Buffl

Altklausuren 24-25

Aw
by Anna-Elisabeth W.

Trennmethoden:

  • 1a) Nenne 3 chromatographische Methoden zur Trennung und erläutere die jeweilige Trennung kurz

  • 1b) 3 AS (Asp, Ala, Arg) liegen bei pH7 vor. In welcher Reihenfolge eluieren die AS in einem Kationenaustauscher? Erläutere die Antwort mittels Strukturformeln

  • 1c) bei einem Anionen-Austauscher werden Immunglobuline bei pH7 eluiert und Serumalbumin bei pH4. Was sagt dies über die Proteine aus?


1a)

-> Größenausschlusschromatographie = Trennung nach Größe durch Poren

-> Ionenaustauschchromatographie = Trennung nach Ladung

-> Affinitätschromatographie = Trennung nach Affinität zu den jeweiligen Liganden (reversible Bindung)

  • Isoelektrische Fokussierung

    • Proteine werden nach Ladung aufgetrennt

  • DC (Dünnschichtchromatographie)

    • Adsorptionschromatographie

    • durch unterschiedliche Polaritäten der Substanzen mit der stationären Phase

  • GC (Gaschromatographie)

    • beruht auf Adsorptions- oder Verteilungsvorgängen

    • Trennung durch Siedepunkt; durch Dampfdruck und Polarität

    • Temperaturgradient möglich

  • HPLC (High performance liquid Chromatographie)

    • Mechanismen der Flüssigchromatographie: Adsorption, Massenverteilung, Ionenaustausch, Molekularausschluss oder stereochemischen WW


1b)

  • Kationenaustauscher: tragen Carboxymethylgruppen, die bei neutralem pH negativ geladen sind.

    • binden positiv geladene Proteine

    • negativ-geladene und neutrale laufen durch.

    -> basische Bestandeile werden linear fixiert.

-> bei pH 7 =Aspartat, daher deprotoniert, negativ geladen

-> bei pH7 =neutral. Zwitterion, daher elektrisch neutral

-> bei pH7 positiv. guanidinogruppe ebenfalls positiv.


=> Asparaginsäure ist negativ geladen, kann nicht binden. Eluiert zuerst.

=> als zweites Alanin. Da neutral geladen und klein. Kann kaum an Kationenaustauscher binden.

=> Arginin ist positiv geladen aber größer eluiert zuletzt. Bindet an Kationenaustauscher.


1c)

  • Anionenaustauscher: haben als stationäre Phase positiv geladene DEAE-Gruppen. Binden daher aus dem durchfließenden Gemisch anionische (negativ geladene) Protiene

-> die Immunglobuline (IgG) können bei pH7 eluieren und müssen daher aus neutrale oder positiv geladen sein.

  • kann nicht mehr an Anionenaustauscher binden, da nicht negativ geladen. Isoelektrischer Punkt wird bei pH = 7 sein.

-> Serumalbumin bei pH4.


Metabolismus:

  • 3a) Wie erzeugen Erythrozyten Energie?

    • besitzen kein Mitochondrium

  • 3b) Wie ist die Struktur von Glutathion? Welche Aufgabe erfüllt es?

  • 3c) Bei der Erkrankung hämolytische Anämie handelt es sich um ein Enzymdefekt (wenn Peroxid haltige Lebensmittel aufgenommen werden). Welches Enzym ist betroffen und wie kommt es zur Anämie


3a)

  • Erythrozyten und Nierenmark sind auf Glucose als Energielieferant angewiesen.

  • Erys haben keinen Zellkern, daher keine Mitochondrien und können nur so an Energie kommen.

  • Energieerzeugung durch anaerobe Glykolyse! = Lactat-Produktion

    • Glucose + 2ATP -> 2 Glycerinaldehyd-3-phosphat

    • + 2 NAD+ + 4 ADP -> 2 Pyruvat + 2 NADH + 4 ATP


3b)

  • Tripeptid bestehend aus: Glu (Glutamin), Cys und Gly

  • Peptidbindung und Isopeptidbindung (Glu über Seitenkette, daher Gamma-Carboxylgruppe verknüpft)

-> Funktion: GSH-Peroxidase!

  • Eliminierung von Peroxiden und andere Reduktionsprozesse

-> GSH-Reduktase

  • umkehrreaktion

  • NADPH + H+ wird dabei zurückgebildet zu NADP+


  • rote Blutkörperchen benötigten viel Reduktionsmittel NADPH. Vor allem für Regeneration von Glutathion!

    -> wirkt als Antioxidans geg Peroxide!

    -> und zur Reduktion von oxidiertem Hämoglobin


3c)

-> bei dieser Anämie kommt es zur Mutation im Hämoglobin. Austausch von Glutaminsäure mit Valin. => Hämoglobin neigt zu Agglomeration => Zerfall der Erys, daher Anämie.

  • bei Trägern des Gendefekts für Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase (G6PDH) => Schlüsselenzym des Pentosephosphatwegs; werden Erythrozyten zu Schwachsetllen und es kann sich zu einer schweren hämolytischen Anämie entwickeln!

  • bei bestimmten Medis oder verzehr pfl. Produkte wie Favabohnen, führen zur erhöhten Produktion von Peroxiden! Damit zur massiven Oxidation von Membranlipiden und zum beschleunigten Erythrozytenabbau.


(Vorteil: Selektions: Schutz vor Malaria)


Sauerstofftransport

  • 6a) Hämoglobin: Nenne die zugehörige prosthetische Gruppe, sowie das darin gebundene Ion

  • 6b) Nenne ein Sauerstofftransportierendes Protein in den Muskeln

  • 6c) Zeichne die Sauerstoffbindungskurve für die Proteine aus a) und b). Erkläre die unterschiede auf chemischer Grundlage


a)

  • Prostetische Gruppe: Häm; Ionische Gruppe: Fe2+

    • Protoporphyrin IX-Einheit (Tetrapyrrolring) mit Fe2+ komplexiert

  • das Eisenion der Hämgruppe ist über Histidin an die Proteinmatrix gebunden.

