Beschreiben sie den Spannungszustand im Flansch, in der Zarge und im Boden eines zylindrischen Tiefziehteils während des Prozesses
Flansch:
Zweiachsiger Spannungszustand aus radialer Zugspannung und tangentialer Druckspannung
Zarge:
Primär einachsiger Zugsapnnungszustand
Boden:
Ein geringer, zweiachsiger Zugspannungszustand, ähnlich dem Streckziehen. (Boden wird nach unten gedrückt durch den Stempel und über diesen gespannt)
Nenne Sie 3 Unterteilungskriterien nach denen in der Urformtechnik die Fertigungsverfahren unterschieden werden.
Aggregatzustand des Ausgangsstoffs (Zustand des formlosen Materials):
Flüssig
plastisch (teigig)
Körnig lder pulverförmig
Gas oder Dampfförmig
Art der Form (Werkzeug):
Verlorene Formen
Dauerformen
Art der Formfüllung (Wirkprinzip):
Schwerkraft
Druck
Zentrifugalkraft
Ein Werkstoff wird in einem Versuch Warmumgeformt. Während des Versuchs wird die Umformkraft gemessen. Bei einem zweiten Versuch werden alle Parameter bis auf die Umformgeschwindigkeit gleichgehalten. Diese wird stark erhöht. Wie wirkt sich dies auf die Kraft aus?
Die Kraft nimmt zu.
Da bei zu schneller Umformung die Rekristallisation (findet statt weil Warm) nicht hinterher kommt. Diese benötigt Zeit da sie durch Diffusion erfolgt und führt bei ausreichender Zeit zu einer “Entfestigung". Durch zu hohe Geschwindigkeit bauen sich schneller Verfestigungen (Versetzumgen im Kristallgitter, Härtung) auf, als diese abgebaut werdne können.
In der Folge nimmt die nötige Kraft zu.
Skizzieren Sie das Schema eines einfachen Tiefzieh-Prozess und bezeichnen Sie die verschiedenen Komponenten.
Ein klassisches Tiefziehwerkzeug (Erstzug) besteht primär aus vier Komponenten, die in einer Skizze wie folgt anzuordnen sind:
Ziehring (Matrize): Das hohle Unterteil, in das das Blech gezogen wird.
Stempel: Das zylindrische Oberteil, das die Umformkraft aufbringt und das Blech in die Matrize drückt.
Niederhalter: Ein Ring, der von oben auf den Rand des Blechzuschnitts drückt, um Faltenbildung erster Art zu verhindern.
Ronde (Blechzuschnitt): Das Ausgangsmaterial, das sich zwischen Ziehring und Niederhalter befindet und in die Matrize gezogen wird.
Beschreiben Sie den Spannungszustand im Flansch, in der Zarge und im Boden eines zylindrischen Tiefziehteiles während des Prozesses.
Im Flansch: Hier herrscht ein radialer Zugspannungszustand (durch das Hineinziehen in die Matrize) überlagert von einem tangentialen Druckspannungszustand (da der Umfang der Ronde beim Einziehen verkleinert wird). Dieser Druck ist die Ursache für mögliche Faltenbildung.
In der Zarge (Wand): Hier liegt primär ein einachsiger Zugspannungszustand in Längsrichtung vor, da die Zarge die Umformkraft vom Stempelboden in den Flansch übertragen muss.
Im Boden: Hier herrscht ein zweiachsiger (biaxialer) Zugspannungszustand, da der Stempel das Blechmaterial über die Stempelrundung spannt und nach außen dehnt.
Skizzieren Sie eine Stufenversetzung, warum lässt sich ein metallischer Werkstoff leichter Umformen als ein perfekter Einkristall?
Eine Stufenversetzung wird klassischerweise als ein regelmäßiges Atomgitter (z. B. gezeichnet als ein Raster aus Kreisen) dargestellt, in das von oben eine zusätzliche Atom-Halbebene eingeschoben ist. Das untere Ende dieser eingeschobenen Halbebene bildet die eigentliche Versetzungslinie (in der Literatur oft mit dem Symbol „⊥“ gekennzeichnet). Im direkten Umfeld dieses Bereichs ist das Atomgitter lokal stark verzerrt.
Warum lässt sich ein metallischer Werkstoff leichter umformen als ein perfekter Einkristall? Um einen perfekten Einkristall plastisch abzuscheren, müssten alle atomaren Bindungen entlang einer Gleitebene gleichzeitig aufgebrochen und nach der Verschiebung um einen Atomabstand neu geknüpft werden. Dies erfordert eine extrem hohe theoretische Schubspannung.
Reale metallische Werkstoffe enthalten jedoch immer Gitterbaufehler, vor allem Versetzungen. Bei mechanischer Belastung (Umformung) müssen nicht alle Bindungen einer Gleitebene auf einmal getrennt werden. Stattdessen "wandert" die Stufenversetzung schrittweise durch das Kristallgitter. Dabei wird immer nur eine Atomreihe nach der anderen umgeklappt und neu verbunden. (Ein gängiges Modell hierfür ist das Verschieben eines schweren Teppichs: Anstatt den ganzen Teppich auf einmal zu ziehen, schiebt man eine kleine Falte hindurch). Dieser Mechanismus der Versetzungsbewegung erfordert nur einen Bruchteil der Energie, wodurch die reale Fließspannung (Streckgrenze) eines Metalls weit unter der theoretischen Festigkeit eines perfekten Kristalls liegt.
