Klinische Sozialarbeit als professionelle Soziale Arbeit in
Behandlungskontexten (d.h. bei Krankheit, Behinderung,
Belastungen, psychosozialen Krisen)
Wer zählt zu den möglichen Zielgruppen klinischer Sozialarbeit?
Zielgruppe sind Menschen in Multiproblemsituationen u.a.
Psychisch Kranke und Menschen mit emotionalen Störungen
Chronisch körperlich Kranke und behinderte Menschen
Menschen in Entwicklungs- und situationsbezogenen Krisen
Menschen mit familiären Problemen
Menschen nach körperlicher Misshandlung, sexuellem Missbrauch
und anderen Traumatisierungen
Drogen- und Alkoholabhängige
Gewaltopfer und Gewalttäter
Aidskranke und ihre Familien
= sog. „hard-to-reach-Klientel“
Was steht im Fokus der Profession?
-> Annahme: Soziogenese von Belastungen, Störungen und
Erkrankungen
Betonung der Bedeutung sozialer Stressoren für Gesundheit und Krankheit als spezifische und professionseigene Expertise. (Alleinstellungsmerkmal)
Damit: Fokussierung auf die soziale Dimension (soziosomatische und psychosoziale Perspektive) im biopsychosozialen Modell von Gesundheit und Krankheit
-> Fokus auf Veränderungen der psychosozialen Lebenslage und
Lebensweise durch soziale Behandlung
Förderung, Verbesserung und Erhalt der sozialen
-> Funktionsfähigkeit von Einzelnen, Familien und Gruppen
Zielsetzung: Soziale Teilhabe
Welche Dimension decken die Professionen im bio-psycho-sozialen Modell (Kontext psychischer Erkrankungen) ab?
Klinische Sozialarbeit – eine eigenständige PROFESSIONSRICHTUNG
Was meint der “Person-in-ihrer-Umwelt” Ansatz (PIE) im Kontext klinischer Sozialer Arbeit?
Der PIE-Ansatz geht davon aus, dass Probleme einer Person nicht nur in ihr selbst liegen, sondern in der Wechselwirkung zwischen Person und Umwelt entstehen.
Beispiel: Depression kann durch biologische Faktoren, familiäre Konflikte, Arbeitslosigkeit oder gesellschaftlichen Druck beeinflusst werden.
Ziel der Sozialen Arbeit ist es, sowohl die Person zu stärken als auch die Umweltbedingungen zu verändern, die Stress oder Belastungen verursachen.
Person: individuelle Faktoren wie:
Fähigkeiten und Ressourcen
psychische Gesundheit
körperliche Gesundheit
Persönlichkeit und Coping-Strategien
Umwelt: soziale und physische Umgebung, z. B.:
Familie, Freunde, soziales Netzwerk
Arbeitsplatz, Schule
Wohnsituation
gesellschaftliche Strukturen, ökonomische Bedingungen
Wechselwirkung:
Die Person beeinflusst ihre Umwelt, z. B. durch Verhalten oder Kommunikation.
Die Umwelt beeinflusst die Person, z. B. durch Stressoren, Unterstützung oder Barrieren.
In der klinischen Sozialarbeit (z. B. Therapie, Beratung, Case Management) wird PIE genutzt, um:
Probleme ganzheitlich zu verstehen → nicht nur Symptome, sondern Ursachen im Umfeld analysieren.
Interventionen gezielt zu planen → Unterstützung kann auf mehreren Ebenen erfolgen:
Individuelle Ebene (Skills, Coping, Therapie)
Familiäre Ebene (Beratung, Mediation)
Soziale Ebene (Netzwerkaktivierung, Ressourcenvermittlung)
Gesellschaftliche Ebene (z. B. Wohnen, Job, Behörden)
Was sind die Komponenten diagnostischen Fallverstehens und wo setzt die klinische Soziale Arbeit an?
-> Ziel: Einordnung von Problemen in standardisierte Kategorien (ICD/DSM), oft medizinisch oder psychologisch orientiert. Dient dazu, klar zu kommunizieren, diagnostisch abzusichern und ggf. rechtliche/administrative Maßnahmen zu begründen.