    • T- und R- Zustand: Konformationsänderung der Untereinheiten wenn Sauerstoff bindet. Fe2+ wird in die Ebene des Häm- Rings gezogen. der proximale Histidinrest wird mitgezogen und über die Helix F wird eine Konformationsänderung induziert.

b)

  • Myoglobin!

c)

Myoglobin

-> die O2-Bindungen sind unabhängig voneinander

-> Sauerstoffkurve: Hyperbolischer Kurvenverlauf

  • Anfangs kommt es zum starken Anstieg, da es genug O2-Bindungsstellen existieren.

  • Kurve flacht ab, da nicht mehr so viel O2- Bindungsplätze existieren

Hämoglobin:

-> O2-Bindungen sind abhängig voneinander!

-> Sauerstoffkurve Hämoglobin: Sigmoidale Sättigungskurve

  • Positiver-kooperativer Effekt:

    -> durch die O2-Bindung an einer Domäne kommt es zur Konformationsänderung der benachbarten Domäne und somit zur Änderung der Ligandenaffinität

    -> es kommt zur verbesserten Bindung mit O2

    -> das erklärt das Plateau in der Kurve

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  • Hämoglobin ist bei niedrigem Sauerstoffgehalt des Blutes wenig gesättigt, bei hohem allerdings hoch.

    • eine protoporphyrin-IX-EInheit bindet in ihrem Zentrum ein Fe2+. 4 der 6 möglichen Koordinationsstellen des 2-wertigen Ions werden dabei besetzt. Die restlichen 2 von Histidin (Anker der Proteinmatrix) und O2

  • Myoglobin ist dagegen schon bei niedrigem O2-Partialdruck hoch gesättigt.

  • das O2-Bindungsvermögen von Hämoglobin ist in diesem Gewebe stark herabgesetzt, während das Myoglobin bereits ein starkes Aufnahmevermögen zeigt. So bleibt der Sauerstoff in der Muskelzelle und wird nicht wieder abtransportiert.

  • das Hämoglobin kann dann ungesättigt wieder in Richtung Lungenkapillaren geführt und erneut gesättigt werden.

-> Kombination ermöglicht den Übertrag von Sauerstoff von Häm auf Myoglobin im vorerst hypoxischen Muskelgewebe.


RNA und Prozessierung

  • 8a) Was ist ein Promotor?

  • 8b) RNA-Prozessierung erklären und dazugehörige Enzyme nennen (3 Schritte)

  • 8c) Was ist RNA-Editing und welchen Vorteil bringt es?

  • 8d) Was machen Transkriptionsfaktoren? Ein Bsp. nennen mit genauer Funktion


8a)

Promotor = Startregion auf der DNA für die Transkription der Genexpression

  • Promotor ist die Bindungsstelle für RNA-Polymerase. Startpunkt der Transkription. Ist ein Abschnitt der DNA, der die Expression eines Gens reguliert

8b)

RNA-Prozessierung = mRNA wird zu prä-mRNA umgewandelt.

  • Poly(A)-Schwanz bindet am 3’-Ende der mRNA

  • Guanosin bindet am 5’-Ende und wird methyliert => 5’-Kap

  • Spleißosom spleißen die mRNA, sodass Introns (nichtcodierende Sequenz) herausgeschnitten und Exons (codierende Abschnitte9 zusammen kommen.

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  • Die Prozessierung erfolgt im Zellkern und umfasst drei Reaktionen: 

    -> 1. 5’Capping: Ein 7-Guanylrest wird an das 5‘-Ende der Prä-mRNA geheftet  

    -> 2. Spleißen: Entfernen der Introns und Verknüpfung der Exons (am Spleißosom)  

    -> 3. Polyadenylierung: Poly(A)-Schwanz aus 50-250 Adeninresten wird an das 3‘-Ende geheftet.

8c)

RNA-Editing = Basenabfolge der RNA wird nach der Transkription gezielt verändert

-> Vorteil: erhöht die Proteinvielfalt (Diversität)

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  • RNA-Editing vergrößert wie die modifikation von primär-Transkripten durch alternatives Spleißen, die Zahl der Proteinbaupläne.

  • RNA-Editing ist die posttranskriptionale Veränderung der Nucleotidsequenz einer mRNA

    -> das Editing kann die Instruktionen einer mRNA gezielt verändern und dem codierten Protein neue Eigenschaften verleihen.

  • Alternatives Spleißen, variable RNA-Termination und RNA-Editing sind Variationen der Diversifizierung von Produktpaletten durch differenzielle Prozessierung ihrer Vorstufen.


8d)

Transkriptionsfaktoren = Proteine, welche die Genexpression regulieren, indem sie an spez. DNA-Sequenzen binden und die Polymerase-Aktivität regulieren-

=> p53 -> sorgt für die Expression von p21, welche den Zellzyklus stoppt.

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  • Transkriptionsfaktor = Protein, dass an definierte DNA-Sequenzen bindet und so die Transkription reguliert.

-> Bsp.: Tumorsupressor-Protein p53

  • Tetramer mit dominant-negativen Effekt, d.h. eine defekte/mutierte UE resultiert in funktionslosem Tetramer

  • reguliert Zellteilung und Differenzierung

  • leitet Konz-bedingt den vorübergehenden Stillstand der Mitose ein, oder Apoptose der Zelle.

  • bei Defekt/ inaktivierender Mutation erfolgt keine Apoptose = maligne Zellproliferation


Hier weiter machen 9.2.26

limitierte Proteolyse

  • limitierte Proteolyse erklären und 3 Bsp nennen, wo dieser Mechanismus vorkommt.


limitierte Proteolyse = eine Peptidabspaltung aus einen großen Vorläuferprotein

Bsp:

  • Prolin -> Insulin

  • Prothrombin -> Thrombin

  • Trypsinogen -> Trypsin

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-> limitierte Proteolyse = proteolytische Prozessierung

  • Mechanismus der Aktivierung durch Spaltung einer oder weniger definierter Peptidbindungen

-> Aktivierung von Enzymkaskaden durch proteolytische Spaltung:

  • Verdauungsenzyme

    • werden als inaktive Form =Proenzyme, synthetisiert und durch limitierte Proteolyse (=> Spaltung einer oder weniger definierter Peptidbindungen) in ihre aktive Form übergeführt.

