Q: (Folie 5) Welche weiteren Bezeichnungen trägt Freuds zweite Topik?
Drei-Instanzen-Modell
Strukturmodell
(Folie 5) Welche drei Instanzen unterscheidet Freuds zweite Topik?
Ich
Es
Über-Ich
(Folie 5) Welcher Schrift Freuds ordnet die Folie das Strukturmodell zu?
„Das Ich und das Es“ (1923)
(Folien 5–6) Ist das Ich im Strukturmodell ausschließlich bewusst?
Nein: Die Abbildung zeigt das Ich im vorbewussten und unbewussten Bereich.
Auch die verdrängende Instanz Ich wird dem Unbewussten zugerechnet.
(Folie 6) Wie unterscheidet sich die Zuordnung des Unbewussten zwischen erster und zweiter Topik?
Erste Topik: Laut Folie fällt das Unbewusste mit dem Verdrängten zusammen.
Zweite Topik: Auch die verdrängende Instanz Ich wird dem System Unbewusst zugerechnet.
(Folie 7) An welchem Schnittpunkt steht das Ich, und woraus ist es wesentlich abgeleitet?
Schnittpunkt: Wahrnehmungen und Empfindungen
Ableitung: Das Ich ist wesentlich ein Derivat körperlicher Empfindungen.
Details merken:
Freud: „Das Ich ist vor allem ein körperliches …“
(Folie 8) Von welchen drei Gefahren wird das Ich als „Diener dreier Herren“ bedroht?
Außenwelt
Libido des Es
Strenge des Über-Ichs
(Folie 9) Welche Interessen vertritt das Ich?
Die Interessen der Gesamtpersönlichkeit
(Folie 9) Womit ist das Ich besetzt?
Mit narzisstischer Libido
(Folie 9) Welche Funktion hat das Über-Ich?
Es richtet und kritisiert.
(Folie 9) Wie entsteht das Über-Ich?
Durch Verinnerlichung der elterlichen Forderungen und Verbote
(Folie 9) Wie wird das Es definiert?
Triebpol der Persönlichkeit
Reservoir der Libido
(Folie 10) Wie unterscheiden sich die Formulierungen des Analyseziels zwischen erster und zweiter Topik?
Erste Topik: Unbewusstes bewusst machen
Zweite Topik: „Wo Es war, soll Ich werden.“
(Folie 10) Welches Stichwort zur Stellung des Ichs ergänzt die Folie beim Analyseziel der zweiten Topik?
„Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus.“
(Folie 11) Gegen welchen Pol richtet sich die Abwehr in der zweiten Topik?
Gegen den Triebpol der Persönlichkeit: das Es
Nicht mehr gegen den unbewussten Pol
(Folie 11) Wie ist die Grenze zwischen Ich und Es beschaffen?
Das Ich ist vom Es nicht scharf getrennt.
(Folie 11) Wie beschreibt die Folie das Verhältnis des Über-Ichs zum Unbewussten und zum Es?
Das Über-Ich ist teilweise unbewusst.
Es taucht ins Es ein.
(PDF-Seite 14 – keine Foliennummer angegeben) Auf welche gemeinsame Quelle werden Sexual- und Ichtriebe mit der Einführung des Narzissmus zurückgeführt?
Gemeinsame libidinöse Quelle: Ich-Libido beziehungsweise narzisstische Libido
Die Folie datiert die Einführung des Narzissmus auf 1914.
(PDF-Seite 14 – keine Foliennummer angegeben) Worin unterscheiden sich Ichlibido und Objektlibido?
Ichlibido: libidinöse Besetzung des Ichs
Objektlibido: libidinöse Besetzung der Objekte
(PDF-Seite 14 – keine Foliennummer angegeben) Welchen Gegensatz stellt die zweite Triebtheorie auf?
Lebenstrieb – Eros
Todestrieb – Thanatos
Diese Folie nennt dafür „ab 1923“.
(Folie 15) Welche Triebgruppen umfassen die Lebenstriebe?
Sexualtriebe
Selbsterhaltungstriebe
Ichtriebe
(Folie 15) Welches Ziel verfolgen die Todestriebe?
