Was ist nach der Ottawa-Charta von 1986 mit Gesundheitsförderung gemeint?
Welches Verständnis von „Prävention“ und „Gesundheitsförderung“ ist zu finden?
VL 2
Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der Menschen dazu befähigt, ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu erlangen und sie dadurch zu stärken
Prävention: Maßnahmen zur Vermeidung von Krankheiten. (Vorbeugen von Risiken)
Gesundheitsförderung bedeutet eine verbesserung der Lebensbedingungen und Stärkung der individuellen Kompetenzen (Förderung von Ressourcen)
Was sind die Strategien aus der Sicht von Gesundheitsförderung bzw. Prävention zum Erhalt sowie zur Förderung der Gesundheit?
Welche 3 Handlungsstrategien sieht die WHO zur Gesundheitsförderung?
(siehe oben)
Gesundheitsförderung => Ressourcen stärken (empowernt)
Prävention => Risiken vermeiden
Anwaltschaftliches Eintreten für Gesundheit
(Beeinflussung politischer, ökonomischer, sozialer, kultureller etc. Verhaltensfaktoren)
Befähigen und Ermöglichen
(Individuen/ Gruppen in die Lage versetzen, Kontrolle über Gesundheitsbelange auszuüben sowie Ressourcen zu fördern und zu nutzen)
Vermitteln und Vernetzen
(aktive und permanente Kooperation mit allen Akteuren innerhalb und außerhalb des Gesundheitswesens)
Welche Handlungsfelder der Gesundheitsförderung werden von der WHO fokussiert?
Welche Maßnahmen sind nach der WHO im Handlungsfeld der Entwicklung persönlicher Kompetenzen gemeint?
Gesundheitsfördernde Lebenswelten schaffen
Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik entwickeln
Persönliche Kompetenzen entwickeln
Gemeinschaftsaktionen unterstützen
Gesundheitsdienste neu orientieren
Förderung von Kommunikations- und Entscheidungsfähigkeiten.
Umgang mit Stress und Problemlösungskompetenzen.
Erlernen gesundheitsfördernder Verhaltensweisen wie gesunde Ernährung und Bewegung
Was sind zentrale Ziele des Präventionsgesetzes (PrävG), das 2015 in Deutschland in Kraft gesetzt wurde?
Welche Probleme und Herausforderungen gibt es in der Gesundheitsförderung?
Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Prävention
Förderung der Impfprävention und Früherkennung
Investitionen in Gesundheitsförderung in Lebenswelten wie Schulen, Kitas und Betrieben
Diskrepanz zwischen programmatischer Akzeptanz und tatsächlichen Investitionen
Fehlende politische Strukturbildung und klare Aufgabenteilung
Dominanz der Prävention gegenüber der Gesundheitsförderung
Vorrang wirtschaftlicher Interessen und Definitionsmacht der Medizin
Begriffe: Gesundheitsförderung, Verhaltensänderung und Verhaltensmodifikation?
Warum haben die Theorien der Verhaltensänderung große Bedeutung für die Gesundheitspsychologie?
VL 3
Gesundheitsförderung:
Umfasste Maßnahmen, die auf die Verbesserung der Lebensqualität und Gesundheit abzielen
Verhaltensänderung:
Teil der Gesundheitsförderung, Fokus auf langfristige Änderung des Gesundheitsverhaltens
Verhaltensmodifikation:
Systematisches Vorgehen (z. B. Lerntheorien), um Verhalten gezielt zu beeinflussen und anzupassen
Verhalten des Menschen im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit
(z.B. bei Prävention von Krankheiten oder Gesundheitsförderung => gesundheitsförderliche Verhaltensweisen aufrechterhalten/annehmen, Risikoverhalten minimieren)
Komplexe, psychologische Aspekte menschlichen Verhaltens im Gesundheitskontext verster sind maßgebend bei der Entwicklung geeigneter Interventionen zur Förderung von Gesundheitsverhalten und Prävention von Krankheiten
Theoretischen Ansätze der Verhaltensänderung für die GF? Nennen Sie mindestens 5 Beispiele.
Theorien von Maßnahmen zur Verhaltensänderung? Nennen Sie mindestens 5 Beispiele
Gesundheitspsychologische Ansätze
Z.B. Sozial-kognitive Theorie von Bandura, TTM, HAPA-Modell, PRECEDE/PROCEED-Modell
Verhaltensorientierte Ansätze
Lerntheorien
Kognitive Ansätze
Z.B. Einstellungsänderung, Attributionstheorie, Patientenedukation
Gesprächsorientierte Ansätze
Z.B. motivierende Gesprächsführung, Kommunikationstheorien
Ressourcenorientierte Ansätze
Z.B. Resilienz, Salutogenese
Health-Belief-Modell
Sozial-kognitive Theorie von Bandura
TTM
HAPA-Modell
PRECEDE/PROCEED-Modell
Grundgedanken der Gesprächstherapie (Theoretischer Hintergrund)
4 Prozesse Motivierender Gesprächsführung
(EFEP)
Definition: Beratungsansatz mit dem Ziel, intrinsische Motivation zur Verhaltensänderung durch Explorieren und Auflösen von Ambivalenz aufzubauen (Miller und Rollnick, 1991)
Theoretischer Hintergrund (Ursprünglich nicht theoretisch abgeleitet)
Gesprächstherapie (Rogers, 1946): Individuum strebt nach Eigenverantwortung und Entfaltung
Theorie der Selbstwahrnehmung (Bem, 1972): Einstellungen folgen offenem Verhalten. Erkennen durch Selbstbeobachtung
Theorie der kognitiven Dissonanz (Festinger, 1957): kognitive Dissonanz erzeugt das Bedürfnis, Verhalten auch tatsächlich zu ändern und den eigenen Äußerungen anzupassen
-> Allgemeines Ziel: intrinsische Motivation zur Verhaltensänderung erzeugen
-> keine aufeinanderfolgenden Phasen, sondern Prozesse, die gleichzeitig & zirkulär erfolgen können!
Engaging
Ziel: förderliches Beziehungsklima zur Reduktion / Vorbeugung von Widerständen aufzubauen
OARS-Technik (Open, Affirming, Reflection, Summarize)
Focusing
Ziel: Gemeinsames und einvernehmlich akzeptiertes Ziel definieren
Evoking
Ziel: aktuelle Motivationen zu erfassen & eine intrinsische Veränderungsmotivation zu erzeugen
Planning
Ziel: Umsetzung der Verhaltensänderung planen & Widerstände reduzieren
PRECEDE/ PROCEED-Modell kurz beschreiben. Nutzen für die Gesundheitsförderung?
(Phase 1-5) SEVPA
-> Modell zur Entwicklung, Durchführung & Bewertung von Public-Health-Maßnahmen
Phase 1: Soziale Diagnose
materielle & biopsychosoziale Probleme quantiativ / qualitativ erfassen
Phase 2: Epidemiologische Diagnose
Verteilung der Problematik in Zielgruppe?
Phase 3: Verhaltens- und Umweltdiagnose
Verhaltens- & Umweltdeterminanten identifizieren
Phase 4: Pädagogische- und Organisationsdiagnose
prädisponierende, verstärkende & ermöglichende Faktoren identifizieren
Phase 5: Administrative und politische Diagnose
Rahmenbedingungen, benötigte Ressourcen & erwartbare Widerstände identifizieren
(Phase 6-9) DPEE
Schwerpunkt und Stärken des PRECEDE/PROCEED-Modells
Phase 6: Durchführung
praktische Umsetzung der Maßnahme
Phase 7: Prozessevaluation
Maßnahme wie geplant umgesetzt?
Phase 8: Effektevaluation
inwiefern wurden prädisponierende, verstärkende & ermöglichende Faktoren verändert?
Phase 9: Ergebnisevaluation
Inwiefern hat die Maßnahme das Problem verändert?
Analyseinstrument in der Programmplanungsphase
Ausdifferenzierung der Neigungs-, Befähigungs- und Verstärkungs-Faktorer
Annahme: Gesundheit und Gesundheitsrisiken können nur durch multisektorale und multidimensionale Anstrengungen beeinflusst werden
Was ist mit Behavior Change Techniques (BCTs) gemeint?
Wie viele BCTs umfasst die Taxonomie von Michie et al.? In wie vielen Kategorien sind die BCTs zusammengefasst? 3 Beispiele!
VL 4
Strategien zur Verhaltensänderung
Systematischer Ansatz, Techniken zu identifizieren
BCT sind die kleinste beobachtbare, replizierbare und nicht reduzierbare Komponente einer Intervention, die darauf abzielen, Verhaltensprozesse zu ändern oder umzulenken
Gesucht werden die Basiseinheiten von Veränderungsinterventionen
Die Taxonomie umfasst 93 BCTs und 16 Kategorien
3 Beispiele für Kategorien:
Feedback und Überwachung
Anreize und Belohnungen
Selbstregulierung
Was sind Beispiele für Behavior Change Techniques (Michie et al., 2013)? Nennen Sie mindestens 5 Beispiele.
Was bringt uns die BCT-Taxonomy?
Selbstbeobachtung (z. B. Verhaltens-Tracking)
Problemorientiertes Lösen
Informationen über Konsequenzen
Zielsetzung
Verstärkung durch Belohnungen
Sie bietet ein standardisiertes System, um Interventionen zu planen, durchzuführen und zu bewerten.
