Produktion
Prozess der zielgerichteten Kombination von Produktionsfaktoren (Input) und deren Transformation in Produkte (Output) ;vom lateinischen pro = vor/vorwärts und ducere = führen.
Volkswirtschaftliche Produktionsfaktoren
Volkswirtschaftliche Produktionsfaktoren sind die Ressourcen Arbeit, Boden, Kapital, die in einer Volkswirtschaft zur Herstellung von Gütern und Dienstleistungen eingesetzt werden.
Derivativer Produktionsfaktor
Abgeleiteter Produktionsfaktor (Kapital) durch Zusammenwirken der originären (ursprüngliche) Produktionsfaktoren (Boden & Arbeit)
Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren
Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren sind Arbeit, Betriebsmittel und Werkstoffe, die ein Unternehmen zur Herstellung von Gütern oder Dienstleistungen einsetzt
Ökonomisches Prinzip
Das ökonomische Prinzip ist ein Grundsatz, der besagt, dass mit begrenzten Mitteln (Input) ein möglichst großes Ergebnis (Output) angestrebt oder ein vorgegebenes Ziel mit möglichst geringen Mitteln erreicht werden soll. Es basiert auf der Annahme knapper Ressourcen und menschlicher Bedürfnisse und führt zu zwei Hauptvarianten: Maximalprinzip & Minimalprinzip
Maximalprinzip
Das Ziel ist es, mit einem festen Einsatz an Mitteln (z.B. Kapital, Arbeitszeit) den größtmöglichen Nutzen oder Gewinn zu erzielen.
Minimalprinzip
Hierbei wird ein fest vorgegebenes Ziel (z.B. eine bestimmte Menge an Gütern) mit dem geringstmöglichen Einsatz von Ressourcen erreicht.
erwerbswirtschaftlichen Prinzip
Das erwerbswirtschaftliche Prinzip ist die grundlegende Leitlinie für Unternehmen in einer Marktwirtschaft, die besagt, dass wirtschaftliches Handeln auf die Erzielung von Gewinn ausgerichtet ist.
betriebliche Leistungserstellung
Die betriebliche Leistungserstellung verfolgt sechs zentrale Ziele, die Unternehmen dabei helfen, effizient und wettbewerbsfähig zu bleiben: 1.Wirtschaftlichkeit, 2.Produktivität, 3.Rentabilität, 4.Qualität, 5.Flexibilität, 6.Nachhaltigkeit
Formale Zielbeziehungen
Formale Zielbeziehungen entstehen, wenn das Erreichen des einen Ziels Auswirkungen auf das Erreichen eines anderen Ziels hat. Genauer gesagt, werden entsprechende Instrumente eingesetzt, die zwar das eine Ziel erfüllen, ein anderes aber beeinträchtigen. Es gibt im Wesentlichen drei formale Zielbeziehungen: Zielindifferenz, Zielkomplementarität und Zielkonkurrenz
Zielindifferenz
Bei indifferenten Zielen besteht keinerlei Abhängigkeit zwischen dem Verfolgen des einen und dem Erreichen eines anderen Ziels. Die Ziele sind völlig unabhängig voneinander und haben weder positive noch negative Auswirkungen aufeinander. In diesem Kontext wird auch von Zielneutralität gesprochen
Zielkomplementarität
Komplementäre Ziele stehen in einer Beziehung zueinander und ergänzen sich optimal. Sie befinden sich in einer Zielharmonie. Mittel, die zur Erreichung eines Ziels aufgewandt werden, sind dafür verantwortlich, dass das andere Ziel schneller erreicht wird. Ziele bedingen sich gegenseitig positiv, -> ergänzen und unterstützen sich
Zielkonkurrenz
Konkurrierende Ziele stehen im Widerspruch zueinander. Sie befinden sich in einem Zielkonflikt, sind also konfliktär. Auf dem Weg zur Erreichung eines Ziels entfernt sich das Unternehmen von der Erreichung des anderen Ziels oder macht dies gar unmöglich. Konkurrierende Ziele können den Unternehmenserfolg stark negativ beeinflussen.
Produktionsprogrammpolitik
Bezieht sich auch das Leistungsprogramm/ Produktionsprogramm/Leistungsangebot/ Verkaufsprogramm des Industriegebietes und beinhaltet Programmbreite und Programmtiefe
Programmbreite
Die Anzahl der Produktionslinien
Programmtiefe
Anzahl der Varianten innerhalb einzelner Produktionslinien
Erzeugnisstruktur
Die Erzeugnisstruktur zeigt die Zusammensetzung eines Produkts in Form einer hierarchischen Gliederung. Sie stellt dar, welche Einzelteile und Baugruppen benötigt werden, um das Endprodukt herzustellen.
