamtmenge
➡️ Elektrische Arbeit beschreibt die elektrische Energie, die innerhalb einer bestimmten Zeit in andere Energieformen umgewandelt wird.
Energie verschwindet nicht, sie wird nur in andere Energieformen umgewandelt.
beispiele für Elektrische arbeit W
Der Stromanbieter interessiert sich nicht, wie stark dein Gerät ist, sondern
wie viel Energie insgesamt verbraucht wurde.
Gegeben:
P=2000WP=2000W
2 kW
Benutzungszeit
15 Minuten
15 Minuten umrechnen
15min=1560=0,25h15min=6015=0,25h
Jetzt einsetzen
W=P⋅tW=P⋅tW=2kW⋅0,25hW=2kW⋅0,25hW=0,5kWhW=0,5kWh
Der Föhn verbraucht also
0,5 kWh elektrische Energie.
P=U⋅IP=U⋅I
Arbeit
W=P⋅tW=P⋅t
Setzt man beides zusammen,
erhält man
W=U⋅I⋅tW=U⋅I⋅t
Diese Formel wird ebenfalls häufig abgefragt.
strom
Gleichspannung (DC)
Wechselspannung (AC)
Die Spannung (U) ist der Antrieb, der die Elektronen durch einen Leiter bewegt.
gleichspannung: Die Spannung bleibt immer gleich. Die Elektronen bewegen sich nur in eine Richtung.—> Batterie, Handyakku, Autobatterie, Solarzelle
➡️ Gleichspannung ist eine Spannung, deren Polarität und Richtung konstant bleiben. Die Elektronen fließen immer in dieselbe Richtung.
wechselspannung: Sie wechselt ständig, von positiv, nach negativ, wieder positiv
Sie lässt sich mit Transformatoren, leicht hochtransformieren, leicht heruntertransformieren.
deutlich geringere Verluste beim Transport über große Entfernungen.
Deshalb wird unser Stromnetz mit Wechselspannung betrieben
kann wieder auf 230 V heruntertransformiert werden
➡️ Wechselspannung ändert ihre Polarität und Richtung periodisch. Die Elektronen bewegen sich abwechselnd in beide Richtungen.
➡️ Steckdose, Stromnetz, Kraftwerk.
drei wichtige Stromarten
Drehstrom (3-Phasen-Strom): drei sinus kurven: Phase U - Phase V - Phase W
120° gegeneinander verschoben—> gleichmäßigere Leistungsabgabe.
WO ? dort, wo viel Leistung benötigt wird
🏗️ Baukräne, 🛗 Aufzüge, ❄️ große Klimaanlagen, 🔥 Wärmepumpen, 🛠️ Maschinen, 🚗 Wallboxen, 🏭 Industrieanlagen
Vorteile:
höhere Leistung
gleichmäßiger Motorlauf
kleinere Stromstärken bei gleicher Leistung
effizientere Energieübertragung
symbole von strom
Leistungsbilanz
Bevor ein Haus gebaut wird, muss berechnet werden, wie viel elektrische Leistung insgesamt benötigt wird.—> Leistungsbilanz.
alle großen Verbraucher.
Damit Leitungen richtig dimensioniert werden, Sicherungen passen, Transformatoren groß genug sind, Hausanschluss ausreichend dimensioniert wird.
Dann muss geprüft werden, ob die Stromversorgung das leisten kann.
typische Leistungswerte; Wenn noch keine detaillierte Planung existiert, kann man den Strombedarf überschlagen.
installierte Leistung
➡️ Die Summe aller eingebauten elektrischen Verbraucher eines Gebäudes.
Nicht alle Geräte laufen gleichzeitig. Deshalb verwendet man den
beschreibt, welcher Anteil der installierten Leistung tatsächlich gleichzeitig genutzt wird. Er liegt immer zwischen 0 und 1.
—> dadruch kann Hausanschluss kleiner ausgelegt werden.
Der Leistungsbedarf ist also die Leistung, für die Leitungen, Sicherungen und Hausanschluss tatsächlich ausgelegt werden.
Blitzschutz
👉 Er schützt das Gebäude selbst vor einem direkten Blitzeinschlag
Den Blitz sicher auffangen und kontrolliert in die Erde ableiten.
aus : höchste Punkt:Fangeinrichtung - Blitzableiter (Ableitungen aus Kupfer ,Aluminium, verzinktem Stahl außen am Gebäude) - Erdungsanlage
👉 Er schützt die elektrischen Anlagen im Gebäude.
Er verhindert, Überspannungen - Funkenbildung- Schäden an Computern, Wärmepumpen, PV-Anlagen usw.
Alle leitfähigen Teile werden elektrisch miteinander verbunden.
Zum Beispiel: Wasserrohre, Heizungsrohre, Gasleitungen, Schutzleiter, Stahlkonstruktionen
Warum? Damit zwischen ihnen keine gefährlichen Spannungsunterschiede entstehen.
Blitz umgebung —> Der Überspannungsschutz leitet diese Spannungsspitzen sofort gegen Erde ab. —> schützt die geräte
elektrische Installationssysteme
Hauptstromversorgung (Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung)
Was ist der Hausanschluss?
Welche Aufgabe hat der Zählerschrank?
Was macht der Stromkreisverteiler?
Warum besitzt jede Wohnung einen eigenen Stromkreisverteiler?
1.➡️ Der Übergabepunkt zwischen öffentlichem Stromnetz und Gebäude.
2.➡️ Er enthält Stromzähler, Hauptsicherungen und Hauptschalter und erfasst den Stromverbrauch.
3.➡️ Er verteilt den Strom auf die einzelnen Stromkreise und enthält die Sicherungen.
4.➡️ Damit jede Wohnung unabhängig abgesichert und separat mit Strom versorgt werden kann.
Bei zwei Wohnungen gibt es:
einen gemeinsamen Hausanschluss,
aber für jede Wohnung einen eigenen Stromkreisverteiler.
So kann jede Wohnung unabhängig abgesichert werden.
für jede Wohnung eigener Stromkreisverteiler
Heute befinden sich im Hausanschlussraum meist:
Hausanschlusskasten
Stromzähler
Hauptsicherungen
Hauptschalter
Überspannungsschutz
Verteilerfeld
Alles ist in einem modernen Schaltschrank zusammengefasst.
Stromweg
Stromnetz → Hausanschluss → Zählerschrank → Stromkreisverteiler → Verbraucher (Licht, Steckdosen, Geräte).
Was ist eine Stromschiene?
Wann verwendet man Stromschienen statt Kabel?
➡️ Eine starre Kupfer- oder Aluminiumschiene zur Verteilung großer elektrischer Leistungen.
➡️ In großen Gebäuden oder Industrieanlagen, wenn sehr hohe Ströme übertragen werden müssen.
Was bedeutet 3G1,5?
Das Kabel besitzt 3 Adern.
Braun = Phase (L)
Blau = Neutralleiter (N)
Gelb-Grün = Schutzleiter (PE)
G = mit Schutzleiter—> Das Kabel enthält einen grün-gelben Schutzleiter.
—> kein schutzleiter = X
1,5 = Leiterquerschnitt
Je größer der Querschnitt, desto mehr Strom kann das Kabel transportieren.
Verkabelung
Anordnung und Verlegung / Installationszonen
=Installationszonen sind genormte Bereiche in Wänden, in denen Elektroinstallationen verlegt werden.
Horizontal:
unter der Decke—> leitungen zu Lampen deckenleuchter und Rauchmelder
der Höhe von Schaltern, Steckdosen und Thermostaten
knapp über dem Fußboden—> Steckdosen, Bodenauslässe und Leitungen entlang der Wand
Vertikal:
vom Schalter senkrecht nach oben
auch Steckdosen werden senkrecht nach oben an die waagerechte Installationszone angeschlossen.
Installationssysteme
Wenn mehrere Leitungen zusammenkommen, braucht man eine Dose, in der sie sicher verbunden werden.
Eine Abzweigdose dient dazu, Leitungen miteinander zu verbinden oder aufzuteilen.
Verteiler—> Abzweigdose—> Steckdosen
Diese sitzt direkt hinter einem Gerät.—> zB steckdose, Schalter, Thermostat
verbindet gerät mit leitung
Installationssystem verlegung
Auf Putz: leitung wird Sichtbar auf der Wand befestigt
✅ einfach montieren
✅ leicht nachrüsten
✅ jederzeit zugänglich
unter Putz: Hier werden Schlitze in die Wand gefräst. Die Leitung verschwindet anschließend unter dem Putz.
✅ unsichtbar
✅ schöner
Nachteil:
❌ aufwendiger
❌ spätere Änderungen schwieriger
Installationssystem
Verlegearten in der Wand
Das Kabel liegt in einem Rohr.
später austauschbar
besser geschützt
Die Leitung wird direkt eingeputzt.
Das ist heute sehr häufig.
Vor allem im Neubau.
Ermöglicht später:
Kabel austauschen
neue Leitungen nachziehen
Leitungen können auch im Boden verlaufen.
Dann liegen sie
unter dem Estrich
im Schutzrohr
Bei Neubauten werden häufig Leerrohre bereits beim Betonieren eingelegt.
Dadurch verschwinden die Leitungen vollständig im Bauteil.
Zwischen
Rohdecke
und
abgehängter Decke
entsteht ein Installationsraum.
Dort können sämtliche Leitungen verlaufen.
➡️ Sie schaffen einen Installationsraum für Elektro-, Lüftungs-, Sanitär- und Brandschutzleitungen und erleichtern Wartung sowie spätere Änderungen.
Wozu dient ein Unterflurkanal?
Die Leitungen liegen in einem Metallkanal, der später vom Bodenbelag überdeckt wird.
Er transportiert:
Stromleitungen
Netzwerkkabel
Telefonleitungen
Datenleitungen
direkt durch den Boden.
Dadurch können Steckdosen genau dort eingebaut werden, wo sie benötigt werden – zum Beispiel mitten im Raum.
Was ist ein Doppelboden?
➡️ Ein erhöhter Boden mit Hohlraum zwischen Rohdecke und Bodenplatten, der Platz für Installationen bietet.
➡️ Vor allem in Rechenzentren, Serverräumen, Büros und Technikbereichen.
ARTEN VON STECKDOSEN
VL 6 Künstliches Licht
Lichtspektrum
welcher teil dere elektromagnetischen strahlung ist für den mensch sichtbar ?
Licht ist eine Form der elektromagnetischen Strahlung.
strahlung unterscheiden sich von der Wellenlänge :
Je kürzer die Wellenlänge, → desto energiereicher ist die Strahlung.
Je länger die Wellenlänge, → desto energieärmer ist sie.
Gammastrahlen
Röntgenstrahlen
UV-Strahlung
sichtbares Licht
Infrarot
Mikrowellen
Radiowellen
Sichtbares Licht 400–700 Nanometer (nm)
Je kleiner die Wellenlänge, → desto violetter erscheint das Licht.
Je größer die Wellenlänge, → desto röter erscheint das Licht.
Unterhalb von etwa 400 nm liegt UV-Licht. ultraviolett
Ra-Index = Farbwiedergabeindex
Ra-Index gibt an,
wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle erscheinen
Wie gut kann eine Lampe Farben wiedergeben?
CRI = 100 Das ist der bestmögliche Wert.
Stell dir einen roten Pullover vor.
Der Pullover sieht kräftig rot aus.
Der gleiche Pullover wirkt
grau
braun
blass
Obwohl sich der Pullover gar nicht verändert hat.
—>Lampe sendet nicht alle Farben aus.
Je höher der CRI,➡️ desto natürlicher wirken Farben.
Die bunten Diagramme zeigen,
welche Farben eine Lampe überhaupt erzeugt.
→ warmes Licht
→ gelblich
→ gemütlich
Der Tageslichtquotient (D) beschreibt,
wie viel Tageslicht im Raum im Vergleich zum Tageslicht draußen ankommt.
—> zeigt, ob ein Raum genügend Tageslicht bekommt,ob Fenster groß genug sind,wie tief Tageslicht in einen Raum eindringt,ob künstliche Beleuchtung nötig wird.
Außen:20.000 Lux
Innen: 400 Lux
Dann gilt
D=400/20 000×100=2%D=20000400×100=2%
gewünschter zielwert: 300 Lux erhalten während mindestens der Hälfte der Tageslichtstunden.
und fast ges raum mind 100 Lux
Lux misst,
wie hell eine Fläche beleuchtet wird.
linie fällt immer weiter ab, weil licht beim eindringen in den raum verloren geht
fenster: sehr hoher tageslichtquotient—> viel licht
—> weiter hinten immer weniger
Licht wird absorbiert, gestreut,und reflektiert,
an Boden, Wänden, Möbeln, und Decke.
Lichtstrom
Lumen = Wie viel Licht wird erzeugt?
Candela = Wie stark strahlt es in eine Richtung?
Lux = Wie viel Licht kommt auf einer Fläche an?
Leuchtdichte = Wie hell erscheint die Fläche dem Auge?
Der Lichtstrom gibt an wie viel sichtbares Licht von einer Lichtquelle in alle Richtungen abgestrahlt wird; Maß für die Helligkeit von Lichtquellen [Lumen] [Im]
Die Beleuchtungsstärke beschreibt wie viel Licht auf einer Fläche ankommt.
Einheit Lux (lx)
gute beleuchtung skizzenahft
LICHTSTROM - LICHTAUSBEUTE
Das bedeutet Lichtstrom geteilt durch elektrische Leistung
Wie effizient eine Lampe arbeitet. je höher , desto effizienter
Also Wie viele Lumen bekomme ich für 1 Watt Strom?
Sie beschreibt, wie viel Licht insgesamt über einen Zeitraum abgegeben wurde.
Lichtstärke
➡️die lichtstärbe beschriebt Die Lichtabgabe einer Lichtquelle in einer bestimmten Richtung.
zb taschenlampe hohe cadela weil sie stark in eine richtung strahlt trotz niedrigem lumen (sichtbare Lichtmenge)
Beleichtungsstärke
➡️ Die Lichtmenge, die auf einer Fläche ankommt.
Bei jedem Schritt geht etwas Licht verloren.Auch Vorschaltgeräte, Treiber oder Netzteile benötigen Energie.
2.Wie gut wird elektrische Energie in Licht umgewandelt?
Lampe A: 10 W , 1000 lm= 100 lm/W
Lampe B: 10 W , 500 lm= 50 lm/W
Obwohl beide 10 W verbrauchen, liefert Lampe A doppelt so viel Licht.
Was beschreibt die Leuchtdichte?
➡️ Wie hell eine Fläche vom menschlichen Auge wahrgenommen wird.
Einheit:
Candela pro Quadratmeter (cd/m²).
zb weiße fläche reflektiert stark licht —> deswegen heller
schwarz absorbiert icht —> deswegen dunkler
arten und eigenschaften der lampen
verbotene lampentypen
Ein Großteil der elektrischen Energie wird nicht zu Licht, sondern zu Wärme.
Die Lampe wird also heiß, ist aber sehr ineffizient.
dafür LEDs haben viele Vorteile:
Sie erzeugen viel Licht bei wenig Strom.
weitere beleuchtungstypen
leuchstofflampe :
effizienter, weil weniger Energie als Wärme verloren geht.
enthält Quecksilber,
benötigt ein Vorschaltgerät,
flimmert teilweise,
Start dauert manchmal etwas.
Deshalb werden Leuchtstofflampen heute fast vollständig durch LEDs ersetzt.
Die Lichtleistung hängt von der Umgebungstemperatur ab.
➡️ Eine elektrische Entladung regt Metalldampf im Inneren der Lampe zum Leuchten an.
➡️ Sie benötigen mehrere Minuten zum Aufwärmen und können nach dem Ausschalten erst nach einer Abkühlphase wieder gestartet werden
LEDs
sie erzeugen licht durch einen Halbleiter =Die Lichterzeugung erfolgt durch Anregung dotierter Festkörperkristalle
Eine LED besteht aus einem Halbleiterkristall.
Legt man Spannung an,
bewegen sich Elektronen durch den Halbleiter,
dabei geben sie Energie in Form von Licht (Photonen) ab.
➡️ Licht entsteht also direkt im Halbleiter, ohne Umwege über Wärme.
Elektrische Energie
Halbleiter
viel Licht
wenig Wärme—> die Wärme entsteht direkt im Halbleiter
Deshalb benötigt eine LED viel weniger Strom
LEDs besitzen die höchste Lichtausbeute aller üblichen Lichtquellen.
aber wird die LEd zu heiß , sinkt die helligkeit und de wirkungsgrad —> Kühlkörper.
Die DIN 5035 beschreibt Anforderungen an gute Beleuchtung.
Nicht nur die Helligkeit ist wichtig.
Eine gute Beleuchtung hängt von mehreren Faktoren ab.
Von der gesamten elektrischen Energie eines Bürogebäudes werden ungefähr 10 % für Beleuchtung benötigt.
Deshalb lohnt sich der Einsatz effizienter LEDs.
Mehr Licht verbessert zunächst das Sehen.
Ab ungefähr 2000 Lux nimmt der Nutzen aber kaum noch zu.—>1000 Lux oft als wirtschaftlicher Kompromiss
Leuchtdichteverteilung
Frage:Wie verteilt sich die Helligkeit im Raum? Eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung
Augen müssen sich weniger anpassen
weniger Ermüdung.
am besten auch keine schlagschatten oder auch keine keine schatten da es snst zu flach wirkt
Wie hell (in Lux) muss ein Arbeitsplatz sein, damit man dort gut arbeiten kann?
Wie schwierig ist das, was du sehen musst?
große Gegenstände → einfach
kleine Details → schwierig
Wo kommt das vor?
Wie viel Licht sollte dort vorhanden sein?
Je kleiner die Details und je schwieriger die Sehaufgabe, desto höher muss die Beleuchtungsstärke (Lux) sein.
Leuchtdichte beschreibt, wie hell eine Fläche erscheint.
Die Leuchtdichteverteilung sagt also:
Wie verteilt sich die Helligkeit auf einer Fläche oder im Raum?
Sie sollte möglichst gleichmäßig sein, damit sich die Augen nicht ständig an große Helligkeitsunterschiede anpassen müssen.
Je weniger Kontrast – desto mehr Licht wird benötigt!mehr LUX
⬜ Klare, scharfe Kanten.
Helligkeit endet plötzlich.
Hoher Kontrast.
Kann harte Schatten oder Blendung erzeugen.
➡️ Beispiel: Ein starker Spotstrahler auf eine Wand.
⬜ Die Helligkeit läuft weich aus.
keine scharfen Übergänge
angenehmer für die Augen
weniger Blendung
➡️ Beispiel: Milchglas-Leuchte oder indirekte Beleuchtung.
⬜ Die Helligkeit nimmt langsam ab.
fließender Übergang
besonders angenehm
natürliche Lichtwirkung
➡️ Beispiel: Tageslicht am Fenster – direkt am Fenster ist es heller, weiter im Raum wird es langsam dunkler.
Je kleiner die Kelvin-Zahl, desto gelber/wärmer wirkt das Licht.
Je größer die Kelvin-Zahl, desto bläulicher/kälter wirkt das Licht.
Unser Gehirn verbindet blaues Licht mit:
☀️ Tageslicht
Dadurch wird die Ausschüttung von Melatonin (Schlafhormon) gehemmt.
Abends geht die Sonne unter.
Das Sonnenlicht wird immer gelber.
Unser Gehirn verbindet gelbes Licht mit:
Entspannung
Feierabend
Schlafen
Deshalb wirkt warmweißes Licht gemütlich.
schatten
Leuchtarten
Lichtstreuung in Räumen
Beleuchtungsart
Wirkung
Typische Anwendung
Direkt
hell, funktional
Büro, Werkstatt
Indirekt
weich, gemütlich
Wohnzimmer, Hotel
Direkt + indirekt
funktional und angenehm
Büros, Restaurants
Punktbeleuchtung
setzt Akzente
Bilder, Esstisch, Ausstellungen
Umgebungslicht (Ambient Light)
gleichmäßige Grundbeleuchtung
Wohnräume, Hotellobbys
Direkt = Arbeitslicht
Indirekt = Stimmungslicht
Punktbeleuchtung = Akzentlicht
Umgebungslicht = Grundbeleuchtung
Immer noch viel Streulicht.
➡️ schlecht.
GELENKTES LICHT GUT
Wenn Licht nach oben strahlt,
entsteht:
🌌 heller Nachthimmel
Dadurch werden gestört:
Sterne sind schlechter sichtbar
Tiere (Vögel, Insekten, Fledermäuse)
Menschen (Schlaf)
Je besser das Licht nach unten gelenkt wird, desto effizienter und umweltfreundlicher ist die Beleuchtung.
Bewegungsmeldertechnologien
Sie schalten das Licht automatisch ein und wieder aus.
➡️ Vorteile:
Energie sparen
Komfort
Sicherheit
PIR = erkennt Wärme, erkennt Wärmestrahlung (Infrarot) von Menschen oder Tieren.
👉 Wenn eine Person vorbeiläuft, erkennt der Sensor die Temperaturänderung → Licht geht an.
HF = arbeitet mit Funkwellen.
Er sendet elektromagnetische Wellen aus.
Bewegt sich jemand,
ändern sich die reflektierten Wellen.
➡️ Der Sensor erkennt Bewegung.
Akustik = hört Geräusche.
Er hört Geräusche.
Schritte
Tür
Klatschen
Dann schaltet das Licht ein.
Optik
Eine Kamera erkennt Personen digital.
Sie kann sogar zählen,
wie viele Personen im Raum sind.
➡️ Je mehr Tageslicht vorhanden ist, desto weniger künstliches Licht wird eingeschaltet.
Look-Down: genaueste Messung am Arbeitsplatz, aber abhängig von Reflexionen.
Look-Out: misst das einfallende Tageslicht im Raum, übersieht jedoch Verschattungen.
Außensensor: misst die Lichtverhältnisse draußen und eignet sich gut für große Gebäude, kennt aber die tatsächliche Helligkeit im Innenraum nicht.
VL 7
Pv bedeutet➡️ Sonnenlicht wird direkt in elektrischen Strom umgewandelt ohne Verbrennung.
PV als teil der fassade —> Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV)
Kosten:Anschaffung kostet zunächst Geld.—> Danach produziert die Anlage viele Jahre relativ günstigen Strom.—> niedrige Betriebskosten danach.
nachteil effizienz—> teil der sonnenenergie geht verloren
—> Nur ungefähr ein Fünftel der Sonnenenergie wird zu elektrischem Strom.
—> Verfügbarkeit nur wenn sonnenlicht da ist —> desahlb bracht man oft Battriespeicher oder anschluss ans stromnetz
—> keine schatten
42.300 x 1.000
Tonnen Einsparung
an CO2 in 2023
CO₂-Vermeidungsfaktor (g CO₂/kWh): → Wie viel CO₂ pro erzeugter kWh eingespart wird, weil dieser Strom nicht aus fossilen Kraftwerken (Kohle, Gas usw.) kommt.
Vermiedene Menge CO₂ (g): → Die gesamte eingesparte CO₂-Menge.
KiloWatt peak
zb
Anlage A = 5 kWp
Anlage B = 10 kWp
kWp—> Spitze bzw. maximale Leistung.
kWp sagt, wie viel Leistung eine PV-Anlage maximal liefern kann.
Diese Leistung wird unter Laborbedingungen gemessen:
perfekte Sonneneinstrahlung
ideale Temperatur
keine Verschattung
deshalb erreicht die anlage den wert in realität nicht
kWh ist keine Leistung, sondern Energie.
Sie beschreibt,
wie viel Strom über eine bestimmte Zeit erzeugt oder verbraucht wurde.
Eine PV-Anlage erzeugt
5 kW
für
2 Stunden.
Dann hat sie erzeugt:
5×2=10 kWh5×2=10 kWh
Globale strahlung
Direktstrahlung und Diffusstrahlung
Zusammenhang➡️ Je mehr Sonnenstrahlung auf ein Solarmodul trifft, desto mehr Strom kann es erzeugen.
Gesamte Solarstrahlung, die auf eine horizontale Fläche auf der Erdoberfläche trifft. aus :
1. Direktstrahlung ☀️
Das ist das Sonnenlicht, das direkt von der Sonne kommt.
Beispiel: Ein wolkenloser Sommertag.—> viel Energie+sehr gut für PV
2. Diffusstrahlung ☁️
Das Sonnenlicht wird vorher an Wolken, Staub, Luftteilchen
gestreut. Es kommt deshalb aus vielen Richtungen.
PV produziert weniger Strom
Welche Gebiete haben die höchste Solarstrahlung?
➡️ Wüstenregionen wie Sahara, Arabische Halbinsel oder Australien.
Deutschland ist nicht das sonnigste Land.
Trotzdem reicht die Einstrahlung aus,
damit PV-Anlagen wirtschaftlich arbeiten.
Deshalb gibt es hier so viele Solaranlagen
1. Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage in Deutschland?
2. Wo in Deutschland lohnt sich Photovoltaik am meisten?
1 kWp erzeugt in Deutschland ungefähr 950–1250 kWh Strom pro Jahr
Du hast eine PV-Anlage mit 8 kWp.
Dann erzeugt sie ungefähr:
8×1000≈8000 kWh/Jahr8×1000≈8000 kWh/Jahr
🟢 Gelb = weniger Sonne
🟠 Orange/Rot = mehr Sonne
Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg) ☀️ → höchster Ertrag
Norddeutschland → etwas weniger Ertrag
60 % des Jahresertrags entstehen zwischen April und September.Im Dezember wird nur etwa 1/10 der Energie erzeugt, die im Juni erzeugt wird.
Mai bis August am höchsten Solaratrom
dez- jan am wenigsten
für max sonnenenergie aufnahme
☀️ Photovoltaik sollte möglichst nach Süden ausgerichtet sein.
📐 In Mitteleuropa ist eine Neigung von etwa 30° optimal.
Auch eine Ost-/West-Ausrichtung liefert noch gute Erträge.
➡️ Kleine Abweichungen von der idealen Ausrichtung haben nur einen geringen Einfluss auf die Stromproduktion.
⬜ 50 % = ungünstige Ausrichtung (z. B. Nordseite)
➡️ Wie viel Strom eine PV-Anlage erzeugt – je nachdem, wie sie ausgerichtet und geneigt ist.
Das ist die Ausrichtung der PV-Anlage.
0° = Süden ✅ (optimal)
-90° = Osten
+90° = Westen
👉 Je weiter man von Süden weggeht, desto geringer wird der Ertrag.
dachneigung0° = flach - 30° = leicht geneigt ✅ - 90° = senkrechte Wand
Die Zahlen (750, 900, 1000, 1150, 1200 …) geben an,
wie viele kWh pro Jahr ein installiertes 1 kWp-Modul ungefähr erzeugt.
Südausrichtung (0°)
30° Dachneigung
➡️ Dort erreicht die Anlage den höchsten Jahresertrag (ca. 1200 kWh/kWp).
Kontinuierliche Reduktion
der Preise für PV -Module—> sinken
PV-Module sind heute viel günstiger als früher.
Dadurch sind PV-Anlagen wirtschaftlicher geworden.
Die Stromerzeugung mit Photovoltaik wird dadurch attraktiver.
Windstrom und PV
Wenn die Sonne wenig scheint (Winter), weht in Deutschland meistens mehr Wind.
Wenn die Sonne viel scheint (Sommer), ist oft weniger Wind nötig, weil die PV-Anlagen viel Strom liefern.
➡️ Sie gleichen sich also gegenseitig aus.sich saisonal:
Photovoltaik liefert den höchsten Ertrag im Sommer, Windkraft im Winter
Jahreszeit
Windkraft
🌸 Frühling
↑
mittel
☀️ Sommer
sehr hoch
niedrig
🍂 Herbst
sinkt
steigt
❄️ Winter
sehr niedrig
Photovoltaik Funktionsweise
Aufbau
verlauf
Die Sonnenstrahlen treffen auf die Photovoltaikmodule.
➡️ Die Solarzellen wandeln Sonnenlicht in elektrischen Strom um.—> PVstrom erzeugt Gleichstrom DC —> muss in Wechselstrom AC umgewandelt werden
—> durch Wechselrichter —> kann Haushaltsgeräte versorgen-_> eigenverbrauch
-> bei zu viel strom—> wird ins öffentliche Netz eingespeist
—> zu wenig—> wird aus demöffentlichen Stromnetz bezogen.
—> stromzähler misst wie viel Strom ins Netz eingespeist wird, und wie viel Strom aus dem Netz bezogen wird
Der Wechselrichter misst: aktuelle Leistung (kW), erzeugte Energie (kWh)
Der erzeugte Strom muss genau dieselbe Frequenz (50 Hz) und dieselbe Phase haben wie das öffentliche Stromnetz.
➡️ Sonst könnte der Strom nicht sicher eingespeist werden.
Wenn das Stromnetz ausfällt (Stromausfall),
➡️ muss sich die PV-Anlage automatisch abschalten.
MPP=Das ist der Punkt, an dem die PV-Anlage gerade die höchste Leistung liefert.
Netzgekoppelte Anlage
☀️ Sonne → PV-Module → Wechselrichter → Haus
Wenn mehr Strom erzeugt wird als verbraucht:
➡️ Überschuss wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
Wenn die PV-Anlage nicht genug Strom produziert (z. B. nachts):
➡️ Strom wird aus dem öffentlichen Netz bezogen.
Vorteil: Man hat immer Strom, weil das Stromnetz als Backup dient.
Netzferne —> nicht mit dem öffentlichen netz verbunden
Deshalb braucht sie:
🔋 Batterien (Akkumulatoren) zum Speichern des Stroms.
📦 Laderegler, damit die Batterie richtig geladen wird.
🔄 Wechselrichter, um Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln.
Wenn die Sonne nicht scheint: ➡️ Der Haushalt nutzt den Strom aus der Batterie.
Ist die Batterie leer: ➡️ Es gibt keinen Strom, weil kein Netz angeschlossen ist.
Wovon hängt der Wirkungsgrad (die Effizienz) einer Photovoltaikanlage ab?
bedeutet Wie viel der Sonnenenergie tatsächlich in elektrischen Strom umgewandelt wird.
92–95 %
Das bedeutet:
Von 100 % erzeugtem Gleichstrom kommen nach der Umwandlung etwa 92–95 % als nutzbarer Wechselstrom heraus.
➡️ Es gehen also nur etwa 5–8 % bei der Umwandlung verloren.#
👉 PV-Module arbeiten bei großer Hitze schlechter!
➡️ Kühle, sonnige Tage liefern oft mehr Strom als extrem heiße Sommertage.
Peripherie (Infrastruktur)-> Wechselrichter, Kabel
Sind diese Komponenten schlecht oder haben Verluste,
➡️ kommt weniger Strom beim Verbraucher an.
Der Wirkungsgrad einer Photovoltaikanlage hängt vom Zelltyp, den Witterungsverhältnissen, der Umgebungstemperatur sowie von Alter, Verschmutzung, Verschattung und der Qualität der technischen Komponenten (Peripherie) ab.
Guter Wirkungsgrad:
✅ hochwertige Module
✅ viel Sonne
✅ kühle Temperaturen
✅ saubere Module
✅ keine Verschattung
✅ guter Wechselrichter
Stromverbrauch
wie viel PV-Fläche du benötigst, um einen bestimmten Stromverbrauch zu decken.
Ein Durchschnittshaushalt in DE (2,03 BewohnerInnen) hat einen Stromverbrauch von ca.
2.890 kWh/a; je größer der Haushalt desto geringer der Jahresstromverbrauch
fall 2: Jetzt wird nicht nur der Strom betrachtet, sondern alles, was Energie verbraucht:
⚡ Strom
🚿 Warmwasser
🍳 Kochen
Zusammen ergibt das etwa: ➡️ 20.200 kWh pro Jahr
Um diese gesamte Energie mit Photovoltaik zu erzeugen, wären nötig: ➡️ 132 m² PV-Fläche
großer unterschied, weil die Heizung und Warmwasser den größten Teil der Energie verbrauchen.
formel:
Wie viel Strom du im Jahr benötigst.
Wie viel Sonnenenergie pro Quadratmeter im Jahr auf die Fläche trifft.
Deutschland: etwa 1.100 kWh/m²/Jahr
Wie viel der Sonnenenergie tatsächlich in Strom umgewandelt wird.
Mehr Stromverbrauch → mehr PV-Fläche
Mehr Sonneneinstrahlung → weniger PV-Fläche
Höherer Wirkungsgrad → weniger PV-Fläche
Ökobilanzrechner des Umweltbundesamtes
Damit kann man berechnen,
wie viel CO₂ eine PV-Anlage einspart,
wie nachhaltig sie ist,
wie ihre Umweltbilanz aussieht.
bspw
Wenn ich auf meinem Dach eine 10-kWp-Anlage installiere – wie viel CO₂ spare ich jedes Jahr?
PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System)
Damit kann man den Ertrag einer PV-Anlage an einem bestimmten Ort berechnen.
Wie viel Strom erzeugt eine 8-kWp-Anlage auf einem Süddach in Stuttgart?
Funktionsweise einer Solarzelle
Das Sonnenlicht besteht aus kleinen Energiepaketen, den Photonen.
➡️ Die blauen Wellen auf der Zeichnung stellen das Sonnenlicht dar.—> kurzwelliges licht#
Photon genügend Energie➡️ Das Photon schlägt ein Elektron (grün in solarzelle) aus seiner Bindung heraus.
Genau das ist der photoelektrische Effekt.
Das freie Elektron kann nun durch die Solarzelle fließen.
➡️ Die Bewegung vieler Elektronen ergibt einen elektrischen Strom (Gleichstrom).
Silizium ist ein Halbleiter.
👉 Halbleiter können unter bestimmten Bedingungen Strom leiten.
Silizium wird dotiert
Dotieren bedeutet: Man mischt dem Silizium winzige Mengen anderer Atome bei, damit es bessere elektrische Eigenschaften bekommt.
Dadurch entstehen zwei Schichten:
n-Schicht = viele Elektronen (−)
p-Schicht = viele positive Ladungsträger (+)
Zwischen beiden Schichten entsteht ein elektrisches Feld
Dort, wo sich die beiden Schichten treffen (pn-Übergang), entsteht automatisch:
➡️ eine Raumladungszone
➡️ mit einem elektrischen Feld.
Dieses elektrische Feld ist der wichtigste Teil der Solarzelle.
Sonnenlicht trifft auf die Solarzelle
Wie auf der vorherigen Folie:
☀️ Licht löst Elektronen aus ihrer Bindung.
Jetzt passiert aber etwas Neues:
➡️ Das elektrische Feld zieht die Elektronen sofort in eine Richtung.
Dadurch bewegen sich alle Elektronen geordnet.
➡️ Geordnete Bewegung von Elektronen = elektrischer Strom.
Die Kurven zeigen also:
Wie viel Strom die Solarzelle bei einer bestimmten Spannung liefert.
Wie beeinflusst die Sonneneinstrahlung die Leistung einer Solarzelle? ✅ (passt am besten zur Folie)
Was versteht man unter dem Maximum Power Point (MPP)?
MPP—> Dort arbeitet die PV-Anlage am effizientesten.
👉 Der Wechselrichter versucht immer, genau diesen Punkt zu finden.
Deshalb besitzt er einen MPP-Tracker.
-> immer neu ja nach sonneneinstrahländerung
PV-Typologien
➡️ Die Solarzelle besteht aus einem einzigen Siliziumkristall.