  • Blutgerinnungskaskade

    • 6 der Gerinnungsfaktoren sind Serinproteasen und ein wieterer Faktor eine Transpeptidase (FXIII). Alle liegen im Plasma als inaktive Proenzyme vor. Limitierte Proteolyse überführt sie in die aktive Proteaseform. AUch die Hilfsfaktoren FV und FVIII erlangen ihre volle Funktionalität erst durch limitierte Proteolyse - primär durch Thrombin.

      -> durch limitierte P. werden eine oder wenige Peptidbindungen der Zymogene gezielt gespalten. Nächste Ebene der Kaskade wird aktiviert.

  • DNA-Polymerase I

    • durch limitierte P. kann ein großes C-terminales Fragment von 67 kd erzeugt werden, das 3´5´-Exonuklease, sowie Polymeraseaktivität besetzt

  • Hormone/ -kaskaden

    • Proteohormone werden oft als inaktive Vorstufe hergestellt. Biosynthese von Insulin in eine prä-pro-Form, die erst nach proteolytischer Prozessierung die aktive Wirkform liefert.

    • Pro-Opiomelanocortin (POMC) (wird in der Adenohypophyse produziert) wird durch limitierte Proteolyse in die aktiven Hormone Adrenocorticotropes Hormon (ACTH), Melanocortin und beta-Lipotropin produziert.


Enzymkinetik

  • 11a) definiere Km und Kcat und erkläre wie sie die Enzym-Effizienz beeinflussen

  • 11b) zeichne ein Lineweaver Burk-Diagramm, erkläre wie man aus dem Diagramm Kcat und Km berechnen kann und gib die Lineweaver-Burk-Gleichung an.


11a)

  • Km = Michaelis-Menthen-Konstante

    -> gibt die Substratkonzentration an, die bei Halbmaximaler Reaktionsgeschwindigkeit vorherrscht.

    -> beschreibt die Affinität eines Enzyms zu einem Substrat.

    -> je höher, desto geringer die Affinität

  • Kcat = vmax/E0 = Wechselzahl

    -> je größer, desto höher die Produktbildung.

    -> geht darum zu erfahren, wie viele Substratmoleküle bei der Enzymsättigung pro Zeiteinheit umgesetzt werden.

  • Kcat/Km

    • Maß für die kat. Effizienz. Dient dazu die Leistungsfähigkeit eines Enzyms zu beurteilen.

    • den, hohe Affinität bedeutet nicht gleich hohe Umsatzrate. Man standatisiert die Trägheit des Enzyms gegenüber dem Substrat mit seiner Umsatzrate.

-> bei einer kompetetiven Hemmung:

  • vmx bleibt gleich

  • Km nimmt zu

-> bei reversibler:

  • Inhibitor und Substrat haben ähnliche Struktur, sie konkurrieren um das aktive Zentrum

= lineare (doppelt-reziproke) Darstellung der Enzymkinetik.

  • umgeformte Variante der Michaelis-Menthen-Gl.. Diese lineare Funktion erleichtert die Auswertung experimenteller Daten.

-> um die Leistungsfähigkeit eines Enzyms zu beurteilen dürfen Km und kcat nicht getrennt voneinander betrachtet werden.

  • enorm große Umsatzraten nützen nur dann etwas, wenn auch für Substratnachschub gesorgt wird. Das Enzym daher eine genügend hohe Substrataffinität besitzt.

  • Maß für die katalytische Effizienz => der Quotient kcat/Km


=> Km und v(max) werden experimentell bestimmt über die Lineweaver-Burk-Gleichung. Bei diesem Diagramm wird die reziproke Geschwindigkeit zur reziproken Substratkonzentration aufgetragen. Ist eine lineare Darstellung der Michaelis-Menthen-Gl.

  • Abzissenabschnitt = 1/vmax

  • Steigung = Km/vmax

  • kcat = vmax / [E]

    • E = Enzymkonzentration


SDS-Page

  • 1a) Prinzip erklären unter Nennung der Funktion von SDS

  • 1b) Welchen Einfluss hat die Konzentration des Gels auf die Trennung?


1a)

  • SDS-Page ist eine Unterart der Gelelektrophorese

  • dient zur qualitativen Zwecken

  • Probe wird mit SDS (Na-Dodecylsulafat) bearbeitet

-> Denaturiert das Protein => bricht dessen Proteinfaltung auf

-> es lagert sich an das Protein an, wodurch es eine negative Ladung enthält


b)

  • Agarosegel ist eine radikalische Polymerisation von Acrylamid und Bisacrylamid

-> durch die Erhöhung der Konzentration, wird die Maschenweite geringer

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-> SDS-Page dient der Trennung von Proteinen. Es lysiert die Cytoplasmamembran.

  • Unterart der Gelelektrophorese

  • SDS = Na-Dodecylsulfat; Page = Polyacrylamid- Gelelektrophorese

  • ist ein anionisches Tensid (Detergens)

  • denaturiert PROTEINE und maskiert deren Ladung.

    -> ermöglicht Trennung nach Größe => Molekularsiebeffekt/Größenausschluss

    -> die SDS-Proteinkomplexe sind negativ geladen und wandern zur Anode (+)

-> Prinzip:

  • Basiert auf den Einsatz eines diskontinuierlichen Puffersystems mit zwei unterschiedlichen Puffern und Gelschichten

  • Diskontinuität bezieht sich auf: Gelstruktur, pH-Wert der Puffer, Ionenstärke der Puffer, Art der Ionen im Gel und im Elektrodenpuffer.


1b)

  • Trenn- und Sammelgel unterscheiden sich in:- Variation der Acrylamidkonz. - der pH-Bedingungen innerhalb des Gels

-> Sammelgel: pH 6,8 besteht aus 0,4% SDS und 0,5M Tris/HCl- hat größere Porengröße -> konzentriert Proteine in einem dünnen Band bevor sie ins Trenngel übergehen

  • geringere Konzentration an Acrylamid => größere Maschenweite

  • pH niedriger = pH 6,8 (IEP von Glycin aus Puffer), daher Glycin ungeladen und Cl- geladen. Die Molalität der zu analysierenden (als Polyanionen vorliegenden) Proteine ist zwischen dem Chlorid und Glycin einzuordnen.