Sequenzieller Produktentwicklungsrozess
eine Phase nach der anderen
Simultaneous Engineering
Durch Parallelisierung der Aktivitäten sollen die Durchlaufzeiten verringert werden.
Primärbedarf
Der Primärbedarf umfasst die geplante Menge an Endprodukten (Fertigwaren und Ersatzteilen), die ein Unternehmen herstellt, um sie an Kunden zu liefern oder auf Lager zu legen. Er basiert auf Kundenaufträgen und Absatzprognosen
Bruttosekundärbedarf
Der Bruttosekundärbedarf umfasst die Menge aller Rohstoffe, Einzelteile und Baugruppen, die benötigt werden, um den Primärbedarf zu decken. Dabei wird keine Rücksicht auf vorhandene Lagerbestände genommen; Bruttosekundärbedarf=Primärbedarf×Mengen pro Endprodukt
Nettosekundärbedarf
Der Nettosekundärbedarf ist die Menge an Rohstoffen, Einzelteilen oder Baugruppen, die tatsächlich zu beschaffen oder zu produzieren sind. Er ergibt sich aus dem Bruttosekundärbedarf abzüglich der verfügbaren Lagerbestände und unter Berücksichtigung von Reservierungen oder bereits beauftragten Lieferungen. Nettosekundärbedarf= Bruttosekundärbedarf - Lagerbestand - Bestellbestand + Sicherheitsbestand + Reservierungen
Zusatzbedarf des Bruttosekundärbedarfs
Anpassung des Bruttosekundärbedarfs an die Realität und um Puffer für Ausschuss, Verluste oder ungeplante Ereignisse zu schaffen.
Los
Ein Los beinhaltet die Anzahl der Fertigungseinheiten für einen Fertigungsvorgang, ohne dass die Maschine oder Maschinenstraße umgerüstet wird
Optimale Losgröße
Die optimale Losgröße beschreibt die Menge an Produkten, die in einem Fertigungsprozess hergestellt wird. Um die Produktions- und Lagerkosten zu minimieren. Dabei wird durch das Erhöhen der Produktionsmenge in einem Los die Rüstkosten gesenkt. Während die Lagerkosten gleichzeitig ansteigen. Ziel: Gleichgewicht zwischen diesen Kosten + Gesamtaufwand zu minimieren.
Auftragszeit
Die Auftragszeit ist eine Sollzeit, die sich aus der Summe von Rüstzeit und Ausführungszeit ergibt und den Menschen zur Erledigung eines Fertigungsauftrages mit der Losgröße X vorgegeben wird.
Rüstzeit
Rüstzeit ist die Sollzeit für die Vorbereitungen und Nacharbeiten, die für die Ausführung eines bestimmten Fertigungsauftrages anfallen. Die Rüstzeit fällt pro Auftrag nur einmal an
Ausführungszeit
Ausführungszeit ist die Sollzeit für die Durchführung des Arbeitsprozesses bezogen auf eine bestimmte Menge.
Grundzeit
Grundzeit ist eine Sollzeit für die planmäßige Durchführung eines Arbeitsablaufs.
Rüstgrundzeit
Die Rüstgrundzeit ist zum Beispiel die Zeit für die Vorbereitung und Nachbereitung eines Arbeitsvorganges, die planmäßig und damit planbar anfällt.
Ausführungsgrundzeit
Die Ausführungsgrundzeit ist die Sollzeit für die Durchführung eines Arbeitsprozesses, bezogen auf die Mengeneinheit, die regelmäßig und damit planbar anfällt.
Verteilzeit
Verteilzeit ist die unvorhergesehene zeit die zusätzlich zur planmäßigen und planbaren Grundzeit unregelmäßig und selten anfällt und dient zum Ausgleich von unplanbarem Zeitaufwand, mit dem man aus Erfahrung immer wieder rechnen muss wie für Materialstockung, Maschinenausfall, Werkzeugbruch. Die Berechnung erfolgt in der Regel als prozentualer Zuschlag auf die Grundzeit.
Erholzeit
Erholzeit ist eine Sollzeit, die zum Ausgleich und zum Abbau von Ermüdung, bedingt durch die Durchführung eines Arbeitsablaufes, gewährt wird.
Rüsterhohlungszeit
Rüsterholungszeit bezeichnet die Zeitspanne, die ein Mitarbeiter nach dem Rüstvorgang benötigt, um sich körperlich und/oder geistig zu erholen, bevor er wieder mit voller Leistungsfähigkeit arbeiten kann.
