Norminalskala
Klassifikationen, Kategorien. Bsp. Geschlecht, Automarke, Alter, Tierarten, filme, Augen- und Haarfarbe, Stadtteile, Geburtsort. Etc.
Eigenschaften:
Diskret: Es gibt keine Zwischenstufen zwischen den Ausprägungen.
Qualitativ: Die Merkmale beschreiben Eigenschaften, keine Mengen oder Ausmaße.
Kategorisierbar: Die Ausprägungen lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen.
Keine Rangordnung: Die Kategorien haben keine natürliche Reihenfolge.
Beispiele: Geschlecht, Studienfach, Familienstand, Nationalität, Haarfarbe, Automarken und Religionszugehörigkeit.
Was darf man rechnen?
Häufigkeiten auszählen
Kategorien miteinander vergleichen
Den Modus (häufigste Ausprägung) bestimmen
Mögliche statistische Verfahren:
Chi-Quadrat-Test
Phi-Koeffizient
Cramérs V
Merksatz: Bei der Nominalskala werden Merkmale in Kategorien eingeteilt, die keine Rangordnung haben. Man kann zählen, wie häufig eine Kategorie vorkommt, aber beispielsweise keinen sinnvollen Durchschnitt berechnen.
Ordinalskala
Diskret: Es gibt keine Zwischenstufen zwischen den Kategorien.
Qualitativ: Die Merkmale beschreiben Eigenschaften.
Kategorisierbar: Die Ausprägungen lassen sich in Kategorien einteilen.
Rangfolge: Die Kategorien lassen sich in eine Reihenfolge bringen.
Abstände: Die Abstände zwischen den Rangstufen sind nicht genau gleich.
Beispiele: Bildungsstand, Wettkampfplätze, militärische Ränge, Hochschulrankings und Schulnoten.
Werte in eine Rangfolge bringen
Den Modus (häufigste Ausprägung) und den Median (mittlerer Wert) bestimmen
Boxplot
Spearman-Rangkorrelation
Kendalls Tau
U-Test
Wilcoxon-Test
Merksatz: Bei der Ordinalskala gibt es eine Rangfolge, aber die Abstände zwischen den Kategorien sind nicht eindeutig messbar. Man weiß beispielsweise, dass der erste Platz besser ist als der zweite, aber nicht, wie groß der Leistungsunterschied ist.
Intervallskala
Stetig: Zwischen zwei Werten sind theoretisch unendlich viele Zwischenwerte möglich.
Quantitativ: Es wird ein Ausmaß gemessen.
Rangfolge: Die Werte lassen sich der Größe nach ordnen.
Gleiche Abstände: Die Abstände zwischen den Werten sind gleich groß.
Beispiele: Temperatur in Grad Celsius und psychologische Testwerte, z. B. für Intelligenz, Empathie oder Extraversion.
Werte ordnen und vergleichen
Differenzen und Abstände berechnen
Addieren und Subtrahieren
Viele statistische Kennwerte und Verfahren verwenden
Wichtig: Die Intervallskala hat keinen absoluten Nullpunkt. 0 °C bedeutet beispielsweise nicht, dass keine Temperatur vorhanden ist. Deshalb sind Aussagen wie „20 °C ist doppelt so warm wie 10 °C“ nicht sinnvoll.
Mittelwert und Standardabweichung
Korrelation und Regression
t-Test und ANOVA
Viele weitere statistische Verfahren
Merksatz: Bei der Intervallskala sind die Abstände zwischen den Werten gleich groß und messbar. Es gibt aber keinen absoluten Nullpunkt.
Verhältnisskala
Rangfolge: Die Werte lassen sich ordnen.
Natürlicher Nullpunkt: Die Null bedeutet, dass nichts von dem Merkmal vorhanden ist.
Beispiele: Gewicht, Körpergröße, Alter, Einkommen, Reaktionszeit und Temperatur in Kelvin.
Alle grundlegenden Rechenoperationen
Differenzen und Verhältnisse berechnen
Beispielsweise sagen: 60 kg sind doppelt so viel wie 30 kg.
Weitere statistische Verfahren
Merksatz: Die Verhältnisskala besitzt gleiche Abstände zwischen den Werten und einen natürlichen Nullpunkt. Dadurch sind auch Verhältnis-Aussagen wie „doppelt so viel“ sinnvoll.
Unterschied zur Intervallskala:
Intervallskala: Kein natürlicher Nullpunkt (z. B. 0 °C).
Verhältnisskala: Natürlicher Nullpunkt (z. B. 0 kg).
Absolutskala
Quantitativ: Es wird eine Anzahl gemessen.
Diskret: Meistens gibt es nur ganze Zahlen, keine Zwischenwerte.
Natürlicher Nullpunkt: 0 bedeutet, dass nichts gezählt wurde.
Natürliche Einheit: Die Werte werden in einer natürlichen Einheit angegeben, meist als Anzahl.
Beispiele: Anzahl der Fachsemester, konsumierten Cocktails, Panikattacken, Zigaretten oder verbalen Attacken.
Verhältnisse bilden, z. B. 4 Panikattacken sind doppelt so viele wie 2.
Alle geeigneten statistischen Kennwerte und Verfahren verwenden.
Weitere geeignete statistische Verfahren
Merksatz: Die Absolutskala besitzt einen natürlichen Nullpunkt und eine natürliche Einheit. Sie wird häufig verwendet, um Anzahlen zu erfassen.
Verhältnisskala: Messung mit einer Einheit, z. B. Kilogramm oder Zentimeter.
Absolutskala: Zählung in natürlichen Einheiten, z. B. Anzahl der Zigaretten oder Panikattacken.
Übersicht ( Mindmap)
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