Skizzieren Sie ein Spannungs-Dehnungsdiagramm für einen metallischen Werkstoff qualitativ auf und zeichnen Sie die Kenngrößen Zugfestigkeit, Streckgrenze, Gleichmaßdehnung und Bruchdehnung in dieses Diagramm ein.
Der qualitative Kurvenverlauf für einen typischen duktilen metallischen Werkstoff beginnt mit einer steilen, linearen Geraden (Hooke'scher Bereich, rein elastisch). Danach flacht die Kurve ab (Beginn der plastischen Verformung) und steigt bogenförmig durch Kaltverfestigung bis zu einem Maximum an. Nach diesem Maximum fällt die Kurve ab, da sich die Probe lokal einschnürt, bis sie schließlich bricht.
Einzuzeichnende Kenngrößen:
Streckgrenze ($R_e$): Zu finden am Ende der linearen Steigung auf der y-Achse. Es ist die Spannung, bei der die Hooke'sche Gerade verlassen wird und die irreversible plastische Verformung (das Fließen) beginnt. (Hinweis: Hat der Werkstoff keine ausgeprägte Streckgrenze, wird stattdessen die Dehngrenze $R_{p0,2}$ eingezeichnet).
Zugfestigkeit ($R_m$): Der höchste Punkt (das Maximum) der Kurve, projiziert auf die y-Achse. Dies ist die maximale Spannung, die das Bauteil bezogen auf den Ausgangsquerschnitt ertragen kann, bevor die lokale Einschnürung beginnt.
Gleichmaßdehnung ($A_g$): Dieser Punkt wird auf der x-Achse (Dehnung) markiert und liegt exakt lotrecht unter dem Maximum der Zugfestigkeit ($R_m$). Bis zu dieser Dehnung verformt sich die Probe über ihre gesamte Messlänge gleichmäßig.
Bruchdehnung ($A$): Der allerletzte Punkt der Kurve im Moment des Versagens, lotrecht nach unten auf die x-Achse projiziert. Er markiert die maximal erreichte bleibende plastische Dehnung nach dem Bruch.
Welcher Spannungszustand herrscht überwiegend beim Walzen?
Beim Walzen herrscht in der Umformzone überwiegend ein dreiachsiger Druckspannungszustand. Der Werkstoff wird durch die Walzkraft gestaucht, während gleichzeitig Längs- und Querspannungen (durch Reibung und Materialverdrängung) als Druckspannungen wirken.
Skizzieren Sie Flachlängswalzen im Schnitt und kennzeichnen Sie die Hauptumformzone. Zeichnen sie die Stichabnahme ein
Zeichne zwei sich gegenläufig drehende kreisrunde Walzen (Ober- und Unterwalze).
Das Blech läuft von links (mit Dicke $h_0$) in den Walzspalt ein und verlässt ihn rechts (mit reduzierter Dicke $h_1$).
Hauptumformzone: Der Bereich des Bleches, der direkten Kontakt mit beiden Walzen hat (vom Eintrittspunkt bis zum Austrittspunkt der Walze). Dieser Bereich wird im Schnitt schraffiert.
Stichabnahme ($\Delta h$): Die Differenz der Blechdicke vor und nach dem Walzen. Sie wird eingezeichnet als vertikaler Höhenunterschied an der Oberfläche:
$$\Delta h = h_0 - h_1$$
Skizzieren Sie das Prozessprinzip des konventionellen Scherschneidens und des Feinschneidens von Blech und benennen Sie die wesentlichen Komponenten.
Konventionelles Scherschneiden:
Komponenten: Schneidstempel, Niederhalter (optional), Blech, Schneidplatte (Matrize).
Prinzip: Relativ großer Schneidspalt (ca. 5-10% der Blechdicke). Der Stempel drückt das Blech in die Matrize, das Material wird erst plastisch verformt und reißt dann schlagartig ab.
Feinschneiden:
Komponenten: Schneidstempel, Niederhalter mit Ringzacke, Blech, Schneidplatte, Gegenstempel.
Prinzip: Extrem kleiner Schneidspalt (ca. 0,5% der Blechdicke). Die Ringzacke presst sich in das Blech und erzeugt hohe Druckspannungen (verhindert das Fließen nach außen). Der Gegenstempel drückt von unten gegen das Blech. Das Material wird durch diesen extremen Druckspannungszustand am Reißen gehindert und fließt rein plastisch abgeschert ab.
Vergleichen Sie die Bruchfläche beim Feinschneiden mit der Bruchfläche beim konventionellen Scherschneiden!
Konventionelles Scherschneiden: Die Schnittfläche besteht nur zu ca. 30 % aus einem glatten Glattschnittanteil. Der restliche Bereich (ca. 70 %) ist eine raue, gerissene Bruchzone. Zudem weist das Bauteil einen deutlichen Kanteneinzug auf der Stempelseite und einen starken Grat auf der Austrittsseite auf. Die Schnittfläche ist oft leicht schräg (Schnittwinkel).
