Wie lautet die Einheit der elektrischen Spannung, wenn sie ausschließlich durch SI-Basiseinheiten ausgedrückt werden soll?
1 V = 1 J/C = 1 (kg × m²/s²) / (A × s)
Was sind die Grundanforderungen an Bauwerke?
Mechanische Festigkeit und Standsicherheit Brandschutz Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz Sicherheit und Barrierefreiheit bei der Nutzung Schallschutz Wärmeschutz
Welche bauaufsichtlichen Ver- und Anwendbarkeitsnachweise gibt es?
Verwendbarkeitsnachweise für Bauprodukte allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis für das Bauprodukt (abP) Zustimmung im Einzelfall (ZiE) Anwendbarkeitsnachweise für Bauarten allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis für die Bauart (abP) vorhabenbezogene Bauartgenehmigung (vBG) Nach dem Wortlaut der Musterbauordnung werden Bauprodukte verwendet – Bauarten hingegen angewendet
Was ist eine Zustimmung im Einzelfall, wann ist sie sinnvoll und wo erhalte ich sie?
Eine Zustimmung im Einzelfall ist ein Verwendbarkeitsnachweis für Bauprodukte. Sie kann statt einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung beantragt werden, wenn das Bauprodukt nur im Rahmen eines konkreten Bauvorhabens verwendet werden soll. Die Zustimmung im Einzelfall wird in der Regel von der Obersten Bauaufsichtsbehörde des Landes erteilt, in dem das Bauvorhaben durchgeführt wird. Vgl. § 20 MBO. Für Bauprojekte in den Ländern Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen können Sie die Zustimmung im Einzelfall direkt beim DIBt beantragen. Wenn Gefahren nicht zu erwarten sind, kann die zuständige Behörde per Bescheid im Einzelfall erklären, dass ihre Zustimmung nicht erforderlich ist (Verzicht). Vgl. § 20 S. 2 MBO.
Was sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik?
Als allgemein anerkannte Regeln der Technik gelten Regeln, die auf wissenschaftlichen Grundlagen oder praktischen Erfahrungen beruhen, von der Mehrheit der auf dem Fachgebiet tätigen Personen als richtig anerkannt sind und von der Mehrzahl der praktisch tätigen Fachleute angewendet werden. Anerkannte Regeln der Technik können kodifiziert sein – z.B. DIN-Normen, DVGW- oder VDE-Regeln. Ebenso können bewährte Handwerksregeln dazu zählen. In Fällen, in denen es allgemein anerkannte Regeln der Technik gibt, ist kein bauaufsichtlicher Ver- oder Anwendbarkeitsnachweis erforderlich.
Ist eine Übereinstimmungsbestätigung auch für Bauarten erforderlich (mit Erklärung)?
Für Bauarten ist eine Übereinstimmungsbestätigung des Anwenders mit den Technischen Baubestimmungen, der allgemeinen Bauartgenehmigung, dem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis oder vorhabenbezogenen Bauartgenehmigung erforderlich. Vgl. § 16a Abs. 5 i.V.m. § 21 Abs. 2 MBO. Das bauausführende Unternehmen gibt hierzu eine Übereinstimmungserklärung ab, in der es erklärt, dass die Bauart mit den Technischen Baubestimmungen oder dem bauaufsichtlichen Anwendbarkeitsnachweis übereinstimmt. Bauarten tragen kein Ü-Zeichen.
Was ist eine ETA?
Die Europäische Technische Bewertung – kurz ETA vom Englischen "European Technical Assessment" – ist ein Dokument, in dem die Leistung eines Bauprodukts in Bezug auf seine Wesentlichen Merkmale bewertet wird. Diese Bewertung wird von einer Technischen Bewertungsstelle durchgeführt, die zu diesem Zweck staatlich benannt ist. Die ETA bietet einen Weg zur CE-Kennzeichnung für Bauprodukte, die nicht oder nicht vollständig von einer harmonisierten Norm erfasst sind. Rechtsgrundlage für das ETA-Verfahren ist die europäische Bauproduktenverordnung (Verordnung (EU) Nr. 305/2011, insbesondere Art. 19 und 26); die Bauproduktenverordnung hat den Rang eines europäischen Gesetzes mit direkter Geltung in den Mitgliedstaaten.
Was ist eine EAD?
Die Europäische Technische Bewertung (ETA) wird auf Grundlage einer technischen Spezifikation ausgestellt, die die relevanten Bewertungsverfahren enthält. Diese Spezifikation wird als Europäisches Bewertungsdokument – oder kurz EAD vom Englischen "European Assessment Document" – bezeichnet. Wie harmonisierte Normen gelten EADs als harmonisierte technische Spezifikationen.
