1.1 Schwächen der Vollkostenrechnung
Welche Kosten werden in der Vollkostenrechung berücksichtigt?
Definiere Fixe und variable Kosten
Wie erfolgt die Zurechnung von Einzel- und Gemeinkosten?
Wie lauten die Formeln für Stückkosten und Stückerfolg?
Welcher grundsätzliche Zusammenhang besteht zwischen fixen Kosten und Gemeinkosten?
Was sind die Hauptkritikpunkte am Vollkostenansatz?
In der Vollkostenrechung werden:
Fixe Kosten
= Keine Veränderung innerhalb bestimmter Beschäftigungsgrade.
Variable Kosten
= Abhängig von der Ausbringungsmenge (bei Stillstand = null)
DIe Zurrechnung erfolgt
Einzelkosten: Unmittelbare Zurechnung in die Kostenträgerrechnung (direkte Zurechenbarkeit).
Gemeinkosten: Führung über die Kostenstellenrechnung (entziehen sich direkter Zuordnung).
Formeln:
Stückkosten = Einzelkosten + Gemeinkostenanteil pro Stück
Stückerfolg = Stückerlös - Stückkosten
Fixe Kosten sind immer Gemeinkosten, aber Gemeinkosten sind nicht immer fixe Kosten (z. B. variable Energiekosten).
Fixkostenproblem & Gemeinkostenproblem
—> Fehlentscheidungen
Fixkostenproblem
Wie werden Fixkosten im Rahmen der Vollkostenrechnung auf Kostenträger verrechnet?
Warum ist der in der VKR ermittelte Stückerfolg nur eingeschränkt aussagekräftig?
Welches Risiko besteht, wenn die Vollkostenrechnung für Entscheidungen genutzt wird?
Fixkosten werden über die Gemeinkosten proportional zu den Einzelkosten oder einer anderen beschäftigunsanhängigen Bezugsgröße verechnet
wegen der proportionalen Fixkostenverrechnung immer nur für den berrechneten Beschäftigungsgrad gültig.
—> Kalkulationssatz und Stückerfolg abhängig vom Beschäftigungsgrad
Einfluss der Beschäftigung oft ausgeblendet
—> Fehlentscheidung
Gemeinkostenproblem
Worin liegt die Ursache des Gemeinkostenproblems in Mehrproduktbetrieben?
Warum sind die ermittelten Selbstkosten niemals „objektiv richtig“?
Auf welchen Ebenen erfolgt die Verteilung der Gemeinkosten über Ersatzprinzipien
mangelnden Möglichkeit einer verursachungsgerechten Verrechnung. Stattdessen müssen Gemeinkosten über Ersatzprinzipien (Verteilungsschlüssel) verteilt werden.
Weil die Wahl der Verteilungsschlüssel auf subjektiven Ermessensspielräumen und allgemeinem Konsens beruht, nicht auf objektiven Fakten. Andere Schlüssel führen zu anderen Selbstkosten und damit zu anderen Entscheidungen.
Ebenen:
Verteilung der primären und sekundären Gemeinkosten auf die Kostenstellen.
Verteilung der Gemeinkosten von den Kostenstellen auf die Kostenträger.
1.2 Aufgabe und Grundlage der Teilkostenrechnung
Worin liegt der wesentliche Unterschied der Teilkostenrechnung gegenüber der Vollkostenrechnung?
Wie kann man also von einer VKR zu einer TKR gelangen?
Wie ist der Ablauf der TKR?
Aufspaltung in variable und fixe (Gemein-) Kosten
—> es werden NUR die variablen Kosten auf die Kostenträger verrechnet
—> fixe KOsten werden erst wieder in der Deckungsbeitragsrechnung beachtet
Einzel- und Gemeinkosten aus VKR müssen in variable und fixe Kosten überführt werden
Abgesehen von der Kostenaufspaltung ist der Ablauf (Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung) analog dem der Vollkostenrechnung
Was versteht man unter der Kostenauflösung im Rahmen der Kostenartenrechnung
wie ist der Prozessablauf?
Definition: Die Aufspaltung in fixe und variable Bestandteile erfolgt direkt bei der Erfassung der einzelnen Kostenarten.
