Definition von Unternehmensführung
Unternehmensführung ist die gesamthafte Steuerung des Unternehmens entlang der Kernfunktionen von Planung, Organisation, Personalmanagement, Personalführung und Controlling
Unterschied zwischen institutionelle Sicht und funktionale Sicht der Unternehmensführung
Institutionelle Sicht: Instanz, die das Unternehmen führt
-> Gruppe von Menschen, die Führungsaufgaben übernehmen
Funktionale Sicht: Unternehmensführung als zielbezogenes Gestalten und Lenken des Unternehmens
-> Aufgaben, die zur erfolgreichen Steuerung erforderlich sind
Welche Funtionen der Unternehmensführung gibt es?
Planung
Organisation
Personalmanagement
Personalführung
Controlling
Arten von Management-Rollen
interpersonelle Rollen (Gallionsfigur, Vorgesetzter, Vernetzer)
Informationsrollen (Radarschirm, Sender, Sprecher)
Entscheidungsrollen (Innovator, Problemlöser, Ressourcenzuteiler, Verhandlungsführer)
Definition von Planung
Planung ist das Nachdenken darüber, was erreicht werden soll und wie es am besten zu erreichen ist. Ergebnis des Planungsprozesses ist eine Strategie.
Definition von strategischer Postionierung
Die strategische Positionierung eines Unternehmens umfasst die Beantwortung von drei Kernfragen zu:
Industriefokus/Kundenzielgruppe,
Wertversprechen relativ zum Wettbewerb
Und Kernaktivitäten
Was sollte eine Vision für das Unternehmen enthalten?
Zukunftsbild
Sinn und Nutzen
gemeinsames Ziel
Welche 5 Faktoren betrachtet die Branchenstruktur-Analyse nach Porter?
Marktmacht der Lieferanten
Marktmacht der Abnehmer
Bedrohung durch Ersatzprodukte
Bedrohung durch potenzielle Neuanbieter
Rivalität zwischen bestehenden Wettbewerbern
Definition Ressourcen und Definition Fähigkeiten
Ressourcen: alle materiellen und znd immateriellen Güter, Vermögensgegenstände und Einsatzfaktoren
Fähigkeiten: Zielorientierte Ausrichtung und Koordination der Ressourcen durch Organisation des Unternehmens, Prozesse und Führungssysteme
Welche Kriterien muss eine Kernkompetenz erfüllen?
Wertvoll
Selten (Exklusivität)
Schwer zu imitieren
Schwer zu substituieren
Nenne Porters drei generische Strategien
Differenzierungsstrategie
Kosten/- Preisführerschaftsstrategie
Nischenstrategie
Wonach bewertet die BCG-Matrix und was sind die 4 Kategorien?
Y Achse Marktwachstum
X Achse Relativer Marktanteil
Poor dogs, Question Marks, Stars, Cashcows
Welche Maßnahmen zur Geschäftserweiterubg gibt es
Interne Entwicklung (eigene entwicklung (disney+ bei disney)
Externe Entwicklung, z.B. Unternehmen kaufen (Pixar von Disney gekauft(
Kooperation (mit anderem Unternehmen etwas zusammen entwickeln)
Was sind die Schritte eines Planungsprozesses?
strategische Analyse (Umfeld, Fähigkeiten, Ressourcen)
Strategieformulierung (Entwicklung von Strategien, Beurteilung von Alternativen, Entscheidung)
Strategieimplementierung (Verstetigung und Umsetzung)
Was ist normatives Management?
Normatives Management beschäftigt sich mit einer Vision, aus der die Mission und Ziele abgeleitet werden.
Was sind die 3 Überkategorien von Urteilsverzerrungen?
limitierte Informationslage oder verzerrte Interpretation
Verzerrte Selbst- und Fremdwahrnehmung
Etablierung früherer Entscheidungen
Was sind die zwei Arten des Organisationsbegriff und definiere diese jeweils
Funktionaler Organisationsbegriff
-> Organisatiom umfasst Handlungen, die zur Erreichung managementbezogener Ziele führen sollen, es schafft zielorientiert ein Regelsystem, das die Umsetzung von Geplantem sicherstellt
Institutioneller Organisationsbegriff
-> Organisationen als soziale Gebilde mit klar abgegrenzten sozialen Institutionen und regelhaft strukturierten, sozial ganzheitlichen Gebilden
Was sind die Basisaufgaben der Organisation?