Ermöglicht Vergleichbarkeit und Replizierbarkeit von Interventionen
Inwieweit lassen sich die aus den Theorien der Verhaltensänderung abgeleiteten Techniken wiederfinden?
Wie können wir die Techniken der Verhaltensänderung nutzen?
(Gesundheitspsych. Ansatze) wie z.B.
Theorie: Sozial-kognitive Theorie (Albert Bandura) Selbstwirksamkeitserhöhung
BCT: Unterstützung bei der Selbstwirksamkeit, Stärkung des Selbstvertrauens durch positive Verstärkung und Ermutigung
(Verhaltensorientierte Ansatze; Lerntheorien) wie z.B.:
Theorie: Behavioristische Theorien (z. B. Operante Konditionierung)
BCT: Verwendung von Belohnungen (positive Verstärkung) oder Bestrafungen (negative Verstärkung) zur Beeinflussung von Verhalten.
-> Reizgesteuerte Verhaltensweisen (Gewohnheiten) in konzequenzgesteuerte Verhaltensweisen ändern
Die Techniken der Verhaltensänderung können flexibel eingesetzt werden, indem man sie an Situation, Kontext, Ressourcen, Zielgruppe etc. anpasst
Sie können also flexibel an die verschiedenen Ziele und Kontexte angepasst und eingesetzt werden, um so eine positive Verhaltensänderung bestmöglich zu fördern
Warum kam es zur Entwicklung der Behaviour Change Technique Ontology?
Taxonomie (hierarchisch strukturiert) => Entwicklung zu Ontologie (netzwerkorientiert; Struktur, aber System kann und muss offener bleiben)
Anspruch der Taxonomie ist nicht angemessen, da er zu starr ist
Was ist „Empowerment”?
Was ist mit dem Begriff „Empowerment" im Zusammenhang mit GF gemeint?
Welche Facetten von Empowerment können in Bezug auf Einzelne und Gruppen unterschieden werden?
VL 5
Was ist Empowerment?
Beschreibt Prozesse von Einzelnen, Gruppen und Strukturen, die zu größerer gemeinschaftlicher Stärke und Handlungsfähigkeit führen
Strategien des Empowermentprozesses: Partizipation und Gemeinschaftsbildung
Befähigung zu selbstbestimmtem Handeln
Sozialer, kultureller, psychologischer oder politischer Prozess
Copingstrategien (Transaktionales Stressmodell)
Problembezogen (Partizipation)
Emotionsbezogen (Förderung individueller Kompetenzen)
(Verhaltens-)Pravention
Lösungsmöglichkeiten erarbeiten
Eigenverantwortung stärken
Selbstwirksamkeitserwartung
Subjektive Kompetenzerwartung
Förderung nach Bandura
Kohärenzgefühl (Salutogenese)
Kontrollüberzeugungen
Empowerment ist zentral für die Förderung von Selbstwirksamkeit , Coping-Strategien und die Entwicklung von Ressourcen im individuellen und kollektiven Kontext
Individuelles Empowerment: Fähigkeit des Einzelnen, Entscheidungen zu treffen und Kontrolle über das persönliche Leben zu haben
Gemeinschaftliches Empowerment: gemeinschaftliches Handeln, um mehr Kontrolle über die Determinanten von Gesundheit zu gewinnen
Mit welchen Maßnahmen kann Empowerment gefördert werden? 5 Beispiele
Welche Rolle können Gesundheitspsychologen in einem Empowerment-Projekt einnehmen?
Unterstützung von Selbstorganisation und Selbsthilfe
Unterstützung bei der Erarbeitung von Entscheidungen, Lösungen und Zielen
Mediation
Sozialpolitische Einflussnahme
instrumentelle Hilfen (Räume, Finanzen etc.)
Moderatoren und Unterstützer bei der Ziel- und Lösungsfindung.
Bereitstellung von Fachwissen zur Förderung von Partizipation und Selbstwirksamkeit.
Begleitung des Prozesses durch Beratung und Mediation
Was ist mit einem „Setting“ im Zusammenhang mit Gesundheitsförderung gemeint?
Was sind Beispiele für „Settings“ im Zusammenhang mit Gesundheitsförderung? 5 Beispiele
Sozialzusammenhang oder eine Lebenswelt, in dem Menschen sich in ihrem Alltag aufhalten und der Einfluss auf ihre Gesundheit hat
Settinganssatz Kernstrategie der Gesundheitsförderung
Stadt
Stadtteil
Kommune
Betrieb
Krankenhaus
Familie, Freundesgruppe
Wie erklärt sich der Settingansatz die Entstehung gesundheitlicher Probleme?
Welche Ansatzpunkte für Gesundheitsförderung kann der Settingansatz verfolgen?
Gesundheitsprobleme entstehen aus einer wechselseitigen Beziehung zwischen ökonomischer, sozialer und organisatorischer Umwelt sowie persönlicher Lebensweise
Gesundheitsförderung im Setting
Setting als soziales System
Erreichbarkeit von Zielgruppen wird genutzt, um verhaltensbezogene Prävention zu betreiben (z.B. Auslegen von Ernährungsratgebern auf einem Elternabend)
Strukturen und Abläufe im Setting bleiben aber unverändert
Gesundheitsförderndes Setting
Setting als System, in dem die Bedingungen von Gesundheit und Krankheit gestaltet werden können
Fokus: Partizipation der Mitglieder des Settings und der Prozess der systemischen Organisationsentwicklung (z.B. Betriebliche Gesundheitsförderung)
Welche Bedeutung hat der Settingansatz für die Gesundheitspsychologie?
Der Ansatz bietet eine ganzheitliche Perspektive , die sowohl das Verhalten der Menschen als auch ihre Umwelt berücksichtigt.
Er fördert die Verbindung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen
Er stärkt Ressourcen, reduziert Risiken und fördert gesundheitsbewusstes Verhalten durch strukturelle und soziale Veränderungen.
Worum geht es bei psychosomatischen Störungen?
Welche psychosomatischen Störungen können unterschieden werden?
VL 6
Erkrankungen oder Störungen, bei denen keine klare organische Grundlage ermittelt werden kann (oder der Organbefund das Gesamtbild der Krankheit nicht hinlänglich erklärt)
Erfassbare organische/funktionelle Veränderungen mit Symptomcharakter, bei deren Entstehung und Behandlung psychische Prozesse eine Rolle spielen
z.B. Arthritis, Asthma
Körperliche Beschwerdebilder ohne nachweisbaren krankhaften Organbefund
z.B. Reizdarmsyndrom, Schmerzstörungen, Spannungskopfschmerz, Fibromyalgie
Seelische Reaktionsbildungen auf körperliche Leiden und traumatische Lebenserfahrungen
Depressive, Angst- und Panikstörungen nach: Kritischen Lebensereignissen, Gewalt, Unfallen, Operationen
Was hat die psychosomatische Perspektive mit dem biomedizinischen und biopsychosozialen Modell zu tun?
Welchen Beitrag leistet die psychosomatische Perspektive zur Schärfung der gesundheitspsychologischen Rolle?
Biomedizinisches Modell wird um die psychische Dimension erweitert
Therapieverständnis: Somatische Behandlung und Psychotherapie Hand in Hand
Psychosomatische Perspektive umfasst das biopsychosoziale Modell
Berücksichtigung biologischer, psychologischer und sozialer Einflussfaktoren
Prävention auf psychologischer Ebene hat eine eindeutige Berechtigung
Gesundheitspsychologische Interventionen können Leid verhindern/reduzieren und Kosten für das Gesundheitssystem verringern
Welchen Beitrag können Prävention und Gesundheitsförderung im Hinblick auf die psychosomatische Perspektive leisten?
Warum beschäftigen wir uns eigentlich in der (gesundheits-) psychologischen Beratung/Betreuung mit der psychosomatischen Perspektive?
Verminderung von Risikofaktoren, z.B.:
Abbau von Belastungen
Verminderung gesundheitlicher Risiken (z.B. Rauchen)
Förderung von Schutzfaktoren, z.B.:
Förderung von Bewältigungskompetenzen (Individuell und in Settings)
Stärkung Selbstwirksamkeitserwartungen
Förderung Sinnhaftigkeit (Kohärenzgefühl)
Resilienzförderung
Um Patienten mit unklaren oder komplexen Symptomen ganzheitlich zu unterstützen und sowohl körperliche als auch psychische Aspekte zu berücksichtigen
Was hat Psychosomatik mit Gesundheitspsychologie zu tun?
Warum beschäftigen wir uns mit diesem Thema?
Was erwarten wir vom Input über Psychosomatik?
Die Psychosomatik bietet wichtige Erklärungsmodelle für die Verbindung von Körper und Psyche. Sie ist eine Grundlage für präventive und rehabilitative Ansätze in der Gesundheitspsychologie
Um chronische Erkrankungen besser zu verstehen und effektive, interdisziplinäre Behandlungsansätze zu entwickeln
Vertieftes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche sowie neue Ansätze für Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation
Was sind Frühe Hilfen?:
Wer ist die Zielgruppe?
Wer sind Träger und Akteure?
Rolle von Psychologen
VL 7
-> Niedrigschwellige Angebote
Zielgruppe:
Eltern ab der Schwangerschaft und Familien mit Kindern bis drei Jahre
Besonders: Familien in belastenden Lebenslagen
Warum?
