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Freitag

Fd
von Fitore D.

WOYDT

Erklären Sie das SL-II-Modell des situativen Führens nach Blanchard, Zigarmi und Zigarmi.

Das SL-II-Modell (Situational Leadership II) geht davon aus, dass es keinen Führungsstil gibt, der für alle Mitarbeitenden und Situationen gleichermaßen geeignet ist. Der Führungsstil muss vielmehr an den Entwicklungsstand des Mitarbeiters in Bezug auf eine konkrete Aufgabe angepasst werden.

Der Entwicklungsstand wird anhand von zwei Kriterien bestimmt:

  • Kompetenz: Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen des Mitarbeiters.

  • Engagement: Motivation, Selbstvertrauen und Einsatzbereitschaft des Mitarbeiters.

Je nach Kombination von Kompetenz und Engagement werden vier Entwicklungsstufen (E1–E4 bzw. D1–D4) unterschieden:

  • E1: geringe Kompetenz, hohes Engagement → begeisterter Anfänger

  • E2: etwas Kompetenz, sinkendes Engagement → ernüchterter Lernender

  • E3: hohe Kompetenz, schwankendes Engagement → fähig, aber vorsichtig

  • E4: hohe Kompetenz, hohes Engagement → selbstständiger Leistungsträger

Diesen Entwicklungsstufen werden vier Führungsstile (S1–S4) zugeordnet:

  • S1 – Direktiv: hohe Aufgabenorientierung, geringe Beziehungsorientierung; klare Anweisungen und enge Anleitung.

  • S2 – Coachend: hohe Aufgaben- und hohe Beziehungsorientierung; Anleiten, Erklären und Motivieren.

  • S3 – Unterstützend: geringe Aufgabenorientierung, hohe Beziehungsorientierung; Zuhören, Ermutigen und Einbeziehen.

  • S4 – Delegierend: geringe Aufgaben- und geringe Beziehungsorientierung; Verantwortung und Entscheidungen werden an den Mitarbeiter übertragen.

Ziel des SL-II-Modells ist es, Mitarbeitende entsprechend ihrem Entwicklungsstand zu fördern und sie schrittweise zu einem selbstständigen und leistungsfähigen Arbeiten (E4/D4) zu entwickeln.

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Beispiele aus der Vorlesung

E1 – Begeisterter Anfänger

  • ist neugierig und lernwillig

  • kennt die Aufgabe noch nicht vollständig

  • neigt zur Überschätzung der eigenen Fähigkeiten

  • hat wenig bis kein Risikobewusstsein

  • spricht begeistert von seiner Aufgabe

  • weiß nicht, was er noch nicht weiß

E2 – Ernüchterter Lernender

  • geht eher auf Tauchstation

  • findet die Aufgabe anstrengend oder zu aufwändig

  • hat Erfahrung mit der Aufgabe

  • ist frustriert, weil noch nicht autonom

  • findet die Aufgabe langweilig oder sinnlos

  • versteht Abläufe, aber noch nicht die Zusammenhänge

E3 – Fähig, aber vorsichtig

  • ist vorsichtig

  • will an der Routine festhalten

  • zeigt schwankende Sorgfalt

  • kann korrekte Durchführung kontrollieren

  • kann die Aufgabe selbstständig erledigen

  • wird von anderen als Experte wahrgenommen

  • neigt zur Selbstkritik

E4 – Selbstständiger Leistungsträger

  • kann Neuerungen eigenständig umsetzen

  • kann sich auf Gesprächspartner einstellen

  • findet eigene Ziele und Leistungsmaßstäbe

  • ist selbstsicher und selbstmotiviert

  • ergreift von sich aus die Initiative

🟦 Führungsstile (S1–S4)

S1 – Direktiv

  • Ziele setzen

  • Engagement anerkennen

  • Rückmeldung geben

  • bei korrekter Durchführung erwischen

  • Terminierung, Prioritäten, Rollen und Grenzen klären

  • unterweisen und zeigen, wie es gemacht wird

  • Lernplan entwickeln

  • nach Lernerfolgen fragen

S2 – Coachend

  • Gründe erklären

  • Anliegen anhören

  • ermutigen und unterstützen

  • neue Anweisungen und erneute Anleitung geben

  • Training anbieten und Rückmeldung geben

  • Gesamtüberblick vermitteln

  • Ziele ansprechen und Maßnahmen erklären lassen

  • beim Einsatz von Checklisten erwischen

S3 – Unterstützend

  • Zuversicht ausdrücken

  • zuhören

  • an frühere Erfolge erinnern

  • Kompetenz und Beiträge anerkennen

  • bei geringer Motivation Ursachen besprechen

  • Fragen stellen

  • bei guten Erklärungen/Präsentationen erwischen

  • zur Umsetzungsplanung auffordern

S4 – Delegierend

  • Innovation anregen

  • Erfolge herausstellen

  • Autonomie und Entwicklung unterstützen

  • Kompetenz, Engagement und Beiträge anerkennen

  • Gesamtverantwortung für Teilbereiche delegieren

  • beim Verfolgen sinnvoller eigener Ziele erwischen

  • Gelegenheiten für die Unterweisung und Betreuung anderer anbieten

  • Entscheidungskompetenzen erweitern

Woydt

MPC- Fragen

1.1 Wenn man sein Zu-spät-Kommen damit erklärt, dass der Besuch von Freunden einen vom rechtzeitigen Aufbruch zur Arbeit abgehalten hat… c

… dann kann man die Begründung der Urteilstendenz des Self-Serving Bias zuordnen.

1.2 Definitionen einiger Wahrnehmungs- und Urteilstendenzen a

Wahrnehmungstendenzen sind eine Art Verzerrung (englisch Bias).

1.3 Aussagen zum Selbstkonzept a/b/d

  • Selbstkonzept bezeichnet das Wissen eines Menschen über sich selbst.

  • Beim Selbstkonzept kann man das Real Self (wie bin ich) von Ideal Self (wie möchte ich sein) unterscheiden. Man bezeichnet dies als die kognitive Komponente des Selbst.

  • Beim Selbstkonzept kann man die personale Identität (was macht mich einzigartig) von der sozialen Identität (wer bzw. wie bin ich in Bezug zu anderen) unterscheiden. Personale und soziale Identität beeinflussen sich gegenseitig

1.4 Aussagen zum Menschenbild a/d

A – (S. 84)

  • McGregor (1960) hat in seiner XY-Theorie das Menschenbild X, nach dem der von Natur aus arbeitsunwillige Mensch zur Arbeit angehalten werden muss, vom Menschenbild Y unterschieden,nach dem der Mensch grundsätzlich leistungsbereit ist, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen vorliegen.

  • Die Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan basiert auf dem Menschenbild Y.

1.5 Aussagen zu Motivation und Arbeitszufriedenheit b/c/d

  • Die drei Basisbedürfnisse der Selbstbestimmungstheorie von Deci &

    Ryan heißen Kompetenzerleben, Selbstbestimmung und Zugehörigkeit.

  • Deci & Ryan setzen intrinsische Motivation der Verhaltensregulation gleich

    mit Selbstbestimmung und differenzieren extrinsische Motivation vierfach, je nach dem Grad

    der Internalisierung von anderen übernommener Werte oder Anreize.

  • Arbeitszufriedenheit ist die Differenz aus eigenem Anspruchsniveau bei der Arbeit, erlebter

    Bedürfnisbefriedigung und subjektiver Bedeutsamkeit der Abweichun

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Fitore D.

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