Vollständige Aufhebung der Spannung
Erreichen eines anorganischen Zustands, auf der Folie als „Nirwana“ bezeichnet
(Folie 15) Auf welchen Trieb trifft die Libido laut Freuds dargestellter Theorie im vielzelligen Organismus?
Auf den Todestrieb beziehungsweise Destruktionstrieb
Dieser führt in der dargestellten Theorie zum Zelltod.
(Folie 15) Wie versucht die Libido, den Destruktionstrieb unschädlich zu machen?
Sie leitet ihn mithilfe der Muskulatur nach außen ab.
Sie richtet ihn gegen Objekte der Außenwelt.
Dieser Vorgang wird auf der Folie als Erklärung der Aggressionsentstehung angeführt.
(Folie 16) Zwischen welchen Triebgruppen entsteht der neurotische Konflikt in der ersten Topik laut dieser Folie?
Zwischen Sexualtrieben und Ichtrieben
(Folie 16) Welche Rolle spielen die Ichtriebe bei der Abwehr in der ersten Topik?
Sie spielen eine wesentliche Rolle bei der Motivation der Abwehr.
(Folie 16) Wie verändert sich die Stellung der Ichtriebe in der zweiten Topik?
Die Ichtriebe verlieren ihre Autonomie.
Sie werden in den großen Gegensatz zwischen Lebens- und Todestrieben aufgenommen.
Die Folie nennt für die zweite Topik den Zeitraum 1920–1923.
(Folie 18) Wie ordnet Freud den Todestrieb ein?
Als biologischen Trieb
Die Folie nennt dafür 1920.
(Folie 18) Welchen energetischen Zustand strebt der Todestrieb nach Freud an?
Den Nullzustand der energetischen Erregung
Dieser wird mit Anorganizität gleichgesetzt.
(Folie 18) Welche Wirkung hat der Lebenstrieb auf einzelne Elemente?
Er fasst Elemente zu größeren Einheiten zusammen.
Seine Richtung lautet: aufbauen, bejahen, binden.
(Folie 18) In welche Richtung wirkt der Todestrieb?
Auflösung
Entstrukturierung
Entbindung
Die Folie nennt ergänzend „moderne Neuropsychoanalyse: Entropie“, ohne den Begriff weiter zu erläutern.
(Folie 18) Wie werden Sadismus und Masochismus in der dargestellten Theorie eingeordnet?
Als Partialtriebe des Todestriebs
(Folie 19) Wie verbreitet sind Eros und Todestrieb nach Freud?
Sie sind ubiquitär.
Die Folie nennt den Todestrieb bei Neurosen und datiert diesen Bezug auf 1923.
(Folie 19) In welchem Verhältnis kommen Eros und Todestrieb normalerweise vor?
Sie sind normalerweise gemischt.
Es bestehen unterschiedliche Mischungsverhältnisse.
(Folie 19) Zwischen welchen Impulsen werden seelische Konflikte beschrieben?
Als Kampf zwischen libidinösen und destruktiven Impulsen
Diese Formulierung wird auf der Folie 1937 zugeordnet.
(Folie 20) Welche Begriffspaare ordnet die Grafik Lebens- und Todestrieb zu?
Lebenstrieb: Bindung und Organizität
Todestrieb: Entbindung und Anorganizität
(Folie 20) Was kennzeichnet die Grafik im überlappenden Bereich von Lebens- und Todestrieb?
Mischung und Konflikt
(Folie 21) Was erklärt nach Freud die Vielfalt der Lebenserscheinungen?
Das Zusammen- und Gegeneinanderwirken von Eros und Todestrieb
Keiner der beiden Triebe allein erklärt sie.
(Folie 22) Welche zwei gegensätzlichen Vorgänge werden in lebender Substanz beschrieben?
Aufbauend und bindend
Abbauend und entbindend
(Folie 23) Welche Instanz wird bei der dargestellten Triebentmischung zur „Sammelstätte der Todestriebe“?
Das Über-Ich des Depressiven
(Folie 23) Was kann die erotisch-libidinöse Triebkomponente bei der beschriebenen Triebentmischung nicht mehr leisten?