Erste Lebensjahre sind entscheidend für Kinder
Nicht alle Eltern schaffen es, richtig zu fördern
Ziel:
Kinder vor Entwicklungsbeeinträchtigungen und Gefährdung schützen
Unterschiedliche Hilfsangebote werden vernetzt, um passende Unterstützung zu schaffen.
Träger & Akteure:
Nationales Zentrum für frühe Hilfen (NZFH)
Gefördert durch: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Träger: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI)
Wo treten beim Nationalen Zentrum Frühe Hilfe ( www.nzfh.de ) Psychologen in Erscheinung?
Publikationen und Vermittlung von psychologischem Wissen an Fachkräfte und Laien
Beratung und Betreuung von Familien mit psychischen Belastungen (Mail, Telefon usw.)
Berater, Moderatoren und Entwickler von Interventionsstrategien zur Stärkung der älteren Kompetenzen
z.B.: Prävention & Gesundheitsförderung (Stärkung elterlicher Gesundheitskompetenz und Stressbewältigung)
Welche Akteure sind an der Gesundheitsförderung im Kindesalter beteiligt?
Was sind beispielhafte Ergebnisse der KIGGS-Studie?
Staatliche Institutionen
Kinder- und Jugendärztlicher Dienst
Eltern
Kitas, Schulen, etc.
Kinder und Jugend Gesundheits Survey des Robert Koch Instituts
Ergebnisse:
Größte Teil der Kinder in DE ist gesund
20 % der Kinder zeigen gesundheitliche Auffälligkeiten, oft kumulatives Auftreten
Chancen für gute Entwicklung abhängig von sozioökonomischen Status!
Besonders gefärdet: Kinder von langzeitarbeitslosen Eltern, von alleinerziehenden und aus Familien mit Migrationshintergrund
Was sind Förderschwerpunkte auf der Basis des 13. Kinder- und Jugendberichts?
Wer ist die BZgA?
Frühes Kindesalter
Förderung von sicherer Bindung und Autonomiestreben
Alter von drei bis sechs Jahren
Förderung der Sprache und der kommunikativen Möglichkeiten
Förderung von Achtsamkeit
Selbstwirksamkeitsüberzeugungen
Kinder bis zu zwölf Jahren
Aneignung der sozialen Umwelt und ihrer aktiven Gestaltung
Stärkung des Selbstwertgefühls und der Identität
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
zentrale Einrichtung des Bundes zur Förderung von Gesundheitswissen und Prävention in Deutschland
Welche Entwicklungen kennzeichnen die gesundheitliche Lage im Alter?
Welche demografischen und medizinischen Fakten sind bei der Gesundheitsförderung im Alter zu berücksichtigen?
VL 8
Soziologie: Ubergang von Erwerbsleben zu Ruhestand
Medizin: „Alterserscheinungen", Zunahme gesundheitlicher Probleme
Gerontologie: 60-80 „Die jungen Alten" / 80 und älter „Die alten Alten"
Hochaltrigkeit: Wenn 50% der Personen des eigenen Geburtsjahrgangsverstorben sind
Demografischer Wandel:
Demografischer Wandel: Sinkende Geburtenrate bei steigender Lebenserwartung Relativer und absoluter Anteil von Menschen über 65 nimmt zu
Medizin:
Prävalenzen und Inzidenzen sind bei älteren Menschen in den meisten Krankheitsgruppen höher
Häufig: Multimorbidität (Mehr als eine Krankheit zugleich)
Funktionale Einschränkungen durch Sensorik (Hören/Sehen) und Mobilität
Objektive Gesundheit sinkt stärker als subjektives Gesundheitsempfinden (bessere subjektive Gesundheit = weniger Funktionale Einschränkungen!)
Positive Entwicklung: 60 Jährige heute gesünder als 60-Jährige früherer Generationen
Sozialer Status:
Starker Zusammenhang von Gesundheit und sozialem Status! -> Wichtig für Prävention!
Geschlecht:
Frauen von fast allen chronischen Erkrankungen häufiger betroffen!
Sind aufgrund höherer Lebenserwartung häufiger pflegebedürftig
Migrationshintergrund:
Keine repräsentativen Daten
Aber Hinweise auf: Höheres Erkrankungsrisiko durch anstrengendere Arbeit und hohem Stress!
Welche Maßnahmen sind im Rahmen einer tertiären Prävention bei Demenz sinnvoll?
Welche Hinweise gibt das Verfahren der Validation nach Naomi Feil für den Umgang mit Demenzpatienten?
=> Klausur: Welche Sekundären Präventionen lassen sich darstellen und welche Tertiären? (-> Unterscheidung)
Sekundäre Prävention bei Demenz
Irreversibel
Bei Senile Demenz vom Alzheimer Typ (SDAT):
frühzeitige Diagnostik
Im Frühstadium können kognitive Trainingsprogramme wirken
Pharmakologische Interventionen
Bei vaskulärer Demenz (Auslöser Bluthochdruck)
Vermeidung bzw. Behandlung des Bluthochdrucks,
u.a. durch einen gesunden Lebensstil und medikamentöse Interventionen behandelbar
Reversibel
Bei reversiblen Demenzformen
Entstehung z.B. durch Vitaminmangel, Schilddrüsenstörungen..
Sorgfältige Diagnostik und Behandlung der Grunderkrankungen
Tertiäre Prävention bei Demenz
Patienten:
Orientierungshilfen
Strukturierter Tagesablauf,
Aktivierung ohne Überforderung
Angehörige:
Aufklärung
emotionale Unterstützung
Selbsthilfegruppen
Ausbildung der Pflegepersonen:
Gute Beobachtung der Patienten ermöglicht die individuelle Förderung
Beobachtung und Zuhören -> Gefühle und Bedürfnisse hinter dem Verhalten der Patienten verstehen
Nützlich: Biografische Kenntnisse kennen
Das Gesagte nicht anzweifeln, kein Urteilen
Spiegeln des Gefühlsausdrucks
Voraussetzung: Vertrauen
Ergebnis: Patient kann sich entspannen
Welche Ansatzpunkte könnten sich zukünftig für die Gesundheitspsychologie in Bezug auf eine Gesundheitsförderung im Alter ergeben?
„Age-related-positivity":
Altere Menschen können sich positive Stimuli besser merken als negative
Informationen zu Gesundheitsverhalten mit Fokus auf positive Effekte daher sinnvoll!
Sozioemotionale Selektivitätstheorie
Ältere Menschen sind zugänglicher für emotional bedeutsame Informationen als für zukunftsorientierte Informationen
Das sollte bei der Vermittlung von Gesundheitsinformationen berücksichtigt werden
Was bedeuten Social Media für die Gesundheitsförderung?
Welche besonderen Stärken können Social Media in den Bereich der Gesundheitsförderung einbringen?
VL 9
Social Media
Onlinedienste zur einfachen Kommunikation und Zusammenarbeit
Austausch über Webplattformen
Nutzer erstellen und teilen eigene Inhalte
Öffentliche und geschlossene Gruppen
Digitale Medien
Fester Bestandteil vieler Lebensbereiche (Lernen, Arbeit und Gesundheit)
Prägen Wahrnehmung und soziale Interaktion
Schaffen neue Kommunikations- und Erfahrungsräume
Wichtiger Sozialisationsfaktor
Großer Einfluss auf das Gesundheitswesen
Mehr Eigenverantwortung und Kontrolle über Gesundheit
Digital Health
Verbindung von Gesundheit und digitalen Technologien
Verbesserung der Effizienz der Gesundheitsversorgung
Individualisierung medizinischer Maßnahmen und Arzneimittel
Optionen für Gesundheitskommunikation:
Soziale Netzwerke
Zustimmungs- und Sympathiebekundungen, Freundesstatus
Hohe persönliche Relevanz für die Nutzenden
Mobile Anwendungen (Apps)
Rolle eines „Lebensbegleiters"
Angebot von Hintergrundwissen
Self-Tracking
Video- und Fotoportale
Präsentation, Austausch und Bewertung
Blogs, Foren, Communitys und Frage- und Antwortseiten
Rankinglisten nach Nutzerzahlen
Selbsthilfe: soziale Unterstützung -> Social Media zur sozialen Unterstützung
Auf welchen Mechanismen basiert die Wirkung von Social Media?
Welche Facetten von Social Media sind aus gesundheitspsychologischer Perspektive kritisch zu betrachten?
1. Information
Einseitige Informationsvermittlung
Sender-Empfänger-Modell
Internet als Informationsquelle
Ziel: Wissensvermittlung und Appelle
Beispiele: Präventionskampagnen
2. Interaktion
Begrenzter Dialog zwischen Anbietern und Nutzern
Interaktive Angebote (z.B. Rechner, Tests)
Ziel: Motivation und Einbindung
Kommunikation weiterhin senderdominiert
3. Vernetzung
Nutzer kommunizieren untereinander
Auflösung des Sender-Empfänger-Modells
Jeder ist Sender und Empfänger
Eigene Inhalte, Kommentare, Bewertungen
Beispiele: Social Media, Foren
Selbstbild:
Verstärkte Unsicherheiten durch sozialen Vergleich (z. B. Body-Image-Probleme).
Belastungen:
Höhere Depressionsraten bei intensiverer Nutzung.
Targeting:
Einflussnahme auf Entscheidungsverhalten (z.B. Wahlen)
Fake News:
Verbreitung von Fehlinformationen und Verzerrung der Meinungsbildung
Welche Chancen und Risiken bringt Gamification für die Gesundheitsförderung?