Rüstverteilzeit
Rüstverteilzeit bezeichnet die auf die Stückzahl verteilte, unvorhergesehene Zeit für das Einrichten, Umstellen und Einstellen von Maschinen und Arbeitsplätzen
Wirtschaftlichkeit
Ziel der betrieblichen Leistungserstellung. Ziel ist es, das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand zu optimieren, also Kosten zu senken und Gewinne zu maximieren.
Produktivität
Ziel der betrieblichen Leistungserstellung. Unternehmen streben an, mit möglichst wenig Input (z. B. Rohstoffe, Arbeitskraft) eine hohe Output-Menge (Stückzahl)zu erzielen.
Rentabilität
Ziel der betrieblichen Leistungserstellung . Das Verhältnis von Gewinn zum eingesetzten Kapital wird maximiert, um eine hohe Kapitalverzinsung zu erreichen
Qualität
Ziel der betrieblichen Leistungserstellung. Die hergestellten Produkte oder Dienstleistungen sollen den Anforderungen der Kunden entsprechen und möglichst hohe Qualitätsstandards erfüllen
Flexibilität
Ziel der betrieblichen Leistungserstellung. Die Produktion soll anpassungsfähig sein, um schnell auf Marktveränderungen oder individuelle Kundenwünsche reagieren zu können
Nachhaltigkeit
Ziel der betrieblichen Leistungserstellung. Umweltfreundliche Produktionsweisen, ressourcenschonender Umgang mit Materialien und soziale Verantwortung sind zentrale Aspekte einer nachhaltigen Leistungserstellung
Beschäftigungsgrad
Gibt an, wie stark die tatsächlich genutzte Produktionskapazität eines Unternehmens im verhältniss zur maximal möglichen Kapazität ausgelastet ist. Er wird meist in Prozent angegeben
Kapazitätsauslastung
Beschreibt das Verhältnis zwischen der genutzten und der verfügbaren Kapazität in inem bestimmten Zeitraum. Sie kann kurzfristig schwanken, abhängig von nachfrage, maschinenverfügbarkeit oder anderen Einflussfaktoren
Durchlaufzeit
Die Durchlaufzeit (DLZ) beschreibt die Gesamtzeit, die ein Produkt, Auftrag oder Material vom Start bis zum Abschluss eines Prozesses benötigt
Vorwärtsterminierung
Methoden der Produktionsplanung, Startpunkt: Beginnt mit dem frühestmöglichen Starttermin
Rückwärtsterminierung
Methoden der Produktionsplanung, Startpunkt: Beginnt mit dem geplanten Endtermin (z.B. Liefertermin).
Gant-Diagramm
Das Gantt-Diagramm ist ein spezielles Balkendiagramm, das in der Projektplanung verwendet wird, um Aufgaben, deren Dauer und Abhängigkeiten grafisch darzustellen
Maschinenbelegungsplan
Der Maschinenbelegungsplan ist ein spezielles Planungswerkzeug in der Produktionssteuerung in Form eines Balkendiagrams. Er zeigt, wie Maschinen oder Arbeitsplätze in einem bestimmten Zeitraum ausgelastet sind.
Gesamtpuff (GP)
erlaubte Verzögerung, die die maximal akzeptable Verzögerung ausreizt
kritische Weg
Der kritische Weg ist der Weg vom Anfang bis zum Ende des Netzplanes, auf dem die Summe aller Pufferzeiten minimal wird.
Netzplan
Ein Netzplan ist die Darstellung des Ablaufs (= Prozesse und Strukturen) eines Projektes durch Vorgänge und Ereignisse unter Berücksichtigung der Vorgänger-Nachfolger-Beziehungen.
Vorgangsliste
Eine Vorgangsliste enthält neben der Bezeichnung der einzelnen Vorgänge/Arbeitsgänge die direkten Vorgänger und Nachfolger der jeweiligen Vorgänge/ Arbeitsgänge.
Rationalisierung
Prozesse um betriebliche Prozesse effizienter zu gestalten, Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen
Fehlerfolgekosten
Kosten, die durch also nach dem Fehler entstehen, weil die Leistung nicht die geforderte Qualität hat
Fehlerverhütungskosten
Fehlerverhütungskosten sind Kosten für vorhergesehene und geplante Maßnahmen, die darauf abzielen, Fehler in der betrieblichen Leistungserstellung von vornherein zu vermeiden, bevor sie entstehen.
Prüfkosten
"Kosten für Maßnahmen, mit denen geprüft wird, ob die Leistung die geforderte Qualität erfüllt.