Orientierungsdiagnostik
-> Erste schnelle Einordnung des Problems, oft zu Beginn einer Kontaktaufnahme.
Beispiel: Bei Vorstellung in Klinik → Erste Einschätzung, ob psychische Störung, Notfall oder soziale Krise vorliegt.
Ziel: Richtung für weitere Diagnostik oder Behandlung festlegen
Risikodiagnostik
-> Einschätzung möglicher Gefährdungen, z. B. Selbstverletzung, Suizid, Kindeswohlgefährdung.
Ziel: Frühzeitig Maßnahmen planen, um Schaden zu vermeiden
Zuweisungsdiagnostik
-> Bestimmt, welche Einrichtung, Fachkraft oder Maßnahme passend ist. Beispiel: Soll der Klient in Psychotherapie, psychiatrische Klinik, Sozialpädagogische Nachsorge oder Tagesgruppe?
-> Ziel: Verstehen der individuellen Lebenswelt und subjektiven Sichtweise der Person
Fokus: Erfahrungen, Bedeutungen, soziale Zusammenhänge
Grundlage: qualitative Methoden (Interviews, Fallanalysen, biografische Methoden)
Zeigt dir, wie die Person die Situation erlebt, welche Umweltfaktoren und Ressourcen relevant sind, und warum die Probleme entstanden sind.
Gestaltungsdiagnostik (Was kann verändert werden?)
-> Ziel: Handlung, Intervention, aktive Veränderung der Situation
Person stärken: Therapie zur sozialen Angst, Aufbau von Coping-Strategien
Umwelt anpassen: Schulbegleitung, schrittweise Rückkehr zur Schule, soziale Gruppen/Unterstützung
Wechselwirkung nutzen: Aktivitäten, die Selbstvertrauen und soziale Kontakte fördern → Teufelskreis aus Isolation und Depression durchbrechen
💡 Ergebnis: Konkreter Maßnahmenplan, der Lebenswelt und individuelle Bedürfnisse berücksichtigt, um Probleme zu reduzieren und Ressourcen zu nutzen
Klinische Soziale Arbeit setzt an der Person-Umwelt-Passung an, rekonstruiert belastende Lebenszusammenhänge und gestaltet soziale Bedingungen so, dass psychische Stabilisierung möglich wird.
Welche Methoden der Gestaltungsdiagnostik haben wir gelernt und wo setzten sie an?
-> Biografiediagnostik fragt:
Welche Lebensereignisse haben die Person geprägt?
Welche Brüche, Verluste, Übergänge, Belastungen gab es?
Welche Bewältigungsmuster haben sich entwickelt?
Welche Ressourcen und Kompetenzen hat die Person früher genutzt?
Man kann Lebensbedingungen nicht sinnvoll gestalten, wenn man nicht weiß,warum bestimmte Situationen für diese Person belastend oder hilfreich sind.
Mögliche Gründe:
Vermeidung unpassender Interventionen
Erkennen stabiler Muster
Aktivierung von Ressourcen
Methode: Biografischer Zeitbalken
-> Lebensweltdiagnostik bedeutet: das alltägliche Leben der Klient:innen systematisch zu verstehen – so, wie sie es selbst erleben.
Fokus: Hier und Jetzt des gelebten Lebens (Wohnen, Arbeit, Schule, Tagesablauf, materielle Lage, soziale Beziehungen UND subjektive Deutung) Es geht immer um die subjektive Sicht der Person auf objektive Lebensbedingungen.
Lebensweltdiagnostik analysiert die aktuelle Alltags- und Lebenssituation der Klient:innen aus ihrer subjektiven Perspektive und bildet die Grundlage für gestaltungsorientierte Interventionen.
Methoden: 5 Säulen der Identität, Inklusionschart, Ecomap, Netzwerkkarte
Während Biografiediagnostik erklärt, wie eine Lebenslage entstanden ist, zeigt Lebensweltdiagnostik, wie sie sich aktuell konkret auswirkt – beide sind Voraussetzung wirksamer Gestaltungsdiagnostik.