Gamification:
Einsatz von Spielelementen in spielfremden Kontexten
Arbeits- und Lerntätigkeiten werden mit Erfahrungspunkte, Ranglisten, Fortschrittsanzeigen oder Auszeichnungen kombiniert
Sichtbare Erfolge + helfen, Motivation z.B. neues Verhalten einzuüben und Verhalten aufrecht zu erhalten
Beispiele für Gamification:
iKamasutra: Quantifizierung und Optimierung von Sexualverhalten
Life is a Game: Organisation alltäglicher Aufgaben
Chancen:
Motivation und Aktivierung
Feedback
Personalisierte Lernerfahrung und Beurteilung
Risiken:
GF schafft Repräsentation des gamifiziertes Subjekts & dient als Vermittler zw. Gehirn + Körper
GF kann Subjekt über seinen sozialen Status/ Gesundheit/ Produktivität informieren & dafür belohnen, wenn es sich so verhält, wie Programm es will
Gamifizierter Mensch = Ein Mensch, dem ein Programm im Kopf installiert wurde
GF = Menschen so zu programmieren, dass sie nach Algorithmus handeln
Formen: Serious Games, Social Games
Einsatz in Gesundheitsversorgung und -erziehung
Erwartungen der Verhaltensbeeinflussung
Positive Effekte auf Wissen, Einstellungen und Verhalten
Verbesserte Gesundheitsoutcomes und Selbstmanagement
Beispiel ReMission:
Virtueller Kampf gegen Krebszellen
Höhere Therapieadhärenz
Mehr Krankheitswissen und Selbstwirksamkeit
Serious Games
Gesundheits- oder Bildungsthemen als glaubwürdiges Spielerlebnis
Klare Lern- und Gesundheitsziele
Hohe Motivation und Flow-Erleben
Klare Aufgaben, Fortschritt und Belohnungen
Förderung von Selbstwirksamkeit
Effekte auf motorische, kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten
Social Gaming
Sichtbarkeit von Aktivitäten im sozialen Umfeld
Kooperative Spiele und Minisimulationen (z.B. Candy Crush)
Wirkung:
Steigerung der Selbstwirksamkeit
Gefühl sozialer Zugehörigkeit
Motivation durch soziale Verstärkung (Peers)
Was ist „Betriebliche Gesundheitsförderung“ (BGF)?
Wodurch sind Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) gekennzeichnet?
VL 10
Systematische Interventionen in privaten und öffentlichen Betrieben
Durch die gesundheitsrelevanter Belastungen gesenkt und Ressourcen vermehrt werden sollen
Maßnahmen
Gleichzeitige und aufeinander bezogene Veränderungen der Ergonomie, der Organisation, des Sozialklimas, des individuellen Verhaltens
Partizipativer Ansatz
Belegschaftsbefragungen, Betriebsversammlungen und v.a. Gesundheitszirkel
Initiative
Betriebsinterne oder-externe Akteure: mindestens Geschäftsleitung, Belegschaftsvertretung und der betriebliche Arbeitsschutz
Was sind wichtige Bestandteile von Projekten Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF)?
Wie lassen sich Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und Betriebliches Gesundheitsmanagement unterscheiden (BGM)?
Einrichtung eines Steuerungskreises (Planung, Budgetierung, Verfahren).
Erstellung eines Gesundheitsberichts zur Identifikation von Belastungen.
Moderierte Gesundheitszirkel zur Verbesserung von Belastungs- und Ressourcensituationen
Betriebliche Gesundheitsförderung
Befähigung zur aktiven Teilhabe von Betroffenen bei der Gestaltung der Lebenswelt Betrieb, Ressourcenorientierung
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Verankerung von Gesundheit als betriebliches Ziel unter Inanspruchnahme von Managementstrategien
Grenzen Sie die Begriffe Prävention, Gesundheitsförderung, Empowerment, Partizipation, Gesundheitsmanagement und Arbeitsschutz voneinander ab
Gesundheitsförderung
Befähigung zur aktiven Teilhabe von Betroffenen bei der Gestaltung der Lebenswelt Betrieb,
Gesundheitsmanagement
Arbeitsschutz bzw. Prävention
Identifikation und Abbau von Schadensursachen
Gesundheitsfördernde Organisationsentwicklung
Veränderung der Organisation durch neue Strukturen und Prozesse unter dem Leitbild von Gesundheit auf Konsensbasis
Arbeitsweltbezogene Gesundheitsförderung
Konzertiertes Zusammenwirken zugunsten der Verwirklichung eines ausgewogenen Verhältnisses von Arbeit und Gesundheit
Empowerment:
Prozesse von Einzelnen, Gruppen und Strukturen, die zu größerer gemeinschaftlicher Stärke und Handlungsfähigkeit führen
Sozialer, kultureller, psychologischer oder politischer Prozess
Welchen Stellenwert haben randomisierte kontrollierte Studien in der Evidenzhierarchie?
Welche allgemeinen Prinzipien der Evidenzbasierung können unterschieden werden?
VL 11
Oberste Stelle der Evidenzhierarchie (Grad I), da sie kausale Aussagen ermöglichen und eine hohe methodische Qualität aufweisen
Evidenzbasierte Medizin (EBM)
Integration von bestverfügbarer wissenschaftlicher Erkenntnis, klinischer Expertise sowie Werten und Präferenzen von Patientinnen und Patienten
Evidenzbasierte Public Health (EBPH)
Systematik:
Sichtung und Bewertung wissenschaftlicher Erkenntnisse
Transparenz
Umgang mit Unsicherheiten (z. B. durch Evidenzgrade)
Integration und Partizipation:
Einbeziehung von Fachwissen und Betroffenen
Umgang mit Interessenkonflikten:
Offenlegung und Regelung
Strukturierter, reflektierter Prozess in 5 Schritten:
Formulierung, Suche, Prüfung, Anwendung und Evaluation von Evidenz
Welche weiteren Faktoren betreffen die Evidenzbasierungen von Public Health- Entscheidungen?
Was hat Best Practice mit Evidenzbasierung zu tun?
Zusätzliche 5 Faktoren der Evidenzbasierung von Public Health-Entscheidungen: TIKKA
Theorie:
Nutzung relevanter Modelle und Wirkmechanismen
Interdisziplinarität:
Einbindung diverser Disziplinen (z. B. Psychologie, Wirtschaft)
Kontextabhängigkeit und Komplexität:
Anpassung an soziale und kulturelle Gegebenheiten.
Allgemeine gesellschaftliche Aspekte:
Akzeptanz, Kosten und gesundheitliche Chancengleichheit
Best Practices basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Praxiswissen.
Sie werden reflektiert und an spezifische Kontexte angepasst, um wirksam zu sein
Was ist mit Gesundheitskompetenz (Health Literacy) gemeint?
Welchen Beitrag liefert Gesundheitskompetenz/Health Literacy zur Gesundheitsförderung?
Gesundheitskompetenz umfasst das Wissen, die Motivation und die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden, um Entscheidungen zu treffen, die die Lebensqualität fördern
Sie befähigt Menschen, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und gesundheitsförderliches Verhalten umzusetzen, wodurch Krankheitsrisiken gesenkt werden
Varianten der Gesundheitskompetenz:
Allgemeine Gesundheitskompetenz
Individuelle Gesundheitskompetenz
Organisationale Gesundheitskompetenz
Professionelle Gesundheitskompetenz
Welche 3 Stufen der Health Literacy sind zu unterscheiden und aus gesundheitspsychologischer Perspektive besonders hervorzuheben?
Wie kann Gesundheitskompetenz erfasst werden?
Funktionale Gesundheitskompetenz
Grundfertigkeiten (z.B. Lesen von Gesundheitsinformationen).
Interaktive Gesundheitskompetenz
Fortgeschrittene kognitive + soziale Fertigkeiten zur aktiven Teilnahme am Leben
Informationsbeschaffung und -austausch mittels Kommunikation
Umsetzung dieser Informationen in den Lebensalltag
Kritische Gesundheitskompetenz
Fortgeschrittene kognitive und soziale Fertigkeiten, die es ermöglichen, Informationen kritisch zu analysieren und diese im Sinne einer verbesserten Lebensbewältigung optimal zu nutzen
Durch standardisierte Instrumente wie den
Health Literacy Tool Shed oder die
European Health Literacy Survey (HLS-EU)
Im Idealfall: verschiedene Messinstrumente können kombiniert werden
Welchen Beitrag können Gesundheitspsychologen zur Entwicklung der Gesundheitskompetenz leisten?
Sie entwickeln Interventionen, fördern die Selbstwirksamkeit und unterstützen Organisationen dabei, gesundheitsbezogene Informationen barrierefrei und verständlich zu gestalten
Welchen Beitrag liefert Public Health zur Gesundheitsförderung?
Welchen Beitrag liefert die Gesundheitspsychologie zum Public Health-Ansatz?