Entstehen Vor oder während der Leistungserstellung. Ziel ist es die Fehler zu entdecken, bevor sie Schaden anrichten"
Automatisierung
Der Einsatz von Maschinen und Technologien zur Reduzierung manueller Tätigkeiten mit dem Ziel ist die Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Beibehaltung der gleichen Qualität
Standardisierung
Vereinheitlichung von Prozessen, Produkten oder Bauteilen zur Effizienzsteigerung mit dem ziel der Kostensenkung, Fehlervermeidung und dem Vereinfachen der Produktion.
Optimierung
Verbesserung von Abläufen und Strukturen zur effizienteren Ressourcennutzung. Ziel ist eine bessere Leistung, weniger Verschwendung und das verschnellern von Prozessen.
Lean Production
Produktionsstrategie zur Eliminierung von Verschwendung und Maximierung der Wertschöpfung mit dem Ziel der Kostensenkung, höherer Produktivität und schnellere Prozesse.
Digitalisierung
Einsatz digitaler Technologien zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Ziel ist die schnellere Informationsverarbeitung, eine höhere Transparenz und die Effizienzsteigerung
Kapazitätsplanung
Strategische Planung von Produktionskapazitäten zur optimalen Auslastung von Maschinen und Personal mit dem Ziel der Vermeidung von Engpässen oder Überkapazitäten, sowie der Steigerung der Kosteneffizienz
Arbeitsstudien
Analyse und Bewertung von Arbeitsabläufen zur Effizienzsteigerung. Mit dem Ziel: Produktivitätssteigerung zu erzielen und ergonomische Verbesserung zu erhalten, sowie der Kostensenkung.
Instandhaltungsmanagement
"Gezielte Planung und Durchführung von Wartungsmaßnahmen für Maschinen und Anlagen.
Mit dem Ziel Ausfallzeiten zu reduzieren und die Lebensdauer von Maschinen zu erhöhen"
Qualitätsmanagement
Systematische Maßnahmen zur Sicherstellung einer konstant hohen Produktqualität. Mit dem Ziel der Fehlerreduktion, Erhöhung der Kundenzufriedenheit und der Verringerung von Ausschuss
Flexibilisierung der Produktion
Anpassung der Produktion an wechselnde Marktanforderungen. Mit dem Ziel der schnellen Reaktion auf Kundenwünsche und besserer Ressourcennutzung
Umweltfreundlichere Produktion durch weniger Abfall und Energieverbrauch
Ressourceneffizienz
Schonender Umgang mit Materialien, Energie und Arbeitskraft.
Kostenreduzierung
Senkung von Produktions-, Material- und Personalkosten
Produktivitätssteigerung
Optimierung von Arbeitsabläufen und Maschinenlaufzeiten
Qualitätsverbesserung
Reduzierung von Fehlern und Ausschuss durch standardisierte Prozesse
Normung
Unter Normung versteht man die Vereinheitlichung von Einzelteilen, Fertigungsmaterial, Werkzeugen oder einfachen Erzeugnissen
Typung
Die Vereinheitlichung von Enderzeugnissen
Spezialisierung
Festlegung der Produktionsprogrammbreite auf eines oder wenige Produkte
Computer Integrated Manufacturing (CIM)
Das CIM-Konzept ist ein unternehmensweiter EDV-Ansatz für alle Prozesse im gesamten Beschaffungs-, Produktions- und Absatzbereich und steht für computerintegrierte Produktion
Baukastensystem
Kombination von Normung und Typung bei mehrteiligen, komplexen Baugruppen
KAIZEN
das Kaizen-Prinzip, das in allen Unternehmensbereichen, d.h., nicht nur in der Fertigung, permanente Veränderungen in kleinen Schritten anstrebt (Kai = Wandel, zen = das Gute)- Betsandteil LEAn-;amagement
KANBAN
Das KANBAN-System ist eine Form der dezentralen Produktionsplanung und -steuerung. Material wird nicht mehr von vorgelagerten an nachgelagerte Arbeitsplätze weitergeleitet, sondern in umgekehrter Richtung: nachgelagerte Arbeitsplätze entnehmen von vorgelagerten nur das gerade benötigte Material in der Menge und zu dem Zeitpunkt (Just-in-time-Prinzip), zu dem es gerade benötigt wird.
Just in time (JIT)
Just in time (JIT) steht für „Produzieren auf Abruf“. Zu jeder Zeit und auf allen Fertigungs- oder Logistikstufen wird gerade nur so viel beschafft, hergestellt und geliefert, wie aktuell notwendig ist
Total Quality Management (TQM)
Total Quality Management (TQM) ist ein umfassendes Qualitätsmanagement, das sich durch alle Bereiche eines Unternehmens zieht und ein Mitwirken aller Mitarbeiter verlangt. Beim TQM stehen die Qualität und Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt.
