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02 - Übungsfragen Basiswissen Beweungsapparat

HF
von Hans-Peter F.

4.    Wie kann man Sportverletzungen vorbeugen?

Richtiges Verhalten vor, während und nach dem Sport beachten Zur Vorbeugung sollten einige grundlegende Aspekte bedacht werden

 

1.    Training so gestalten, dass es optimal auf körperlichen Bedingungen zugeschnitten ist. So werden Überlastungen vermieden, die zu Sportverletzungen führen können.


2.    Training und Wettkampf ausreichend vorbereiten. Immer Aufwärmtraining und Stretching durchführen, um den Körper auf die folgende Belastung vorzubereiten.


3.    Sportausrüstung Sportart anpassen -  geeignete Schuhe beim Laufen oder richtige Schutzkleidung beim Eishockey.


4.    Ausgewogen ernähren. Der Körper braucht und verbraucht bei Belastung viele Mineralien und Vitamine, um leistungsfähig zu bleiben. Notfalls sollten Mangelzustände durch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden.


5.    Wer krank ist oder war, wer eine Verletzung hatte, die noch nicht vollständig ausgeheilt ist und wer müde und unkonzentriert ist, sollte das Training diesen Gegebenheiten anpassen und entsprechend vermindern. Der Körper „denkt“ zuerst an seine Gesundheit und ist in diesen Fällen nicht so leistungsfähig wie unter normalen Bedingungen.


6.    Falsche Techniken führen zu Fehlbelastungen und somit zu Verletzungen.


7.    Trainingsaktivitäten, Alter u. allgemeinen (momentanen) Lebensstil den persönlichen Eigenschaften etc., d.h. mit einem Wort, der Konstitution anpassen.


8.    Nach intensiven Trainingsprogrammen können fehlende und nicht ausreichende Erholungsphasen zu Verletzungen führen.


9.    Vorsicht bei schlechten Wetterbedingungen (Glatteis, Tiefschnee etc.).


aufwärmen, speziell aufwärmen, Technik korrekt ausführen, adäquate Trainingskleidung/ Schuhe, richtige Ernährung, richtige Maß- und Zieleinstellung, individuelles Training, Pre-Stretch, ausreichend Regeneration

8. Was wissen Sie zum Thema Rückenschmerzen?

Bezeichnung:

Hohlkreuz (lat. Hyperlordose)

Rundrücken (lat. Hyperkyphose)

 

Ursache: Die physiologischen Krümmungen der Wirbelsäule nach vorn bzw. hinten bilden sich in der Kindheit aus. Durch Fehlbelastungen während dieser Entwicklung und auch im Erwachsenenalter können sich diese Krümmungen (Halslordose, Brustkyphose und Lendenlordose) krankhaft verstärken. Es kann dann ein Hohlkreuz bei durch Fehlhaltung verstärkter Lendenlordose oder ein Rundrücken (Buckel) bei stärkerer Brustkyphose entstehen.

Anzeichen / Symptome: Solche Fehlhaltungen begünstigen ferner das Auftreten von chronischen Rückenschmerzen, vor allem im LWS-Bereich.

 

Behandlung / Vorbeugung: Rückenschule: Um solche Wirbelsäulenbeschwerden und -schäden zu verhindern, hat jede/r ein Stück weit selbst in der Hand: Um den Rücken nicht falsch zu belasten, muss dieser z.B. durch richtiges Hebeverhalten geschont werden; durch Gymnastik können die Rückenmuskulatur trainiert und die Wirbelsäule beweglich gehalten werden.

 

Eine solche Rückenschule sollte früh beginnen: So ist schon im Kindesalter auf möglichst viel Bewegung und das Vermeiden von Fehlbelastungen, z.B. durch einseitiges Tragen der Schultasche, zu achten. Solche Vorsichtsmaßnahmen gelten auch für Ältere: Darf beispielsweise ein/e Patient/in wegen einer Fraktur im Beinbereich oder anderer Einschränkungen die Beine nicht voll belasten, so muss er / sie mit Gehhilfen die für den Rücken (und damit für den gesamten Körper) günstigste Alternative wählen.

