Was ist eine Rotation und was ist eine Translation?
Rotation- ist eine Drehbewegung des Körpers um eine feste oder freie Drehachse
Translation- ist eine geradlinige Verschiebung des Körpers im Raum
Welche Ebenen gibt es?
Sagitalebene
“Radebene”
Horizontalebene
“Tischebene”
Frontalebene
“Türebene”
Welche statischen Grundzustände gibt es im Turnen?
Stände
Sitze
Lagen
Hänge
Stütze
Weche dynamischen Grundzustände gibt es im Turnen?
Läufe
Sprünge
Schwünge
Rollen
Überschläge
Was sind die Phasen eines Sprunges im Turnen?
Anlauf
Absprung (beidbeinig)
1. Flugphase
Stützphase (offener Arm-Rumpf-Winkel)
2. Flugphase
Landung
Beschreibe 8 Bewegungsformen im Turnen:
Bewegungs-form
Definition
Beispiel
Sprung-bewegung
Translationsbewegung, bei der es durch einen schnellkräftigen Absprung, der meist mit einem Armeinsatz verbunden ist, zu einer Erhöhung des Körpers kommt, wodurch dieser kurzfristig den Kontakt zur Unterstützungsfläche verliert
Strecksprünge, Niedersprünge
Rollbewegung
Rotationsbewegung mit Translation des Körpers, wobei stets ein Kontakt des Körpers mit der Unterstützungsfläche besteht. Bei Rotationen um die Körperbreitenachse (Rolle rw, vw) ist der Körper stets nach vorn gekrümmt (Rundrücken)
Rolle rw, vw, sw…, Sprungrolle, Hechtrolle
Überschlag-bewegung
Rotationsbewegung mit Translation im Raum, wobei eine vollständige Rotation (360Grad) um die Drehachse durchgeführt wird und nur mit den Füßen (freie Überschläge) oder mit den Füßen und Händen (gestützte Überschläge) Kontakt zur Unterstützungsfläche besteht
Handstütz-überschlag vw., Rad, Salto vw. Salto rw.
Felgbewegung
Überführung einer rückwärts gerichteten Rotationsbewegung in eine nach oben gerichtete Translation durch schnellkräftiges Öffnen des Arm-Rumpf-Winkels. Hierbei kommt es stets zu einer Erhöhung der Körperlage. Zuvor eventuell
vorhandene Körperkümmungen oder Körperwinkel werden hierbei gestreckt bzw. geöffnet
Felgrolle, freie Felge, Felg-unterschwung
(Bein-) Schwung-bewegung
Rotations- oder Teilrorationsbewegung, bei denen es durch Beschleunigungs- und Abbremsbewegungen der Beine
(Bein-Rumpf-Winkel) u./o. Kniewinkel u./o. Schrittwinkel) zu einer Impulsübertragung auf den Rumpf kommt der dadurch beschleunigt oder abgebremst wird
Spreizen, Hocken, Bücken, Flanken
Kippbewegung
aufwärtsgerichtete Teilrorationsbewegung, bei der aus der Kiplage (Bein-Rumpf-Winkel geschlossen) eine schnellkräftige Öffnung mit plötzlicher Abbremsung des BRW erfolgt, sodass es zu einer Impulsübertragung auf den Rumpf kommt. Hierbei kommt es stets zu einer Erhöhung der Körperlage
Kippe, Wolkenschieber, Oberarmkippe
Stemm-bewegung
aufwärts gerichtete Tweirorationsbewegung, bei der es durch Beschleunigungs- und Abbremsbewegungen des Körpers zu einer Hochentlastung kommt. Hierbei kommt es stets zu einer Erhöhung der Körperlage
Schwungstemm, Oberarmstemm-aufschwung
Auf- und Umschwung-bewegung
Rotationsbewegung um eine feste Achse, wobei es durch Beschleunigungs- und Abbremsbewegungen zu einer Impulsübertragung auf den Rumpf kommt, wodurch dieser eine Rotation um die Drehachse ausführt. Bei Aufschwungbew. findet stets eine Erhöhung der Körperlage statt.