Das Silizium wird geschmolzen und anschließend als ein großer Einkristall hergestellt. Aus diesem Block werden dann dünne Scheiben (Wafer) geschnitten.
-> keine verunreinigung Dadurch können sich die Elektronen besser bewegen.
Silizium (Si) ist ein chemisches Element und der wichtigste Rohstoff für Solarzellen. ist ein halbleiter
☀️ Licht → Elektronen werden frei → Strom entsteht.
Es kommt in der Natur sehr häufig vor, zum Beispiel:
in Sand
in Quarz
in vielen Gesteinen
Man gewinnt aus Sand hochreines Silizium und verarbeitet es zu Solarzellen.
Pv-Topologien
Pv-Typologien
PV- Typologien
PV-Topologie
PV-Typologie
—> Gebäudeintegrierte PV anlage —> GIPV
Monokristallin → ca. 900 kWh
Polykristallin → ca. 850 kWh
Dünnschicht → ca. 1050 kWh
HIT → ca. 1150 kWh
➡️ HIT liefert den höchsten Ertrag.
Sie zeigen, wie viel Fläche benötigt wird, um 1 kWp zu installieren.
Monokristallin → 7 m²
Polykristallin → 8 m²
Dünnschicht → 16 m²
HIT → 6 m²
➡️ Je kleiner die Fläche, desto effizienter arbeitet die Solarzelle.
Zelltyp
Stromertrag
Benötigte Fläche
Monokristallin
gut
wenig
Polykristallin
etwas geringer
etwas mehr
Dünnschicht
hoher Ertrag
sehr viel Fläche
HIT
höchster Ertrag
wenigste Fläche
GIPV
➡️ PV wird auf das Gebäude AUFGESETZT.
Das Gebäude wäre auch ohne die PV komplett funktionsfähig.—> PV nur stromerzeugung
—> BAPV (Building Applied Photovoltaics): Photovoltaik wird auf Dach oder Fassade nachträglich montiert und dient nur der Stromerzeugung.
➡️ PV ist Teil der Gebäudehülle.
Die Module ersetzen normale Bauteile.
Sie erzeugen Strom und übernehmen gleichzeitig Funktionen des Gebäudes.
Dachdeckung
Fassade
Fenster
Oberlicht
Balkonbrüstung
Vordach
Verschattung
—> BIPV (Building Integrated Photovoltaics): Photovoltaik ist in die Gebäudehülle integriert und übernimmt zusätzlich Funktionen wie Dachdeckung, Fassade, Wetterschutz oder Wärmedämmung.
Wohin mit dem erneuerbaren Strom?
Wie erreicht man ein intelligentes, klimafreundliches Gebäude?
Gebäude ↔ Stadt ↔ Stromnetz
Strom speichern 🔋
Strom einspeisen ⚡
Strom beziehen
mit anderen Gebäuden kommunizieren
Lasten verschieben
= passend, geeignet, angemessen
Also: Das richtige System am richtigen Ort einsetzen.
Bevor man entscheidet, welches System man einsetzt, schaut man sich an:
⚖️ Rechtliche Aspekte → Ist PV oder Windkraft dort überhaupt erlaubt?
🌦️ Klima → Gibt es genug Sonne oder Wind?
🏢 Architektur → Passt das System zum Gebäude?
🔧 Verfügbarkeit der Systeme → Kann man das System dort überhaupt installieren?
wann ist ein Gebäude smart
➡️ Das Gebäude erzeugt einen großen Teil seiner Energie selbst.☀️🌬️
effizient gebaut::´gute Dämmung, moderne Fenster. wenig Wärmeverluste
➡️ Erst sparen, dann intelligent steuern.
netzeinspeisung:Das Gebäude ist also nicht nur Verbraucher, sondern auch Erzeuger.
➡️ Das nennt man Automatisierung.
Das Gebäude steuert selbst: Heizung, Lüftung ,Beleuchtung, Kühlung
Ein Smart Building muss Energie intelligent steuern, nicht nur per App bedienbar sein.
Warum müssen Stadtplanung und Energieplanung zusammenarbeiten?
➡️ Die Planung einer Stadt beeinflusst direkt den Energieverbrauch und die Energienetze.
Synergie = Zusammenarbeit bringt einen besseren Effekt als getrenntes Arbeiten.
Stadtplaner planen Gebäude. entscheiden den energiebedarf und Energieplaner planen Strom-, Wärme- und Kältenetze, muss zum stadtplan passen.—>Wenn beide zusammenarbeiten, entsteht ein besseres Energiesystem.
Man betrachtet nicht nur ein einzelnes Gebäude, sondern das ganze Umfeld.
"Inter-sektoral" heißt einfach:
➡️ Verschiedene Bereiche arbeiten zusammen. Strom, Wärme, Verkehr (E-Autos), Stadtplanung
Je nach Situation ist eine andere Netzstruktur sinnvoll.
Der SRI bewertet, wie intelligent (smart) ein Gebäude ist.
Wie gut kann ein Gebäude Energie sparen, sich anpassen und mit dem Stromnetz zusammenarbeiten? wie energieausweis
je höher der wert, desto smarter das gebäude und es werden 8 bereiche bewertet—> am ende SRI gesamtwert
⚡ Energie → spart das Gebäude Energie?
🔌 Flexibilität → kann es seinen Verbrauch anpassen?
☀️ Eigene Stromerzeugung → z. B. PV-Anlage
🌡️ Komfort → angenehme Temperaturen
🛋️ Benutzerfreundlichkeit
❤️ Gesundheit → gutes Raumklima
🔧 Technische Wartung
📱 Informationen für den Nutzer
—> Der Smart Readiness Indicator (SRI) bewertet, wie intelligent ein Gebäude ist. Er zeigt, wie gut ein Gebäude Energie spart, erneuerbare Energien nutzt, den Energieverbrauch steuert, mit dem Stromnetz interagiert und den Komfort der Nutzer verbessert.
Ein Smart Building produziert nicht nur Energie – es denkt mit.
Lastverschiebung bedeutet:
➡️ Strom nicht dann verbrauchen, wenn man ihn gerade möchte,
➡️ sondern dann, wenn er günstig oder selbst erzeugt wird.
Ziel:
Eigenverbrauch erhöhen
Stromnetz entlasten
Kosten senken
Das ist das Gehirn des Gebäudes.
Es entscheidet:
Wann Geräte laufen.
Wann Strom gespeichert wird.
Wann Strom aus dem Netz bezogen wird.
Wann überschüssiger Strom eingespeist wird.
Ohne Lastverschiebung:
Waschmaschine läuft um 20 Uhr.
Dann muss Strom aus dem Netz gekauft werden.
Mit Lastverschiebung:
Die PV-Anlage produziert mittags Strom.
Das BMS startet die Waschmaschine automatisch um 13 Uhr.
➡️ Gleicher Stromverbrauch, ➡️ aber zur besseren Zeit.
Lastverschiebung bedeutet, den Energieverbrauch zeitlich so zu verlagern, dass möglichst viel selbst erzeugter erneuerbarer Strom genutzt oder günstiger Netzstrom verwendet wird. Dadurch werden Kosten gesenkt, der Eigenverbrauch erhöht und das Stromnetz entlastet.
Nicht weniger Strom verbrauchen – sondern zum richtigen Zeitpunkt verbrauchen.
Batterie Vorteile und nachteile
Batteriearten
Umwelttechnischen Auswirkungen von Batteriespeichern über ihren gesamten Lebenszyklus (LCA = Life Cycle Assessment).-> entscheidend
Rohstoffe → Batterie → Nutzung → Recycling → neue Rohstoffe
iel ist es, die gesamte Umweltbilanz einer Batterie zu betrachten und durch lange Nutzung sowie Recycling die Belastung zu verringern.
Hier wird die Batterie hergestellt.
Dabei spielen eine Rolle:
Herkunft der Rohstoffe (Lithium, Kobalt usw.)
Qualität der Materialien
Größe und Energieverbrauch der Fabrik
Batterietyp
➡️ In dieser Phase entstehen oft die größten CO₂-Emissionen.
Jetzt wird die Batterie verwendet.
Wichtige Faktoren:
Wirkungsgrad (Efficiency)
Lebensdauer (Lifetime)
Wie oft sie geladen und entladen wird
Wofür sie genutzt wird (z. B. Hausspeicher oder E-Auto)
➡️ Je länger und effizienter die Batterie genutzt wird, desto besser ist ihre Umweltbilanz.
Wenn die Batterie nicht mehr genutzt werden kann:
Recycling
Rückgewinnung von Rohstoffen
Entsorgung des Restmülls
➡️ Gute Recyclingverfahren sparen Rohstoffe und reduzieren Umweltbelastungen.
E-Mobility
🚗 1. E-Mobilität
Eine Batterie wird zunächst in einem Elektroauto verwendet.
Mit der Zeit verliert sie Kapazität (z. B. nur noch 70–80 %).
⬇️
🏢 2. Zweites Leben im Gebäude (Second Life)
Für ein Auto reicht die Leistung vielleicht nicht mehr aus.
Als stationärer Batteriespeicher im Gebäude ist sie aber noch gut nutzbar.
Sie kann dort z. B. PV-Strom speichern und später wieder abgeben.
♻️ 3. Recycling
Erst wenn die Batterie auch als Gebäudespeicher nicht mehr ausreichend funktioniert, wird sie recycelt.
Wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel oder Kobalt werden zurückgewonnen.
—> Eine Batterie aus einem Elektroauto wird nach ihrer Nutzung nicht sofort entsorgt. Sie kann zunächst als stationärer Energiespeicher in Gebäuden weiterverwendet werden (Second Life). Erst danach wird sie recycelt, um wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen.
Was ist Second Life?
Was ist Vehicle to Grid (V2G)?
Eine E-Auto-Batterie wird nach ihrer Nutzung im Fahrzeug als stationärer Energiespeicher weiterverwendet und erst danach recycelt.
Vehicle to Grid bedeutet, dass die Batterie eines Elektroautos nicht nur geladen wird, sondern bei Bedarf auch Strom zurück an das Gebäude oder das öffentliche Stromnetz liefern kann. Das Elektroauto dient somit als mobiler Energiespeicher.
—>
Das ist ein neues Konzept. Normalerweise läuft es so: Stromnetz → Auto
Das Auto wird geladen.
Bei V2G passiert zusätzlich:
Das Auto kann Strom wieder zurückgeben.
Also: Stromnetz ⇄ Auto
oder Auto ⇄ Haus
Deshalb heißt es Vehicle to Grid (= Fahrzeug zum Stromnetz).
Mittags: ☀️ PV produziert viel Strom. ➡️ Auto lädt.
Abends: Die Sonne ist weg. Das Haus braucht Strom.
➡️ Das Auto gibt einen Teil seines gespeicherten Stroms wieder ans Haus oder ins Netz ab.
Das Elektroauto wird also zu einem mobilen Batteriespeicher.
Hausbatterie (Heimspeicher): Ein stationärer Batteriespeicher im Gebäude, der überschüssigen Strom – meist aus einer Photovoltaikanlage – speichert und bei Bedarf wieder an das Haus abgibt. Dadurch steigt der Eigenverbrauch und das Stromnetz kann entlastet werden.
Micro Grids
Ein Microgrid (Mikronetz) ist ein kleines, lokales Stromnetz, das einen begrenzten Bereich (z. B. ein Gebäude, ein Quartier oder einen Campus) mit Strom versorgt.Es kann mit dem öffentlichen Stromnetz gekoppelt oder im Inselbetrieb unabhängig betrieben werden.
Es besteht aus:
⚡ Stromerzeugern (z. B. Photovoltaik, Windkraft)
🔋 Energiespeichern (Batterien)
🏠 Verbrauchern (Häuser, Gebäude)
Ein Microgrid kann:
✅ mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden sein
oder
✅ bei Bedarf unabhängig (isoliert) arbeiten.
Das nennt man Inselbetrieb.
10 kW bis 10 MW
kleine Anlagen (10 kW) → z. B. Einfamilienhaus oder kleiner Betrieb
größere Anlagen (10 MW) → z. B. Krankenhaus, Industrie oder ganzer Stadtteil
Beispiel
Ein Wohnquartier besitzt:
PV-Anlagen auf den Dächern
Batteriespeicher
Ladestationen für E-Autos
Normalerweise ist das Quartier mit dem öffentlichen Netz verbunden.
Bei einem Stromausfall kann es sich jedoch vom Netz trennen und sich selbst mit Strom versorgen.
➡️ Das ist ein Microgrid
zwei Arten von Photovoltaikanlagen
Inselanlage (netzfern)
Mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden
Nicht mit dem Stromnetz verbunden
Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist
Überschüssiger Strom wird in Batterien gespeichert
Bei Strommangel wird Strom aus dem Netz bezogen
Strom kommt nur aus PV und Batterie
Kein großer Batteriespeicher zwingend nötig
Batteriespeicher notwendig
Häufig bei Wohnhäusern
Häufig auf Berghütten, Inseln oder abgelegenen Orten
Eine netzgekoppelte PV-Anlage ist mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden. Überschüssiger Strom wird eingespeist, fehlender Strom aus dem Netz bezogen.
Eine Inselanlage arbeitet unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. Sie benötigt einen Batteriespeicher und versorgt die Verbraucher ausschließlich mit selbst erzeugtem und gespeichertem Strom.—> Der Laderegler sorgt dafür, dass die Batterie richtig geladen wird.
Wie verändert sich die Energieversorgung durch Microgrids und dezentrale erneuerbare Energien?
Wie verändert sich das Energiesystem durch erneuerbare Energien?
Wie unterscheidet sich das heutige Energiesystem vom zukünftigen?
= Höchstspannungsnetz
→ transportiert Strom über große Entfernungen.
= Hochspannungsnetz
→ verteilt Strom regional.
= Mittelspannungsnetz
→ versorgt Industrie und größere Orte.
= Niederspannungsnetz
→ versorgt Haushalte.
Das heutige Stromsystem ist zentral aufgebaut.
Wenige große Kraftwerke erzeugen den Strom.
Der Strom wird über große Übertragungsleitungen transportiert.
Er fließt nur in eine Richtung: Kraftwerk → Verbraucher.
Die Verbraucher beziehen nur Strom und bezahlen ihn.
Das Haus ist passiv.
➡️ Zentrales Energiesystem
Die Energieversorgung wird dezentral.
Viele kleine Stromerzeuger (PV, Wind, Biogas usw.)
Regionale Erzeugung
Kleine lokale Netze (Microgrids)
Strom fließt in beide Richtungen
Verbraucher werden zu Prosumern (Producer + Consumer)
➡️ Dezentrales Energiesystem
Was ist ein Microgrid?
—>Ein Microgrid ermöglicht eine dezentrale Energieversorgung mit lokalen erneuerbaren Energiequellen und Speichern. Dadurch werden Transportverluste reduziert, die Versorgungssicherheit erhöht und Verbraucher können aktiv Strom erzeugen, speichern und austauschen.
VL 8
Sanitärtechnik
Welche Leitungen verbinden ein Gebäude mit der öffentlichen Infrastruktur?
Welche Versorgungs- und Entsorgungsleitungen besitzt ein Gebäude?
Es gibt zwei Arten von Leitungen:
1. Versorgungsleitungen → kommen zum Gebäude Sie bringen Energie oder Medien ins Haus. Dazu gehören:
💧 Trinkwasser
🔥 Fernwärme (Vorlauf)
❄️ Fernkälte (Vorlauf)
🔥 Gas
🌐 Internet / Telekommunikation
2. Entsorgungsleitungen → gehen vom Gebäude weg. Sie transportieren Medien wieder hinaus. Dazu gehören:
🚽 Abwasser
🔥 Fernwärme-Rücklauf
❄️ Fernkälte-Rücklauf
⚡ eventuell Strom-Einspeisung (PV-Anlage)
Hier sieht man schematisch die Lage der Leitungen.
Links:
Straße mit den öffentlichen Leitungen.
Rechts:
Gebäude mit einem Hausanschlussraum (HA-Raum).—> Der Hausanschlussraum (HA-Raum) ist der Technikraum, in dem alle Versorgungsleitungen ins Gebäude eintreten.Wasseranschluss, Gasanschluss, Stromanschluss ,Fernwärmeanschluss, Telekommunikation
Dort kommen alle Leitungen ins Gebäude.
Von dort werden sie im Haus verteilt.
Versorgungsleitungen bringen Medien wie Trinkwasser, Wärme, Gas oder Strom zum Gebäude.
Entsorgungsleitungen führen Medien wie Abwasser oder das abgekühlte Wasser der Fernwärme vom Gebäude weg. Bei Gebäuden mit Photovoltaik kann außerdem überschüssiger Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden.
Hauseinführung
Wie erfolgt der Anschluss eines Gebäudes an die öffentliche Infrastruktur?
Welche Hausanschlüsse besitzt ein Gebäude und wo befinden sie sich?
Was ist eine Hauseinführung?
Was ist ein Hausanschlussraum?
Warum braucht das Abwasser Gefälle?
Wozu dient ein Revisionsschacht?
Hauseinführung.
Das ist die Stelle, an der die Leitungen von außen durch die Kellerwand ins Gebäude gelangen.
Hauseinführung = der dichte Übergang der Leitungen vom Erdreich ins Gebäude.
tabelle —> Verlegetiefe der Leitungen
Warum unterschiedlich tief?
Frostschutz (vor allem Trinkwasser)
Schutz vor Beschädigung
unterschiedliche technische Anforderungen
💡 Trinkwasser liegt am tiefsten, damit die Leitung im Winter nicht einfriert.
skizze zeigt den weg der leitung :
-In der Straße liegen die öffentlichen Leitungen.
-Von dort gehen die Leitungen über das Grundstück. Sie verlaufen durch den Vorgarten zum Haus.
-Die Leitungen kommen durch die Kellerwand.➡️ Hauseinführung
-Sie enden im Hausanschlussraum (HA-Raum).Wasserzähler, Gaszähler, Stromzähler, Hauptabsperrventile, Hausanschlüsse
-warum hat das abwasser gefälle —> nur durch die Schwerkraft.
-Abwasser-Revisionsschacht Das ist ein Kontrollschacht.. Er dient dazu,
Leitungen zu reinigen,
Verstopfungen zu beseitigen,
Leitungen zu kontrollieren.
—>Warum wird die Trinkwasserleitung tiefer verlegt als andere Leitungen?
Antwort: Weil Trinkwasserleitungen unter der Frostgrenze liegen müssen (ca. 1,20–1,50 m), damit das Wasser im Winter nicht gefriert und die Leitung nicht beschädigt wird.
Wie werden Ver- und Entsorgungsleitungen im Straßenraum gekennzeichnet?
Die bunten Schilder sind Hinweisschilder.
Sie zeigen den Monteuren, wo unter der Straße Leitungen verlaufen.
Man muss also nicht die Straße aufgraben, um zu wissen, wo Wasser-, Gas- oder Abwasserleitungen liegen.
🔵 Blau = Wasser
🟡 Gelb = Gas
🟢 Grün = Abwasser
⚪ Weiß/Rot = Hydrant bzw. Löschwasseranschluss
Die Zahlen auf den Schildern geben den Monteuren zusätzliche Informationen, z. B. Entfernung oder Lage der Leitung.
Hausanschluss: Wie wird ein Gebäude an die öffentlichen Versorgungsleitungen angeschlossen?
Warum liegen die Leitungen zusammen?
Damit
nur ein Graben ausgehoben werden muss,
die Leitungen leichter gewartet werden können,
der Hausanschluss möglichst kurz ist.
Öffentliche Versorgungsleitungen liegen in der Straße.
Über den Hausanschluss werden sie zum Grundstück geführt.
Sie gelangen durch die Hauseinführung ins Gebäude.
Im Hausanschlussraum werden sie verteilt.
Wie werden die sanitären Leitungen in einem Gebäude geplant und verteilt?
Alle beginnen im Technik- bzw. Hausanschlussraum im Keller und werden anschließend im Gebäude verteilt.c
Die Leitungen
🔵 Kaltwasser (Trinkwasser)
Kommt von außen ins Gebäude.
Versorgt:
Waschbecken
Dusche
Badewanne
Toilette
Küche
Das kalte Trinkwasser wird im Heizkessel bzw. Warmwasserspeicher erwärmt.
Danach fließt es zu:
Nicht zur Toilett
Das benutzte Wasser fließt wieder nach unten.
Alle Sanitärobjekte sind daran angeschlossen:
WC
Es gelangt anschließend in den öffentlichen Kanal.
Falls das Gebäude einen Gasanschluss besitzt,
versorgt Gas beispielsweise:
Gasher
alle leutzngen verlaufen möglichst gebündelt dsmit:
weniger Leitungen benötigt werden,
kürzere Leitungswege entstehen,
Wartung einfacher wird,
Kosten sinken.
bad / küche übereinander —> Weil alle Wasser- und Abwasserleitungen denselben Installationsschacht nutzen können.
➡️ Dadurch spart man Leitungen und Kosten. Das ist ein sehr wichtiges Planungsprinzip.
Was befindet sich im Hausanschlussraum?
Welche Einrichtungen gehören zur Installationsplanung?
gas wasser strom telekommunikation: Potentialausgleichsschiene
Hier werden alle metallischen Leitungen elektrisch miteinander verbunden.
➡️ Schutz vor gefährlichen Spannungen.
-Potentialausgleich der Leitungen
Auch Wasser-, Gas- und Heizungsleitungen werden geerdet.
Leitet das Schmutzwasser zum Kanal.
Der Blitzstrom wird sicher ins Erdreich geleitet.
Potentialausgleich:
Wasserleitung, Heizungsrohr, Gasleitung. Alle bestehen aus Metall.
Bei einem Fehler könnten unterschiedliche elektrische Spannungen auftreten. Deshalb verbindet man sie miteinander und mit der Erdung.
➡️ Alle haben dadurch das gleiche elektrische Potential. Das schützt Menschen vor Stromschlägen
Was ist BIM (Building Information Modeling)?
BIM (Building Information Modeling) ist eine digitale, modellbasierte Planungsmethode, bei der alle Informationen eines Gebäudes in einem gemeinsamen 3D-Modell gespeichert werden.Alle arbeiten am gleichen digitalen Modell.
Wie läuft der Bau möglichst effizient ab?
BIM hilft bei:
Bauablaufsimulation
Kontrolle des Baufortschritts
Baustellenlogistik
Ausschreibung
Abrechnung
Nach der Fertigstellung wird das Gebäude genutzt.
Hier unterstützt BIM bei:
Facility Management
Wartung
Reparaturen
Betriebskosten
Fällt eine Wasserleitung aus, kann man im BIM-Modell sofort sehen:
wo sie verläuft,
welchen Durchmesser sie hat,
wann sie eingebaut wurde.
umbau / Rückbau
Auch am Ende hilft BIM.
Zum Beispiel bei:
Sanierung
Umbau
Rückbau
Man weiß genau,
welche Materialien verbaut wurden,
wo sie liegen,
wie sie recycelt werden können.
Welche Möglichkeiten der Installationsplanung gibt es für die Leitungsführung?
Über diese Leitungen laufen z. B.:
Trinkwasser
Heizungsleitungen
Lüftungsleitungen
Die Leitungen verlaufen senkrecht nach oben durch das Gebäude.
➡️ Sie werden in einem Installationsschacht (Steigschacht) geführt.
Von dort werden alle Geschosse versorgt.
Die Pfeile nach oben zeigen: ➡️ Die Leitungen steigen vom Technikraum in alle Stockwerke.
wenig Leitungswege
einfache Wartung
platzsparend
Standardlösung im Mehrfamilienhaus
Hier verlaufen die Leitungen waagerecht auf jedem Geschoss.
Die Hauptleitung steigt zunächst einmal nach oben.
Danach werden die Räume auf derselben Etage horizontal versorgt.
Die Pfeile zeigen:➡️ Die Leitung verteilt sich waagerecht über das Geschoss.
zuerst vertikal vom Keller nach oben,
anschließend horizontal zu den einzelnen Räumen.
bild leitungsführung einer heizungsanlage
Bei der vertikalen Leitungsführung wird das Heizungswasser vom Heizkessel über eine Steigleitung in die oberen Geschosse gepumpt. Von dort wird jeder Heizkörper versorgt und das abgekühlte Wasser fließt über die Rückleitung wieder zum Heizkessel zurück.
Wie werden Sanitär- und Heizungsanlagen in Installationsplänen dargestellt?
Installationspläne verwenden genormte Symbole für Bauteile wie Pumpen, Ventile, Wärmetauscher oder Speicher. Dadurch können technische Anlagen übersichtlich und unabhängig vom Hersteller dargestellt werden.
Sonnenkollektoren erwärmen Wasser.
Die Wärme wird zum Speicher transportiert.
Die Solarthermie erwärmt den Speicher über einen Wärmetauscher.
➡️ Nutzt kostenlose Sonnenenergie.
Falls die Sonne nicht ausreicht,
➡️ erwärmt der Heizkessel zusätzlich das Wasser.
Hier wird warmes Trinkwasser gespeichert.
Von dort wird später
versorgt.
Er versorgt die Heizkörper oder die Fußbodenheizung.
Dreiwegeventil= verteilt den Wasserstrom—> steuert wohin die wärme fließt Ausdehnungsgefäß: gleicht Druck- und Volumenänderungen aus.
Sicherheitsventil: schützt vor Überdruck.
Was muss bei der Leitungsführung hinsichtlich des Platzbedarfs beachtet werden?
Bei der Installationsplanung muss genügend Platz für die Leitungen eingeplant werden. Dabei werden berücksichtigt:
Rohrdurchmesser
Dämmung
Rohrverbindungen (z. B. Muffen)
Befestigungen
notwendige Abstände zwischen den Leitungen
Dadurch können die Leitungen sicher eingebaut, gedämmt und später gewartet werden.
Zeichen
Bedeutung
D
Außendurchmesser des Rohres
DV
Außendurchmesser inklusive Muffe/Befestigung
DD
Außendurchmesser inklusive Dämmung
d
Dämmstärke
a
seitlicher Abstand
b
Abstand vorne/hinten
A
gesamte benötigte Breite
B
gesamte benötigte Tiefe
Variaten
ohne Abzweigung: Alle Leitungen verlaufen einfach gerade nach oben.
➡️ Braucht am wenigsten Platz.
mit einseitiger Abzweigung: Eine Leitung geht nach rechts oder links weg.
➡️ Der Schacht muss breiter werden.
zweiseituíge Abzweigung: Leitungen gehen auf beide Seiten.
➡️ Benötigt den größten Platz.
Je mehr Leitungen abzweigen, desto größer muss der Installationsschacht sein.
—> Bei der Installationsplanung muss nicht nur das Rohr, sondern auch Dämmung, Verbindungen und notwendige Abstände berücksichtigt werden. Dadurch wird der benötigte Platz im Installationsschacht bestimmt.
Beispiele für Platzbedarf der Leitungen sführug
Was ist die horizontale Leitungsführung und worauf muss bei ihrer Planung geachtet werden?
Bei der horizontalen Leitungsführung werden die Leitungen waagerecht innerhalb eines Geschosses verlegt. Dabei müssen genügend Platz, die Raumhöhe und die Tragkonstruktion berücksichtigt werden
Alle verlaufen unter der Decke.
dort genügend Platz ist und die Leitungen leicht zugänglich bleiben.
entlang der Decke,
durch Flure,
und anschließend in die einzelnen Räume geführt.
Der Flur eignet sich besonders gut, weil dort meistens keine Möbel stehen und viele Räume angeschlossen werden können.—> leitungen werdn kürzer
Ein Unterzug ist ein tragender Balken unter der Decke.
Die Leitungen werden häufig zwischen oder unter den Unterzügen geführt.
Dadurch muss man keine tragenden Bauteile durchbohren.
Welche Möglichkeiten gibt es für die horizontale Leitungsführung im Boden?
Aufbau:
Fußbodenbelag ─>Bodenplatten ─> Hohlraum mit Leitungen ─>Rohdecke
Leitungen können im Boden auf zwei Arten verlegt werden:
1. Doppelboden
Beim Doppelboden wird ein zweiter Boden über dem Rohboden aufgebaut.
Dadurch entsteht ein Hohlraum, in dem Leitungen verlegt werden können.
Leitungen sind gut zugänglich.
Änderungen und Nachinstallationen sind einfach.
Ideal für Bürogebäude mit vielen Strom- und Datenleitungen.
höherer Aufbau
teurer als ein normaler Bode
2.Hohlraumboden
Beim Hohlraumboden gibt es ebenfalls einen Hohlraum zwischen Rohdecke und Boden.
Im Unterschied zum Doppelboden ist dieser Hohlraum jedoch nicht oder nur schwer zugänglich, da der Boden meist fest eingebaut ist.
Leitungen sind unsichtbar.
geringere Aufbauhöhe als beim Doppelboden
gute Schall- und Wärmedämmung möglich
Wartung schwieriger
spätere Änderungen aufwendiger
beispiel für leitungsführung
Eine Installationswand ist eine Wand, in der alle Sanitärinstallationen untergebracht werden.
Trinkwasserleitungen
Abwasserleitungen
WC-Spülkasten
Anschlüsse für Waschbecken, WC, Dusche usw.
➡️ Die eigentliche Wand wird dadurch nicht geschlitzt, sondern die Installation wird vor der Wand aufgebaut.
Vor der tragenden Wand wird eine zweite dünne Wand gebaut.
Zwischen tragender Wand und Vormauerung entsteht Platz für:
Rohre
Spülkasten
Anschließend wird alles verputzt oder gefliest.
✅ Leitungen sind versteckt.
✅ Kein Schlitzen der tragenden Wand.
✅ Einfachere Montage.
✅ WC kann frei positioniert werden.
✅ Schallschutz wird verbessert.
✅ Reparaturen sind leichter möglich (über Revisionsöffnungen).
❌ Wand wird etwas dicker.
❌ Raum wird etwas kleiner.
❌ Zusätzliche Materialkosten.
Wie viel Platz braucht eine Person, um ein Sanitärobjekt sicher benutzen zu können?
Die Größe des Sanitärobjekts
Die notwendige Stell- und Bewegungsfläche davor (blau markiert)
➡️ Die blaue Fläche bedeutet:
Hier muss genügend freier Platz vorhanden sein, damit das Sanitärobjekt bequem genutzt werden kann.
Die Sanitärobjekte selbst sind relativ klein.
➡️ Den meisten Platz benötigt die Bewegungsfläche davor.
Man sieht eine Person vor:
Die blaue Fläche ist die Bewegungsfläche.
Dort dürfen keine Möbel oder andere Hindernisse stehen.
—Bei der Planung von Sanitärobjekten ist nicht nur die Größe des Objekts entscheidend, sondern vor allem die notwendige Bewegungsfläche davor. Diese sorgt für eine sichere und komfortable Nutzun
stell- und bewegungsfläche beachten!!!
Sanitärräume beispiele
Was regelt die DIN 18022?
—> Die erforderlichen Stell- und Bewegungsflächen, die für die Nutzung der Sanitärobjekte freigehalten werden müssen.
Sie legt Mindestanforderungen an die Bewegungsflächen und die Anordnung von Sanitärobjekten fest.
Eine Sanitärzelle ist ein Raum, in dem sich Sanitärobjekte befinden.
🚽 WC
🚿 Dusche
🛁 Badewanne
🚰 Waschbecken
Also einfach:
Sanitärzelle = Badezimmer oder WC-Raum mit allen dazugehörigen Installationen.
👉 Alle Wasser- und Abwasserleitungen können an einem Ort gebündelt werden.
—> Eine Sanitärzelle fasst alle Sanitärobjekte eines Badezimmers oder WCs zusammen. Durch die Bündelung der Wasser- und Abwasserleitungen werden Installationen einfacher, günstiger und energieeffizienter.
sanitärzelle beispiel
vorgefertigte Sanitärzellen oder Modulbäder.
—>Die komplette Sanitärzelle wird im Werk fertig produziert:
🚽 WC ist bereits montiert.
🚿 Dusche oder Badewanne ist eingebaut.
🚰 Waschbecken und Armaturen sind installiert.
🚰 Alle Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen sind bereits verlegt.
🧱 Fliesen, Beleuchtung und teilweise sogar Spiegel sind schon fertig.
leitungen müssen nur noch verbunden werden nach einsatz
Konventionelle Sanitärzelle: Sie wird auf der Baustelle Stück für Stück aufgebaut.
Vorgefertigte Sanitärzelle (Modulbad): Sie kommt als kompletter Raum auf die Baustelle und wird eingesetzt.
VL 10
Entwässerung
3 verschiedene Wassertypen in der Entwässerung
Schmutzwasser:
Es ist mit Bakterien sowie organischen und chemischen Stoffen verunreinigt und muss in einer Kläranlage gereinigt werden
Regenwasser ist Niederschlagswasse
Es ist meist weniger verschmutzt und kann häufig gesammelt und z. B. für die Gartenbewässerung oder WC-Spülung wiederverwendet werden.
Mischwasser
Es entsteht, wenn beide Wasserarten gemeinsam in einem Kanalsystem abgeleitet werden.
Welche leitungsarten in der entwässerung gibt es
Das Abwasser fließt immer in dieser Reihenfolge:
Sanitärobjekt↓Einzelanschlussleitung↓Sammelanschlussleitung↓Fallleitung↓Sammelleitung↓Grundleitung↓Anschlusskanal↓Öffentlicher Kanal
—> ➡️ Die Lüftungsleitung ist die Verlängerung der Fallleitung über das Dach.
Aufgabe:
sorgt für Druckausgleich
verhindert Unterdruck
verhindert, dass Geruchsverschlüsse leer gesaugt werden
leitet Kanalgase über das Dach ab
—> sorgt dafür dass das abwasser atmen kann
Ein Entwässerungssystem besteht aus zwei Bereichen:
Innerhalb des Gebäudes
➡️ Alles, was im Gebäude verlegt ist.
Fallleitungen
Sammelleitungen
Leitungen im Keller bis zum Austritt aus dem Gebäude
Hier gelten:
DIN EN 12056
DIN 1986-100
Außerhalb des Gebäudes (im Erdreich bis zum Kanal)Sobald die Leitung das Gebäude verlässt und im Erdreich liegt, beginnt der Außenbereich.
Grundleitung
Anschlusskanal
Revisionsschacht
Leitungen bis zum öffentlichen Kanal
DIN EN 752
DIN EN 1610
ATV A127
ATV A139
ATV A142
Welche Norm gilt sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes?
—> ➡️ DIN 1986-100
wo kann wasser ins gebäude endringen bei Starkregen oder Hochwasser?
Zuständigkeit der Anschlüsse kanalisation
Ein Revisionsschacht ist ein Schacht im Erdreich, der den Zugang zu den Abwasserleitungen ermöglicht.
Er dient dazu,
Leitungen zu kontrollieren,
zu reinigen,
Kamerainspektionen durchzuführen,
Reparaturen vorzunehmen.
💡 Merksatz:
Ein Revisionsschacht ist die "Serviceöffnung" der Kanalisation.
Mit einem Revisionsschacht kann man einfach den Deckel öffnen und direkt an die Leitung gelangen. ohne den boden zu zerstören
Nenne die kanalisationstypen und erkläre sie
✅ Nur ein Kanal notwendig.