 

Kann oft mit Nierenschmerzen verwechselt werden.

9. Erklären Sie die Superkompensation.

Prinzip der optimalen Relation von Belastung und Erholung


Das Prinzip der Superkompensation besagt, dass der Körper nach einer Trainingsbelastung nicht nur die Bereitschaft zur Erbringung des gleichen Leistungsniveaus wiederherstellt, sondern im Verlauf der Erholung (Regeneration) die Leistungsfähigkeit über das ursprüngliche Niveau hinaus steigert und über einen bestimmten Zeitraum auf diesem Niveau hält (vgl. Abbildung).


Wird dieses höhere Leistungsniveau jeweils für die neue Trainingseinheit genutzt, kommt es zu einer über einen längeren Zeitraum anhaltenden, aber nach oben begrenzten Leistungssteigerung. Ist die Regenerationsphase zwischen Trainingsbelastungen zu groß, geht der Trainingseffekt wieder verloren. Wird hingegen zu viel und/oder zu intensiv trainiert, hat der Körper nicht genügend Zeit zur Regeneration und das Leistungsniveau sinkt (Übertraining).


Demnach kann man das schematische Modell der Superkompensation in 5 Phasen einteilen:


1.   Ausgangszustand ist eine Selbstregulation (Homöostase).


2.   Die Störung der Homöostase durch ein sportliches Training unter Einbußen der Leistungsfähigkeit. An dieser Stelle sinkt der Graph.


3.   Die Erholungsphase, der Graph, erreicht wieder sein Ausgangsniveau.


4.   Die Phase der überschießenden Wiederherstellung. In dieser Phase erreicht der Graph sein Maximum.


5.   Da Adaptionen (Leistungsverbesserung) des Körpers reversibel sind, nimmt die Leistungsfähigkeit in der letzten Phase nach Erreichen des Maximums wieder langsam ab, sofern kein weiteres Training stattfindet.


Ziel ist es, durch richtige Abstimmung von Trainingsbelastungen und Regeneration die Leistungsfähigkeit zu steigern und ein Übertraining zu vermeiden.

10. Nennen Sie Ursachen für einen Bandscheibenvorfall.

Discusprolaps Bezeichnung: Bandscheibenvorfall (lat. Discusprolaps)


Ursache:

Unbegrenzte Fehlbelastungen hält die Bandscheibe nicht aus. Insbesondere schweres Heben in falscher Haltung kann dazu führen, dass sich der Nucleus pulposus der Bandscheibe durch eine Schwachstelle in seinem Fasermantel nach außen vorwölbt oder sogar austritt. Ein solcher Bandscheibenvorfall geschieht meist in Richtung Dornfortsatz, weil der Nucleus pulposus beim Heben in nach vorn gekrümmter Haltung immer nach hinten gedrückt wird.


Anzeichen / Symptome:

Meisten Bandscheibenvorfälle treten zwischen L4 und L5 bzw. L5 und S1 auf, da in diesem Bereich die Druckbelastung auf die Bandscheiben am größten ist. Wenn die vorgefallene Bandscheibe auf die dorsolateral von ihr austretenden Nervenwurzeln drückt, kommt es zur Druckschädigung der betroffenen Nervenabschnitte und damit zu starken Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und Lähmungserscheinungen.


