1 Theoretische Grundlagen von Unterricht
1.1) Im Angebots-Nutzungs-Modell geht es um sechs Erklärungsblöcke für Effekte des Unterrichts. Analysieren Sie, welche Idee von Unterricht hinter dem Modell steckt.
Unterricht wird als ein umfassendes systemisches Phänomen betrachtet. Unterrichtserfolg ist das Ergebnis komplexer Rahmenbedingungen. Dabei wird Unterricht allein als Angebot gesehen, das nicht automatisch zum Lernerfolg führt.Dafür wiederum sind die Lernaktivitäten der Schülerinnen und Schüler als Nutzung verantwortlich.
1.2) Klassenführung wurde in diesem Studienbrief als Beziehungsgeflecht von drei Variablen eingeführt. Erläutern Sie das Besondere an einem solchen Beziehungsgeflecht.
Erfolgreiche Klassenführung besteht aus der Interaktion der zentralen Variablen Kommunikation, Organisation und Regulation.
2 Planung, Analyse und Gestaltung von Lehr-Lernprozessen
2.1) Erklären Sie, inwiefern das Didaktische Sechseck als Planungshilfe für den Unterricht bezeichnet werden kann.
Das Didaktische Sechseck verweist auf zentrale Komponenten von Unterricht, die in jedem Fall bei einer Planung von Lehr-Lernprozessen mit zu berücksichtigen sind.
2.2) Sollen bei einem Powerpoint-Vortrag Texte, die am Beamer erscheinen, auch gleichzeitig vorgelesen werden? Wenn „Ja“ bzw. wenn „Nein“: begründen Sie Ihre Antwort!
Eindeutige Antwort „Nein“: Die Folien sollten eher bildhafte Informationen (Daten, Skizzen) darstellen, die die verbalen Ausführungen des Vortragenden visualisieren. Nur so kann der Vorteil der multiplen Kodierung genutzt werden.
2.3) Gibt es visuelle, auditive oder haptische Lerntypen? Wenn „Ja“ bzw. wenn „Nein“: begründen Sie Ihre Antwort!
Eindeutige Antwort „Nein“: Es mag wohl eine bestimmte Darstellungsvariante situativ bevorzugt werden. So spricht nichts dagegen, von Schülerseite zwischen einer auditiven und visuellen Darstellung wählen zu lassen. Doch es gibt keine wissenschaftlichen Belege, dass Menschen über eine solche zeitlich überdauernde Persönlichkeitseigenschaft verfügen.
3 Inklusion: Umgang mit Heterogenität
3.1) Erläutern Sie, was unter dem Mehrebenenmodell inklusiver Schulentwicklung zu verstehen ist.
Alle Akteure, die in Beziehung zu einer Schule stehen, werden miteinbezogen. Dies inkludiert auch das soziale Umfeld.
3.2) Stellen Sie einen Zusammenhang her zwischen individueller Förderung und selbstständigem Lernen.
Selbstständiges Lernen ist sowohl eine individuelle Voraussetzung als auch Ziel individueller Förderung.
4 Bilden und Erziehen in Schule und Unterricht unter besonderer Berücksichtigung von Interkulturalität und Ganztag
4.1) Erläutern Sie, was unter „Erziehendem Unterricht“ zu verstehen ist.
Hier werden Erziehungsaufgaben integrativ im Rahmen des täglichen unterrichtlichen Geschehens durch die Lehrperson wahrgenommen.
4.2) Zeigen Sie auf, inwieweit Bildung über den Begriff der Ausbildung und Qualifikation weit hinausreicht.
Bildung vollzieht sich in der reflexiven Auseinandersetzung mit sich selbst, es geht um die Suche nach Erkenntnis und um ein vielseitiges Interesse.
4.3) Erklären Sie, was „Deutsch als durchgängiges Unterrichtsprinzip“ bedeutet.
Da Deutsch ein Problem für alle Schülerinnen und Schüler in allen Fächern darstellt, sollte Deutsch in jedem Fachunterricht Gegenstand der Auseinandersetzung sein.
Zuletzt geändertvor 8 Tagen