    -> Chlorid gibt geschwindigkeit vor, der Rest folgt mit gleicher, konstanter Geschwindigkeit.

!Isotachyphorese!


-> Trenngel: pH 8,8 besteht aus 0,4% SDS und 1,5M Tris/HCl. -> hat kleinere Porengröße, Trennung der Proteine erfolgt nach ihrer Größe (weil Acrylamidkonzentration größer)

  • höhere Konzentration an Acrylamid => engere Maschen

  • pH 8,8 (höher), Proteine liegen als Polyanionen vor.

  • Trennung erfolgt wegen unterschiedlichen Retentionsverhaltens begründet auf den unterschiedlichen Proteingrößen

=> Größenausschluss

Skorbut:

  • 2a) Was ist Skorbut und wodurch wird es verursacht?

  • 2b) Zeichne und nenne die beiden unmodifizierten AS, die am Aufbau von Kollagen beteiligt sind

  • 2c) einer der beiden AS hat einen Einfluss auf die Massenspektrometrie. Nenne diese und erkläre ihren Einfluss. Marcus


2a)

  • Skorbut ist eine Krankheit, die bei Vitaminmangel entsteht

-> ein essentieller Reaktionsschritt bei der Kollagensynthese ist die Hydroxylierung der Prolinreste durch Prolyl-Hydroxylase

-> das Enzym trägt eine Fe2+-Atom, welches während der Reaktion zu Fe3+ oxidiert

-> damit das Enzym wieder einsatzbereit ist, wird Vit. C (Ascorbinsäure) benötigt, um das Fe3+ zu Fe2+ zu reduzieren. Dabei entsteht Dihydroxyascorbinsäure.

-> ohne die Regeneration durch Vitmain C kommt es zum Erliegen der Reaktion und der Kollagenbiosynthese.


b)


c)

Prolin = Helixbrecher

  • beeinflusst die Stelle, wo die Peptidbindung gespalten wird

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  • Skorbut resultiert durch Vitamin C Mangel. (Ascorbinsäure)

  • zur richtigen Funktion benötigen die Hydroxylasen von Prolin und Glycin Vitamin C als Cofaktor!

    -> sonst fehlerhafte Biosynthese des Kollagens

  • Prolinhydroxylierung: Cosubstrat ist alpha-Ketoglutarat, das unter oxidativer Decarboxylierung zu Succinat wird. Die Prolyl-4-Hydroxylase trägt ein Fe2+ im aktiven Zentrum, was während der Reaktion zu Fe3+ oxidiert.

    -> Cosubstrat Ascorbinsäure reduziert wieder zu Fe2+

    -> bei einem Defizit von Vit.C kann Reaktion nicht mehr stattfinden (Stillstand), keine ordentliche Prolin-Hydroxy-Kollagen. => Resultat: Kollagenmangel (Erkrankung Skorbut)


2b)

  • Primärstruktur von Kollagen:

    -> um die außergewöhnliche Anordnung in eine Tripelhelix zu ermöglichen, besitzen Kollagenprotomere eine spezielle Primärstruktur, mit häufigem Sequenzmotiv Gly-Xaa-Yaa

    => Glycin - Prolin - Hydroxyprolin

    • Glycinanteil: 30%, (Hydroxy-) Prolin 22%

Tripelhelix von Kollagen: 3 alpha-Helices bilden für dich jeweils linksgängige Helix aus. 3 dieser linksgängigen winden sich umeinander zu einer rechtsgängigen Tripelhelix zusammen! Diese Verdrillung bewirkt, dass sich unter Zug KEINE Faser herauslöst.

  • Kollagenbiosynthese:

    • Posttranslationale Modifikationen (PTMs) im Kollagen: Hydroxylierung, Glykosylierung, limitierte Proteolyse

    • dabei beteiligte AS:

      -> Prolin: hydroxyliert

      -> Lysin: hydroxyliert und glykosyliert


2c)

  • Lysin (K) und Glutamin (Q) sind nicht-isobar, haben aber sehr ähnliche Molmassen

    -> K/Q-Unterscheidung durch HR-MS und Peptidabbau oder Derivatisierung möglich (AS-Analyse, Edmanabbau)


Antikörper:

  • 3a) Monoklonale und Polyklonale AK jeweils definieren

  • 3b) Wie werden sie jeweils hergestellt?

  • 3c) Welche Funktion besitzt die variable und konstante Region des AK? Wo befinden sich diese Regionen? Dafür AK zeichnen und beide Regionen zuorndnen

    -> zeichne gesamtes AK und bennen alle Bestandteile


3a)

  • monoklonale AK = AK, die sich gegen ein Epitop eines Antigens richtet

  • Polyklonale AK = AK, die (sich) gegen mehrer Epitope gleicher AG richten

b)

  • Herstellung Polyklonale AK

  1. Injektion des Antigens in ein Tier

  2. Tier aktiviert B-Zellen, welche Polyklonale AK produzieren.

  3. Tier wird mit Polyklonalen beinhalten Serum entnommen

  • Herstellung monoklonale AK

  1. Injektion des AG in ein Tier

  2. Tier produziert Mizellen (produzieren AK) und diese werden entnommen.

  3. Mizellen werden mit Myelomzellen funktioniert

  • Es entstehen Hybridomzellen, welche AK produzieren und unsterblich sind

  1. Klonieren + Reinigung

c)

  • Variable Region: bilden das Paratop, wo das Epitop des AG binden kann

  • Konstante Region: spez. Funktion des AK wie Bindung an Fresszellen (Opsonierung)


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3a)

-> monoklonale AK:

  • sind AK, die von einer einzigen B-Zelllinie produziert werden.

  • SInd daher nur gegen 1 spezifisches Epitop eines Antigens gerichtet.

-> polyklonale AK:

  • Mischung aus AK, die vom Serum immunisierter Tiere stammen.

  • Die AK stammen daher von verschiedenen B-Zelllinien ab und richten sich gegen verschiedene Epitope eines AG.