Sie hat nicht mehr die Kraft, die gesamte Destruktivität zu binden.
(Folie 23) Was folgt daraus, dass die Destruktivität nicht mehr vollständig gebunden wird?
Sie wird als Aggressions- und Destruktionsneigung frei.
(Folie 27) Was bedeutet Objektalisierung nach André Green?
Libidinöse Besetzung
Das Individuum schafft eine Beziehung zu inneren und äußeren Objekten.
(Folie 27) Was kann Objektalisierung neben inneren und äußeren Objekten betreffen?
Auch psychische Aktivitäten
(Folie 27) Was bedeutet Desobjektalisierung nach André Green?
Abzug libidinöser Besetzung
Das Individuum schafft die Beziehung zu inneren oder äußeren Objekten ab.
(Folie 27) Welche Beziehung kann bei der Desobjektalisierung neben den Beziehungen zu Objekten angegriffen werden?
Auch die Beziehung zum Ich
(Folie 27) Welchen Trieben werden Objektalisierung und Desobjektalisierung zugeordnet?
Objektalisierung → Lebenstrieb
Desobjektalisierung → Todestrieb
(Folie 37) Welcher Weg führt im Schaubild von Bedürfnissen zur Objektalisierung?
Erfüllung → Befriedigung der Bedürfnisse
Dieser Zweig wird als Objektalisierung bezeichnet.
(Folie 37) Wohin richtet sich die Liebe im Zweig der Objektalisierung?
Zum Selbst
Zur Umwelt
(Folie 37) Welcher Weg führt im Schaubild von Bedürfnissen zur Desobjektalisierung?
Frustration → Destruktion der Bedürfnisse
Dieser Zweig wird als Desobjektalisierung bezeichnet.
(Folie 37) Wohin richtet sich die Destruktion im Zweig der Desobjektalisierung?
Gegen das Selbst
Gegen die Umwelt
(Folie 37) Welche Beziehung zeigt der Doppelpfeil zwischen Objektalisierung und Desobjektalisierung?
Einen Konflikt zwischen beiden Zweigen
Q: (Folie 39) Welchen Ursprung haben die Erlebnisse in der hier beschriebenen pathologischen Wiederholung?
Sie sind traumatischen Ursprungs.
Sie rühren nicht aus Konflikten her.
Q: (Folien 39 und 42) Mit welchen Ausdrücken wird die traumatische Wiederholung charakterisiert?
„Verfolgendes Schicksal“
„Dämonischer Zug des Erlebens“
Q: (Folie 40) Welche Funktion fehlt der hier beschriebenen Wiederholung des Verdrängten in der Übertragung?
Sie hat keine wunscherfüllende Funktion.
Q: (Folie 40) Wie verhalten sich Wiederholung und Erinnerung bei der beschriebenen schmerzhaften Erfahrung zueinander?
Man wiederholt eine alte, schmerzhafte Erfahrung.
Man erinnert sich nicht an diese Erfahrung.
Q: (Folie 40) Welche Entwicklung des Wiederholungsbegriffs stellt die Folie gegenüber?
1914: Fixierung auf die Lust
1920: Wiederbegegnung mit dem Trauma
Q: (Folie 41) Welchem Prinzip folgt die Wiederholung der neurotischen Übertragung?
Dem Lustprinzip
Q: (Folie 41) Welche Funktion hat der Widerstand des Ichs im Zusammenhang mit dem Lustprinzip?
Er will Unlust vermeiden, die durch das Freiwerden des Verdrängten entsteht.
Damit steht er im Dienste des Lustprinzips.
Q: (Folie 41) Wozu werden im Folienbeispiel wiederholt Partnerschaften gewählt, in denen das Zusammensein nicht gelingt?
Um einer frühen Bezugsperson treu zu bleiben
Q: (Folie 41) Was wird durch die wiederholte Partnerwahl im Folienbeispiel vermieden?
Wut auf das primäre Objekt zu spüren
Dieses dadurch zu enttäuschen und zu verlieren
Q: (Folie 42) Was kennzeichnet die wiederholten Erlebnisse jenseits des Lustprinzips?