Wann sind automatische Brandmelde- und Alarmierungsanlagen in Hochhäusern nicht erforderlich? Nennen Sie die Anforderungen.
8 Erleichterungen für Hochhäuser mit nicht mehr als 60 m Höhe in Zellenbauweise Für Hochhäuser mit nicht mehr als 60 m Höhe und mit Nutzungseinheiten mit nicht mehr als 200 m² Grundfläche über dem ersten Obergeschoss sind automatische Feuerlösch-, Brandmelde- und Alarmierungsanlagen nicht erforderlich, wenn 1. die Nutzungseinheiten untereinander, zu anders genutzten Räumen und zu notwendigen Fluren feuerbeständige Trennwände haben, die von Rohdecke zu Rohdecke gehen, 2. der Brandüberschlag von Geschoss zu Geschoss durch eine mindestens 1 m hohe feuerbeständige Brüstung oder 1 m auskragende feuerbeständige Deckenplatte behindert wird, 3. die automatische Auslösung der Druckbelüftungsanlagen und der Brandfallsteuerung der Aufzüge sicher gestellt ist und 4. die Früherkennung eines Brandes in den Nutzungseinheiten durch Rauchwarnmelder mit Netzstromversorgung erfolgt. Satz 1 gilt auch für Nutzungseinheiten mit mehr als 200 m² Grundfläche, wenn sie durch raumabschließende feuerbeständige Wände, die von Rohdecke zu Rohdecke gehen, in Teile von nicht mehr als 200 m² Grundfläche unterteilt werden.
Welche Anforderungen werden an Revisionsöffnungen entsprechend der DIN VDE 0833-2 gestellt?
Für Melder in Zwischendecken- und Doppel- oder Systembodenbereichen sind Revisionsöffnungen vorzusehen, die eine Erkundung durch die Feuerwehr unter Atemschutz ermöglichen. Sofern nicht anders gefordert, ist ein lichtes Öffnungsmaß von mindestens 0,4 m x 0,4 m einzuhalten. Auf die Position der Revisionsöffnung sollte im Sichtbereich durch ein Orientierungsschild nach DIN 14623 hingewiesen werden
In welchen Fällen muss eine Leistungserklärung erstellt werden?
Eine Leistungserklärung (Declaration of Performance – DoP) muss nach der EU-Bauproduktenverordnung (BauPVO) immer dann vom Hersteller erstellt werden, wenn ein Bauprodukt in der Europäischen Union in Verkehr gebracht wird und eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist: [1] Harmonisierte Norm: Das Produkt wird von einer harmonisierten Norm (hEN) erfasst. Europäische Technische Bewertung: Für das Produkt wurde eine Europäische Technische Bewertung (ETA) ausgestellt und der Hersteller hat sich für dieses Verfahren entschieden
Wer erstellt die Leistungserklärung?
Der Hersteller, welcher das Produkt in Verkehr bringt.
Eine Brandmeldeanlage steuert eine Löschanlage über die Standardschnittstelle Löschen an (Voransteuerung). Was ist im Störungsfall des Übertragungswegs zur Übertragung des Auslösebefehls der BMA zu beachten?
Bei Störung der überwachten Übertragungswege zur Übertragung des Auslösebefehls oder der Störungsmeldung aus der Brandmeldeanlage an die Steuereinrichtung und bei Übertragung einer Störungsmeldung aus der Brandmelderzentrale an die Steuereinrichtung wird von der Steuereinrichtung die Alarmventilstation funktionsmäßig von „vorgesteuert“ auf „Trockenanlage“ umgeschaltet. Die Störungsmeldung der Brandmeldeanlage muss alle Funktionsbeeinträchtigungen für den Löschbefehl einschließen, z. B. Gruppenabschaltungen, Revisionsschaltungen usw.
Was ist entsprechend der MVTTB der Zweck von Brandmeldeanlagen? Welche Besonderheiten bzw. Einschränkungen gibt es?
Zweck der Anlage Brandmeldeanlagen sind Gefahrenmeldeanlagen. Sie müssen Personen zum direkten Hilferuf (Handauslösung) bei Brandgefahren dienen. Selbsttätige Brandmeldeanlagen müssen Brände zu einem frühen Zeitpunkt erkennen und melden. Die Brandmeldung ist durch die Übertragungseinrichtung zur Alarmierung an die Leitstelle der örtlich zuständigen Feuerwehr sofort weiterzuleiten. Brandmeldeanlagen sind technisch geeignet, die vom Brand bedrohten Personen zu warnen und über das Brandereignis in Kenntnis zu setzen. Rauchwarnmelder oder vernetzte Rauchwarnmelder bilden keine Brandmeldeanlagen. Aufgaben von Brandmeldeanlagen können nicht von Brandwarnanlagen übernommen werden. Anders als Brandwarnanlagen sind Brandmeldeanlagen technisch geeignet, andere Anlagen anzusteuern, insbesondere Brandfallsteuerungen zu aktivieren.