Arbeitsteilung/Differenzierung
-> Gesamtaufgabe des Unternehmens auf mehrere Stellen/Personen, Artenteilung/Mengenteilung
Koordination
-> Abstimmung der Einzelaufgaben auf das Gesamtziel
Unterschiede zwischen Einlinien- und Mehrliniensystem
Einliniensystem:
Prinzip der Einheit der Auftragserteilung
Verbindung zwischen der Über- und der Untergeordneten Stelle bildet einzigen Kommunikationsweg
Mehrliniensystem:
Mitarbeiter erhalten Anweisungen von mehreren übergeordneten Stellen, Instanz aufgeteilt
Jeder Vorgesetzte ist auf eine Führungsaufgabe spezialisiert und hst nur für diese Weisungsbefugnisse
Definition Konfiguration und deren Arten
Konfiguration beschreibt die Kombinationsmöglichkeiten der Grundformen arbeitsteiliger Systeme und bildet die äußere Gestalt der Organisation.
Funktionale Organisation
Gliederung der zweiten Hierarchieebene nach gleichartigen Funktionen (Beschaffung, Produktion, Absatz, Forschung, etc.)
Objektorientierte Organisation
Gliederung der zweiten Hierarchieebene nach Objektprinzip
Produktgruppen/Kundengruppen/Absatzregionen
Möglichkeit, auf dritter Hierarchieebene nach Funktion oder Objekt zu gliedern
Was ist Koordination?
Koordination gehört zu einer der Basisaufgaben der Organisation. Dabei geht es um Zusammenarbeit an Schnittstellen der Arbeitsteilung. Mit zunehmender Arbeitsteilung steigt der Koordinationsbedarf.
Wann gibt es Koordinationsbedarf?
Interdependenzen in Unternehmen
Leistungsverflechtungen (Bereich ist abhängig vom Input eines anderen Bereichs)
Ressourceninterdependenzen (Zugriff auf gleiche Ressourcen)
Marktinterdependezen (aus verschiedenen Unternehmensbereichen in ähnlichen Märkten)
Schnittstellen in Unternehmen (zwischen Abteilungen, Stellen, Gruppen)
Determinanten des Koordinationsbedarfs in Unternehmen
Grad an Arbeitsteilung
Abhängigkeiten zwischen Organisationseinheiten
räumliche, zeitliche, sachliche und menschliche Distanzen
umfangreiche, variable und unstrukturierte Probleme
Wie wird Koordinationsbedarf gedeckt?
zeitlich
Vorauskoordination vs. Ad-hoc-Koordination
Hierarchisch
vertikal (hierarchisch) vs. horizontal (Selbstabstimmung)
Arten der Koordination
hierarchisch
persönliche Weisung
Standardisierung
Pläne
Selbstabstimmung
institutionalisiert
themenspezifisch
fallweise
Definition Projekt
Ein Projekt ist ein zeitlich befristetes Vorhaben, welches sich durch Neuartigkeit und Einmaligkeit auszeichnet, sowie eine beachtliche Größe und einen hohen Grad an Komplexität aufweist. Dabei wirken unterschiedliche Personen oder Abteilungen unter interdisziplinärer Koordination Zusammen.
Wie läuft ein Projekt ab?
Projekt
unterteilt den Lebenszyklus eines Projekts und in zusammenhängende Abschnitte
Besteht aus einzelnen Arbeitsschritten und den darin zum Einsatz kommenden Methoden und Tools
Spiegelt den Projektverlauf mit den inhaltlichen Aktivitäten aus Sicht der jeweiligen Organisation wider
Schließt mit der Erreichung eines Meilensteins ab
Meilenstein
gilt als “Schlüsselereignis”
dient der Entscheidung über den weiteren Projektverlauf sowie dem Abgleich von Ist- mit Sollzustand
bildet ein bestimmtes geplantes Projektergebnis zu einem festgelegten Termin ab
Was sind Begriff und Ziele des Personalmanagements?