LEITLINIEN psychosozialer Diagnostik:
Lebensweltorientierte Ausrichtung (Lebenssituation / soziale Strukturen / Lebenswelt)
Risiko- UND Ressourcenorientierung
Berücksichtigung des Einzelfalls, zentrale Bedeutung subjektiver Erfahrungen ( Biografie!)
Einbeziehung der Klienten als Co-Diagnostiker (dialogisches Prinzip) in Problemanalyse und Zielplanung
Arbeit mit unterschiedlichen, auch widersprüchlichen Problemdeutungen (-> subjektive Sichtweisen)
Wo setzt nun klinische Soziale Arbeit an?
Nicht primär an der „Störung“, sondern an den sozialen Folgen und Bedingungen psychischer Erkrankung:
soziale Isolation
fehlende Teilhabe
Überforderung im Alltag
Rollenprobleme (Schule, Arbeit, Familie)
fehlende Unterstützungssysteme
👉 Ziel ist soziale Integration, Teilhabe und Lebensbewältigung.
Von der Sozialen Diagnostik zur Sozialen Therapie
Klinische Sozialarbeit als primär zuständige Disziplin, wo ein
Krankheitsgeschehen ursächlich auf soziale und psycho-soziale
Faktoren zurückzuführen ist.
Klinisch-sozialarbeiterische Diagnostik ( Diagnostisches
Fallverstehen auf Basis des Person-in-der-Umwelt-Ansatzes)
eröffnet unmittelbar Implikationen für psychosoziale Intervention.
Nach Salomon zielt Soziale Diagnose darauf, „dass man entweder
einem Menschen hilft, sich in der gegebenen Umwelt einzuordnen,
zu behaupten, zurechtzufinden – oder dass man seine Umwelt so
umgestaltet, verändert, beeinflusst, dass er sich darin bewähren,
seine Kräfte entfalten kann“
Was ist das Ziel sozialer Therapie?
Soziale Therapie = methodologisches Rahmenkonzept von Behandlung, das die Gesamtheit an klinisch-sozialarbeiterischer Behandlungsansätze umfasst
Umwelt: seiner Lebenslage (Person-Umwelt-Bezüge, soziale
Unterstützung, Lebenssituation, Ressourcen) UND
Person: seiner Lebensweise (Erlebnisverarbeitung, Selbst-
Bezug, interpersonale Beziehungen, Belastungs- /
Krankheitsbewältigung)
Behandlungsansätze im Rahmen von Sozialer Therapie:
Psycho-soziale Beratung
Systemische Arbeit
Case-Managment
Krisen-Intervention
Sozial-Therapie
Arbeitsformen sind die klassischen Handlungsebenen der Sozialen
Arbeit:
Personenbezogene Interventionen
Beziehungsbezogene Interventionen
Umgebungsbezogene Interventionen
Fokus: Sozialtherapie
Was ist das Ziel von Sozialtherapie?
Ziel: Soziales und interpersonelles „Funktionieren“
des/ r Klient*in
Förderung sozialer Integration, Teilhabe und Lebensbewältigung
Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen
Sie hilft Menschen, soziale Fähigkeiten aufzubauen oder zu verbessern, um im Alltag besser zurechtzukommen.
Was ist der Unterschied zwischen Sozialtherapie und Psychotherapie?
Sozialtherapie als „Bindeglied“ traditioneller Sozialarbeit und Psychotherapie
Ziel: Heilung oder Linderung psychischer Störungen
Fokus: Tiefgreifende Aufarbeitung inner-psychischer Konflikte und Prozesse zur „Veränderung der Psyche“
Leitfrage:Was passiert in mir – und warum?
Ziel: Soziale Integration vor dem Hintergrund der Soziogenese von
Belastungen, Störungen, Erkrankungen
Fokus: Veränderung sozialer, beziehungsbezogener, funktionaler
Muster durch Fokus auf Selbstbild, soziale Rollen, Beziehungsfähigkeit, Alltagsgestaltung und -strukturierung
Leitfrage:Wie wirke ich in sozialen Zusammenhängen – und wie kann ich dort anders handeln?