→ geringere Baukosten
→ einfacherer Leitungsbau
❌ Bei Starkregen gelangt sehr viel Wasser in die Kanalisation.
Dadurch:
Kläranlagen werden überlastet.
Es kann zu Überschwemmungen kommen.
Teilweise muss Mischwasser ungeklärt in Gewässer eingeleitet werden (Mischwasserentlastung).
TRennkanalVorteile
✅ Kläranlage wird entlastet.
✅ Regenwasser kann wiederverwendet oder versickert werden.
✅ Umweltfreundlicher.
❌ Zwei Leitungsnetze notwendig.
→ höhere Baukosten
→ aufwendigere Planung
Flachdachentwässerung
Mindestens 2 % Gefälle
1. Freispiegelentwässerung
Hier fließt das Wasser nicht vollständig durch das Rohr. ➡️ Das Rohr ist nur teilweise mit Wasser gefüllt. Oben im Rohr befindet sich Luft.
Deshalb spricht man von einem Freispiegel (eine freie Wasseroberfläche im Rohr).
Regen—>Dachablauf—> Fallleitung—> Grundleitung—> Kanal
Das Wasser fließt nur durch das Gefälle (Schwerkraft).
Jeder Ablauf besitzt praktisch seine eigene Leitung.
Die Leitungen haben Gefälle.
2. Unterdruckentwässerung
Hier passiert etwas anderes.
Die Rohre füllen sich komplett mit Wasser.
Es befindet sich keine Luft mehr im Rohr.
Dadurch entsteht ein Unterdruck (Siphoneffekt).
Das Wasser wird dadurch regelrecht angesaugt.
Hier werden mehrere Dachabläufe zuerst miteinander verbunden.
Dann genügt eine Fallleitung.
beispiele für Anordnung von Flachdachntwässerungssystemen
rot —> Dachablauf (Gully).
Bei einer Freispiegelentwässerung:
fließt das Wasser nicht sofort vollständig ab,
sondern es bleibt eine geringe Wasserhöhe auf dem Dach stehen,
bis es langsam durch den Dachablauf abläuft.
Dieses flache Wasser nennt man Anstauwasser.
Die Dachabdichtung ist dafür ausgelegt.
Eine kleine Wasserschicht ist unproblematisch, solange:
das Dach ausreichend Gefälle besitzt (ca. 2 %),
die Abläufe richtig dimensioniert sind,
keine dauerhaften Pfützen entstehen.
Dachablauf—> am tiefsten Punkt des Daches liegt.
gesamte Dach ist leicht zum Ablauf geneig
zeigen, wie der Regenwasserabfluss eines Daches berechnet wird. in l/s
abflussbeiwert
Dach
C
Blechdach
1,0
Betondach
0,9
Kiesschüttung
0,8
Gründach
0,2–0,7
Wenn Regen auf ein Flachdach fällt, muss er über einen Dachablauf in das Entwässerungssystem gelangen.
Der Dachablauf muss dabei an den jeweiligen Dachaufbau angepasst werden
Es gibt drei häufige Dacharten:
Kaltdach
Tragkonstruktion
belüfteter Hohlraum
Wärmedämmung darunter
Abdichtung oben
➡️ Der Dachablauf geht durch alle Schichten bis zur Fallleitung.
Merksatz:
Belüfteter Dachaufbau.
Warmdach
Hier liegen alle Schichten direkt aufeinander.
Von unten nach oben:
Dampfsperre
Wärmedämmung
Abdichtung
Der Dachablauf sitzt in der Abdichtung.
Umkehrdach
Hier liegt die Reihenfolge anders.
Von unten:
Kiesschicht oder Begrünung
Deshalb braucht der Dachablauf einen besonderen Aufbau.
unterschiedlich, weil
Weil
Dämmstärken unterschiedlich sind,
Abdichtung unterschiedlich liegt,
Brandschutz unterschiedlich ist.
Der Ablauf muss immer dicht angeschlossen werden.
oben :Warum braucht man einen Laubfang?
Er verhindert,
dass Laub,
Äste,
Kies,
Schmutz
den Ablauf verstopfen.
Ohne Laubfang könnte sich Wasser auf dem Dach stauen.
zwei zustände:
Überlastung: Das Entwässerungssystem ist vollständig gefüllt und steht unter Druck, kann das Wasser aber immer noch ableiten.
Das Rohr ist komplett mit Wasser gefüllt.
Das Wasser fließt unter Druck.
Es tritt kein Wasser nach außen aus.
➡️ Das System arbeitet also noch – allerdings an seiner Belastungsgrenze.
Stell dir einen Gartenschlauch vor:
Drehst du den Wasserhahn ganz auf,
ist der Schlauch komplett mit Wasser gefüllt.
Trotzdem kommt das Wasser vorne noch heraus.
➡️ Das ist Überlastung.
Überflutung .
Das Wasser kann nicht mehr vollständig abgeführt werden und tritt aus dem Entwässerungssystem aus.
Die Rohre reichen nicht mehr aus.
Das Wasser staut sich zurück.
Es läuft über.
über Dachabläufe,
aus Schächten,
aus Gullis,
oder sogar in Keller.
Ingenieure gehen davon aus, dass extreme Regenereignisse irgendwann auftreten.
Deshalb plant man:
größere Leitungen,
Notüberläufe,
Notentwässerungen,
Rückstausicherungen.
Denn man kann nicht jede Regenmenge wirtschaftlich aufnehmen.
Dachabplauf planung Überflutung verhindern oder verzögern
Ein Notüberlauf ist also eine zusätzliche Entwässerung, die nur im Notfall arbeitet.
Der Notüberlauf befindet sich höher in der Attika.
Er bleibt im Normalfall trocken.
Erst wenn der Wasserstand auf dem Dach stark ansteigt, fließt Wasser durch den Notüberlauf ab.
Das ist die maximal zulässige Wasserhöhe auf dem Dach.
Sie darf nicht überschritten werden.
Sonst könnten:
die Dachkonstruktion überlastet werden,
die Abdichtung beschädigt werden,
oder Wasser ins Gebäude eindringen.
Am besten direkt:
➡️ über die Fassade nach außen.
So sieht man sofort:
Der Notüberlauf ist in Betrieb.
Diese muss das Wasser frei auf das Grundstück ableiten und darf nicht in die normale Dachentwässerung eingeleitet werden., Er braucht deshalb einen eigenen, freien Ablauf.
Warum braucht man Schutzmaßnahmen?
Im Winter kann Regen- oder Schmelzwasser gefrieren.
Dadurch können:
❄️ Dachrinnen zufrieren,
❄️ Fallrohre verstopfen,
❄️ Dachabläufe blockiert werden.
Die Folgen:
Wasser staut sich auf dem Dach.
Eis kann Dachrinnen beschädigen.
Es entstehen Eiszapfen (Gefahr für Personen).
Es kann Wasser ins Gebäude eindringen.
➡️ Deshalb werden Schutzmaßnahmen eingebaut.
Die roten Linien sind elektrische Heizbänder.
Sie erwärmen die Dachrinne und halten den Wasserweg eisfrei.
Je nach Breite der Dachrinne werden sie unterschiedlich verlegt.
durch ein regler gesteuert—> automatisches an und ausschlaten . feuchtefühler erkennt ob wasser oder schnee vorhanden ist und tempfühler misst die außentemp
Heizbänder schützen Dachrinnen, Dachabläufe und Fallrohre vor dem Einfrieren. Sie werden automatisch über Temperatur- und Feuchtefühler gesteuert und verhindern Wasserstau, Eisbildung und Schäden am Gebäude.
VL11 Wasseraufbereitung
Wasser wird gereinigt und so behandelt, dass es für einen bestimmten Zweck geeignet ist.
Je nachdem, wofür das Wasser gebraucht wird, wird es unterschiedlich aufbereitet.
Wasseraufbereitung bedeutet, Wasser so zu reinigen oder chemisch zu behandeln, dass es für seinen späteren Verwendungszweck geeignet ist – zum Beispiel als Trinkwasser, Heizungswasser oder Brauchwasser.
Die Folie zeigt den natürlichen Kreislauf des Wassers auf der Erde.
Das Wasser verschwindet nie – es wechselt nur ständig seinen Ort und seinen Zustand (flüssig, gasförmig oder fest).
>Der globale Wasserkreislauf beschreibt den ständigen Austausch von Wasser zwischen Meer, Atmosphäre und Land durch Verdunstung, Wolkenbildung, Niederschlag, Versickerung und Abfluss. Aus diesem Kreislauf stammt unser Trinkwasser.
Die Sonne erwärmt:
Meere
Seen
Flüsse
Böden
Dadurch verdunstet Wasser.
➡️ Es wird zu Wasserdampf und steigt in die Atmosphäre auf.
Auf der Folie sieht man:
Verdunstung über dem Meer
Verdunstung über Land und Seen
Nicht nur Wasserflächen verdunsten.
Auch Pflanzen geben Wasser über ihre Blätter ab.
Das nennt man:
Transpiration
Zusammen mit der Verdunstung nennt man diesen Vorgang:
Evapotranspiration
Der Wasserdampf steigt nach oben.
In der Atmosphäre kühlt er ab.
Dadurch entstehen:
➡️ Wolken.
Die Folie nennt das:
Zwischenspeicherung in der Atmosphäre
Wenn die Wolken zu viel Wasser enthalten,
fällt das Wasser wieder herunter als:
Regen
Schnee
Hagel
Auf der Folie:
Niederschläge über dem Meer
Niederschläge über dem Land
Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten.
Ein Teil fließt direkt
➡️ in Bäche
➡️ Flüsse
➡️ Seen
➡️ schließlich ins Meer.
Ein Teil versickert im Boden.
Dort entsteht:
➡️ Grundwasser.
Das Grundwasser ist später eine der wichtigsten Quellen für unser Trinkwasser.
Ein Teil wird gespeichert.
Zum Beispiel in:
Feuchtgebieten
Gletschern
Flüsse transportieren das Wasser schließlich wieder ins Meer.
Dort beginnt der Kreislauf erneut.
woher kommt das Trinkwasser ?
➡️ Das ist die wichtigste Trinkwasserquelle in Deutschland.
Wie entsteht es?
Regen versickert im Boden → der Boden filtert das Wasser natürlich → es sammelt sich als Grundwasser.➡️ Deshalb stammt fast zwei Drittel unseres Trinkwassers aus Grundwasser.
Das sind:
Stauseen
Talsperren
Trinkwasserseen
Hier wird Oberflächenwasser gespeichert.
Dieses Wasser muss stärker aufbereitet werden als Grundwasser, weil es
Algen,
Schmutz,
Mikroorganismen
enthalten kann.
Quellwasser ist eigentlich ebenfalls Grundwasser.
Der Unterschied:
Es tritt natürlich an der Erdoberfläche aus, also als Quelle.
meist sehr sauber
kühl
mineralstoffreich
Das ist ein sehr interessantes Verfahren.
Ein Fluss liegt neben einem Brunnen.
Das Flusswasser sickert durch mehrere Meter Sand und Kies.
Dabei wird es natürlich gefiltert.
Danach wird es als Brunnenwasser gefördert.
➡️ Deshalb heißt es Uferfiltrat.
Man nutzt dieses Verfahren häufig an Rhein, Elbe oder Donau.
Hier hilft der Mensch nach.
Grundwasser wird künstlich ergänzt.
gereinigtes Flusswasser
Talsperrenwasser
wird versickert.
Im Boden wird es nochmals gereinigt.
Danach wird es wieder abgepumpt.
Man nennt das:
künstliche Grundwasseranreicherung.
Nur ein sehr kleiner Anteil stammt direkt aus Flüssen.
Weil Flusswasser meist stärker verschmutzt ist:
Keime
Industrie
Landwirtschaft
Schwebstoffe
Es muss deshalb sehr aufwendig gereinigt werden.
wer verbraucht da strinkwasser
Haualte und kleingewerbe verrbacuhen am meisten
wei hoch ist der wasserverbracuh pro person pro liter
Eine Person in Deutschland verbraucht heute durchschnittlich etwa 123 Liter Trinkwasser pro Tag.
➡️ Insgesamt ist der Wasserverbrauch seit 1990 deutlich gesunken
gesamte Trinkwasserabgabe in Deutschland
🟢 Haushalte und Kleingewerbe
größter Anteil
Menschen zu Hause verbrauchen am meisten Trinkwasser
🔵 Gewerbliche Unternehmen und sonstige Abnehmer
Industrie, Krankenhäuser, Behörden usw.
🟠 Eigenverbrauch der Wasserwerke
Wasser, das die Wasserwerke selbst für Spülungen, Reinigung oder den Betrieb benötigen
🟣 Wasserverluste
Verluste durch Leckagen im Leitungsnetz oder Rohrbrüche
Die blaue Linie fällt
1991: ca. 145–147 l/Tag
2010: ca. 121 l/Tag
heute: ca. 123–126 l/Tag
➡️ Menschen gehen sparsamer mit Wasser um.
Der grüne Balken ist immer am größten.
Merke:
Rund 70–80 % des Trinkwassers werden von Haushalten und Kleingewerbe genutzt.
—> Seit 1990 ist sowohl der Pro-Kopf-Verbrauch als auch die gesamte Trinkwasserabgabe in Deutschland insgesamt gesunken. Hauptgründe sind wassersparende Technik und ein bewussterer Umgang mit Wasser. In den letzten Jahren ist aufgrund heißerer Sommer wieder ein leichter Anstieg des Wasserverbrauchs zu beobachten.
Was bedeutet „Wasserverlust“?
🇩🇪 Deutschland verliert nur etwa 5 % seines Trinkwassers – das ist einer der niedrigsten Werte in der Grafik
Trinkwasser, das im Wasserwerk aufbereitet und ins Leitungsnetz eingespeist wird, aber nie beim Verbraucher ankommt.
Deutschland gehört zu den Ländern mit den geringsten Wasserverlusten. Nur etwa 5 % des aufbereiteten Trinkwassers gehen im Leitungsnetz verloren – hauptsächlich durch Leckagen oder Rohrbrüche. Moderne Infrastruktur und regelmäßige Wartung halten diese Verluste sehr niedrig.
Wie viel von unserem verfügbaren Wasser verbrauchen wir tatsächlich?
Der Wassernutzungsindex (WNI) gibt an,
wie viel Prozent des jährlich erneuerbaren Wasserdargebots genutzt werden.
Wassernutzungsindex=genutztes wasser/erneuerbares Wasser×100
Erneuerbares Wasser ist Wasser, das jedes Jahr neu entsteht, z. B. durch:
🌧️ Niederschlag
🏔️ Schneeschmelze
💧 Grundwasserneubildung
🟢 Unter 20 %→ Nachhaltige Nutzung
Es wird weniger Wasser verbraucht, als jährlich neu entsteht.
🔴 Über 40 % → Starker Wasserstress
Es wird sehr viel Wasser verbraucht, was zu Versorgungsproblemen führen kann.
Deutschland liegt:
früher bei etwa 26 %
heute bei etwa 12 %
➡️ Der Wassernutzungsindex ist deutlich gesunken.
Der Wassernutzungsindex beschreibt den Anteil des genutzten Wassers am jährlich erneuerbaren Wasserdargebot. In Deutschland ist er von etwa 26 % auf rund 12 % gesunken und liegt damit im Bereich einer nachhaltigen Wassernutzung.
Warum sind die Werte für 2050 und 2100 noch niedriger?
Das sind Prognosen.
Man geht davon aus, dass:
Wasser noch effizienter genutzt wird,
Technik besser wird,
Wasser bewusster eingesetzt wird.
Aber Achtung:
Der Klimawandel könnte regional dazu führen, dass trotz eines niedrigen durchschnittlichen Wassernutzungsindex zeitweise Wasserknappheit auftritt. Die Grafik zeigt also einen gesamtdeutschen Durchschnitt.
Wasserknappheit
Warum ist Trinkwasser eine knappe Ressource?
knapp=Es gibt nicht genug sauberes Wasser für alle Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
-nachfrage größer als das angebot
-Infrastrukur kann schleht sein:Es gibt vielleicht genügend Wasser, aber es kommt nicht bei den Menschen an.kaputte Leitungen, keine Wasserwerke, keine Pumpen, keine Rohrleitungen
➡️ Das Wasser ist vorhanden, aber nicht verfügbar
-die institutionen(wasserwerke, behörde, gemeinde) funktionieren nicht—> leitungen werden ncht repariert, wasser wird ungerecht verteilt, manche bekommen kein trinkwasser
Wasserknappheit ist ein relatives Konzept.= ob wasser knapp ist, hägt von der Situation ab
asserknappheit entsteht, wenn:
➡️ zu viele Menschen Wasser brauchen oder-> quantität
➡️ zu wenig sauberes Wasser vorhanden ist.-> Qualität
Wasserknappheit bedeutet nicht, dass es kein Wasser gibt. Sie entsteht, wenn die verfügbare Menge oder Qualität des Wassers den Bedarf der Menschen nicht mehr decken kann.
Eine Entsalzungsanlage macht aus
🌊 Meerwasser → 💧 Trinkwasser (Süßwasser).
Meerwasser enthält etwa 3,5 % Salz und ist deshalb nicht trinkbar.
1. Umkehrosmose (heute am häufigsten):
Meerwasser wird mit sehr hohem Druck durch eine feine Membran gepresst.
Die Membran lässt nur Wassermoleküle durch.
Salz und andere Stoffe bleiben zurück.
2. Thermische Entsalzung
Hier wird das Meerwasser erhitzt.
Wasser verdampft.
Das Salz bleibt zurück.
Der Wasserdampf wird wieder abgekühlt.
Es entsteht Süßwasser.
➡️ Funktioniert ähnlich wie eine Destillation
Warum gibt es viele Entsalzungsanlagen im Nahen Osten?
🌊 sehr viel Meerwasser vorhanden
☀️ extrem wenig Regen
🏜️ kaum Flüsse und Seen
💧 Grundwasser reicht nicht aus
Deshalb muss Trinkwasser aus Meerwasser hergestellt werden.
an kraftwerken verbaut
❌ sehr hoher Energieverbrauch
❌ teuer
❌ Salzkonzentrat (Sole) muss wieder ins Meer eingeleitet werden und kann dort die Umwelt belasten
Warum aucht Europa Wasser sparen musss?
Das risiko fpr Dürreperioden nimmt aufgrund de sKLimawandels zu !!!
risiko fpr Überntzung des See
Wasserversorgung
Fernwasserversorgung bedeutet, dass Trinkwasser an einem Ort gewonnen und aufbereitet wird und anschließend über lange Leitungen in andere Städte und Gemeinden transportiert wird.
➡️ Also ähnlich wie Strom: Er wird an einem Ort erzeugt und über Leitungen verteilt.
Der Ablauf ist:
🌊 Wasser wird aus dem Bodensee entnommen.
📍 Die Entnahme erfolgt in 60 m Tiefe.➡️ Dadurch muss es später weniger aufwendig gereinigt werden.
💧 Das Wasser wird im Wasserwerk aufbereitet.
🚰 Anschließend wird es über ein großes Rohrleitungsnetz im ganzen Bundesland verteilt.
—> Bei der Fernwasserversorgung wird Trinkwasser über weite Strecken transportiert. In Baden-Württemberg stammen etwa 30 % des Trinkwassers aus dem Bodensee. Das Wasser wird in 60 m Tiefe entnommen, aufbereitet und über ein großes Leitungsnetz an mehr als 4 Millionen Menschen verteilt.
erkläre den verlauf
🌊 Entnahme: Wasser wird in 60 m Tiefe aus dem Bodensee entnommen (sauberer, weniger Algen).
🚰 Pumpen: Das Wasser wird ca. 310 m nach oben gepumpt.
🧪 Aufbereitung:
Sauerstoff und Ozon werden zugesetzt (Desinfektion, Oxidation).
Mikrosiebe und Sandfilter entfernen Schmutz und Eisen.
💧 Speicherung: Das gereinigte Wasser kommt in Reinwasserbehälter.
🚰 Verteilung: Über Fernleitungen wird das Trinkwasser an über 4 Millionen Menschen in Baden-Württemberg verteilt.
Trinkwasserversorgung
🏠 Im Gebäude
DIN EN 806 (Trinkwasser-Installation im Gebäude)
Regelt alle Trinkwasserleitungen und Armaturen im Haus.
🌳 Auf dem Grundstück
Ebenfalls DIN EN 806 bis zur Grundstücksgrenze bzw. Hausanschluss.
🏛️ Öffentlicher Bereich
Ab der Grundstücksgrenze ist der Wasserversorger (Kommune/Stadtwerke) zuständig.
Hier gelten die technischen Regeln des Versorgungsunternehmens (z. B. DVGW-Regelwerk).
Im Gebäude gilt die DIN EN 806 für die Trinkwasserinstallation. Ab der Grundstücksgrenze übernimmt der Wasserversorger die öffentliche Trinkwasserversorgung nach seinen technischen Regelwerken.
soll zeigen, wann im Laufe eines Tages wie viel Wasser verbraucht wird
x-Achse: Uhrzeit (0–24 Uhr)
y-Achse: Anteil der täglichen Wasserabgabe (%)
Die verschiedenen Linien zeigen unterschiedliche Siedlungsgrößen:
🟢 Landgemeinde
🔵 Kleinstadt
🔷 Mittelstadt
🔴 Großstadt
Landgemeinde (grün): starke Spitzen morgens und abends.
Fast alle Menschen haben ähnliche Tagesabläufe (aufstehen, duschen, Frühstück, abends wieder zuhause).
Großstadt (rot): gleichmäßiger Verbrauch.
Viele Menschen mit unterschiedlichen Arbeitszeiten → der Verbrauch verteilt sich über den Tag.
Klein- und Mittelstadt: liegen zwischen diesen beiden Extremen.
Je kleiner der Ort, desto stärker schwankt der Wasserverbrauch. Je größer die Stadt, desto gleichmäßiger ist der Wasserverbrauch.
—>In Großstädten haben die Menschen unterschiedliche Tagesabläufe und Arbeitszeiten. Dadurch verteilt sich der Wasserverbrauch gleichmäßiger über den Tag, während in Landgemeinden viele Menschen zur gleichen Zeit Wasser nutzen (morgens und abends)
zeigt, wie das Trinkwasser vom öffentlichen Netz ins Gebäude gelangt
Das Wasser kommt aus der öffentlichen Versorgungsleitung unter der Straße.
Eine Leitung verbindet die Straße mit dem Gebäude.
Hier kommt das Wasser zuerst an.
Dort befinden sich wichtige Bauteile:
🔒 Hauptabsperrventil → Wasser kann für das ganze Gebäude abgesperrt werden.
💧 Wasserzähler → misst den Wasserverbrauch.
🛡️ Rückflussverhinderer/Filter → schützt das Trinkwassernetz vor Verunreinigungen.
Von dort wird das Wasser über Steigleitungen zu den einzelnen Wohnungen und Entnahmestellen (Waschbecken, Dusche, WC usw.) verteilt.
—>Das Trinkwasser kommt aus dem öffentlichen Leitungsnetz über die Hausanschlussleitung in den Hausanschlussraum. Dort befinden sich Hauptabsperrventil, Wasserzähler und Sicherungseinrichtungen. Anschließend wird das Wasser im Gebäude verteilt.
🔒 Absperrarmatur
Sperrt die Wasserzufuhr ab.
Wird z. B. beim Austausch des Wasserzählers benutzt.
💧 Wasserzähler
Misst den Trinkwasserverbrauch des Gebäudes.
Grundlage für die Wasserrechnung.
🔧 Ein- und Ausbaustück
Erleichtert den spannungsfreien Ein- und Ausbau des Wasserzählers.
Der Zähler kann gewechselt werden, ohne die Leitungen zu beschädigen.
🛡️ Ausgangsseitige Absperrarmatur mit Rückflussverhinderer
Kann ebenfalls absperren.
Rückflussverhinderer: verhindert, dass Wasser aus dem Gebäude zurück ins öffentliche Trinkwassernetz fließt.
Schützt die Trinkwasserqualität.
⚙️ Wasserzählerhaltebügel
Stabilisiert die gesamte Anlage.
Dient zusätzlich dem Potenzialausgleich (elektrische Sicherheit).
—>Eine Wasserzähleranlage besteht aus Absperrarmatur, Wasserzähler, Ein- und Ausbaustück, Rückflussverhinderer mit Absperrarmatur und Wasserzählerhaltebügel.
Wenn Wasser gefriert:
🧊 vergrößert sich sein Volumen (ca. 9 %),
dadurch steigt der Druck in der Leitung,
die Leitung kann platzen (mittleres Bild).
Das führt zu Wasserschäden, sobald das Eis wieder auftaut.
➡️ Eine frostsichere Außenarmatur.
Der eigentliche Absperrmechanismus liegt innerhalb der warmen Gebäudehülle (gelb markiert), sodass kein Wasser im kalten Außenbereich stehen bleibt.
➡️ Frostsicherer Außenwasserhahn.
Beim Zudrehen entleert sich automatisch das Wasser aus dem äußeren Rohrstück. Dadurch kann dort nichts mehr einfrieren.
—> Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Leitungen zum Platzen bringen. Deshalb werden Leitungen gedämmt oder frostsichere Außenarmaturen eingesetzt, die sich nach dem Schließen automatisch entleeren.
Was bedeutet Wasserhärte?
Die Wasserhärte beschreibt, wie viel Calcium (Ca) und Magnesium (Mg) im Wasser gelöst sind.
👉 Je mehr Calcium und Magnesium enthalten sind, desto härter ist das Wasser.
— >Hartes Wasser bildet Kalkablagerungen.
🚿 Armaturen verkalken.
🔥 Heizstäbe und Warmwasserbereiter arbeiten schlechter.
🚰 Rohrleitungen setzen sich zu (Bild rechts).
⚡ Geräte verbrauchen mehr Energie.
Was bedeutet Enthärtung?
Enthärtung bedeutet:
➡️ Calcium und Magnesium werden aus dem Wasser entfernt oder reduziert.
Dadurch entstehen weniger Kalkablagerungen.
Tabelle unten: Welche Wasserarten müssen aufbereitet werden?
Grundwasser: manchmal (gegebenenfalls)
Quellwasser: manchmal (gegebenenfalls)
Oberflächenwasser: immer
Uferfiltrat: immer—> wegen schmutz und mirkoorganismen
Hartes Wasser enthält viel Calcium und Magnesium. Dadurch entstehen Kalkablagerungen. Bei der Enthärtung werden diese Stoffe entfernt, um Leitungen und Geräte vor Verkalkung zu schützen.
Wasserenthärtungsanlage
Hartes Wasser enthält viele Calcium- (Ca²⁺) und Magnesiumionen (Mg²⁺) → sie verursachen Kalk.
Die Enthärtungsanlage tauscht diese Ionen gegen Natriumionen (Na⁺) aus.
➡️ Kalk raus – Natrium rein.
🟢 Das Austauscherharz ist mit Natriumionen beladen und bereit für den Einsatz.
Hartes Wasser fließt durch die Anlage.
Calcium- und Magnesiumionen bleiben am Harz hängen.
Dafür gibt das Harz Natriumionen an das Wasser ab.
➡️ Das austretende Wasser ist weicher.
Nach einiger Zeit ist das Harz voll mit Calcium und Magnesium.
➡️ Es kann kein weiteres Kalk mehr aufnehmen.
Die Anlage muss regeneriert werden (meist mit einer Kochsalzlösung), damit wieder Natriumionen auf das Harz gelangen.
Beim Ionenaustausch werden Calcium- und Magnesiumionen (Kalk) gegen Natriumionen ausgetauscht. Dadurch wird hartes Wasser enthärtet. Ist das Harz gesättigt, muss es regeneriert werden.
Bei Durck oder -Höhendrckunterschiede
Was ist ein Rückflussverhinderer?
Ein Rückflussverhinderer ist ein Ventil, das das Wasser nur in eine Richtung fließen lässt.
➡️ Hinfluss = erlaubt ⬅️ Rückfluss = gesperrt
Er verhindert, dass bereits benutztes oder verschmutztes Wasser zurück ins Trinkwassernetz gelangt.
-den Einbau hinter dem Wasserzähler.
Das ist der Innenaufbau.
Eine Feder hält das Ventil geschlossen.
Fließt Wasser in die richtige Richtung, öffnet es.
Will Wasser zurückfließen, drückt die Feder das Ventil sofort zu.
—> Ein Rückflussverhinderer ist eine Sicherheitsarmatur, die Wasser nur in Fließrichtung durchlässt und verhindert, dass verunreinigtes Wasser in das Trinkwassernetz zurückfließt. Bei normalem Wasserfluss öffnet das Ventil. Versucht Wasser zurückzufließen, schließt es automatisch durch eine Feder und verhindert den Rückfluss.
bei Keimvermehrung, gelöste Werk- /Betriebsstoffe
Stagnation bedeutet, dass Wasser in einer Leitung stehen bleibt und nicht mehr fließt.
Stehendes Wasser verändert sich:
🦠 Bakterien (z. B. Legionellen) können sich vermehren.
💧 Das Wasser verliert an Qualität.
⚙️ Es können sich Ablagerungen bilden.
🚱 Das Wasser ist hygienisch schlechter.
Deshalb soll Trinkwasserleitungen möglichst regelmäßig durchströmt werden.
Links (Richtig):
Der Überflurhydrant liegt in der durchströmten Hauptleitung.
Immer wenn im Gebäude Wasser genutzt wird, fließt auch Wasser an dieser Stelle vorbei.
➜ Keine oder nur sehr geringe Stagnation.
Ein Überflurhydrant ist ein Wasseranschluss, der über dem Boden steht und von der Feuerwehr genutzt wird.
—> Der Hydrant ist an eine durchströmte Leitung angeschlossen.
Das Wasser wird regelmäßig ausgetauscht.
→ Keine Stagnation.
Rechts (Falsch):
Der Hydrant hängt an einer Stichleitung (eine Sackgasse).
Dort fließt fast nie Wasser.
Das Wasser steht wochen- oder monatelang in dieser Leitung.
➜ Stagnation entsteht.
Stagnation ist das längere Stehen von Wasser in einer Leitung ohne Durchströmung. Dadurch kann sich die Wasserqualität verschlechtern und es können sich Mikroorganismen (z. B. Legionellen) vermehren.
Ein Überflurhydrant ist ein oberirdischer Wasserentnahmepunkt für die Feuerwehr. Er ist an das Trinkwassernetz angeschlossen und dient zur Löschwasserversorgung. Sein Anschluss sollte an einer durchströmten Leitung erfolgen, um Stagnation des Wassers zu vermeiden.
Legionellen sind Bakterien, die sich besonders in warmem, stehendem Wasser wohlfühlen.
❄️ Unter 20 °C: Sie vermehren sich praktisch nicht.
🌡️ 30–45 °C: Das ist ihre Lieblingszone – hier vermehren sie sich stark.
🔥 Ab ca. 50 °C: Sie sterben nach und nach ab.
🔥 Ab 60 °C: Sie werden relativ schnell abgetötet.
🔥 70 °C: Sie sterben innerhalb weniger Minuten.
Deshalb wird das Warmwasser in Gebäuden ausreichend heiß gehalten.
Temperaturen:
Warmwasserspeicher: mindestens 60 °C
Am Ende der Zirkulationsleitung: mindestens 55 °C
So wird verhindert, dass sich Legionellen vermehren.
Ja. Warmwasser wird auf mindestens 60 °C erwärmt, damit sich Legionellen nicht vermehren bzw. abgetötet werden. Bei einem Befall kann eine thermische Desinfektion mit etwa 70 °C durchgeführt werden.
VL 12 Regenwassrnutzung
Die Folie zeigt ein Haus mit einer Regenwassernutzungsanlage.
🌧️ Regen fällt auf das Dach.
💧 Das Wasser fließt über die Dachrinne und das Fallrohr in einen unterirdischen Speicher (Zisterne).
🚽 Von dort wird das Regenwasser mit einer Pumpe ins Haus gefördert und für Zwecke genutzt, bei denen kein Trinkwasser nötig ist, z. B.:
Toilettenspülung
Waschmaschine
Gartenbewässerung
🌱 Ist die Zisterne voll, läuft das überschüssige Wasser in eine Versickerungsanlage und versickert im Boden.
wasser wird zurückgehalten
Retention = Rückhaltung/Speicherung
Regenwasser wird zunächst in einer Zisterne oder einem Becken gespeichert.
Dadurch fließt es nicht sofort in die Kanalisation. anschließent—>
Versickerung = Einsickern
Das Wasser wird in den Boden geleitet.
Es versorgt das Grundwasser und entlastet die Kanalisation.
4
Substitution = Ersatz.—>trinkwasser nicht für toilettenspülung verwenden -> kann durch regenwasser ersetzt werden—>
bedeutet, dass mindestens die Hälfte des Trinkwasserbedarfs durch gesammeltes Regenwasser ersetzt werden kann, z. B. für Toilettenspülung, Waschmaschine oder Gartenbewässerung.
Regenwassernutzungsanlagen sammeln Regenwasser vom Dach und speichern es entweder außerhalb des Gebäudes (unterirdische Zisterne) oder innerhalb des Gebäudes (Kellerspeicher). Das Wasser wird anschließend mit einer Pumpe für Toilettenspülung, Waschmaschine oder Gartenbewässerung genutzt.
Ist die Zisterne voll, läuft das überschüssige Wasser in die Kanalisation oder eine Versickerungsanlage.
Wie viel Regenwasser kann ich überhaupt sammeln?
Das hängt ab von:
🏠 Größe des Daches (je größer, desto mehr Wasser)
🌧️ Jährliche Regenmenge (wie viel es am Standort regnet)
🧱 Dachmaterial (nicht jedes Dach leitet 100 % des Wassers ab, es gibt Verluste)
➡️ Daraus erhält man den Regenertrag in m³/Jahr.
-Wasserbedarf bestimmen
dann fragt man: Wie viel Regenwasser möchte ich nutzen?
Typische Verbraucher:
🚽 Toilettenspülung
👕 Waschmaschine
🌱 Gartenbewässerung
➡️ Daraus ergibt sich der jährliche Wasserbedarf in m³/Jahr.
Tankgröße festlegen
Jetzt vergleicht man:
Wie viel Regenwasser vorhanden ist.
Wie viel Regenwasser benötigt wird.
Danach wählt man eine passende Tankgröße (Zisterne).
—> Die Dimensionierung einer Regenwassernutzungsanlage erfolgt in drei Schritten: Zuerst wird der Regenertrag (Dachfläche, Niederschlag, Dachmaterial) bestimmt. Anschließend wird der Wasserbedarf (z. B. WC, Waschmaschine, Garten) ermittelt. Aus beiden Größen wird die erforderliche Tankgröße der Zisterne festgelegt.
Speicherung unfd wiederverwendung
zeigt, wie Regenwasser in Städten möglichst lange zurückgehalten und sinnvoll genutzt wird—> blau-grün-graue Infrastruktur
➡️ Merksatz: Gründächer speichern Regenwasser und geben es zeitverzögert wieder ab.
Was ist eine Rigole?Eine Rigole ist ein unterirdischer Kies- oder Schotterspeicher, in dem Regenwasser gesammelt wird.
➡️ Merksatz: Die Baumrigole speichert Regenwasser und versorgt gleichzeitig den Baum.überschüssiges wasser versickert langa´sam in den boden
Private Retentionszisterne
ein unterirdischer Tank auf dem grundstück: Die Zisterne speichert Regenwasser zur späteren Nutzung und entlastet die Kanalisation.
