Übersicht Baugruben
Randbedingungen Baugrube
temporäre Maßnahmen (Bauhilfsmaßnahme)
Boden mur ungenau bekannt -> häufig Bodengutachten erforderlich
Erste Baumaßnahme: noch keine (unzureichende) Baustelleneinrichtung
Planungs- und Ausführungsrisiko häufig bei Auftragnehmer
Zuständigkeit Auftraggeber Baugrube
Tiefe und Größe (Abmessungen des Bauwerks)
Baugrundverhältnisse
Grundwasserverhältnisse
Verkehrsanbindung
DIN 4124
Standsicherheit von Böschungen ist nachzuweisen, wenn:
Böschung > 5 m hoch ist
Standsicherheit von vorhandenen Gebäuden, Leitungen oder Verkehrsflächen gefährdet ist
Randbedingungen Boden
schwierige Bodenverhältnisse
Schutz Grundwassers und Verhinderung von Wassereinbrüchen in Baugruben
benachbarte Gebäude (Fundamente) nicht beeinträchtigen
vorhandene Ver- und Entsorgungs-, Strom- und Kommunikationsleitungen
Maßnahmen Baugruben
Baugrubenwände: Spundwand, Schlitzwand, Trägerbohlwand, Bohrpfahle
Baugrubenaussteifung: Anker
Baugrubensohlen: Jet Grouting
Auftriebssicherung: Bohrpfähle
Vor- und Nachteile von Spundwänden
Vorteile
weitestgehend wasserundurchlässig
schneller Baufortschritt, sofort belastbar
Verbau wiedergewinnbar
mäßiger Geräteaufwand
Nachteile
Bodenabhängigkeit
biegeweicher Verbau
in Höhe begrenzt (13 m bei straßengebundenem Transport)
Vor- und Nachteile von Schlitzwänden
wasserundurchlässig
in allen Bodenarten einsetzbar
sehr tiefe Baugruben herstellbar
Wände können Bestandteil des Bauwerks werden
hoher Geräteaufwand
hohe Kosten
Vor- und Nachteile von Trägerbohlwänden
Vorteile Böden)
anpassungsfähig & flexibel
rückbaubar
relativ geringer Geräteaufwand
geringe Investitionskosten
Nachteile
nicht wasserdicht
Setzungen sind zu erwarten
arbeitsintensiv
Berliner vs. Essener vs. Hamburger Verbau
Vor- und Nachteile von überschnittenen Bohrpfahlwänden
in allen Bodenarten einsetzbar
minimale Setzungen
auch für tiefe Baugruben geeignet
große Anzahl von Fugen
geringere Biegesteifigkeit als massive Wand
relativ hohe Kosten
Vor- und Nachteile von Schlagrammung
Vorteile
bei allen rammbaren Bodenarten anwendbar
schneller Baufortschritt
Bodenverdrängung, kein Aushub erforderlich
Lärmemissionen (im innerstädtischen Bereich nicht einsetzbar)
Erschütterungen Sackungen, Setzungen möglich ggf. Gebäudeschäden
Mindestabstand zu Bestandsbebauung erforderlich
Vor- und Nachteile von Vibrationsrammung
geringe Lärmemissionen, geringe Erschütterungen
schonende Rammgutbehandlung
gleiches Gerät auch zum Ziehen der Bohlen einsetzbar
Nachteile bei ungeeignetem Boden
Sackungen und Setzungen bei verdichtungsfähigem Boden möglich
Vor- und Nachteile von Pressen
praktisch keine Lärmemissionen
keine Erschütterungen
gleiches Gerät auch zum Ziehen der Bohlen einsetzbar
bei Steineinschlüssen (o.ä.) nur mit Einbringhilfen einsetzbar
Vergleich der Einbringtechniken
Risiken bei Arbeiten in geböschten Baugruben und Gräben
Böschungswinkel beachten
Sicherheitsabstände einhalten
Schutzstreifen freihalten
Sichere Zugänge nutzen
Rammen mit Rammbären
Anheben Gewichts von Bär an Mäkler (Führungsmast)
Einschlagen Rammgut mittels herabfallenden Gewicht
kurzzeitiges Überschreiten Tragfähigkeit zwischen Boden und Rammgut
Absenkung mit offenem Schwerkraftverfahren
anfallendes Grund-, Oberflächen und Regenwasser wird über Gräben sichtbar (offen) abgeführt
Wasser fließt durch Schwerkraft zu Pumpensümpfen (Anordnung: tiefste Stelle(n) Baugrube)
Elektro-Schmutzwassertauchpumpe -> Wasser abgepumpt und dem Vorfluter zugeführt
Zuletzt geändertvor 12 Tagen