Wie ändert sich der Schalldruck bei einer Verdopplung des Abstandes? Wie lautet die Formel für die Berechnung?
-6 dB L=20 log (r2/r1)
Welche Aussagen enthält die MVTTB, wenn für die Komponenten einer Brandmeldeanlage keine harmonisierten Normen zur Verfügung stehen?
Stehen für Komponenten einer Brandmeldeanlage keine harmonisierten Normen zur Verfügung, dürfen auch Bauprodukte verwendet werden, die in DIN 14675-1:2020-01 oder DIN VDE 0833-2:2017-10 aufgeführt sind oder die aufgrund anderer Normen als Bauprodukte, die keines Verwendbarkeitsnachweises bedürfen, in Verkehr gebracht werden.
Können für eine SAA nach DIN VDE 0833-4 aktive Lautsprecher angewendet werden? Begründen Sie Ihre Antwort. Stellen Sie das entsprechende Schema dar.
Grundsätzlich nein. Bei einer bauordnungsrechtlich geforderten SAA nach DIN VDE 0833-4 müssen geeignete, geprüfte und zertifizierte Bauprodukte eingesetzt werden. Aktive Lautsprecher fallen nicht in den Anwendungsbereich der DIN EN 54-24 und können daher nicht regulär nach dieser Norm zertifiziert werden. Eine Verwendung wäre allenfalls über einen gesonderten bauordnungsrechtlichen Nachweis und unter Einhaltung sämtlicher Anforderungen der SAA denkbar.
Welche grundlegenden Anforderungen stellt die MLAR an die elektrische Leitungsanlage im Brandfall?
Die elektrischen Leitungsanlagen für bauordnungsrechtlich vorgeschriebene sicherheitstechnische Anlagen müssen so beschaffen oder durch Bauteile abgetrennt sein, dass die sicherheitstechnischen Anlagen im Brandfall ausreichend lang funktionsfähig bleiben (Funktionserhalt). Dieser Funktionserhalt muss bei möglicher Wechselwirkung mit anderen Anlagen oder deren Teilen gewährleistet bleiben.
Welche Grundanforderungen werden an die Sprachverständlichkeit gestellt?
6.2.2 Grundanforderungen an die Sprachverständlichkeit Die durchschnittliche Sprachverständlichkeit für die besten 90 % der Mess- oder Simulationspunkte in jedem ADA darf nicht kleiner als 0,50 auf der STI-Skala sein (90-%-Durchschnittswert), während der kleinste STI-Wert innerhalb der zu bewertenden 90 % nicht kleiner als 0,45 sein darf (90-%-Mindestwert).
Welche grundsätzlichen Aussagen sind in § 85a der MBO enthalten?
Technische Baubestimmungen Die Anforderungen nach § 3 können durch Technische Baubestimmungen konkretisiert werden. Die Technischen Baubestimmungen sind zu beachten. Von den in den Technischen Baubestimmungen enthaltenen Planungs-, Bemessungs- und Ausführungsregelungen kann abgewichen werden, wenn mit einer anderen Lösung in gleichem Maße die Anforderungen erfüllt werden und in der Technischen Baubestimmung eine Abweichung nicht ausgeschlossen ist.
Wann ist die Muster-Versammlungsstättenverordnung nicht anzuwenden (Quelle MVStättVO)?
Die Vorschriften dieser Verordnung gelten nicht für 1. Räume, die dem Gottesdienst gewidmet sind, 2. Unterrichtsräume in allgemein- und berufsbildenden Schulen, 3. Ausstellungsräume in Museen, 4. Fliegende Bauten.
Was sind keine Brandfallsteuerungen? Nennen Sie die Quelle.
DIN 14661 3.2 Brandfallsteuerung alle Steuerungen, die infolge eines Alarms der BMZ vorgenommen werden BEISPIEL Auslösen von Brandschutzeinrichtungen, wie automatische Löschanlagen, Brandschutzklappen, Rauchabzugsanlagen, zwangsgesteuerte Aufzugsanlagen usw., Abschalten von Lüftungsanlagen, EDV oder anderen Betriebsmitteln. Zu Brandfallsteuerungen gehören z. B. nicht: örtliche akustische und optische Alarmierungseinrichtungen, zusätzliche Anzeige- und Informationseinrichtungen [Feuerwehr-Anzeigetableau (FAT), FeuerwehrSchlüsseldepot (FSD), Blitzleuchten usw.].
