Wie werden Informationen im Gehirn gespeichert?
Beschreiben Sie, wie Informationen im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden.
Informationen werden über die Sinnesorgane aufgenommen, gefiltert, geordnet und gespeichert.
Drei „Speicherplatten" des Gehirns:
Sensorisches Gedächtnis (Ultrakurzzeitgedächtnis): speichert nur sehr kurz (auditiv ca. 3 Sekunden, visuell ca. 1 Sekunde); Unwichtiges wird gelöscht, Interessantes ins Arbeitsgedächtnis weitergeleitet.
Arbeitsgedächtnis (Kurzzeitgedächtnis): hält Informationen etwa 20 Sekunden und maximal rund 5 Informationseinheiten gleichzeitig (gemäß Cognitive Load Theory).
Langzeitgedächtnis: speichert dauerhaft mit großer Kapazität; unterteilt in deklaratives Gedächtnis (z. B. Fakten, Vokabeln, Erlebnisse) und implizites Gedächtnis (unbewusstes Können, z. B. Radfahren).
Überführung ins Langzeitgedächtnis :
Elaboration: Verknüpfen neuer Informationen mit bestehendem Wissen. -> didaktische Konsequenz: Vorwissen aktivieren
Kompilierung: Verankern von Wissen durch Wiederholung. -> didaktische Konsequenz: Inhalte wiederholen
Warum ist Information ungleich Wissen?
Erläutern Sie die Teilkompetenzarten nach Barth.
Welche Teilkompetenzen können mit E-learning bedient werden?
Um Handlungskompetent zu sein, müssen wir alle Teilkompetenzen haben:
Fachkompetenz: Fachwissen kennen, Zusammenhänge herstellen, Wissen zielgerichtet einsetzen.
Methodenkompetenz: sich Wissen beschaffen, rationell arbeiten, Problemlösestrategien beherrschen, Ergebnisse strukturieren.
Selbstkompetenz: Leistungsbereitschaft, eigene Stärken und Schwächen erkennen, Selbstvertrauen, Selbstständigkeit.
Sozialkompetenz: mit anderen zusammenarbeiten, tolerant und einfühlsam handeln, mit Konflikten umgehen.
Mit E-learning kann man ausschließlich Fachkompetenzen und Methodenkompetenzen behandeln.
Was für Kompetenzarten gibt es?
Welche Kompetenzarten können mit E-learning bedient werden?
Wissen: etwas wiedergeben, erinnern, analysieren, anhand von Kriterien bewerten.
Fertigkeiten: etwas anfertigen, produzieren, interpretieren, Feedback geben, Strategien einsetzen und in Routinen überführen.
Einstellungen: sich interessieren, tolerieren, respektieren, vertrauen, sich begeistern, überzeugt sein.
Mit E-learning kann man nur die Kompetenzart Wissen bedienen.
Erläutern Sie gängige Lerntaxonomien und die daraus abgeleiteten Kompetenzniveaus.
Die Bloomsche Taxonomie (in der revidierten Fassung) ordnet kognitive Lernziele sechs aufsteigenden Niveaus zu:
Wissen/Erinnern: wiedererkennen, wiedergeben (z. B. Hauptstädte benennen).
Verstehen: interpretieren, Beispiele finden, klassifizieren, zusammenfassen, schlussfolgern, vergleichen, erklären.
Anwenden: ausführen, implementieren (z. B. Ableitungsregeln anwenden).
Analysieren: einen Gegenstand in Bestandteile zerlegen, Unterschiede und Hintergründe erkennen.
Beurteilen: anhand von Kriterien und Standards prüfen und kritisieren.
Erzeugen (Synthese): Elemente zu etwas Neuem zusammenfügen, generieren, planen, produzieren
Eignen sich elektronisch gestützte Lernangebote für jede Stufe der Bloomschen Lerntaxonomie? Begründen Sie.
Klassische Antwort der Lehrveranstaltung: E-Learning eignet sich vor allem für die unteren drei Niveaus:
Wissen: Inhalte lassen sich digital aufbereiten und präsentieren. Computerbasiertes Lernen · Konsolidierte Fragensammlung Stand: Juni 2026 Seite 20
Verstehen: Zuordnungsaufgaben und Quizze lassen Inhalte wiedergeben und erklären.
Anwenden: Gelerntes kann in Übungen und Simulationen aktiv angewendet werden.
Für die oberen Niveaus (Analysieren, Beurteilen, Erzeugen) sind kreative und kritische Denkprozesse nötig, die persönliche Interaktion, Praxis und Diskussion besser fördern; digitale Werkzeuge (Foren, Kollaborationstools, komplexe Simulationen) können hier nur unterstützen.
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