VL 12
Definition nach WHO
Public Health ist die Wissenschaft und die Praxis der Verhinderung von Krankheit, Verlängerung des Lebens und Förderung der Gesundheit durch organisierte Anstrengungen der Gesellschaft
Beispiele
Zugabe von Fluor zum Trinkwasser, Vorschreibung von Sicherheitsgurten und Helmen
-> Public Health fördert die Gesundheit der Bevölkerung durch Prävention, Gesundheitsförderung und den Schutz vor Gesundheitsgefahren. Es berücksichtigt soziale, ökonomische und ökologische Faktoren, um Chancengleichheit und nachhaltige Strukturen zu schaffen
-> Gesundheitspsychologie ist eine Teildisziplin von Public Health
Public Health vs. Gesundheitspsychologie:
Ansatzpunkt
Public Health: externe Verhaltensregulation einer Population
Gesundheitspsychologie: interne Verhaltensregulation (Motivation) von Individuen oder spezifischen Risikopopulationen
Zielgruppe
Population, Öffentlichkeit gegenüber Individuum
Maßnahmen
Zwangsmaßnahmen (meist ohne individuelles Einverständnis bzw. Information) oder sozialtechnologische Maßnahmen (vgl. Schwarzer, 1996) gegenüber individuell zugeschnittenen, akzeptierten Maßnahmen
Präventionsansatz
Verhältnisprävention gegenüber Verhaltensprävention
Wie unterscheiden sich „Old Public Health“ und „New Public Health“
Was sind nach der WHO heute wesentliche Aufgaben der Public Health?
Industrialisierung: „Old Public Health“
Fokus auf die Bekämpfung von Infektionskrankheiten (z. B. Hygiene, Impfungen)
Seit etwa 1980: „New Public Health“
Fokus auf chronische Erkrankungen
soziale Determinanten der Gesundheit
Prävention und die Schaffung gesundheitsfördernder Lebenswelten
10 wesentliche Aufgaben
Surveillance von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung
Beobachtung von Gesundheitsgefahren, Notlagen und Gegenmaßnahmen
Gesundheitsschutzmaßnahmen (u.a. Umwelt-, Arbeits- und Nahrungsmittelsicherheit)
Gesundheitsförderung (mit Bezug auf soziale Determinanten)
Krankheitsprävention, einschließlich Früherkennung
Politikgestaltung für mehr Gesundheit/Wohlbefinden
Gewährleistung von fachkundigem Personal im Bereich der öffentlichen Gesundheit
Gewahrleistung von nachhaltigen Organisationsstrukturen und Finanzierung
Überzeugungsarbeit, Kommunikation und soziale Mobilisation für die Gesundheit
Förderung der Forschung im Bereich der öffentlichen Gesundheit zwecks Anwendung in Politik und Praxis.
Welchen Beitrag können Gesundheitspsychologen im Rahmen der gemeindeorientierten Gesundheitsförderung leisten?
Welche Chancen bietet das kommunale Setting im Hinblick auf die Gesundheitsförderung?
Aufgabe: Maßnahmen mit dem Ziel der Gesundheitsförderung in Kommunen systematisch zu planen und umzusetzen
Gemeindeorientierte Gesundheitsförderung:
Gemeindeorientierte Gesundheitsförderung umfasst
spezifische Maßnahmen (Z.B. Angebote Herz-Kreislaufschwäche) oder unspezifische Maßnahmen (z.B. Aufbau von Netzwerken)
zur populationsweiten Reduktion von Risikofaktoren und
zur Stärkung von Ressourcen
unter Inanspruchnahme vorhandener oder zu schaffender Strukturen einer Gemeinde
Zu unterscheiden
Gemeindeinterventionen
Interventionen in der Gemeinde
Kommunale Organe (z.B. Bürgermeister) mit übergreifenden Möglichkeiten und Interessen
Bedarfsermittlung, Interessenorientierung
Integration und Koordination
Kompetenzträger(z.B.Arzte,Apotheker)
Interessengruppen(z.B.Schulen,Kitas, Senioreneinrichtungen)
Anbieter (z.B. Vereine, Betriebe, Fitnessstudios)
Ressourcenmanagement
Sportanlagen
Verwaltung
Welche Rolle spielen Beratung und Gesprächsführung in der Psychologie?
Worin unterscheidet sich Beratung im Alltag von Professioneller Beratung?
Ü 1
-> zentrale Rolle, da sie in unterschiedlichen Fachbereichen wie der klinischen Psychologie, Erziehungspsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie sowie der Gesundheitspsychologie angewandt werden.
Ziel ist es, Ratsuchenden durch zwischenmenschliche Prozesse zu helfen, Klarheit über Probleme zu gewinnen und deren Bewältigungskompetenzen zu stärken.
Insbesondere in der psychosozialen Beratung geht es um „Hilfe zur Selbsthilfe“, wobei Klienten nicht nur bei der Lösung eines spezifischen Problems unterstützt, sondern auch befähigt werden, ähnliche Probleme in Zukunft eigenständig zu bewältigen .
Alltagsberatung: Beruht meist auf persönlichen Erfahrungen und Ratschlägen von Laien ohne eine systematische Methodik. Sie ist oft informell, spontan und weniger strukturiert.
Professionelle Beratung: Wird durch geschulte Fachkräfte durchgeführt und basiert auf wissenschaftlich fundierten Techniken. Hier stehen systematische Vorgehensweisen, der Einsatz spezifischer Gesprächstechniken sowie die Förderung der Problemlösekompetenzen der Klienten im Vordergrund. Professionelle Beratung bezieht auch rechtliche und ethische Standards wie Schweigepflicht und Datenschutz mit ein
Warum ist die Abgrenzung überhaupt von Bedeutung?
Wie können die Begriffe Beratung, Therapie und Intervention voneinander abgegrenzt werden ?
Ü 2
Welche Begriffe sind abzugrenzen?
Beratung, Consulting
Gesprächsführung
Coaching, Mentoring
(Psycho-)Therapie
(Krisen-)Intervention
Moderation, Mediation
Supervision, Intervision
Patientenaufklärung, -schulung
Psychoedukation
Training
Selbstreflexion: Sie hilft Fachkräften, ihre eigene Rolle und die Grenzen ihres Handelns besser zu verstehen und zu definieren.
Orientierung: Sie dient dazu, Klarheit über die Ziele, Methoden und Verantwortlichkeiten zu schaffen, die in der jeweiligen Interaktion verfolgt werden.
Zielgerichtetes Vorgehen: Abhängig von der jeweiligen Definition können passgenaue Strategien und Methoden entwickelt werden, um die Bedürfnisse der Klienten zu erfüllen.
Beratung: Ein zwischenmenschlicher Prozess, bei dem der Berater den Klienten unterstützt, Klarheit über Probleme und deren Bewältigungsmöglichkeiten zu erlangen.
Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe, Förderung der Problemlösungsfähigkeiten. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Strategien für zukünftige Herausforderungen .
Therapie
bei Therapie geht es auch um Diagnosestellung
beheben und lindern von Störungen bei vorliegender Diagnose
Intervention
Unter Intervention wird jede Form planvollen, psychologisch begründeten eingreifenden Handelns gefasst, das das Ziel verfolgt, seelischen Störungen vorzubeugen, diese zu beheben oder zu lindern.
Welche Rolle spielt der Beziehungsaufbau in Bezug auf Beratung und Gesprächsführung in der Psychologie?
Welche Bedeutung kann die Beratungsbeziehung für den Beratungserfolg haben?
Ü 3
„Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt." (Franz Kafka)
Beziehungsaufbau und eine professionelle Arbeitsbeziehung als Grundlage für eine effektive Beratung und Gesprächsführung
Studien wie die von Asay & Lambert zeigen, dass bis zu 30 % der Verbesserungen in der Therapie auf die Qualität der Beratungsbeziehung zurückzuführen sind.
Welche Aspekte der Beziehung sind nach Rogers wichtig für einen Therapieerfolg?
Welche Aspekte sind beim Beginn des Beziehungsaufbau wichtig?
Unbedingte Wertschätzung: Klienten akzeptieren und eine angstfreie Atmosphäre schaffen.
Echtheit: Dem Klienten als Mensch begegnen und authentisch sein.
Empathie: Gefühle und Erfahrungen des Klienten präzise und sensibel wahrnehmen und kommunizieren.
-> Diese Faktoren korrelieren signifikant mit dem Therapieerfolg
Freundliche Begrüßung und Aufwärmphase, z. B. durch Smalltalk oder das Angebot von Wasser/Kaffee, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.
Vorgehen erläutern, um dem Klienten Orientierung zu geben.
Die Möglichkeit für den Klienten, über seine Anliegen zu sprechen, wobei offene und geschlossene Fragen kombiniert werden können.
Welche Bestandteile gehören nach Warschburger (2009) zum Aufbau einer problemzentrierten Beratung?
Welche Funktionen hat nach Warschburger (2009) die Diagnostik in der Beratung?
Ü 4
Teil 1: Problem verstehen und beschreiben
Worum geht es?
Habe ich alle Informationen?
Diagnostische Unterstützung?
Teil 2: Intervention und Evaluation
Nach welchem Konzept gehe ich vor?
Ziele vereinbaren
Planung und Durchführung von Interventionen
Einbeziehung von Evaluationen
Rolle
Vorbereitend, begleitend, abschließend
Funktionen
Deskriptiv: Problembeschreibung
Erklärend: Entstehung und Verlauf klären
Indikativ (adaptiv): betrifft Auswahl und Anpassung der Strategien
Prognostisch: erwartete Konsequenzen
Evaluativ: Veränderungsmessung
Therapeutisch: Erkenntnisse können Veränderungen auslösen
Qualitätssichernd: auf Gütekriterien achten
Transparenzsichernd: beidseitig Handeln und Bedarf deutlich machen
Welche Aspekte des Anliegens sind herauszuarbeiten?