Welchen minimalen und maximalen Schalldruckpegel muss der A-bewertete Schalldruckpegel des Aufmerksamkeits- bzw. Alarmsignals erreichen? Wo wird der Wert gemessen?
65 dB bzw 75 dB, max. 120 dB auf Ohrhöhe
In welcher Zeit soll ein Ansaugrauchmelder bei sich langsam entwickelnden Bränden spätestens einen Alarm auslösen (Quelle DIN EN 54-20)?
< 100 s
Welche Anforderungen werden an die Luftstromüberwachung eines Ansaugrauchmelders gestellt (Quelle DIN EN 54-20)?
Wenn der Luftstrom außerhalb der vom Hersteller festgelegten Betriebsgrenzen liegt, muss eine Störmeldung abgegeben werden. Der Luftstrom durch den Ansaugrauchmelder muss überwacht werden, um Leckagen oder Verstop- fungen der Ansaugeinrichtung oder Ansaugöffnungen zu erkennen. Wenn eine Leckage oder Verstopfung zu einer Erhöhung oder Reduzierung des Luftvolumenstroms um 20 % und mehr führt, ist eine Störung zu melden, oder wenn der Ansaugrauchmelder eine Technik aufweist, die für eine konstante (oder nahezu konstante) Volumendurchflussmenge sorgt, die wiederum weitestgehend unabhängig von der Ansaugeinrichtung (z. B. Einsatz eines Lüfters mit Drehzahlregelung oder einer Druckpumpe) ist, dann ist beim Ausfall von 50 % und mehr der Ansaugöffnungen eine Störung zu melden. In beiden Fällen ist ein Zeitraum von 300 s zwischen auftretender Störung und Abgabe der Störmeldung zulässig.
Welche Aufgabe hat ein Kurzschlussisolator? Nennen Sie die Norm.
Produktnorm: EN 54-17 Der Zweck von Kurzschlussisolatoren ist es, die Auswirkung von Fehlern eines geringen Parallelwiderstandes zwischen den Leitungen eines Übertragungsweges einer Brandmeldeanlage zu begrenzen. Definition: Gerät, das an einen Übertragungsweg einer Brandmeldeanlage angeschlossen werden kann, um die Auswirkungen von Fehlern eines niedrigen Parallelwiderstandes zwischen den Leitungen des Übertragungsweges zu begrenzen.
Bei welchen automatischen Meldern erfolgt keine Reduzierung der Überwachungsfläche bei Anwendung des Typs B?
Linienförmige Rauchmelder, 6.2.7.11.
Welche Meldebereiche dürfen zusammengefasst werden?
5 benachbarte Räume mit insgesamt max. 400 m²; benachbarte Räume mit insgesamt max. 1.000 m² und optischer Alarmanzeige; benachbarte Räume mit insgesamt max. 1.000 m² und Einzelmeldererkennung.
Was ist bei der Anordnung von Ansaugrauchmeldern zu beachten? Nennen Sie mindestens 4 Punkte.
Ansaugöffnungen von ARS sind wie punktförmige Rauchmelder zu planen. Raumhöhe über 12 m: Nur ARS der Klasse A und B dürfen verwendet werden. Überwachungsbereich ARS darf einen MB nicht überschreiten (< 1600 m²). Rohrleitungen von ARS dürfen vertikal verlegt werden. Öffnungen so planen wie Überwachungsbereiche von automatischen Rauchmeldern.
Welche Überbrückungszeiten sind entsprechend der aktuellen DIN VDE 0833-4 für Sprachalarmierungsanlagen zulässig? Welche Randbedingungen sind einzuhalten? Welche Besonderheiten sind weiterhin zu beachten?
0,5 h: Beim Ausfall der Netzversorgung wird der Betrieb unverzüglich eingestellt und alle Alarmierungsbereiche werden geräumt. 1 h: Wenn bauordnungsrechtliche SSV für 30 h vorhanden ist, Ausfall der Netzversorgung jederzeit erkannt wird und Instandhalter ständig verfügbar ist. 4 h: Wenn NEA für 30 h vorhanden ist, Ausfall der Netzversorgung jederzeit erkannt wird und Instandhalter ständig verfügbar ist. Ansonsten 30 h.
Was versteht man unter Frequenzgewichtung von Schallpegeln?
