5.1 Target Costing
Grundlagen
In welcher Phase des Produktlebenszyklus fallen die meisten Kosten an?
Wann werden die Kosten eines Produkts überwiegend festgelegt?
Wie entwickeln sich Kostenfestlegung und Kostenbeeinflussbarkeit im Zeitverlauf?
Warum sind Kosten in der Produktionsphase nur noch gering beeinflussbar?
Welcher Widerspruch besteht zwischen Kostenanfall und Kostenfestlegung?
Warum sinkt die Wirksamkeit von Kostenmanagementmaßnahmen im Zeitverlauf?
Warum sind kostenrechnerische Maßnahmen in der Produktionsphase oft wirkungslos?
Welche Konsequenzen hat eine späte Kostenbeeinflussung für Niveau, Struktur und Verlauf der Kosten?
Welche zentrale Schlussfolgerung ergibt sich für das Kostenmanagement?
In welcher Phase müssen Kostenziele festgelegt werden – und warum?
Welche Kostenrechnungsmethode ist aus dieser Erkenntnis entstanden?
WO wird es eingesetzt?
Kosten fallen v. a. in der Produktionsphase an
Kosten werden aber bereits vorher festgelegt (Entwicklung/Konstruktion)
Zusammenhang
🔻 Kostenbeeinflussbarkeit sinkt im Zeitverlauf
🔺 Kostenfestlegung steigt gleichzeitig
Problem
In der Produktionsphase sind Kosten weitgehend determiniert
Kostenrechnungsbasierte Maßnahmen (Voll-/Teilkostenrechnung) → kaum noch wirksam
Schlussfolgerung
Kostenmanagement muss früh ansetzen
⇒ Kostenziele bereits in der Entwicklungsphase festlegen
Ergebnis
Entwicklung des Target Costing (Zielkostenrechnung)
Einsatz
für komplexe, technisch anspruchsvolle Produkte und Massenfertigung
Wie ist der Ablauf?
1. Bestimmung der Funktions-/Eigenschaftsstruktur des Produkts
2. Ermittlung der Preis-Absatz-Funktion
3. Ermittlung der Allowable Costs
4. Entwicklung eines Rohentwurfs für das Produkt und Identifikation der Produktkomponenten
5. Kostenschätzung der Produktkomponenten
6. Gewichtung der Produktkomponenten und Ermittlung der Allowable Costs der Komponenten
7. Berechnung eines komponentenspezifischen Zielkostenindexes
8. Erstellung eines Zielkostendiagramms
Was wird im ersten Schritt des Target Costing ermittelt und warum?
Die kundenrelevanten Produktfunktionen und deren Gewichtung nach Kundennutzen, um festzulegen, welche Eigenschaften für die Marktakzeptanz besonders wichtig sin
Welchem Zweck dient die Ermittlung der Preis-Absatz-Funktion im Target Costing?
Sie dient der Bestimmung des umsatzmaximalen Marktpreises, der als Grundlage für die Ermittlung der Allowable Costs verwendet wird.
Wie entstehen die Allowable Costs im Target Costing?
Durch Abzug einer vorgegebenen Zielrendite vom am Markt erzielbaren Preis; sie geben die maximal zulässigen Produktkosten vor.
Was ist das Ergebnis des vierten Schritts im Target Costing?
Ein Rohentwurf des Produkts sowie die Identifikation der Produktkomponenten, die zur Erfüllung der geforderten Funktionen notwendig sind.
Was versteht man unter Drifting Costs und wozu werden sie benötigt?
Drifting Costs sind die geschätzten Herstellkosten der Komponenten auf Basis des aktuellen Technologiestands und dienen als Vergleichsgröße zu den Allowable Costs.
Wie werden die Allowable Costs auf einzelne Produktkomponenten verteilt?
Entsprechend dem Nutzenanteil der Komponenten an der Erfüllung der Kundenanforderungen.
Was zeigt der Zielkostenindex einer Komponente an?
Wie wird er berechnet
Er zeigt, ob der Kostenanteil einer Komponente ihrem Nutzenanteil aus Kundensicht entspricht (Idealwert: 1).
Welche Funktion hat das Zielkostendiagramm im Target Costing?
