Cognitive Enhancer, mindestens 6 nennen
Das Neuroenhancement beschreibt den Ge-/Missbrauch psychoaktiver Substanzen durch Gesunde mit dem Ziel
der Verbesserung der eigenen kognitiven Leistungsfähigkeit wie z.B. Vigilanz (= Zustand erhöhter und dauerhafter Reaktion), Konzentration, Gedächtnis und Stimmung.
Beispiele:
Amphetamine (Adderall), Methylphenidat (Ritalin), Coffein, Donepezil und Rivastigmin (Antidementiva) sowie
Antidepressiva.
Beschreibe und nenne 4 Harninkontinenzformen
Belastungs- bzw. Stressinkontinenz: Bei körperlicher Belastung wird der Druck in der Blase größer als in der Harnröhre. (Grad 1: Niesen, Husten, Lachen; Grad 2: Laufen, Treppensteigen; Grad 3: Stehen)
Frauen>Männer
Drang- bzw. Urgeinkontinenz: Defizit der zentralnervösen Hemmung des Miktionsreflexes bzw. neurogene Detrusorhyperaktivität. Plötzlicher imperativer Harndrang, größere Harnmengen, Miktion >8x/Tag, Nykturie >2x/Nacht.
Männer > Frauen
Überlaufinkontinenz: Fortlaufender Abgang kleinster Harnmengen aus maximal gefüllter Blase, welche nicht vollständig geleert werden kann. Ursachen: BPH, Prostatakarzinom.
Mischinkontinenz: Unwillkürlicher Harnverlust, der sowohl in Zusammenhang mit einem starken Harndranggefühl als auch ohne spürbaren Harndrang bei körperlicher Anstrengung auftritt.
Nenne die Therapie der Harninkontinenzen
Allgemein: VErminderung von Kaffee, Tee, Rauchen, und Alkohol, Blasentrainung, Beckenbodentraining
Hyperaktive Blase/Dranginkontinenz:
M3-Rezeptor Antagonisten, wie Solifenacin, Darifenacin, Tolterodin
ß3 Agonisten: Miragegron
Botox A
Blasentraining
Stressinkontinenz:
Beckenbodentraining,
OP: Heben und Stützen von Blasenhals/Harnröhre
Duloxetin erhöht Sphinktertonus (UAW: Übelkeit)
Bettnässen:
Vasopressinderivate (UAW: Wasserretention, Blutdruckerhöhung)
beschreibe den Wirkmechanismus von Nikotin
wird inhaliert, in der Lunge resorbiert und über Blut ins Gehirn transportiert
bindet dort an mesolimbische nACh Rezeptoren im Belohnungssystem und aktiviert dopaminerges System in der VTA und NA
druch Dopaminfreisetzung kommt es zum Belohnungsgefühl
Beim Absetzen von Nikotin fehlt das Dopamin im Belohnungssystem —> Unruhe, Stress
Raucherentwöhnung
Nikotinersatz: Nikotinkaugummis oder pflaster ersetzen Nikotin langsam und gleichmäßig frei, die Dosis kann vorzu verringert werden. Verlangen und Symptome lassen nach
nACh Rezeptor Agonisten: Vareniclin ist ein partieller Agonist am a4ß2 nAChR (affiner als Nikotin) —> moderate Dopamin Freisetzung. Beim Rauchstopp kommt es nicht zum DA Defizit, Verlangen und Entzungssymptome lassen nach. Kein Belohnungseffekt beim erneuten Rauchen
NA/DA Reuptake Inhibitoren: Bupropion soll die Entzungserscheinungen eines Rauchstopps hemmen
Was ist die erektile Dysfunktion? Nenne Ursachen
= Impotenz, bezeichnet die gestörte oder fehlende Erektion des Penis bei sexueller Erregung, sodass der Geschlechtsverkehrt nicht vollzogen werden kann
Ursachen:
Risikofaktoren: Alter, Rauchen, Alkohol, DM, Adipositas, Depression, Hypertonie, Drogen, Medikamente
Spezifische Ursachen: Veränderung der arteriellen Strombahn (Artherosklerose), VErschluss bzw Minderdurchblutung zuführender Arterien, diabetische Mikroangiopathie, neurogene Ursachen
Psychologische Ursachen: Leistungsangst, Stress, Beziehungsprobleme, soziale Tabus
beschreibe die Arzneitherapie der erektilen Dysfunktion
periphere systemisch wirkende Pharmaka: PDE-5 Hemmer führen zum Anstieg von cGMP und somit zur Vasodilatation, der Bluteinstrom nimmt —> Penis erigiert (Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil..)