3b)

-> Monoklonale AK:

  • Maus wird mit AG immunisiert. Milz wird entnommen, Lymphozyten daraus gewonnen. Diese produzieren die AK gegen diverse Epitope des AG.

  • differenzierte Lymphozyten werden mit permanent-wachsenden-Myelomzellen fusioniert (können selbst keine AK produzieren). Zellgemsich wird in HAT-Medium kultiviert.

    • Dieser enthält Inhibitor der Nucleotidsynthese Aminopterin und die Nucleotidderivate Hypoxanthin + Thymidin

  • die fusionierten Zellen = Hybridomzellen. Sie werden durch Vereinzelung selektiert

    -> 1 Hybridomzelleproduziert einen einzigen AK-Typ (den ihr lymphozytärer ANteil vor Fusionierung produziert hat)

    => dieser monoklonaler AK lässt sich praktisch unbegrenzt erzeugen.

-> Polyklonale Antikörper werden hergestellt, indem man ein Tier (z. B. Kaninchen, Ziege, Esel) wiederholt mit einem Antigen immunisiert, das ein fremdes Protein, Peptid oder andere Moleküle sein kann. Das Immunsystem des Tieres produziert daraufhin eine Mischung aus verschiedenen Antikörpern gegen unterschiedliche Bereiche (Epitope) des Antigens. Aus dem Blut des immunisierten Tieres wird das Serum gewonnen, aus dem die polyklonalen Antikörper (eine Mischung verschiedener Antikörper) isoliert und gereinigt werden


3c)

  • V = variable Region

    • sind die AG-Bindungsstelle

    • ist die Erkennungsregion; liefert ein strukturelles Gerüst für die hypervariable Schleife

    -> hypervariable-Region: 3 Stück. sind besonders variabel. DIe hypervariablen Regionen der schweren und leichten Ketten liegen direkt nebeneinander und bilden zusammen die AG-Bindungsstelle

  • C = konstante Region

    • funktionelle Einheit des AK.

    • verantwortlich für die Immunabwehr, d.h. Wirkungs- und Effektormechanismus


Transporter:

  • 4a) Welcher Transporter sorgt dafür, dass die intrazelluläre K+ Konzentration hoch bleibt?

  • 4b) Funktionsweise des Transporters erklären

  • 4c) durch Zugabe von Arzneistoffen wie z.B. Ouabain kommt es zur Hemmung des Transport. Welche Auswirkungen hat das?


4a)

-> Na+/ K+ -ATPase


b)

  • aktiver Transporter, welcher durch ATP-Verbrauch 3 Na+ von intrazellulär zum extrazellu

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  • die Na+-K+-ATPase schafft einen K+-Konzentrationsgradienten über der Zellmembran, der vom Cytosol zum Extrazellulärraum hin steil abfällt.

    -> Na+-K+-ATPase importiert K+-Ionen in die Zelle (Verhältniss 2 K+ pro 3 Na+)

    • exportiert gleichzeitig mehr Na+

    • ungesteuert diffundieren durch offene, ungesteuerte Ruhemembrankanäle K+ mit dem Konzentrationsgradienten aus Zelle raus.

      -> Intrazelluläre K+-Konzentration ist fast 30-mal höher als die extrazelluläre

4b)

  • in einem Zyklus exportiert die Na+-K+-ATPase 3 Na+ und imporiert 2 K+. Dabei wird 1 ATP hydrolysiert.

  • Na+-K+-ATPase erzeugen differenzielle Ionenverteilungen zwischen extra- und intrazellulär-Räumen und aufrechterhält.

  • ist ein heterotetramer aus 2 großen katalytischen alpha-UE und 2 zusätzlichen (akzessorischen) beta-Ketten

  • Pumpe hat mind. 2 verschiedene Konformationen, die zum Zellinneren/ Extrazellulärraum geöffnet werden. = Endo- und exo-Form

-> Endo-Form hat hochaffine Bindungsstellen für 3 Na+. Sobald Na+ bindet, katalysiert alpha-Kette unter ATP-Verbrauch die Autophosphorylierung eines Aspartatrests in der kat-alpha-UE.

-> Phosphorylierung treibt Pumpe in die exo-Stellung. Hat deutlich geringere Na+-Affinität, Na+ geht daher in den extrazellulärraum

-> exo-Form bindet nun 2 K+ mit hoher Affinität, was ihre Dephosphorylierung => Rückkehr der endo-Form ergibt.

-> Endoform hat geringe K+-Affinität und diese Ionen werden ins Cytoplasma abgegeben.


Wieso:

  • elektrogene Pumpen. Zum Aufbau von Membranpot.

  • stabilisieren Zellvolumen: Weil sie Ionen auspumpen, somit osmotisch bedingten Einstrom von Wasser entgegensteuern.


4c)

  • hemmt man die Na+-K+-ATPase der Erys durch den Pumpeninhibitor Ouabain, so akkumuliert Na+ in die Zelle.

-> Intrazelluläre Osmolalität steigt

-> sekundär strömt Wasser in die Zelle bis sie platzt.

=> Lyse der Zelle

  • Digitalis-Inhaltsstoffe: hemmen Na+-K+-Pumpe in der Plasmamembran von Kardiomyocyten


Mitochondrien

  • 5a) Komportimente des Mitochondriums nennen. Für jedes Kompartiment 2 Stoffwechselwege angeben

  • 5b) Wesentliche Schritte der Atmungskette unter Berücksichtigung des Protonengradienten nennen und kurz beschreiben.


5a)

-> Mitochondrium = Kraftwerk der Zelle. Produzieren aus Nährstoffen und O2, ATP und CO2. Betreiben die Zellatmung

  • äußere Membran

    • enthält spezielle Proteine für den Transport von Substraten in das innere.

  • Intermembranraum

    • Protonengradient wird aufgebaut, der für ATP-Synthse an innerer Membran entscheident ist.