—> Maßnahmen der blau-grün-grauen Infrastruktur sind Gründächer, Baumrigolen und Retentionszisternen. Sie speichern Regenwasser, fördern die Versickerung bzw. Nutzung und entlasten dadurch die Kanalisation bei Starkregen.
Regenwasser wird nicht in die Kanalisation geleitet, sondern direkt auf eine Rasen- oder Wiesenfläche geleitet.
Das Wasser fließt über die Oberfläche (offen sichtbar).
➡️ Also keine Rohre im Boden, sondern z. B. über eine Mulde oder Rasenfläche.
—> Die Flächenversickerung leitet Regenwasser oberirdisch auf begrünte Flächen, wo es im Boden versickert. Dadurch wird das Grundwasser angereichert und die Kanalisation entlastet. Nachteile sind die fehlende Zwischenspeicherung und die begrenzte Aufnahmefähigkeit des Bodens bei Starkregen.
Eine Mulde ist eine flache Vertiefung im Boden, in die Regenwasser geleitet wird.
sammelt sich das Wasser kurz,
wird zwischengespeichert,
versickert anschließend langsam in den Boden.
➡️ Die Mulde kann also mehr Wasser aufnehmen als eine normale Wiese.
Flächenversickerung
Muldenversickerung
Wasser versickert sofort auf einer ebenen Fläche.
Wasser sammelt sich zuerst in einer Mulde und versickert danach langsam.
Keine Zwischenspeicherung.
Kleine Zwischenspeicherung vorhanden.
Für kleinere Regenmengen geeignet.
Auch bei stärkeren Regenfällen besser geeignet.
✅ Erosionsschutz → Das Wasser fließt langsamer und spült den Boden nicht weg.
✅ Verbesserung der Bodenqualität → Der Boden bleibt feuchter und Pflanzen wachsen besser.
✅ Ökologische Vorteile → Lebensraum für Pflanzen und Insekten, mehr Grün.
✅ Wassermanagement → Überschüssiges Regenwasser wird gespeichert und langsam versickert.
❌ Überflutungsgefahr → Bei extremem Starkregen kann die Mulde überlaufen.
❌ Verschlammung und Verstopfung → Laub, Erde und Schmutz können die Versickerung behindern.
❌ Pflegeaufwand → Die Mulde muss regelmäßig gereinigt werden.
❌ Bodenveränderung → Dauerhafte Feuchtigkeit kann den Boden verändern.
❌ Pestizide und Chemikalien → Schadstoffe können mit dem Regenwasser in den Boden gelangen.
Eine Rigole ist ein unterirdischer Kies- oder Kunststoffspeicher mit vielen Hohlräumen.
Sie speichert Regenwasser vorübergehend und lässt es anschließend langsam in den Boden versickern.
—> Eine Rigole ist ein unterirdischer Speicher aus Kies oder Kunststoffelementen, der Regenwasser aufnimmt und es zeitverzögert in den Boden versickern lässt. Dadurch werden das Grundwasser angereichert, die Kanalisation entlastet und Überschwemmungen reduziert. Nachteile sind der hohe Platzbedarf, höhere Kosten und die ungeeignete Nutzung in schlecht versickerungsfähigen Böden.
Es gibt Rohr-, Tunnel- und Füllkörperrigolen. Alle dienen der Speicherung und langsamen Versickerung von Regenwasser. Sie unterscheiden sich im Aufbau: Rohre im Kiesbett, Kunststofftunnel oder Kunststoffblöcke mit großem Speichervolumen.
-regenwasser über Rohr in die Rigole
-rigole aus Hohlkammermodul— >vorübergehende speicherung
„Gedrosselt“ bedeutet: langsam und kontrolliert.
Das Wasser tritt nicht auf einmal aus, sondern langsam durch die Seiten und den Boden der Rigole.
Dadurch wird der Boden nicht überlastet.
-Um die Rigole herum liegen:
Geotextil (Filtervlies-> spezielles Vlies aus Kunststoff)-> Filter für die Rigole.
Kies
Das Wasser sickert durch diese Schichten und anschließend in den Boden.
➡️ Dadurch wird das Grundwasser wieder aufgefüllt.
Am Boden bleiben Schmutz und Sand liegen (Sedimentation), bevor das Wasser versickert
funktionsprinzip der baumrigole
Eine Baumrigole ist eine unterirdische Rigole, über der ein Baum steht.
regenwaser speichern und versickern lasen und gleichzeitig den baum versorgen
Regenwasser von:
Dächern,
Straßen,
Gehwegen
wird über Rohre zur Baumrigole geleitet.
Unter dem Baum befinden sich Kunststoff-Hohlkammern (Rigole).
Sie speichern das Regenwasser.
Ein Teil des Wassers wird von den Baumwurzeln aufgenommen.
➡️ Der Baum muss dadurch seltener künstlich bewässert werden.
Das übrige Wasser versickert langsam in den Boden und füllt das Grundwasser auf.
Eine Baumrigole ist eine unterirdische Rigole unter einem Baum. Sie speichert Regenwasser, versorgt den Baum mit Wasser und lässt überschüssiges Wasser langsam im Boden versickern. Dadurch werden die Kanalisation entlastet und das Grundwasser angereichert.
🕳️ Mulde (oberirdischer Speicher)
🪨 Rigole (unterirdischer Speicher)
➡️ Dadurch kann mehr Regenwasser gespeichert und versickert werden als mit nur einer Mulde oder nur einer Rigole.
n Mulden-Rigolen-System kombiniert eine oberirdische Mulde mit einer unterirdischen Rigole. Das Regenwasser wird zunächst in der Mulde gesammelt, anschließend in der Rigole zwischengespeichert und danach langsam im Boden versickert. Dadurch werden Kanalisation und Hochwasserrisiko reduziert und das Grundwasser angereichert.
quartierslösungen
Die drei Systeme ergänzen sich:
🌧️ Regen fällt
🟢 Pflanzen nehmen einen Teil auf.
🔵 Wasser wird gespeichert.
⚫ Technische Anlagen leiten oder versickern das restliche Wasser.
Die blau-grün-graue Infrastruktur verbindet Wasserflächen (blau), Grünflächen (grün) und technische Bauwerke (grau). Ziel ist ein nachhaltiger Umgang mit Regenwasser durch Speichern, Versickern, Verdunsten und Ableiten sowie die Verbesserung des Stadtklimas.
Eine Schwammstadt speichert Regenwasser, lässt es versickern und verdunsten und leitet es nur verzögert ab.—> nur überschüßiges wasser gelangt in die Kanalisation
—> Das Schwammstadtprinzip verfolgt das Ziel, Regenwasser möglichst lange in der Stadt zu halten. Es wird gespeichert, versickert und verdunstet, anstatt sofort über die Kanalisation abgeführt zu werden. Dadurch werden Hochwasser reduziert, das Grundwasser neu gebildet und das Stadtklima verbessert.
ZB rieselfeld
Retentionsdächer
➡️ Dünner Aufbau, wenig Pflege.
Merkmale:
dünne Substratschicht (ca. 5–15 cm)
Pflanzen: Sedum, Moose, Gräser, Kräuter
kaum Bewässerung notwendig
nicht begehbar
geringes Gewicht
speichert Regenwasser
verbessert Wärmedämmung
kühlt durch Verdunstung
günstig und pflegeleicht
➡️ Dicker Aufbau, wie ein Garten auf dem Dach.
dicke Substratschicht (ab ca. 20 cm, oft deutlich mehr)
Sträucher, Stauden, kleine Bäume möglich
regelmäßige Bewässerung und Pflege
begehbar bzw. nutzbar
hohes Gewicht
speichert noch mehr Regenwasser
hohe Kühlwirkung
Aufenthaltsqualität
Lebensraum für Tiere und Pflanzen
Vegetation 🌱
Substrat (Erde)
Filtervlies (verhindert, dass Erde die Dränage verstopft)
Dränageschicht (führt überschüssiges Wasser ab)
Schutzlage
Wurzelfeste Dachabdichtung
Dachkonstruktion
dachbegrünung
vergleich Spardach Naturdach Retentionsdach
Unterschied Extensive Begrünung mit Retention/Intensive Begrünung mit Retention
retentionsdach begrünung beispiele
V
L 14 Wärmetechnik
Man sieht gas energie ist sehr stark verbreitet —> hohe CO°2 emissionen—> schlecht fpr umwelt und nachhaltigkeit
Energieaufkommen.
ewinnung im Inland (231,1) → Energie, die in Baden-Württemberg selbst erzeugt wird.
z. B. Windkraft
Bezüge und Bestandsentnahmen (1212,4) → Energie, die importiert oder aus Vorräten entnommen wird.
Stromimporte
Primärenergieverbrauch.
wo geht die energie hin?
haushalte : 26%, Verkehr 23%, Industrie 17%, sonstiger verbrauch 13%
→ öffentliche Gebäude → Landwirtschaft → Dienstleistungen
Umwandlungs- und Leitungsverluste (16,4 %)
Ein Sankey-Diagramm stellt Energieflüsse dar.
👉 Je dicker ein Pfeil ist, desto mehr Energie fließt.
➡️ Stuttgart ist also stark auf Energieimporte angewiesen.
Das Sankey-Diagramm zeigt den Energiefluss einer Stadt – von den Energiequellen über die Umwandlung bis zu den Verbrauchern. Außerdem werden Energieverluste sowie die Anteile der verschiedenen Energieträger und Verbraucher dargestellt. Die Pfeildicke entspricht der transportierten Energiemenge.
Sankey-Diagramm = Energieflussdiagramm
Dicke Pfeile = große Energiemengen
Oben = Energiequellen
Mitte = Umwandlung (BHKW, Kraftwerke)
Unten = Verbraucher (Haushalte, GHD, Verkehr, Industrie)
Es entstehen Umwandlungs- und Leitungsverluste.
Welche Regeln gelten für meine Heizung nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab 2024?
Handelt es sich um einen Neubau?
➡️ Neue Heizungen müssen mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen.
kein Neubau?
➡️ Keine Austauschpflicht.
➡️ Dann muss eine neue Heizung eingebaut werden.
älter als 30 Jahre?
➡️ Dann besteht häufig eine Austauschpflicht. außer Niedertempkessel oder Brennwertkessel
Pelletheizung
Hybridheizung
In Neubauten müssen neue Heizungen grundsätzlich mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden. In Bestandsgebäuden dürfen funktionierende Heizungen weiter genutzt werden. Erst bei einem Heizungstausch oder bei sehr alten Heizkesseln gelten die neuen Anforderungen. Ziel ist eine klimafreundliche Wärmeversorgung.
Zukunftsszenarien für die Wärmeversorgung in Stuttgart bis 2035
Links: Klimaneutralität 2035 (gewünschtes Ziel)
➡️ Der gesamte Wärmebedarf sinkt deutlich.
Je besser Gebäude saniert werden (Dämmung, Fenster, Dach), desto weniger Wärme wird benötigt.
Rechts: Trendszenario (wenn sich nicht viel ändert)
Hier macht Stuttgart einfach weiter wie bisher
Dann gilt:
weniger Sanierungen
Fernwärme wird nicht weiter ausgebaut
keine neuen Nahwärmenetze
fossile Heizungen bleiben teilweise bestehen
➡️ Deshalb werden die Klimaziele nicht erreicht.
-> es reicht nciht aus die aaHeizung auszutausxhen
Die Folie vergleicht zwei Szenarien für die Wärmeversorgung in Stuttgart bis 2035. Im Klimaneutralitätsszenario sinkt der Wärmebedarf durch Gebäudesanierungen und erneuerbare Heizsysteme deutlich. Im Trendszenario bleiben fossile Heizungen im Einsatz, Fernwärme wird nicht weiter ausgebaut und die Klimaziele werden nicht erreicht.
Wärmeverbraucher und Wärmeversorger
Das sind alle Bereiche, die Wärme benötigen.
Das sind die Systeme, die Wärme bereitstellen.
zentral= ➡️ Eine große Anlage versorgt viele Gebäude.
dezentral= ➡️ Jedes Gebäude erzeugt seine Wärme selbst.
—< Thermische Energieverbraucher sind Gebäude, Industrie und teilweise der Verkehrssektor, die Wärme benötigen. Thermische Energieversorger stellen diese Wärme bereit. Dabei unterscheidet man zwischen zentralen Systemen wie Fernwärme und dezentralen Systemen wie Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder Solarthermie.
Ein Wärmespeicher speichert überschüssige Wärme und gibt sie später wieder ab.
➡️ Dadurch können Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch zeitlich voneinander entkoppelt werden.
Entkopplung von Versorgung und Bedarf?
Normalerweise müssten Wärmeerzeugung und Wärmebedarf gleichzeitig stattfinden.—>Mit einem Wärmespeicher ist das nicht nötig.
arten vin Wärmespeicher
großer Wassertank
speichert Wärme für Stunden oder wenige Tage
häufig bei Fernwärmenetzen
nutzt den Phasenwechsel eines Materials (z. B. Schmelzen und Erstarren)
speichert dadurch viel Wärme auf kleinem Raum
speichert Wärme durch chemische Prozesse (Adsorption/Desorption)
sehr geringe Speicherverluste
technisch aufwendig
speichert Wärme im Erdreich oder Grundwasser
Speicherzeit: mehrere Monate
z. B. Sommerwärme für den Winter
was bedeutet kaskadierende Nutzung?
-Wärme wird mehrfach hintereinander genutzt.
-Zuerst dort, wo sehr hohe Temperaturen benötigt werden.
-Danach wird die gleiche Wärme auf niedrigerem Temperaturniveau weiterverwendet.
-Erst ganz am Ende wird die restliche Wärme abgegeben.
Dadurch geht möglichst wenig Energie verloren
Bei der kaskadierenden Wärmenutzung wird Wärme entsprechend ihrem Temperaturniveau mehrfach verwendet. Zuerst wird sie für Prozesse mit hohem Wärmebedarf genutzt, anschließend versorgt sie Gebäude mit geringerem Temperaturbedarf und zuletzt dient sie als Wärmequelle für Wärmepumpen. Dadurch werden Energieverluste reduziert und vorhandene Energie optimal genutzt.
Hohe Temperatur → Industrie (≈130 °C)
Mittlere Temperatur → Bestandsgebäude (≈90 °C)
Niedrige Temperatur → Passivhäuser (≈50 °C)
Sehr niedrige Temperatur → Wärmepumpe/Solarthermie (≈25 °C)
➡️ Je niedriger die Temperatur, desto geringer der Wärmebedarf des Verbrauchers.
Niedrigenergiesysteme
Ein Niedrigenergiesystem arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen von etwa 30–50 °C.
Diese Temperaturen reichen aus für Gebäude mit:
Bauteilaktivierung
sehr gut gedämmte Neubauten (Niedrigenergie- oder Passivhäuser)
👉 Solche Gebäude benötigen weniger Heizenergie, deshalb reichen niedrigere Temperaturen aus.
Niedrigenergiesysteme arbeiten mit Vorlauftemperaturen von etwa 30–50 °C. Sie eignen sich für gut gedämmte Gebäude mit Niedertemperaturheizungen wie Fußbodenheizungen oder Bauteilaktivierung.
anstatt, dass die überchüssige wärme über Kühltürme an die Umgebung abgegeben wird.
Wärmequelle: Abwasser
Die Bewohner nutzen:
Dusche 🚿
Waschmaschine 🧺
Warmwasser 🚰
Das benutzte Wasser fließt anschließend in den Abwasserkanal.
👉 Dieses Abwasser ist nicht kalt, sondern oft noch 10–20 °C warm.
Im Kanal oder bei der Kläranlage (ARA = Abwasserreinigungsanlage) befindet sich ein Wärmetauscher.
➡️ Er entzieht dem Abwasser Wärme.
Wichtig:
Abwasser und Heizwasser vermischen sich nicht.
Es wird nur die Wärme übertragen.
—> wärmepumpe reicht diese wärme
Sie hebt die Temperatur z. B. von:
15 °C → 70–80 °C
—> Die aufgewertete Wärme wird in das Fernwärmenetz eingespeist.
Kältenutzung:
Im Sommer kann der Prozess umgekehrt werden.
Das Gebäude gibt Wärme an das Abwasser ab.
➡️ Dadurch kann das Gebäude gekühlt werden.
Das Abwasser dient dann als Wärmesenke.
—> Über einen Wärmetauscher wird dem warmen Abwasser Wärme entzogen. Eine Wärmepumpe hebt diese auf ein höheres Temperaturniveau an. Anschließend wird die Wärme für Heizung, Warmwasser oder ein Fernwärmenetz genutzt.
was ist ein Anergienetz
Ein Anergienetz transportiert Wärme auf sehr niedrigem Temperaturniveau, etwa 10–15 °C.
➡️ Das Wasser im Netz ist also fast so warm wie die Umgebung.
Deshalb nennt man es auch kaltes Nahwärmenetz.
Die Wärmepumpe hebt die Temperatur an:
Netz: 10–15 °C
Wärmepumpe → 35–55 °C
Danach können Fußbodenheizung oder Warmwasser versorgt werden.
👉 Das Anergienetz liefert also keine Heizwärme, sondern eine Wärmequelle für die Wärmepumpe
Das Netz kann viele Wärmequellen nutzen, zum Beispiel:
🌍 Geothermie
💧 Grundwasser
♨️ Abwasser
🏭 Industrieabwärme
❄️ Abwärme von Klimaanlagen oder Kältemaschinen
Diese Quellen haben oft nur 10–20 °C, sind aber für Wärmepumpen ideal.
nachteil:größerer Leitungsquerschnitt notwendig
—> mehr Wasser pro Zeit (größerer Volumenstrom) muss durch die Leitung fließen.
—> Ein Anergienetz ist ein Nahwärmenetz mit einem niedrigen Temperaturniveau von etwa 10–15 °C. Es transportiert Umwelt- oder Abwärme und dient als Wärmequelle für dezentrale Wärmepumpen in den Gebäuden. Dadurch werden Wärmeverluste reduziert und verschiedene erneuerbare Wärmequellen nutzbar.
zeigt, wie ein thermisches Energiesystem mit dem Stromnetz gekoppelt werden kann
Warum wird ein thermisches Netz mit dem Stromnetz verknüpft?
>Durch die Kopplung mit dem elektrischen Netz können Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke abhängig vom aktuellen Strompreis betrieben werden. Bei günstigem Strom wird Wärme erzeugt und im Speicher zwischengespeichert. Bei hohem Strompreis wird gespeicherte Wärme genutzt oder das BHKW übernimmt. Dadurch sinken die Betriebskosten und erneuerbare Energien können besser genutzt werden.
erzeugen Wärme (nicht Strom!)
erwärmen den Speicher
➡️ Kostenlos, wenn die Sonne scheint.
Speichert die erzeugte Wärme zwischen.
Erzeugt gleichzeitig: ⚡ Strom, 🔥 Wärme
Die Wärme geht: direkt zum Gebäude oder in den Speicher.
Der Strom kann: selbst genutzt, verkauft oder ins Netz eingespeist werden.
Die Wärmepumpe nutzt Strom, um Wärme zu erzeugen.—> Sie kann abhängig vom Strompreis betrieben werden.
Das Diagramm oben zeigt:
👉 Der Strompreis schwankt ständig.
nachts günstig
mittags viel PV → günstig
abends teuer
Darauf reagieren Wärmepumpe und BHKW.
wärmepumpe bleibr möglichst aus bei teurem strom
Stattdessen:
Wärme kommt aus dem Speicher
oder das BHKW übernimmt.
VERKNÜPFUNG MIT ELEKTRISCHEM NETZ
Links steht der Treibstoff (z. B. Erdgas oder Biogas).
Dieser treibt das BHKW (Blockheizkraftwerk) an.
Das BHKW produziert gleichzeitig:
🔥 Wärme
Ein kleiner Teil geht als Verluste verloren.
➡️ Das BHKW versorgt direkt einen Verbraucher mit Wärme.
helle: Der erzeugte Strom wird nicht verschwendet.Er kann:
direkt Verbraucher versorgen
oder die Wärmepumpe antreiben.
Die Wärmepumpe bekommt:
⚡ Strom vom BHKW
🌍 Umweltwärme (Luft, Erde oder Wasser)
Sie macht daraus Heizwärme.
Also: 1 kWh Strom + Umweltwärme → mehrere kWh Wärme
Dadurch wird ein zweiter Verbraucher beheizt.
Normalerweise erzeugt ein Kraftwerk:
viel Abwärme geht verloren.
Ein BHKW nutzt diese Abwärme bereits zum Heizen.
Zusätzlich erzeugt sein Strom noch Wärme über die Wärmepumpe.
Dadurch wird die eingesetzte Energie zweimal genutzt.
COP = Coefficient of Performance.
Er beschreibt die Effizienz der Wärmepumpe.
Je höher der COP, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.
lohnt sich wenn wärmepumpe hohen COP ebsitzt
> Das BHKW erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung). Die Wärme wird direkt zum Heizen genutzt. Der erzeugte Strom kann zusätzlich eine Wärmepumpe antreiben, die mithilfe von Umweltwärme weitere Heizwärme erzeugt. Dadurch wird die eingesetzte Primärenergie besonders effizient genutzt. Die Effizienz hängt vor allem vom COP der Wärmepumpe ab.
Früher hat ein Gebäude einfach Energie verbraucht wie ist es heute?
Heute kann es Energie erzeugen, speichern, steuern und mit dem Netz kommunizieren.Gebäude sind heute nicht mehr nur Energieverbraucher, sondern werden zu aktiven Bestandteilen des Energiesystems
➡️ Das Gebäude kann also seine Wärme teilweise selbst erzeugen.
Lastverschiebung = den Energieverbrauch zeitlich verschieben.—> speicher
auch geböäude selbst kann wärme speichern durch materialien
automatische Regelungsstrategien
kommunkation mit dem netz—> smart
—> eiegnlastoptimierung:Das Gebäude versucht, möglichst viel seiner selbst erzeugten Energie selbst zu verbrauchen.
die Entwicklung der Fernwärmenetze
on den ersten Dampfsystemen bis zu den modernen Niedertemperatur-Wärmenetzen der Zukunft
Mit jeder Generation sinkt die Netztemperatur und gleichzeitig steigt die Energieeffizienz.
„2-way District Heating“➡️ Energie kann in beide Richtungen fließen.
Ein Gebäude mit Solarthermie produziert überschüssige Wärme.
Diese Wärme wird ins Wärmenetz eingespeist.
Andere Gebäude nutzen sie.
Das nennt man bidirektionales Wärmenetz.
>Die Entwicklung der Fernwärmenetze verläuft von der 1. Generation mit Dampfsystemen und Temperaturen bis 200 °C über Heißwassernetze (>100 °C) bis zu modernen Niedertemperaturnetzen mit etwa 50–60 °C. Mit jeder Generation sinken die Netztemperaturen, wodurch die Wärmeverluste reduziert und die Energieeffizienz erhöht werden. Gleichzeitig werden zunehmend erneuerbare Energien, Industrieabwärme, Wärmepumpen und Wärmespeicher integriert. Moderne Netze ermöglichen zudem eine bidirektionale Einspeisung von Wärme.
Fernwärme generation
Wärmeträger: Wasserdampf
Vorlauftemperatur (VLT): über 130 °C
Früher waren Gebäude schlecht gedämmt und benötigten sehr hohe Temperaturen.
sehr hohe Wärmeverluste
geringe Effizienz
aufwendige Dampfleitungen
➡️ Merke: Dampf + sehr heiß.
statt Dampf nun Heißwasser
Vorlauftemperatur: über 100 °C
Heißwasser ist:
einfacher zu transportieren
sicherer
effizienter als Dampf
➡️ Erste Verbesserung der Fernwärme.
bessere Rohrleitungen
modernere Hausanschlüsse
Vorlauftemperatur: über 95 °C
bessere Dämmung der Leitungen
geringere Wärmeverluste
modernere Kundenanlagen
➡️ Fernwärme wird wirtschaftlicher.
Vorlauftemperatur:
➡️ unter 70 °C
Geothermie
Abwärme
Gebäude benötigen heute weniger Heizenergie.
Deshalb reichen niedrigere Temperaturen.
➡️ Anergienetze
➡️ 10–30 °C
Diese Temperatur reicht nicht direkt zum Heizen.
Deshalb besitzt jedes Gebäude seine eigene Wärmepumpe.
Die Wärmepumpe hebt die Temperatur auf die benötigten 35–55 °C an.
VLT = Vorlauftemperatur
Das ist die Temperatur des Wassers,
mit der die Wärme ins Gebäude transportiert wird.
Je neuer die Fernwärmegeneration, desto niedriger die Vorlauftemperatur und desto höher die Energieeffizienz.
🟥 Vorlauf (70–80 °C)
bringt heißes Wasser vom Heizwerk zum Gebäude.
🟦 Rücklauf (ca. 50 °C)
bringt das abgekühlte Wasser zurück zum Heizwerk.
➡️ Das Wasser zirkuliert ständig im Kreislauf.
Das ist das wichtigste Bauteil der Folie.
Die Hausstation ist die Übergabestation zwischen Fernwärmenetz und Gebäude.
Ihre Aufgaben:
nimmt Wärme aus dem Fernwärmenetz auf,
überträgt sie über einen Wärmetauscher auf den Heizkreislauf des Hauses,
trennt Fernwärmenetz und Hausanlage hydraulisch.
👉 Das Wasser aus dem Fernwärmenetz fließt nicht durch die Heizkörper.
Es gibt nur seine Wärme über den Wärmetauscher ab.
Nach dem Wärmetauscher fließt das erwärmte Heizungswasser zu:
Dort gibt es seine Wärme an die Räume ab.
Die Hausstation erwärmt außerdem den Warmwasserspeicher.
Dieser versorgt:
Waschbecken 🚰
mit warmem Trinkwasser.
Er trennt zwei Wasserkreisläufe:
➡️ Fernwärmenetz
➡️ Heizungsanlage des Gebäudes
kein Vermischen des Wassers
unterschiedliche Drücke möglich
höhere Betriebssicherheit
einfachere Wartung
VL 15
Solarthermie nutzt die Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Wärme.
8,8 TWh thermische Energie (2024) wurden durch Solarthermie erzeugt.
22,2 Mio. m² Kollektorfläche sind in Deutschland installiert.
Dadurch wurden 2,4 Mio. Tonnen CO₂ eingespart.
Trotzdem deckt Solarthermie bisher nur etwa 0,8 % des Endenergieverbrauchs für Wärme.
—> Solarthermie ist klimafreundlich, ihr Anteil an der gesamten Wärmeversorgung ist aber noch relativ klein.
Sie dient hauptsächlich zur:
🚿 Trinkwassererwärmung
🏠 Heizungsunterstützung
🌆 Einspeisung in Nah- oder Fernwärmenetze (große Solarthermieanlagen)
Solarthermie nutzt die Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Wärme. In Solarkollektoren wird eine Wärmeträgerflüssigkeit erwärmt. Über einen Wärmetauscher wird die Wärme an einen Speicher übertragen und anschließend für die Trinkwassererwärmung oder zur Heizungsunterstützung genutzt.
Was zeigt die Grafik?
Sie zeigt die installierte Solarkollektorfläche in Deutschland von 2010 bis 2023.
Von 2010 bis etwa 2022 ist die Fläche kontinuierlich gewachsen:
2010: ca. 13,9 Mio. m²
2022/2023: ca. 22,1 Mio. m²
jedoch : die installeirte Kollektorfläche sinkt
—>Weil zwar neue Anlagen gebaut werden, aber gleichzeitig alte Anlagen zurückgebaut werden.
—> Die installierte Solarkollektorfläche ist bis etwa 2022 deutlich gewachsen und liegt heute bei rund 22 Mio. m². In den letzten Jahren stagniert sie bzw. sinkt leicht, da neben Neuinstallationen auch alte Anlagen zurückgebaut werden
Endenergieverbrauch für Wärme weltweit
Warum ist Solarthermie überhaupt wichtig?
👉 Wärme ist weltweit der größte Endenergieverbraucher.
Es zeigt die Dekarbonisierung (Umstellung auf erneuerbare Energien).
Dabei erkennt man:
Strom wird deutlich schneller klimafreundlich.
Wärme entwickelt sich langsamer
Weil viele Heizungen noch mit:
Heizöl
betrieben werden.
Die Umstellung auf erneuerbare Wärme ist schwieriger und dauert länger.
zeigt den gesamten Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte in Deutschland (2024).
Gesamt: 1.091 Mrd. kWh
81,9 % stammen immer noch aus fossilen Energieträgern (Öl, Gas, Kohle).
Nur 18,1 % stammen aus erneuerbaren Energien.
—> Der Wärmesektor wird in Deutschland noch überwiegend mit fossilen Energien versorgt. Erneuerbare Energien machen erst etwa 18 % aus.->holz mscht den größten anteil aus
Vermiedene Menge g CO2 —> Formel
Der Wärmeertrag ist die Wärmemenge, die die Solarthermieanlage im Jahr erzeugt.
oder MWh
Der CO2 vermeidungsfaktor gibt an, wie viel CO₂ pro erzeugter kWh Solarwärme gegenüber einer konventionellen Heizung eingespart wird.
—> durchschnittlich 805 CO2/ kWh—> das wird pro stunde eingespart wenn die solarthermie eine stunde läuft
—> Lebenszyklus der solarthermie erzeugt CO2—> 23 g CO₂/kWh
—> Weil auch Solarthermieanlagen bei Herstellung, Transport, Montage und Entsorgung CO₂ verursachen. Diese Lebenszyklus-Emissionen werden vom eingesparten CO₂ abgezogen.
von was ist die solarthermie abhängig
Wie hoch ist der Jahresertrag einer Solarthermieanlage pro m² Kollektorfläche?
Warum eignet sich Solarthermie besser zur Warmwasserbereitung als zur Raumheizung?
1. Solarthermie liefert je nach Standort unterschiedlich viel Energie
2. Ein Quadratmeter Kollektor liefert ungefähr 350–750 kWh Wärme pro Jahr
3. Solarthermie eignet sich besser für Warmwasser als für Heizung—>Solarthermie deckt 50–70 % des jährlichen Warmwasserbedarfs
—> für raumhaiezung sinds nur 15-20% des heizbeaderf den sie dekct und das reicht nciht asus
Weil Warmwasser ganzjährig benötigt wird und im Sommer viel Solarenergie verfügbar ist. Der Heizwärmebedarf ist dagegen im Winter am größten, wenn die Sonneneinstrahlung gering ist. Deshalb kann Solarthermie nur etwa 15–20 %des Heizenergiebedarfs decken.
in Süddeutschland die Globalstrahlung höher ist und dadurch mehr Sonnenenergie auf die Kollektoren trifft.
was sagt der deckungsgrad
Der solare Deckungsgrad gibt an:
Welchen Anteil des Wärmebedarfs die Solarthermieanlage decken kann.
Deckungsgrad
=durch Solarthermie bereitgestellte Waärme/ges Wärmebedarf x 100%
Warum reicht Solarthermie allein zur Gebäudeheizung in Deutschland nicht aus?
Weil der höchste Solarertrag im Sommer auftritt, der größte Heizwärmebedarf jedoch im Winter. Angebot und Bedarf fallen daher zeitlich nicht zusammen.
usätzlich meist ein weiteres Heizsystem erforderlich.
Unterschied Photovoltai und Solarthermie-Kleinanlage
beide benutzen Sonnenenergie aber erzeugen unterschiedliche Energiefirmen
erzeugt Strom
erzeugt Wärme
elektrische Energie
Zur Stromversorgung, z. B. für Haushaltsgeräte, Beleuchtung, Elektroautos oder Wärmepumpen.
thermische Energie
Zur Warmwasserbereitung und zur Unterstützung der Gebäudeheizung.
☀️ Sonne → Solarthermie-Kollektor
Die Sonne erzeugt keinen Strom.
Sie erwärmt stattdessen eine Flüssigkeit (Wasser-Glykol-Gemisch), die durch den Kollektor fließt.
Diese warme Flüssigkeit fließt zum Wärmetauscher.
Dort gibt sie ihre Wärme an das Wasser im Speicher ab.
Dieses warme Wasser wird genutzt für:
Warmwasser (Duschen, Spülen)
Heizungsunterstützung
Die Flüssigkeit im Kollektor soll nicht direkt aus dem Wasserhahn kommen, weil sie Frostschutzmittel enthält.
Deshalb:
Kollektorflüssigkeit wird warm.
Im Wärmetauscher wird nur die Wärme übertragen.
Das Trinkwasser bleibt sauber.
„In solarthermischen Großanlagen wird für die Industrie auch Strom erzeugt.“
Das bezieht sich auf solarthermische Kraftwerke (z. B. Parabolrinnen oder Solartürme).
Dort wird:
Sonnenwärme genutzt,
Wasser zu Dampf erhitzt,
eine Turbine angetrieben,
dadurch Strom erzeugt.
Das funktioniert nur bei sehr großen Anlagen mit hohen Temperaturen und lohnt sich nicht für Einfamilienhäuser.
Solarthermische Systeme
Mit einer Absorptionskältemaschine kann Solarwärme genutzt werden, um Kälte zu erzeugen.
➡️ Das wird vor allem bei Bürogebäuden oder Hotels eingesetzt.
Bei sehr großen solarthermischen Kraftwerken wird die Wärme jedoch genutzt, um Wasserdampf zu erzeugen.
Der Dampf treibt eine Turbine an.
➡️ So entsteht Strom.
nutzt sonnenenergie sehr effizient
—> Solarthermie: ca. 50–80 % Wirkungsgrad
—>Photovoltaik: ca. 18–24 % Wirkungsgrad
Weil Solarthermie die Sonnenenergie direkt in Wärme umwandelt.
Photovoltaik muss zuerst Strom erzeugen.
erzeugte wärme kann dirket genutzt werden— >weniger umwandlungsverluste
—> bild : Röhrenkollektoren.
Welche Anwendungen hat Solarthermie?
Antwort:
Kühlung (über Absorptionskälte)
Prozesswärme in der Industrie
Stromerzeugung in Großanlagen
nachteil
Integration in die Gebäudehülle ist erforderlich
wetterabhängig, daher Speicher oder zusätzliches Heizsystem bzw. Wärmenetz notwendig
Warum besitzt Solarthermie einen höheren Wirkungsgrad als Photovoltaik?
Weil Solarthermie die Sonnenenergie direkt in Wärme umwandelt. Photovoltaik wandelt die Sonnenenergie zunächst in elektrische Energie um, wodurch höhere Umwandlungsverluste entstehen.
solarthermie Komponente
Erklären Sie den Aufbau und die Funktionsweise einer Solarthermieanlage
Das sind die Kollektoren auf dem Dach.
Sonnenstrahlung aufnehmen
Wärmeträgerflüssigkeit erwärmen
➡️ Sie sind das eigentliche "Herz" der Anlage.
Im Rohrsystem fließt eine spezielle Flüssigkeit (meist Wasser-Glykol-Gemisch).
Warum kein normales Wasser?
Frostschutz im Winter
Korrosionsschutz
Die Flüssigkeit transportiert die Wärme vom Dach zum Speicher.
Die Pumpe sorgt dafür,
dass die Wärmeträgerflüssigkeit ständig zirkuliert.