Begriff: Personalmanagement als Teil des Mangements des Unternehmens beinhaltet die Formulierung personalbezogener Ziele und Maßnahmen zur Zielrealisierung.
Ziele:
Formalziele
wirtschaftliche Ziele (aus Eigentümer- und Mitarbeitersicht relevant (Wohlergehen des Unternehmens)
soziale Ziele (im wesentlichen mitarbeiterbezogen (Mitbestimmungsrecht, Meinungsfreiheit)
Sachziele
Beitrag zur Realisierung des Unternehmensziels
Verfügbarkeit ( Personal zu richtigen Zeit am richtigen Ort mit der nötigen Qualifikation)
Wirksamkeit (Leistungserbringung, Motivation)
Was ist das Ziel der Personalplanung und was sind die Einflussfaktoren auf Personalbedarf?
Das Ziel der Personalplanung ist es, Mitarbeiter in der für die Leistungserstellung erforderlichen Menge und Qualifikation verfügbar zu haben.
Einflussfaktoren auf Personalbedarf
intern (Unternehmensstrategie, Fluktuation, Fehlzeiten)
extern (Branche, wirtschaftliche Situation, Rahmenbedingungen)
Unterschied Qualitativer/Quantitativer Personalbedarf?
qualitativ
Kenntnisse und Fähigkeiten der Arbeiter
Spiegelt Anforderungsprofile gegenwärtiger und zukünftiger Stellen wider
Ableitung des Personalbedarfs aus Anforderungen
quantitativ
Anzahl der benötigten Mitarbeiter, die zur Erreichung der Unternehmensziele notwendig sind
Setzt sich aus Einsatzbedarf und Reservebedarf zusammen
Was ist das Ziel der Personalbeschaffung und was ist der Unterschied zwischen interner und externer Personalbeschaffung?
Ziel: fristgerechte Deckung des ermittelten Nettopersonalbedarfs in einer Personalkategorie
Interne Personalbeschaffung
Versetzung (von einem Standort zum anderen)
Beförderung (Verschiebung in der Hierarchie von unten nach oben)
Ausbildung (im Sinne von Berufsausbildung oder Weiterbildung)
Externe Personalbeschaffung
passive Beschaffung (Bearbeitung von Bewerbungen, Mitarbeiter wollen zu dir kommen)
aktiver Beschaffung (Aktive suche nach Mitarbeitern (Stellenanzeigen, Agenturen, etc.)
Zuele und Vorgehen bei der Personalauswahl
Ziel: Identifizierung des bestqualifizierten Bewerbers zur Deckung des Personalbedarfs
Vorgehen: Überprüfung der Qualifikation der Bewerber anhand des Anforderungsprofils der stelle, meist mehrstufige Auswahl
Ziel und Zwecke der Personalbeurteilung
Ziel: Urteil über das Verhalten, die Leistung und das Leistungspotenzial von Mitarbeitern
Unterscheidung in:
Leistungsbeurteilung (Rückblickend)
Potenzialbeurteilung (in die Zukunft blickend)
Zwecke:
Anreizdifferenzierunh
Personalzuweisung
Entwicklungsbedarfsermittlung
Führung
Kontrolle
Was sind Anforderungen an Leistungsbeurteilung?
Bezugnahme auf individuelle Leistung bzw. individuellen Anteil an der Gruppenleistung
Vergleich der Leistung mit vorab definiertem “Soll”
Bezugnahme auf eine Leistungsperiode (z.B. ein Jahr)
Berücksichtigung von Fähigkeiten und Motivation
Berücksichtigung von Leistungsbedingungen
Welche verschiedenen Verfahren der Leistungsbeurteilung gibt es?