  • innere Membran mit Einstülpungen (Cristae)

    • bei der oxidativen Phosphorylierung (=Atmungskette): Q-Zyklus im Komplex 3

      -> Komplex 3 übeträgt die von Ubihydrochinon gelieferten e- via Eisen-Schwefel-Zentren auf Cytochrom C und transportiert gleichzeitig 2 H+ über die innere-Mitochondrienmembran

    • oxidative Phosphorylierung

  • Matrix

    • aerobe Glykolyse-> oxidative Decarboxylierung von Pyruvat: Pyruvat kat. durch Pyruvat-Decarboxylase zu Acetyl-CoA

    • Gluconeogenese: unter ATP-Verbrauch entsteht Oxalacetat

    • Citratcyklus

    • beta-Oxidation

    • Teile des Harnstoffzyklus


5b)

-> Atmungskette dient der Energiegewinnung aus Glucose (Aerober abbau von Nährstoffen)

-> Es werden 30 Moleküle ATP hergestellt

-> Komplex 1, 3 und 4 leiten Protonen aus der Matrix in den Intermembranraum (quasi das Cytosol der Mitochondrien), um mit dem Protonengradienten ATP-Synthese zu betreiben.

-> Die Enzyme sind in der inneren Membran

  1. NADH wandert zur inneren Mitochondrienmembran und gibt dort elektronen an Komplex 1 (NADH-Dehydrogenase) ab. Dieses gibt dann die Elektronen an das Lipidmolekül Ubichinon (Coenzym Q10) ab welches sich IN der Lipiddoppelmembran befindet. Dabei wird Energie frei, die genutzt wird, um Protonen aus der Matrix in den Intermembranraum zu pumpen.

  2. Komplex 2 nimmt Elektronen von FADH2 an wobei es zu FAD wird und Elektronen an das Ubichinon weiter gibt. Dabei werden KEINE Protonen in die Innnenmembran transportiert. 

  3. Ubichinon transportiert seine Elektronen auf Komplex 3. Es leitet die Elektronen dabei an Cytochrom c weiter. (Cyt c ist auf der Außenseite der inneren Membran). Beim Weiterleiten der Elektronen findet Protonentransport statt. 

  4. Komplex 4 erhält nun die Elektronen von Cyt c und überträgt sie zusammen mit Wasserstoffprotonen auf Sauerstoff, der zu Wasser reduziert wird (2e- + 2H+ + 1/2 O2 -> H20). Zusätzlich findet ein Transport von Protonen in den Intermembranraum statt. 

=> Über die Komplexe 1, 3 und 4 wurde ein Protonengradient aufgebaut. Der Komplex 5 (ATP-Synthasekomplex) transportiert die Protonen wieder in die Matrix wobei ATP freigesetzt wird. 


  • aus 1 Glucose kommen 30ATP raus, wobei 2 ATP verbraucht werden.


Blut:

  • 6a) was ist der Unterschied zwischen Vollblut, Blutplasma und Blutserum?

  • 6b) Wie werden Blutplasma und Blutserum jeweils hergestellt?

  • 6c) Wie unterscheiden sich Blutgruppen A, B, AB und 0? Unterschiese mithilfe einer schematischen Skizze erklären.


6a)

  • Vollblut ist das komplette Blut mit allen Bestandteilen.

  • Blutplasma = Blutserum + Fibrinogen

    • also flüssige Blutbestandteile OHNE Hämatokrit

    • besthet aus Elektrolyte, Plasmaproteine, Nährstoffe, Abbauprodukte diverser Stoffwechselwege, Hormone

  • Blutserum = Blutplasma, dass von Fibrinogen befreit wurde.

    • 91% Wasser

    • 7% Protein

      -> darunter 62% Albumin

      -> gamma-Globulin 17%

    • 2% Elektrolyte


6b)

  • Blutplasma wird durch Zentrifugation von Vollblut gewonnen, dem vorher ein Gerinnungshemmer (z. B. EDTA, Citrat) zugesetzt wurde, um die Gerinnung zu verhindern.

  • Blutserum wird aus Vollblut gewonnen, das gerinnen durfte; nach der vollständigen Gerinnung und Zentrifugation bleibt das Serum als Überstand übrig, dem das Fibrinogen und andere Gerinnungsfaktoren fehlen.

-> Der Hauptunterschied ist also das Vorhandensein von Gerinnungsfaktoren: Plasma enthält sie, Serum nicht, da es nach der Gerinnung gewonnen wird


6c)

  • Grundlage des AB0-Systems (Mensch) sind Oligosaccharide der Glykoproteine und -lipide auf der Erythrozyten-Oberfläche.

  • Alle Menschen besitzen die notwendigen Enzyme für 0-Antigen-Synthese

  • Blutgruppe A: + spezifische Glykosyltransferase, die N-Acetylgalactosamin an das 0-Antigen anfügen

  • Blutgruppe B: + andere Glykosyltransferase, die Galactose anknüpft

  • AB: besitzen beide Enzyme!

-> wenn jemand kein A-Antigen, kein B-Antigen oder keines von beiden besitzt, bildet Körper AK gegen diese AG aus! => Erys werden zerstört. Hämolyse

  • AB = Universalempfänger

  • 0 = Universalspender


Ketonkörper:

  • 7a) Wann und von welchem Organ wird Ketogenese betrieben? Was ist Ketogenese?

  • 7b) Ketonkörper nennen und zeichnen

  • 7c) Welchen Einfluss hat Fasten auf den Kohlenhydrat-, AS- und Fettstoffwechsel?


7a)

  • Ketogenese = Ketonkörperbildung

  • Ketonkörper entstehen bei Kohlenhydratmangel als Nebenprodukt der Fettverbrennung in den Mitochondiren der Leberzellen.

    • sind wasserlöslich

  • bei Hungerzuständen oder auch bei verminderter Aufnahme von Glucose (Diabetes mellitus Typ I) =>!diabetische Ketoazidose!

    -> wichtiger Energielieferant für periphere Gewebe (Herz, Skelettmuskeln) und Gehirn bei Hunger! (können Blut-Hirn-Schranke überwinden)

    • werden abgebaut in Acetyl-CoA und in Citratzyklus eingeshcleust.

