Ticketsystem
Definition:
Zentrales Werkzeug zur strukturierten Bearbeitung von Serviceanfragen als Tickets.
Aufgaben:
Erfassen & Nachverfolgen von Anfragen
Priorisieren & Dokumentieren
Status, Eskalation, Auswertung
Merksatz:
👉 Ticketsystem = Werkzeug im IT-Support
Karte 2: ITSM & ITIL
ITSM:
Gesamtheit von Prozessen und Methoden zur Planung, Bereitstellung und Verbesserung von IT-Services.
👉 ITSM = WAS
ITIL:
Framework mit Best Practices zur Umsetzung von ITSM (z. B. Incident, Change).
👉 ITIL = WIE
Supportebenen
First-Level:
Erste Anlaufstelle, einfache Probleme, Kundenkontakt
Second-Level:
Komplexere Probleme, tiefere Technikkenntnisse
Third-Level:
Experten, sehr komplexe Probleme, Ursachenanalyse
👉 1st → 2nd → 3rd (Eskalation)
T-Service-Lifecycle (Der Kreislauf)
Die 6 Phasen mit deinen Handschrift-Keywords:
1. Beratung: Ist-Analyse, Soll-Konzept, Security, Compliance.
2. Beschaffung: Angebote vergleichen, Ausschreibung, Leasing/Kauf.
3. Bereitstellung: Installation, Config, Hosting (Cloud), Lizenzen.
4. Einweisung: Schulung (In-/Off-House), Tutorials, FAQ, Handbuch.
5. Helpdesk: Support (Tickets), Remote-Wartung, Monitoring (SLA).
6. Kontrolle/Anpassung: Updates, Instandhaltung, Garantie, Entsorgung.
IMAC/R/D (Zuordnung & Codes)
• I = Install (Neu):
(IT bereitstellen, Komponenten installieren, Personalisieren)
• M = Move (Umzug):
(System umziehen, Komponenten umziehen, Funktionstest)
• A/C = Add/Change (Änderung):
(Monitor tausch, Updates/Upgrade, HW-Erweiterung)
• R/D = Remove/Dispose (Weg damit):
(Wiedervermarktung, Entsorgung/Abbau, Datenlöschung)
Modelle: Break/Fix vs. Managed Service
Vorteile Kunde Break-Fix:
keine laufenden Kosten
Nachteile Kunde Kunde Break-Fix:
nicht planbar
Vorteile Dienstleister:
keine Mitarbeiterbindung
Nachteile Dienstleister
kein festes Einkommen
Vorteile Managed Service:
Planbar für Kunde und Dienstleister
Proaktiv, also präventiv
Nachteile:
Ressourcen bindung
Abhängigkeit von Dienstleister
Komplzierte Buchführung
Vorteile & Strategie von MGMT-Tools
Automatisierung: Leichtere Verwaltung von Aufgaben.
• Standardisierung: Alle arbeiten nach dem gleichen Prozess.
• Kollaboration: Digitales, gemeinsames Arbeiten ist möglich.
• Übersicht: Bessere Kontrolle/Dashboards für Führungskräfte.
• Vereinfachung: Komplexe Prozesse werden intuitiv dargestellt.
Drei Bereiche der Kommunikation
Grundregel nach Watzlawick: "Man kann nicht nicht kommunizieren."
• 1. Verbale Kommunikation (Inhalt, ca. 10%)
• Das gesagte Wort; das, was tatsächlich gefühlt/gedacht wird.
• Wortwahl, Struktur, prägnante Sätze.
• 2. Paraverbale Kommunikation (Stimme, ca. 40%)
• Wie etwas gesagt wird (Begleitmusik).
• Tonfall, Lautstärke, Sprechtempo.
• 3. Nonverbale Kommunikation (Körpersprache, ca. 50%)
• Stärkste Wirkung!
• Mimik (Gesicht), Gestik (Hände), Körperhaltung (offen/zugewandt).
Das 4-Seiten-Modell (Schulz von Thun)
1. Sachebene (Worüber ich informiere):
• Reine Fakten.
• Lösung: Der Fahrer hat "super" geparkt (wörtlich genommen).
• 2. Selbstkundgabe (Was ich von mir zeige):
• Gefühle, Werte, Motive.
• Lösung: Zeigt, dass er genervt ist; "Macht es nicht, wenn man ihn behindert".
• 3. Beziehungsebene (Was ich von dir halte):
• Wie wir zueinander stehen.
• Lösung: Ist empört, fühlt sich rücksichtslos behandelt oder herabgesetzt.