Prozess:
Kostenart wird identifiziert.
Aufteilung in fixen und variablen Anteil (noch vor der Verteilung auf Stellen).
Die variablen Gemeinkosten werden anschließend auf die Kostenstellen verrechnet.
Besonderheit: Die Trennung erfolgt "vorgelagert".
1.2 Aufgaben und Grundlagen der Teilkostenrechnung
Nenne die Verfahren der Kostenauflösung
Statisches Verfahren
Diffenenzen-Quotienten-Verfahren
Welches Prinzip steckt dahinter?
Welches Ziel verfolgt es?
Welche zwei Bedingungen müssen die Wertepaare beim Differenzen-Quotienten-Verfahren laut Däumler/Grabe erfüllen?
Grundprinzip: Es werden Differenzen aus Vergangenheitsdaten gebildet, um den variablen Kostensatz zu ermitteln.
Ziel: Aufspaltung der Gesamtkosten in fixe und variable Bestandteile.
1. Maximaler Abstand:
Die betrachteten Wertepaare sollten möglichst weit auseinanderliegen (z. B. höchster und niedrigster Beschäftigungsgrad), um die Steigung der Kostenfunktion präzise abzubilden.
2. Repräsentativität:
Die Daten dürfen nicht auf außergewöhnlichen Situationen beruhen (z. B. Streiks, Maschinenausfälle, Sondereffekte).
Berechnung
variablen Kosten je Leistungseinheit (LE)
linearen Kostenfunktion
Kosten pro Leistungseinheit gilt dann für die fixen Kosten bei Betrachtung von Periode 2
Analytisches Verfahren
Was ist die Aufgabe der Kostenstellenrechnung auf Teilkostenbasis nach der Kostenauflösung?
Was ist ihr Ziel?
Weche Logik steckt dahinter?
Kernaufgabe: Ermittlung von variablen Kalkulationssätzen.
Ziel: Bereitstellung dieser Sätze für die Kostenträgerrechnung, damit dort die variablen Selbstkosten der Produkte berechnet werden können.
Logik: Fixkosten werden in dieser Phase bewusst ausgeklammert, um nur die beschäftigungsabhängigen Kostenbestandteile zu verrechnen.
Wie werden variable Kalkulationssätze bei Wertgrößen vs. Mengengrößen berechnet?
Man unterscheidet nach der Art der Bezugsgröße:
Teilkosten in der Kostenträgerstückrechnung
Kostenträgerstückrechnung
Kostenträgerzeitrechnung
Was ist das Hauptmerkmal des Gesamtkostenverfahrens auf Teilkostenbasis und für welchen Fall ist es geeignet?
Besonderheit: Im Vergleich zur Vollkostenrechnung werden den Erlösen nicht die Gesamtkosten, sondern nur die variablen Kosten der produzierten Menge gegenübergestellt.
Voraussetzung: Das Verfahren ist nur für den Fall eines einzelnen homogenen Kostenträgers geeignet.
Kernunterschied: Fokus auf die variablen Kosten statt auf die vollen Kosten des gesamten Zeitraums.
Wie funktioniert das Umsatzkostenverfahren auf Teilkostenbasis?
Was ist das Ergebnis der Gegenüberstellung?
Wie ist die Praxisrelevanz?
Wann ergibt sich in der Teilkostenrechnung (Umsatzkostenverfahren) ein positives Betriebsergebnis?
Vorgehen: Den Umsatzerlösen werden nur die variablen Kosten der abgesetzten Menge gegenübergestellt.
Ergebnis: Es ergibt sich der Deckungsbeitrag (DB) der Periode.
Praxisrelevanz: Dieses Verfahren ist für die betriebliche Praxis deutlich relevanter als das GKV auf Teilkostenbasis.
Ein positives Betriebsergebnis entsteht dann, wenn die Summe aller Deckungsbeiträge der einzelnen Kostenträger die Fixkosten der Periode überschreitet.
—>Logik:
Gesamt-Deckungsbeitrag>Fixkosten=Gewinn
Gesamt-Deckungsbeitrag<Fixkosten=Verlust
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