Frequenzbewertung Bei Indikatoren ist der zweite Buchstabe üblicherweise „A“, „C“ oder „Z“. Dies wird als „Frequenzbewertung“ bezeichnet und gibt an, dass einigen Frequenzen innerhalb des Audiospektrums in bestimmten Fällen eine Gewichtung gegeben wird. d. h. der Pegel dieser Frequenzen wird bei der Messung reduziert oder erhöht. Der Grund für diese Reduzierungen bei niedrigeren und höheren Frequenzen hat mit unserem Hörvermögen zu tun. Menschen können mittlere Frequenzen besser hören als hohe oder niedrige Frequenzen. Die folgenden drei Klangbeispiele demonstrieren dies. Jedes dieser Beispiele wird mit dem gleichen Pegel aufgenommen. Wenn Sie sie jedoch abspielen, werden Sie möglicherweise feststellen, dass die niedrigen (125 Hz) und die hohen (10 kHz) leiser sind. Ältere Menschen können das 10-kHz-Signal möglicherweise nicht einmal hören; mit zunehmendem Alter verlieren Menschen ihre Fähigkeit, hohe Frequenzen zu hören.
Was bedeuten die Begriffe 'Fast', 'Slow', 'Impulse' Zeitgewichtung?
Schallpegel werden gemessen, indem die durch den Schall erzeugten Luftdruckänderungen erfasst werden. Diese Schalldruckpegel (SPLs) schwanken bei üblichen Schallquellen wie Musik, Sprache oder Umgebungslärm recht schnell. Das Ablesen des Schallpegels in Echtzeit auf einem Display ist aufgrund dieser schnellen Pegeländerungen schwierig. SPL-Meter dämpfen daher ihre Reaktion auf plötzliche Änderungen und erzeugen eine gleichmäßigere Anzeige. Dieser Vorgang wird als Zeitbewertung bezeichnet. Die Norm IEC 61672-1 beschreibt zwei verschiedene Zeitbewertungen, schnell (F) und langsam (S). Beide dämpfen die Reaktion des angezeigten Pegels auf eine plötzliche Änderung des Schallpegels. Schnell reagiert schneller als langsam. Wenn beispielsweise in einer ruhigen Umgebung ein lauter, konstanter Ton plötzlich eingeschaltet wird, würde die ‘F’-gewichtete Pegelanzeige etwa 0,6 Sekunden benötigen, um den neuen Pegel zu erreichen, während die ‘S’-gewichtete Pegelanzeige den neuen Pegel erst nach ca. 5 Sekunden erreichen würde. Diese Werte werden durch die Zeitkonstanten für die ‘F’- (t = 125 ms) und die ‘S’-Gewichtung (t = 1 s) angegeben, die in der Norm definiert sind. Wenn der Ton plötzlich ausgeschaltet wird, fällt der angezeigte ‘F’-Pegel mit einer Rate von 34,7 dB/s ab, während der angezeigte ‘S’-Pegel mit einer Rate von 4,3 dB/s abfällt. F, S Gewichtung Die folgende Skizze zeigt die Reaktion der Fast und Slow Resultatanzeige auf plötzliche Pegeländerungen.# 'Impulse' Zeitgewichtung Der alte, nicht mehr aktuelle Standard IEC 651 beinhaltete zudem noch die Impulse (I) Zeitgewichtung, die für die Analyse von kurzen Impulsen vorgesehen war. Im Gegensatz zur ‘F’ und ‘S’ Gewichtung, reagiert die ‘I’ Anzeige asymmetrisch, d.h. sie steigt bei einem steigenden Pegel sehr schnelle an (t = 35 ms), während sie einem Pegelabfall nur sehr langsam folgt (2.9 dB/s).
Wofür stehen die Begriffe LAeq und LAFmax?
