4-1 🔭 Was ist ein Szenario?
Eine konsistente Kombination von Projektionen der Schlüsselfaktoren eines Themenfelds zu einem Zeithorizont – eine mögliche Zukunft ohne Wahrscheinlichkeits- oder Wahrheitsanspruch 📑 Folie 139–140
4-2 📉 Was unterscheidet einen Trend von einem Szenario?
Ein Trend schreibt ein einzelnes Merkmal fort, ein Szenario kombiniert mehrere Schlüsselfaktoren widerspruchsfrei
– Bsp. Trendextrapolation „jeder Deutsche lebt allein“ 📑 Folie 139, 143
4-3 1️⃣ Wie viele Szenarien entstehen, wenn je Schlüsselfaktor nur eine Projektion aus einem Trend gewählt wird?
Genau eins, weil nur eine Kombination möglich ist – ob sie konsistent ist, bleibt ungeprüft; alternative Zukünfte entstehen erst durch mehrere Projektionen je Schlüsselfaktor 📑 Folie 158
4-4 🎯 Warum ist die Szenariotechnik ein strategisches Mittel?
Sie zeigt mögliche Zukünfte, damit der Strategiepfad von der Vision auch unter veränderten Randbedingungen zum Ziel führt
– Ergebnis: Chancen, Risiken, Handlungsoptionen je Geschäftsfeld 📑 Folie 19, 190
4-5 🪜 Was sind die Schritte zum Erstellen eines Szenarios?
Szenariofeld bestimmen
→ Schlüsselfaktoren identifizieren (Einflussmatrix)
→ Projektionen bilden
→ Szenarien generieren (Konsistenzmatrix, Rohszenarien, Bündel)
→ Szenario-Transfer
→ Szenario-Controlling
📑 Folie 144
4-6 🗝️ Wie werden die Schlüsselfaktoren gebildet?
Einflussfaktoren je Einflussbereich sammeln und neutral definieren, in der Einflussmatrix paarweise mit 0–3 bewerten – die Faktoren mit der höchsten Aktivsumme über der Auswahlgrenze werden Schlüsselfaktoren 📑 Folie 148–156
4-7⚡ Welche Aussagekraft haben Aktiv- und Passivsumme?
Aktivsumme (Zeile): wie stark ein Faktor andere beeinflusst
→ Auswahl der Schlüsselfaktoren
Passivsumme (Spalte): wie stark er beeinflusst wird
→ Frühindikator für das Szenario-Controlling
📑 Folie 154–156, 176
4-8 🔄 Wie verstärken sich die Schlüsselfaktoren?
Die Einflussmatrix bewertet, wie stark ein Faktor einen anderen beeinflusst (0–3)
– die Konsistenzmatrix prüft, ob sich ihre Projektionen gegenseitig stützen oder widersprechen
📑 Folie 154, 162
4-9 🧩 Was sind Projektionen?
3–5 alternative, wertfrei beschriebene Entwicklungen eines Schlüsselfaktors bis zum Zeithorizont, oft auf Trends gestützt
Bsp. Leistungsangebot einer Gießerei: Kerngeschäft, Vorwärtsintegration, Generalunternehmer, Partner 📑 Folie 158–160
4-10✅ Was prüft die Konsistenzmatrix?
Paarweise, ob Projektionen verschiedener Schlüsselfaktoren nebeneinander bestehen können (1 = inkonsistent bis 5 = sehr konsistent, möglichst 2–4) – Widerspruchsfreiheit, nicht Wahrscheinlichkeit 📑 Folie 162–163
4-11 ➡️ Wie kommt man von Schlüsselfaktoren zu Szenarien?
Projektionen bilden, in der Konsistenzmatrix kombinieren, konsistente Kombinationen als Rohszenarien sammeln, ähnliche bündeln und aus Textbausteinen beschreiben – Bsp. Siemens Medizintechnik: elektronische Patientenakte 📑 Folie 158–167
4-12 📦 Was ist ein Szenariobündel und was bedeuten seine Prozentzahlen?
Eine Gruppe ähnlicher konsistenter Rohszenarien, die ein Szenario bildet – die Prozentzahl zeigt, wie oft eine Projektion in den Rohszenarien des Bündels vorkommt; nicht addierbar 📑 Folie 164, 167
4-13 ⚖️ Wie geht man mit mehreren gleichwertigen Szenarien um?
Die Unternehmensleitung wählt das Szenario, nach dem sie sich ausrichtet, oder sucht die robusten Gemeinsamkeiten
Wild Cards wie Mauerfall oder 9/11 testen zusätzlich die Robustheit 📑 Folie 174
4-14 📡 Wie hängen Passivsumme und Kennzahlen bzw. Controlling zusammen?
Faktoren mit hoher Passivsumme reagieren als Erste auf Veränderungen und werden als Kennzahlen verfolgt – zeigen sie Abweichungen, werden Szenarien angepasst und Maßnahmen eingeleitet 📑 Folie 176, 199
4-15 🔁 Wie hängen Szenariotechnik und Geschäftsmodell- bzw. Produktszenarien zusammen?
Gleiches Grundprinzip aus Einfluss- und Konsistenzanalyse – statt zeitlicher Projektionen werden Gestaltungsalternativen konsistent kombiniert
Bsp. stimmige Geschäftsmodelle, Digitalkamera-Szenarien 📑 Folie 230–240
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