Feinschneiden: Die Schnittfläche besteht zu 100 % aus Glattschnitt (keine raue Bruchzone oder Ausrisse). Die geschnittene Kante ist exakt rechtwinklig zur Blechoberfläche. Es gibt kaum Kanteneinzug und nur eine sehr feine Gratbildung, was eine Nachbearbeitung meist überflüssig macht.
Skizzieren Sie einen Clinchpunkt im Schnitt und zeichnen Sie den Hinterschnitt ein!
Bleche zeichnen: Zeichnen Sie zwei Bleche, die flach aufeinanderliegen.
Die Vertiefung (Napf): Zeichnen Sie eine napfförmige, topfartige Vertiefung, die durch den Stempel nach unten in die Matrize gedrückt wurde.
Die Materialausbreitung am Boden: Am Boden dieser Vertiefung muss das Material beider Bleche bauchig zur Seite (radial) ausfließen. Der Boden ist also breiter als der "Hals" der Vertiefung.
Hinterschnitt einzeichnen (WICHTIG): Der Hinterschnitt ist der entscheidende Mechanismus beim Clinchen. Er befindet sich dort, wo das obere Blech (stempelseitig) in die Breite geflossen ist und sich formschlüssig unter das Material des unteren Blechs geschoben hat.
Kennzeichnung: Ziehen Sie eine vertikale Hilfslinie an der engsten Stelle des Halses nach unten. Der horizontale Bereich am Boden, um den das fließende Material breiter ist als diese Halslinie, ist der Hinterschnitt (auch Interlock genannt). Markieren Sie dieses Maß mit Maßpfeilen und dem Begriff "Hinterschnitt".
Skizzieren Sie einen liegenden einfachen Falz im Schnitt?
Ein liegender einfacher Falz (oft auch einfacher Zugfalz genannt) verbindet zwei Blechränder formschlüssig und flach.
Blech 1 (von links): Zeichnen Sie ein Blech, das von links kommt, am Ende um 180° nach oben (und zurück) gebogen wird und einen offenen Haken bildet.
Blech 2 (von rechts): Zeichnen Sie ein zweites Blech, das von rechts kommt, am Ende um 180° nach unten (und zurück) gebogen wird.
Das Verhaken: Die beiden gebogenen Enden greifen in der Skizze ineinander (wie zwei Hände, die sich an den Fingern festhalten).
Flachpressen: Der gesamte hakenförmige Bereich ist flach auf die Ebene der Bleche heruntergepresst (daher "liegend").
Kontrolle: In der fertigen Querschnittsskizze müssen an der Verbindungsstelle genau vier Blechlagen direkt übereinanderliegen.
Umformen Definition
Umformen ist die gezielte Änderung der Form, der Oberfläche und der Werkstoffeigenschaften eines Werkstücks unter Beibehaltung von Masse und Stoffzusammenhang.
Umformen ist Fertigen durch plastische Verformung fester Körper.
-> Urformen
-> Umformen
-> Fügen
-> Trennen
-> Beschichten
-> Stoffeigenschaften ändern
Umformen
Verhalten des Werkstoffs beim Umformen
elastische Verformung
Nach einer elastischen Verformung nehmen Werkstücke ihre ursprüngliche Form wieder an.
plastische Verformung
Nach einer plastischen Verformung behalten die Werkstücke ihre neue Form nach Entlastung bei.
Wann ist ein Werkstoff gut umformbar?
Ein Werkstoff ist gut umformbar, wenn bei geringer Spannung eine starke bleibende Dehnung erfolgt. Die Bruchdehnung eines Werkstoffes ist ein Maß für seine Umformbarkeit.
Rekristallisation
Ein kalt umgeformtes Gefüge bildet oberhalb der Rekristallisationstemperatur ein neues Gefüge.
Wie lassen sich Metalle leichter umformen?
Metallische Werkstoffe lassen sich bei hohen Temperaturen leichter umformen als bei Raumtemperatur.
Wozu führt eine Kaltumformung bei metallischen Werkstoffen?
Eine Kaltumformung führt zu einer Verfestigung metallischer Werkstoffe. Die Festigkeit und Härte des umgeformten Werkstoffes steigen an, und die Umformbarkeit sinkt.
Verfahren des Umformens
Fertigen von Halbzeugen
Vorgänge beim Biegen
Biegemoment = Biegekraft x Hebelarm
Was passiert beim Biegen?
Beim Biegen wird der äußere Werkstoffbereich gestreckt und der innere gestaucht. Die mittlere Schicht behält ihre Ausgangslänge und wird neutrale Faser genannt.
Spannungen beim Biegen
Beim Biegen wirken im Streckbereich Zugspannungen, im Stauchbereich Druckspannungen.
Die neutrale Faser Ist frei von Spannungen.
Beim Umformen durch Biegen treten bei Metallen gleichzeitig elastische und plastische Verformung auf. Daher federt das Werkstück nach Entlastung um den Betrag der elastischen Verformung zurück.
Walzen von Blech
Gewalzte Werkstoffe haben faserähnlichen Aufbau. Die Faserrichtung Entspricht der Walzrichtung. Die Festigkeit ist in Walzrichtung größer als quer zur Walzrichtung.