Hüftumschwung, Hüftaufschwung, Riesen”felge”, Knieaufschwung
Welche Stellungen eines Athleten gibt es zum Gerät im Turnen?
vorlings = das Gert befindet sich vorm Körper des Athleten
rücklings = das Gerät befindet sich hinter dem Körper des Atlethen
seitlings = das Gerät befindet sich seitlich neben dem Körper des Athleten (Seite wird oft noch bezeichnet)
schräg = das Gerät beifndet sich schräg zum Körper des AThleten (vl., rl., und die Seite kann noch beschrieben werden)
rittlings = das Gerät befindet sich zwsichen den Beinen des Athelten, wobei die Achse des Gerätes und die Schulterachse des Athleten im 90 Grad Winkel zueinander stehen
innen/ außen = der Athelt beifndet sich innerhalb/außerhalb des Gerätes (z.B. Holmengasse des Barren)
Was ist das Seitverhalten und Querverhalten im Turnen?
Seitverhalten: Schulterachse parallel zur Längsachse des Gerätes
Querverhalten: Schulterachse senkrecht zur Längsachse des Geräts
In welcher Reihenfolge beschreibt man Bewegungen im Turnen?
Reihenfolge der Beschreibung :
1. innen /außen/schräg zum Gerät
2. Seit/quer
3. rücklings/vorlings
Welche Bewegungsrichtungen gibt es im Turnen?
vw, rw, sw, aufwärts, abwärts
Welche Griffarten gibt es im Turnen?
Ristgriff
Handfläche von dir weg
Daumen zeigen nach innen
Kammgriff
Handfläche zu dir
Daumen nach außen
Kreuzgriff
Zwiegriff
eine Hand Kammgriff ander Ristgriff
Ellgriff
Barren -> Handfläche nach außen
Speichgriff
Parallelbarren -> Handflächen nach innen
Kreuz-Zwie-Griff
Schlussgriff
enger Kammgriff
Was gibt es zu beachten wenn man unterstützende Griffe anwenden möchte im Turnen?
Grundsätze des helfens:
Gegenseitiges Vertrauen schaffen
Absprachen zwischen Helfer und Übendem
Bis Ende zur Übung halten
Wo, Wann und wie helfe ich
Helfen und Sichern durch Schüler (ist doof, weil die Lehrkraft für alles haftet)
Arten des Helfens
Zughilfe (ziehen) z.B. Rolle rw in den Handstand
Schubhilfe (Schieben)
Drehhilfe (bei Drehungen/ Rotationen) z.B. beim Salto vw, Rad
Stabilisierungshilfe (bei statischen Elementen) z.B. beim Handstand (Dreipunktstabilisierungshilfe)
Akustische-, taktile und Geräthilfe z.B. Akustisch-Pfiff, taktil-Klatschen auf Bauch, damit Bauch angespannt ist
Helfergriffe
(doppelter) Klammergriff
halber KG
KG vw und rw (Drehgriff)
Stützgriff (Bsp.: Hebel -- eine Hand Unterarm, eine Oberarm)
Beschreibe kurz die Fähigkeit Gleichgewicht und was diese ausmacht.
beruht auf der fein abgestimmten Zusammenarbeit der unterschiedlichen Organe
Dazu gehören Augen, der Gleichgewichtssinn im Innenohr und die Zentralverarbeitung im Gehirn
→ tragende Rolle in der Sturzprävention
→ gerade bei neurologisch geschädigten und älteren Menschen ist Gleichgewichtstraining wichtig – zur Vermeidung von schwerwiegenden funktionellen Einschränkungen.
Welche Zählzeiten gibt es bei Gym/Tanz?
•
1
2
3
4
5
6
7
8
Grundschläge
+
Zählzeiten
→ 8 Grundschläge sind 4 Zählzeiten
→ z.B. wenn man 2 Zählzeiten Sprünge machen soll, sind es schon 4 Sprünge
Wie kann man Schrittarten in Gym/Tanz miteinander kombinieren?
