Erkläre das Social Relations Modell
Sozialverhalten und Interpersonelle Wahrnehmung setzen sich in realen sozialen Kontexten aus drei Komponenten zusammen
Sozialverhalten:
Actor= Wie verhält sich Person A allgemein gegenüber Personen?
Partner= Wie sehr wird sich gegenüber B allgemein so verhalten?
Realtionship= Wie verhält sich A speziell gegenüber B?
Interpersonelle Wahrnehmung
Perceiver= Wie nimmt A allgemein Personen wahr?
Target= Wie wird B allgemein wahrgenommen?
Relationship= Wie seht nimmt speziell A speziell B so wahr?
Erkläre die Berlin Speed Dating Study+ Erkenntnusse
Genauigkeit von Wahlschätzungen
-> 0 Korrelation-> keine Korrelation zw. erwarteter Anzahl an Menschen, die einen Wählen und der tatsächlichen Zahl
(möglich auch, weil Flirtingverhalten nicht immer für Interesse spricht
Effekte Persönlichkeit auf Wählen und Gewähltwerden
-> Personen mit hoher psychischer Attraktivität werden mehr gewählt
-> Männer mit hoher psychischer Attraktivität und hohem selbstwahrgenommenen Partnerwert sind wählerischer
-> Männer die soziosexuell unrestriktiv, extravertiert und weniger schüchtern sind werden eher gewählt
Effekte Persönlichkeit auf Flirtingverhalten
-> Extravertierte flirten mehr
-> Attraktive flirten mehr und werden eher angeflirtet
-> soziosexuell unrestriktive und wenig schüchterne Männer werden eher angeflirtet
Erkläre das Akteur- Partner- Interdependenzmodell
Einfluss Persönlichkeit auf eigene und Partner Beziehungszufriedenheit
Riisikofaktoren für partnerschaftliche Unzufriedenheit, Trennung: Neurotizismus, geringe Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit
Akteureffekte stärker als Partnereffekte ( eigene Persönlichkeit größere Effekt auf eigene Beziehungszufriedenheit als eigene Persönlichkeit auf Beziehungszufriedenheit des Partners)
Ähnlichkeitseffekte auf Partnerschaftsqualität sehr gering
-> am ehesten für Einstellungen, Werthaltungen, Neurotizismus und Gewissenhaftigkeit
Erkläre Zusammenhang Big fIve und Beziehungszufriedenheit im Konfliktkontext
Eigene BIG FIVE-> Beziehungszufriedenheit Partner und eigene
mediatoren:
Emotionsregulation
Interaktionserfahrung (positiv/negativ)
= langfristige Beziehungszufriedenheit des Partners und der eigenen
Womit können SRM-Effekte erklärt werden
Unterschiede im Verhalten und in der Wahrnehmung können mit Persönlichkeitsunterschieden erklärt werden
Nenne die Moderatoren im Modell der Peerbeziehungen + Effekt
Bekanntschaftsgrad und Situationskontext
Bekanntschaftsgrad hat Einfluss auf Situationskontext-> in gewissen Bekanntschaftsgraden kommen erst gewisse Situationen vor
Moderator (hier: Situationskontext) kann an 3 Stellen wirken
1) Trait kommt erst in bestimmter Situation auf
2) Trait bewirkt erst in bestimmten Situationen Interpretation
3) Interpretation des Traits hat erst in bestimmten Situationen einen Effekt
Erkläre Studie Anderson
Umfrage in Verbindungshäusern und Studentenwohnheimen
Extraversion geht mit höherem sozialen Status einher
Neurotizismus wirkt sich nur bei Mänern negativ auf den sozialen Status aus
Welche Studie, die herausfindet, dass Extraversion positive Effekte auf den sozialen Status unter Peers hat und, dass Neurotizimsus sich nur bei Männern negativ auswirkt
Studie Anderson
Studie Lawless
Beurteilung von Status/ Führungspersönlichkeit
kooperativer vs kompetetiver Kontext
Extraversion + kooperativer Kontext = höherer Status
Extraverversion + komptetiver Kontext = etwas niedrigeren status
Verträglichkeit+ kooperativer Kontext= hoher Status
Verträglichkeit+ kompetetivern Kontext = NEGATIVEN Einfluss auf Status
Also: Verträglichkeit hat im kompetetiven Kontexten einen stark negativen Einfluss auf Status
Wieso istes so schwer Persönlichkeitseffekte kausal nachzuweisen
Persönlichkeitseigenschaften nicht experimentell variierbar, daher kausale Prüfung von Persönlichkeitseffekten schwierig
Was sind Mediatoren
Prozesse
der Einfluss eines Prädiktors auf die Outcomevariable geschieht über den Einfluss auf dritte Variable
die Mediatorvariable Z wird von X prädiziert und prädiziert Y
-> Z erklärt den Zusammenhang von X und Y
Erkläre das Modell der Peerbeziehungen
agentische Persönlichkeitseigenschaften haben frühen Einfluss