Umform-Werkstücke
Aluminium blank / eloxiert
• Kühlbleche für die Unterhaltungselektronik
• Scheiben und Ziehteile Kupfer
– Dichtscheiben
– Kühlbleche Messing
• Kontaktstifte für die Elektro und Elektronikindustrie Bronze
– Kontaktfedern für die Elektroindustrie
Biegen von Rohren
Beim freien Biegen von Rohren werden Querschnittsveränderungen durch Füllungen vermieden.
Schmieden
Beim Schmieden werden metallische Werkstücke durch Druckkräfte umgeformt. Dabei werden die Festigkeitseigenschaften des Schmiedestücks verbessert.
Schmiedetemperatur
Die Schmiedeanfangstemperatur ist hoch zu wählen, um den Umformwiderstand klein zu halten und einen großen Temperaturbereich zum Schmieden zu nutzen.
Schmiedeverfahren
Massivumformung vs. Blechumformung
Massivumformung:
Überführung der gegebenen Form eines festen Körpers in eine andere Form, bei der der Werkstoff, bei teils sehr großen Querschnitts- und Wanddickenänderungen, in alle Richtungen verteilt wird.
Blechumformung:
Überführung der gegebenen Form eines festen Körpers in eine andere Form bei der aus flächenhaft zu beschreibenden Rohteilen Hohlwerkstücke mit annähernd konstanter Wanddicke erzeugt werden.
Prinzipien einiger Fertigungsverfahren des Umformens
Vergleich Umformen - Trennen
Verformungsmechanismen
Voraussetzungen für eine plastische Verformung
Plastische Verformung besteht in einem sukzessiven Wandern von Versetzungen unter der Wirkung von Schubspannungen.
Werkstoffe und Kenngrößen
Werkstoffe: In der Regel werden in der Umformtechnik Werkstücke aus Metall, bzw. aus schmelzmetallurgisch oder pulvermetallurgisch hergestellten Metall-Legierungen oder Verbundwerkstoffe verarbeitet.
Richtwalzen
Kenngrößen von Umfrommaschinen (in KA z.B. 3 Kenngrößen mit 2 Bsps nennen)
Kraftkenngröße
Nennkraft
Presskraft in Abhängigkeit vom Kurbelwinkel
Niederhalterkraft
Auswerfkraft in Tisch und Stößel
Kraft-Weg-Kennlinie
Tischbelastungsschaubild
Genauigkeitskenngrößen
Ebenheit und Parallelität der Werkzeugaufspannfläche
Rechtwinkligkeit der Stößelbewegung
Tisch und Stößeldurchbiegung
Gesamtkippung zwischen Tisch und Stößel
Spiel in Führungen und Triebwerk
Energiekenngrößen
Arbeitsvermögen
Energieinhalt
Drehzahlabfall
Federarbeit
Geometrische Kenngrößen
Hub
Werkzeugbauhöhe
nutzbare Tisch- und Stößelfläche
Stößel- und Tischverstellung
Abmessungen der Ständerdurchbrüche
Zeitkenngrößen
Einzelhubzahl im Leerlauf und unter Last
Dauerhubzahl
Auftreffgeschwindigkeit in Abhängigkeit vom Hub
Stößelgeschwindigkeit
Berührzeit
Bedingungen am Aufstellplatz
elektrischer Anschluss
Gesamtgewicht
Gesamtabmessungen
Fundamentierung
Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz
Einteilung nach Maschinenart und Funktion
-> Werkzeugmaschinen zum umfromen:
Hämmer
Pressen
Walzmaschinen
Biegemaschinen
Ziehmaschinen
Maschinen zum Umformen mit Wirkmedien
Grundsätzliche Funktionsprinzipien
auformen und Bauarten von Gestellen (z.B. 2 Gestelle skizzieren in KA)
Prinzipieller Aufbau mechanisch und hydraulisch angetriebener Pressen
Voll vs Hohlstanzniet
Beim Vollstanznieten wird ein massiver Nietstempel verwendet. Der Prozess zeichnet sich dadurch aus, dass das Material komplett durchstanzt wird.
Der Prozess: Der Stempel drückt den Vollniet durch alle Blechlagen. Das ausgestanzte Material (der Butzen) wird durch die Öffnung in der Matrize nach unten abgeführt. Die Matrize drückt anschließend das Material der unteren Blechlage in spezielle Ringnuten am Nietschaft. Dadurch entsteht ein Formschluss.
Besondere Vorteile:
Erzeugt auf beiden Seiten der Verbindung eine fast ebene Oberfläche.
Ideal, wenn sehr harte oder spröde Werkstoffe (die sich nicht plastisch verformen lassen) gefügt werden müssen. Voraussetzung ist, dass die hochfeste Lage oben liegt (stempelseitig).
Es können problemlos mehr als drei Lagen gefügt werden.
Dieses Verfahren hat sich im modernen Leichtbau (Automobilindustrie) als Standard etabliert. Der Niet ist hierbei hohl oder halbhohl (zylindrischer Schaft mit zentraler Sacklochbohrung).
Der Prozess: Der Niet stanzt sich durch die obere(n) Lage(n) des Materials. Wenn er auf die unterste Blechlage trifft, durchtrennt er diese jedoch nicht. Stattdessen wird der hohle Nietschaft durch die Form der Gegenmatrize nach außen aufgespreizt. Er verkrallt sich (plastische Verformung) in der untersten Schicht und bildet einen Schließkopf.