Sukzessiv (nacheinander)
Beispiele:
4 Gehschritte vw mit Zwirbeln auf dem Boden Reifen
2WechselsprungschritteswmitPrellen/Fangen(Ball)
Simultan (miteinander)
4 Seildurchschläge rw mit anschließendem Werfen/ Fangen (Seil)
2 Pendelsprungschritte und 2 Tupfsprungschritte in simultaner Kombination mit Handumkreisen über dem Kopf in der Horizontalebene (Reifen)
Wie können Schrittarten/tänzerische Grundformen variiert werden? Welche Kategorien gibt es?
Raum
Schrittlänge
Richtungen
Richtungswechsel nötig um verschiedene Raumwege- und formen ausführen zu können
Raumwege
mit diesen kommt man zu den unterschiedlichen Raumformen
Raumhöhe
oben = Sprünge
mitte = Schritte, Stände, Drehungen
unten = Bodenelemente
Raumformen
bestimmte Formen kann man nur einnehmen, wenn eine bestimmte Anzahl von Beteiligten vorhanden ist
Raumordnung
Freie Raumordnung: jeder sucht sich selbstständig Standorte und Raumwege
Einsatz: meist beim selbstständigen Erproben von Elementen du Bewegungen
ABER: Behinderungen und Verletzungsgefahr beim Erproben frei im Raum mit Handgeräten (z.B. Rollen mit Ball)
Zeit: Geschwindigkeit, Tempowechsel
Form: Art der Körperhaltung, Einsatz der Arme, Wiederholungen
Dynamik: Krafteinsatz (Leise-laut, schwingend, gleichmäßig)
Einsatz von verschiedenen Raumhöhen, Raumwegen, Raumformen und Richtungswechseln bringt Abwechslung in eine Choreographie
Tipp: Was muss beachtet werden, wenn man eine Choreographie erstellt, wo sich Bühne und Publikum auf einer Ebene befinden? Welche Raumhöhe sollte man eher selten einsetzen?
→ unten – hintere Reihen sehen sonst nichts
Welche Materialen gibt es bei Gym/Tanz?
Handgeräte
Genormt (Maße, Gewicht, Material, Aussehen)
Handhabung laut Regelwerk (!!!!!)
Ausführung von gerätespezifischen Techniken
Seil, Reifen, Band, Keule, Ball
Objekte
Zur Fähigkeitsentwicklung
Bezüglich Handhabung keine Vorschriften
An das Fähigkeits-/ Fertigkeitsniveau anpassbar
Was für Kombinationstechniken gibt es in Gym/Tanz?
- Halten/ Führen/ Übergeben
- Schwingen
- Werfen und Fangen
- Rollen/ Aufnehmen (Ball, Reifen, Keulen)
- Prellen/ Fangen (Ball)
- Umkreisen von Körperteilen (Reifen)
- Passieren (Reifen)
- Durchschläge (Seil)
- Schwenken (Reifen)
- Handkreisen (Seil, Keulen)
- Umwickeln von Körperteilen (Seil)
- Schlagen/ Gegenschlagen (Keulen)
- Rollen auf Körperteilen
- Zwirbeln Reifen)
Welche Handgeräte gibt es in Gym/Tanz? Was macht diese aus?
Seil
Material: Polypropylen oder Hanf geflochten, Länge je nach Körpergröße, je 1 Knoten an den Seilenden
Handhabung:
so zu halten, dass der spielerische Charakter und ein rascher Wechsel der Formen und Ebenen gewährleistet werden kann
Es wird Einhändig oder Beidhändig gegriffen; sowohl an Seilenden als auch an anderen Stellen
Muss jederzeit seine Form behalten (offen, geschlossen, über die gesamte Länge geöffnet)
Ungewollte Körperberührungen oder Bodenberührungen sind zu vermeiden
Gerätespezifische Techniken:
Werfen und Fangen, Schwingen, Halten/ Führen/ Übergeben
Handkreisen
Durchschläge
Umwickeln von Körperteilen
Spiralen
Reifen
Material: Holz oder Plastik, Durchmesser von 80-90 cm (für Erwachsene)
Handhabung: Darf fest gegriffen werden, locker in der Hand liegen oder zeitweilig gelöst werden (z.B. beim Handumkreisen)
Griffarten:
Ristgriff (Handrücken oben, Daumen unten)
Kammgriff (Handrücken unten, Daumen oben)
Speichgriff (Handrücken außen, Daumen innen)
Ellgriff (Handrücken innen, Daumen außen
Werfen/Fangen, Schwingen, Halten/ Führen/ Übergeben
Rollen am Boden/ Rollen auf Körperteilen
Schwenken
Zwirbeln
Umkreisen von Körperteilen
Passieren
Keulen
Werfen/Fangen, Schwingen, Halten/ Führen/ Übergebe
Klopfen
Kreisen
Mühlenkreisen
Asymmetrische Bewegungen
Band
Schlangen
Werfen mit Rückziehen
Ball
Prellen und Fangen
Rollen am Boden/ Rollen über Körperteile
Was für Einsatzbereiche von Gym/Tanz gib es? Erkläre anhand eines Beispiels.