freie Beurteilung
ohne strukturierte Vorgaben
intuitiv
Basierend auf Errahrungen des Beurteilers
Flexibel
Konfliktpotenzial
Rangordnungsverfahren
Rangfolge hinsichtlich der Leistung
Direkter Vergleich
Summarisch = Vgl. anhand Gesamtkriterium
analytisch = Vgl. anhand verschiedener Kriterien
Kennzeichnungsverfahren
Beurteilung anhand von Kriterien
Beurteiler geben an ob Kriterien/Aussagen zutreffen oder nicht
Keine Aussage über Rangordnung oder Differenz zu anderen
Einstufungsverfahren
Beurteilung nach Kriterien auf Skalen
Gewichtung von Kriterien
merkmalsorientiert:
Beurteilung nach Tätigkeits- und Verhaltensmerkmalen
Verhaltensorientiert:
Vergleich von Soll- und Ist-Verhalten
Begriff und Ziele der Personalentwicklung
Begriff:
Erweiterung und Verbesserung derjenigen Kenntnisse, Fähigkeiten, und Verhaltensweisen sowie Einstellungen des Personals, die im Unternehmen zur Erreichung seiner Ziele gegenwärtig und zukünftig genutzt werden können
aus Mitarbeitersicht
Befriedigung von Bildungsbedürfnissen
Möglicher Aufstieg im Unternehmen
Aus Unternehmenssicht
schließen von Deckungslücken
interne Personalbeschaffung
Was sind Anreize und welche Arten von ihnen gibt es?
Anreize sind notwendig, um Leistungssteigerung bei Mitarbeitern hervorzurufen.
extrinsische Anreize
außerhalb der Tätigkeit
intrinsische Anreize
in der Arbeitstätigkeit selbst
Materielle Anreize
Leistungslohn eines Mitarbeiters (z.B. Prämienlohn, Erfolgsbeteiligung)
immaterielle Anreize
sollen nicht materielle Motive aktivieren
z.B. Arbeitszeitgestaltung, Entscheidungsbeteiligung, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Welche Bemessungsgrundlagen hat die Anreizgestaltung?
Arbeitsanforderungen
Differenzierung ausgehend von zu erfüllenden Aufgaben
Leistung
Differenzierung ausgehend vln Leistung der Mitarbeiter
Ggf. soziale Merkmale
z.B. Alter, familiäre Situation, Wohnsitz
Derinition Personalführung und zwei Dimensionen der Personalführung
Personalführung ist eine zielorientierte, wechselseitige Verhaltensbeeinflussung von Mitarbeitern, die dazu bewegt werden sollen, Ziele des Unternehmens zu verfolgen.
interaktionelle Dimension: Beeinflussung der Geführten in direkter, interaktiver Form
strukturelle Dimension: Beeinflussung der Geführten durch Strukturen oder Systeme, z.B. Anreizsystem, Evaluationssystem, Führungsgrundsätze
Strukturelle Führung reduziert Bedarf an interaktioneller Führung
Strukturen sind ein Rahmen für Interaktion
In der Praxis eine Kombination aus beiden
Definition Führungsgrundsätze
Allgemeine Verhaltensempfehlungen, in Form von Normen und Regeln, die die Zusammenarbeit von Vorgesetzten und Geführten regeln sollen
Rahmen, innerhalb dessen Führung zu erfolgen hat
Generalisierte, formal, unternehmensweit gültige Verhaltensrichtlinien
bedürfen situationsbezogen der Operationalisierung
Begrenzen den Entscheidungsspielraum des Führungsverhaltens
Sollen transparent, nachvollziehbar und akzeptabel sein
Schwerpunkte: Entscheidungsbeteiligung, Führungsintrumente und Grundwerte der Führung
Was sind Anforderungen an Ziele bei der Führung durch Zielvereinbarungen
realistische und erreichbare Herausforderungen
klare, eindeutige Vorgaben
Ausrichtung an den Fähigkeiten des Stelleninhabers
drastische Über- und Unterforderung vermeiden
eindeutige Angaben über Zeitpunkt der Zielerreichung
Zielvereinbarungsprozess auf jeder Managementebene und in festgelegten Zeitabständen
Unterschied zwischen Führungsstil und Führungsverhalten und 7 Arten des Führungsstils im Führungsstilkontinuum nach Tannenbaum und Schmidt
Führungsstil (Grundhaltung)
langfristig stabilers Verhaltensmuster
