Welcher Hund ist das ?
Und für was ist wird er gebraucht?
Weimaraner
Vorsteharbeit: Er spürt Wild im Feld oder Wald auf und zeigt es dem Jäger durch das typische „Vorstehen“ an.
Arbeit nach dem Schuss: Er glänzt bei der Nachsuche (Verfolgen von Wundspuren) sowie beim Apportieren von Feder- und Haarwild aus unzugänglichem Gelände oder Wasser.
Wald- und Wasserarbeit: Dank seiner großen Wasserfreude und Robustheit wird er erfolgreich an Gewässern und im dichten Wald eingesetzt.
Stöbern und Drückjagd: Durch seine Wildschärfe und Ausdauer unterstützt er auch bei Gesellschaftsjagden
Brandlbracke
Spurlaut und Fährtenwille: Verfolgt Fährten von Haarwild (wie Fuchs und Hase) extrem ausdauernd und gibt dabei laut.
Nachsuche: Dank ihrer feinen Nase und enormen Hartnäckigkeit wird sie heute zu rund 80 Prozent für die Schweißarbeit (Nachsuche auf krankes Schalenwild wie Schwarzwild oder Rotwild) verwendet.
Geländetauglichkeit: Gilt als trittsicherer Kletterer im unwegsamen und alpinen Gelände.
Deutsche Bracke
Einsatzgebiet: Spezialisiert auf die Lautjagd (Spur- und Fährtenlaut) vor allem auf Haarwild und Niederwild.
Fähigkeiten: Sie besitzt eine exzellente, feine Nase, enorme Ausdauer und einen starken Finderwille.
Was versteht man unter einem "brauchbaren Jagdhund"?
Unter einem brauchbaren Jagdhund versteht man einen Hund, der seine Eignung für den praktischen Jagdbetrieb durch eine offizielle Brauchbarkeitsprüfung (oder eine gleichgestellte, höherwertige Verbandsprüfung) nachgewiesen hat
Was passiert, wenn kein brauchbarer Jagdhund bei einer Bewegungsjagd vorhanden ist?
Die Jagd darf in dieser Form nicht durchgeführt werden bzw. es liegt ein Verstoß gegen die Anforderungen an tierschutzgerechte Jagdausübung vor.
Warum ist die Brauchbarkeit eines Jagdhundes gesetzlich vorgeschrieben?
Um das Tierschutzgebot der Nachsuche auf krankgeschossenes Wild zu erfüllen und Wildfolge/Fährtenarbeit sicherzustellen; ohne brauchbaren Hund darf z.B. keine Bewegungsjagd auf Schalenwild durchgeführt werden.
Wer führt die Brauchbarkeitsprüfung in Bayern durch?
Anerkannte Jagdhundevereine (z.B. Jagdgebrauchshundeverband JGHV) bzw. von der Jägervereinigung anerkannte Verbandsprüfungen.
Muss bei jeder Gesellschaftsjagd (Drückjagd) auf Schalenwild ein brauchbarer Jagdhund anwesend sein?
Ja, zur Nachsuche auf krankes Wild ist die Anwesenheit eines brauchbaren, insbesondere schweißerfahrenen Hundes vorgeschrieben.
Was ist die Aufgabe eines Vorstehhundes?
Er zeigt dem Jäger die Anwesenheit von Wild durch "Vorstehen" (kurzes Stehenbleiben) an, bevor er es auf Kommando hochmacht. Beispiele: Deutsch Drahthaar, Deutsch Kurzhaar, Weimaraner.
Was ist ein Vorstehhund?
Suchen das Feld ab und zeigen gefundeneds Wild regungslos an.
Arbeit vor dem Schuss.
Was ist ein Stöberhund?
Stöbern Wild eigenständig aus dicker Deckung auf.
Arbeit vor dem Schuss
Was ist eine Bracken?
Verfolgen Wild lauthals auf der Spur (Brackieren).
Was ist ein Erdhund?
Sprengen Füchse oder Dachse aus dem Bau.
Was macht ein Schweißhund?
Führen die Nachsuche auf verletztes Schalenwild über weite Strecken an der Riemenfährte aus.
Arbeit nach dem Schuss
Was macht ein Retriever / Apportierhund ?
Bringen erlegtes Niederwild oder Wasserwild zuverlässig zum Jäger zurück.
Was versteht man unter der Feldsuche?
Der Hund sucht das Feld systemisch ab und „steht vor“, wenn er Wild wittern (anhalten und dem Jäger anzeigen).
Vorstehhund
Jagdart vor dem Schuss
Was versteht man unter Stöbern?
Der Hund durchsucht dichten Wald oder Deckung eigenständig nach Wild und treibt es langsam heraus.
Was versteht man unter Brackieren?
Die Bracke jagt laut und eigenständig über weite Distanzen und bringt das Wild (wie Hasen) langsam zum Jäger zurück.
Was versteht man unter Buschieren?
Der Hund geht nah am Jäger (ca. 25–30 Meter) durch Buschwerk, um verstecktes Wild aufzuscheuchen.
Was versteht man unter der Baujagd?
Kleine Hunde wie Teckel oder Terrier gehen in den Fuchsbau oder Dachsbau, um das Wild zu sprengen (herauszutreiben).
Erdhund
Was versteht man unter Apportieren?
Retriever oder Vorstehhunde bringen geschossenes Niederwild (z. B. Enten oder Vögel) aus dem Wasser oder Gelände zurück.
Jagdart nach dem Schuss
Was versteht man unter Nachsuchen (Schweißhunde)?
Speziell ausgebildete Schweißhunde verfolgen die Blutspur (Schweiß) von schwer verletzt geflüchtetem Schalenwild über Kilometer.
Jagdarten nach dem Schuss
Was versteht man unter einer Treibjagd?
Auf offenen Flächen treiben Treiber und Hunde das Niederwild (Hasen, Fasan) den umstellten Schützen zu.
Was versteht man unter einer Drückjagd?
Im Wald wird Reh- oder Schwarzwild durch wenige Treiber und laute Hunde ruhig aus der Deckung gedrückt.
Was sind die Fächer in der Brauchbarkeitsprüfung?
Allgemeine Gehorsamsfächer
Appell und Gehorsam: Hereinkommen des Hundes und generelle Führigkeit.
Schussfestigkeit: Verhalten bei abgegebenen Schüssen (auf dem Stand und im Feld/am Wasser).
Leinenführigkeit: Ruhiges Gehen an der Leine im Revier.
Verhalten am Stand: Ruhiges und unaufgeregtes Warten des Hundes beim Jäger während des Treibens oder Ansitzes.
Riemenarbeit / Riemenführigkeit: Sicheres Führen des Hundes am Schweißriemen
Modulare Fachprüfungen (nach Einsatzbereich)
Nachsuche auf Schalenwild (Schweißarbeit): Arbeiten auf einer künstlichen Rotfährte (z. B. Überprüfung der Schweißfährte über 300 Meter). [1, 2]
Verlorensuchen und Verlorenbringen: Arbeiten mit Haarwild- und Federwildschleppen sowie das Bringen von Wild aus der Deckung oder Schilf. [1, 2]
Wasserarbeit: Überprüfung der Wasserfreude und des Stöberns in Schilf oder tiefem Wasser. [1, 2, 3]
Spezielle Module: Je nach Ausrichtung gibt es zusätzliche Prüfungen für die erschwerte Nachsuche, Bewegungsjagden, die Arbeit im Schwarzwildgatter oder die Baujagd
Zuletzt geändertvor 6 Tagen