Was fragt der Baustein Revenue Streams im Business Model Canvas?
- Wie macht das Unternehmen mit jedem Customer Segment Geld?
- Wofür bezahlt der Kunde (welcher Wert/Value Proposition)?
Revenue Streams sind einer von 9 Bausteinen des Business Model Canvas (neben Partners, Costs, Resources, Activities, Value Proposition, Customer Relations, Channels, Customer Segments).
Definition: Asset Sale (Revenue Stream)
X Keylearning
Verkauf des Eigentumsrechts an einem physischen Produkt.
Definition: Subscription Fee (Revenue Stream)
Gebühr für kontinuierlichen Zugang zu einem Service.
Definition: Usage Fee (Revenue Stream)
Gebühr, die proportional zur Nutzung eines Services ist.
Definition: Renting (Revenue Stream)
Gebühr für den temporären Zugang zu einem Gut oder Service.
Definition: Intermediation Fee (Revenue Stream)
Gebühr dafür, zwei oder mehr Parteien einer Transaktion zusammenzubringen.
Häufig bei Marktplätzen verschiedener Art zu finden.
Definition: Licensing (Revenue Stream)
Gebühr für die Nutzung geistigen Eigentums (Intellectual Property), einschließlich Software.
Definition: Advertising (Revenue Stream)
Gebühr, die Marken/Unternehmen zahlen, um vor potenzielle Kunden zu gelangen.
Nenne die 7 Arten von Revenue Streams, die in der Vorlesung behandelt wurden.
1. Asset Sale
2. Subscription Fee
3. Usage Fee
4. Renting
5. Intermediation Fee
6. Licensing
7. Advertising
Welche zwei grundlegenden Dimensionen strukturieren ein Revenue Model (Basic Structure and Components)?
1. Structure of the Revenue Source (Struktur der Zahlung)
2. Calculation Base (Berechnungsgrundlage)
Nenne die drei Ausprägungen der Structure of the Revenue Source.
- Single Payment (z. B. Bezahlung pro Download)
- Periodically Recurring Payment (z. B. Flatrate)
- Hybrid Forms (z. B. Grundgebühr + Nutzungsgebühr)
Nenne die Ausprägungen der Calculation Base eines Revenue Models.
- Per Item
- Usage-dependent: per time / per volume
- Usage-independent: per user / per device
Definition/Übersicht: B2C Business Models – welche Typen gibt es?
[Bild: Übersichtstabelle der B2C-Geschäftsmodelltypen (z. B. E-Tailer, Community Provider, Content Provider, Portal, Transaction Broker, Market Creator, Service Provider) – VL03, Seite 9]
Enthält jeweils Beispiele, Value Proposition, Revenue Model pro Typ.
Fortsetzung: B2C Business Models (2/2) – weitere Modelltypen und Merkmale
[Bild: Fortsetzung der Übersichtstabelle der B2C-Geschäftsmodelltypen mit weiteren Beispielen und Merkmalen – VL03, Seite 10]
Definition: Revenue Stream (Abgrenzung zu Pricing Model)
Die Strategie, mit der ein Unternehmen aus jedem Customer Segment Cash generiert.
Beispiel: Subscription.
Definition: Pricing Model (Abgrenzung zu Revenue Stream)
Die Taktik, mit der innerhalb eines gegebenen Revenue Streams der konkrete Preis festgelegt wird.
Beispiel: 9,99 €/Monat für Basic, 17,99 €/Monat für Premium.
Was ist der Kernunterschied zwischen Revenue Stream und Pricing Model?
- Revenue Stream = Strategie (WIE generiert man Cashflow, z. B. Subscription)
- Pricing Model = Taktik (WIE hoch wird der konkrete Preis gesetzt, z. B. 9,99 €/17,99 €)
Revenue ≠ Pricing!
Nenne das 3 Cs Model zur Preisfestsetzung von Unternehmen.
1. Customers' Einschätzung von Wert, Image und Qualität eines Produkts
2. Competitors' Preise
3. Company's Kosten
Definition: Reference Price
Ein Referenzpreis wird von Konsumenten genutzt, um einen beobachteten Preis mit einem internen Referenzpreis zu vergleichen.
Konsumenten kennen zwar oft ungefähre Preisspannen, können aber selten konkrete Preise exakt erinnern. Sie vergleichen daher mit einem erinnerten internen Referenzpreis oder einem externen Bezugsrahmen (z. B. ausgeschriebenem regulärem Verkaufspreis).
Nenne die 8 Treiber/Indikatoren für die Preiswahrnehmung von Konsumenten.