geprägt durch seine persönliche Grundeinstellung
Führungsverhalten (situative Umsetzung)
findet innerhalb der Grenzen statt, die der Führungsstil markiert
beinhaltet modifizierbare Verhaltensweisen, die auf eine zielorientierte Einflussnahme in bestimmten Arbeitssituationen ausgerichtet sind
Führungsstilkontinuum nach Tannenbaum und Schmidt
Autoritär, Patriarchalisch, Informierend, Beratend, Kooperativ, Delegativ, Autonom
Nach welchen zwei Kriterien (x und y Achse) bewertet die Zweidimensionale Führungsstildarstellung
Aufgabenorientierung (Arbeitsmenge, Leistung)
Mitarbeiterorientierung (Wohlergehen der Mitarbeiter)
Unterschied Transaktionale und Transformationale Führung und vier I’s transformationaler Führung
Transaktionale Führung
ökonomisches Austauschverhältnis zwischen Führenden und Geführten
Leistung -> Gegenleistung
Transformationale Führung
Prozess, in dem Führende und Geführte eine Verbindung eingehen, um eine beiderseitige Steigerung der Motivation und Moral zu erzielen
Verhalten wird in Richtung eines neuen Niveaus geändert
4 I’s:
idealized Influence
Inspirational Motivation
Intellectual Stimulation
Individualized Consideration
Warum sollten Unternehmen innovativ sein? (Gründe)
Zumindest zeitweilig monopolartige Stellung
Positive Kundenwarnehmung mit positiven Effekten wie Markentreue
Attraktiv gür gute Bewerber
Innovative Unternehmen haben typischerweise höheren Unternehmenserfolg
Definition und Schritte der Innovation
Innovation ist der mehrstufige Prozess bei dem Unternehmen Ideen in neue/verbesserte Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse umsetzen, um sich in ihrem Markt erfolgreich weiterzuentwickeln, wettbewerbsfähig zu sein und sich zu differenzieren.
Schritte des Innovationsprozesses
1. Ideengewinnung und -Konkretisierung
2. Konzeptdefinition (z.B. durch Checklisten, Positionierungsmodelle)
3. Konzeptbewertung und -selektion (z.B. durch Checklisten, Scoringmodelle, Testmarktalternativen, Investitionstechnung)
4. Einführung der Innovation (z.B. durch Adoptions- und Diffusionsmodelle, Markteinführungsstrategie)
Was zeigt das Diffusionsmodell von Rogers?
5 Gruppen von Adoptern von Innovationen
Innovatoren (2,5% des Marktvolumens)
Frühe Adopter (13,5%)
Frühe Mehrheit (34%)
späte Mehrheit (34%)
Nachzügler (16%)
Welche Ansätze für Innovationen gibt es?
Administrative Innovationen (in Management, Kontrollansärzen und Organisationsstrukturen)
Technologische Innovationen (aus Forschung und Entwicklung neuer Produkte oder Prozesse)
Produkt-Markt-Innovationen aus Marktforschung, Produktdesign und Innovationen in Werbung
Disruptive Innovation zum Angebot einer einfachen Lösung für inzureichend bediente Märkte
Geschäftsmodell-Innovation zur Anpassung von Wertversprechen, Profitmodell, Wertschöpfung
Ökosystem-Innovation zur Schaffubg von Kundennutzung in engem Netzwerk aus Partnern
Unterschied Disruptive und inkrementelle Innovation
Und Diagramm dazu
inkrementelle Innovationen
schrittweise Weiterentwicklung von Produkten bzw. Services, z.B. Verbesserung Leistungsfähigkeit, Verringerung Ressourcenverbrauch, Haltbarkeit
Durchführung meist durch etablierte Unternehmen
Nutzung von Routineprozessen zur Evaluation technologischen Potenzials und Kundenpräferent
Disruptive Innovationen
Erzeugung eines neuen Marktes durch neuartiges Produkt bzw. Dienstleistung
Initialer Eintritt am “unteren Ende des Marktes”, gefolgt von Schrittweise Verbesserung
Zunächst keine Ansprache von “Mainstream” Kunden und kein/ geringer Fit mit bestehendem Geschäft
Inkaufnahme von niedrigeren Gewinnmargen
Was sind Christensens vier Kriterien für disruptive Innovationen?
