Buffl

Praktische Fütterung

MD
by Mathis D.

3. laktierende Kühe

  • ernährungsphysiologische Aspekte und NEB in der Frühlaktation

  • Futtermittel, Rationsgestaltung (Kraftfutterzusammensetzung für grasbetonte und maisbetonte Rationen)

  • Kraftfutterzuteilung, Spezialfuttermittel Propylenglycol, Glycerin, geschütztes Futterfett, Hefen, Biotin, Niacin

  • Gras-/Maissilageanalyse beurteilen, Grundfutterleistung und Kraftfutter verbrauch errechnen

  • Fütterungssystem TMR (Vor-, Nachteile, Voraussetzungen)

  • Wichtigster Grundsatz in der Spätlaktation


  • angestrebtes KF:GF-Verhältnis : 60 % - 40 %



Fütterungssystem TMR (Vor-, Nachteile, Voraussetzungen)

  • Vorteile TMR: Homogene Menge an Kraftfutter und Grundfutteraufnahme; weniger Stress da kein Schrotautomat

  • Nachteile TMR: kein Überblick, wie viel KF die Kuh erhält; Gruppenbildung (keine Anpassung an Laktationsverlauf)

  • Vorteile Getrennt: nicht unbedingt verschiedene Gruppen füttern, jedes Tier optimal angepasst

  • Nachteil getrennt: Viel schnell abbaubare Energie durch Schrot in wenig Zeit -> Azidosefördernt; Stress im Stall, Unruhe



Der wichtigste Grundsatz in der Spätlaktation der Milchkuh ist:

Milchkuh auf die nächste Laktation vorbereiten – nicht auf maximale Milchleistung fahr

Heißt konkret:

  • Körperkondition stabilisieren Ziel: BCS ca. 3,25–3,5 beim Trockenstellen → Keine Verfettung, aber auch kein weiteres Abmagern

  • Futter nicht „überziehen“ Energie runterfahren, aber strukturreich und bedarfsgerecht füttern → Stoffwechsel entlasten, Leber schonen

  • Gesundheit vor Leistung Klauen, Euter, Stoffwechsel im Blick behalten → Probleme in der Spätlaktation rächen sich fast immer in der Frühlaktation

  • Grundlage fürs Trockenstellen legen Saubere Abmelkphase, stabile Futteraufnahme, stressarm


4. trockenstehende Kühe: Möglichkeiten der Trockensteherfütterung erklären/ beschreiben (Vor-, Nachteile), Weidefütterung beurteilen, Milchfieberprophylaxemaßnahmen

• 3 relevante Trockensteherfütterungsmodelle

  • Zweiphasige Trockensteherfütterung

    • Dauer ca. 6 - 8 Wochen

    • Drastischer Futterwechsel auf ein sehr niedriges Ernährungsniveau in der 1. Phase des Trockenstehens

    • Anschließende Vorbereitungsphase/-fütterung in den letzten 2 -3 Wochen vor dem Kalben (Transitphase)

    • Kuh wird auf die Fütterung der Laktation vorbereitet

    • Dem höheren Energiebedarf bei abnehmender Futteraufnahme wird dadurch gerecht

  • Einphasige Trockensteherfütterung

    • Dauer: 6 Wochen (nicht überstreiten)

      Gründe dafür:

    • Arbeitswirtschaft

    • Vermeidung von krassen Fütterungswechseln

    • Möglichkeit eines sanften „Auffleischens“ von beim Trockenstellen sehr unterkonditionierten Kühen

  • Einphasig verkürzte Trockensteherfütterung

    • Dauer: < 42 Tage

      Gründe:

    • Maximale Nutzung des Milchleistungspotenzials (v.a. von Kühen mit hoher Milchleistung am Laktationsende)

    • Erhoffte Vorteile bei der Minimierung von Auswirkungen der negativen Energiebilanz unmittelbar nach der Kalbung


• Weidefütterung

  • Sommer als möglicher Zeitraum

    Vorteile

    Idealer Kuhkomfort, saubere Klauen und Gliedmaßen

  • Erhöhte Bewegungsaktivität, Anregung der körpereigenen Vitamin D-Synthese

  • Nachteile

    • Als Nährstofflieferant eher kritisch zu betrachten

    • Keine gezielte Versorgung mit Mineralsoffen

    • Zu hohe K- und Ca-Aufnahme

    • Keine energiearme Fütterung möglich à energet. Überversorgung

    • Wenn Weidegang, dann auf extensiven Flächen in Hof nähe und der Sicherstellung von ausreichender Aufnahme an energiearmen Beifuttern, Trockenstehermineralfutter und Wasser

    • Vorbereitungsphase grundsätzlich im Stall!


Milchfieberprophylaxemaßnahmen


#Welche Tiere sind besonderes gefährdet

  • Ältere Kühe, Kühe mit hoher Milchleistung, zwillingsträchtige Kühe, überkonditionierte Kühe und nicht trainierte Kühe o Rationsgestaltung

  • Möglichst keine kationenreiche Ration – während gesamter Tr. stehzeit und vor allem in der Transitphase

    • Mais- besser als Grassilage

    • Rapsex. Besser als Sojaex.

    • Keine Melasse

    • Kein Pansenpuffer

    • Kein Sodagrain

    • K- und Ca-arme Fütterung

    • Mg- und P-reiche Fütterung

  • Orale Ca-Gabe an den Tagen um die Kalbung

  • Vitamin D3 Injektion

  • Kuhkomfort


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Mathis D.

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