7b)

  • Acetoacetat, Aceton, beta-Hydroxybutyrat (letzteres ist kein Keton)


7c)

  • Hungerzustand:

    -> Leber

    • AS -> Glucose

    • Festtsäuren -> Ketonkörpern

    -> Fettgewebe

    • Triacylglycerine -> Fettsäuren und Glycerin

    -> Skelettmuskulatur

    • Fettsäuren -> CO2 + H2O

    • Proteine -> AS

    -> Herz

    • Fettsäuren -> CO2 + H2O

    • Ketonkörper -> CO2 + H2O

    -> Gehirn

    • Glucose -> CO2 + H2O

    • Ketonkörper -> CO2 + H2O


Ablauf des Fastens: => Hypoglykämie

  • Tag 1:

    • Glucagon wird ausgeschüttet. Mobilisiert Triacylglycerine aus den Fettdepots und stimuliert die Gluconeogenese + den Fettsäureabbau durch beta-Oxidation in der Leber.

    • sekundär: hepatische Glykolyse wird abgeschaltet, wegen erhöhter intrazellulärer Konz. von Acetyl-CoA und Citrat

    -> wegen verminderter Insulinausschüttung, nimmt Muskel weniger Glucose auf + stellt um auf Fettsäureverwertung.

    • gesteigerte Proteolyse von Muskelproteinen gibt die Energiesubstrate für oxidative-Phoshorylierung + anaplerotische Intermediatefür den Citratzyklus + Alanin und Pyruvat für den Cori-Zyklus

      -> mündet in hepatische Gluconeogenese.

    • dieser Stoffwechselweg nimmt auch Glycerin auf, welches bei der gesteigerten Lipolyse im Fettgewebe anfällt.

    -> nach Tag 1, sind Glykogenspeicher (7000 kJ) aufgebraucht und Körper greift auf Fettdepots + Proteinspeicher zurück.

    -> Ziel ist die Aufrechterhaltung der Blutglucosekonz., diese darf nicht unter 2,2 mmol/l fallen, notwendig um SToffwechsel von Gehirn und Erys zu erhalten.

  • Nach Tag 3:

    • Citratzyklus in Leber immer langsamer, da Gluconeogenese ihm Oxalacetat entzieht + anaplerotische Reaktionen wegen Abhängigkeit der Glykolyseprodukte nicht mehr nachkommen.

    • kommt zur zunehmenden Akkumulation von Acetyl-CoA aus der beta-Oxidation.

    • Leber verlegt sich mehr auf Ketonkörperproduktion. Acetyl-CoA -> Ketonkörpern und gibt diese Intermediate ins Blut ab

      => Acetoacetat und 3-Hydroxyputyrat

    • Hirnstoffwechsel stellt sich um. Ketonkörper werden immer mehr zur Energiegewinnung genutzt (von 30% -> 70%)

    • Herz deckt Energiebedarf dabei weitestgehend aus metabolisierung von Ketonkörpern.

    -> maximale Glucoseersparnis kann Proteolyse der Muskelproteine wieder auf 25% des Max-Wertes zurückgeführt werden.


Apoptose

  • 3a) Welche Rolle spielt p53 für die Zelle? Welche physiologische und pathologische Bedeutung hat p53? Gehen Sie auch auf die Namensgebung von p53 ein.

  • 3b) Signalweg der intrinsischen Apoptose beschreiben

  • 3c) Definition: Tumorsuppressorgen & Onkogen mit jeweils einem Beispiel


3a)

  • p53 => Wächter des Genoms

    • wenn Schaden an DNA, stoppt er Zellzyklus. Er sorgt für Reperatur des defekten Abschnitts. Wenn Reperatur nicht möglich, wird durch p53 Apoptose eingeleitet.

    • verhindert eine Replizierung von DNA-Schäden

  • Reguliert die Zellapoptose (über Expression des bax-Gens), DNA-Reparatur und den Alterungsprozess

    • p53 leitet bei fehlerhaftem genetischen Material einen Stop der Interphase ein, sodass der Zellzyklus für DNA-Reparaturen unterbrochen wird.

  • P53: ein nukleäres Phosphoprotein, gehört zur Gruppe der Tumorsupressorproteine. Konzentrationsteigt bei Schäden an der DNA stark an. An Regulierung der Apoptose und DNA-Reperatur beteiligt →Tumorzelltod

  • Name: Tumorsupressor mit einer Molekülmasse

    • Aufgrund der Bande


3b)

  • bei der intrinsischen Apoptose induziert p53 die Genexpression von BAX. BAX sorgt für die Freisetzung von Cytochrom C, welches mit dATP an Apaf-1 (apoptotischer Protease-Aktivierungsfaktor-1) binden. Dieser Komplex aktiviert Caspase 9 => Caspase-Kaskade. Hierbei werden DNA-Schäden behandelt, die durch UV oder CHemikalien verursacht worden sind.

3c)

  • Tumorsupressorgen = Gene, die in nichtmutierter Form vor zellulärer Entartung schützen

    -> Auslöser der Apoptose: p53

  • Onkogene = Gene, deren Überreaktivität oder Veränderung zu Krebs führt

    -> Wachstumsfaktorrezeptorgene: HER2, EGFR (Lungenkrebs)

    -> Signalprotein-Gen: BCR-ABL, RAS, RAF

    -> Regulation der Apoptose: BCL-3 (Lymphom)


Kollagenbiosynthese

  • 1) Beschreibe die Kollagenbiosynthese mit den dazugehörigen Zwischenprodukten und den Syntheseorten


Kollagenbiosynthese findet intra- und extrazellulär statt.

-> Cytoplasme

  • Zuerst erzeugt die Translation der alpha-Ketten-mRNA ein Präprokollagen. Dieses besitzt Signalpeptid, dass die Protiensynthesemaschinerie der Ribosomen an die Membran des ER andockt.

-> Polypeptidketten werden in den Innenraum des ER dirigiert.

  • die Protease entfernt dort das Signalpeptid. Präprokollagen wird zu Prokollagen

    -> Bsp. für Proteasen: Chemotrypsin, Trypsin, Elastase

  • die Prolyl-Hydroxylase fügt an einem Teil der Prolinreste der neu synthetisierten Polypeptidkette eine Hydroxylgruppe an (Glycin, Lysin, OH)

    -> diese posttranslationale Modifikation trägt maßgeblich zur Stabilisierung der Tripelhelix bei

    -> die Prolyl-Hydroxylase benötigt Vit.C (Ascorbinsäure) zur Regenration nach gelegentlich vorkommender Oxidation. => Skorbut

-> Im ER und Golgi-Apparat werden enzymatisch Glucose- und Galactosereste auf die delta-Hydroxylgruppen der modifizierten Lysine übertragen.