disruptive Innovationen…
sprechen einen Markt an, der bisher unzureichend bedient wurde und das Produkt benötigt
sind gerade gut genug oder in der Lage, in absehbarer Zeit die Mindestanforderungen am unteren Ende des Marktes zu erfüllen
bieten den Kunden einen zusätzlichen Nutzen neben bisherigen Merkmalen
sind mit bisherigem Geschäftsmodell unvereinbar und aus Sicht der Marktführer bei Markteintritt unattraktiv (z.B. zu geringe Margen oder Marktgröße)
Wieso reagieren große Unternehmen oft nicht auf disruptive Innovationen?
Wahrnehmung
Organisationen suchen ihre Umwelt nach Veränderungen ab
-> Veränderung wird nicht erkannt
Beurteilung
Entscheidungsträger entscheiden, ob die Veränderungen wichtig sind oder nicht
-> Erkannt, aber nicht als wichtig eingestuft
Entscheidung
Entscheidungsträger entscheiden, ob und wie auf die wichtigen Veränderungen reagiert werden soll
-> Wichtig, aber keine Ressourcen zugewiesen
Umsetzung
Entscheidungen werden implementiert
-> Ressourcenzuweisung, aber Beibehaltung alter Routinen
Was sind konkrete Barrieren für die Verfolgung disruptiver Innovationen
Ressourcen
bestehende materielle Ressourcen (Mitarbeiter, Technologien, Maschinen, Rohstoffe, Kapital)
bestehende immaterielle Ressourcen (Designs, Information, Marken, Patente, Beziehungen)
Prozesse
bestehende Interaktions-, Koordinations- und Entscheidungsprozesse
Ziele und Metriken
Beurteilung der Marge auf Basis bestehenden Geschäfts
Beurteilung des Marktpotentials und Umsatzpotentials auf Basis bestehender Unternehmensgröße
Was ist ein Geschäftsmodell und was sind die drei Elemente eines Geschäftsmodells?
Ein Geschäftsmodell beschreibt - im Rahmen der definierten Strategie - welcher Kundennutzen erbracht wird, wie das Unternehmen Geld verdient und wie die Wertschöpfung organisiert
Drei Elemente eines Geschäftsmodells
Wertversprechen
Welches grundlegende Problem löst das Geschäftsmodell für den Kunden und welchen Nutzen bringt das Produkt oder die Dienstleistung?
Profitmodell
Wie werden Umsatz und Gewinn generiert und welche Kostenstruktur liegt vor?
Wertschöpfungskette
Welche Tätigkeiten werden im Unternehmen durchgeführt und welche ausgelagert? Wie werden die einzelnen Wertschöpfungsschritte koordiniert?
Arten von Geschäftsmodell-Innovationen
Übergang von Produkt zu Service
Übergang von Kauf zu Mieten/Leasing
Leistungsabhängiges Angebot
Systemangebot
Razor-Blade-Modell
Freemium-Modell
Definition Business Ökosystem
Ein Business Ökosystem ist eine Community interagierender Organisationen umd Einzelpersonen, die für Kunden Güter und Services von Wert erzeugt. Mitglieder passen ihre Rollen und Fähigkeiten an, tendenziell in die Richtung, die von einem oder mehreren zentralen Unternehmen vorgegeben wird.
Definition von Moral
Gesamtheit der in einer sozialen Einheit (z.B. Gruppe, Unternehmen, Gesellschaft) als verbindlich anerkannten Normen, auf deren Grundlage menschliches Verhalten als sittlich “gut” oder “schlecht” beurteilt wird.
Definition von Ethik
Ethik, die “Theorie der Moral”, hat das kritische HInterfragen und die Begründung der Moral zum Gegenstand und versucht, auf methodischem Weg allgemeingültige Aussagen über das gute und gerechte Handeln zu treffen.
