Nutzer- und Kontextanalyse (ISO 9241-210)
Welche 3 Teilanalysen gehören dazu und was beinhalten sie?
Nutzeranalyse:
Eigenschaften des späteren Nutzers
Wahrnehmung
Wissen
Vorerfahrung
Physische Eigenschaften
Aufgabenanalyse:
Aufgabenbeschreibung
Ablaufbeschreibung
Nutzungszeitpunkte/ dauern/ häufigkeiten/ dauern
Umgebungsanalyse:
physikalische Nutzungsbedingungen
kulturelle Randbedingungen
Nutzeranalyse
Ziel
Ziel:
Erhöhung der Übereinstimmung zwischen Nutzererwartung und Produkteigenschaften
ZIel verfehlt:
Fehlende Übereinstimmung zwischen Nutzererwartung und Produkteigenschaften
Was muss ich über den Nutzer heraus finden?
Rot = Aufgabenalyse
Werkzeuge/ Methoden um essenzielle Informationen über den Nutzer heraus zu finden
Surveys = Fragebögen/ Umfragen, schriftlich/ digital ausfüllen
Interviews = Befragungen, Evaluator - Nutzer
Observation = Nutzer bei Arbeit zu schauen
Focus Groups = Moderierte Gruppendiskussion um unterschiedliche Perspektiven einzuholen
Card Sorting = Nutzer sortiert Begriffe in Kateorien (Website anordnung)
Fieldstudies = Untersuchung in echten Nutzungskontext
Aufgabenanalyse
Definition
Beantwortete Fragen
Methoden
Definition:
gedankliche Aufgliederung (Differenzierung) einer Gesamtaufgabe in analytische Teilaufgaben
Nutzer und deren Gewohnheiten und Methoden beobachten und verstehen
-> Ableiten der Muss-Kriterien für das Produkt
Beantwortung der Fragen:
Was sind Ziele des Benutzers, was muss erreicht werden?
Was tun Benutzer um Ziele zu erreichen?
Über welche Erfahrungen (persönlich, kulturell, sozial) Verfügen die Nutzer?
Wie beeinflusst die physische Umwelt die Aufgabe?
Methoden:
Cognitive Task Analysis
Hierachical Task Analysis
Umgebungsanalyse: kulturell bedingte Unterschiede
Bedeutung von Farben
Interpretation von Piktogrammen/ Icons
Reaktion auf Fotos von Menschen, Objekten, Orten
Stereotype für Fluss von Handlungen (links nach rechts)
Produktanforderungen
Abgeleitet aus Nutzeranalyse
KEINE Anforderungen an den Nutzer, nur an das System!
Unterscheidungen von Produktanforderungen:
Anthropometrisch/ Biomechanische Anforderungen
Körpermaße
Physiologische Anforderungen:
Sinnesorgane (Hören, Sehen, Fühlen)
Kognitive Anforderungen
Belastung durch Arbeitsaufgabe: körperliche/ geistige Arbeit
Belastung durch Arbeitumwelt: physikalische / soziale Umwelt
Belastung durch Mensch-Maschine-System:
Anthropometrische Bedingungen
Informationsfluss (Systemergonomie)
Veränderungen der Produktanforderungen – Trends und Entwicklungstendenzen
generelle gesellschaftliche Entwicklugnstendenzen:
Demographischer Wandel
Individualisierung
Verstädterung
generelle wirtschaftliche Entwicklungstendenzen:
Globalisierung
Flexibilisierung
generlle technologische Entwicklungstendenzen:
Miniaturiersung
Vernetzung/ Digitalisierung/ Automatisierung
Demographie
Bevölkerungswissenschaft
befasst sich statistisch mit Entwicklung von Bevölkerungen und deren Strukturen
alters- und zahlenmäßige Gliederung
geographische Verteilung
für Veränderung verantwortliche soziale/ Umweltfaktoren
Fachgebiete:
Theorie der Fertilität (Geburtenzahl)
Theorie der Mortalität (Sterbezahl)
Theorie der Migration (EIn-/ Auswanderung)
Durschnittliches Lebensalter, Durschnittsalter
Lebenserwartung
Mittelwert (arithmetisches Mittle) des Alters aller Personen einer Population zu einem bestimmten Zeitpunkt
Lebenserwartung:
Statistisch zu erwartende Zeitalter, die abgegeben Zeitpunkt bis zum Tod verbleibt
Sterbetafeln, Empirische Verteilung
Demographische Effekte:
Eigenschaften & Folgen des Alterns
größere Gelassenheit & Weitsicht
größeres Abwägen, Kosten-Nutzen-Denken bei Entscheidungen
Körper & Körperliche Fähigkeiten
Zweifaktorenmodell der Intelligenzentwicklung im Alter:
kristalline Fäigkeiten (Weltwissen) nimmt zu
Fluide Fähigkeiten
Demographische Effekte
Auswirkung der stetig älter werdenden Gesellschaft auf Grundlegende Anforderungen der Produktentwicklung
Gesaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle
Dimensionierung von Bedienelementen
Wissensmanagement in Unternehmen
Abwanderung von Know-How
Silver Produkt Design:
gezieltes Anpassen an Bedürfnisse älterer Personen
Technologische Nutzenpotentiale
Ältere Menschen möchten so lang wie möglich selbstständig leben:
Nachfrage nach assistierterende Technologie steigt
Ausgleich motorischer Defizite durch Einsatz von Hilfsmitteln
eCommerce= Ersatz für physichen Supermarktseinkauf
Kommunikation mit Familie und Freunden
Smartphone
Herausforderungen aus Sicht der älteren Nutzer:
Zugang zur Technologie ( kaum Berührungspunkte)
Motivation zur Verwendung der Technologie (Hemmschwelle)
Fähigkeit zur Verwendung der Technologie (kognitiv, motorisch)
Erklärung zur Verwendung der Technologie (intuitiv vs erlernbar)
Zuletzt geändertvor 8 Tagen