Ohne Pumpe würde die warme Flüssigkeit im Kollektor stehen bleiben.
Der Regler ist das "Gehirn" der Anlage.
Er misst Temperaturen:
am Kollektor
im Speicher
Ist der Kollektor wärmer als der Speicher?
➡️ Pumpe EIN
Ist der Speicher bereits warm genug?
➡️ Pumpe AUS
Dadurch wird keine Energie verschwendet.
Hier wird die Wärme gespeichert.
Im Speicher befindet sich der Wärmetauscher.
Der Wärmetauscher sorgt dafür,
dass
die warme Solarflüssigkeit
ihre Wärme
an das Trinkwasser abgibt,
ohne dass sich beide Flüssigkeiten vermischen.
Wenn die Sonne nicht ausreicht,
übernimmt die Zusatzheizung.
Sie erwärmt den Speicher auf die gewünschte Temperatur.
—> Das abgekühlte Wärmeträgermedium
fließt zurück
zum Dach.
Dort wird es erneut erwärmt.
Es entsteht also ein geschlossener Kreislauf.
solarthermie Funktionsweise des kollektors
Die Sonnenstrahlen treffen auf die Glasabdeckung.—> um sonnenlicht durchzulasden und die wärme im kollektor zu halten
➡️ Der größte Teil der Strahlung gelangt durch das Glas bis zum Absorber.
Der Absorber ist eine:
dunkle Metallplatte
mit spezieller Beschichtung
sehr hoher Absorptionsgrad
geringe Wärmeabstrahlung
Deshalb nimmt er fast die gesamte Sonnenenergie auf und wird sehr heiß.
👉 Deshalb heißt er Absorber, weil er die Strahlung absorbiert (aufnimmt).
Im Absorber verlaufen Rohre.
Durch diese Rohre fließt das Wärmeträgermedium:
➡️ meist Wasser-Glykol-Gemisch
Die heiße Metallplatte gibt ihre Wärme an diese Flüssigkeit ab.
Die warme Flüssigkeit fließt
➡️ zum Wärmespeicher, wo die Wärme für Warmwasserund heizung genutzt wird
ohne Dämmung würde
die Wärme
nach hinten verloren gehen.
Die Dämmung sorgt also dafür,
dass möglichst viel Wärme
in Richtung Wärmeträger abgegeben wird.
win kleiner teil der strahlen wird reflektiwer—< energieverluste
auch der absorber gibt wärme ab—> wärmeverluste
konvektion: warume luft steigt auf und trägt wrme nach oben—> wärmevrluste
Die Sonnenstrahlung trifft auf den dunkel beschichteten Absorber. Dieser erwärmt sich und gibt die Wärme an ein Wasser-Glykol-Gemisch in den Rohren ab. Die erwärmte Flüssigkeit wird zum Wärmespeicher gepumpt. Glasabdeckung und Wärmedämmung reduzieren Wärmeverluste durch Konvektion, Wärmestrahlung und Wärmeleitung.
Fuktionsweise kollektor
Warum ist ein Solarkollektor nicht 100 % effizient und wie kann man ihn verbessern?
➡️ Wärme wandert durch feste Materialien nach außen.
über den Metallrahmen
über die Rückseite
über das Gehäuse
Wärme fließt durch feste Stoffe nach außen.
Jeder heiße Körper strahlt Wärme ab.
Der heiße Absorber gibt also Wärmestrahlung an die Umgebung ab.
➡️ Diese Energie geht verloren.
Zwischen Glas und Absorber befindet sich Luft.
Diese wird warm und steigt auf.
Dabei transportiert sie Wärme nach außen.
➡️ ebenfalls Energieverlust.
Nicht alle Sonnenstrahlen gelangen bis zum Absorber.
Ein Teil wird
an der Glasscheibe
am Absorber
reflektiert.
Diese Energie wird nie aufgenommen.
WIe kann man den Wirkngsgrad verbessern?
Die Glasscheibe bzw. der Absorber erhält eine spezielle Beschichtung.
Dadurch wird weniger Licht reflektiert.
➡️ Mehr Sonnenenergie gelangt zum Absorber.
Weniger Reflexion = mehr Wärme.
Das ist besonders wichtig.
Zwischen Absorber und Glas befindet sich kein Luftspalt, sondern nahezu Vakuum.
Im Vakuum gibt es
keine Luftbewegung
kaum Wärmeleitung
Dadurch werden zwei große Verluste verhindert:
✔ Konvektion
✔ Wärmeleitung
Deshalb besitzen Vakuumröhrenkollektoren einen höheren Wirkungsgrad als Flachkollektoren.
Hinten und an den Seiten wird der Kollektor stark gedämmt.
Dadurch kann kaum Wärme nach hinten entweichen.
Kollektor arten Solarthermie
Je besser der Kollektor gegen Wärmeverluste isoliert ist, desto höhere Temperaturen kann er erreichen.
Kollektor
Temperatur.
Unverglaster Absorber
bis ca. 40 °C
Poolheizung
AUFBAU:
kein Glas
keine Dämmung
schwarzer Kunststoff- oder Edelstahlabsorber
Flachkollektor
bis ca. 95 °C
Warmwasser, Heizungsunterstützung
Glasabdeckung
Absorber
Wärmeträgerrohre
Vakuumröhrenkollektor
bis über 160 °C
Warmwasser, Heizung, Prozesswärme
Zwischen Glas und Absorber befindet sich Vakuum.
KOLLEKTORART- SCHWIMMBADABSORBER
Die Pumpe saugt das Poolwasser an.
Die Sonne scheint auf den Absorber (gelbe Pfeile).
Dadurch wird das Wasser erwärmt.
So wird das gesamte Becken langsam aufgeheizt.
—> Der Kreislauf sieht so aus:
🏊 Kaltes Wasser wird aus dem Pool angesaugt.
⚙️ Die Pumpe drückt das Wasser durch den Absorber.
☀️ Im Absorber wird das Wasser von der Sonne erwärmt.
♨️ Das warme Wasser fließt zurück in den Pool.
➡️ Ohne Pumpe würde das Wasser im Absorber stehen bleiben und die Wärme könnte nicht zum Pool transportiert werden.
Der Regler misst zwei Temperaturen:
Temperatur des Absorbers
Temperatur des Poolwassers
Ist der Absorber wärmer als das Wasser,
➡️ schaltet der Regler die Pumpe ein.
Ist der Absorber kälter,
➡️ wird die Pumpe ausgeschaltet.
So würde man nachts oder bei schlechtem Wetter nicht versehentlich den Pool abkühlen.
KOLLEKTORART-Dachschlauch
Der Dachschlauch ist im Grunde ein einfacher schwarzer Kunststoffschlauch, der auf das Dach gelegt wird.
☀️ Die Sonne erwärmt den schwarzen Schlauch und damit das Wasser, das hindurchfließt.
➡️ Er funktioniert also nach demselben Prinzip wie ein Schwimmbadabsorber.
Der Schlauch besitzt
❌ keine Glasabdeckung
❌ keine Dämmung
Dadurch verliert er ständig Wärme an die Umgebung.
und geringer wirkungsgard
Der Kunststoff ist ständig ausgesetzt:
UV-Strahlung, Regen, Schnee, Frost, Hitze
➡️ Dadurch altert und versprödet der Schlauch relativ schnell.
-schlechte integration ins dach
KOLLEKTORART-FLACHDACHKOLLEKTOR
Der Flachkollektor ist ein verglaster und gedämmter Solarkollektor. Er erwärmt ein Wärmeträgermedium und wird hauptsächlich für Warmwasser und Heizungsunterstützung eingesetzt.
-Der Flachkollektor kann Temperaturen zwischen etwa 20 °C und 95 °C erzeugen.
🚿 Warmwasser (ca. 50–60 °C)
🏠 Heizungsunterstützung (ca. 30–60 °C)
☀️ Sonne
Absorber wird heiß
Rohrschlange nimmt Wärme auf
Wärmeträgerflüssigkeit wird warm
Pumpe transportiert sie zum Speicher
KOLLEKTORART- VAKUUMRÖHRENKOLLEKTOR
Ein Vakuumröhrenkollektor besitzt ein Vakuum als Wärmedämmung. Dadurch entstehen fast keine Wärmeverluste und er erreicht deutlich höhere Temperaturen und Wirkungsgrade als ein Flachkollektor.
Dadurch eignet sich der Vakuumröhrenkollektor auch für:
Prozesswärme
große Solarthermieanlagen
BIS CA 250°C
Zwischen der inneren und äußeren Glasröhre befindet sich
➡️ Vakuum.
Ein Vakuum enthält praktisch keine Luft.
Dadurch können kaum Wärmeverluste entstehen.
Wärmeleitung
Konvektion (Luftströmung)
Es wirkt also wie eine Thermoskanne.
Ein Vakuumröhrenkollektor funktioniert wie eine Thermoskanne für Sonnenwärme.
> Funktionsweise
☀️ Die Sonne erwärmt den Absorber.
Im Heatpipe-Rohr befindet sich eine kleine Menge Spezialflüssigkeit.
Diese Flüssigkeit verdampft.
Der heiße Dampf steigt nach oben (Dampfstrom zum Energietransport).
Oben gibt der Dampf seine Wärme an den Wärmeübergangsblock ab.
Dort fließt der eigentliche Kollektorkreislauf vorbei und nimmt die Wärme auf.
Der Dampf kühlt ab, kondensiert wieder zu Flüssigkeit.
Die Flüssigkeit läuft als dünner Flüssigkeitsfilm wieder nach unten.
Der Kreislauf beginnt von vorne.
CPC = Spiegel sammelt zusätzliches Sonnenlicht.
Hybridkollekro
produziert Wärme UND Strom—> Ein PV-T-Kollektor kombiniert Photovoltaik und Solarthermie in einem Modul.
Die Solarzellen erzeugen elektrischen Strom.
Aber:
➡️ Nur etwa 20–25 % der Sonnenenergie werden zu Strom.
Der Rest wird zu Wärme.
Bei einer normalen PV-Anlage werden die Module sehr heiß (60–80 °C im Sommer).
Die Wärme geht einfach an die Umgebung verloren.
Dort fließt eine Solarflüssigkeit (Wasser-Glykol-Gemisch).
Sie nimmt die Wärme auf.
Die Wärme kann anschließend genutzt werden für:
Speicher
aufbau:
Von oben nach unten:
Rahmen
Glas
Solarzellen → erzeugen Strom
Wärmeisolator
Rohrsystem mit Solarflüssigkeit
weiterer Wärmeisolator
Vorteil für PV:
Photovoltaik arbeitet bei niedrigen Temperaturen besser.
Werden Solarzellen zu heiß,
➡️ sinkt ihr Wirkungsgrad.
Beim PV-T-Kollektor passiert Folgendes:
Die Solarflüssigkeit nimmt Wärme auf.
Dadurch werden die Solarzellen gekühlt.
Kühlere Solarzellen erzeugen mehr Strom.
Also hat man zwei Vorteile:
✅ Wärmegewinn
✅ bessere Stromproduktion
Faustwerte zur Dimensionierung einer Solarthermieanlage.
➡️ Selbst eine große Anlage deckt nicht den gesamten Jahreswärmebedarf, weil im Winter zu wenig Sonne vorhanden ist.
-Wie groß soll die Solarthermieanlage (Kollektorfläche und Speicher) sein?
-Eine größere Anlage erzeugt mehr Wärme, kostet aber auch mehr und kann im Sommer überschüssige Wärme produzieren.
-Der solare Deckungsgrad gibt an, wie viel Prozent des gesamten Wärmebedarfs durch Solarthermie gedeckt werden.
Variante 1: Dimensionierung auf 100 % Deckungsgrad im Sommer
Die Anlage wird so groß gebaut, dass sie im Sommer den gesamten Wärmebedarf alleine deckt.
Der Heizkessel muss dann nicht mehr laufen.
✅ Der Heizkessel kann im Sommer ausgeschaltet werden.
→ Warmwasser kommt komplett von der Sonne.
Im Hochsommer scheint die Sonne besonders stark.
Dann produziert die Anlage mehr Wärme als benötigt wird.
Diese Wärme nennt man:
➡️ Überschusswärme
Sie kann oft nicht genutzt werden.
Folgen:
Speicher wird voll.
Kollektor überhitzt.
Wirtschaftlichkeit sinkt.
Im Sommer braucht man hauptsächlich Warmwasser.
Das sind vielleicht:
10–15 kWh pro Tag.
Eine riesige Anlage produziert vielleicht:
40–50 kWh pro Tag.
Die restlichen 30–40 kWh können nicht genutzt werden.
➡️ Die zusätzliche Investition bringt keinen Nutzen.
gängiger :
die Anlage günstiger ist,
fast die gesamte erzeugte Wärme genutzt wird,
kaum Energie verloren geht.
Eine möglichst große Solarthermieanlage ist nicht automatisch die beste. Ziel ist eine wirtschaftliche Dimensionierung, bei der möglichst viel der erzeugten Wärme auch tatsächlich genutzt wird.
Variante 2: Dimensionierung im Kosten-Nutzen-Optimum
Hier baut man die Anlage bewusst kleiner.
Sie liefert zwar weniger Solarwärme,
aber fast die gesamte erzeugte Wärme wird auch genutzt.
✅ kaum Überschusswärme
✅ hohe Ausnutzung der Kollektoren
✅ bessere Wirtschaftlichkeit
Der solare Deckungsgrad ist kleiner.
Der Heizkessel oder die Wärmepumpe muss häufiger unterstützen.
BIST—>Solarthermie wird direkt in die Gebäudehülle (Fassade) integriert, anstatt als Aufdachanlage montiert zu werden.
Man sieht den Aufbau eines Solarthermie-Fassadenelements.
Absorber → nimmt Sonnenstrahlung auf.
Heat-Pipe → transportiert die Wärme zum Heizsystem.
Man erkennt:
äußere Glasscheibe
Heat-Pipe
Wärmetauscher
→ Alles steckt innerhalb eines Fassadenelements.
Dadurch spart man Dachfläche.
✅ Doppelte Nutzung der Gebäudehülle
Fassade schützt das Gebäude.
Gleichzeitig erzeugt sie Wärme.
✅ Keine zusätzliche Dachfläche notwendig
Besonders interessant bei:
Hochhäusern
Bürogebäuden
dicht bebauten Städten
✅ Architektonisch besser integrierbar
Die Anlage wirkt wie ein Teil der Fassade.
❌ Vertikale Fassaden bekommen weniger Sonneneinstrahlung als geneigte Dächer.
→ geringerer Jahresertrag.
❌ Aufwendigere Planung.
❌ Höhere Kosten.
Die RWTH Aachen hat einen sogenannten Energieklinker entwickelt.
👉 Das ist ein Ziegel mit integrierten Leitungen, durch die eine Flüssigkeit fließt.
Die Fassade wird dadurch nicht nur zur Gebäudehülle, sondern gleichzeitig zu einem Wärmekollektor.
Links sieht man den Fassadenaufbau:
☀️ Die Sonne erwärmt den Klinker.
Im Klinker verläuft ein Rohr (weiße Leitung).
Eine Flüssigkeit (z. B. Wasser-Glykol) fließt durch das Rohr.
Die Flüssigkeit nimmt die Wärme auf.
Die Wärme wird anschließend gespeichert oder einer Wärmepumpe zugeführt.
Der Klinker wird zum Solarkollektor.
Biomasse ist die gesamte organische Masse biologischen Ursprungs, die als Energieträger genutzt werden kann.—> ➡️ Alles, was aus Pflanzen oder Tieren stammt und organisch ist, kann Biomasse sein.
Von links oben nach rechts unten:
🌾 Zuckerrohr → Energiepflanze (Bioethanol)
🌿 Stroh → landwirtschaftlicher Reststoff
🥔 Zuckerrüben → Energiepflanze (Biogas/Bioethanol)
🪵 Holz → Brennstoff
🌳 Holzhackschnitzel → Brennstoff für Heizwerke
🥔 Kartoffelschalen → Bioabfall, Biogas
—> 🔥 Wärme (Heizung)
⚡ Strom (Biomassekraftwerk)
🚗 Kraftstoffe (Bioethanol, Biodiesel, Biogas)
erneuerbar , weil planze nachwachsen
Wichtig: Sie ist nur dann nachhaltig, wenn nicht mehr Biomasse entnommen wird, als nachwachsen kann.
Die Angaben beziehen sich auf die Landfläche, die benötigt wird, um ungefähr die gleiche Energiemenge pro Jahr zu erzeugen.
➡️ Je kleiner die Fläche, desto effizienter ist die Flächennutzung.
Bedeutung:
braucht am wenigsten Fläche
höchste Flächeneffizienz
➡️ 1 Hektar
braucht etwas mehr Fläche
trotzdem sehr effizient
➡️ 5,6 Hektar
Der Mais muss:
angebaut werden,
wachsen,
geerntet,
vergoren werden.
Dadurch braucht man viel Landwirtschaftsfläche.
➡️ 270 Hektar
Weiden oder Pappeln wachsen mehrere Jahre.
Sie liefern pro Fläche relativ wenig Energie.
➡️ 468 Hektar
warum braucht Biomasse so viel Fläche
Weil Pflanzen die Sonnenenergie nur mit einem geringen Wirkungsgrad (ca. 1–2 %) in Biomasse umwandeln.
Photovoltaik nutzt die Sonnenenergie deutlich effizienter.
Windkraft nutzt die Energie des Windes sogar noch effizienter.
👉 Biomasse ist zwar erneuerbar,
aber:
❌ sehr hoher Flächenbedarf
❌ Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion
❌ Konkurrenz zu Naturschutzflächen
Deshalb sollte Biomasse vor allem aus Reststoffen und Abfällen gewonnen werden und nicht durch den großflächigen Anbau von Energiepflanzen.
Windkraft ist am flächeneffizientesten, Photovoltaik ebenfalls effizient. Biomasse benötigt dagegen ein Vielfaches an Fläche und steht deshalb oft in Konkurrenz zur Landwirtschaft und zum Naturschutz.
➡️ mit einem LKW angeliefert,➡️ im Pelletlager gespeichert,➡️ automatisch zum Kessel transportiert,➡️ dort verbrannt,➡️ die Wärme wird im Speicher zwischengespeichert,➡️ anschließend für Heizung und Warmwasser genutzt.
🚛 Ein Tankwagen bringt die Holzpellets.
Sie werden über einen Schlauch in das Pelletlager eingeblasen.
Hier werden die Pellets trocken gelagert.
Von dort werden sie automatisch (z. B. über Förderschnecke oder Saugsystem) zum Heizkessel transportiert.
👉 Das ist der große Vorteil gegenüber Scheitholz: Man muss nicht ständig Holz nachlegen.
🔥 Im Kessel werden die Pellets verbrannt.
Dabei entsteht Wärme.
Die erzeugte Wärme wird zunächst gespeichert.
➡️ Der Kessel läuft dadurch gleichmäßig und effizient. ➡️ Die Wärme steht auch dann zur Verfügung, wenn gerade nicht geheizt wird.
Aus dem Speicher wird die Wärme verteilt:
🛁 Warmwasser
♨️ Heizkörper oder Fußbodenheizung
✅ erneuerbarer Brennstoff
✅ automatische Beschickung
✅ hohe Wirkungsgrade (oft über 90 %)
✅ CO₂-ärmer als Öl oder Gas (bei nachhaltiger Forstwirtschaft)
❌ regelmäßige Brennstofflieferung
❌ Feinstaub-Emissionen bei der Verbrennung
❌ Asche muss entsorgt werden
Pelletlagerung
VL 16
—> Wärmebereitstellung—> Luft, Wasser, Erde
Diese wandeln Wärme → mechanische Arbeit bzw. Strom um.
Benzin → Verbrennung → Motor bewegt das Auto
Diese arbeiten genau umgekehrt.
Sie benötigen Antriebsenergie, um Wärme zu transportieren.
Kühlschrank
Klimaanlage (Kältemaschine)
Strom wird eingesetzt, um Wärme zu verschieben.
Eine Maschine, die mit Antriebsenergie Wärme von einem niedrigen auf ein höheres Temperaturniveau transportiert. Beispiele sind Kühlschrank, Klimaanlage und Wärmepumpe.
Er entzieht dem Innenraum Wärme.
➡️ Innen wird kalt.
Die Wärme wird hinten am Kühlschrank an den Raum abgegeben.
Sie entzieht der Umgebung Wärme (Luft, Erde oder Grundwasser).
Diese Wärme wird anschließend auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und zum Heizen genutzt.
➡️ Innen wird warm.
Die Wärmepumpe braucht Strom, damit der Verdichter arbeitet.
Ohne Strom kann sie die Wärme nicht transportieren.
Stell dir vor:
Draußen sind 5 °C.
Deine Heizung braucht 35 °C.
Die Wärmepumpe muss also die vorhandene Wärme "hochpumpen".
Dafür arbeitet der Verdichter und benötigt elektrische Energie.
Deshalb nennt man sie Wärmepumpe.
Umweltwärme ✔️
Strom ❌ fossiler Ursprung
→ nicht vollständig erneuerbar.
Strom ✔️ erneuerbar
→ nahezu vollständig erneuerbares Heizsystem.
Welche QUellmedien gibt es?
Hier wird keine Luft oder Wasser genutzt, sondern der Boden.
Im Boden liegen Rohre mit einer Flüssigkeit.
Diese Flüssigkeit heißt:
👉 Sole
Sole = Wasser + Frostschutzmittel (z. B. Glykol)
Die Sole nimmt die Wärme aus dem Erdreich auf.
Es gibt zwei Möglichkeiten:
Rohrleitungen liegen ca. 1–2 m tief.
➡️ braucht viel Grundstücksfläche.
Bohrung oft 50–100 m oder tiefer.
➡️ wenig Platz erforderlich.
➡️ sehr konstante Temperaturen.
Je niedriger die Vorlauftemperatur des Heizsystems, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.
benötigt:
30–35 °C
Radiator
60–70 °C
Die Wärmepumpe muss bei der Fußbodenheizung also viel weniger stark "hochpumpen".
➡️ höherer COP
➡️ geringerer Stromverbrauch
>Je wärmer die Wärmequelle und je kühler das Heizsystem (niedrige Vorlauftemperatur), desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Deshalb sind Grundwasser oder Erdreich als Wärmequelle und Fußbodenheizungen als Wärmeabgabesystem besonders gut für Wärmepumpen geeignet.
Energieflussdiagramm
Die Wärmepumpe erzeugt die Heizwärme nicht komplett mit Strom.
Sie setzt sich zusammen aus:
🌍 75 % Umweltwärme
⚡ 25 % elektrischer Strom—> den Verdichter, die Pumpen, die Regelung
Zusammen ergeben sie:
➡️ 100 % Heizwärme
Die Wärmepumpe nutzt überwiegend kostenlose Umweltwärme und nur einen kleinen Teil Strom.
Wärmepumpe Wirkungsweise 1/3
Grundfunktion
Die Wärmequellenanlage entzieht der Umwelt Wärme.
Je nach Wärmepumpe geschieht das unterschiedlich:
Luft-Wasser-WP → Ventilator saugt Außenluft an.
Sole-Wasser-WP → Sole fließt durch Erdsonden oder Flächenkollektoren.
Wasser-Wasser-WP → Grundwasser wird genutzt.
Die Wärme wird anschließend zur Wärmepumpe transportiert.
Jetzt kommt die eigentliche Wärmepumpe.
Sie hebt die Temperatur an.
Dafür benötigt sie
➡️ 25 % Strom.
Der Strom treibt den Verdichter (Kompressor) an.
Dadurch wird aus einer niedrigen Temperatur eine hohe Temperatur.
Die Wärmepumpe erzeugt die Wärme nicht, sondern hebt sie auf ein höheres Temperaturniveau.
Jetzt besitzt das Heizwasser eine ausreichend hohe Temperatur.
Es fließt zu:
Das nennt man die Wärmesenke.
Die Wärmesenke ist einfach:
➡️ der Ort, an dem die Wärme genutzt wird.
Gebäude
Wärmequelle → Wärmepumpe → Wärmesenke=Umwelt → Wärmepumpe → Haus
WÄRMEPUMPEN
WIRKUNGSWEISE 2/3 !!!
Aufgabe der 4 haupbauteile
Es gibt immer diese 4 Hauptbauteile:
Verdampfer
Verdichter (Kompressor)
Verflüssiger (Kondensator)
Expansionsventil
Aufgabe: Wärme aus der Umwelt aufnehmen: Hier kommt das kalte, flüssige Kältemittel an. Im Verdampfer passiert Folgendes:
Das Kältemittel nimmt Wärme aus Luft, Wasser oder Erdreich auf.
Dadurch beginnt es zu verdampfen.—>Es wird zu Gas.
Danach hat das Kältemittel:
gasförmig, niedriger Druck, niedrige Temperatur
Verdampfer = Wärme aufnehmen + flüssig → gasförmig
Jetzt kommt das Gas zum Verdichter. Hier wird es zusammengedrückt (komprimiert). Dafür braucht die Wärmepumpe Strom.
Durch das Zusammendrücken steigt der Druck und die Temperatur
Das Kältemittel bleibt gasförmig, wird aber jetzt sehr heiß.
Nach dem Verdichter: gasförmig, hoher Druck, hohe Temperatur
Kompressor = Druck hoch → Temperatur hoch
Links wird Wärme aufgenommen.
Rechts wird Wärme abgegeben.
Jetzt kommt das heiße Gas in den Verflüssiger. Dort befindet sich auf der anderen Seite das Heizungswasser. Da das Kältemittel heißer ist als das Heizungswasser, gibt es seine Wärme an das Heizsystem ab.
wird das Heizungswasser warm.
Heizkörper oder Fußbodenheizung werden versorgt.
Weil das Kältemittel seine Wärme verliert, kondensiert es wieder.
Das bedeutet: Gas → Flüssigkeit
Nach dem Verflüssiger ist das Kältemittel: flüssig, hoher Druck, deutlich kühler
Verflüssiger = Wärme an das Haus abgeben → Gas wird wieder flüssig.
Jetzt ist das Kältemittel zwar wieder flüssig, aber immer noch unter hohem Druck.
Bevor es wieder Umweltwärme aufnehmen kann, muss der Druck abgesenkt werden.
Das macht das Expansionsventil. Es wirkt wie eine Engstelle.
Dadurch: fällt der Druck stark ab und die Temperatur sinkt ebenfalls stark.
Jetzt ist das Kältemittel wieder: flüssig, kalt, niedriger Druck
Genau so kann es wieder in den Verdampfer fließen und erneut Umweltwärme aufnehmen.
Expansionsventil = Druck senken → Kältemittel wird wieder kalt.
-> Kurz:
Im Verdampfer nimmt das flüssige Kältemittel Umweltwärme auf und verdampft. Der Verdichter komprimiert den Kältemitteldampf, wodurch Druck und Temperatur steigen. Im Verflüssiger gibt das heiße Kältemittel seine Wärme an das Heizsystem ab und kondensiert wieder zu einer Flüssigkeit. Anschließend senkt das Expansionsventil den Druck und die Temperatur des Kältemittels, sodass es erneut im Verdampfer Umweltwärme aufnehmen kann.
was ist der COP
COP = Coefficient of Performance = Leistungszahl
Er beschreibt,
wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet.
Wie viel Heizwärme bekomme ich aus 1 kWh Strom?
Nutzen = erzeugte Heizwärme
Aufwand = eingesetzter Strom
➡️ COP = 4
Aus 1 kWh Strom entstehen 4 kWh Heizwärme.
Davon stammen
1 kWh aus dem Strom
3 kWh aus der Umwelt (Luft, Wasser oder Erdreich)
Deshalb sind Wärmepumpen so effizient.
—> Je höher der COP,
✅ desto weniger Strom wird benötigt.
Der COP wird umso größer,
2. je niedriger die Vorlauftemperatur ist
Das wird oft verwechselt.
Momentaufnahme
unter Normbedingungen
Laborwert
Es gibt einen theoretischen Grenzwert.COPₘₐₓ = 1 / η₍C₎
Durchschnitt über ein ganzes Jahr
berücksichtigt Sommer und Winter
realistischer Wert
COP = Prüfstand JAZ = Realität
—> Der COP (Leistungszahl) beschreibt die Effizienz einer Wärmepumpe. Er ist das Verhältnis von abgegebener Heizleistung zur aufgenommenen elektrischen Leistung.
Was ist der Betriebspunkt?
Der Betriebspunkt beschreibt unter welchen Bedingungen die Wärmepumpe arbeitet.
Er gibt an:
Welche Wärmequelle? (Luft, Wasser oder Erdreich)
Welche Temperatur hat die Wärmequelle?
Welche Temperatur muss die Heizung liefern?
Erst wenn diese Bedingungen festgelegt sind, kann man den COP angeben.
erster buchstabe Wärmequelle:
Buchstabe
Wärmequelle
Air
Außenluft
Water
Wasser (Grundwasser, See)
Brine
Sole (Erdreich)
Earth
Erdgekoppelter Direktverdampfer
zweiter buchstabe:
beschreibt die Wärmesenke.
Die Wärmesenke ist einfach das System, das die Wärme erhält.
Meist ist das Wasser, weil Heizkörper oder Fußbodenheizungen mit warmem Wasser arbeiten.
Deshalb steht dort häufig W.
zum beispiel :
B0/W35
= Brine (Sole)
➡️ Die Wärme kommt aus dem Erdreich.
= Temperatur der Sole
➡️ 0 °C
= Water
➡️ Die Heizung arbeitet mit Wasser.
= Vorlauftemperatur
➡️ Das Heizwasser wird auf 35 °C erwärmt.
—> erdreich mit 0 °C und Heizwasser mit 35°C
A2/W35
A = Außenluft
2 = Außenluft hat 2 °C
W = Heizwasser
35 = Vorlauf 35 °C
➡️ Die Wärmepumpe holt Wärme aus 2 °C kalter Außenluft und erwärmt das Heizwasser auf 35 °C.
Jahresarbeitszahl (JAZ)
Der COP ist eine Momentaufnahme.
Er wird unter festen Laborbedingungen gemessen.
Außenluft: 7 °C
Vorlauf: 35 °C
Dann wird gemessen:
Wie viel Wärme liefert die Wärmepumpe mit 1 kWh Strom?
➡️ Das Ergebnis ist der COP.
Die JAZ betrachtet die Wärmepumpe über ein ganzes Jahr.
Denn im echten Leben ändern sich ständig:
Erdtemperatur
Vorlauftemperatur
Dadurch ändert sich auch ständig der COP.
Die JAZ ist daher der durchschnittliche COP über ein ganzes Jahr.
JAZ= nutzen/aufwand—> realistischer —> berücksichtigt alle Situationen
Eine Wärmepumpe liefert in einem Jahr
👉 18.000 kWh Heizwärme
und benötigt
👉 4.500 kWh Strom
Dann:
JAZ=18 0004 500=4JAZ=450018000=4
Die Jahresarbeitszahl beträgt also 4.
Für jede 1 kWh Strom entstehen im Jahresdurchschnitt 4 kWh Heizwärme.
—> Je höher die Temperatur der Wärmequelle,und Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto besser
„Hilfsaggregate werden berücksichtigt“?
Die JAZ betrachtet nicht nur den Kompressor.
Auch Geräte wie
Umwälzpumpen
Steuerung
Ventilatoren
verbrauchen Strom.
—> Dieser Strom wird ebenfalls mitgerechnet.—> dadurch relistischer als COP
Die JAZ beschreibt die Effizienz einer Wärmepumpe über ein ganzes Jahr. Sie ist das Verhältnis der im Jahr abgegebenen Wärmemenge zur aufgenommenen elektrischen Energie.
Der COP wird unter konstanten Laborbedingungen für einen bestimmten Betriebspunkt gemessen. Die JAZ berücksichtigt den tatsächlichen Betrieb über ein ganzes Jahr mit wechselnden Temperaturen und allen Stromverbräuchen der Anlage.
Es werden zwei Möglichkeiten gezeigt, wie Wärme aus dem Boden gewonnen wird.
Man verlegt lange Kunststoffrohre waagerecht im Boden.
Die Rohre liegen meist nur 1–2 m tief.
Durch die Rohre fließt Sole (Wasser-Frostschutz-Gemisch).
Die Sole nimmt die Wärme des Bodens auf und transportiert sie zur Wärmepumpe.
günstiger als Tiefensonden
benötigt viel Grundstücksfläche
darf später nicht überbaut werden
große Bäume sind problematisch
Hier wird senkrecht in den Boden gebohrt.
Die Bohrung kann 50 bis über 100 m tief sein (je nach Anlage und Genehmigung).
Auch hier fließt Sole durch die Rohre.
Da der Boden in größerer Tiefe fast immer dieselbe Temperatur hat, arbeitet die Wärmepumpe sehr effizient.
benötigt wenig Platz
hohe Effizienz
konstante Temperatur
teure Bohrungen
Genehmigung notwendig
Je tiefer man geht,
➡️ desto kleiner werden die Temperaturschwankungen.
Ab etwa 10–20 m Tiefe
liegt die Temperatur fast immer bei ungefähr 10 °C.
Sie bleibt fast das ganze Jahr konstant.
Genau deshalb funktionieren Erdwärmepumpen so gut.
—> Warum arbeiten Erdwärmepumpen effizienter als Luftwärmepumpen?
Weil das Erdreich in größerer Tiefe eine nahezu konstante Temperatur von etwa 10 °C besitzt. Dadurch ist die Wärmequelle wärmer als kalte Außenluft und die Wärmepumpe benötigt weniger elektrische Energie.
Flächenkollektor
Erdsonde
horizontal
vertikal
1–2 m tief
50–100 m oder tiefer
große Grundstücksfläche nötig
wenig Fläche nötig
günstiger
teurer
Luft = Wärmequelle
Wasser = Wärmesenke (Heizungswasser)
➡️ Die Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und erwärmt damit das Heizungswasser.
Hier ist die Wärmepumpe in zwei Geräte aufgeteilt.
Steht draußen.
Dort befinden sich:
Ventilator
meist auch der Verdichter
Hier wird der Außenluft Wärme entzogen.
Steht im Haus.
Es enthält:
Verflüssiger
Speicher bzw. Heizungsanschluss
Hier wird die Wärme an das Heizungswasser abgegeben.
—> zwischn innen und außen fließt Kältemittel
—>Split = zwei Geräte (innen + außen), verbunden durch Kältemittelleitungen.
Hier befindet sich der komplette Kältekreislauf in einem Gerät.
Dieses Gerät kann außen oder innen stehen.
In der Folie steht es innen.Was kommt von außen?
Hier wird Außenluft angesaugt.
Die Pfeile zeigen:
🔵 kalte Außenluft strömt hinein
🔴 kühlere Luft wird nach der Wärmeentnahme wieder nach außen abgegeben.
Nicht das Kältemittel,
sondern warmes Heizungswasser.
Der Kältekreislauf bleibt komplett innerhalb der Anlage.
ie nutzt Grundwasser als Wärmequelle. Das ist die effizienteste Wärmepumpenart, weil Grundwasser das ganze Jahr über eine relativ konstante Temperatur hat.
Es gibt zwei Brunnen:
🟢 Entnahmebrunnen (Förderbrunnen) links
🔵 Schluckbrunnen rechts
dazwischen : Wärmepumpe
Im Förderbrunnen (links) wird Grundwasser mit einer Pumpe nach oben gepumpt.