Lokale Injektion, transurethrale Instillation: Aprostadil führt als PGE1-Analogon pber den EP Rezeptor zum Anstieg von cAMP und damit zur Vasodilataion
zentral wirkende Pharmaka: Apomorphin (stimuliert den Dopamin-D2 Rezeptor), Yohimbin, Testosteron
Beschreibe den Wirkungsmechanismus und Vorteil von Finasterid
Enzym 5a-Reduktase wandelt Testosteron in 5-Dihydrotestosteron um
Finasterid wird bei BPH verwendet: hemmt kompetitiv die 5a Reduktase vom Typ 2
Typ 1 Isoenzym befindet sich in der Leber und Haut und Typ 2 in Prostata und androgensensitivem Gewebe
Finasterid reduziert die intraprostatische Bildung von DHT um 70-80%, das Prostatawachstum wird reduziert und Volumenreduktion um 20-30%
Finasterid wirkt langsam und erst ab einer Volumenvergrößerung von 40ml
UAW: Libidoverlust, Potenzverlust, Brustschmerzen, Haarwuchs (auch bei androgenetischer Alopezie), Angst, Depression
KI: Kinder, Frauen, Schwangerschaft, Harndrang, eingeschränkte Leberfunktion, CYP3A4 Interaktionen
Vorteil: Finasterid hemmt vorzugsweise Typ2 Isoenzym, hingegen hemmt Dutasterid beide Isoenzyme
Beschreibe die Ursachen und Symptome der BPH
Ursachen, nicht ganz geklärt
Androgengesteuertes Wachstum der Übergangszone der Prostata
Proliferationsschub der Stromazellen durch Wachstumsfaktoren
Östrogengesteuertes Wachstum der Prostata
Apoptosehemmung ?
Statische Komponente: Obstruktion der proximalen Urethra
Dynamische Komponente: a1 vermittelte Muskeltonuszunahme in Prostata und proximaler Urethra
Symptome:
I: Pollakisurie, Nykturie, Harnstrahl sinkt, Nachträufeln, verzögerter Miktionsbeginn
II: Restharn steigt, HWI, Dranginkontinenz, erhöhte Miktionsfrequenz, Balkenblase
III: Überlaufinkontinenz, Harnaufstau (obere Harnwege), Niereninsuffizienz, akuter Harnverhalt
Beschreibe die Therapie der BPH
watchful waiting
Pharmaka
5a Reduktase Hemmer (Finasterid, Dutasterid)
Phytopharmaka (Sägepalmenextrakt, Radix urticae)
a1 Antagonisten (Terazosin, Doxazosin, Alfuzosin, Tamsulosin)
PDE-5 Hemmer: Tadalafil
M-Rezeptro Antagonisten (Solifenacin)
Chirurgische Maßnahmen:
transurethrale Prostataresektion
transurethrale Inzision der Prostata
Prostataektomie
Nenne Medikamente, die die Erektion stören können
häufig Antihypertensiva, Antidepressiva
Psychopharmaka: Antidepressiva, Tranquillantien, Neuroleptika (Amitryptilin)
ß-Blocker (Metoprolol), ACE-Hemmer (-prile), Calciumantagonisten (Verapamil, Diltiazem)
Diuretika: Thiazide
H2-Blocker: Cimetidin, Famotidin
NSAR: Naproxen
Herzglykoside: Digoxin
Lipidsenker: Clofibrat
Antiepileptika: Carbamazepin
Antiandrogene
Was ist ADHS, wie entsteht es?
= Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung bzw. HKS (Hyperkinetische Störung) ist eine Verhaltensstörung mit den Hauptsymptomen Unaufmerksamkeit, Überaktivität und Impulsivität.