Da die unterste Lage nicht durchstoßen wird, ist die Verbindung von Natur aus flüssigkeits- und gasdicht (wichtig z. B. bei Karosserien zum Schutz vor Korrosion).
Es entsteht kein Stanzabfall, der im Prozess störend wirken oder aufwendig abgeführt werden müsste.
Die aufgespreizte Form im unteren Blech sorgt für eine extrem hohe Festigkeit, insbesondere gegen Zug- und Scherbelastungen.
Hervorragend geeignet für Mischbauweisen (z. B. Aluminium mit Stahl oder Kunststoffen).
Pro/Con Niet zu Schraube
Nieten kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Bauteile dauerhaft zusammenbleiben sollen, im Leichtbau (Flugzeuge, KFZ-Karosserien) und bei dünnen Blechen.
Vorteile (Pro):
Kein selbsttätiges Lösen: Nieten sind extrem beständig gegen dynamische Belastungen und Vibrationen. Wo eine Schraube sich freirütteln könnte, hält der Niet.
Hervorragend für Mischbauweisen: Unterschiedliche Materialien (z. B. Aluminium mit Stahl, Kunststoffe mit Metall) lassen sich problemlos verbinden.
Keine Gewindefertigung: Bei dünnen Blechen fehlt oft das "Fleisch", um ein tragfähiges Gewinde für eine Schraube zu schneiden. Hier ist das Nieten ideal.
Kein Verzug durch Wärme: Im Gegensatz zum Schweißen entsteht beim Nieten keine Wärmeeinflusszone (Gefügeänderung).
Schnelle Taktzeiten: Setzprozesse (gerade in der Automatisierung) dauern oft nur Bruchteile einer Sekunde.
Nachteile (Con):
Wartungsfeindlich: Die Verbindung kann nur durch Zerstörung des Niets (Aufbohren, Abschleifen) gelöst werden.
Geringere axiale Belastbarkeit: Nieten nehmen Scherkräfte sehr gut auf, sind aber bei starken Zugkräften (in Achsrichtung) einer hochfesten Schraube unterlegen.
Qualitätskontrolle: Eine fehlerhafte Nietverbindung (z. B. unsichtbare Risse im Schließkopf) ist schwerer zerstörungsfrei zu prüfen als das Anzugsmoment einer Schraube.
Schrauben sind der Standard, wenn hohe Kräfte übertragen werden müssen oder eine Demontage zwingend erforderlich ist.
Wartung und Reparatur: Die Verbindung kann beliebig oft gelöst und wiederhergestellt werden, ohne die Bauteile zu beschädigen.
Kontrollierte Vorspannung: Durch das exakte Anzugsdrehmoment lässt sich die Flächenpressung und Klemmkraft der Bauteile genau berechnen und einstellen.
Hohe Tragfähigkeit: Hochfeste Schrauben (z. B. Festigkeitsklasse 10.9 oder 12.9) können enorme Zug- und Scherkräfte aufnehmen.
Hohe Standardisierung: Schrauben sind genormte Massenartikel, die weltweit leicht verfügbar und austauschbar sind.
Gefahr des Losdrehens: Bei thermischen Schwankungen, Setzerscheinungen oder Vibrationen können sich Schrauben lösen. Es sind zusätzliche Maßnahmen (Schraubensicherungslack, Spannscheiben, Sperrkantringe) nötig.
Aufwendigere Vorbereitung: Es muss entweder ein Gewinde in das Bauteil geschnitten werden (kosten- und zeitintensiv) oder es wird eine Mutter benötigt (beidseitige Zugänglichkeit erforderlich).
Kerbwirkung: Das Gewinde stellt eine geometrische Kerbe dar, was die Schraube anfällig für Materialermüdung bei schwellenden oder wechselnden Belastungen macht.
Was passiert wenn bei Tiefziehen falsche Radien?
-> Risse, Funktion nio....
Ziehkanten-Radius ist zu klein: Folge: Bodenreißer (der Boden des Tiefziehteils reißt komplett ab) oder starke Risse in der Zargenwand.
Ziehkanten-Radius ist zu groß: Folge: Faltenbildung (Flanschfalten 1. Ordnung oder Zargenfalten)
Stempel-Radius ist zu klein: Folge: Lokale Materialausdünnung und frühzeitiger Bodenreißer, direkt an der inneren Kante, noch bevor der eigentliche Ziehprozess vollständig abgeschlossen ist.
Stempel-Radius ist zu groß: Folge: Schlechte Maßhaltigkeit, unebener Bauteilboden und Gefahr von Bodenfalten (Puckering)
Wozu Schmierstoffe beim Umformen?
Material kann gut fließen -> Reibungsminderung und Kraftersparnis
Vermeidung von Kaltpressschweißungen (Adhäsion)
Verschleißschutz für das Werkzeug
Verbesserung der Oberflächengüte
Wärmeabfuhr (Kühlung)
Gezielte Steuerung des Materialflusses
(Dies ist besonders beim Tiefziehen relevant) Man kann Schmierstoffe nutzen, um den Prozess aktiv zu steuern.