Ziel ist die Verbesserung herrschender Moralvorstellungen.
Definition von Recht
Recht bezieht sich auf im jeweiligen Einzugsbereich herrschende Normen, die formalisiert und rechtlich einklagbar sind (Zwangsnormen). Moralische und rechtliche Normen sind oftmals nicht Deckungsgleich.
Was ist Unternehmensethik?
Unternehmensethik ist der Bereich der BWL, der sich mit Zielen, Werten, Normen und übergeordneten Folgen unternehmerischen Handels beschäftigt.
Der Analysebereich bezieht sich auf Handlungen der Unternehmensführung, die rechtlich nicht geregelt, aber moralisch fragwürdig sind.
Was sind die vier Merkmale unternehmensethischen Handelns?
Begründbarkeit:
unternehmensethisches Handeln ist vernunftbasiert und somit begründbar
Ganzheitlichkeit:
unternehmensethisches Handeln basiert auf einer ganzheitlichen Betrachtung: Entscheidungen werden nicht ausschließlich auf Grundlage ökonomischer Dimensionen getroffen
Interessenpluralität:
unternehmensethisches Handeln berücksichtigt die Interessen aller (un)mittelbar von unternehmerischen Handlungen, bzw. deren Folgen Betroffenen
Langfristigkeit:
unternehmensethisches Handeln berücksichtigt nicht nur die kurzfristigen, sondern auch die langfristigen Wirkungen unternehmerischer Handlungen
Pro und Kontra Argumente: Ethik ist überflüssig
pro
Marktwirtschaftliche Regeln stellen sicher, dass die Wirtschaft dem Gemeinwohl dient
Marktwirtschaftliche Regeln entbinden Unternehmen von moralischer Verantwortung
kontra
es herrscht kein vollständiger, bzw. gleichgewichtiger Wettbewerb (ungleiche Ressourcen/Machtverteilung)
es existieren öffentliche, nicht marktfähige Güter (z.B. saubere Luft)
freier Wettbewerb erfordert Mindestmoral der Marktteilnehmer
Pro und Kontra Argumente: Ethik ist schädlich
Markt und Wettbewerb determinieren Verhalten der Marktteilnehmer
Marktteilnehmer müssen “Spielregeln” des Marktes einhalten, um zu bestehen
ethisches Handeln beeinträchtigt die Wirtschaftlichkeit, wodurch ethisch handelnde Unternehmen Nachteile erleiden und vom Markt verdrängt werden
Unternehmen haben wirtschaftliche Handlungsspielräume, die sie meist zu ihren Gunsten ausnutzen
ethisches Verhalten gefährdet per se nicht den Unternehmensfortbestand
aufgrund undifferenzierter Betrachtung monetärer Effekte ethischen Verhaltens werden die Kosten unethischen Verhaltens selten berücksichtigt
Was sind Gründe für eine ethische Reflexion (und Orientierung) der Unternehmensführung
Manager sollen an uneingeschrännkter Nutzenmaximierung gehindert werden
Unternehmen haben z.T. erheblichen gesellschaftlichen Einfluss, der im Falle moralischen Fehlverhaltens beträchtliche Schäden hervorrufen kann (z.B. Umweltzerstörung)
Steigung der Reputation durch Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung
Welche Ansatzpunkte für eine Gestaltung ethisch verantwortlicher Unternehmensführung gibt es?
Identifikation moralischen Fehlverhaltens und (interne) Ursachen dafür
sorgfältige Analyse und Bewertung von Anspruchsgruppen (Stakeholdern) und deren Interessen
ethikgerechte Unternehmensorganisation (z.B. flache Hierarchien)
Möglichkeiten zur ethischen Reflexion auf allen Unternehmensebenen
Compliance-Ansatz
Erlassen von Regeln, deren Nicht-Befolgung sanktioniert wird
Integrity-Ansatz
Herstellen eines Zustands, in dem Mitarbeiter selbsständig, intrinsisch motiviert und kontinuierlich auf eine Verbesserung des Ausmaßes ethischen Handelns im Unternehmen hinwirken
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