  • zwischen den C-terminalen Propeptiden dreier alpha-Ketten werden Disulfidbrücken geknüpft. Von hier aus beginnt sich nun die Tripelhelix in Richtung N-Terminus zu bilden.

  • die Propeptide “erkennen” die verschiedenen alpha-Ketten und können zur korrekten Tripelhelix assemblieren.

    -> Abspaltung der Propeptide über Prokollagen-Peptidasen

  • Es kommt anschließend zur Assenblierung und Sekretion zu Prokollagentripelhelices

  • Durch Exozytose werden sie in den Extrazellulärraum tranpsortiert, wo der C- Terminus abgeschnitten wird. Es entsteht das Tropokollagen, welches sich zu Fibrillen assoziiert und anschließend durch kovalente WW quervernetzt. => Kollagenfaser entsteht.



Hämoglobin und Myoglobin

  • 2) Erkläre die unterschiede und Gemeinsamkeiten von Hämoglobin und Myoglobin

  • b) beschreibe die Unterschiede der Kurven von Hämoglobin und Myoglobin

  • c) Erkläre die Unterschiede zwischen Sequenz- und Symmetriemodell


Myoglobin:

  • Protein, welches O2 in den Muskel (und Herz) transportiert und speichert

  • hat 6 Koordiantionsstellen, wobei 4 mit Häm abgedeckt werden

  • sechste Koordinationsstelle kann O2 binden (distale Histidin aus Helix E)

  • fünfte Koordinationsstelle ist ein proximales Histidin aus Helix F

  • hyperbolische Sättigungskurve => O2 Bindung ist unabhängig voneinander.

    • O2 bindet an UE, bis alle UE mit O2 besetzt sind. Kommt zu einem Abflachen der Sättigungskurve

Hämoglobin:

  • Heterotetramer aus jeweils 2 Paaren unterschliedlicher Polypeptidketten

    -> ist ein Tetramer bestehend aus 2 alpha und 2 beta- UE

  • O2-Transport im Blut

  • max. 4 O2 können gebunden werden

    -> sigmoidaler Sättigungskurve

  • kooperativer Effekt -> O2-Bindung sind abhängig untereinander

    • durch Konformationsänderungen an der benachbarten UE. kommt es zur veränderung der O2-Affinität

  • je Kette, ist Häm als prostetische Gruppe


Gemeinsamkeiten:

  • Fe2+ mit Häm im Zentrum



c)

-> Paradigma des kooperativen Verhaltens

  • Sequenzmodell der Kooperativität (Hämoglobin)

    • die Bindung von Liganden führt zu zunehmenden lokalen Konformationsänderungen

    • die noch unbesetzte, benachbarte UE wird in ihrer Ligandenaffinität verändert

  • Symmetriemodell der Kooperativität

    • T- und R-Zustand des Hämoglobins stehen im Gleichgewicht

    • in Abwesenheit des Liganden dominiert der niederaffine T-Zustand

    • spontane Übergänge in den hochaffinen R-Zustand sind nur selten möglich

    • die Bindung eines Liganden an wenigstens eine UE macht die allosterische Transition des gesamten Tetramers in den R-Zustand wahrscheinlich



Synapse:

  • 7) was passiert bei einer motorischen Endplatte mit einem Signal? Wie wird Calcium freigesetzt?



  • An der motorischen Endplatte (Kontaktstelle von Motoneuronen und Skelettmuskulatur) wird die neuronale Erregung über sequenzielle Aktivierung, mindestens auf 5 verschiedene Ionenkanäle in eine Muskelkontraktion übertragen.

  • ein Nervenimpuls erreicht das Axonende eines Motoneurons

  • durch Depolarisation öffnen sich präsynaptische spannungsgesteuerte Ca2+-Kanäle, die einen Ca2+-Influx erlauben und die Fusion von Vesikeln mit der präsynaptischen Membran und damit die Ausschüttung von Acetylcholin an der motorischen Endplatte bewirken.

  • der freigesetzte Neurotransmitter aktiviert dann nicotinische Acetylcholinrezeptoren ind er postsynaptischen Membran, die eine lokale Depolarisation hervorrufen. Dadurch öffnen sich spannungsgesteuerte Na+-Kanäle: sie verstärken die Depolarisation, sodass sich Aktionspotneziale über die gesamte Plasmamembran der Muskelzelle ausbreiten

  • diese erreichen das T-Tubulussystem im inneren der Skelettmuskelfaser und sprechen spannungsgesteuerte Ca2+ -Kanäle vom Typ der Dehydropyridinrezeptoren an.

    -> Sie geben das Signal an benachbarte Ryanodinrezeptoren weiter. Aus den nun geöffneten Schleusen strömt massenhaft Ca2+ aus dem SR aus.

-> Kurzfassung nach KI:

  1. Aktionspotenzial erreicht das Axonende → Depolarisation öffnet präsynaptische spannungsgesteuerte Ca²⁺-Kanäle → Ca²⁺-Einstrom.

  2. Ca²⁺ löst Vesikelfusion aus → Acetylcholin wird in den synaptischen Spalt freigesetzt.

  3. Acetylcholin bindet an nikotinische ACh-Rezeptoren der Endplatte → ligandengesteuerte Kationenkanäle öffnen → lokale Depolarisation (Endplattenpotenzial).

  4. Diese Depolarisation öffnet spannungsgesteuerte Na⁺-Kanäle → Aktionspotenziale breiten sich über die Muskelfasermembran und die T‑Tubuli aus.

  5. In den T‑Tubuli werden spannungssensitive Ca²⁺-Kanäle (Dihydropyridinrezeptoren) aktiviert → sie koppeln mechanisch an Ryanodinrezeptoren des SR → Ca²⁺ strömt aus dem SR ins Cytosol und löst die Kontraktion aus.


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Anna-Elisabeth W.

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