Im Bereich des Flansches und der Ziehkante wird stark geschmiert, damit das Material leicht nachrutschen kann.
Im Bereich des Stempelbodens wird oft gar nicht geschmiert (oder aufgeraut), damit das Blech dort durch Haftreibung am Stempel fixiert wird und nicht ausdünnt.
Stahl, Kupfer, Alu Fließkurve
Kostengünstige Rohteilauswahl
Nenne je 2 Arten / Verfahren des Umformen
In KA z.B. 2 Zug, 2 Druck
Verfahren zum Druckumformen
Walzen & Gesenkumformen prio in KA
Arten des Walzen und Kräfte
Kräfte beim Greifen des Walzguts
Kaliberfolge U-Stahl
Recken
Gesenkschmieden von der Stange
Ronde zu Napf Skizze in KA
Mögliche Tiefziehfeher
Falten entstehen, wenn das Material dem Druck ausweicht, anstatt sauber zu fließen. Man unterscheidet zwei Arten:
Ursachen: Dieser Fehler ist werkstoffbedingt und resultiert aus der sogenannten planaren Anisotropie. Durch den vorherigen Walzprozess des Blechs hat das Material in verschiedene Richtungen unterschiedliche Fließeigenschaften
Neben dem Boden können auch Längs- oder Querrisse in der Wand (Zarge) des Bauteils auftreten.
Nach dem Entnehmen des Bauteils aus dem Werkzeug entspricht die Form nicht exakt der Werkzeuggeometrie.
Ursachen: Ein zu grobkörniges Mikrogefüge im Ausgangsblech. Wenn sich die großen Körner bei der plastischen Verformung gegeneinander verschieben, zeichnet sich dies an der freien Oberfläche ab.
Spröde / Zähe Werkstoffe nennen
Spröde Werkstoffe brechen bei Überlastung schlagartig und nahezu ohne vorherige plastische (bleibende) Verformung. Sie können meist hohe Druckkräfte, aber nur geringe Zugkräfte aufnehmen.
Zähe (duktile) Werkstoffe verformen sich unter Krafteinwirkung zunächst sichtbar plastisch, bevor sie irgendwann reißen. Sie "geben nach" und können dabei viel Energie aufnehmen.
Glas
Grauguss (Gusseisen)
Keramik (z. B. Aluminiumoxid, Porzellan)
Beton
Kupfer
Baustahl
Aluminium
Polycarbonat
Wann Falzen, wann Clinchen?
Wann wählst du Falzen?
Für Endlosverbindungen an Rändern: Falzen ist eine durchgehende Linienverbindung entlang einer Bauteilkante.
Wenn die Optik (Sichtbereich) entscheidend ist: Das Verfahren hinterlässt auf der Außenseite eine völlig glatte, makellose Fläche ohne Fügepunkte.
Typisches Beispiel im Automobilbau: Das Verbinden der Außenhaut einer Motorhaube oder Autotür mit dem inneren Strukturblech. Die glatte Außenseite wird lackiert, der Falz liegt unsichtbar innen.
Zum Versteifen und Entschärfen: Wenn ein dünnes Blech am Rand nicht scharfkantig sein darf und gleichzeitig mehr Steifigkeit braucht.
Wann wählst du Clinchen?
Als Alternative zum Punktschweißen: Clinchen erzeugt punktuelle Verbindungen mitten in der Fläche oder an Flanschen, nicht zwingend am Rand.
Bei Mischbauweise: Wenn du verschiedene Werkstoffe verbinden musst (z. B. Aluminium mit Stahl), bei denen Schweißen metallurgisch unmöglich oder extrem aufwendig ist.
Bei beschichteten Blechen: Verzinkte oder vorlackierte Bleche können geclincht werden, ohne dass die Beschichtung verbrennt (wie es beim Schweißen passiert) und der Korrosionsschutz verloren geht.
Wenn beidseitige Zugänglichkeit gegeben ist: Das Werkzeug (Stempel und Matrize) muss wie eine Zange von beiden Seiten an das Bauteil herankommen.
Simulation
Bei einfachen Umformvorgängen: Analytsiche Methoden zur Abschätzung der Presskraft/Ermittlung notwendiger Blechzuschnitt
Bei komplexeren: FEM z.B.
Ziele:
-> Überprüfung Konzept zur Fertigung eines Werkstücks
-> Beurteilung der Produkteigenschaften
-> Optimierung des Verfahrens
Ermöglicht betrachtung von (im Modellversuch nicht aufnehmbar):
-> Spannungen
-> Formänderungen
-> Reibkräfte
-> Eigenspannungen uvm.
Oberflächenbehandlung der Rohlinge
Draht oder Stangenmaterial kann ohne Vorbehandlung nicht ins Presswerkzeug, sonst sehr großer Verschleis und Kaltverschweißung zwischen Werkstück und Werkzeug.
-> Beizen (entfernt Rost und Zunder)
-> Phospahtieren (Poröseschicht auftragen damit Schmiermittel halten)
-> Schmieren (Reibung vermindern) -> Kalk/Seife/Mineralöle/Molybdändisulfid
Walzen Ablauf
Das Walzen ist in der Regel ein kontinuierliches oder stetiges Umformverfahren, bei dem der Werkstoff zwischen zwei (oder mehr) rotierenden Werkzeugen – den Walzen – plastisch verformt wird.