Mit welchen Fragen können Sie das Verstehen des Anliegens unterstützen?
Ü 5
Inhalt
Zeit
Ort
Beteiligte Personen
Kontext
Was müsste heute geschehen, damit Sie sagen, es war effektiv?
Was haben Sie bereits im Vorfeld zur Klärung unternommen?
Wann ist das Problem nicht aufgetreten, und was war dann anders?
Wer hat ein Interesse daran, dass sich etwas ändert oder gleich bleibt?
Welche Veränderung wünschen Sie sich?
Welche provokanten Fragen können in einer ausreichend vertrauensvollen Atmosphäre das Anliegen greifbar machen?
Welche Rollen und Funktionen kann die Diagnostik im Beratungsprozess haben?
Wenn morgen eine Fee käme und Ihr Problem wegzaubern würde, was würden Sie anders machen?
Welches neue Problem könnte erscheinen, wenn das alte Problem weg wäre?
Wieviel Raum möchten Sie dem Problem weiterhin in Ihrem Leben geben?
Wie könnten Sie es schaffen, Ihr Problem zu verschlimmern?
Rollen:
Vorbereitend
Begleitend
Abschließende Maßnahme
Funktionen:
Deskriptiv: Problembeschreibung.
Erklärend: Klärung von Entstehung und Verlauf.
Indikativ: Anpassung und Auswahl von Strategien.
Prognostisch: Vorhersage von Konsequenzen.
Evaluativ: Messung von Veränderungen.
Therapeutisch: Erkenntnisse können als Katalysator für Veränderungen wirken.
Qualitätssichernd: Sicherstellung der Gütekriterien.
Transparenzsichernd: Schaffung einer beidseitigen Klarheit .
Welche Rechte sind bei der Nutzung von Fragebögen zu beachten und wie kann sichergestellt werden, keine Rechte zu verletzen?
Rechte:
Urheberrechte
Nutzungsrechte (Unterscheidung zwischen Forschung und kommerzieller Nutzung).
Sicherstellung der Einhaltung:
Erwerb notwendiger Lizenzen oder Testmaterialien bei kommerzieller Nutzung.
Überprüfung, ob Materialien unter Creative-Commons-Lizenzen verfügbar sind.
Nutzung seriöser Plattformen wie Testzentrale oder das Open Test Archive, um rechtliche Verstöße zu vermeiden
Welche Wertvorstellungen können die strategische Ausrichtung von Gesprächssituationen prägen?
Welche wissenschaftlichen Grundsätze können die strategische Gestaltung von Gesprächssituationen beeinflussen?
Ü 6
Nicht konkret in den Folien angegeben, aber es ist im Prinzip simpel:
Eine Klientin kommt z.B. zu einem und berichtet, dass sie fremdgegangen ist.
Das kann eigene (moralische) Wertvorstellungen aktivieren, die uns dazu bringen, die Klientin in eine gewisse Richtung/zu einer gewissen Entscheidung drängen zu wollen.
Eigentlich wollen wir ja aber eher „unparteiisch" sein und die Patientin erstmal so annehmen, wie sie ist
Was hilft, wenn eigene Wertvorstellungen das Gespräch „bedrohen"?
Klientin ist für ihr Leben selbst verantwortlich
Bemühen, die Klientin zu verstehen
Supervision und Intervision
Transparenz und Nachvollziehbarkeit
... in Bezug auf Regeln, Abläufe, Verlauf
Konsens!
Prozessorientierung
Lösungsorientierung (Problemzentriert)
Entwicklungsorientierung (Ressourcenorientiert)
2 Grundsätze: Realistische Erwartungen und Ziele kommunizieren, Fortlaufende Evaluation auf beiden Seiten
Welche theoretischen Konzepte können die strategische Ausrichtung von Gesprächssituationen gestalten?
Was sind grundsätzliche Annahmen des Motivational Interviewing?
Motivational Interviewing
Psychodynamische Beratung
Systemische Beratung
Beratungsstil und Sammlung von Techniken
Direktiv und klientenzentriert
Grundannahmen:
Verhaltensänderung braucht Motivation
Motivation = Interpersoneller Prozess
Bereitschaft zu Veränderung = Produkt zwischenmenschlicher Interaktion
Konzept:
Identifikation und Mobilisierung intrinsischer Werte und Ziele
Ambivalenz aufzeigen, klären und lösen
Zentraler Faktor: Selbstwirksamkeitserleben
Therapeutische Beziehung: Partnerschaft
Geben Sie Beispielsätze für die Begriffe „Wiederholen“, „Paraphrasieren“, „Zusammenfassen“ und „Spiegeln“
Ü 7
Wiederholen
„Ich wiederhole das noch einmal, um sicherzugehen, dass ich alles richtig verstanden habe: Sie waren also letzte Woche auf einer Feier, sind dort ausgerutscht und haben dabei der Gastgeberin ihr Getränk übergeschüttet, ist das richtig?"
Paraphrasieren
In eigenen Worten wiedergeben
„Ich will nicht zu der Geburtstagsfeier gehen, weil ich mich doch nur wieder lächerlich mache"
Paraphrasiert -> „Sie möchten also nicht an der Feier teilnehmen, weil sie befürchten, sich noch einmal zu blamieren"
Zusammenfassen
„Sie haben jetzt mehrere Situationen beschrieben, in denen Sie sich unwohl oder bloßgestellt gefühlt haben"
Spiegeln
Rückmeldung der eigenen Wahrnehmung an Klient:innen. Kann nonverbale Hinweise, Emotionen und frühere Aussagen mit einbeziehen
„Sie erzählen sehr ruhig und gefasst von dem, was Sie erlebt haben, ich habe aber dennoch den Eindruck, dass Sie sehr nervös sind."
Schildern Sie die 4 Phasen, in denen eine Mediation ablaufen kann
Phase 1:
Rahmen schaffen: Vorstellung und Klärung des Ablaufs.
Phase 2:
Konfliktdarstellung: Stellungnahmen und Problemschilderungen vornehmen, Themen vorstellen, aber noch nicht diskutieren, Priorisierung der Themen.
Phase 3:
Konflikterhellung: Bearbeitung und Diskussion der Prioritätenliste; Schilderung von Betroffenheit, Nachfragen, und Austausch.
Phase 4:
Lösungsfindung: Erarbeitung und Aushandlung von Lösungen; Treffen von Vereinbarungen und Vorschlägen für das weitere Vorgehen .
Welche Probleme zeigen sich bei geschlossenen Fragen?
Warum gibt es ein Problem mit „Warum“-Fragen?
Ü 8
Beginnen mit einem Verb: Kennen Sie? Haben Sie? usw.
Schränken die Befragte Person auf „Ja“ oder „Nein“ ein und reduzieren so die Möglichkeit, neue Informationen zu gewinnen.
Der Gesprächspartner wird eher zum Befragten, was die Interaktivität im Gespräch hemmen kann.
Können die Reflexion und das freie Erzählen des Befragten einschränken
Beginnen mit W-Fragewörtern: Was? Wie? Wer? usw.
Warum zielt auf die Ursache von etwas ab
Kann einer „Verhörsituation“ ähneln, in der die Befragte Person den Druck verspürt, sich zu rechtfertigen
Keine finale Antwort, da „Warum“ immer erneut gefragt werden kann.
Alternativen:
„Wie kam es dazu …?“ oder
„Was war ausschlaggebend … ?“
Was soll mit hypothetischen Fragen bezweckt werden?
Welche hypothetischen Fragen können unterschieden werden?
Gedankenexperiment
Als-Ob-Szenario fragt nach möglichen oder denkbaren Reaktionen der Person
„Stellen Sie sich vor..."
„Gesetzt den Fall ...' „Angenommen,..."
Ziel:
Befragte Person anregen, neue Auswege/Möglichkeiten/Reaktionen zu ergründen
Geschehen in der Vergangenheit
→ Folgen in Vergangenheit
→ Folgen für Heute
Geschehen in der Gegenwart
→ Folgen für Vergangenheit („Was hätten Sie mit dem Wissen von heute anders gemacht?")
→Folgen für Heute
Folgen der Zukunft
Geschehen in der Zukunft
Folgen in Zukunft
Folgen weiterer Zukunft/näherer Zukunft/heute („Angenommen xy würde passieren, wie können wir uns heute darauf vorbereiten?")
Hypothetische Fragen: Spezialformen
Wunderfragen („Wenn jetzt das Problem durch ein Wunder weg wäre, was wäre anders?")
Ausnahmefragen (Gibt es Ausnahmen zum Problem?)
Verschlimmerungsfragen („Was müsste geschehen, damit es noch schlimmer wird?")
Welche Grundkonstellationen sind bei zirkulären Fragen möglich? (+ Beispiele)
Selbstbezogen
Der Fragende bezieht sich selbst als Person ein
„Was glauben Sie, wie ich Ihr Verhalten beurteile?“
Fremdbezogen, einfache Variante
Die Frage bezieht sich auf die vermuteten Gedanken, Gefühle und Reaktionen einer weiteren Person dem Befragten gegenüber
„Was vermuten Sie, wie Ihr Kunde dies sieht?“
Fremdbezogen, komplexe Variante
Die Frage bezieht sich auf die vermuteten Gedanken, Gefühle und Reaktionen einer weiteren Person im Hinblick auf eine weitere andere Person
„Wenn wir seinen Kollegen fragen würden, wie er sein Verhältnis zu seinem Chef sieht, was würde er antworten?“
Für welche Zielgruppen kann Gesundheitsberatung in Frage kommen und welche Ziele werden dann verfolgt?