LAeq und LAFmax sind einige der vielen Indikatoren, die zur Beschreibung von Schall- und Lärmpegelwerten verwendet werden. Pegel Bei Indikatoren ist der erste Buchstabe immer ein „L“. Dies steht einfach für „Pegel“, wie im Schalldruckpegel (akustisch), gemessen mit einem Mikrofon, oder im Signalpegel (Audio), gemessen am Ausgang einer Audiokomponente, wie z. B. einem Mischpult. Das Wort „akustisch“ wird in diesem Artikel verwendet, um sich auf Schall zu beziehen, der sich durch die Luft bewegt. Das Wort „Audio“ wird verwendet, um sich auf Schall zu beziehen, der sich elektronisch durch Kabel und Audiokomponenten bewegt. Frequenzbewertung Bei Indikatoren ist der zweite Buchstabe üblicherweise „A“, „C“ oder „Z“. Dies wird als „Frequenzbewertung“ bezeichnet und gibt an, dass einigen Frequenzen innerhalb des Audiospektrums in bestimmten Fällen eine Gewichtung gegeben wird. d. h. der Pegel dieser Frequenzen wird bei der Messung reduziert oder erhöht. Der Grund für diese Reduzierungen bei niedrigeren und höheren Frequenzen hat mit unserem Hörvermögen zu tun. Menschen können mittlere Frequenzen besser hören als hohe oder niedrige Frequenzen. Die folgenden drei Klangbeispiele demonstrieren dies. Jedes dieser Beispiele wird mit dem gleichen Pegel aufgenommen. Wenn Sie sie jedoch abspielen, werden Sie möglicherweise feststellen, dass die niedrigen (125 Hz) und die hohen (10 kHz) leiser sind. Ältere Menschen können das 10-kHz-Signal möglicherweise nicht einmal hören; mit zunehmendem Alter verlieren Menschen ihre Fähigkeit, hohe Frequenzen zu hören. Zeitgewichtung Der dritte Buchstabe ist oft „F“, „S“ oder „I“. Dies wird als „Zeitbewertung“ bezeichnet. F = Schnell, S = Langsam, I = Impuls. Historisch gesehen wurde die Zeitbewertung angewendet, damit die gemessenen Pegel auf einem Schallpegelmesser leichter abgelesen werden konnten. Die Zeitbewertung dämpft plötzliche Pegeländerungen und erzeugt so eine gleichmäßigere Anzeige. max & min Dies ist einfach der Maximalwert, der über einen bestimmten Zeitraum gemessen wird. In ähnlicher Weise gibt uns „min“ den Minimalwert. LAeq Der äquivalente („eq“) Schallpegel entspricht der durchschnittlichen empfangenen Schallenergie über die Zeit und ist auf einer Anzeige leichter abzulesen als der momentane Schallpegel.
Kann der Mittelwert eines Schalldruckpegels grösser sein als dessen Maximalwert?
Nein
Was ist der Haas-Effekt?
Der Haas-Effekt (auch Präzedenz-Effekt oder Gesetz der ersten Wellenfront) ist ein psychoakustisches Phänomen der Richtungshörsamkeit. Er besagt, dass bei der Wahrnehmung von zwei fast identischen Schallsignalen das zuerst eintreffende Signal die wahrgenommene Richtung bestimmt. Kernmechanismen (Die 3 Phasen) Verschmelzung (1 bis ca. 35 ms):Trifft das zweite, identische Signal mit einer Verzögerung von ca. 1 bis 35 Millisekunden (ms) beim Hörer ein, nimmt das Gehirn die Signale nicht getrennt wahr. Sie verschmelzen zu einem einzigen Schallereignis mit gesteigertem Lautstärkeeindruck. Richtungsdominanz (Gesetz der ersten Wellenfront): Die Ortung des Schallereignisses erfolgt ausschließlich in Richtung der ersten Wellenfront (Signalquelle A). Dies gilt selbst dann, wenn das verzögerte Signal (Signalquelle B) um bis zu 10 dB lauter ist als das erste. Echogrenze (ab ca. 35–50 ms): Übersteigt die Verzögerungszeit diesen Schwellenwert (abhängig vom Signalcharakter, z. B. Sprache oder Musik), bricht die Verschmelzung zusammen. Das Gehirn nimmt das zweite Signal als diskretes Echo wahr.
Welche Pegeldifferenz ergibt sich bei der Addition von zwei kohärenten Signalen, zwei gegenphasigen Signalen und von zwei inkohärenten Signalen?
Zwei kohärente, gleichphasige Signale: +6 dB Zwei kohärente, gegenphasige Signale: vollständige Auslöschung (theoretisch −∞ dB) Zwei inkohärente Signale: +3 dB
Welche Schutzziele sind in der jeweiligen LBO eindeutig definiert?
Nach der Musterbauordnung (MBO), § 14 Brandschutz, sind folgende Schutzziele definiert: Der Entstehung eines Brandes vorbeugen. Der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen. Die Rettung von Menschen und Tieren ermöglichen. Wirksame Löscharbeiten ermöglichen.
Was ist bei der Anordnung von Wärmemeldern entsprechend der DIN VDE 0833-2 zu beachten?
Bei der Anordnung von punktförmigen Wärmemeldern oder linienförmigen nicht integrierenden Wärme- meldern in Zweimeldungsabhängigkeit Typ B sind die in Tabelle 2 angegebenen maximalen Überwachungs- bereiche A um 50 % zu reduzieren.
Erklären Sie den Klassenindex R bzw. S bei Thermomeldern? Wie lautet die Produktnorm?