Psychotherapie hilft, die Angst zu verstehen und zu regulieren.Sozialtherapie hilft, trotz Angst sozial handlungsfähig zu werden.
ABER: Überschneidungen, da Alleiniger Fokus der Sozialtherapie auf Kontextbedingungen zur Ermöglichung sozialer Integration ist nicht ausreichend. FOLGE: Veränderungsprozesse sozialer und kommunikativer Strukturen erfordern zumeist begleitende Arbeit an den psychischen Voraussetzungen (u.a. dysfunktionale Wahrnehmungs- & Bewertungstendenzen)
Die Sozialtherapie als therapeutische Behandlungsdimension innerhalb des methodologischen Rahmenkonzepts der Sozialen Therapie nutzt unterschiedliche (u.a. psychotherapeutische) Interventionstechniken.
Nachgolgenden werden einige Interventionstechniken behandelt.
ACHTUNG: Ziel und FOKUS sozialtherapeutischer Behandlung ist stets die SOZIALE (RE-)INTEGRATION von Klient*innen im klinischen Handlungskontext
Auf welchen Ebenen kann die Sozialtherapie methodisch ansetzen?
Emotional (Emotions- und Bedürfniswahrnehmung)
Kognitiv (Erkennen dysfunktionaler Kognitionen)
Verhalten (Erlebens von Selbstverantwortung und
Handlungskompetenz)
Ressourcen-/ Selbstwert
Was ist das Ziel der Emotions- und Bedürfniswahrnehmung?
Emotionswahtnehmung unterstützt Bedürfnisswahrnehmung
(-> Hinter jeder Emotion steckt ein Bedürfnis)
Eigene Emotionen wahrnehmen („sich selbst spüren“, „in den Körper hineinspüren“)
Abbau emotionaler Barrieren („Darf“ ich alle Emotionen spüren?)
Bedürfnisse erspüren bzw. bedürfnisweisende Funktion von Emotionen erkennen
Emotionsauslöser identifizieren
Vielen Klient*innen mit psychischer Störung fällt bewusste Wahrnehmungen und Zulassen von Emotionen schwer, da
biographisch gelernet, diese durch Verdrängung, Verbot oder Umdeutung
Sensibilisierung für Emotionen
Übung: „Gefühlsstern“
Übung: „Funktion von Emotionen verstehen“
Was ist das Ziel des Erkennens dysfunktionaler Kognitionen?
Automatische Bewertungsprozesse führen oftmals dazu, dass wir
angesichts schwieriger Situationen automatisch zu dysfunktionalen
Kognitionen (Gedanken, Bewertungen) tendieren
• Oftmals auf sich selbst gerichtete dysfunktionale Kognitionen:
Selbstabwertung, Selbstzweifel, Verlust an Selbstwirksamkeit
• ABER auch Abwertung von Interaktionspartner*innen möglich, d.h.
gestörte Sozialbeziehungen
-> PROBLEM: Unsere Situationsbewertungen werden direkt im
Erleben und Verhalten sichtbar, d.h. prägen unsere Emotionen,
Körperempfindungen, Handlungen und auch weiterführende
Gedanken
Innerer Kritiker (vgl. Schematherapie) als ermahnender, fordernder innerer Anteil (Antreiber / Kritiker), der gnadenlos zu Höchstleistungen antreibt.