Wie kann eine Gesundheitsberatung am Beispiel Asthma aussehen?
Ü 10
Zielgruppen:
Gesunde Bürger und Angehörige: Primärpräventiver Ansatz, um Krankheiten vorzubeugen.
Patienten in akuten Hilfssituationen (inkl. Angehörige): Sekundärpräventiver Ansatz zur Unterstützung bei der Bewältigung akuter Gesundheitsprobleme.
Personen in der Rehabilitationsphase: Tertiärpräventiver Ansatz, z. B. für Lebensstiländerungen nach einem Herzinfarkt.
Professionelle, Organisationen und Institutionen: Beratung in Settings wie Krankenhäusern, Gesundheitsämtern und Betrieben.
Ziele Grundsätzlich:
Über die Akutversorgung hinaus Symptomminderung und Stärkung der Krankheitsbewältigung im Alltag
Ziele:
Wissensaufbau über die Erkrankung (z.B. Symptome) und geeignete Maßnahmen
Akzeptanz der damit einhergehenden veränderten Lebenssituation
Compliance z.B. bei der Medikamenteneinnahme sowie einer Veränderung der Lebensweise
Empowerment und Selbstmanagement, Reduktion der Symptomatik,
Erhöhung der Lebensqualität und Kostenreduktion für das Gesundheitssystem
Was unterscheidet eine Gesundheitsberatung von einer Psychotherapie und was haben beide gemeinsam?
Unterschiede:
Gesundheitsberatung ist präventiv und edukativ ausgerichtet, während Psychotherapie auf die Behandlung psychischer Erkrankungen fokussiert ist.
Gesundheitsberatung richtet sich oft an breitere Zielgruppen, während Psychotherapie eine therapeutische Beziehung erfordert.
Gemeinsamkeiten:
Beide erfordern Empathie und Kommunikationskompetenz.
Beide zielen darauf ab, das Wohlbefinden der Klienten zu fördern und Kompetenzen zur Selbsthilfe aufzubauen .
Risiken bei der Ausübung psychologischer Tätigkeiten, welche rechtlichen Grundlagen sind zu beachten?
Berufsordnung für psychologische Betreuungstätigkeiten bzw. welche Orientierungen gibt es für psychologische Tätigkeiten?
Ü 11
Berufsrisiken:
Beschwerden („über den Tisch gezogen")
Fehlerhaftes Handeln (u.a. Behandlungsfehler)
Fehlerhafte Gutachten
Verstöße gegen Schweigepflicht
Verstöße gegen Datenschutz
Ausbleibende Zahlungen
in den Heilberufen
Berufsordnungen für Ärzte, Apotheker, Psychotherapeuten
In der Psychologie
DGPs und bdp: Berufsethische Richtlinien
Verbindlichkeit für Mitgliederinnen
Vermutlich indirekte Verbindlichkeit in der Rechtsprechung
Welche Aspekte des Datenschutzes können für die psychologische Beratungstätigkeit in Frage kommen?
Datenschutz: Personenbezogene Daten
Alle Informationen, die sich auf identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen
besondere Kategorien, u.a.:
Genetische, biometrische und Gesundheitsdaten
Ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder weltanschauliche Uberzeugungen
Unterscheidung
Pseudonymisierte Daten können ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden
Anonymisierte Daten lassen sich nicht auf eine bestimmte oder bestimmbare natürliche Person beziehen (Ausreichend?)
Grundsätze des Datenschutzes:
Recht auf Information und Auskunft
Recht auf Berichtigung und Löschung
Einwilligung
Recht auf Widerruf
Recht auf Widerspruch
Ihre Rechte bei automatisierter Entscheidungsfindung im Einzelfall
Ihr Recht auf Mitnahme Ihrer Daten (Datenübertragbarkeit)
Ansprechpartner: Datenschutzbehörden und Verbraucherzentralen
SAFER-Modell
Ü 12
Für einen Notfall gibt es kein Standardvorgehen, aber allgemeine Empfehlungen, die man sich gut an Hand des SAFER-Modells merken kann!
S Stabilisierung der Situation
A Anerkennung der Krise
F Fördern des Verstehens
E Ermutigung zur angemessenen Bewältigung
R Rückführung zur Eigenständigkeit oder weitere Unterstützung
„Ziel" der Gesundheitspsychologie
Prävention & Gesundheitsförderung?
S 1
Oberstes Ziel: Gesundheitsgewinne der Bevölkerung erzielen (Wichtig: wodurch äußert sich Krankheit bzw. Gesundheit? → Krankheitsprävention & Gesundheitsförderung)
Dafür müssen gesundheitsbezogene Erlebens- & Verhaltensweisen verändert werden
Genauer: die Determinanten dieser Erlebens- & Verhaltensweisen
Erfordert Rückgriff auf Theorien & Konstrukte:
Wissen, welche Determinanten beeinflusst werden müssen („Bedingungwissen")
Wissen, wie sich diese Determinanten beeinflussen lassen („Änderungswissen")
Unterschiedliche, aber komplementäre Interventionsansätze mit dem gleichen Ziel des individuellen & kollektiven Gesundheitsgewinns
Prävention: pathogenetisch orientiert mit Fokus auf der Dynamik von krankheitsfördernden Bedingungen & Risiken → Vermeidung / Verminderung von Krankheit
Gesundheitsförderung: salutogenetisch orientiert mit Fokus auf der Dynamik vongesundheitsförderlichen Ressourcen & Potenzialen → Erhaltung / Förderung von Gesundheit
Strikte Unterscheidung i.d.R. nicht sinnvoll (z.B. Präventionsgesetz)
Im Kern steht eine mehrdimensionale & wechselseitige Person-Umwelt-Beziehung
Interventionsstrategien (kombiniert & aufeinander abgestimmt):
Verhaltensorientiert (gesundheitsfördernde Lebensstile)
Verhältnisorientiert (gesundheitsfördernde Lebenswelten)
Interventionsebenen (Sozial-ökologisches Modell - „Health in All Policies"):
Personale Determinanten (physiologische & psychologische Merkmale)
Soziale Determinanten (formelle & informelle soziale Netzwerke)
Institutionelle Determinanten (formelle & informelle Regeln in Organisationen / Institutionen)
Kommunale Determinanten (Beziehungen zwischen Organisationen / sozialen Netzwerken)
Public Policy (kommunale, regionale & nationale Gesetzgebung/Politik)
Gesundheitsverhalten wird als Prozessergebnis einer komplexen, mehrdimensionalen & wechselseitigen Person-Umwelt-Beziehung betrachtet
Maßnahmen erfordern interdisziplinäre & intersektorale Kooperation verschiedenster
Akteure: medizinisch, psychologisch, sozial & politisch (...)
Welches Wissen benötigt man für Interventionen?
Bedingungswissen: Wissen über Zusammenhänge von Phänomenen
Erklärungstheorien spezifizieren, wie personale, soziale & strukturelle Determinanten
Änderungswissen: Wissen, wie man Bedingungswissen anwendet
Interventionstheorien spezifizieren, wie diese Determinanten durch praktische Maßnahmen beeinflusst werden (nicht das Verhalten selbst, sondern dessen Determinanten sind das Ziel!)
Implementierungswissen: Wissen, wie die praktische Maßnahme an Randbedingungen angepasst werden muss (z.B. in Abhängigkeit von Lokalität / Zielgruppe)
2 Prämissen für erfolgreiche Interventionen:
Intervention muss starken Einfluss auf Determinanten haben (ansonsten unzureichende Interventionstheorie)
Determinanten müssen starken Einfluss auf Verhalten haben (ansonsten unzureichende Erklärungstheorie)
4 Prinzipien theoriegeleiteter Interventionen
Zielexplikation (→ je klarer die Ziele, umso wirksamer die Maßnahme):
Globale Ziele („Oberplan", z.B. Prävention / sozialer Zusammenhalt)
Strategische Ziele (welches gewünschte Verhalten herbeiführen? — oft orientiert an Gesundheitsempfehlungen)
Taktische Ziele (welche genauen Verhaltensdeterminanten verändern?)
Mehrebenen-Prinzip (→ an verschiedenen Ebenen ansetzen, um Ziel zu erreichen):
Intra- & interpersonelle Ebene, Organisationsebene, Gemeindeebene, politische Ebene
Stadienspezifik (→ Maßnahme auf Entwicklungsstadium anpassen):
Auf Determinanten abzielen, die benötigt werden, um in nächste Phase überzugehen
Voraussetzung: valide Stadiendiagnostik, Zielgruppensegmentierung nach jeweiligem Entwicklungsstadium & stadienspezifisches Änderungswissen (!)
Niedrigschwelligkeit (→ Barrieren gering halten bzw. leicht überwindbar machen):
Z.B. zeitliches Angebot, räumliche Lage, finanzieller Aufwand, Kommitment...