-> Moderator Situation-> Solche SItuationen, die für agentische Traits Eigenschaftsrelevant sind, kommen auch schon bei Null- und Kurzbekanntschaft vor
Mediatoren: dominant- sicheres Verhalten, als durchsetzungsstark gesehen werden = Status
kommunale Persönlichkeitseigenschaften haben späten Einfluss
-> Moderator Situation-> Solche Situationen, die für kommunale Traits Eigenschaftsrelevant sind, kommen erst bei Langzeitbekanntschaft auf
Mediatoren: warm-freundliches Verhalten, als vertrausnwürdig gesehen werden = Popularität
Erkläre Egozentrierte Netzwerke
Studie von Asendorpf und Wilpers
-> Beziehungsmatrixen zur Erhebung von egozentrierten Netzwerken
Netzwerk sozialer Beziehungen einer Person aus individueller Sicht dieser Person
Beziehungspartner werden genannt und dann anhand von Parametern wie Entfernung, Kontakt, Zufriedenheit, Wichtigkeit, Verliebtheit usw. beschrieben
Ergebnisse I:
Extraversion beeinfluss Zahl der genannten Peerbeziehungen und die empfundene Untrstützung durch Peers
Verträglichkeit = weniger Peer Konflikte
Ergebnisse II:
Zusammenhang Schüchternheit und Anzahl der Bekannten
kein Effekt von Anzahl Bekannten auf Schüchternheit
Schüchternheit prädiziert geringere Anzahl von Bekannten
Schüchternheit bleibt stabil und ist stabiler als anzahl der Peer- bekanntschaften
Studie Asendorpf und Wilpers
Beziehungsmatricen zur Erhebung egozentrierter Netzwerke
Was sind Kreuzkorrelationen und was man berechnen kann
Beinhalten immer zwei Variablen mit zwei Messzeitpunkten
Persönlichkeit t1 und t2 wird erfasst und Outcome t1 und t2
Berechnung von
1) Stabilität Persönlichkeit und Outcome -> Korrelation t1 und t2
2) Korrelatiion zwischen den selben Messzeitpunkten der Persönlichkeit und des Outcomes -> Pt1 und Ut1, Pt2 und Ut2
3) Kreuzkorrelation: Pt1 mit Ut2 über die zeit
Wieso ist die Stabilität bei der Kreuzkorrelation entscheidend
Man erfasst zwei Messzeitpunkte
Es ist wichtig, um den Mediator/indirekten Effekt zu erfassen und die Stärke der Korrelation zwischen zwei Variable zu unterschiedl. Messzeitpunkten zu verstehen
Korrelation P T1 und U T2 besteht aus dem direkten Effekt und der indirekte Effekt -> der indirekte Effekt wird durch Stabilität der Variable U beeinflusst!
Wieso Pfadkoeffizienten besser als Korrelation
Bereinigen den längsschnittigen Effekt, also den indirekten Effekt, und berücksichtigen allein den direkten Effekt
-> bessere Schätzung
Was sind Persönlichkeitseffekte und wie kann man diese prüfen
Hat Persönlichkeit einen Einfluss auf soziale Beziehungen?
Kausale Prüfung von Persönlichkeitseffekten kaum möglich, da Eigenschaften experimentell nicht variabel sind
-> 7 Verschiedene Möglichkeiten des Zusammenhangs!
Korrelation ungleich Kausalität!
Was sind die Social-Relation- Modell EFFEKTE
Actor/Perceiver: Unterschiede im allgemeinen Verhalten/Wahrnehmung
Partner/Target: Unterschiede wie andere mit einem umgehen/wie man wahrgenommen wird
Relationship: Unterschiede wie Person speziell dich behandelt/dich wahrnimmt
—> EINFLUSS DER PERSÖNLICHKEIT AUF ALLE KOMPONENTEN
Was erkennt man hier am Kreuzkorrelationsdesign (Korrelation)
Direkte und Indirekte Effekte
Korrelation= direkter + Indirekter Effekt !
direkter Effekt: P1-> U2
indirekter Effekt: P1->U1->U2
die Korrelation besteht aber aus P1-> U2 + P1->U1->U2)
Was erkennt man hier am Kreuzkorrelationsdesign(Pfadkoeffizienten)
direkter Effekt ist P1-> U2 also 0.4
der indirekte Effekt ist P1->U1->U2
die Korrelation besteht also aus 0.4+ 0.5 x 0.3 = 0,55
vgl. Korrelation:
Was sind Moderatoren
beeinflussen die Stärke des Zusammenhangs
der Einfluss eines Prädiktors auf die Outcomevariable ist abhängig von der Ausprägung des Moderators
je nach Ausprägung des Moderators Z ist der Zusammenhang zwischen Prädiktor und Outcome unterschiedlich
Wieso haben wir überhaupt soziale Beziehungen bzw wofür brauchen wir sie
fundamental need to belong
Entwicklung und Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen wichtige Voraussetzung für Wohlbefinden, Selbstwert, Gesundheit, Erfolg
-> Persönlichkeitsunterschiede beeinflussen die sozialen Beziehungen
Welche drei Fragen lassen sich im Social Relation Modell stellen
Kausalität/Korrelation -> Persönlichkeitseffekte
Moderation
Mediation
Last changed17 days ago