- Typical Price (üblicherweise gezahlter Preis)
- Last Price Paid (zuletzt gezahlter Preis)
- Fair Price (was das Produkt kosten sollte)
- Upper-Bound Price (Reservationspreis/Maximalpreis)
- Lower-Bound Price (Mindestpreis-Schwelle)
- Historical Competitor Prices
- Expected Future Price
- Usual Discounted Price
Welches Beispiel-Unternehmen wurde in der interaktiven Diskussion zu Revenue Model/Streams besprochen?
AirBnB
[Bild: Interaktive Diskussionsfolien zu AirBnBs Revenue Model/Streams – VL03, Seiten 14–16]
Nur als Beispiel zu nennen; Details siehe Foliensatz/Diskussion in der Vorlesung.
[Bild] Welches Praxisbeispiel wird für Agentic Commerce gezeigt?
Anthropic – Beispiel „Project Deal“
[Bild: Anthropic Agentic-Commerce-Feature „Project Deal“ – VL03, Seite 18]
Nur als Beispiel zu nennen (Quelle: anthropic.com/features/project-deal).
Definition: Agentic Commerce
Einkaufen, das durch intelligente KI-Agenten ermöglicht wird, die autonom kommerzielle Transaktionen im Auftrag von Nutzern entdecken, bewerten, verhandeln und ausführen – mit delegierter Autorität und minimaler menschlicher Intervention.
Was ist der Core Shift durch Agentic Commerce (im Vergleich zu klassischem E-Commerce)?
Von menschengesteuerten Kaufentscheidungen zu autonomen KI-Agenten, die mit delegierter Autorität Transaktionen selbstständig durchführen – Discovery, Evaluation, Negotiation und Execution laufen automatisiert ab.
[Bild] Nenne die drei Wege zum Kauf (Three Paths to Purchase) in einer agentischen Welt.
[Bild: Darstellung der drei Purchase Paths im Agentic Commerce (z. B. Merchant-initiated, Platform-initiated, Agent-initiated Flows) – VL03, Seite 20]
[Bild] Welche technische Infrastruktur und Protokolle liegen Agentic Commerce zugrunde?
[Bild: Übersicht technischer Infrastruktur & Protokolle für Agentic Commerce (z. B. Agent Payment Protocols, APIs, Checkout-Standards) – VL03, Seite 21]
[Bild] Welche Parteien sind an einer Agentic-Commerce-Transaktion beteiligt?
[Bild: Darstellung der beteiligten Parteien einer Agentic-Commerce-Transaktion (z. B. Konsument, KI-Agent, Merchant, Payment Provider) – VL03, Seite 22]
Wie verändert Agentic Commerce laut McKinsey/Marie Claude Nadeau die Rolle von Payment Providern?
- Authentifizierung & Fraud Prevention werden komplexer: nicht mehr nur Bots stoppen, sondern die richtigen Agenten zum Transagieren befähigen
- Kontrolle über Subscription Models und Card-on-File Payments verschiebt sich vom Merchant zu Consumer Agents
- Zahlungsanbieter müssen Kundenakquise neu denken, da Kunden Produkte zunehmend über einen Agenten bewerten
Zitat von Marie Claude Nadeau, Senior Partner bei McKinsey (Payments).
Nenne die vier Quadranten der Eignung von Purchasing Agents nach Produkt-/Servicekategorie (Suitability Matrix: Frequency x Complexity).
- Highest Priority (hohe Frequenz, geringe Komplexität): Groceries, Haushaltsartikel, Tiernahrung, Körperpflege, Subscription-Nachbestellung – bereits delegiert
- Medium Priority (geringe Frequenz, geringe Komplexität): Geschenke, Elektronikzubehör, Einmalkäufe – nützlich, aber episodisch
- Emerging Opportunity (hohe Frequenz, hohe Komplexität): Reisen, Versicherungen, Finanzprodukte, Versorger, Telekom – nächste Adoptionsfrontier
- Low Priority (now) (geringe Frequenz, hohe Komplexität): Luxusgüter, Immobilien, Enterprise Software, individuelle Dienstleistungen – menschliches Urteil dominiert noch
Was ist das Key Takeaway zur Eignung von Purchasing Agents (Suitability by Product & Service Category)?
Die Eignung von Agenten steigt, wenn Kaufentscheidungen häufig, risikoarm (low-regret) und leicht spezifizierbar sind.
[Bild] Was zeigt die Folie zu Revenue Model Disruption & New Monetization im Kontext von Agentic Commerce?
[Bild: Darstellung neuer/veränderter Monetarisierungsformen durch Agentic Commerce (Disruption bestehender Revenue Models) – VL03, Seite 25]
Zuletzt geändertvor 7 Tagen