Welche Merkmale muss eine Waffe bieten, damit sie gegenüber der Bewaffnung des
Gegners einen Vorteil bietet?
Nach J. Schott, Grundriss der Waffenlehre (1868):
Eine Waffe bietet einen Vorteil, wenn sie
hohe Wirkung entfaltet (Zielwirkung, Durchschlagskraft),
kriegsbrauchbar ist (zuverlässig unter Einsatzbedingungen),
leicht und gut führbar bleibt,
haltbar und dauerfest ist,
möglichst gefahrlos für den eigenen Bediener,
einfach konstruiert und leicht zu bedienen/warten,
günstig herstellbar und beschaffbar ist
Beschreiben Sie „wirksame Reichweite“, deren Bedeutung und nennen Sie Beispiele
Begriff: Die wirksame Reichweite ist die Entfernung, innerhalb derer eine Waffe ihr Ziel mit ausreichender Treffwahrscheinlichkeit und Wirkung bekämpfen kann.
Bedeutung: Sie bestimmt den taktischen Einsatzwert einer Waffe, beeinflusst Gefechtsführung, Schutzabstände und den Vorteil gegenüber gegnerischen Waffen mit geringerer wirksamer Reichweite.
Beispiele:
Bogen / Muskete: deutlich kürzer als die maximale Schussweite
Gewehr (19. Jh.): ca. 300–600 m (trotz größerer Maximalreichweite)
Maschinengewehr: ca. 800–1.000 m
Artillerie: mehrere km wirksam, abhängig von Ziel und Munition
Flugkörper / Raketen: wirksame Reichweite = Sensor-, Führungs- und Gefechtskopfwirkung
z. B. MANPADS: wenige km
Luft-Luft-Raketen: 50–200 km
ballistische Raketen: Hunderte bis Tausende km
Geben Sie einen kurzen Abriss über den Einsatz energetischer Materialien durch den
Menschen. Kurz, einfach, simpel auf des Thema „Energetische Materialien“ bezogen: Feuer
– pflanzliche Öle – byzantinisches Feuer – Schwarzpulver – erster Primärsprengstoff – Erdöl
– Sprengstoffe – Initialzündung – Kernspaltung. Was haben diese Entdeckungen jeweils für
technologische Entwicklungen ausgelöst und vorangetrieben?
Feuer: erste kontrollierte Energienutzung → Wärme, Kochen, Schutz, Metallbearbeitung
Pflanzliche Öle: gespeicherte chemische Energie → Beleuchtung, frühe Technik (Lampen)
Byzantinisches Feuer: Brandwaffe → militärische Überlegenheit, chemische Kriegsführung
Schwarzpulver: erstes Treib- und Sprengmittel → Feuerwaffen, Bergbau, Artillerie
Erster Primärsprengstoff: zuverlässige Zündung → moderne Munition, sichere Sprengtechnik
Erdöl: hochenergetischer Rohstoff → Motorisierung, Industrie, globale Mobilität
Sprengstoffe (z. B. Dynamit): kontrollierte Explosion → Bergbau, Bauwesen, Militärtechnik
Initialzündung: präzise Energieübertragung → sichere, steuerbare Explosivsysteme
Kernspaltung: extrem hohe Energiedichte → Kernwaffen, Kernenergie, moderne Großtechnik
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