Wer war Johann Friedrich Herbart?
Deutscher Philosoph und Pädagoge
Geboren am 4. Mai 1776 in Oldenburg
Gestorben am 14. August 1841 in Göttingen
Begründer der wissenschaftlichen Pädagogik
Entwickelte eine systematische Unterrichtslehre
Sah Erziehung als wissenschaftlich begründbare Aufgabe
Wie verlief Herbarts Ausbildung?
Besuch des Gymnasiums in Oldenburg
Studium der Philosophie, Mathematik und Logik an der Universität Jena
Schüler des Philosophen Johann Gottlieb Fichte
Arbeitete anschließend als Hauslehrer in der Schweiz
Dort lernte er die Ideen Pestalozzis kennen
Welche beruflichen Stationen hatte Herbart?
Hauslehrer in der Schweiz
Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Göttingen
Nachfolger Immanuel Kants an der Universität Königsberg
Gründung eines pädagogischen Seminars mit Übungsschule
Später Rückkehr nach Göttingen
Warum gilt Herbart als Begründer der wissenschaftlichen Pädagogik?
Pädagogik sollte auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen
Verbindung von Philosophie und Psychologie
Entwicklung allgemeiner Erziehungsprinzipien
Unterricht sollte geplant und begründet erfolgen
Erziehung wurde als eigenständige Wissenschaft verstanden
Frage: Welches Ziel verfolgte Herbart mit Erziehung?
Das oberste Ziel war die Bildung des moralischen Charakters.
Der Mensch soll:
verantwortungsvoll handeln
sittlich urteilen
selbstständig denken
gute Entscheidungen treffen
Welche Rolle spielte der Unterricht?
Wichtigstes Mittel der Erziehung
Vermittlung von Wissen und moralischen Werten
Förderung des Denkens
Entwicklung von Interesse und Urteilskraft
Was versteht Herbart unter „Interesse“?
Interesse bedeutet:
aktive geistige Beteiligung
Neugier auf Lerninhalte
Motivation zum Lernen
Grundlage erfolgreichen Unterrichts
Je vielfältiger die Interessen, desto besser gelingt Bildung.
Welche fünf sittlichen Ideen formulierte Herbart?
Innere Freiheit
Vollkommenheit
Wohlwollen
Recht
Billigkeit (Gerechtigkeit)
Sie bilden die Grundlage moralischer Erziehung.
Welche Bedeutung hatte die Psychologie für Herbart?
Grundlage der Pädagogik
Lernen erfolgt über Vorstellungen
Neues Wissen wird mit vorhandenem Wissen verknüpft
Unterricht muss an Vorerfahrungen anknüpfen
Was sind die Formalstufen des Unterrichts?
Die ursprünglichen vier Stufen:
Klarheit
Assoziation
System
Methode
Sie strukturieren den Lernprozess.
Was bedeutet die Formalstufe „Klarheit“?
Neues Thema verständlich erklären
Vorwissen aktivieren
Lernende erhalten einen ersten Überblick
Was bedeutet „Assoziation“?
Neues Wissen mit vorhandenem Wissen verbinden
Zusammenhänge erkennen
Erfahrungen einbeziehen
Frage: Was bedeutet „System“?
Inhalte ordnen
Gesetzmäßigkeiten erkennen
Zusammenhänge strukturieren
Wissen dauerhaft verankern
Frage: Was bedeutet „Methode“?
Erlerntes anwenden
Problemlösen
Üben
Wissen auf neue Situationen übertragen
Welche Bedeutung hat Herbart für die allgemeine Pädagogik?
Begründer wissenschaftlicher Pädagogik
Einführung systematischer Unterrichtsplanung
Verbindung von Erziehung und Unterricht
Betonung moralischer Bildung
Einfluss auf Lehrerbildung bis heute
Welche Bedeutung hat Herbart für die Pflegepädagogik?
strukturierter Unterrichtsplanung
kompetenzorientierter Ausbildung
Förderung professioneller Handlungskompetenz
Reflexion beruflichen Handelns
Verbindung von Theorie und Praxis
Welche Kritik wird an Herbarts Pädagogik geäußert?
Unterricht teilweise zu lehrerzentriert
Lernende oft eher passiv
Individualität wird wenig berücksichtigt
Kreativität kann eingeschränkt werden
Moderne Didaktik setzt stärker auf Selbststeuerung
Welche Stärken besitzt Herbarts Pädagogik?
klare Unterrichtsstruktur
wissenschaftliche Fundierung
Förderung moralischer Bildung
systematisches Lernen
bis heute Grundlage vieler Unterrichtskonzepte
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