KVP
KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) bezeichnet im Rahmen der betrieblichen Leistungserstellung einen systematischen Ansatz zur fortlaufenden Verbesserung aller Unternehmensprozesse, insbesondere der Produktions-, Verwaltungs- und Dienstleistungsprozesse.Mitarbeitende aller Ebenen sollen regelmäßig Prozesse analysieren, Schwachstellen erkennen und Verbesserungsmaßnahmen umsetzen.
Lean Management
Lean Management („schlankes“ Management) wird von einem Unternehmen dann praktiziert, wenn die Anzahl der Hierarchieebenen und die Anzahl der administrativen Stellen möglichst gering ist. Hat 3 Hauptbestandteile: das Kaizen-Prinzip, das Prinzip des Total Quality Managements und das Just-in-time-Prinzip
Push-Prinzip
Bring-Prinzip Das Push-Prinzip bezeichnet ein Produktions- und Steuerungssystem, bei dem Leistungen auf Basis von Prognosen und Planvorgaben hergestellt und in den Prozess „hineingedrückt“ werden, unabhängig vom aktuellen tatsächlichen Bedarf. Produktion → Lager → Kunde
Pull-Prinzip
Hol-Prinzip. Das Pull-Prinzip bezeichnet ein Produktions- und Steuerungssystem, bei dem Leistungen erst dann erstellt werden, wenn ein tatsächlicher Bedarf vorliegt, also vom nachgelagerten Prozess oder Kunden ausgelöst werden. Kunde → Produktion
zentrale Produktionsplanung
Ein Auftrag wird zentral in Teilaufträge zerlegt, um diese anschließend durch den Produkt-entstehungsprozess zu „schieben“. Tätigkeiten starten nicht durch Erkennen eines Bedarfes in einer nachfolgenden Produktionsstufe, sondern durch die Vorgabe einer Produktionsplanung von außen
dezentralen Produktionsplanung
Lieferant oder der vorgelagerte Arbeitsplatz wird aufgefordert, neues Material anzuliefern, wenn Material benötigt wird (Mindestbestand)
Emanzipation
Emanzipation bezeichnet die Entkopplung von Arbeitsplätzen, Maschinen oder Prozessen, sodass sie zeitlich und organisatorisch unabhängig voneinander arbeiten können. Sie stellt die Marktorientierte Fertigung da
Synchronisation
Synchronisation bedeutet die vollständige zeitliche Abstimmung aller Arbeitsgänge, sodass alle Prozesse gleichzeitig und im gleichen Takt arbeiten. Stellt die Auftragsorientierte Abstimmung da
partielle Synchronisation
Mischform aus markt- und auftragsorientierter Fertigung, bei der nur bestimmte Arbeitsgänge zeitlich abgestimmt sind, während andere emanzipiert arbeiten. Es handelt sich um eine Programfertigung
Durchlaufterminierung
Durchlaufterminierung ist ein Verfahren der Arbeits- und Produktionsplanung, bei dem für einen Auftrag die zeitliche Abfolge aller Arbeitsgänge so festgelegt wird, dass der Auftrag innerhalb einer vorgegebenen Durchlaufzeit fertiggestellt wird.
Arbeitszeitstudien
Arbeitszeitstudien sind systematische Untersuchungen zur Ermittlung, Analyse und Bewertung von Arbeitszeiten, die bei der betrieblichen Leistungserstellung anfallen.
Planungsinstrumente
legen fest, was, wann, wie viel und womit produziert werden soll
Steuerungsinstrumente
stellen sicher, dass die Pläne umgesetzt werden und Störungen korrigiert werden
REFA
REFA steht für „Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung“ (heute REFA Bundesverband e. V.) und bezeichnet ein System von Methoden zur Arbeitsgestaltung, Zeitwirtschaft und Arbeitsanalyse, das Unternehmen dabei unterstützt, Arbeitsprozesse effizient zu planen, zu gestalten und zu bewerten.
FAZ
frühester Anfangszeitpunkt: der bestmögliche Anfangszeitpunkt, wenn alles glattläuft
freier Puffer (FP )
erlaubte Verzögerung, die dennoch einen frühestmöglichen Start der Nachfolger ermöglicht
SAZ
spätester Anfangszeitpunkt: der gerade noch akzeptable späteste Starttag der Aufgabe
FEZ
frühester Endzeitpunkt: der frühestmögliche Fertigstellungstag der Aufgabe, wenn am FAZ gestartet wurde
SEZ
spätester Endzeitpunkt: der spätestmögliche Fertigstellungstag, der gerade noch akzeptabel ist
Vorgangsknoten
Ein Vorgangsknoten ist ein grafisches Symbol im Netzplan, das einen einzelnen Arbeitsschritt oder Vorgang eines Projekts bzw. Auftrags darstellt, inklusive aller relevanten Zeitinformationen.