Behandlung / Vorbeugung:

Verschiedene Möglichkeiten, Bandscheibenvorfall zu behandeln:

Ist er mit Lähmungen verbunden, wird meist operiert. Jedoch kann man auch über eine Sonde ein Mittel injizieren, welches den Gallertkern verflüssigt, um ihn danach absaugen zu können. Die Bandscheibe sackt dadurch in sich zusammen, und die umgebenden Nerven werden nicht mehr komprimiert. In leichteren Fällen kann ein/e Patient/in durch Krankengymnastik, die gezielt die Rückenmuskulatur aufbaut, die Bandscheiben stabilisieren. Dies hilft auch, Rückfälle zu vermeiden. Oft lässt sich dadurch eine Operation verhindern.

 

Durch falsche Belastung oder Überbelastung wird der Nucleus der Bandscheibe nach hinten außen auf Nerven gedrückt und das verursacht Schmerzen. Meistens im LWS - Bereich.

18. Beschreiben Sie das Ofenprinzip.

ENERGIEBEREITSTELLUNG DER MUSKULATUR


Phase 1:

Im Ofen: Papier + Spiritus

Wenn man einen Ofen anheizen möchte, soll das schnell gehen, also greift man zu leicht entflammbaren Stoffen wie z.B. Papier und etwas Spiritus. Beides brennt schnell, lodert kurz auf und erlischt sehr schnell wieder. Wir haben leider nicht sehr viel Papier und müssen sparsam damit umgehen!


Im Muskel: Kreatinphosphat + ATP Auf den Muskel übertragen wird dort Kreatinphosphat und ATP (Adenosintriphosphat) benutzt. Es ist sehr schnell verfügbar, die Speichergröße des ATP lässt allerdings nur eine Nutzung von ca. 3 Sekunden zu, dann ist der Speicher vorerst erschöpft.


Phase 2:

 Im Ofen: Holz + Papier Um langfristig Wärme oder Energie aus der Flamme zu ziehen, braucht man einen zweiten Brennstoff, hier ist das Holz. Das Feuer hält so länger und gibt viel Wärme ab. Achtung: Wenn wir es zu schnell mit Holz versorgen, entsteht dabei zu viel Asche und Ruß, wir sollten also nur nach und nach Holz in den Ofen legen. Wir legen ab und zu immer noch etwas Papier hinzu, um möglichst alle Holzteile zum Brennen zu bekommen. Wir haben einiges an Holz und können eine lange Zeit damit heizen.

Im Muskel: Kohlenhydrate + ATP Dein Muskel benutzt in dieser Phase Kohlenhydrate (Glykogen), die dir viel Energie geben. Bei intensiver Belastung entsteht dabei allerdings ein Abfallprodukt, die Laktatsäure. Sobald die Muskulatur durch die Laktatsäure übersäuert wird, müssen wir die Leistung reduzieren oder eine Pause machen. Der Körper erzeugt währenddessen langsam weiteres ATP, das wir als Brennstoff nutzen können. Der Vorrat an Glykogen ist relativ groß und kann dich über lange Zeit hinweg mit Energie versorgen.

 

Phase 3:

 Im Ofen: Holz und Kohle In dieser Phase benutzen wir deutlich weniger Holz, und nahezu kein Papier mehr. Wir fügen einen neuen Brennstoff hinzu, die Kohle! Die glüht unglaublich lange und es entsteht dabei wenig Ruß und kaum Asche. Durch langsames Hinzufügen von mehr Kohle, kann dieses Feuer fast unendlich lang brennen, da dein Vorrat an Kohle sehr groß ist.

Im Muskel: Glykogen + Fett

Während dir immer weniger Glykogen zur Verfügung steht, stellt der Körper deiner Muskulatur einen weiteren Energieträger bereit, das Fett. Dieser Energieträger kann dich durch seine Größe fast unendlich (80kg Sportler mit 12% Körperfett ca. 70.000 kcal Reserve) mit Energie versorgen. Bei diesem Vorgang wird nur sehr wenig ATP neu gebildet. Der Anteil an Fett, welcher zur Energiegewinnung verbraucht wird, wird mit der Dauer der Belastung immer höher, der Anteil an Glykogen immer niedriger.


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Hans-Peter F.

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