Das Grundwasser hat meist eine Temperatur von etwa 8–12 °C.
➡️ Das ist deutlich wärmer als kalte Winterluft.
Das Grundwasser fließt durch einen Wärmetauscher in der Wärmepumpe.
Dabei:
gibt das Grundwasser einen Teil seiner Wärme an das Kältemittel der Wärmepumpe ab.
Das Grundwasser selbst wird etwas kälter.
👉 Das Grundwasser kommt nicht in die Heizkörper!
Es gibt seine Wärme nur über den Wärmetauscher ab.
Wie du bereits gelernt hast:
Verdampfer → nimmt Wärme auf
Verdichter → erhöht Druck und Temperatur
Verflüssiger → gibt Wärme an die Heizung ab
Expansionsventil → senkt Druck wieder
Dadurch wird das Heizwasser für
erwärmt.
Nachdem das Grundwasser seine Wärme abgegeben hat,
fließt es in den Schluckbrunnen (rechts).
Dort wird es wieder ins Erdreich zurückgeleitet.
➡️ Deshalb gibt es zwei Brunnen:
Förderbrunnen
Schluckbrunnen
Außenluft Winter: -5 °C
Erdreich: ca. 10 °C
Grundwasser: ca. 10 °C
✅ sehr hoher COP
✅ sehr hohe Jahresarbeitszahl
✅ konstante Temperatur
✅ sehr effizient
❌ zwei Brunnen notwendig
❌ Genehmigung erforderlich
❌ genügend Grundwasser muss vorhanden sein
❌ höhere Investitionskosten
Eine Wärmepumpe arbeitet zusammen mit einer Solarthermieanlage.
Es gibt vier Hauptbestandteile:
☀️ Solarkollektor
🌍 Wärmepumpe mit Erdreich-Flachkollektor
🛢️ Warmwasserspeicher
🏠 Heizsystem und Warmwasser
Oben auf dem Dach befindet sich der Solarkollektor.
Sonnenstrahlen erwärmen die Solarflüssigkeit.
Die warme Flüssigkeit fließt zum Speicher.
➡️ Kostenlos erzeugte Wärme.
Die Solarwärme gelangt in den Warmwasserspeicher.
Der Speicher funktioniert wie ein großer Thermosbehälter.
Er speichert Wärme für:
… übernimmt die Wärmepumpe.
Sie entzieht dem Erdreich Wärme.
Auf der Zeichnung unten sieht man den Flachkollektor im Boden.
Dort zirkuliert Sole und nimmt Erdwärme auf.
Verdichter
heben die Temperatur an.
Danach fließt die Wärme ebenfalls in den Speicher.
Aus dem Speicher wird anschließend
Warmwasser erzeugt
die Fußbodenheizung bzw. Heizkörper versorgt.
Für ein Einfamilienhaus mit 200 m² wird berechnet:
Wie groß ist der Heizwärmebedarf?
Wie viel Wärme muss die Wärmepumpe liefern?
Wie viel Strom braucht sie dafür?
Je besser die Dämmung → desto geringer der Wärmebedarf.
Je höher die JAZ → desto weniger Strom benötigt die Wärmepumpe.
Stromverbrauch = Heizleistung ÷ JAZ × Heizstunden.
TABS steht für:
Thermisch Aktivierte Bauteilsysteme—< oder auch Thermische Bauteilaktivierung (TBA).
Die Idee ist:
👉 Nicht die Luft wird direkt geheizt oder gekühlt, sondern das Gebäude selbst.
Dazu werden Wasserrohre in die Betondecke oder den Betonboden einbetoniert.
Durch diese Rohre fließt:
warmes Wasser → zum Heizen 🔥
kaltes Wasser → zum Kühlen ❄️
Der Beton speichert diese Wärme bzw. Kälte und gibt sie langsam an den Raum ab.
Beton hat eine große Speichermasse.
Er kann viel Wärme aufnehmen.
Er kann viel Kälte aufnehmen.
Er gibt sie langsam wieder ab.
Dadurch entsteht ein sehr angenehmes Raumklima.
🔥 Warme Luft steigt nach oben.
Am Boden ist es eher kalt.
Unter der Decke sammelt sich die warme Luft.
➡️ Ungleichmäßige Temperatur.
Die gesamte Betondecke ist warm.
Der Beton strahlt die Wärme gleichmäßig in den Raum.
Fast überall herrschen etwa 20–21 °C.
➡️ Sehr angenehmes Raumklima.
Jetzt fließt kaltes Wasser durch die Betondecke.
Der Beton nimmt Wärme aus dem Raum auf.
Die Decke wird leicht kühl und senkt die Raumtemperatur.
➡️ Keine kalten Luftzüge wie bei einer Klimaanlage.
Wärmepumpen arbeiten am effizientesten mit niedrigen Vorlauftemperaturen.
TABS benötigt genau das:
Heizen: nur etwa 26–30 °C
Fußbodenheizung: ca. 30–35 °C
Heizkörper oft 50–70 °C
➡️ Wärmepumpe + TABS = ideale Kombination.
tabs
1. Die Wärmequelle: Tiefenbohrungen 🌍
Unten siehst du die orangefarbenen vertikalen Linien.
Sie entziehen dem Erdreich:
im Winter → Wärme 🔥
im Sommer → Kälte ❄️
Das Erdreich hat in einigen Metern Tiefe das ganze Jahr über etwa 10 °C und eignet sich deshalb gut als Wärmequelle.
wärmepumpe:
Die Erdwärme gelangt zur Wärmepumpe.
Die Wärmepumpe:
erhöht im Winter die Temperatur und erzeugt Heizwärme.
kann im Sommer die Wärme aus dem Gebäude wieder ins Erdreich abgeben.
➡️ Deshalb kann dieselbe Anlage heizen und kühlen.
Die roten und blauen Bögen in den Decken zeigen die Rohrleitungen im Beton.
🔴 Warmes Wasser fließt durch die Betondecken.
Der Beton wird warm.
Er gibt die Wärme langsam an den Raum ab.
🔵 Kaltes Wasser fließt durch die Decken.
Der Beton wird kühl.
Er nimmt Wärme aus dem Raum auf.
Dadurch entsteht eine angenehme Kühlung ohne Zugluft.
In der Mitte steht:
Abluftanlage
Sie sorgt für frische Luft.
Sie übernimmt aber nicht die eigentliche Kühlung.
Die Kühlung übernimmt hauptsächlich die Bauteilaktivierung.
Deshalb stand auf der vorherigen Folie:
Lüftung → nur ca. 3 W/m²
TABS → bis 40 W/m²
Rechts oben steht:
600 m² Photovoltaik
Die PV-Anlage erzeugt Strom.
Mit diesem Strom kann betrieben werden:
Lüftungsanlage
andere elektrische Verbraucher
Dadurch sinken die Betriebskosten.
Links oben steht:
Wettergestützte prädiktive Regelung
Die Steuerung kennt den Wetterbericht.
Morgen werden 35 °C erwartet.
Die Anlage beginnt schon nachts, den Beton etwas abzukühlen.
Dadurch bleibt das Gebäude tagsüber angenehm kühl.
Das nennt man vorausschauende Regelung.
Alle Systeme unterstützen sich gegenseitig:
🌍 Erdsonden liefern Umweltenergie.
⚙️ Wärmepumpe macht daraus Heizwärme oder Kühlenergie.
🧱 TABS verteilt diese Energie gleichmäßig im Gebäude.
☀️ Photovoltaik liefert den benötigten Strom.
🌬️ Lüftung sorgt für frische Luft.
Die Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus dem Erdreich. Über Rohrleitungen in den Betondecken (TABS) wird im Winter warmes und im Sommer kühles Wasser geführt. Dadurch speichern die Bauteile Wärme oder Kälte und geben sie gleichmäßig an die Räume ab. Eine Photovoltaikanlage liefert den Strom für den Betrieb der Wärmepumpe, während die Lüftungsanlage für den Luftaustausch sorgt.
erklärt warum TABS eine wettergestützte Steuerung braucht.
Wettergestützte Steuerung = Die Heiz- und Kühlanlage kennt den Wetterbericht und reagiert schon vorher.
Warum ist das nötig?
👉 TABS reagiert sehr langsam.
Da die Rohre im Beton liegen, dauert es mehrere Stunden, bis sich der Beton erwärmt oder abkühlt.
Heute Abend sagt der Wetterbericht:
Morgen früh werden −8 °C.
Die Steuerung wartet nicht bis morgen früh.
Sondern:
Sie beginnt schon in der Nacht, den Beton etwas stärker zu erwärmen.
Morgens ist das Gebäude bereits angenehm warm.
Der Raum bleibt konstant angenehm.
Es gibt:
keine großen Temperaturschwankungen
keine Zugluft
keine kalten oder heißen Überraschungen
Trägheit bedeutet:
Das Gebäude verändert seine Temperatur nur langsam.
Genau deshalb muss die Regelung vorausschauend arbeiten.
Ein normales Heizsystem kann man sofort einschalten.
Bei TABS funktioniert das nicht.
Der Beton ist ein riesiger Wärmespeicher.
Die Regelung nutzt das aus.
nachts Strom günstig
nachts Beton aufheizen
tagsüber gibt der Beton die Wärme langsam wieder ab
Oder:
nachts vorkühlen
tagsüber bleibt das Gebäude angenehm kühl
Die Regelung kann unterschiedliche Ziele verfolgen.
Der wichtigste Punkt ist:
Die Bewohner sollen sich wohlfühlen.
Dann hält die Anlage möglichst konstant etwa 21 °C.
Die Anlage nutzt bevorzugt Zeiten mit günstigem Strom.
Nachts kostet Strom weniger.
➡️ Dann wird der Beton nachts geladen.
Wenn viel Solarstrom vorhanden ist:
läuft die Wärmepumpe
der Beton wird "aufgeladen"
Später wird diese gespeicherte Wärme genutzt.
Warum verwendet man eine thermische Steckdose?
es gitb auch spanbetonfertigteile
Möglichkeit A – Rohre werden bereits im Werk eingebaut ✅—> danach wird alles betoniert
Möglichkeit B – Halbfertigteile (Filigrandecke)
Auf der Baustelle:
Fertigteil wird aufgelegt.
Zusätzliche Bewehrung wird eingebaut.
TABS-Rohre werden verlegt.
Ortbeton ergänzt die Decke.
Dann liegen die Rohre wieder im Betonkern.
Ortbeton
Spannbetonfertigteil
Rohre auf Baustelle einlegen
Rohre meist schon im Werk integriert
Sehr flexibel
Planung muss früh erfolgen
Änderungen möglich
Änderungen fast unmöglich
einfache Montage
höhere Präzision notwendig
. Der Unterschied besteht darin, dass die Heiz- und Kühlrohre meist bereits im Fertigteilwerk integriert werden oder bei Halbfertigteilen vor dem Ortbeton eingebaut werden. Aufgrund der Spannlitzen sind nachträgliche Änderungen kaum möglich und die Planung muss früh erfolgen.
Thermische Steckdose
Das ist die sogenannte thermische Steckdose.
Sie ist der Anschluss der Rohre in der Betondecke.
Man kann sie sich wie eine normale Steckdose vorstellen – nur nicht für Strom, sondern für Wasser.
Über diese Steckdose werden die in der Decke liegenden Rohre an das Heiz- bzw. Kühlsystem angeschlossen.
Dadurch kann später beispielsweise die Wärmepumpe warmes oder kaltes Wasser in die Decke schicken.
Sie erleichtert die Installation:
Rohre müssen nicht einzeln aus dem Beton herausgeführt werden.
Der Anschluss an die Heizungsanlage wird einfacher.
Wartung und Montage sind schneller.
Mehrere Rohrkreise können sauber angeschlossen werden.
Eine Thermobodenplatte ist eine Bodenplatte mit integrierten Heiz- bzw. Kühlrohren.
Man kann sie sich vorstellen wie:
TABS – aber nicht in der Geschossdecke, sondern in der Fundamentplatte.
Vor dem Betonieren wurden die Kunststoffrohre auf der Dämmung verlegt.
Danach wird der Beton darüber gegossen.
➡️ Die Rohre liegen später mitten in der Bodenplatte.
Eine Wärmepumpe erwärmt Wasser.
Das warme Wasser fließt durch die Rohre.
Die gesamte Bodenplatte wird warm.
Die Bodenplatte gibt ihre Wärme langsam an das Gebäude ab.
Im Sommer:
Kaltes Wasser fließt durch dieselben Rohre.
Die Bodenplatte kühlt sich ab.
Der Beton nimmt Wärme aus dem Gebäude auf.
Der Raum wird angenehm gekühlt.
Die Bodenplatte besitzt sehr viel Masse.
Sie speichert Wärme oder Kälte über viele Stunden.
Dadurch
entstehen kaum Temperaturschwankungen,
arbeitet die Wärmepumpe sehr effizient,
sinkt der Energieverbrauch.
Thermobodenplatte
Rohre im Estrich
Rohre im Fundamentbeton
reagiert schnell
reagiert langsam
kleine Speichermasse
sehr große Speichermasse
nur Heizung
Heizen und oft auch Kühlen
TABS
Rohre in Geschossdecken
Rohre in der Fundamentplatte
aktiviert die Decken
aktiviert die Bodenplatte
heizt und kühlt den Raum
heizt und kühlt das gesamte Gebäude von unten
Deshalb sagen viele auch:
Eine Thermobodenplatte ist eine Form der Betonkernaktivierung (TABS).
Eine Thermobodenplatte ist eine Bodenplatte mit integrierten Rohrleitungen. Warmes oder kaltes Wasser durchströmt die Rohre, wodurch die Bodenplatte als großer Wärme- und Kältespeicher dient. Sie wird häufig mit einer Wärmepumpe kombiniert und ermöglicht energieeffizientes Heizen und Kühlen.
Mit Trittschalldämmung und Estrich → Rohre liegen tiefer im Beton.
Oberflächennah mit Estrich → Rohre liegen näher an der Oberfläche → schnellere Reaktion.
Mit Verbundestrich → Estrich ist direkt mit dem Beton verbunden.
Mit Hohlraumboden → TABS unter einem Doppe
Tabs mit Fußbodentemperrierung
Fußbodentemperierung: Rohre im Estrich → klassische Fußbodenheizung.
Betonkerntemperierung
Betonkerntemperierung (TABS): Rohre mittig im Betonkern → große Speichermasse, langsame Reaktion, sehr effizient.
VL!17
Lüftung Grundlagen
wovon hängt die behglichkeit ab
Sick-Building-Syndrom (SBS)
Das Sick-Building-Syndrom (SBS) beschreibt Beschwerden von Menschen, die sich längere Zeit in einem Gebäude aufhalten, ohne dass eine eindeutige Krankheit festgestellt werden kann.
Die Beschwerden verschwinden oft, sobald die Person das Gebäude verlässt.
Vor allem in:
vollklimatisierten Gebäuden
Gebäuden mit dicht schließenden (versiegelten) Fenstern
Gebäuden mit schlechter Lüftung
😵 Schwindel
🤕 Kopfschmerzen
😴 Müdigkeit
😵💫 Konzentrationsstörungen
👃 trockene Schleimhäute
😖 allgemeines Unwohlsein
SBS entsteht meist durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren:
schlechte Luftqualität (zu wenig Frischluft, viel CO₂)
thermischer Discomfort (zu warm oder zu kalt)
unangenehme Gerüche
Dauerlärm
zu trockene Luft
Keime oder Schimmel/Pilze in der Lüftungsanlage
➡️ Es gibt nicht nur eine Ursache, sondern meist mehrere gleichzeitig.
-_> Warum ist Lüftung wichtig?
Eine gute Lüftungsanlage sorgt für:
frische Luft
Abtransport von CO₂
Abtransport von Feuchtigkeit
weniger Schadstoffe und Gerüche
besseres Wohlbefinden
Dadurch kann das Sick-Building-Syndrom vermieden werden.
Sick-Building-Syndrom (SBS) bezeichnet gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen in schlecht belüfteten, vollklimatisierten Gebäuden. Ursachen sind meist schlechte Luftqualität, thermischer Komfortmangel, Gerüche, Lärm sowie Keim- oder Schimmelbildung
CO₂ ist ein Indikator für die Luftqualität.
👉 Je mehr Menschen sich in einem Raum aufhalten und je schlechter gelüftet wird, desto höher steigt die CO₂-Konzentration.
Wichtig: CO₂ ist in normalen Konzentrationen nicht giftig, aber es zeigt an, dass die Luft "verbraucht" ist.
ppm = parts per million (Millionstel)
400 ppm bedeutet: Von 1.000.000 Luftteilchen sind 400 CO₂-Moleküle.
Die Außenluft enthält heute ungefähr 420 ppm CO₂.
klassifizierung:
CO₂-Konzentration
Klasse
< 400 ppm
sehr hohe Raumluftqualität
IDA 1
401–600 ppm
gute Raumluftqualität
IDA 2
601–1000 ppm
mäßige Raumluftqualität
IDA 3
1001–1500 ppm
niedrige Raumluftqualität
> 1500 ppm
sehr schlechte Raumluftqualität
IDA 4
IDA = Indoor Air (Innenraumluft)
Die Klassen bewerten die Qualität der Raumluft:
IDA 1 = beste Luft
IDA 2 = gute Luft
IDA 3 = noch akzeptabel
IDA 4 = schlechte Luft → Lüften erforderlich
Ab etwa 1000 ppm merken viele Menschen:
Müdigkeit
Konzentrationsprobleme
Kopfschmerzen
sinkende Leistungsfähigkeit
Deshalb sollen Unterrichts-, Büro- und Aufenthaltsräume regelmäßig gelüftet oder mechanisch belüftet werden.
Je höher die CO₂-Konzentration im Raum, desto schlechter ist die Luftqualität. CO₂ dient als Indikator für die Notwendigkeit des Lüftens. Gute Raumluft liegt unter etwa 1000 ppm, Werte über 1500 ppm gelten als sehr schlechte Luftqualität (IDA 4).
definierie Lüftung und Luftwechselzahl
Lüftung bedeutet, die verbrauchte Raumluft durch frische Außenluft zu ersetzen.
Das kann auf zwei Arten erfolgen:
Freie Lüftung → z. B. Fenster öffnen.
Raumlufttechnische Anlage (RLT) → mechanische Lüftungsanlage mit Ventilatoren.
Ziel der Lüftung:
CO₂ abführen
Feuchtigkeit abführen
Gerüche entfernen
Schadstoffe entfernen
Frische Luft zuführen
Die Luftwechselzahl (n) gibt an,
wie oft das gesamte Luftvolumen eines Raumes innerhalb einer Stunde ausgetauscht wird.
n=1h=h−1n=h1=h−1
n = 0,4 h⁻¹
👉 40 % der Raumluft werden pro Stunde ausgetauscht.
Anders ausgedrückt:
Nach 1 Stunde wurde der Raum nicht vollständig, sondern zu 40 % mit Frischluft erneuert.
Für einen vollständigen Austausch würde es bei gleichbleibendem Luftwechsel theoretisch etwa 2,5 Stundendauern.
->Je größer n, desto mehr Frischluft gelangt in den Raum.
Technische Regelung der Arbeitsstätten-ASR A3.6
In Büros, Klassenräumen oder anderen Arbeitsräumen muss genügend Frischluft vorhanden sein.
Die Luft soll möglichst der Außenluftqualität entsprechen.
➡️ Deshalb muss regelmäßig gelüftet oder eine Lüftungsanlage eingesetzt werde
Menschen atmen:
Sauerstoff ein
CO₂ aus
Je mehr Personen sich in einem Raum befinden und je schlechter gelüftet wird, desto höher steigt der CO₂-Gehalt.
Deshalb wird die CO₂-Konzentration als Maß für die Luftqualität verwendet.
Eine hohe CO₂-Konzentration führt zu:
Müdigkeit 😴
Konzentrationsproblemen 🧠
geringerer Aufmerksamkeit
Kopfschmerzen 🤕
Deshalb schreibt die ASR vor, dass genügend Frischluft vorhanden sein muss.
Die ASR A3.6 fordert, dass Arbeitsräume ausreichend mit gesundheitlich zuträglicher Außenluft versorgt werden. Die CO₂-Konzentration dient dabei als wichtiger Indikator für die Luftqualität. Steigt der CO₂-Gehalt, sinken Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit.
n = Luftwechselrate [1/h][1/h]
VerfVerf = benötigter Außenluftvolumenstrom [m3/h][m3/h]
VRaumVRaum = Raumvolumen [m3][m3]
Sie gibt an,
wie oft die gesamte Raumluft pro Stunde ausgetauscht wird.
für benötigter luftvolumenstrom:
qp = Frischluftbedarf pro Person x
N = Anzahl der Personen
20 Personen sitzen im Seminarraum.
Pro Person benötigt man
30 m3/(h⋅Person)30m3/(h⋅Person)
Verf=30×20=600 m3/hVerf=30×20=600m3/h
Die Lüftungsanlage muss also 600 m³ Frischluft pro Stunde liefern.
Warum ist Feuchtigkeit ein Problem?
Wie verhindert man Schimmel?
Menschen produzieren ständig Feuchtigkeit:
Atmen
Duschen
Kochen
Wäsche trocknen
Pflanzen
Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum.
Warme Luft kann viel Wasser speichern.
Trifft sie auf eine kalte Wand oder Fensterecke, kühlt sie dort ab.
➡️ Kalte Luft kann weniger Wasser speichern.
➡️ Das überschüssige Wasser kondensiert (Tauwasser entsteht).
➡️ Die Wand wird feucht.
➡️ Schimmel und Pilze entstehen.
Warme Luft + kalte Wand = Kondenswasser = Schimmelgefahr
vier maßnahmen zur schimmelverhinderung:
Feuchte Luft wird nach außen abgeführt.
Frische, trockenere Außenluft kommt herein.
Warme Wände kühlen die Luft weniger stark ab.
Dadurch entsteht weniger Kondenswasser.
Vor allem in modernen, dichten Gebäuden muss genügend Frischluft zugeführt werden.
Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen.
—> Je höher die Temperatur, desto niedriger sollte die relative Luftfeuchtigkeit sein, damit kein Kondenswasser entsteht.
Lüften wie ?
Die warme Abluft gibt ihre Wärme an die kalte Außenluft ab.
➡️ Die Luft wird erneuert, aber die Wärme bleibt größtenteils im Gebäude.
Dadurch spart man Heizenergie.—> für winter
Kombiniert beide Systeme.
Im Sommer Fensterlüftung.
Im Winter mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung.
Dadurch nutzt man die Vorteile beider Systeme.
Die Luft bewegt sich ohne Ventilator, nur durch natürliche Kräfte:
Fenster öffnen
Temperaturunterschiede (warme Luft steigt auf)
einfach
günstig
kein Stromverbrauch
Luftwechsel ist nicht konstant
abhängig vom Wetter
keine Wärmerückgewinnung
➡️ Die warme Abluft geht einfach nach draußen.
Hier übernehmen Ventilatoren den Luftaustausch.
Sie saugen frische Außenluft an und führen verbrauchte Luft kontrolliert ab.
gleichmäßiger Luftwechsel
gute Luftqualität
unabhängig vom Wetter
Wärmerückgewinnung möglich
höhere Anschaffungskosten
Wartung (Filterwechsel)
die mechanische Lüftung in zwei Arten:
Was bedeutet RLT?
➡️ Jeder Raum hat sein eigenes kleines Lüftungsgerät.
Schlafzimmer → eigenes Gerät Wohnzimmer → eigenes Gerät Kinderzimmer → eigenes Gerät
Es gibt keine großen Lüftungskanäle durch das ganze Gebäude.
einfache Nachrüstung
jeder Raum kann einzeln geregelt werden
viele einzelne Geräte
Wartung in jedem Raum
—> Kontrollierte Be- und Entlüftung eines Raumes → Ein Gerät versorgt nur einen Raum.
—> Dezentrales RLT-Gerät → Das kleine Gerät sitzt direkt in der Außenwand oder im Raum.
➡️ Ein großes Lüftungsgerät versorgt das ganze Gebäude.
Zentrales RLT-Gerät
┌────────────┼────────────┐
│ │ │
Wohnzimmer Schlafzimmer Küche
Über ein Kanalsystem gelangt die Luft in alle Räume.
nur ein Gerät
effizient
ideal für Neubauten
aufwendige Lüftungskanäle
teurer Einbau
—> Kontrollierte Be- und Entlüftung mehrerer Räume → Ein Gerät versorgt das ganze Gebäude.
—> Zentrales RLT-Gerät → Das große Gerät steht meist im Technikraum oder Keller.
RLT = Raumlufttechnik
Das ist einfach der Fachbegriff für mechanische Lüftungsanlagen.
Ein RLT-Gerät ist also das Lüftungsgerät mit:
Filter
Wärmetauscher (bei Wärmerückgewinnung)
kontrolliert:➡️ sondern die Lüftungsanlage entscheidet automatisch, wie viel Luft hinein- und hinausströmt.
Mischformen aus natürlicher und mechanischer Lüftung
Man nutzt Fenster + Lüftungsanlage gleichzeitig.
👉 Verschiedene Gebäudeteile haben unterschiedliche Lüftungsarten.
Büros → mechanische Lüftung 🌀
Treppenhaus → natürliche Lüftung 🌬️
Hier werden beide Systeme im selben Raum genutzt.
Büro:
🪟 Fenster öffnen +🌀 Lüftungsanlage läuft
Das ist die intelligenteste Variante.
Das Gebäude entscheidet automatisch:
🌬️ Ist draußen angenehmes Wetter? → Fensterlüftung reicht.
🥶 Ist Winter oder kein Wind? → Mechanische Lüftung übernimmt.
Man nutzt also je nach Situation das bessere System.
System
Getrennte Lüftungsbereiche
Manche Räume natürlich, andere mechanisch.
Überlagernde Lüftungsbereiche
Im selben Raum arbeiten Fenster und Lüftungsanlage gleichzeitig.
Hybridlüftung
Das Gebäude wechselt automatisch zwischen natürlicher und mechanischer Lüftung.
Was ist natürliche (freie) Lüftung?
➡️ Die Raumluft wird ohne technische Anlage ausgetauscht.
Das passiert durch:
🪟 geöffnete Fenster
🚪 Türen
🌬️ Wind
🌡️ Temperaturunterschiede zwischen innen und außen
Wenn Wind gegen ein Gebäude bläst:
auf der Windseite entsteht Überdruck → Luft strömt hinein.
auf der Rückseite entsteht Unterdruck → Luft wird herausgesaugt.
Warme Luft ist leichter als kalte Luft.
warme Luft steigt nach oben,
sie verlässt das Gebäude über obere Öffnungen,
unten strömt kühlere Außenluft nach.
Je größer der Temperaturunterschied, desto besser funktioniert der Kamineffekt.—>starke Luftbewegung.
✅ keine Stromkosten
✅ einfache Technik
✅ geringe Baukosten
❌ abhängig vom Wetter (Wind, Temperatur)
❌ Luftwechsel nicht genau steuerbar
❌ keine Wärmerückgewinnung
Bei der natürlichen Lüftung kann keine Wärme aus der Abluft zurückgewonnen werden.
Innen: 21 °C
Außen: 0 °C
Du öffnest das Fenster.
➡️ Die 21 °C warme Luft geht komplett nach draußen.
➡️ Kalte 0 °C Luft kommt herein.
➡️ Die Heizenergie ist verloren.
Bei einer mechanischen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung würde diese Wärme vorher auf die frische Außenluft übertragen werden.
->Natürliche (freie) Lüftung = Fenster + Wind + Temperaturunterschiede, ohne Ventilator und ohne Wärmerückgewinnung.
Wie gut eine natürliche Lüftung funktioniert, hängt von vielen Faktoren ab.
nenne sie!
Prinizipien der Lüftung
Es gibt nur Fenster auf einer Gebäudeseite.
Luft kommt durch dasselbe Fenster rein und wieder raus.
Funktioniert nur über Wind oder kleine Temperaturunterschiede.
❌ schlechtester Luftaustausch.
Fenster befinden sich auf zwei gegenüberliegenden Seiten.
Wind strömt durch den gesamten Raum.
Sehr schneller Luftaustausch.
✅ beste natürliche Lüftung.
Beispiel: Fenster vorne und Balkontür hinten öffnen.
Hier nutzt man den Kamineffekt.
Warme Luft steigt nach oben und entweicht über einen Schacht oder Dachöffnung.
Von unten strömt frische Luft nach.
Funktioniert ohne Ventilator.
Beispiel: Treppenhaus, Atrium oder Lüftungsschacht.
Die natürliche Schachtlüftung ist eine Form der Kaminlüftung.
Sie funktioniert hauptsächlich durch den thermischen Auftrieb (Kamineffekt):
Warme Luft im Gebäude steigt nach oben.
Sie entweicht über einen Schacht oder das Dach.
Dadurch entsteht unten ein Unterdruck.
Frische Außenluft strömt durch Fenster oder Öffnungen nach.
Vergleich einseitig-, quer-, Kaminlüftung
Worum geht es bei ASR A3.6
Die ASR A3.6 schreibt vor, wie groß Fenster bzw. Lüftungsöffnungen mindestens sein müssen, damit genügend Frischluft in einen Raum gelangt.
➡️ Nur eine Fensterseite.
maximale Raumtiefe = 2,5 × Raumhöhe
Raumhöhe = 3 m
→ maximale Raumtiefe:
2,5×3=7,5 m2,5×3=7,5m
Ist der Raum tiefer als 7,5 m, kommt hinten kaum noch Frischluft an.
➡️ Fenster auf zwei gegenüberliegenden Seiten.
maximale Raumtiefe = 5 × Raumhöhe
5×3=15 m5×3=15m
Hier kann der Raum also etwa doppelt so tief sein wie bei einseitiger Lüftung.
Hier wird die Öffnungsfläche pro Person angegeben.
Einseitige Lüftung: 0,35 m² pro Person
Querlüftung: 0,20 m² pro Person
➡️ Querlüftung braucht kleinere Fensterflächen, weil sie effizienter ist.
Hier richtet sich die Öffnungsfläche nach der Grundfläche des Raumes.
Einseitige Lüftung: 1,05 m² je 10 m² Grundfläche
Querlüftung: 0,60 m² je 10 m² Grundfläche
Es berechnet, ob die natürliche Lüftung ausreicht und wie viel Luft pro Stunde ausgetauscht wird.
Dazu gibt man verschiedene Werte ein:
🌡️ Innentemperatur (Indoor T)
🌡️ Außentemperatur (Outdoor T)
🪟 Größe der Fensteröffnung (A₁)
📏 Höhe der Öffnung (Stack Height)
🚪 Fensterart (Dreh-, Kipp-, Klappfenster usw.)
es berechnet den Luftwechsel:
Wie viel Frischluft kommt in den Raum?
Reicht das für Komfort und gute Luftqualität?
Ist die Lüftung ausreichend oder muss man größere/mehr Fenster öffnen?
Warum funktioniert irgendwann der Kamineffekt bei tiefen räumen nicht mehr?
In der Mitte entsteht eine tote Zone.
➡️ Dort bewegt sich die Luft kaum noch.
➡️ Es findet kein Luftaustausch statt.
Je weiter die Luft vom Fenster entfernt ist, desto langsamer wird sie.
➡️ Die Luft verliert Geschwindigkeit.
Im hinteren Bereich des Raumes kommt fast keine frische Luft mehr an.
schlechte Luftqualität
höherer CO₂-Gehalt
stickige Luft
Während die Luft durch den Raum strömt, reibt sie an:
Wänden
Möbeln
Einbauten
Dadurch verliert sie Energie und wird immer langsamer.
Die Luft nimmt den kürzesten Weg.
Statt den ganzen Raum zu durchströmen, strömt sie direkt vom Einlass zum Auslass.—> Der Rest des Raumes bekommt kaum Frischluft.
Das ist genau die Regel der Querlüftung.
Ist der Raum tiefer als 15 m, entsteht in der Mitte eine tote Lüftungszone.
Mit zunehmender Raumtiefe nimmt die Luftgeschwindigkeit ab.
Es entstehen tote Zonen mit schlechtem Luftaustausch.
Die Luft verliert durch Reibung Energie (Druckverlust).
Bei ungünstiger Führung entsteht eine Kurzschlussströmung.
Deshalb gilt bei Querlüftung: Raumtiefe ≤ 5 × Raumhöhe.
"Was mache ich, wenn ein Raum zu tief ist und natürliche Lüftung allein nicht mehr ausreicht?"
➡️ Man baut einen Lüftungsschacht oder ein Atrium.
Warme Luft steigt nach oben (Kamineffekt).
Frische Luft strömt unten nach.
→ Nutzt den thermischen Auftrieb.
➡️ Ein Turm auf dem Dach fängt den Wind ein.
Der Wind wird ins Gebäude geleitet.
Dadurch wird die natürliche Lüftung verstärkt.
→ Mechanisch unterstützt? Nein, meist nicht. Ein klassischer Windturm nutzt nur den Wind und ist daher natürliche Lüftung. Auf der Folie ist wahrscheinlich gemeint, dass das Prinzip heute auch mit Ventilatoren unterstützt werden kann.
➡️ Kombination aus:
🌬️ natürlicher Lüftung (Fenster, Schacht)
🌀 mechanischer Lüftung (Ventilatoren)
Im Frühling lüftet man natürlich.
Im Winter oder bei Windstille unterstützt ein Ventilator.
➡️ Statt den ganzen tiefen Raum als einen Raum zu betrachten, teilt man ihn in mehrere Bereiche auf.
Für jede Zone wird separat berechnet, ob genügend Frischluft vorhanden ist.
Lüftungsarten bildlich
der natürlicher
➡️ Der Mensch entscheidet selbst.
Fenster schließen
Lüftungsklappe öffnen
👉 Es gibt keine automatische Regelung.
➡️ Das Gebäude hilft beim Lüften.
Die Fenster oder Lüftungsklappen werden automatisch gesteuert, z. B. durch:
🌡️ Temperatursensor
💨 CO₂-Sensor
🌧️ Regensensor
⏰ Zeitschaltuhr
⚙️ Motorantrieb
👉 Das Fenster öffnet oder schließt sich automatisch, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
Lüftungsart Infiltration : unkontrolleirt
Was ist Infiltration?
Diese Folie beschreibt die Infiltration, also die unkontrollierte natürliche Lüftung.
➡️ Luft gelangt ungewollt durch kleine Undichtigkeiten (Fugen, Ritzen) in Fenstern, Türen oder der Gebäudehülle ins Gebäude oder hinaus.
Es entsteht eine Druckdifferenz zwischen innen und außen durch:
🌡️ Temperaturunterschiede (Kamineffekt)
Dadurch wird Luft durch die kleinen Spalten gedrückt.
Luftwechsel durch Druckdifferenz → Luft wird ohne Fensteröffnen ausgetauscht.
LW ca. 0,3–1,0 h⁻¹ → Die Luft wird 0,3 bis 1-mal pro Stunde ausgetauscht.
Zugluft an windreichen Tagen → Bei starkem Wind strömt kalte Luft durch die Fugen → unangenehm.
Gefahr von Schimmelpilzbildung → Die Luft strömt unkontrolliert. Manche Bereiche werden kaum gelüftet, Feuchtigkeit bleibt dort → Schimmel kann entstehen.