• 4. Appell (Was du tun sollst):
• Aufforderung zur Handlung.
• Lösung: Gegenüber soll sich entschuldigen und den Parkplatz frei machen.
Gewaltfreie Kommunikation (GFK) - Die 4 Schritte
Beobachtung: Was ist passiert? (Ohne Bewertung!)
2. Gefühl: Wie geht es mir? (Traurig, wütend, gestresst).
3. Bedürfnis: Was brauche ich? (Sicherheit, Respekt, Unterstützung).
4. Bitte: Konkreter Wunsch an das Gegenüber (Erfüllbar im Hier & Jetzt).
Wertschöpfungskettendiagramm
Aufeinanderfolgend: Die Hauptkette (Pfeile nach rechts) -> Der "rote Faden".
• Parallel: Prozesse, die gleichzeitig laufen (oft unterstützend).
• Untergeordnet: Die Boxen unter den Pfeilen (Teilprozesse).
Die 3 Prozess-Typen (mit deinen Lösungen):
1. Kernprozess: Verdient das Geld / Kundennutzen.
• Beispiel: IT-Support.
2. Unterstützungsprozess: Kein direkter Gewinn, aber notwendig.
• Beispiel: Buchhaltung.
3. Managementprozess: Steuerung & Planung.
• Beispiel: Controlling, Geschäftsführung.
Ergebnissgesteuerte Prozesskarte
Regel: Immer abwechselnd Ereignis ➔ Funktion!
• ⬡ (Sechseck) = Ereignis: Zustand (Passiv). Z.B. "Auftrag eingegangen".
• ▢ (Rund-Eck) = Funktion: Tätigkeit (Aktiv). Z.B. "Auftrag prüfen".
• 0 (Oval) = Org-Einheit: Wer macht es? Z.B. Vertrieb.
• ▭ (Rechteck) = Info-Objekt: Daten/Systeme. Z.B. Datenbank.
Verknüpfungen (Operatoren):
• ∧ (UND): Alles gleichzeitig.
• ∨ (ODER): Eins oder beides.
• X (XOR): Entweder ... oder (Niemals beides!)
DIN 31051 (Die 4 Maßnahmen)
Wartung: Abbau des Abnutzungsvorrats verzögern (Verschleiß bremsen) .
Inspektion: Feststellung des Ist-Zustandes & Ursachensuche (Prüfen) .
Instandsetzung: Rückführung in den funktionsfähigen Zustand (Reparatur, keine Verbesserung) .
Verbesserung: Steigerung der Funktionssicherheit (Besser machen als vorher)
Instandhaltungs-Varianten (Zuordnung)
Reaktiv (Reparierend): Reagieren, wenn's knallt.
Lösung: Hardwarereparatur, Datenrettung.
Periodisch (Geplant): Regelmäßig nach Plan.
Lösung: Updates/Patches, Datensicherung (Backups).
Präventiv (Vorsorglich): Überwachung gegen Ausfälle.
Lösung: Server-Monitoring, Speicher-Monitoring.
Prädiktiv (Kontrollierend): Vorhersage durch Daten.
Lösung: Künstliche Intelligenz (KI), Diagnostik
Change Management
Ziel: Veränderungen (Digitalisierung, Krisen) geplant und nachhaltig steuern – Fokus auf Mensch, Kultur & Struktur .
Die 3 Modelle:
Lewin: 3 Phasen (Auftauen ➔ Ändern ➔ Einfrieren) .
Kotter: 8 Stufen (Startet mit Dringlichkeit, endet mit Verankerung) .
Kübler-Ross: Die Emotions-Kurve (Schock ➔ Ablehnung ➔ Akzeptanz)
ITIL Vergleich:
ITIL v3: Starr, Fokus auf Stabilität & feste Prozesse (CAB)
ITIL v4: Agil, Fokus auf Wert & Flexibilität.
Erfolgsfaktoren: Klare Kommunikation & Beteiligung der Mitarbeiter .
Incident-MGMT
• Definition: Eine ungeplante Unterbrechung oder Qualitätsminderung eines IT-Dienstes.
• Ziel: Dienst so schnell wie möglich wiederherstellen (Workarounds erlaubt!), Ursachenforschung ist zweitrangig.
• Wichtige Abgrenzungen:
• Service Request: Kein Defekt, sondern ein Wunsch (z.B. "Neues Passwort", "Maus bestellen").
• Problem: Die unbekannte Ursache hinter einem oder mehreren Incidents.
• Priorisierung: Entscheidet sich durch Auswirkung (Impact) und Dringlichkeit (Urgency).