Abgeleitet aus früheren Erfahrungen und daraus entstandenen dysfunktionalen Grundannahmen
FUNKTION: Der Innere Kritiker ist kein „Feind per se“, sondern
möchte vor angesichts der dysfunktionalen Grundannahmen
eigentlich hilfreich sein:
Schutz vor psychischen Belastungen, die der innere Kritiker infolge dysfunktionaler Grundannahmen befürchtet (z.B. Schutz vor Ablehnung, Ausgrenzung, Kritik)
Motivation zu Höchstleistungen durch Aktivierung entsprechender „Tugenden“
Weiterentwicklung durch neue Ideen, Anregungen, Ziele
-> PROBLEM: Seine UNERBITTLICHKEIT
Keine Berücksichtigung von Grenzen oder Bedürfnisse: Der innere Kritiker verbietet kleinste Fehler, Misserfolge, Pausen oder Erholung
Oftmals lässt er sich emotional für alle und alles verantwortlich fühlen (->Schuldgefühle!). Dies führt zur hohen Sensibilität für die Bedürfnisse anderer bei gleichzeitiger Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
Typisch sind fordernde Botschaften, die in ihrer Konsequenz zu
Selbstabwertung, Selbstkritik, Selbsthass, Scham oder extremen Druck führen
Methoden des Inneren Kritikers:
– Perfektionistische Ansprüche
– Sätze mit „müssen“
– Katastrophisieren
– Alles- oder-Nichts-Denken
– Generalisieren
– Negative Gedanken anderer lesen
– Mit zweierlei Maß messen
-> Grundannahmen bewusst werden lassen und kritisch hinterfragen
Übung: „Den inneren Kritiker in seine Schranken weisen“
Übung: „ABC-Modell für alternative Bewertungen“ (Reframing)
Was ist das Ziel des Erlebens von Selbstverantwortung und
Handlungskompetenz?
Im Zuge psychischer Erkrankungen treten Problemverhalten und
dessen negative Folgen zunehmend in den alleinigen Fokus der
Selbstaufmerksamkeit
Immer stärker werdendes Rückzugs- und Vermeidungsverhalten
Immer stärker werdender Verstärkerverlust
-> CHRONIFIZIERUNG DER PSYCHISCHEN STÖRUNG
Daraus resultiert:
-> Notwendigkeit einer gezielten Förderung positiven Selbsterlebens
durch die Motivation zu Selbstverantwortung
durch das Erleben von Handlungskompetenz
-> z.B. Erkenntnis, dass man das eigene Wohlbefinden selbst beeinflussen kann, man der Erkrankung nicht hilflos ausgeliefert ist
Protokolle über Stimmung zum Beispiel
Kritische Momente:
Klient*innen mit psychischen Erkrankungen erleben durch ihre
Erkrankung eine zumeist negative Verstärkung (-> sekundärer
Krankheitsgewinn)
DAHER: Bisheriges Problemverhalten ist für Klient*in auf gewisse
Weise funktional und wird daher nur abgelegt, wenn eine
höherwertige Verstärkung für das Alternativverhalten erfolgt!
Fragen:
Zu welchen Aktivitäten ist eine Klient*in in der aktuellen Situation überhaupt in der Lage?
Gilt es, Aktivitäten zu verstärken, oder ggf. das Aktivitätsniveau
zu reduzieren / zu verändern (vgl. exzessives Verhalten)?
„Ich würde das gerne machen, aber dazu muss es mir erst besser gehen. Ich habe gerade dafür keine Energie übrig“
Zentrale Botschaft: selbst aktiv werden, um Antrieb zu erlangen
– NICHT auf Antrieb warten
– SONDERN: „das Gefühl rückt nach“
Stichwort: Triade: Gefühle, Verhalten (Ansatzpunkt), Gedanken
… Ja, früher bin ich gerne Wandern gegangen, aber ich schaffe das heute nicht mehr. Nach 5 Minuten bin ich schon total erschöpft. Das macht gar keinen Sinn für mich, rauszugehen“
Setzen eines realistischen Anspruchsniveaus: Ein Leistungssportler, der sich das Bein gebrochen hat, kann auch nicht gleich wieder seine alte Leistung bringen. DAHER: Mini-Aktivitäten planen
„Ich brauche keine Aktivitäten. Mir geht’s insgesamt auch ganz gut, wenn ich einfach gemütlich in meinem Zimmer bleiben kann“
Diskutieren Sie mit der Klient*in, welche Folgen das von ihr/ihm klassisch durchgeführte Verhalten mit sich bringt – sowohl KURZFRISTIG, als auch LANGFRISTIG. Diskutieren Sie dies auch bzgl. aktivierender Verhaltensweisen! -> vgl. Problemlösestrategien / Vier-Felder-Schema
Übung: “Welche Aktivitäten habe ich früher als positiv erlebt?"
Übung: "Wochenplan"
Was ist das Ziel von Ressourcen und Selbstwertarbeit?
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