Hohe Wärmeverluste → Im Winter entweicht warme Innenluft ständig nach draußen und kalte Außenluft kommt hinein → Heizenergie geht verloren.#
Infiltration = ungewollter Luftaustausch über Undichtigkeiten der Gebäudehülle.
Nachteile:
❄️ Wärmeverluste
🌬️ Zugluft
🍄 Schimmelgefahr
⚠️ nicht kontrollierbar
passive Fensterlüfter-> dezentral
Das sind kleine Lüftungselemente im Fenster, die ohne Strom und ohne Ventilator funktionieren.
➡️ Sie gehören zur natürlichen Lüftung, weil der Luftaustausch nur durch Wind und Temperaturunterschiede erfolgt.
Sitzt im Fensterfalz (zwischen Rahmen und Flügel).
Lässt ständig eine kleine Menge Frischluft herein.
Ohne Ventilator.
Oft feuchtegeregelt: Bei hoher Luftfeuchtigkeit öffnet er weiter, bei trockener Luft weniger.
➡️ Vorteil: kontinuierliche Grundlüftung, Schimmelschutz.
Nutzt den Fensterbeschlag.
Beim Schließen bleibt automatisch ein kleiner Spalt (ca. 6 mm) offen.
Bei starkem Wind schließt der Spalt automatisch etwas.
➡️ Vorteil: verhindert Zugluft bei Wind.
Werden auf den Blendrahmen oder ins Glas eingebaut.
Lassen ebenfalls Frischluft herein.
Häufig mit Schalldämmung, damit Straßenlärm reduziert wird.
➡️ Vorteil: Lüften ohne Fensteröffnen und trotzdem guter Schallschutz.
🌬️ Luft kommt durch kleine Lüftungselemente ins Gebäude.
⚡ Kein Strom, kein Ventilator.
🏠 Jeder Raum hat seinen eigenen Fensterlüfter (dezentral).
💧 Dienen vor allem dem Mindestluftwechsel und dem Schimmelschutz.
Ein Lüftungsgitter, das:
🌬️ Luft hinein- und hinauslässt
🌧️ Regenwasser draußen hält
Die Lamellen sind schräg nach unten geneigt.
Die Luft strömt zwischen den Lamellen hindurch.
Regenwasser trifft auf die Lamellen, läuft nach unten ab und tropft außen wieder herunter.
Dadurch gelangt kaum Wasser ins Gebäude.
Die blauen Pfeile auf der rechten Skizze zeigen den Weg des Wassers: ➡️ Es wird an den Lamellen nach unten geleitet und nach außen abgeführt.
Wasserabweisendes Lüftungsgitter = Luft kann durchströmen, Regenwasser wird durch schräge Lamellen nach außen abgeleitet.
👉 Die Lüftung wird nicht mehr vom Menschen, sondern teilweise automatisch gesteuert
Be- und Entlüftung = Frischluft kommt hinein (Belüftung) und verbrauchte Luft geht hinaus (Entlüftung).
Bedingt kontrolliert = Die Lüftung erfolgt automatisch, aber nur wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
Das Fenster wird nicht von dir geöffnet, sondern:
⚙️ motorisch = ein kleiner Elektromotor öffnet und schließt das Fenster.
📡 Sensorik = Sensoren entscheiden, wann das passieren soll.
🌡️ Temperatursensor → Fenster öffnet, wenn es innen zu warm wird.
🫁 CO₂-Sensor → Fenster öffnet bei schlechter Luft.
💧 Feuchtigkeitssensor → Fenster öffnet bei hoher Luftfeuchtigkeit.
🌧️ Regensensor → Fenster schließt bei Regen.
💨 Windsensor → Fenster schließt bei starkem Wind.
bedingt kontrollierten natürlichen Lüftung.
Passive Fensterlüfter: Luft strömt nur durch Wind und Temperaturunterschiede.
Aktive Fensterlüfter: Die Lüftungsöffnung wird aktiv geregelt (z. B. durch Motoren oder Ventile). Es gibt keinen Ventilator, aber die Öffnung wird automatisch angepasst.
Ein aktiver Fensterlüfter:
⚙️ öffnet oder schließt die Lüftungsöffnung automatisch,
📡 wird über Sensoren gesteuert (CO₂, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind, Regen),
sorgt dafür, dass immer genau so viel Frischluft hereinkommt, wie nötig
Luft strömt durch den Fensterrahmen.
Klappen oder Ventile verändern automatisch den Luftdurchlass.
Die farbige Simulation zeigt den Luftstrom.
—> Aktive Fensterlüfter = natürliche Lüftung mit automatisch geregelter Öffnung (Motor/Sensoren), damit genau die benötigte Frischluft ins Gebäude gelangt.
Die gelben Symbole stellen die Steuerung/Funkverbindung zwischen Sensoren und Fensterantrieb dar.
VL18 mechanische Lüftung
Was ust mechanische Lüftung ?
Wovon hängt die Wahl des Lüftungssystems ab?
Im Gegensatz zur natürlichen Lüftung wird die Luft nicht durch Wind oder Temperaturunterschiede bewegt, sondern mit Ventilatoren.
➡️ Frischluft wird aktiv angesaugt und verbrauchte Luft aktiv abgeführt.
kontrollierter Luftwechsel
bessere Luftqualität
benötigt Strom → höherer Energiebedarf.
abhängig von:
Büro, Schule, Krankenhaus, Wohnung usw.
Gebäudeart
Gibt es Platz für Schächte und Leitungen?
Zentrale oder dezentrale Anlage
Ein großes Gerät für das ganze Gebäude oder viele kleine Geräte?
Energieversorgung
Wie wird die Anlage betrieben?
Vorwärmung/Vorkühlung
Kann die Außenluft vor dem Einblasen erwärmt oder gekühlt werden?
Aus was besteht eine mechanische Lüftung ?
Eine Lüftungsanlage besteht aus mehreren Bauteilen:
➡️ Hier wird Außenluft angesaugt.
➡️ Entfernt Staub, Pollen und Schmutz.
➡️ Das Herzstück der Anlage. Hier sitzen Ventilatoren und oft der Wärmetauscher.
➡️ Regelt Luftmenge und Betriebszeiten.
➡️ Verteilen die Luft im Gebäude.
Zuluftauslass: Frischluft kommt in den Raum.
Ablufteinlass: Verbrauchte Luft wird abgesaugt.
➡️ Regeln den Luftstrom.
➡️ Luft kann von einem Raum in den nächsten strömen (z. B. Türspalt).
➡️ Reduzieren Geräusche der Lüftungsanlage.
Lüftungsanlage = Ansaugung → Filter → Lüftungsgerät → Luftkanäle → Raum → Abluft.
Welche arten mechanischer Lüftungen gibt es ?
Nur die Abluft wird mechanisch abgesaugt.
Frischluft kommt über Fenster oder Lüftungsöffnungen nach.
➡️ einfach und günstig
Nur Frischluft wird eingeblasen.
Abluft entweicht über Öffnungen.
➡️ eher selten
Frischluft wird eingeblasen.
Abluft wird gleichzeitig abgesaugt.
➡️ beste Luftqualität ➡️ Wärmerückgewinnung möglich
Abluftsystem: welche gitb es ?
wie mehrere Wohnungen oder Räume an Lüftungsschächte angeschlossen werden.
Jede Wohnung bzw. jeder Raum besitzt einen eigenen Lüftungsschacht mit eigenem Ventilator.
➡️ unabhängig voneinander
Mehrere Wohnungen nutzen einen gemeinsamen Lüftungsschacht.
Es gibt zwei Varianten:
Zentrallüfter
Ein großer Ventilator auf dem Dach saugt alle Wohnungen ab.
Einzellüfter
Jede Wohnung hat ihren eigenen kleinen Ventilator, aber alle sind an denselben Schacht angeschlossen.
nenne : Kombinierte Ab- und Zuluftsysteme
wie verteilt sich die Luft im raum?;
1. Verdrängungsströmung (Quelllüftung)
Frische Luft wird langsam und kühl in Bodennähe eingeblasen.
Die Luft verdrängt die warme Raumluft.
Menschen und Geräte erwärmen die Luft.
Warme Luft steigt nach oben.
Dort wird sie abgesaugt.
➡️ Deshalb heißt sie Verdrängungsströmung:Die frische Luft verdrängt die alte Luft.
2. Mischungsströmung – tangentiale Strömungswalzen
Die Luft wird mit höherer Geschwindigkeit eingeblasen.
Dadurch entstehen große Luftwirbel.
Die frische Luft mischt sich ständig mit der Raumluft.
➡️ Deshalb heißt sie Mischungslüftung.
überall ähnliche Temperatur
überall ähnliche Luftqualität
Auch schlechte Luft wird erst einmal mit guter Luft vermischt.
3. Mischungsströmung – diffuse Strömungswalzen
Hier wird die Luft ebenfalls gemischt.
Allerdings kommt sie aus einem Deckenauslass und verteilt sich viel diffuser.
Viele kleine Wirbel statt eines großen Kreisels.
Warum gibt es zwei Arten der Mischungslüftung?
➡️ ein großer Luftwirbel
➡️ viele kleine Wirbel
Es gibt zwei Arten, wie die Zuluft in den Raum eingebracht wird.
Quelllüftung
Die Luft kommt unten in Bodennähe in den Raum.
Zuluft unten
warme Luft steigt auf
Abluft oben
✅ bessere Luftqualität
❌ viele Luftkanäle notwendig
2. Induktionslüftung
Hier kommt die Luft oben an der Decke hinein
Die Zuluft mischt sich sofort mit der Raumluft.
einfachere Leitungsführung
schlechtere Luftqualität als Quelllüftung
Quelllüftung = unten einblasen
Induktionslüftung = oben einblasen
Im Winter:
Innen
➡️ 22 °C
Außen
Wenn wir einfach lüften:
22°C raus 0°C rein
Die ganze Heizenergie wäre verloren.
Deshalb gibt es einen Wärmetauscher
Abluft 22°C
Zuluft wird warm
Die Luft vermischt sich NICHT.
Nur die Wärme wird übertragen.
Deshalb heißt es
Wärmerückgewinnung.
✅ Ventilatoren saugen und blasen die Luft durch Luftkanäle. Ein Haus wird in drei Bereiche eingeteilt.
Das Gerät saugt Außenluft an. ventilator wird frische Luft eingeblasen.
Wohnzimmer
Schlafzimmer
Kinderzimmer—> ein leichter Überdruc entsteht
Hier fließt die Luft einfach weiter.
Flur
Gang
Hier wird schlechte Luft abgesaugt.—> ein zweiter Ventilator saugt die Luft wieder ab
Bad
Weil man Gerüche nicht verteilen möchte.
Wenn man zuerst die Küche belüften würde:
Immer
saubere Räume
schmutzige Räume
Das nennt man
kaskadische Nutzung der Luft.
Frische Luft kommt von draußen.
Staub und Pollen werden entfernt.
Die kalte Außenluft wird durch die warme Abluft erwärmt.
Warme Frischluft geht in
Durch Türen oder Türschlitze.
Luft aus
Die verbrauchte Luft verlässt das Gebäude.
Auswahl eines geeigeten Lüftungsgerätes
Worauf achtet man beim Kauf bzw. bei der Planung eines Lüftungsgeräts?
Hohe Luftdichtheit der Gebäudehülle
Eine mechanische Lüftungsanlage funktioniert nur richtig,
wenn keine unkontrollierte Luft durch Fugen eintritt.
Sonst strömt die Luft nicht mehr dort,
wo die Ventilatoren sie haben wollen.
Wärmerpückgewinnung
Kreuzstrom-Plattenwärmetauscher
Hier kreuzen sich die Luftkanäle.
Die Luftströme treffen sich im 90°-Winkel.
Die Wärme geht durch die Platten.
Die Luft mischt sich nicht.
Ein Kreuzstromwärmetauscher erreicht in der Praxis eher etwa 50–70 %.
Für die Klausur solltest du aber das Prinzip kennen:
➡️ einfach
➡️ eher geringerer Wirkungsgrad als Gegenstrom
Wärmerückgewinung
Gegenstrom-Plattenwärmetauscher
Jetzt laufen die Luftströme entgegengesetzt.
Dadurch bleibt der Temperaturunterschied über die gesamte Länge erhalten.
Deshalb kann viel mehr Wärme übertragen werden.
Vergleich:
→ ↑
nur kurze Berührung
←←←← →→→→
lange Berührung
➡️ mehr Wärmeübertragung.
Kreuzstromwärmetauscher: Luftströme kreuzen sich → einfacher Aufbau, geringerer Wirkungsgrad.
Gegenstromwärmetauscher: Luftströme fließen entgegengesetzt → höchste Wärmeübertragung.
Rotationswärmetauscher: Rotierende Scheibe speichert Wärme und kann zusätzlich Feuchtigkeit übertragen. Das sorgt im Winter für eine angenehmere Luftfeuchtigkeit.
Vor dem Wärmetauscher:
Außenluft = 0 °C
Abluft = 22 °C
Nach dem Wärmetauscher:
Außenluft = 18 °C
Abluft = 4 °C
Die 18 °C sind die zurückgewonnene Wärme.
Die Heizung muss jetzt nur noch von 18 °C auf 22 °C heizen und nicht mehr von 0 °C auf 22 °C.
Wärmerückgewinnun g
Rotationswärmetauscher
Hier gibt es keine festen Platten. Sondern eine große Scheibe, die sich dreht.
Die warme Abluft
erwärmt die Scheibe.
Die Scheibe dreht sich.
Jetzt kommt kalte Außenluft.
Die warme Scheibe gibt ihre Wärme wieder ab.
Feuchte kann übertragen werden
Das ist der große Unterschied.
Welche LüftungsSysteme gibt es?
1. Eine zentrale Lüftungsanlage für das ganze Gebäude
➡️ Ein großes Gerät versorgt das gesamte Gebäude.—> büro, Krankenhaus
Wohnung 1 → Lüftungsgerät Wohnung 2 → Lüftungsgerät Wohnung 3 → Lüftungsgerät
Jede Wohnung besitzt ihr eigenes Lüftungsgerät.
Es gibt also mehrere Geräte im Gebäude.
Das ist heute bei Mehrfamilienhäusern sehr häufig.
Hier besitzt jede Wohnung ebenfalls ein eigenes Gerät.
Das Gerät ist besonders klein und kompakt.
Oft sitzt es
im Bad
im Abstellraum
an der Decke
rei Bilder unterscheiden sich nur darin,
wie viele Lüftungsgeräte es gibt.
entrale oder dezentrale Lüftung?
Ein Gerät versorgt
➡️ mehrere Räume.
Wohnzimmer ↓ Flur ↓ Schlafzimmer ↓ Bad
Alles wird von einem Gerät gesteuert.
Hier besitzt
jeder Raum
sein eigenes Gerät.
beispiel für dezentral
dezentrale lüftungsanlage mit kompakt lüftungsgerät
Das ist das Gerät, das direkt in der Außenwand sitzt.
Es braucht
einen kleinen Ventilator
einen Wärmetauscher
"Punktuell" bedeutet:
👉 Nur an dieser einen Stelle.
Nicht das ganze Haus.
Weil das Gerät nicht in einem Technikraum steht.
Sondern
direkt
im Wohnzimmer
Büro
jeweils einzeln.
Das Gerät kann höchstens 140 Kubikmeter Luft pro Stunde bewegen.
dezentrale lüftung - Hallenlüftung
gibt es große Geräte unter dem Dach.
Sie enthalten wieder:
Sie versorgen aber nur diese Halle.
Darum heißt es trotzdem dezentral.
Nicht ein Gerät für das ganze Gebäude,
sondern eines für diese Halle.
-dass das Lüftungsgerät in die Außenwand eingebaut wurde.
Es sitzt direkt neben dem Fenster.
-Noch ein anderes Einbaubeispiel.
Hier befindet sich das Lüftungsgerät ebenfalls neben dem Fenster.
Die Luft kommt
Außen → Gerät → Wärmetauscher → Ventilator → Raum.
Die Abluft läuft gleichzeitig zurück.
Die kleinen Kästen außen an der Fassade sind die dezentralen Lüftungsgeräte.
Jeder wichtige Raum (Wohnzimmer, Schlafzimmer usw.) besitzt sein eigenes kleines Lüftungsgerät.
Das Gerät sitzt direkt in der Außenwand.
Außen ↓ ┌───────────────┐ │ Filter │ │ Wärmetauscher │ │ Ventilator │ └───────────────┘ ↓ Innenraum
Die Luft muss also nicht durch lange Luftkanäle transportiert werden.
➡️ Deshalb heißt es dezentral.
Diese Folie zeigt etwas anderes.
Hier wurde das Haus 1980 gebaut.
Damals gab es meistens keine Lüftungsanlage.
Später wollte man:
bessere Luft
weniger Schimmel
weniger Wärmeverluste
Deshalb bohrt man einfach ein Loch durch die Außenwand.
Es wird eine Kernbohrung gemacht.
Ein Rohr wird eingesetzt.
Außenwand ██████████████ ○ Rohr
In dieses Rohr kommt das Lüftungsgerät.
Innen wird eine Abdeckung montiert.
Das ist das Bild mit dem Monteur.
Außen kommt ein Wetterschutzgitter drauf.
Das ist das runde schwarze Teil unten links.
Es verhindert:
Tiere
blätter
-n keine großen Luftkanäle im Haus verlegen muss
zenträle mechanische lüftngssysteme
Kontrollierte Be- und Entlüftung mehrerer Räume
alle über eine einzige Lüftungsanlage.
Von diesem Gerät gehen Luftkanäle in alle Räume.
nachdem kalte luft angesaugt gefiltert (im wärmetauscher erwärmt)—> Ventilator verteilt die Luft
Jetzt wird die Luft über Kanäle verteilt.Diese Räume heißen Zuluft-Räume.
—>In Bad und Küche wird die Luft abgesaugt.
Praxisbeispiel.
Hier wurde beim Neubau gleich die Lüftungsanlage eingebaut.
Die Rohre verschwinden später
in der Decke
im Estrich
in Schächten.
Nach Fertigstellung sieht man fast nichts mehr.
Auf der Folie steht außerdem:
Abluft durch Badezimmer nach außen
Die verbrauchte Luft wird hauptsächlich
abgesaugt.
Nicht jede Wohnung hat mehrere kleine Geräte,
sondern ein Gerät, das alle Räume dieser Wohnung versorgt.
🏠 Neubau → Zentrale Lüftung ist meistens die bessere Wahl.
Luftkanäle können direkt mitgeplant werden.
Höhere Energieeffizienz.
Komfortable Versorgung des ganzen Hauses.
🏡 Sanierung / Altbau → Dezentrale Lüftung ist meistens besser.
Keine großen Umbauten nötig.
Einfach Kernbohrung durch die Außenwand.
Günstiger nachzurüsten.
Was bedeutet „Lüftungsauslässe“?
Ein Lüftungsauslass ist einfach die Öffnung, durch die Luft ein- oder austritt.
Bei einer zentralen Lüftungsanlage gibt es außen am Gebäude zwei Arten von Öffnungen:
Außenluftansaugung → frische Luft wird angesaugt.
Fortluftauslass → verbrauchte Luft wird wieder nach draußen geblasen.
Das kleine Gitter im Boden ist eine Außenluftansaugung.
Hier wird frische Luft angesaugt.
Der Kasten an der Hauswand gehört zur Lüftungsanlage.
Darin befinden sich die Anschlüsse der Luftkanäle.
Die Lüftung ist häufig mit anderen Haustechnik-Geräten (z. B. Wärmepumpe) kombiniert, deshalb sieht man mehrere Geräte nebeneinander.
Das ist ein Ansaugturm.
Er erfüllt denselben Zweck wie das Bodengitter:
➡️ Er saugt Außenluft an.
Warum ein Turm?
Die Luft wird höher über dem Boden angesaugt.
Weniger Staub.
Weniger Laub.
Weniger Schnee.
Weniger Spritzwasser.
—> Lüftungsauslässe sind die Außenöffnungen einer zentralen Lüftungsanlage. Über die Außenluftansaugung wird frische Luft angesaugt, und über den Fortluftauslass wird die verbrauchte Luft wieder ins Freie abgeführt. Die eigentliche Verteilung der Luft erfolgt anschließend über das zentrale Lüftungsgerät und die Luftkanäle im Gebäude.
Wo kommt die Zuluft aus dem Lüftungssystem in den Raum?
verschiedenen Arten von Luftauslässen im Raum
Der Luftauslass befindet sich meist bodennah oder tief an der Wand.
Die Luft strömt langsam in den Raum.
Frische, meist etwas kühlere Luft kommt unten in den Raum.
Sie verdrängt die warme, verbrauchte Luft nach oben.
Die warme Luft wird oben abgesaugt.
➡️ Deshalb heißt es Verdrängungsauslass, weil die frische Luft die alte Luft verdrängt.
sehr gute Luftqualität
wenig Zugluft
häufig in Hallen, Hörsälen oder Theatern
Der Luftauslass sitzt in der Decke (oder seltener im Boden).
Die Luft wird von oben eingeblasen.
Je nach Auslass kann sie:
senkrecht nach unten strömen
oder sich an der Decke verteilen.
➡️ Das ist die häufigste Lösung in Büros und Wohnungen.
Der Luftauslass sitzt in der Wand.
Die Luft strömt waagerecht in den Raum.
Danach verteilt sie sich im Raum.
Der Luftauslass ist derselbe Zweck:
➡️ Er bringt frische Luft in den Raum.
Nur der Einbauort ist unterschiedlich.
Luftauslass
Einbauort
Luftströmung
Verdrängungsauslass
bodennah
langsam nach oben
Decken-/Bodenauslass
Decke oder Boden
nach unten oder in den Raum
Wandauslass
Wand
waagerecht
das gesamte Lüftungskonzept der Küche arbeitet nach dem Verdrängungsprinzip.
ZB abluftturm
abluftkamin
wie die Abluft einer mechanischen Lüftungsanlage nach draußen abgeführt wird.
1. Abluftkamin / Abluftturm (links)
Die verbrauchte Luft wird senkrecht nach oben abgeführt.
Oben verteilt sie sich in alle Richtungen.
Durch die Höhe wird verhindert, dass die Abluft sofort wieder angesaugt wird.
Wohnhäuser
Bürogebäude
Krankenhäuser
✅ Vorteil:
Gute Verdünnung der Abluft
Geruchsbelästigung geringer
2. Tiefgarage – Abluft (Mitte)
Hier befindet sich der Auslass auf dem Dach der Tiefgarage.
Die Luft strömt waagerecht heraus.
Abgeführt werden:
CO
CO₂
Abgase
Feuchtigkeit
Da eine Tiefgarage meist nur wenig über das Gelände hinausragt, reicht oft ein flacher Dachanschluss
3. Abluftturm (rechts)
Hier steigt die Abluft zuerst im Turm nach oben.
Erst oben wird sie seitlich ausgeblasen.
Warum macht man das?
weil direkt nach oben eventuell ein Dach oder eine Überdachung liegt
weil man den Luftstrom gezielt vom Gebäude wegführen möchte
um Kurzschlussströmungen zwischen Zu- und Abluft zu vermeiden
Eine mechanische Lüftung saugt ständig Luft aus dem Gebäude.
Diese Luft muss irgendwo hin.
Deshalb braucht man einen Abluftauslass.
Er soll:
die Abluft sicher ins Freie führen,
verhindern, dass Gerüche wieder ins Gebäude gelangen,
verhindern, dass die Abluft direkt wieder von der Außenluftansaugung eingesaugt wird.
Lüftungsauslässe außen = Endpunkt der mechanischen Lüftung.
welche Lüftungstechnik dort eingesetzt wird.
ZERO.IBA 27 ist ein modernes Bürogebäude in Stuttgart-Möhringen, das im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA'27) entwickelt wurde.
Das Gebäude dient als Beispiel für energieeffiziente Gebäudetechnik, insbesondere für:
mechanische Lüftung,
Wärmerückgewinnung,
nachhaltige Gebäudekonzepte,
geringe CO₂-Emissionen.
✅ Es besitzt eine zentrale mechanische Lüftungsanlage (RLT-Anlage).
✅ Die Räume werden kontrolliert be- und entlüftet.
✅ Es wird Wärmerückgewinnung eingesetzt.
✅ Es ist ein Beispiel für ein modernes, energieeffizientes Bürogebäude.
VL 19Käktetechnik
welche passive maßnahmen kann man unternehmen um zu kühlen ?
➡️ Man verhindert, dass das Gebäude überhaupt warm wird.
Keine oder kaum Technik notwendig.
Das Dach wird bepflanzt.
Wirkung:
Verdunstung von Wasser
Dach heizt sich weniger auf
Innen bleibt es kühler.
Pflanzen wachsen an der Fassade.
Schatten
Verdunstungskühlung
Fassade bleibt kühler
Gemeint sind schwere Baustoffe.
Beton
Ziegel
Naturstein
Diese speichern Wärme.
Tagsüber:
☀ Sonne scheint
Bauteil nimmt Wärme auf
Innen wird es nicht sofort heiß.
Nachts:
Bauteil gibt die Wärme wieder ab.
Das ist etwas Besonderes.
PCM verändern ihren Aggregatzustand.
fest → flüssig.
Dabei nehmen sie sehr viel Wärme auf.
Ohne dass ihre Temperatur stark steigt.
Man kann sie sich wie einen "Wärmespeicher" vorstellen.
Fenster öffnen.
kalte Außenluft
Gebäude wird ausgekühlt.
Kennst du bereits.
Rohrleitungen liegen im Beton.
Durch sie fließt kaltes Wasser.
Der Raum wird gekühlt.
Interne Lasten sind alles, was Wärme erzeugt.
Computer
Lampen
Drucker
Maschinen
Je weniger davon,
→ desto weniger Kühlung nötig.
Sehr wichtig!
Sonne bleibt draußen.
Nicht innen.
Lamellen
Raffstores
Markisen
Nicht nur das Gebäude beeinflusst die Temperatur.
Auch die Umgebung.
Bäume
weniger Sonneneinstrahlung
Straßen werden kühler.
Brunnen
Teiche
Verdunstung
Luft wird kühler.
adiabate Kühlung
Nicht alles asphaltieren.
Mehr Grünflächen.
Dadurch heizt sich die Stadt weniger auf.
kältetechnik
welche aktiven maßnahmen kann man zur kühlung unternehmen ?
➡️ Wenn das Gebäude trotzdem zu warm wird, wird mit Technik gekühlt.
Klimaanlage
Kühldecke
Jetzt reicht passives Kühlen nicht mehr.
Dann braucht man Technik.
Solarstrom erzeugen.
liefert Strom
für Wärmepumpe oder Kühlung.
Auch Fassaden können Strom erzeugen.
Im Sommer kann sie teilweise auch
Nachtauskühlung unterstützen
kühle Außenluft zuführen
Jetzt aktiv betrieben.
Kaltes Wasser fließt durch den Beton.
Beton kühlt den Raum.
In der Decke verlaufen Rohrleitungen.
Durch diese fließt kaltes Wasser.
Die Decke nimmt Wärme aus dem Raum auf.
Raum wird angenehm gekühlt.
Im Sommer arbeitet sie anders herum.
Außen → Innen
Innen → Außen
Sie transportiert Wärme aus dem Gebäude heraus.
Erdreich hat ganzjährig etwa 10–12 °C.
Dieses kühle Erdreich kann genutzt werden.
Wasser wird gekühlt.
Gebäude wird gekühlt.
PV-Module erzeugen
und gleichzeitig
Schatten.
Also zwei Vorteile.
Kleine Windräder.
Erzeugen Strom für die Gebäudetechnik.
Straßenbelag mit Solarmodulen.
Erzeugt Strom.
Noch selten.
Übersicht aller Klimatisierungs- und Kühlsysteme.
Transportmedium
Nur-Luft-Anlage
Luft
Lüftungsanlage, Klimaanlage
Luft-Wasser-Anlage
Luft + Wasser
Kühldecke, Fußbodenkühlung, TABS
Luft-Kältemittel-Anlage
Luft + Kältemittel
Split-Klimaanlage, VRF-Anlage
➡️ Alle Systeme, die die Raumluft beeinflussen, also
heizen
kühlen
lüften
entfeuchten
befeuchten
Von dort verzweigt sich alles in 3 Hauptgruppen.
Nach welchen Kriterien wählt man ein Kühlsystem aus?
➡️ Wie viel Wärme muss abgeführt werden?
Ein normales Wohnhaus braucht wenig Kühlung.
Ein Rechenzentrum oder Büro mit vielen Computern braucht sehr viel Kühlung.
Je größer die Kühllast, desto leistungsfähiger muss das Kühlsystem sein.
➡️ Was kostet der Einbau?
Split-Klimaanlage → relativ günstig.
Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Kühldecken → deutlich teurer.
Hier geht es um die Anschaffungskosten, nicht um den späteren Betrieb.
➡️ Was kostet der Betrieb?
Filterwechsel
Ein günstiges System kann später hohe Betriebskosten verursachen.
➡️ Kann das System leicht angepasst werden?
Ein Büro wird später in mehrere Räume unterteilt.
Es ziehen mehr Personen ein.
Dann sollte das Kühlsystem einfach erweitert oder umgebaut werden können.
➡️ Wie umweltfreundlich ist das System?
geringer Energieverbrauch
Nutzung erneuerbarer Energien
natürliche Kühlung (z. B. Erdsonden)
wenig CO₂-Ausstoß
➡️ Erfüllt das System die gesetzlichen Anforderungen?
Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Energieeffizienzvorgaben
Umweltauflagen
Ein Kühlsystem muss nicht nur funktionieren, sondern auch die gesetzlichen Vorschriften einhalten.
Arten von Klimaanlagen mit funktionen
Eine Klimaanlage kann alle Luftzustände verändern.
Sie kann:
✅ Heizen
✅ Kühlen
✅ Befeuchten
✅ Entfeuchten
➡️ Sie regelt also Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Eine Teilklimaanlage kann nicht alles.
Sie besitzt nur 2 oder 3 Funktionen.
Heizen + Kühlen
Kühlen + Entfeuchten
Heizen + Befeuchten
Aber nicht alle vier gleichzeitig.
Das kennst du wahrscheinlich von zuhause.
mobiles Klimagerät
Fensterklimagerät
Wandgerät (Split-Klimaanlage)
Es kühlt nur einen Raum.
unterschiede der RTL-Anlagen
➡️ Außenluft wird angesaugt.
Frische Luft kommt ins Gebäude.
➡️ Nur Umluft.
Es wird keine Außenluft zugeführt.
Hier geht es darum:
Wird die Luft erwärmt oder gekühlt?
→ Heizen
→ Kühlen
→ Entfeuchten
→ Befeuchten
→ Nur Lufttransport.
Hier unterscheidet man:
wenig Druck
leiser
für normale Gebäude.
hoher Druck
größere Luftgeschwindigkeit
Industrie.
Hier geht es um den Druck im Raum.
Mehr Luft wird abgesaugt.
Raumdruck sinkt.
Labor
Mehr Luft wird eingeblasen.
Kein Schmutz kann eindringen.
OP-Saal
Zuluft = Abluft.
Druck bleibt gleich.
Komfortklimaanlage → Büro, Wohnung
Industrieklimaanlage → Fabrik
Unterschiedliche Leitungsnetze.
Darauf wird später eingegangen.
Kältespeicherung —> Kaltwasserspeicher, Eisspeicher
KÄLTEANLAGEN / SPLIT ANLAGE
Warum gehört die Split-Anlage zur Kältetechnik?
Split = geteilt.
Die Klimaanlage besteht aus zwei getrennten Geräten.
Draußen Drinnen
Außengerät ←→ Innengerät
Sie sind durch dünne Leitungen verbunden.
In diesen Leitungen fließt Kältemittel (kein Wasser und keine Luft!).
Das ist der wichtigste Punkt!
Stell dir vor, es sind draußen 35 °C.
Im Zimmer sind 28 °C.
Du möchtest auf 22 °C herunterkühlen.
Dafür muss die Wärme aus deinem Zimmer irgendwo hin.
❗ Wärme verschwindet nicht einfach.
Sie muss nach draußen transportiert werden.
Genau das macht die Split-Anlage.
Das Innengerät hängt an der Wand.
Es saugt die warme Raumluft an.
Darin befindet sich ein Verdampfer.
Dort fließt kaltes Kältemittel.—> Das kalte Kältemittel ist viel kälter als die Raumluft.
Physikalisch gilt: Wärme fließt immer vom warmen zum kalten Körper.
Jetzt passiert etwas Besonderes.
Das Kältemittel verdampft.
Dabei nimmt es sehr viel Wärme auf.
Die Luft wird dadurch kälter.
Diese kalte Luft wird wieder in den Raum geblasen.—> raum wird gekühlt
—> etzt ist das Kältemittel warm geworden.
Es muss die aufgenommene Wärme loswerden.
Es fließt deshalb zum Außengerät.
Hier sitzt der Verflüssiger.
Ein Ventilator bläst Außenluft darüber.
Jetzt passiert wieder Physik.
Das Kältemittel ist heißer als die Außenluft.
Deshalb gibt es seine Wärme nach außen ab.
Die Wärme landet also draußen.—> abgekühlt fließt wieder ins innere
-> Weil sie mit einem Kältekreislauf arbeitet.
Sie erzeugt keine "Kälte".
Sie entzieht dem Raum Wärme und transportiert sie nach draußen.
Deshalb spricht man von einer Kältemaschine.
was ist ein Kältemittel?
Ein Kältemittel ist die Flüssigkeit bzw. das Gas, das in einer Klimaanlage oder Wärmepumpe zirkuliert und die Wärme transportiert.—>
➡️ Das Kältemittel ist also der Wärmetransporter.
Die Tabelle vergleicht verschiedene Kältemittel.
Dabei sind zwei Werte wichtig.->
1. ODP = Ozonabbaupotenzial
Frage: Greift das Kältemittel die Ozonschicht an?
Je kleiner der Wert,➡️ desto besser.
2. GWP = Global Warming Potential
Das ist fast wichtiger.
Frage: Wie stark trägt das Kältemittel zum Treibhauseffekt bei?
CO₂ bekommt immer den Wert
1
Alles andere wird damit verglichen.
ODP
1000
extrem schlecht
0,055
schlecht
0
baut keine Ozonschicht ab ✅
Die zweite Folie teilt die Kältemittel in zwei Gruppen.
= künstlich hergestellt.
R32
R410A
✅ gute Kühlleistung✅ funktionieren zuverlässig
❌ oft hoher GWP→ schlecht fürs Klima
—> R32
Das ist heute das Standard-Kältemittel.
Eigenschaften: künstlich, gute Kühlleistung, ODP = 0, GWP = 675
➡️ Deshalb steht auf der Folie , zukünftiges Kältemittel
Diese Stoffe kommen bereits in der Natur vor.
Ammoniak
Propan
Sie sind viel umweltfreundlicher.
Kältemittel
Natürlich/Synthetisch
Besonderheit
R12
synthetisch
zerstört Ozonschicht → verboten
R22
ebenfalls problematisch
heutiger Standard, gutes Verhältnis aus Leistung und Umwelt
älteres Gemisch, hoher GWP
R717 (Ammoniak)
natürlich
sehr umweltfreundlich, aber giftig
R744 (CO₂)
sehr umweltfreundlich, hoher Betriebsdruck
R290 (Propan)
sehr umweltfreundlich, aber brennbar
dezentrales Heiz- und Kühlsyste
Es sitzt im Fenster
Es ist eine komplette Klimaanlage in einem einzigen Gerät.