Prozessbeschreibung:
Zuführung: Das Ausgangsmaterial (z. B. ein gegossener Barren, eine Bramme oder ein Blech) wird dem Walzspalt zugeführt.
Einzug: Die gegenläufig rotierenden Walzen erfassen das Material durch Reibung. Voraussetzung ist, dass die Einzugsbedingung erfüllt ist (der Reibungswinkel muss größer sein als der Greifwinkel).
Umformzone (Walzspalt): Der Abstand der Walzen (der Walzspalt) ist geringer als die Ausgangsdicke des Materials. Beim Durchlauf wird das Material in der Höhe gestaucht (Dickenabnahme).
Materialfluss: Da das Volumen des Werkstoffs konstant bleibt, weicht das Material hauptsächlich in die Länge aus (Längung) und nur geringfügig in die Breite (Breitung).
Austritt: Das Material verlässt den Walzspalt mit einer geringeren Dicke, einer größeren Länge und einer höheren Geschwindigkeit, als es eingetreten ist (Voreilen).
Gesenkschmieden Ablauf
Das Gesenkumformen ist ein diskontinuierliches Druckumformverfahren, bei dem das Material durch gegeneinander bewegte Werkzeuge (das Gesenk) eine gezielte, meist dreidimensionale Form erhält. Die Form des fertigen Werkstücks ist als Negativ im Werkzeug (der Gravur) eingearbeitet.
Erwärmung (meistens): Das Rohteil (z. B. ein abgelängter Stahlknüppel) wird in der Regel auf Schmiedetemperatur erwärmt, um die Fließspannung zu senken und das Formfüllungsvermögen zu erhöhen.
Einlegen: Das Rohteil wird in das Untergesenk eingelegt. Oft sind mehrere Vorformschritte (Schmieden in Vor- und Zwischengravuren) nötig, bevor das Teil in die Endgravur kommt.
Umformung (Schlag oder Druck): Das Obergesenk fährt nach unten (durch Hämmer oder Pressen). Das Material beginnt plastisch zu fließen und füllt die Hohlräume (Gravuren) der Werkzeughälften aus.
Gratbildung (beim Schmieden mit Grat): Da das exakte Volumen des Rohteils schwer zu dosieren ist, wird mit einem leichten Materialüberschuss gearbeitet. Sobald die Gravur gefüllt ist, fließt das überschüssige Material in einen schmalen Spalt zwischen den Gesenkhälften ab und bildet den Grat. Dieser Grat kühlt schnell ab, erhöht den Fließwiderstand drastisch und zwingt das verbleibende Material, selbst feinste Ecken der Gravur unter hohem Druck vollständig auszufüllen.
Entnahme und Nachbearbeitung: Das Schmiedeteil wird entnommen und kühlt ab. Anschließend wird der Grat in einem separaten Schritt (Abgraten) weggestanzt.
Zugdruckumformen
Druckumformung
Streckziehen
Falzen Möglichkeiten
Clinchen mit starrer Matrize
Kein zusätzliches Material nötig
Nietverbindungen
Vollstanzniet
Halbhohlstanzniet
Verfahrne des Trennen nennen können
-> Zerteilen -> Scherschneiden / Messersschneiden / Spalten / Reißen / Brechen / Beißschneiden
-> Abtragen -> Thermisches-/ Chemisches- / Elektro-Chemisches-Abtragen
Vorteil von kreuzendem zu parallelem schneiden?
Was ist Scherschneiden?
Schneidverfahren nennen
Lochen vs Ausschneiden
Abgraten von Gesenkschmiedestücken
Knabberschneider
Nötige Schneidkraftverrringern
Schneidvorgang mit Stempel
Hart vs Zäh Schnittkraft
Abmaße Stempel und Schneidplatte
Formfehler am Schnittteil
Schneidwerkzeuge
Folgeschnitt Prinzip
Ausführung von Seitenschneidern
Sonderverfahren des Scherscheneidens
Feinschneidne Ablauf
Abtragen
-> Thermisches Abtragen durch
Gas
elektrische Gasentladung (Funken, Lichtbogen, Plasma)
Strahl (Licht, Laser, Ionen, Elektronen)
-> Chemisches Abtragen = Reinigen bspw
Erreichbare Rautiefe nach Fertigungsverfahren
Schmelzschneiden und Funkenerosivebearbeitung
Möglichkeiten des Drahterodierens
Thermsiche Entgratanlage
Ätzen von Leiterplatten
Nennen Sie die 5 Gruppeneinteilungen der Umformverfahren nach DIN 8580 und ordnen Sie die folgenden fünf Verfahren den Umformgruppen zu.
Verfahren: Gesenkformen - Tiefziehen - Walzen - Drücken – Biegeumformen mit drehender Werkzeugbew
Skizzieren Sie die „Abhängigkeit der Kosten von der Formannäherung“. Skizzieren Sie dabei auch die Kosten der „Rohteilherstellung“ und „mechanischen Bearbeitung“. Achten Sie auf die Achsbeschriftungen
Warum benötigen Materialrohlinge vor dem Umformprozess eine Vorbehandlung? Beschreiben Sie den dreistufigen Vorbehandlungsprozess.