Ursachen können genetische/biologische Faktoren sein sowie soziale Faktoren und Umweltfaktoren
Diagnosestellung ist schwierig
Psychosozial: fehlende Struktur im Alltag, keine fixen Ziele
genetisch: erhöhte Exprimierung von DAT und daraus resultierender Dopaminmangel im ZNS
Beschreibe die Behandlung von ADHS
Medikamentös: Pharmakotherapie
Stimulanzien
nicht-Stimulanzien
Stimulanzien:
Methylphenidat (Ritalin) —> NT Balance von DA/NA
UAW: Ein/Schlafprobleme, Appetitlosigkeit, Ticks, Tachykardie, Blutdruck steigt, Kopfschmerzen, Übelkeit, Mundtrockenheit, Sinnestäuschungen
Lisdexamfetamin
UAW: Apppetitabnahme, Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit, Tachykardie, Erregung, Angst
Nicht-Stimulanzien:
Atomoxetin: Selektiver NA-Reuptake Inhibitor
UAW: Schwitzen, Unruhe, Schlafstörungen
Guanfacin, Clonidin: a2- Agonisten
UAW: Somnolenz, Bauch/Kopfschmerzen, Depression, Angst, Übelkeit, Gewichtszunahme
Psychotherapie: Einzel und Gruppenverhaltenstherapie, Psychoedukation
Sozitherapie: berufliche Beratung und Familienberatung
Nenne Lifestyledrugs
= Arzneistoffe, deren primäres Ziel nicht die Behandlung einer bestimmten Erkrankung bzw. deren Ursache ist, sondern der Verbesserung der Lebensqualität dient
Doppelkinn, Hautalterung, Falten: Retinol, BTX
Adipositas: Orlistat
Alopezie: Finasterid, Dutasterid, Minoxidil
Raucherentwöhnung: Vareniclin, Bupropion, Nikotinersatz
erektile Dysfunktion: Sildenafil, Libidoverlust bei Frauen: Damiana
Antiaging: Melatinin, DHEA, Hormonersatztherapie, Wachstumshormone
Gedächtniserhöher: Cognitive Enhancer
Nenne 2 indirekte Sympathomimetika
Amphetamin und Phenylephrin
Beschreibe Prostaglandine in der Glaukomtherapie mit Wirkung und UAW
Prostaglandinderivata wie Latanoprost sind F2-a-Analoga und werden bei jeder Form vom Glaukom ei ngesetzt (oft first line)
erleichtern den uveoskleralen Kammerwasserabfluss und senken somit den erhöhten Augeninnendruck
UAW: Irispigmentierung, Pigmentierung ums Lid, Wimpernverdickung, konjuktivale Hyperämie, Fremdkörpergefühl
Cave nach Resorption: Asthma Bronchiale!
nenne 3 Wirkungen die aus der Sympathikusaktivierung resultieren
Tachykardie
Harnblasenatonie
Vasokonstriktion
Nenne Wirkstoffe zur Behandlung von M. Alzheimer
reversible ACh-Esterase Hemmer
Galanthamin
Donepezil
Rivastigmin
Tacrin
Ginkgo
Memantin (Glutamat Modulator)
Antideptressiva (Citalopram)
Antipsychotika (Risperidon)
Schmerzmittel & Melatonin
Nenne die Komponenten einer Stressreaktion
metabolische Veränderungen der Energiebereitstellung
Wasserretention zur Erhöhung des Blutvolumens
Inhibition der nicht lebensnotwendigen Prozesse zur Einsparung von Energie
Unterdrücken von Schmerzempfinden zur Erhaltung der Beweglichkeit
Beschreibe die altersabhängige Makuladegeneration und deren Therapie
= AMD
Symptome: dunkler Fleck, verminderte zentrale Sehschäfte —> schwerer Sehverlust
Therapie:
trockene Form (milder): Korrektur der verbliebenden Sehschärfe (Medikamente, Sehhilfe)
Zuführung von Lutein, Antioxidantien, Vitamin C, E, ß-Carotin
senken des Homocysteinspiegels durch Vitamin B6, B12, Folsäure, Zink
Rauchstopp
—> noch keine kausale Heilmöglichkeit
feuchte Form (aggressiver)
Medikamente (Angiogenesehemmer: VEGF Inhibitoren, Glucocorticoidimplantate)
—> kann zu Stabilisierung des Zustandes über Jahre führen, wirkt gegen Gefäßneubildungen
Photodynamische Theraoie
Laserphotokoagulation
Nenne die UAWs von VEGF Inhibitoren
Ranibizumab, Aflipercept
Augenirritation, erhöhter Augeninnendruck, Konjunktivalblutung, Korneaödem
Brolucizumab
verschwommene Sicht, intraoculäre Inflammation, retinale Vaskulitis
Nenne 3 Medikamente in der Therapie von Adipositas und deren UAWs
Orlistat
GI: fettiger Stuhl, Blähungen, Durchfall, Pankreatitis, Bluthochdruck
Liraglutid:
Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Dyspepsie
Naltrexon:
Schlafstörungen, Angstzustände, Bauchschmerzen
Nenne je 2 Ago und Antagonisten am peptidergen System
Agonisten: Morphin, Desmopressin
Antagonisten: Naloxon, Losartan, Naltrexon
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