• Eskalations-Wege:
• Funktional: Weiterleiten an Spezialisten (Level 2/3).
• Hierarchisch: Weiterleiten an Management (für Entscheidungen/Ressourcen).
• Major Incident: Kritische Großstörung (betrifft viele User/Standorte) ➔ braucht sofortige Lös
Sender- und Empfängermodell
Ziel: Versucht zwischenmenschliche Kommunikation zu klären
Sender: Codiert (verbal, nonverbal, paraverbal) nachricht und sendet Nachricht an empfänger
Nachricht: Informationen für den Sender, welche mittels Mediums transportiert werden
Empfänger: Person, die informationen erhält. Diese müssen dort dann decodiert werden. Es folgt ggf. Reaktion
Event-MGMT
Definition & Ziel:
Dient der Erkennung, Interpretation und Steuerung von Ereignissen in der IT
Ein Event ist jede feststellbare Veränderung, die für den Betrieb relevant ist (z.B. Server läuft heiß, Backup fertig).
Abgrenzung: Monitoring prüft aktiv; Event Management verarbeitet die Meldungen daraus .
Die 3 Arten von Events (Wichtig!):
Informational: Reine Statusmeldung, alles okay (z.B. "Log-in erfolgreich")
Warning: Schwellenwert erreicht, bald kritisch (z.B. "Speicher zu 90% voll").
Exception: Abweichung/Fehler ➔ Handlungsbedarf! (z.B. "Server down") .
Der Prozess-Ablauf:
Erkennung (Detection) ➔ Filterung (Wichtiges rausfischen) ➔ Korrelation (Zusammenhänge erkennen) ➔ Reaktion .
Mögliche Reaktionen:
Nur Loggen (fürs Protokoll)
Automatisierte Aktion (z.B. Dienst neu starten) .
Ticket erstellen: Incident (bei Störung), Problem oder Change (RFC) auslösen
HekDesk
Definition: Die zentrale Schnittstelle zwischen Nutzern und IT-Abteilung für alle Anfragen.
Der Ticket-Workflow (Ablauf):
Erstellen: Infos sammeln (via Mail/Tel/Portal).
Kategorisieren & Priorisieren: Worum geht's? Wie dringend ist es?.
Zuweisen: Weiterleiten an den passenden Bearbeiter.
Lösen & Dokumentieren: Fixen und Lösungsweg festhalten.
Abschluss: Ticket schließen.
Die 3 Support-Ebenen (Lines):
1st Line: Frontline für Standardprobleme (z.B. Passwort-Reset).
2nd Line: Techniker für komplexere Probleme.
3rd Line: Spezialisten/Hersteller für hochkomplexe Fälle.
Problem Management
Dient dazu, die Ursachen von Störungen dauerhaft zu finden und zu beseitigen.
Ziel: Wiederkehrende Störungen verhindern.
Abgrenzung (Wichtig für die Klausur!):
Incident Management: Schnelle Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit (Symptome behandeln).
Problem Management: Analyse der Ursache (Wurzel behandeln).
Wichtige Begriffe:
Workaround (Übergangslösung): Provisorische Hilfe, damit der User weiterarbeiten kann, bis die echte Lösung da ist .
Known Error (Bekannter Fehler): Ursache ist bekannt + Workaround existiert + Endgültige Lösung fehlt noch
Die 2 Arten:
Reaktiv: Startet nach einer Störung (Ursache suchen)
Proaktiv: Erkennt Probleme bevor Störungen entstehen (z.B. durch Trendanalyse) .
Aktives Zuhören
Ziel: Nachricht des Empfängers vollständig zu verstehen
Sich in den anderen hineinversetzen und seine Anliegen zurückstellen
z. B. durch:
- Paraphrasieren
- Verbalisieren
- Nachfragen
- Zusammenfassen
SLA
Definition: Ein schriftlicher Vertrag zwischen dem IT-Dienstleister und dem Kunden.
Zweck: Legt genau fest, welche Leistung in welcher Qualität erbracht werden muss (Erwartungsmanagement).
Typische Inhalte (Die "Hard Facts"):
Verfügbarkeit: Wie oft muss das System laufen? (z.B. 99,9% im Jahr).
Reaktionszeit: Wie schnell muss der Support antworten, wenn ein Ticket reinkommt?.
Lösungszeit (Resolution Time): Wie schnell muss der Fehler behoben sein?.
Konsequenz: Werden die SLAs nicht eingehalten (SLA-Breach), werden oft Vertragsstrafen (Pönalen) fällig oder der Dienstleister muss Gutschriften leisten.
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