- Sportunterricht
- Freizeit
- Reha
- Leistungssport
→ erklären an einem Beispiel
Was wird in Gym/Tanz geschult?
- Koordination
- Kondition
- Gleichgewicht
- Gedächtnistraining
- Der soziale Kontakt
Was ist das Baustein-Prinzip in Gym/Tanz?
Elemente:
8 ZZ Bodenkombination (BK)
8 ZZ Schrittkombination (SchK)
8 ZZ Sprungkombination (SpK)
8 ZZ Schwungkombination (SchwK)
Gestaltung: Baustein-Prinzip
1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6 + 7 + 8 +
1 + 2 + 3 + 4 + I 5 + 6 + 7 + 8 +
1 + 2 + I 3 + 4 + I 5 + 6 + I 7 + 8 +
8 ZZ BK I 8 ZZ SchK I 8 ZZ SchwK I 8 ZZ SpK
8 ZZ SchK I 8 ZZ SchwK I 8 ZZ SpK I 8 ZZ BK
-> unterschiedliche Zusammensetzung der Einzelnen Bausteine (Elemente)
Was gibt es bei der Musikwahl einer Gym/Tanz Choreo zu beachten?
Instrumentalmusik (Wichtig: ohne Gesang) → Warum ohne Gesang?
Gerader Takt
Mittleres Tempo (Gehschritttempo)
Zeit: 50 sec. Bis 1:15 min.
Musik und Bewegung sollen zueinander passen/ Musik muss mit den geplanten Bewegungen übereinstimmen
Grundschläge in der Musik müssen gut hörbar sein
Zielgruppenorientiert (sowohl der Gruppe, als auch Publikum)
Aussage muss zur Bewegungsgestaltung passen
Welche Basistechniken gibt es in Gym/Tanz?
Schritte
Gehschritte
Einfache Gehschritte: Sohlengehschritt, Ballengehschritt
Kombinierte Gehschritte: Nachstellschritt, Wechselschritt, Dreischritt
Laufschritte
Einfache Laufschritte: Laufschritt, Laufschritt mit Spielbeintätigkeit, federnder Laufschritt
Sprungschritte
Einfache Gehschritte: mit verschiedenen Spielbeinheiten
Kombinierte Gehschritte: Nachstellsprungschritt, Wechselsprungschritt
Tanzschritte
Schritt-„Tap“, Kick-Step Schrittform, Bounce Step, Chassé-Schrittform, Latin-Step Schrittform, Gragevine-Schrittform uvm.
Gemischte Schritte
Tupfsprungschritt, Pendelsprungschritt
Einbeinstand, Bodennaher Stand
Bodenelemente
Strecksitz, Winkelsitz, Schwebesitz, Fersensitz
Lagen (in der Bauch-, Rücken und Seitlage)
Rollen (um die Längsachse „Baumstammrolle“ und Breitenachse vw, sw, rw über die Schulter)
Bodennahe Stände (Unterschenkelstand beidbeinig oder einbeinig)
Stütze (Unterschenkelstandstütz, Liegestütz)
4 Phasen
1. Anlauf
2. Absprung
3. Flugphase
4. Landung
Absprung einbeinig oder beidbeinig möglich
Arten:
Galoppsprung
Schersprung
Schritt- oder Spagatsprung
Rehsprung
Schlusssprung
Hocksprung
Sprünge mit Drehungen (z.B. Galoppsprung mit halber oder ganzer Drehung)
Drehungen
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