Man nennt es auch:
Wandeinbaugerät
Monoblock-Klimagerät
👉 Monoblock bedeutet:
Alle Bauteile der Kälteanlage befinden sich in einem einzigen Gehäuse.
Eine Klimaanlage macht nicht einfach "Kälte".
Sie nimmt Wärme aus dem Raum auf und muss diese nach draußen transportieren.
Deshalb muss ein Teil des Geräts Kontakt zur Außenluft haben.
Genau deshalb sitzt es:
im Fenster oder
in einer Außenwand.
Kühlsystem beispiele
Kühlsegel/
Kühlkonvektor
Ein Kühlsegel ist eine Platte (meist aus Metall), die frei unter der Decke hängt und von kaltem Wasser durchströmt wird.
Im Kühlsegel verlaufen Wasserrohre
Das Wasser ist etwa 16–18 °C (nicht eiskalt!).
Die warme Raumluft steigt nach oben.
Sie berührt das kühle Segel.
Das Segel nimmt Wärme auf.
Das Wasser transportiert diese Wärme zur Kältemaschine.
Vor allem durch:
und etwas
✅ natürliche Konvektion—> Es braucht meistens keinen Ventilator.
✅ sehr leise
✅ keine Zugluft
✅ geringer Energieverbrauch
✅ hoher Komfort
❌ nur begrenzte Kühlleistung
❌ keine starke Kühlung möglich
Ein Kühlkonvektor arbeitet ganz anders.
Er besitzt:
einen Ventilator
Deshalb sieht er oft wie ein Heizkörper aus.
Der Ventilator saugt warme Raumluft an.
Die Luft strömt über einen Wärmetauscher.
Im Wärmetauscher fließt kaltes Wasser.
Die Luft wird abgekühlt.
Der Ventilator bläst sie wieder in den Raum.
Hier erfolgt die Kühlung hauptsächlich durch
✅ hohe Kühlleistung
✅ schnelle Kühlung
✅ gut regelbar
❌ Ventilator macht Geräusche
❌ Zugluft möglich
❌ höherer Stromverbrauch
Fußbodenheizung/Kühlung, Wandheizung/Kühlung
Alle drei funktionieren nach demselben Prinzip:
👉 In Rohren fließt kaltes Wasser.
Das Wasser ist meist 16–20 °C (nicht eiskalt, sonst würde Kondenswasser entstehen).
Die Wärme wird also vom Raum → ins Bauteil → ins Wasser → zur Kältemaschine transportiert.
Auf deiner Folie ist die Decke blau dargestellt.
────────────── Decke kalte Rohre ↓ Person
Warme Luft steigt von selbst nach oben.
Sie trifft auf die kühle Decke.
Die Decke nimmt die Wärme auf.
Das kalte Wasser transportiert die Wärme weg.
Außerdem gibt auch dein Körper Wärmestrahlung an die kühle Decke ab.
Hier liegen die Rohre in der Wand.
██████████ kalte Wand Person
Die warme Raumluft und auch dein Körper geben Wärme an die kühle Wand ab.
Die Wand nimmt diese Wärme auf.
Das Wasser transportiert sie weg.
✅ angenehme Strahlungskühlung
✅ keine Luftbewegung
Jetzt liegen die Rohre im Boden.
Person ──────────── kalter Boden ────────────
Auch hier fließt kaltes Wasser.
Der Boden bleibt angenehm kühl.
Der kalte Boden liegt aber unten.
Dadurch wird der Luftaustausch schlechter als bei einer Kühldecke.
Deshalb ist die Kühlleistung etwas geringer.
bauteilaktivierung beispiel kühlen
wie ??
—> Diese Folie erklärt, wie man eine normale Fußbodenheizung auch zum Kühlen verwenden kann. Das Prinzip ist einfach: Statt warmes Wasser durch die Rohre zu schicken, schickt man kaltes Wasser hindurch.
35 °C warmes Wasser
Der Boden wird warm.
Der Raum wird geheizt.
Reversible Wärmepumpe
18 °C kaltes Wasser
Der Boden wird kühl.
Der Raum gibt Wärme an den Boden ab.
Reversibel bedeutet:
👉 Die Wärmepumpe kann ihre Arbeitsrichtung umkehren.
Sie entzieht dem Gebäude Wärme → Kühlen.
Deshalb braucht man eine reversible Wärmepumpe.
Warum braucht man das?
draußen 30 °C
hohe Luftfeuchtigkeit
Der Boden ist nur 18 °C.
Dann kann Wasserdampf aus der Luft am kalten Boden kondensieren – genau wie an einem kalten Getränk.
warme feuchte Luft ↓ kalter Boden ↓ Wassertropfen 💧
Deshalb braucht man oft eine mechanische Lüftungsanlage mit Entfeuchtung, damit die Luft trockenerwird
Warum gerade 18 °C?
Weil der Boden nicht zu kalt werden darf.
Wenn man z. B. nur 10 °C kaltes Wasser durch die Rohre schickt:
Kondenswasser entsteht.
Der Boden kann rutschig werden.
Holz- oder Parkettboden kann beschädigt werden.
Es könnte Schimmel entstehen.
Deshalb gilt ungefähr:
➡️ Kühlwasser nicht unter 18 °C.
Fußbodenkühlung ist keine starke Klimaanlage.
Außentemperatur:
30 °C
Innen:
ca. 24–27 °C
Sie macht den Raum also angenehm, aber nicht eiskalt.
Das ist der wichtigste Punkt.
Wenn der Boden zu kalt wird:
warme feuchte Luft ↓ kalter Boden ↓ Wasser kondensiert
—> Die Wärme wird also vom Raum über den Boden ins Wasser transportiert und schließlich von der Wärmepumpe nach außen abgeführt.
Fußbodenkühlung ist im Prinzip eine umgekehrte Fußbodenheizung: Statt warmes Wasser zum Heizen fließt kaltes Wasser (ca. 18 °C) durch die Rohre. Der Boden nimmt Wärme aus dem Raum auf und transportiert sie über das Wasser zur Wärmepumpe. Die Kühlung ist sehr komfortabel und leise, aber begrenzt und muss wegen der Gefahr von Kondenswasser sorgfältig geregelt werden.
PCM = Phase Change Material = Phasenwechselmaterial
Das sind Materialien, die beim Schmelzen oder Erstarren sehr viel Wärme aufnehmen oder wieder abgeben, ohne dass sich ihre Temperatur dabei stark verändert.—> latente wärme
Nehmen wir einen Eiswürfel bei 0 °C.
Du gibst ihm Wärme.
Was passiert?
➡️ Er bleibt trotzdem 0 °C, bis das ganze Eis geschmolzen ist.
Die ganze Wärme wird nicht zum Erwärmen, sondern zum Schmelzen benutzt.
latente Wärme—> wenn temp steigt:sensible Wärme
Um Eis zu schmelzen braucht man
335 kJ Energie
OHNE Temperaturänderung
👉 Nur das Schmelzen speichert schon genauso viel Energie wie das Erwärmen um 80 °C!
Deshalb sind PCM so gute Wärmespeicher.
man baut ein:
zum Beispiel
Paraffin
Salzhydrate
spezielle Wachse
Diese schmelzen bei ungefähr
22–26 °C.
Raum wird warm.
PCM beginnt zu schmelzen.
Beim Schmelzen nimmt es sehr viel Wärme auf.
Der Raum heizt sich langsamer auf.
Jetzt wird gelüftet.
Der Raum wird kühler.
PCM wird wieder fest.
Es gibt die gespeicherte Wärme wieder ab.
Am nächsten Tag kann es wieder Wärme aufnehmen.
("sensibler Speicher")
zeigt normale Materialien.
Zum Beispiel Beton.
Je mehr Wärme,
desto wärmer wird der Beton.
Es gibt keinen "Zwischenspeicher".
VL20
Erneuerbare Energien; Lastverschiebung
Warum werden Städte heißer?
Urban Heat Island Effect (städtische Wärmeinsel).
➡️ Die Innenstadt ist deutlich wärmer als das Umland.
Normalerweise:
Pflanzen verdunsten Wasser.
Beim Verdunsten wird der Umgebung Wärme entzogen.
Die Luft kühlt sich ab.
Das nennt man Verdunstungskühlung.
In der Stadt gibt es aber:
wenig Bäume
wenig Grün
viel Asphalt
➡️ kaum Verdunstung
➡️ weniger Kühlung.
Zwischen hohen Gebäuden
kommt weniger Wind hinein,
die warme Luft bleibt stehen.
➡️ Die Stadt kann sich schlechter abkühlen.
Asphalt
nehmen tagsüber Sonnenenergie auf.
Sie speichern sie.
Abends geben sie diese Wärme wieder ab.
➡️ Deshalb bleibt es nachts warm.
Kaum Bäume
Sonne trifft direkt auf
Straßen
Fassaden
Dächer
alles wird heiß.
Eine Klimaanlage macht innen kühl.
Die Wärme verschwindet nicht.
Sie wird nach draußen abgegeben.
Gebäude geben nachts ihre gespeicherte Wärme wieder ab.
langwellige Wärmestrahlung.
Das ist die Sonnenstrahlung.
Sie trifft auf
Fassaden.
"Anthropogen" bedeutet:
vom Menschen verursacht.
Autos
Heizungen
Klimaanlagen
Maschinen.
Gebäude speichern tagsüber Wärme.
Nachts geben sie sie langsam wieder ab.
Hier ist wieder unser PCM- oder Verdunstungsprinzip.
Wenn Wasser verdunstet,
nimmt es Wärme auf.
Das kühlt.
Da in Städten wenig Wasser verdunstet,
fehlt diese Kühlung.
Städte werden heißer als das Umland, weil sie weniger Grün besitzen, weniger Verdunstungskühlung haben, Wärme in Beton und Asphalt speichern, schlechter durchlüftet werden und zusätzlich Wärme durch Verkehr, Industrie und Klimaanlagen erzeugen.
mehr blaue Balken.
fast nur noch rote Balken.
➡️ Die Temperaturen steigen kontinuierlich.
Maximaltemperatur
≥ 25 °C
≥ 30 °C
≥ 35 °C
Durch den Klimawandel
gibt es immer mehr Sommertage,
immer mehr heiße Tage,
immer häufiger sogar Wüstentage.
Deshalb müssen Gebäude heute besser gegen Überhitzung geschützt werden.
Hier werden drei Zeiträume verglichen:
1971–2000 (Vergangenheit)
2031–2060 (mittlere Zukunft)
2071–2100 (weit entfernte Zukunft)
Die Farben zeigen die mittlere Temperatur.
🟦 Blau/Grün = kühl
🟨 Gelb = warm
🟧 Orange = heiß
🟥 Rot = sehr heiß
Deutschland war überwiegend gelb-grün.
Nur wenige Regionen waren sehr warm.
Fast ganz Deutschland wird orange.
➡️ Die Durchschnittstemperatur steigt bereits deutlich.
Große Teile Deutschlands werden rot.
mehr Hitzetage
mehr Tropennächte
längere Hitzewellen
höherer Kühlbedarf
Was soll die Folie aussagen?
Deutschland wird in Zukunft deutlich wärmer. Deshalb müssen Gebäude besser gegen Überhitzung geplant werden.
Diese Folie ist eigentlich ziemlich spannend.
Die roten Pfeile bedeuten nicht, dass Städte umziehen.
Sie bedeuten:
Das Klima einer Stadt wird sich so verändern, dass es künftig dem heutigen Klima einer südlicher gelegenen Stadt entspricht.
Nehmen wir Stuttgart.
Heute hat Stuttgart sein typisches Klima.
In Zukunft könnte Stuttgart klimatisch eher so sein wie
➡️ Lyon (Frankreich).
Nicht weil Stuttgart wandert,
sondern weil es dort ähnlich warm wird.
Die klimatischen Bedingungen deutscher Städte verschieben sich nach Norden. Städte werden künftig ein Klima besitzen, das heute typisch für südlicher gelegene Regionen ist. Deshalb muss der sommerliche Wärmeschutz in der Architektur immer wichtiger werden.
welche passive maßnahmen haben einfluss auf die sommerliche überwärmung?
Die Ausrichtung des Gebäudes bestimmt, wie viel Sonne auf Dach und Fassade trifft.
Südfassade → viel Sonne
Westfassade → starke Abendsonne (besonders kritisch)
Nordfassade → wenig direkte Sonne
Auch das Dach spielt eine Rolle:
Flach geneigte Dächer bekommen mittags viel Sonne.
Steile Dächer verteilen die Einstrahlung anders.
➡️ Gute Orientierung = weniger Wärmegewinn.
Hier geht es um:
Außenjalousien
Der wichtigste Grundsatz lautet:
Die Sonne sollte draußen bleiben und nicht erst hinter der Scheibe gestoppt werden.
Wenn die Sonnenstrahlen erst durchs Glas kommen, wird der Raum bereits aufgeheizt.
➡️ Außensonnenschutz ist deshalb viel wirksamer als Vorhänge im Innenraum
Gründächer
Fassadenbegrünung
niedrigere Oberflächentemperaturen
Eine begrünte Fassade wird deutlich weniger heiß als eine Betonwand.
Gemeint ist vor allem:
Nachtlüftung
Tagsüber bleibt das Gebäude möglichst geschlossen.
kühle Luft hinein
warme Luft hinaus
Dadurch werden Wände und Decken wieder abgekühlt.
Massive Baustoffe wie
können viel Wärme speichern.
Tagsüber
die Wand nimmt Wärme auf.
Der Raum bleibt länger kühl.
Erst nachts wird die Wärme wieder abgegeben.
Das nennt man thermische Speichermasse.
Das hatten wir gerade.
PCM schmilzt bei einer bestimmten Temperatur.
Beim Schmelzen
nimmt es viel Wärme auf.
Der Raum wird langsamer warm.
Nachts
erstarrt es wieder
gibt die Wärme wieder ab.
Hier verlaufen Wasserleitungen in
Decken
Böden.
Durch sie fließt kühles Wasser.
Dadurch wird das ganze Bauteil gekühlt.
gekühlter Fußboden
gekühlte Wand
Das sind alle Wärmequellen im Gebäude selbst.
Fernseher
Haushaltsgeräte
Je mehr interne Lasten,
desto stärker erwärmt sich der Raum.
Deshalb helfen:
LED statt Halogen
energieeffiziente Geräte
Geräte ausschalten
—>Passive Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung reduzieren den Wärmeeintrag oder speichern bzw. führen Wärme ohne klassische Klimaanlage ab. Dazu gehören die richtige Gebäudeorientierung, wirksamer Außensonnenschutz, Begrünung, natürliche Lüftung, hohe Speichermasse, Phase-Change-Materialien (PCM), Bauteilaktivierung und die Reduzierung interner Wärmelasten
wie überprüft man oob passive maßnahmen gegen Überhitzung Funktionieren?
Eine Sensitivitätsanalyse untersucht,
welchen Einfluss eine bestimmte Maßnahme auf das Gebäude hat.
Man verändert immer nur einen Parameter und schaut, was passiert.
Man wählt Maßnahmen aus, z. B.
größere Speichermasse
bessere Verglasung
Nun wird das Gebäude im Computer simuliert.
Man gibt ein:
Gebäudegeometrie
Materialien
Klima
Der Computer berechnet dann z. B.:
Raumtemperatur
Energieverbrauch
Schritt 3 – Vergleich
Jetzt vergleicht man die Ergebnisse.
Variante
Max. Raumtemperatur
ohne Verschattung
33 °C
mit Außenjalousien
28 °C
➡️ Ergebnis:
Die Verschattung reduziert die Überhitzung deutlich
—> Eine Sensitivitätsanalyse untersucht den Einfluss einzelner Maßnahmen auf das Verhalten eines Gebäudes. Dabei wird jeweils nur ein Parameter verändert und das Ergebnis anschließend mit einer Referenzvariante verglichen.
Hier wird gezeigt,
wie sich das Gebäude heute und in Zukunft verhält.
Heute:
33,75 °C
Zukunft:
36,50 °C
➡️ Es wird heißer.
21,1 °C
23,7 °C
➡️ Auch der Durchschnitt steigt.
240 W/m²
267 W/m²
➡️ Mehr Sonneneinstrahlung bedeutet mehr Wärmeeintrag ins Gebäude.
Die blauen Balken zeigen:
heutiges Klima
Die grauen Balken zeigen:
zukünftiges Klima
Fast alle grauen Balken sind höher.
höhere Temperaturen
mehr Überhitzungsgefahr
größerer Kühlbedarf
Früher hätte man nur geprüft:
Funktioniert das Gebäude heute?
Heute muss man fragen:
Funktioniert das Gebäude auch noch in 30 oder 50 Jahren, wenn das Klima wärmer ist?
Deshalb werden Gebäude heute oft mit Zukunfts-Klimadaten simuliert.
Die Reihenfolge ist:
1. Klimaszenario auswählen
↓ 2. Gebäude simulieren
↓ 3. Passive Maßnahmen testen
↓ 4. Ergebnisse vergleichen
↓ 5. Beste Lösung auswählen
Sensitivitätsanalyse:
Mit einer Sensitivitätsanalyse wird untersucht, wie stark einzelne passive Maßnahmen (z. B. Verschattung oder Nachtlüftung) die Überhitzung eines Gebäudes beeinflussen. Dazu wird jeweils nur ein Parameter verändert und mit einer Referenz verglichen.
Klimaszenarien:
Gebäude werden heute nicht nur mit aktuellen Klimadaten, sondern auch mit zukünftigen Klimaszenarien simuliert. Dadurch kann überprüft werden, ob sie auch unter den Bedingungen des Klimawandels ausreichend gegen sommerliche Überhitzung geschützt sind.
Welche passive Maßnahme schützt am besten vor sommerlicher Überhitzung?
Hier werden verschiedene Wandmaterialien verglichen:
Holz (Leichtbau)
Beton (Massivbau)
und jeweils mit
Innenliegendem Sonnenschutz
Außenliegendem Sonnenschutz
Speichermasse = Wie viel Wärme ein Baustoff aufnehmen kann.
➡️ Holz
wird schnell warm
kühlt schnell wieder ab
➡️ Beton
erwärmt sich langsam
speichert Wärme
gibt sie erst nachts wieder ab
Die rote Kurve ist die Außentemperatur.
Die anderen Kurven sind die Raumtemperaturen.
Die Temperatur schwankt stark.
Der Raum reagiert also relativ schnell auf die Außentemperatur.
Die Temperatur bleibt viel gleichmäßiger.Die Raumtemperatur verändert sich nur wenig.
➡️ Der massive Bau schützt besser vor Überhitzung.
Es wird verglichen:
Sonne ↓ Fenster ↓ Raum ↓ Rollo
Die Sonne ist bereits im Raum.
Das Rollo hält zwar das Licht auf,
die Wärme ist aber schon eingedrungen.
Sonne ↓ Jalousie ↓ Fenster
Die Wärme kommt gar nicht erst hinein.
Deshalb ist Außenverschattung viel besser.
—> Innenliegender Sonnenschutz auch bei hoher Speichermasse nicht ausreichend.!!
2 K Temperaturunterschied zwischen Massivbau und Leichtbau bei außenliegendem Sonnenschutz.👉 Außenliegender Sonnenschutz ist wichtiger als eine hohe Speichermasse.
Jetzt wird etwas anderes untersucht.
Nicht mehr
Holz oder Beton,
sondern
2-fach oder 3-fach Verglasung.
Es werden verglichen:
2-fach-Verglasung
3-fach-Verglasung
jeweils mit
Innenverschattung
Außenverschattung.
Auf der Folie steht:
Geringe Unterschiede zwischen 3-fach und 2-fach Verglasung bei außenliegendem Sonnenschutz.
Das heißt:
Wenn außen eine gute Verschattung vorhanden ist,
macht es kaum einen Unterschied,
ob die Scheibe
2-fach
3-fach
verglast ist.
Weil die Sonne
gar nicht bis zur Scheibe kommt.
Niedriger U-Wert bei Dreifachverglasung zeigt nur bei innenliegender Verschattung einen deutlichen Effekt.Nur mit außenliegendem Sonnenschutz kann die Temperatur im Komfortbereich gehalten werden.
—<
Die Sensitivitätsanalysen zeigen, dass außenliegender Sonnenschutz die wirksamste passive Maßnahme gegen sommerliche Überhitzung ist. Eine hohe Speichermasse verbessert zusätzlich das Raumklima, während der Unterschied zwischen Zwei- und Dreifachverglasung im Sommer vergleichsweise gering ist.
Wie wichtig ist Nachtlüftung im Vergleich zum Sonnenschutz?
Nachtlüftung ist eine der effektivsten passiven Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung.
Es gibt drei Lüftungszustände:
Keine Nachtlüftung (Fenster geschlossen)
Gekipptes Fenster
Ganz geöffnetes Fenster
Und jeweils wieder mit
Die tiefsten Linien gehören zu:
➡️ Fenster nachts offen + außenliegender Sonnenschutz
Das ist die beste Kombination.
Außen:34 °C
34 °C
Innen:28 °C ->Das Gebäude speichert Wärme.
28 °C ->
Außen: 17 °C
17 °C
Wenn du alle Fenster öffnest, strömt die kalte Nachtluft hinein. 17°C ---> Gebäude
17°C ---> Gebäude
Die gespeicherte Wärme wird abgeführt. Am nächsten Morgen startet das Gebäude wieder kühl.
Sonnenschutz verhindert zwar, dass zusätzliche Wärme hereinkommt,
aber: Die Wärme, die bereits im Gebäude gespeichert wurde, bleibt dort.
Sie muss wieder heraus. Das schafft die Nachtlüftung.
Fenster nur leicht geöffnet.
/ ___/ Nur wenig Luftaustausch.
/ ___/
Fenster vollständig geöffnet.
| | | | | | Sehr großer Luftaustausch. Dadurch wird viel Wärme abgeführt.
| | | | | |
passive Kühlsysteme
Passiv = keine Kältemaschine erzeugt Kälte.
Stattdessen nutzt man natürliche Temperaturen, z. B.:
🌍 den kühlen Boden
🌃 die kalte Nachtluft
Dadurch spart man viel Strom.
Ein langes Rohr wird etwa 1,5–2 m tief im Boden verlegt.
Weil der Boden dort das ganze Jahr fast dieselbe Temperatur hat:
Winter: ca. 8–10 °C
Sommer: ca. 10–15 °C
Diese konstante Bodentemperatur nutzt man.
Außen:
-8°C
Die Luft strömt durch das Erdrohr.
-8°C ↓ ================== Boden ================== Rohr ==================
Der Boden ist wärmer.
Dadurch erwärmt sich die Luft.
Zum Gebäude kommt z. B.:
10°C
Die Lüftungsanlage muss jetzt nur noch von 10°C auf 20°C heizen.
➡️ Heizenergie wird gespart.
32°C
Die Luft strömt wieder durchs Erdreich.
Der Boden ist kühler.
32°C ↓ ================== Rohr ================== 20°C Boden
Die Luft wird schon im Boden abgekühlt.
Im Gebäude kommt z. B.:
26°C
Die Lüftungsanlage muss viel weniger kühlen.
passiv weil:Es gibt
❌ keinen Kompressor
❌ keinen Kältekreislauf
sondern nur
✔ Rohr
✔ Boden
✔ Luft
Hier strömt direkt Luft durch das Erdrohr.
Außenluft ↓ =================== Erdrohr =================== ↓ Gebäude
Der Boden wärmt oder kühlt die Luft.
wenig Technik
Im Sommer kann Kondenswasser entstehen.
Deshalb braucht das Rohr ein leichtes Gefälle.
----------------\ \ \
Damit Wasser ablaufen kann.
Hier fließt keine Luft im Boden,
sondern eine Flüssigkeit.
Diese Flüssigkeit heißt: Sole (Sole = Wasser + Frostschutzmittel)
Rohr im Boden Sole fließt hindurch
Die Sole nimmt Wärme oder Kälte aus dem Boden auf.
Danach gelangt sie zu einem Wärmetauscher.
Dort gibt sie ihre Temperatur an die Luft ab.
Boden ↓ Sole ↓ Wärmetauscher ↓ Luft
hygienischer
kein Kondenswasser im Erdrohr
weniger Keime
benötigt weniger Platz
Luft ↓ Rohr ↓ Gebäude
Die Luft fließt direkt im Boden.
Sole ↓ Wärmetauscher ↓ Luft
Die Luft kommt gar nicht mit dem Boden in Kontakt
durch Erdrohr
Raum
22°C
Die Heizung spart Energie.
sommer
Der Boden hat die Luft kostenlos gekühlt..
Das ist eigentlich das gleiche Prinzip,
nur nicht mit einem Rohr,
sondern mit vielen großen Betonkanälen.
Die Luft läuft durch ein ganzes Labyrinth
Der Beton hat eine hohe Speichermasse.
Er gibt Wärme oder Kälte an die Luft ab.
35°C ↓ Labyrinth ↓ 24–26°C
-5°C ↓ Labyrinth ↓ 8–10°C
Weil der Luftweg sehr lang ist.
Je länger die Luft im Betonkanal bleibt,
desto mehr Wärme kann übertragen werden.
Das ist eines der bekanntesten Beispiele für ein thermisches Labyrinth.
In Melbourne wird es im Sommer sehr heiß.
Statt sofort eine Klimaanlage einzuschalten, wird zunächst die natürliche Kühle des Betons genutzt.
Außenluft ↓
Unter dem Gebäude befinden sich viele Betonkanäle.
Außenluft 35°C
20°C
24–26°C
Die warme Luft gibt ihre Wärme an den kühlen Beton ab.
Dadurch braucht die Klimaanlage viel weniger Energie.
wie kann man mit der sonne kühlen ?
Die Sonnenenergie wird genutzt, um den Kühlprozess anzutreiben. Nicht die Sonne selbst kühlt, sondern ihre Energie betreibt das Kühlsystem.
Kühlen mit Solarthermie
Kühlen durch Sonnenwärme
Die Wärme der Solarthermie treibt eine spezielle Kältemaschine an.
Hier gibt es einen richtigen Kältekreislauf.
Solarthermie ↓ Kältemaschine ↓ Raum wird gekühlt
Die Sonnenwärme liefert die Energie für die Kältemaschine.
Hier wird gar kein Kältemittel verwendet.
Man nutzt nur:
Wasser
Also Verdunstungskühlung.
Kühlen mit solarthermie —> geschlossenes system
Die Sonne erwärmt den Solarkollektor.
Sonne ↓ Solarthermie
Die Wärme gelangt zur Adsorptions- oder Absorptionskältemaschine.
Solarwärme ↓ Kältemaschine
Im Inneren zirkuliert ein Kältemittel.
Das Kältemittel nimmt Wärme aus dem Gebäude auf.
Dadurch wird der Raum kälter.
Die aufgenommene Wärme wird später wieder nach außen abgegeben.
Etwas bleibt an der Oberfläche hängen.
Wie Staub auf einem Klebeband.
████████ ●●●●●
Die Punkte liegen außen.
Etwas wird vollständig aufgenommen.
Wie ein Schwamm.
████████ ● ● ● ● ● ● ● ●
Die Punkte gehen ins Material hinein.
Weil sie das Kältemittel wieder regeneriert.
Raumwärme aufgenommen ↓ Solarwärme ↓ Kältemittel wieder einsatzbereit
Deshalb braucht man keinen elektrischen Kompressor wie bei einer normalen Klimaanlage.
Offenes System
Hier gibt es kein Kältemittel.
Es wird nur mit Luft gearbeitet.
Warme Außenluft wird angesaugt.
35°C
Die Luft strömt durch ein feuchtes Material.
Warme Luft ↓ feuchtes Material
Das Wasser verdunstet.
Zum Verdunsten braucht Wasser Energie.
Diese Energie entzieht es der Luft.
Dadurch wird die Luft kälter.
35°C ↓ Verdunstung ↓ 24°C
Jetzt ist das Material trocken.
Die Sonnenwärme trocknet es wieder.
Sonne ↓ Material trocknet ↓ bereit für den nächsten Zyklus
Geschlossenes System
Kältemittel vorhanden
Kein Kältemittel
Kältekreislauf
Nur Luft und Wasser
Adsorptions-/Absorptionskältemaschine
Solarwärme treibt die Kältemaschine an
Solarwärme regeneriert das feuchte Material
Solarwärme treibt eine Adsorptions- oder Absorptionskältemaschine an.
Ein Kältemittel nimmt Wärme aus dem Raum auf und transportiert sie nach außen.
arbeitet ohne Kältemittel.
nutzt Verdunstungskühlung.
Die Luft wird durch Verdunstung gekühlt.
Die Sonnenwärme trocknet anschließend das Verdunstungsmaterial wieder.
solare kühlung in der industrie
Industriebetriebe brauchen oft gleichzeitig:
viel Wärme 🔥
viel Kühlung ❄️
Eine Molkerei muss Milch ständig kühlen, braucht aber gleichzeitig heißes Wasser zum Reinigen.
Die Solarthermie liefert Wärme und kann gleichzeitig eine Absorptions- oder Adsorptionskältemaschine antreiben.
➡️ Die Sonne liefert Wärme.
➡️ Die Wärme treibt die Kältemaschine an.
➡️ Die Kältemaschine erzeugt Kälte.
Festo AG Esslingen
beispiel
☀️ Viele Solarthermie-Kollektoren auf dem Dach erzeugen heißes Wasser.
Die Wärme treibt 3 Adsorptionskältemaschinen an.
Diese erzeugen Kaltwasser.
Das Kaltwasser kühlt Büros und Produktionsbereiche.
Weil große Gebäude sehr viel Kühlleistung benötigen.
Ein kleines Einfamilienhaus braucht vielleicht einige Kilowatt.
Ein Industriebetrieb mehrere hundert Kilowat
wie funktioniert eine absorbtionskältemaschine?
Das nennt man Absorption.
Der Wasserdampf geht in die Flüssigkeit hinein.Eine normale Klimaanlage braucht:
➡️ Strom, um einen Kompressor anzutreiben.
Eine Absorptionskältemaschine braucht dagegen:
➡️ Wärme (z. B. von Solarthermie oder Fernwärme)
Deshalb eignet sie sich perfekt für solare Kühlung.Es gibt also keinen elektrischen Kompressor.
Wasser → Kältemittel
Lithiumbromid → nimmt Wasser auf (Absorber)
Hier beginnt alles.
Im Verdampfer befindet sich Wasser.
Durch sehr niedrigen Druck verdampft das Wasser schon bei wenigen Grad.
Zum Verdampfen braucht Wasser Energie.
Diese Energie nimmt es aus dem Raum.
➡️ Das ist der eigentliche Kühlvorgang.
Jetzt liegt Wasserdampf vor.
Der muss entfernt werden.
Hier kommt Lithiumbromid ins Spiel.
Lithiumbromid "saugt" den Wasserdampf auf.
Jetzt ist das Lithiumbromid voller Wasser.
Damit es wieder Wasser aufnehmen kann,
muss das Wasser heraus.
Und genau dafür nutzt man die Sonne.
Hier kommt also die Solarwärme ins Spiel.
Sie regeneriert das Lithiumbromid.
Der Wasserdampf wird jetzt wieder gekühlt.
Also genau wie bei einer normalen Klimaanlage.
Das Wasser fließt wieder zurück.
Alles beginnt von vorne.
Der entscheidende Schritt ist der Verdampfer.
Beim Verdampfen braucht Wasser sehr viel Energie.
Diese Energie holt es sich aus dem Raum.
Eine Absorptionskältemaschine erzeugt Kälte mithilfe von Wärme statt mit einem elektrisch angetriebenen Kompressor. Das Kältemittel (meist Wasser) verdampft im Verdampfer und entzieht dabei dem Raum Wärme. Anschließend wird es vom Absorptionsmittel (z. B. Lithiumbromid) aufgenommen. Durch Solarwärme oder Fernwärme wird das Kältemittel im Generator wieder ausgetrieben und der Kreislauf beginnt erneut.
schritt 3
wann ist ein gebäude smart? Was bedeutet Energieflexibilität?
➡️ Ein Gebäude ist smart, wenn es selbstständig Energie möglichst effizient erzeugt, speichert, nutzt und mit dem Stromnetz zusammenarbeitet.
(Oben links: PV auf dem Dach)
Das Gebäude produziert selbst Energie.
Zum Beispiel durch:
Windenergie
Tagsüber scheint die Sonne.
PV erzeugt Strom.
Der Strom versorgt das Gebäude.
(Links Mitte)
Dort steht:
"Wenn die Baustandards hoch sind und effizient gebaut wird."
Das Gebäude braucht erst gar nicht viel Energie.
gute Dämmung
Dreifachverglasung
außenliegender Sonnenschutz
luftdichte Gebäudehülle
im Winter wenig Heizenergie
im Sommer wenig Kühlung.
(Rechts unten)
Das Gebäude denkt quasi mit.
Außen wird es heiß.
Jalousien fahren automatisch herunter.
Niemand ist im Raum.
Licht geht aus.
Nachts ist es kühl.
Fenster öffnen automatisch.
CO₂ steigt.
Lüftung erhöht automatisch den Luftwechsel.
Das spart Energie.
(Rechts Mitte)
Ein smartes Gebäude reagiert auf seine Umgebung.
☀️ Sonne scheint
Jalousien schließen.
🌡 Außentemperatur sinkt
Heizung reduziert Leistung.
⚡ Strompreis wird billig
Batterie lädt.
🌬 Wind liefert viel Strom
Wärmepumpe läuft stärker.
(Oben rechts)
Das nennt man heute oft Prosumer.
= Producer + Consumer
Das Gebäude
produziert Strom
nutzt Strom
verkauft überschüssigen Strom.
PV produziert 12 kW.
Haus braucht 4 kW.
8 kW werden ins Stromnetz eingespeist.
(Unten links)
Auf der Folie steht bewusst als Frage:
"Wenn es viele Applikationen und Gadgets gibt?"
Die Antwort lautet:
❌ Nein.
Viele Apps machen ein Gebäude nicht automatisch smart.
Eine App ist nur die Bedienung.
Entscheidend ist,
ob das Gebäude intelligent arbeitet.
Das Gebäude ist nicht mehr nur Verbraucher.
Es kann
Strom erzeugen
Strom speichern
Strom später nutzen
Strom verkaufen.
—> Das Gebäude verschiebt seinen Energieverbrauch auf günstige oder sinnvolle Zeitpunkte.
Mittags:
☀️ PV produziert viel Strom.
Das Gebäude macht dann automatisch:
Warmwasserspeicher aufladen
Batteriespeicher laden
Elektroauto laden
Wärmepumpe laufen lassen
eventuell den Kältespeicher laden.
Abends:
Keine Sonne mehr.
Das Gebäude nutzt die gespeicherte Energie.
Es muss kaum Strom aus dem Netz beziehen.
➡️ Das nennt man Lastverschiebung (Load Shifting).
->Ein smartes Gebäude zeichnet sich nicht durch viele technische Geräte aus, sondern dadurch, dass es erneuerbare Energien nutzt, den Energiebedarf reduziert, die Gebäudetechnik automatisch steuert, auf äußere Bedingungen reagiert, Energie speichern kann und mit dem Stromnetz intelligent zusammenarbeitet.
Zuletzt geändertvor 7 Tagen