Es visualisiert die Zielkostenindizes der Komponenten und hilft, Kostenreduktions- oder Funktionsverbesserungsbedarfe zu identifizieren.
Bewertung
Nenne Vorteile
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Vorteile
Hohe Aussagekraft als Kostenmanagementinstrument
Tiefe Gliederung und Transparenz der Kosten auf Komponentenebene
Kostendruck auf verantwortliche Mitarbeiter, da Kosten und Nutzen einzelner Komponenten offen sichtbar werden
Frühe Kostenbeeinflussung bereits in der Planungs- und Entwicklungsphase
Nachteile
Schwierige Datenermittlung → insbesondere ungenaue Markt- und Kundendaten
Hohe Fehlerrisiken in frühen Planungsphasen → Fehleinschätzungen wirken sich über den gesamten Produktlebenszyklus aus
Vollkostenansatz → übernimmt die typischen Probleme der Vollkostenrechnung
Statischer Ansatz → Kundennutzen und Kostenaufspaltung gelten nur zum Planungszeitpunkt
Geringe Flexibilität bei Veränderungen → Änderungen im Markt oder bei Kostenstrukturen werden nicht dynamisch abgebildet
5.2 Life Cycle Costing
Warum steigt der Bedarf an Life Cycle Costing?
Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf den Wettbewerb?
Welche Kostenarten steigen besonders stark?
Warum ist die traditionelle Kostenrechnung ungeeignet?
Was kann die traditionelle Kostenrechnung nicht abbilden
Globalisierung und technologischer Fortschritt.
Steigender Wettbewerbsdruck und höhere Kundenanforderungen.
Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Kosten der Kundenbindung und -gewinnung.
Sie ist periodenbezogen.
Kosten- und Erlösverläufe über den gesamten Lebenszyklus.
Was ist der Grundgedanke des Life Cycle Costing?
Wie werden Kosten im Life Cycle Costing erfasst?
Welche Analyseobjekte können betrachtet werden?
Warum sind unterschiedliche Lebenszyklen relevant?
Welche zentrale Zielsetzung verfolgt das Life Cycle Costing?
Welcher Bereich steht hier im Fokus?
Betrachtung von Kosten und Erlösen über den gesamten Lebenszyklus.
Möglichst anfallsgenau nach Lebenszyklusphasen.
Produkte, Kunden, Ressourcen, Unternehmen, Märkte.
Alle Analyseobjekte unterliegen einem Alterungsprozess.
Optimierung des Kosten-Erlös-Verhältnisses über den gesamten Lebenszyklus.
Product Life Cycle Costing.
Product Life Cycle Costing
Was ist das Ziel des Product Life Cycle Costing?
Welche Produktphasen werden betrachtet?
Welche zentrale Erkenntnis liefert der Ansatz?
Welche Faustregel gilt für frühe Investitionen?
Erfassung und Steuerung aller Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus.
Entstehungs-, Markt- und Nachsorgephase.
Frühe Kosten können spätere Einsparungen bewirken.
1 Geldeinheit früh kann bis zu 10 Geldeinheiten später sparen.
Wie steht Product Life Cycle Costing zum Target Costing?
Wofür werden die Ergebnisse genutzt?
Was ist das zentrale Prognoseproblem?
Warum handelt es sich um eine Sonderrechnung?
Beide erfassen alle Produktkosten, aber mit unterschiedlichem Fokus.
Zur Überprüfung und Anpassung von Kostenzielen.
Unsichere Prognose zukünftiger Kosten und Erlöse.
Vorlaufkosten sind nicht direkt produktbezogen verbucht.
Product Life Cycle Costing -Bewertung
Nenne die Vorteile
Nenne die Nachteile
Eine ganzheitliche, periodenübergreifende Sicht.
Ein- und Auszahlungen über verschiedene Lebenszyklusphasen.
Zusammenhänge zwischen Entscheidungen in unterschiedlichen Phasen.
Auf die Auswirkungen früher Entscheidungen auf spätere Phasen.
Hoher Aufwand.
Lebenszyklusphasen sind nicht einheitlich definierbar.
Unsicherheit über die Höhe zukünftiger Zahlungen.
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