Sie bieten keine Lustmöglichkeiten.
Sie dienten niemals einer Befriedigung; die Folie verweist auf Trauma.
Q: (Folien 41–42) Wie unterscheiden sich die dargestellten Wiederholungen diesseits und jenseits des Lustprinzips?
Diesseits: Die Wiederholung folgt dem Lustprinzip; der Widerstand des Ichs vermeidet Unlust.
Jenseits: Wiederholt werden traumatische Erlebnisse, die niemals einer Befriedigung dienten.
Q: (Folie 43) Welche Verlagerung beschreibt die Folie als klinische Entdeckung des Wirkens des Todestriebs?
Von der Wiederholung der Wunscherfüllung im Traum
Zur zwanghaften Wiederholung des durch Trauma zugefügten Schmerzes
Q: (Folie 43) In welchen Bereichen findet die beschriebene zwanghafte Wiederholung traumatischen Schmerzes statt?
In der Analyse
Im Alltagsleben
Q: (Folie 45) Was bezeichnet Nasio als die eigentliche Macht des Unbewussten?
Die Wiederholung
Q: (Folie 45) Welche Wiederholungen ordnet Nasio dem Lebenstrieb zu?
Immer gleiche erfreuliche und glückliche Verhaltensweisen
Sie werden der Kraft des Lebens zugeordnet.
Q: (Folie 45) Welche Wiederholungen ordnet Nasio dem Todestrieb zu?
Immer wieder die gleichen Fehler und Verhaltensweisen des Scheiterns
Sie werden der Kraft des Todes zugeordnet.
Q: (Folien 47–49) Welche vier Erklärungen für die Wiederholung traumatischer Erfahrungen werden nach Nasio unterschieden?
Symbolische Antwort
Ökonomische Antwort
Klinische Antwort
Genetische Antwort
Q: (Folie 47) Welchen Status hat das Trauma laut der symbolischen Antwort?
Es bleibt aus der Welt der Symbolisierung ausgeschlossen.
Q: (Folie 47) Was geschieht laut der symbolischen Antwort mit dem Genießen und der stark aufgeladenen Spannung?
Das Genießen wird abgeschottet.
Die Spannung kann nicht auf Repräsentanzen verteilt werden.
Q: (Folie 47) Warum taucht das Genießen laut der symbolischen Antwort immer wieder auf?
Es sucht nach einer Repräsentation.
Q: (Folie 47) An wen richtet sich das Symptom laut der symbolischen Antwort als Appell?
An jemanden, der es benennen und ihm eine Repräsentation finden kann
Dadurch kann es sich schließlich beruhigen.
Q: (Folie 48) Welche Funktion hat das Symptom laut der ökonomischen Antwort?
Es dient als Entlastungsventil.
Q: (Folie 48) Welche Möglichkeit fehlte dem Kind während der Traumatisierung laut der klinischen Antwort in der Regel?
Es hatte nicht die Zeit und Möglichkeit, sich zu ängstigen.
Damit fehlte die Möglichkeit, der Gefahr zu entkommen und sich zu schützen.
Q: (Folie 48) Was versucht das erwachsene Subjekt laut der klinischen Antwort in der Wiederholung herzustellen?
Eine ähnliche Gefahr wie bei der Traumatisierung
Diesmal jedoch, indem es Angst empfindet
Als Beispiel nennt die Folie Albträume bei PTBS.
Q: (Folie 48) Welche Umwandlung versucht das Subjekt laut der klinischen Antwort?
„Etwas Schreckliches in etwas Ängstigendes umzuwandeln“
Q: (Folie 49) Worauf führt die genetische Antwort die Wiederholung zurück?
Auf eine Fixierung an das traumatische Erlebnis, die Freud annimmt
Q: (Folie 49) Welche Form der Befriedigung kennt das erwachsene Subjekt laut der genetischen Antwort?
Keine andere als die brutale, durch die Traumatisierung erfahrene Befriedigung
Q: (Folie 49) Mit welchem Ausdruck erläutert die Folie „Jouissance“?
Traumatisches Genießen
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