PDCA-Zyklus /„Deming-Kreis“ oder „Shewhart-Kreis“
(Plan–Do–Check–Act) ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der Qualität, Effizienz und Prozessoptimierung in Unternehmen systematisch sicherstellt.
Kapazität
das Leistungsvermögen einer technischen oder wirtschaftlichen Einheit pro Zeiteinheit
Betriebsdatenerfassung (BDE)
sämtliche Materialbewegungen sowie die Anfangs- und Endzeiten von Arbeitsgängen werden für spätere Analysen fortlaufend erfasst werden
Belastungsübersicht
Eine Belastungsübersicht ist eine grafische oder tabellarische Darstellung der zeitlichen Beanspruchung von Arbeitskräften, Maschinen oder Betriebsmitteln, um Kapazitätsauslastung und Engpässe sichtbar zu machen.
Bestellpunktverfahren
Das Bestellpunktverfahren ist ein verfahren der Lager- bzw. Materialwirtschaft, bei dem Material erst dann nachbestellt wird, wenn ein vorher festgelegter Mindestbestand erreicht wird.
Bestellrhythmusverfahren
Das Bestellrhythmusverfahren ist ein verfahren der Lager- und Materialwirtschaft, bei dem zu festen, regelmäßig wiederkehrenden Zeitpunkten eine Bestellung ausgelöst wird, unabhängig vom aktuellen Lagerbestand.
Hilfsstoffe
Hilfsstoffe sind Materialien, die in die Produktion eines Produkts eingehen, aber mengenmäßig oder wertmäßig eine untergeordnete Rolle spielen.
Betriebsstoffe
Betriebsstoffe sind Materialien, die für die Produktion benötigt werden, aber nicht direkt in das Produkt eingehen
programmorientierte Disposition
Programmorientierte Disposition ist ein verfahren der Materialwirtschaft, bei dem die Materialbedarfe direkt aus dem Produktionsprogramm abgeleitet werden.
verbrauchsgesteuerte Disposition
Verbrauchsgesteuerte Disposition ist ein verfahren der Materialwirtschaft, bei dem Materialnachschub auf Basis des tatsächlichen Verbrauchs und Lagerbestands gesteuert wird.
Manuelle Fertigung
Herstellung von Produkten überwiegend mit menschlicher Arbeitskraft, ohne oder nur mit geringem Maschineneinsatz.
Maschinelle Fertigung
Produktion, bei der Maschinen den Hauptteil der Arbeit übernehmen, aber menschliche Bedienung erforderlich ist.
Automatische Fertigung
Produktion, die vollständig oder weitgehend ohne menschliches Eingreifen abläuft, gesteuert durch Maschinen oder Computer.
Werkstattfertigung
Fertigung in Werkstätten oder Abteilungen, die nach Funktion oder Bearbeitungsart organisiert sind
Fließbandfertigung
Fertigung, bei der Produkte in einem festen Takt über ein Band von Station zu Station bewegt werden
Gruppenfertigung
Fertigung, bei der ähnliche Produkte in Gruppen zusammengefasst und in Fertigungsinseln oder Gruppenarbeitsplätzen hergestellt werden.
Baustellenfertigung
Produktion, die direkt am Einsatzort des Produkts erfolgt, z. B. bei Gebäuden, Straßen oder großen Maschinen.
Einzelfertigung
Herstellung einzelner, individueller Produkte, die nach Kundenwunsch gefertigt werden.
Sortenfertigung
Produktion mehrerer Varianten eines Produkts, wobei die Produkte ähnliche Teile oder Maschinen nutzen.
Chargenfertigung
Produktion in Losgrößen, bei der eine Charge eines Produkts nacheinander gefertigt wird.
Serienfertigung
Fertigung von Produkten in begrenzten Serien, die in festgelegten Mengen hintereinander hergestellt werden.
Massenfertigung
Herstellung sehr großer Stückzahlen identischer Produkte unter hohem Automatisierungsgrad
Grad menschlicher Arbeitskraft
Beschreibt, wie stark der Produktionsprozess vom Menschen abhängig ist, also wie viel manuelle Arbeit vs. maschinelle oder automatische Arbeit erforderlich ist
Fertigungsorganisation / Betriebsmittel
Beschreibt die Art und Weise, wie Arbeitsplätze, Maschinen und Materialien im Betrieb organisiert werden, um Produkte herzustellen
Fertigungstypen (Wiederholung / Losgrößen)
Bezieht sich auf Art und Menge der hergestellten Produkte, also die Wiederholhäufigkeit und Standardisierung.