Damit das Material gleichmäßig fließt, keine Risse entstehen und die Werkzeugbelastung sinkt.
1. Reinigung/Entzundern ↳ entfernen von zunder, Öl, Schmutz
2. Schmierung/Beschichtung ↳ Aufbringen von Schmierstoffen zur verringerung der Reibung
3. Einstellung der Materialeigenschaften ↳ Weichglühen/Rekristalisationsglühen oder Richten zur Verbesserung des Fließverhaltens.
Wie werden Schrauben / Gewinde in der Massenfertigung hergestellt? Beschreiben Sie zu dem den Vorgang und benennen Sie zwei Vorteile.
Hier ist der Text aus dem zweiten Bild:
Herstellung:
Draht abrollen
Kaltumformen
Gewinde Walzen
Wärmebehandeln
Vorteile:
hohe Festigkeit
hohe Produktivität
Skizzieren Sie einen Stab vor und während einer Zugbelastung. Wie ändert sich die Außenkontur? Skizzieren Sie einen Würfel vor und während einer Druckbelastung. Wie ändert sich die Außenkontur?
Skizzieren und beschreiben Sie ein Druckumformverfahren, der folgenden drei. Benennen Sie es beim Namen. Ihre Skizze sollte mindestens einen Ablaufschritt beinhalten.
Bennen Sie zudem zwei Erzeugnisse oder Rohmaterialien, welche so hergestellt werden.
Druckumformverfahren zur Auswahl: Walzen - Strangpressen - Ringwalzen
Skizzieren Sie das „Spannungs-Dehnungsdiagramm“ eines umformbaren weichen Stahls. Markieren Sie den Bereich, in welchem sich der Stahl ideal umformen lässt. Achten Sie auf die Achsbeschriftungen
Warum werden die Walzen eines Walzwerks ballig ausgeführt? (2 P) Erstellen Sie eine Skizze der Walzen
Damit die Walzen sich unter Last nicht durchbiegen und das Blech über die gesammte Breite gleichmäßig dick wird.
↳ Durchbiegungsausgleich unter hoher Last/Kraft.
Nennen Sie sechs Kenngrößen einer Umformmaschine
-Kraft
-Hub
-Takt
-Geschw.
-Öffnung
-Tisch
Nennen Sie drei Fehler, welche beim Tiefziehen entstehen können und das Bauteil unbrauchbar machen.
Rissbildung, Falten, Einschnürrung
Skizzieren Sie eine einfache Falzverbindung und eine Doppelfalzverbindung
Nennen Sie zwei Vorteile, welche eine Falzverbindung z.B. bei einer Dose mit sich bringt?
-Dichtigkeit
-Hohe Festigkeit
Vergleichen Sie das Clinchen mit dem Nieten. Worin unterscheidet es sich? Nenne Sie drei Vorteile des Clinchens
Unterschied: Nieten benötigt ein Zusatzteil (Niet) und Clinchen nicht.
Schnell
Kostengünstig (kein Zusatzteil)
Dünne Bleche möglich
Skizzieren und beschreiben Sie den Verfahrensablauf beim „Vollstanznieten“.
Ihre Skizze sollte mindestens drei Ablaufschritte beinhalten
1. Positionierung der Bleche
Überlappte Bleche werden ohne Vorloch in das Werkzeug eingelegt
Matrize stützt die untere Lage.
2. Durchstanzen der Oberen Lage
Der Vollstanzniet wird vom Stempel mit hoher Kraft eingedrückt
Er durchstanzt die Oberen bleche vollständig (Blechlagen).
3. Umformen der Matrize
Der Nietkopf drückt weiter nach unten.
Das untere Blech wird durch die Matrizengeometrie umgeformt -> es entsteht ein Hinterschnitt/Schließkopf (Formschluss).
4. Fertige Verbindung / zurückfahren
Der Niet sitz fest.
Kraftschluss durch Pressung
Formschluss durch Hinterschnitt
Beschreiben Sie warum beim Scherschneiden zumeist mit einer schrägen Schneide gearbeitet wird? Skizzieren sie diese grob.
Damit die Schneidkraft reduziert wird und der Schnitt weicher, gleichmäßiger und Werkzeugschonender erfolgt.
Beschreiben Sie warum z.B. beim Lochen ein Schneidspalt benötigt wird?
Wie groß sollte der optimale Schneidspalt u „in etwa“ sein? (grobe Annahme: Blechdicke 2 mm und Durchbruchdurchmesser 30 mm)
Damit das Material sauber abschert, die Schneidkraft sinkt und die Werkzeuge nicht beschädigt werden.
5 - 10% der Blechdicke
↳ bei 2mm = 0,1 - 0,2mm pro Seite
Welchen Vorteil hat das Feinschneiden gegenüber dem normalen Scherschneiden? Wodurch wird dieser Vorteil erreicht bzw. was wird bei diesem Verfahren anders gemacht?
Feinschneiden liefert glatte, nahezu gratfreie Schnittflächen mit 100% Scheranteil.
Erreicht dadurch: Niederhalter + Gegenstempel + minimaler Schneidspalt
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