Fehlerquellen Grammatik
Steigerung der Adjektive
Progressive
Adverbmarkierung
Refelexive Pronouns
Zukunftsformen
Present Perfect
Dt.: nur synthetisch, Englisch: (-er/-est) und auch analytisch (more/most)
-> Lernende versuchen, ein einheitliches Regelsystem zu entwickeln, obwohl das Englische hier konkurrierende Muster besitzt
Beispiele:
• more stronger → korrekt: stronger
• most funnier → korrekt: funniest
• more beautifuler → korrekt: more beautiful
Der englische Progressive Aspect (be + -ing) bereitet deutschsprachigen Lernenden besondere Schwierigkeiten, da es im Deutschen keine morphologisch markierte Entsprechung gibt. Lernende haben daher Probleme, die Bedeutung von laufenden, temporären oder gerade stattfindenden Handlungen korrekt zu erfassen.
-> führt entweder zu einem Untergebrauch (I study now statt I am studying now) oder zu einem Übergeneralisieren des Progressive in unpassenden Kontexten.
Advermarkierung
Deutschsprachige Lernende haben häufig Schwierigkeiten
mit der Unterscheidung zwischen Adjektiven und Adverbien im Englischen. Während im Deutschen dieselbe Form sowohl adjektivisch als auch adverbial verwendet werden kann (Er spricht laut / Er ist laut), verlangt das Englische in der Regel eine Adverbmarkierung mit -ly zur Beschreibung.
-> Typische Fehler entstehen durch den Transfer des deutschen Systems, z. B. He speaks slow statt He speaks slowly.
Reflexive Pronouns
Im Deutschen sind viele Verben obligatorisch reflexiv (sich erinnern, sich konzentrieren). Diese Reflexivität wird von Lernenden häufig fälschlich auf das Englische übertragen.
- Im Englischen werden reflexive Pronomen (myself, yourself) jedoch nur in bestimmten Kontexten verwendet.
-> Es entstehen Fehler wie I remember myself oder I concentrate myself, obwohl die korrekten Formen I remember bzw. I concentrate lauten.
Zukunftsformen: will vs. going to
Deutschsprachige Lernende haben Schwierigkeiten mit der Unterscheidung zwischen will und going to.
-> Im Englischen drückt will häufig spontane Entscheidungen oder Versprechen aus, während going to für geplante oder bereits absehbare Handlungen steht.
-> Fehler entstehen, wenn diese funktionale Unterscheidung nicht berücksichtigt wird.
Das englische Present Perfect weist formale Ähnlichkeiten zum deutschen Perfekt auf, erfüllt jedoch andere Funktionen. Es stellt eine Verbindung zwischen einer vergangenen Handlung und der Gegenwart her.
-> Deutschsprachige Lernende übertragen häufig das deutsche Perfekt auf das Englische und verwenden stattdessen das Simple Past.
• I have finished my homework → dt.: Ich habe meine Hausaufgaben gemacht
• Fehler: I finished my homework → falscher L1-Transfer
Beispiel:
• I have lived here for 5 years → dt.: Ich habe hier 5 Jahre gelebt
→ Ausdruck einer Handlung, die in der Vergangenheit begonnen hat und bis in die Gegenwart andauert
• I have just eaten → dt.: Ich habe gerade gegessen
→ Betonung der unmittelbaren Relevanz für die Gegenwart
• I have seen that movie → dt.: Ich habe diesen Film gesehen
-> Fokus auf die Erfahrung, nicht auf den Zeitpunkt
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