Unterschied Struktur- und Stadienmodelle
Strukturmodelle der Verhaltensänderung = je größer die Faktoren ausgeprägt sind (z.B. SWE), umso wahrscheinlicher wird das Verhalten (statisch")
Stadienmodelle der Verhaltensänderung = Verhaltensänderung als Entwicklungsprozess mit qualitativ unterschiedlichen Stufen, die in einer bestimmten Reihenfolge durchlaufen werden müssen („dynamisch")
Achtung: die meisten Stadienmodelle BESCHREIBEN die Veränderung, aber ERKLÄREN sie nicht → Sonderstellung des HAPA-Modells (Kombination aus statisch & dynamisch)
Volitionale Handlungskontrolle:
Prospektive Kontrolle
Handlungsbegleitende Kontrolle
S 2
-> Handlungsausführung (beabsichtigtes Verhalten kontrollieren & regulieren) vs. Handlungsabschirmung (inkongruenten Verhaltenstendenzen entgegenwirken)
Prospektive Kontrolle (Wenn-Dann-Pläne) = situativen Kontext, in dem Verhalten ausgeführt werden soll (Wenn), sowie das Verhalten selbst (Dann) spezifizieren
Sollte sich auf Handlungsausführung UND Handlungsabschirmung beziehen
Vorteil: kognitive Ressourcen für spätere Handlungskontrolle sparen + höhere Erfolgswahrsch.
Nachteil: erfordert Vertrautheit mit dem Verhalten + mangelnde Flexibilität, wenn diese gemäß (unvorhersehbarer) situativer Umstände erforderlich ist
Handlungsbegleitende Kontrolle = die Verhaltensausführung wird überwacht (Selbstbeobachtung) und mit Handlungsstandards verglichen (Ist-Soll-Vergleich), sodass bei ungeplanten situativen Umständen bzw. einer Abweichung des Verhaltens eine zielgerichtete Anpassung des Verhaltens erfolgt
Vorteil: flexible Anpassung des Verhaltens je nach situativen Umständen
Nachteil: erfordert viele kognitive Ressourcen
-> Praktische Implikationen: sehr gute Verhaltensplanung (präzise Handlungsstandards) + Bewältigungsplanung (Barrierenmanagement) + kontinuierliche Selbstbeobachtung
-> Weiterhin: Konsequenzerfahrung (Bewertung der Verhaltensfolgen)
Präventionsansätze im Setting Schule
S 3
Früher reine Aufklärung / Abschreckung (→ Risikowahrnehmung)
Führte zwar zu mehr Kenntnissen über Risikoverhalten, aber dennoch NICHT zur Motivation zum Schutzverhalten
Teilweise sogar vermehrtes Risikoverhalten („Reiz des Verbotenen")
Dann affektive Ansätze: die Bedeutung der Persönlichkeit (individueller Selbstwert, Wertvorstellungen, Fahigkeiten, Ziele...)
Heute Psychosoziale Ansätze: berücksichtigen auch Lebenskontext & soziale Einflüsse
Standfestigkeitstrainings: Aufklärung, Überredungsversuchen widerstehen, Kommunikation fördern, positive Einstellung ggü. protektivem Verhalten aufbauen (eher spezifisch)
Life-Skills-Ansatz: Stressbewaltigungs- & Kommunikationskompetenzen fördern, Konfliktmanagement & Entscheidungsfindung fördern, Selbstvertrauen & Selbstwert fördern (eher allgemein)
Mischprogramme: kombinieren allgemeine Lebenskompetenztrainings mit konsummittelspezifischen Standfestigkeitstrainings (Mittel der Wahl)
Wirksamkeit schulischer Prävention?
Schüler profitieren unterschiedlich stark von solchen Programmen, hängt ab von:
Abhängig vom Geschlecht (Mädchen eher)
Abhängig vom Alter (jüngere eher)
Abhängig von Konsumerfahrungen (je weniger, umso eher)
WICHTIG:
Regelmäßige Auffrischungstrainings (in unterschiedlichen Entwicklungsphasen auch unterschiedliche Schwerpunkte setzen)
Gestaltung des Programmes muss zielgruppenspezifisch & differenziert sein (z.B. an Geschlecht / Entwicklungsstand anpassen → v.a. junge Schüler haben eingeschränkte allgemeine Kompetenzen)
Stets persönlichen Bezug herstellen → Interessen ansprechen und Multiplikatoren einsetzen (haben regelmäßigen, vertrauten Kontakt mit Zielgruppe und beeinflussen deren Verhalten)
Reine Wissensvermittlung reicht nicht aus → Fokus auf Interaktivität
Geeignete soziale Rahmenbedingungen für interaktive Übungen schaffen (gute Schüler-Schüler- & Lehrer-Schüler-Beziehungen)
Globale Ziele (z.B. Herz-Infarkt-Risiko reduzieren, Bewegung fördern)
Intra-& interpersonelle Ebene, Organisationsebene, Gemeindeebene, politische Ebene
Voraussetzung: stadienspezifisches Änderungswissen und valide Stadiendiagnostik
Z.B. zeitliches Angebot, räumliche Lage, finanzieller Aufwand, Commitment...
Dadurch geringe Teilnahme & frühe Abbrüche vorbeugen
Begründen Sie, weshalb gute Erklärungsmodelle auch Entwicklungsprozesse bzw. volitionale Prozesse berücksichtigen sollten?
Gute Erklärungsmodelle...:
Besitzen hohe Spezifität = allgemeine Modelle meist zu abstrakt & werden verhaltensspezifischen Besonderheiten nicht gerecht (z.B. Rauchen vs. Trinken)
Berücksichtigen volitionale Prozesse = nicht nur Motivation zur Verhaltensänderung, sondern v.a. langfristige Aufrechterhaltung dieser ist das Ziel (nur so können Gesundheitsgewinne erzielt werden!)
Berücksichtigen Entwicklungsprozesse = Verhaltensänderung kein Alles-Oder-Nichts-Phänomen, sondern ein Prozess, bei dem unterschiedliche Motivationslagen berücksichtigt werden müssen (diese zeichnen sich durch unterschiedliches Verhalten, sowie Kognitionen & Affekte aus)
Compliance
Einflüsse auf Compliance
S 10
Compliance = Bereitschaft zur Therapiemitarbeit
V.a. bei chronischen Erkrankungen bedeutsam (z.B. Diabetes): langfristige/lebenslage Mitarbeit notwendig für Gesundheitserhaltung bzw. Krankheitsprävention
Dynamisches (von Situation zu Situation unterschiedlich, also kein Persönlichkeitsmerkmal) & komplexes (z.B. ein Medikament einnehmen, das andere aber nicht) Phänomen Formen der Non-Compliance:
Absolute Non-Compliance: generelle Verweigerung von Medikation Primäre Non-Compliance: Nicht-Einlösen von Rezepten
Intentionale Non-Compliance: eigenmächtige Über-/Unterdosierung bzw. Einnahmefrequenz/-dauer/-kontingenz bzw. eigenständiges Absetzen
Hyper-Compliance: Medikation ohne tatsächlichen Bedarf
Compliance vs. Adhärenz? → Partizipative Entscheidungsfindung!
Merkmale des Patienten (z.B. Wissens-/ Kompetenzmangel)
Merkmale der Erkrankung (z.B. Heilbarkeit, Symptomverbesserung)
Merkmale der Behandlung (z.B. Aufwand & Dauer)
Bedingungen des Behandlungssettings (z.B. lange Wartezeiten) Merkmale der Arzt-Patient-Beziehung (z.B. Kommunikation / Vertrauensmangel)
Einflüsse des sozialen Umfelds (z.B. mangelnde Unterstützung)
Empirische Erfassung der Compliance
Förderung der Compliance?
1. Direkt:
Beobachtung (kostenaufwändig, Reaktivität, hohe Kontrolle)
Medikamentspiegel z.B. im Blut (Problem: ist nur Momentaufnahme + intra- & interindividuelle Unterschiede bei Variation des Plasmaspiegels)
„Marker" (= Substanzen, die dem Medikament beigemengt sind wie z.B. Vitamin B2; hängt immer von Dosis & Zeitintervall ab)
2. Indirekt:
Patientenangaben (sehr verzerrt, ggf. Patiententagebücher reliabler)
Pill Count (Soll-Ist-Vergleich bzgl. Medikamentenmenge, Problem: Behältnis entleeren/wegwerfen)
Einhaltung von Arztbesuchen (sehr grobes Maß)
Messung eines erwarteten biologischen Effekts (Problem: Therapieeffekt hänat nicht ausschließlich von Compliance ab!)
Elektronische Monitorsysteme (erfässt nicht Wirkstoffaufnahme, aber Anzahl von Anwendungs- ereignissen; gilt als „Goldstandard")
Notwendiges Wissen vorhanden? → Aufklärung über Krankheit / Behandlung
Notwendiges Können vorhanden? → Kompetenzförderung / Verhaltenstraining
Artikulation von behandlungsbezogenen Befürchtungen oder Bedürfnissen
Verbesserte Körper- & Symptomwahrnemung zur Erkennung von Warnsignalen
Selbstmanagement-Kompetenzen + Problem- & Bewältigungskompetenzen
Notwendige Motivation vorhanden? → Kognitive Therapietechniken
Krankheitseinsicht
Selbstwirksamkeit
Patient-Arzt-Beziehung → kommunikative & soziale Komptenzen des Arztes
Hinweise geben, wie Patient besser mit Erkrankung umgehen kann
Unrealistische Behandlungserwartungen korrigieren
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