Buffl

SPK Übungsklausur

KM
von Klaudia M.

Aufgabe 3: Theorie und Planung des Unterrichts (SB 3)


3.1 Die Frage, was einen guten Unterricht ausmacht, beschäftigt schon Generationen von Pädagoginnen und Pädagogen in der Ausbildung. Daher gibt es zahlreiche Merkmalskataloge guten Unterrichts. Nennen und beschreiben Sie stichwortartig vier Merkmale guten Unterrichts.


Merkmale guten Unterrichts (SB 3, S. 14)


Beschreibung


1. Klare Strukturierung des Unterrichts

Prozess-, Ziel- und Inhaltsklarheit; Rollenklarheit, Absprache von Regeln, Ritualen und Freiräumen


2. Hoher Anteil echter Lernzeit

Durch gutes Zeitmanagement, Pünktlichkeit; Auslagerung von Organisatorischen Themen; Rhythmisierung des Tagesablaufs


3. Lernförderliches Klima

Durch gegenseitigen Respekt, verlässlich eingehaltene Regeln, Verantwortungsübernahme, Gerechtigkeit und Fürsorge


4. Inhaltliche Klarheit

Durch Verständlichkeit der Aufgabenstellung, Monitoring des Lernverlaufs, Plausibilität des thematischen Gangs, Klarheit und Verbindlichkeit der Ergebnissicherung


5. Sinnstiftendes Kommunizieren

Durch Planungsbeteiligung, Gesprächskultur, Schülerkonferenzen, Lerntagebücher und Schülerfeedback


6. Methodenvielfalt und Methodentiefe

Reichtum an Inszenierungstechniken; Vielfalt der Handlungsmuster; Variabilität der Verlaufsformen und Ausbalancierung der methodischen Großformen


7. Individuelles Fördern

Durch Freiräume, Geduld und Zeit; durch innere Differenzierung und Integration; durch individuelle Lernstandsanalysen und abgestimmte Förderpläne; besondere Förderung von Schülerinnen bzw. Schülern aus Risikogruppen


8. Intelligentes Üben

Durch Bewusstmachen von Lernstrategien, passgenaue Übungsaufgaben und gezielte Hilfestellungen, methodische Variation und Anwendungsbezüge


9. Klare Leistungserwartungen und klare Rückmeldungen

Durch Passung und Transparenz gerecht und zügig


10. Vorbereitete Umgebung

= verlässliche Ordnung, geschickte Raumregie, Bewegungsmöglichkeiten und Ästhetik der Raumgestaltung

Aufgabe 4: Beurteilen und Evaluieren von Lehr-Lern-Prozessen (SB 4)


4.1 b) Nennen und beschreiben Sie fünf Merkmale der Portfolioarbeit.

  1. Der Inhalt des Portfolios und die Entscheidungen hinsichtlich der Auswahl der einzelnen Dokumente sowie der Interaktionen zwischen den Lehrenden und den Lernenden wird durch den jeweiligen Zweck und auch das Ziel der Portfolioarbeiten bestimmt. Diese werden in einem individuellen Gespräch vereinbart und verbindlich festgesetzt.


  2. Ein Portfolio dient keinem Selbstzweck und muss eingebettet sein in einen entsprechenden Lehr-Lern-Prozess. So ist es wichtig, dass eine konkrete Frage- oder Problemstellung bzw. eine bestimmte Aufgabe festgelegt wird, die jedoch offen und komplex sein sollte.


  3. Die festgelegten Ziele sollen durch das Portfolio am Ende dokumentiert und nachgewiesen werden. Wichtigstes Kriterium dieser Ziele sind Transparenz und Einsichtigkeit, d. h. die bzw. der Lernende muss diese Ziele für sich akzeptieren und nachvollziehen können. So wird eine Grundlage geschaffen für die Eigenbeurteilung und die Fremdbeurteilung.


  4. In der Arbeitsphase werden im Hinblick auf die Bearbeitung des komplexen Sachverhalts Dokumente selbst erstellt und gesammelt, die Nachweise zur Rekonstruktion des jeweiligen Lernprozesses sind und deren Vielfältigkeit das zentrale Qualitätsmerkmal darstellt.


  5. Zentral bei der Portfolioarbeit ist die Selbstreflexion als metakognitive Interpretation des eigenen Lernprozesses. Das Portfolio einerseits, aber auch die Reflexion über das Portfolio durch die Schülerin bzw. den Schüler andererseits ermöglicht das Nachdenken über das eigene Lernen und über das anschließende Weiterlernen und somit nicht nur die Präsentation von Materialien, die als Antwort auf den zu bearbeitenden Fragenkomplex dienen.


  6. Die Schülerinnen und Schüler werden in die Lage versetzt, eine Selbsteinschätzung ihres jeweiligen Lernfortschritts vornehmen zu können. Aus diesem Grund sollten neben den jeweiligen Lernzielen auch Standards bzw. Beurteilungsmaßstäbe – auch hier idealerweise in Gesprächen und Absprache mit den Schülerinnen und Schülern – transparent dargelegt und vereinbart werden.


  7. Auch die Evaluation des Lernprozesses ist kommunikativ angelegt. Neben Beratungsgesprächen während der Arbeit am Portfolio, die mit anderen Schülerinnen und Schülern, mit Lehrenden aber auch mit Expertinnen bzw. Experten stattfinden können, ist vor allem das Abschlussgespräch, verbunden mit einer Präsentation des Portfolios, von Bedeutung, da hierbei die vereinbarten Ziele überprüft werden.


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Klaudia M.

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