Verrichtungsorientierung
Die Fertigung wird nach Arbeits- oder Bearbeitungsarten (Verrichtungen) organisiert
Objektorientierung
Die Fertigung wird nach Produkten oder Produktgruppen organisiert.
Variantenvielfalt (Produktion)
Gibt an, wie viele Produktvarianten oder -sorten ein Unternehmen herstellt
Fertigungsstrukturen
Beschreibt die Art und Weise, wie Produktionsprozesse, Arbeitsplätze und Materialflüsse im Betrieb strukturiert sind
CNC (Computerized Numerical Control)
CNC bezeichnet computergesteuerte Maschinen, die automatisch Werkstücke nach programmierten Vorgaben bearbeiten.
Auflagefixe Kosten
Kosten, die einmalig für die Einrichtung oder den Produktionsstart einer bestimmten Auflage entstehen und unabhängig von der Stückzahl sind.
Auflagevariable Kosten
Kosten, die direkt mit der Anzahl hergestellter Einheiten innerhalb einer Auflage variieren.
Produktwirtschaftliche Grundziele
Grundlegende Ziele eines Unternehmens im Bereich Produktion und Produktwirtschaft, gegliedert nach Quantitativ, Finanziell, Qualitativ, Flexibilität, Sozial, Ökologisch
Produktwirtschaftliches Ziel Quantitativ
Produktion in bestimmten Mengen, Stückzahlen oder Kapazitätsauslastung
Produktwirtschaftliches Ziel Finanziell
Kostenminimierung, Gewinnmaximierung, Rentabilität
Produktwirtschaftliches Ziel Qualitativ
Qualität der Produkte, Fehlerfreiheit, Zuverlässigkeit
Produktwirtschaftliches Ziel Flexibilität
Anpassungsfähigkeit an Änderungen (Produkt, Menge, Termin)
Produktwirtschaftliches Ziel Sozial
Arbeitssicherheit, Ergonomie, faire Arbeitsbedingungen
Produktwirtschaftliches Ziel Ökologisch
Umweltfreundliche Produktion, Ressourcenschonung, Emissionsreduktion
Immaterielle Güter
Güter, die nicht körperlich greifbar sind, aber einen wirtschaftlichen Nutzen stiften.
Dezentrale Versorgung
Versorgung von Produktionsbereichen oder Arbeitsplätzen direkt vor Ort, ohne lange Transportwege innerhalb des Betriebs
Produktionsfaktoren
Produktionsfaktoren sind alle Mittel, die zur Herstellung von Gütern und Dienstleistungen benötigt werden. Sie werden in der Betriebswirtschaft in elementare Kategorien unterteilt.Produktionsfaktoren = Elementarfaktoren (Material, Arbeit, Betriebsmittel) + Dispositive Faktoren (Planung, Organisation, Kontrolle)
Fertigungswirtschaft
Die Fertigungswirtschaft beschäftigt sich mit Planung, Steuerung und Kontrolle von Produktionsprozessen zur effizienten Herstellung von Gütern.
PPS – Produktionsplanung und -steuerung
Ein System oder Verfahren zur Planung, Steuerung und Überwachung aller Produktionsprozesse im Unternehmen.
Kapitalbindung
Das in Vorräten, Maschinen oder Anlagen gebundene Kapital, das dem Unternehmen kurzfristig nicht für andere Investitionen zur Verfügung steht.
Beschäftigungslage
Gibt an, wie intensiv die Produktionskapazitäten genutzt werden.
Produktentstehungsprozess
Der gesamte Ablauf von der Idee bis zum marktreifen Produkt
Konzeption / Ideenfindung
technische Umsetzung, Prototypen
Produktplanung
Fertigungsplanung, Materialbedarf, Arbeitspläne
Konstruktion / Entwicklung
Produktionsvorbereitung
Serienproduktion / Markteinführung
Herstellung und Verkauf
Lastenheft
Dokument, das vom Auftraggeber die Anforderungen an ein Produkt oder Projekt beschreibt.
Pflichtenheft
Dokument, das vom Auftragnehmer erstellt wird und beschreibt, wie die Anforderungen des Lastenhefts umgesetzt werden.
Controlling
Unterstützt die Planung, Steuerung und Kontrolle von Unternehmensprozessen durch Datenanalyse, Soll-Ist-Vergleiche und Kennzahlen.