Klassenindex R (Differentialmelder): Geeignet für ungeheizte Gebäude mit stark schwankenden Umgebungstemperaturen, bei denen hohe Temperaturanstiegsgeschwindigkeiten nur kurzzeitig auftreten. Klassenindex S (Maximalmelder): Geeignet für Räume, in denen über längere Zeit höhere Temperaturanstiegsgeschwindigkeiten herrschen, z. B. Kesselräume und Küchen. Produktnorm: DIN EN 54-5 (Wärmemelder).
Wann darf auf eine Überwachung mit automatischen Meldern von Zwischenböden und Zwischendecken entsprechend der DIN VDE 0833:2004 verzichtet werden?
Auch für Zwischendecken und Doppelbodenbereiche sind Ausnahmen von der Überwachung zulässig, sofern sämtliche der folgenden Bedingungen erfüllt sind: – Die Umfassungsbauteile (Decke, Boden, Wand) müssen der bauaufsichtlichen Anforderung „nicht brennbar“ genügen; und – die Bereiche oberhalb und unterhalb von Räumen müssen mit nicht brennbaren Bauteilen so unterteilt sein, dass Abschnitte ohne horizontale Versprünge (Höhenversatz) von maximal 100 m2 und einer maximalen Seitenlänge von 20 m gebildet werden; und – die Bereiche oberhalb und unterhalb von Fluren, deren Breite 3 m nicht überschreitet, müssen so mit nicht brennbaren Bauteilen unterteilt sein, dass die gebildeten Abschnitte eine Länge von 20 m nicht übersteigen; und – die Brandlast muss kleiner als 25 MJ, bezogen auf eine Grundfläche von 1 m 1 m, sein.
Welcher Schalldruckpegel des akustischen Signalgebers muss in welchem Abstand bei geschlossener Tür des FATs (unter Freifeldbedingungen) erzeugt werden?
Die akustische Anzeige muss bei geschlossener Tür einen Schalldruckpegel von mindestens 60 dB(A), gemessen unter Freifeldbedingungen in 1 m Entfernung durch die geschlossene Tür, erzeugen.
Wie lange muss die Batterie eines nicht drahtgebundenen Melders mindestens halten?
1 Jahr
Welche Arten von Flammenmelder gibt es?
3.1 Infrarotmelder (IR) ein Flammenmelder, der nur auf Strahlung mit einer Wellenlänge über 850 nm reagiert 3.2 Ultraviolettmelder (UV) ein Flammenmelder, der nur auf Strahlung mit einer Wellenlänge unter 300 nm reagiert 3.3 Mehrfachmelder ein Flammenmelder mit zwei oder mehr Messaufnehmern, die jeweils auf Strahlen eines bestimmten Wellenlängenbereichs reagieren, wobei jedes Ausgangssignal zur Alarmauslösung beitragen kann
Welche Unterschiede gibt es zwischen den STI- und STIPA-Verfahren?
STI (Speech Transmission Index): Vollständiges Messverfahren zur Bestimmung der Sprachverständlichkeit. Verwendet 98 Modulationskombinationen. Dadurch höherer Mess- und Zeitaufwand. STIPA (STI for Public Address): Vereinfachtes Messverfahren, speziell für Beschallungs- und Sprachalarmanlagen. Verwendet 14 Modulationskombinationen. Deutlich schneller: ca. 15–20 Sekunden pro Messung.
Wie lautet die Definition für einen künstlichen Mund?
Ein künstlicher Mund ist eine Vorrichtung, die den menschlichen Mund akustisch nachbildet und Schall mit einer definierten Richtcharakteristik und einem festgelegten Schalldruckpegel abstrahlt. Er wird beispielsweise zur Prüfung und Messung der Sprachverständlichkeit von Beschallungs- und Sprachalarmanlagen eingesetzt.
Was ist der Lombard-Effekt?
Der Lombard-Effekt beschreibt das unbewusste Anheben der eigenen Sprechlautstärke, wenn die Umgebungsgeräusche lauter werden. Beispiel: In einer lauten Umgebung spricht man automatisch lauter, um besser verstanden zu werden.
Welche Angaben müssen auf einer Feuerwehrlaufkarte enthalten sein? Nennen Sie mindestens 5 Punkte.
a) MG; b) Meldernummer(n); c) Melderart und -anzahl; d) Gebäude/Geschoss/Raum; e) Standort der BMZ, der ÜE und des FAT/FBF; f) Laufweg vom Standort zum von Meldern der Meldegruppe überwachten Bereich; g) im Laufweg liegende Treppen und Türen; h) Raumkennzeichnung/Nutzung; i) Bemerkungen, falls zutreffend (z. B. Ex-Bereich); j) Objektname oder Ort (z. B. Straßenbezeichnung); k) Datum der letzten Aktualisierung.