Produktstruktur
Die hierarchische Gliederung eines Produkts in Baugruppen, Teile und Komponenten.
Make or Buy
Entscheidung, ob ein Unternehmen ein Produkt oder eine Komponente selbst fertigt („Make“) oder zukauft („Buy“)
Patent
Ein gesetzlich geschütztes Recht auf eine technische Erfindung, das Exklusivität für die Herstellung, Nutzung und den Verkauf für eine bestimmte Zeit (meist 20 Jahre) gewährt.
Gebrauchsmuster
Ein gesetzlich geschütztes Recht für eine technische Neuerung, ähnlich wie ein Patent, aber einfacher und schneller anzumelden, meist kürzere Schutzdauer.
Marke
Rechtlich geschütztes Kennzeichen für Produkte oder Dienstleistungen, um Unternehmen und Produkte eindeutig zu identifizieren.
Design
Schutz des äußeren Erscheinungsbildes eines Produkts (Form, Farbe, Muster) durch gesetzliche Regelungen.
Schutzrechte
Alle rechtlichen Mittel zum Schutz geistigen Eigentums
Marktforschung
Systematische Sammlung, Aufbereitung und Analyse von Marktdaten, um Informationen über Kunden, Wettbewerb und Marktbedingungen zu gewinnen und unternehmerische Entscheidungen zu unterstützen.
Teilprozess
Ein abgegrenzter Abschnitt eines Gesamtprozesses, der bestimmte Aufgaben erfüllt und zum Erreichen des übergeordneten Unternehmensziels beiträgt.
Produktentwicklung
Geplanter Prozess zur Entwicklung neuer oder verbesserter Produkte von der Idee bis zur Marktreife unter Berücksichtigung von Marktanforderungen, Kosten und Technik.
Technische machbarkeitsprüfung
Untersuchung, ob ein Produkt technisch realisierbar ist, z. B. hinsichtlich Materialien, Produktionsverfahren, Maschinen und Know-how.
Qualitätssicherung
Alle geplanten Maßnahmen, die sicherstellen, dass Produkte oder Dienstleistungen vorgegebene Qualitätsanforderungen erfüllen.
Änderungsmanagment
Geplanter Umgang mit Änderungen an Produkten, Prozessen oder Strukturen, um Auswirkungen auf Kosten, Termine und Qualität zu kontrollieren.
Strukturliste
Übersichtliche Darstellung aller Einzelteile und Baugruppen eines Produkts ohne Mengenangaben, meist in hierarchischer Form.
Strukturbaum
Grafische Darstellung der Produktstruktur, die zeigt, aus welchen Baugruppen und Einzelteilen ein Produkt besteht und wie diese miteinander verbunden sind.
Baukastenstückliste
Stückliste, die jede Baugruppe einzeln mit ihren zugehörigen Einzelteilen darstellt und modular aufgebaut ist.
Mengenstückliste
Stückliste, die alle Einzelteile eines Produkts mit Gesamtmengen enthält, unabhängig von Baugruppen.
Strukturstückliste
Kombination aus Baukasten- und Mengenstückliste, die sowohl die Produktstruktur als auch die Mengenangaben enthält.
Baugruppen
Zusammengefasste Einzelteile, die vormontiert werden und als funktionale Einheit in ein Endprodukt eingehen.
Lagerhaltung
Organisation und Verwaltung der Aufbewahrung von Materialien und Waren, um eine bedarfsgerechte Versorgung der Produktion und Kunden sicherzustellen.
Kalkulation
Ermittlung der Kosten und Preise von Produkten oder Dienstleistungen als Grundlage für Preisentscheidungen und Wirtschaftlichkeitsanalysen.
Materialbedarfsplanung
Ermittlung von Art, Menge und Zeitpunkt des benötigten Materials, um eine reibungslose Produktion sicherzustellen.
Rohstoffe
Stoffe, die wesentlicher Bestandteil des Endprodukts werden und darin vollständig aufgehen.
Stoffe, die für die Produktion notwendig sind, aber nicht oder nur in geringem Umfang im Produkt enthalten sind.
Stoffe, die für den Produktionsprozess benötigt werden, aber nicht Bestandteil des Produkts werden.
Arbeit
Der zielgerichtete Einsatz menschlicher Arbeitskraft, um Güter herzustellen oder Dienstleistungen zu erbringen.
Betriesbsmittel
Langfristig genutzte Mittel, die zur Leistungserstellung eingesetzt werden und nicht in das Produkt eingehen.
Werkstoffe
Alle Stoffe, aus denen ein Produkt hergestellt wird; Sammelbegriff für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.
Last changeda month ago