Welche brandschutztechnischen Anforderungen bestehen an Anlagen zur Alarmierung und Erteilung von Anweisungen entsprechend der MLAR Fassung 1998?
Die Dauer des Funktionserhalts der Leitungsanlagen muss mindestens 30 Minuten betragen bei Alarmierungsanlagen, sofern diese Anlagen im Brandfall wirksam sein müssen; ausgenommen sind Leitungsanlagen innerhalb eines Brandabschnittes in einem Geschoss oder innerhalb eines Treppenraumes, die ausschließlich der Versorgung der Alarmierungsanlagen in diesen Bereichen dienen; die Grundfläche je Brandabschnitt darf höchstens 1.600 m² betragen,
Welche Anforderungen werden an Sprachalarmierungsanlagen entsprechend der MVVTB gestellt?
Alarmierungsanlagen sind Gefahrenmeldeanlagen. Sie müssen Personen im Gefahrenfall mittels Verbreitung eines Notsignals und/oder einer Sprachanweisung alarmieren und veranlassen, den Gefahrenbereich zu verlassen. Eine Alarmierungsanlage muss mindestens aus einer Zentrale, einer Energieversorgung, Auslöse- oder Steuereinrichtungen, Signalgebern und dem verbindenden Übertragungsweg bestehen. Bei Sprachalarmierung muss diese mindestens in deutscher Sprache und ausreichend verständlich erfolgen. Zu Alarmierungsanlagen zählen insbesondere elektroakustische Alarmierungsanlagen zur Erteilung von Anweisungen, wie Sprachalarmierungsanlagen oder Notfallwarnsysteme. Alarmierungsanlagen können auch als Brandmeldeanlagen mit Alarmierungsfunktion ausgeführt werden.
Für welche Bereiche und Objekte gilt die MVStättVO nicht?
(3) Die Vorschriften dieser Verordnung gelten nicht für 1. Räume, die dem Gottesdienst gewidmet sind, 2. Unterrichtsräume in allgemein- und berufsbildenden Schulen, 3. Ausstellungsräume in Museen, 4. Fliegende Bauten.
Sind die BHE-Richtlinien grundsätzlich anzuwenden? Erklären Sie Ihre Darstellung.
BHE-Richtlinien müssen nicht grundsätzlich angewendet werden, da sie keinen Gesetzes- oder Normcharakter besitzen. Sie dienen als Empfehlungen und Orientierungshilfe. Verbindlich werden sie erst durch entsprechende gesetzliche oder vertragliche Festlegungen
Was sind bauliche Anlagen nach der MBO?
Bauliche Anlagen sind mit dem Erdboden verbundene, aus Bauprodukten hergestellte Anlagen; eine Verbindung mit dem Boden besteht auch dann, wenn die Anlage durch eigene Schwere auf dem Boden ruht oder auf ortsfesten Bahnen begrenzt beweglich ist oder wenn die Anlage nach ihrem Verwendungszweck dazu bestimmt ist, überwiegend ortsfest benutzt zu werden. 2Bauliche Anlagen sind auch 1. Aufschüttungen und Abgrabungen, 2. Lagerplätze, Abstellplätze und Ausstellungsplätze, 3. Sport- und Spielflächen, 4. Campingplätze, Wochenendplätze und Zeltplätze, 5. Freizeit- und Vergnügungsparks, 6. Stellplätze für Kraftfahrzeuge und Abstellplätze für Fahrräder, 7. Gerüste, 8. Hilfseinrichtungen zur statischen Sicherung von Bauzuständen.
Erklären Sie den Begriff Bauvorlageberechtigter.
Bauvorlageberechtigt ist, wer 1. die Berufsbezeichnung „Architekt“ führen darf, 2. in die von der Ingenieurkammer1 geführte Liste der Bauvorlageberechtigten eingetragen ist; Eintragungen anderer Länder gelten auch im Land … ; 3. die Berufsbezeichnung „Innenarchitekt“ führen darf, für die mit der Berufsaufgabe des Innenarchitekten verbundenen baulichen Änderungen von Gebäuden oder 4. einen berufsqualifizierenden Hochschulabschluss eines Studiums der Fachrichtung Architektur, Hochbau oder des Bauingenieurwesens nachweist, danach mindestens zwei Jahre auf dem Gebiet der Entwurfsplanung von Gebäuden praktisch tätig gewesen ist und Bediensteter einer juristischen Person des öffentlichen Rechts ist, für die dienstliche Tätigkeit.
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